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Die
Erfindung betrifft eine Rahmen-Baugruppe
- – mit einem
Flügelrahmen,
- – mit
einem Blendrahmen,
- – mit
mindestens einem Lüftungskanal
zwischen einer Außenseite
und einer Innenseite der Rahmen-Baugruppe,
- – mit
mindestens einer in dem Lüftungskanal
angeordneten Luftstrombegrenzungseinrichtung mit einem gegenüber einem
rahmenfesten Tragelement verschwenkbaren flächenhaften Begrenzungselement,
welches umstellbar ist zwischen
- – einer
Offenstellung, in der das Begrenzungselement den Lüftungskanal
freigibt, und
- – einer
Schließstellung,
in der das Begrenzungselement den Lüftungskanal zumindest teilweise verschließt,
- – wobei
das Begrenzungselement derart ausgeführt ist, dass es in der Offenstellung
vorliegt, solange die durch den Lüftungskanal strömende Luft eine
Strömungsgeschwindigkeit
hat, die unterhalb eines Grenzwertes liegt.
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Eine
derartige Rahmen-Baugruppe ist bekannt aus der
DE 102 09 696 A1 . Die Verbindung
von Komponenten der dortigen Luftstrombegrenzungseinrichtung mit
Rahmenelementen der Rahmen-Baugruppe erfordert spezielle Befestigungsaufnahmen, die
komplementär
zu Befestigungselementen dieser Komponenten geformt sind. Die Herstellung
der bekannten Rahmen-Baugruppe mit der Luftstrombegrenzungseinrichtung
ist daher recht aufwändig.
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Es
ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rahmen-Baugruppe
mit einer Luftstrombegrenzungseinrichtung der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass der Herstellungsaufwand bei gleichzeitig
möglichst
erleichterter Montage der Luftstrombegrenzungseinrichtung reduziert ist.
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Diese
Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch
ein Kanalelement der Luftstrombegrenzungseinrichtung, welches auf
einer oberen Abschlusswand des bei montierter Rahmen-Baugruppe oberen Flügelrahmens
aufliegt und einen innenseitigen Endabschnitt des Lüftungskanals
bildet.
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Erfindungsgemäß wurde
erkannt, dass es dann nicht notwendig ist, Rahmenelemente der Rahmen-Baugruppe
auf die Verbindung mit dem Kanalelement der Luftstrombegrenzungseinrichtung
speziell vorzubereiten, wenn dieses auf dem Flügelrahmen aufliegt. Das Kanalelement
wird dann vom Flügelrahmen
getragen und muss nur gegen ein Verschieben relativ zu diesem gesichert
sein, was mit einfacheren Maßnahmen
als eine Befestigung realisierbar ist. Es resultiert eine Luftstrombegrenzungseinrichtung
für eine
Rahmen-Baugruppe, die keine spezielle Anpassung von Rahmenelementen
der Rahmen-Baugruppe erfordert, einfach montiert werden kann und
insbesondere bei schon existierenden Rahmen-Baugruppen nachgerüstet werden
kann. Insbesondere kann das Kanalelement gleichzeitig das Tragelement für das Begrenzungselement
darstellen. Die erfindungsgemäße Luftstrombegrenzungseinrichtung kann
je nach den an sie gestellten Anforderungen und dem jeweiligen Einsatzzweck
bei verschiedenen Typen von Rahmen-Baugruppen und innerhalb von diesen
an verschiedenen Einbauorten angebracht sein. Insbesondere ist es
möglich,
die Luftstrombegrenzungseinrichtung bei einem Mitteldichtungssystem,
z. B. am Ort der Mitteldichtung, einzusetzen.
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Das
Begrenzungselement kann in dem Kanalelement angeordnet sein. Es
resultiert dann eine vorteilhaft kompakte Luftstrombegrenzungseinrichtung.
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Das
Kanalelement kann einen Rastkörper aufweisen,
der in einen Abschnitt der Rastaufnahme des Flügelrahmens für eine innere
Abschlussdichtung der Rahmen-Baugruppe eingerastet ist. Zur Sicherung
des Kanalelements kann dann elegant eine schon vorhandene Rastaufnahme
der Rahmen-Baugruppe genutzt werden.
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Das
Kanalelement kann mit dem Flügelrahmen
verklebt sein. Eine derartige Verbindung ist unaufwändig.
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Das
Begrenzungselement kann im Lüftungskanal
derart angeordnet sein, dass
- – eine Einleitung
der Umstellung zwischen der Offenstellung und der Schließstellung
aufgrund eines Geschwindigkeitsunterschiedes zwischen
- – der
Strömungsgeschwindigkeit
der an der dem Lüftungskanal
zugewandten Seite (25) des Begrenzungselements (17)
vorbeiströmenden
Luft und
- – der
Strömungsgeschwindigkeit
der an der dem Lüftungskanal
abgewandten Seite (26) des Begrenzungselements (17)
vorbeiströmenden
Luft
erfolgt.
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Zur
Einleitung der Umstellung des Begrenzungselements zwischen der Offen-
und der Schließstellung
ist es dann nicht erforderlich, das Begrenzungselement direkt anzuströmen. Die
Einleitung der Umstellung erfolgt in diesem Fall hingegen aufgrund der
beim Vorbeiströmen
der Luft am Begrenzungselement sich einstellenden Druckdifferenz.
Die Entstehung dieser Druckdifferenz wird dem sogenannten Bernoulli-Effekt
zugesprochen. Die Größe der Druckdifferenz
bei gegebener Geschwindigkeitsdifferenz kann, wie dies z. B. bei
Flugzeugtragflächen
bekannt ist, durch eine entsprechende Profilierung des Begrenzungselements
beeinflusst werden. Dadurch, dass zur Einleitung der Umstellung
zwischen der Offen- und der Schließstellung kein direktes Anströmen mehr
erforderlich ist, kann das Begrenzungselement im Lüftungskanal
so angeordnet sein, dass es in der Offenstellung den Lüftungskanal
nicht oder nur kaum einengt. Bei dieser vorteilhaften Anordnung
wird also eine Offenstellung mit weitem Lüftungskanal und damit bei zugfreien
Bedingungen, d. h. bei geringen Strömungsgeschwindigkeiten zwischen
der Außen- und
der Innenseite der Rahmen-Baugruppe, ein ordentlicher Luftaustausch
erzielt. Sobald die Umstellung durch den Bernoulli-Effekt eingeleitet
wurde, kann bei dieser Ausführungsform
die restliche Umstellung zwischen der Offen- und der Schließstellung auch
durch direktes Anströmen
erfolgen. Es ergibt sich somit durch die Kombination des Bernoulli-Effektes
mit dem direkten Anströmen
eine hohe Schließkraft.
Das Begrenzungselement kann bei dieser Ausführungsform daher so ausgelegt
werden, dass es in der Schließstellung
nicht zum Verkleben neigt. Damit ist auch nach längeren Zeiträumen eine
reproduzierbare und verlässliche
Rückstellung
von der Schließ- in
die Offenstellung gewährleistet.
Dadurch, dass beim Einleiten der Umstellung zwischen der Offen- und
der Schließstellung
der Bernoulli-Effekt ausgenutzt wird, ist ein sensibles Ansprechverhalten
des Begrenzungselements beim Einleiten der Umstellung realisierbar.
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Es
kann daher der Grenzwert für
die Strömungsgeschwindigkeit,
ab der die Luftstrombegrenzungseinrichtung schließen soll,
bei dieser Ausgestaltung sehr definiert vorgegeben sein.
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Das
Begrenzungselement kann als gegenüber dem Tragelement weiche
Kunststofflippe gebildet sein. Hierdurch ist eine gute Abdichtung
des Begrenzungselements an einem Gegenkörper der Rahmen-Baugruppe in
der Schließstellung
des Begrenzungselements gewährleistet.
Die weiche Kunststofflippe kann z. B. durch 2K-Technik an einen
weiteren Abschnitt des Begrenzungselements angespritzt werden. Alternativ
ist zur Ausbildung eines mehrere, unterschiedlich harte Abschnitte
aufweisenden Begrenzungselements auch die Herstellung durch Koextrusion
möglich.
Schließlich
kann das Begrenzungselement auch nach Art einer flexiblen Membran ausgebildet
sein. Eine weitere Variante des Begrenzungselements ist nicht aus
Kunststoff, sondern aus einem anderen Material, z. B. aus einem
Textilmaterial. Die Oberfläche
des Begrenzungselements kann glatt, schuppig, riefig oder mit einer
anderweitigen strömungstechnisch
günstigen
Oberflächenstrukturierung
bzw. -profilierung versehen sein.
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Das
Begrenzungselement kann in der Schließstellung an einem Anschlag
des Tragelements bzw. der Rahmen-Baugruppe anliegen. Dies gewährleistet
eine definierte Schließstellung
des Begrenzungselements.
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Die
Luftstrombegrenzungseinrichtung kann einen Düsenkörper mit mindestens einer Düsenöffnung aufweisen,
der derart benachbart zum Begrenzungselement angeordnet ist, dass
die Strömungsgeschwindigkeit
der am Begrenzungselement vorbeiströmenden Luft durch die Weite
der Düsenöffnung vorgegeben
wird. Es resultiert eine Luftstrombegrenzungseinrichtung, bei der
die Definiertheit und Reproduzierbarkeit des Ansprechverhaltens
nochmals verbessert ist.
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Bevorzugt
ist eine Mehrzahl gleich ausgeformter und quer zur Luftströmungsrichtung
nebeneinander angeordneter Düsenöffnungen
vorgesehen. Dies vereinfacht die Herstellung eines selbsttragenden
Düsenkörpers.
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Der
Düsenkörper kann
gleichzeitig das Tragelement darstellen. In diesem Falle ist das
Begrenzungselement direkt mit dem Düsenkörper verbunden. Es ergibt sich
eine kompakte Luftstrombegrenzungseinrichtung.
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Das
Begrenzungselement und/oder das Tragelement kann aus Standard-Einheiten
mit vorgegebener Breite quer zur Luftströmungsrichtung gebildet sein.
Es resultiert eine Luftstrombegrenzungseinrichtung mit vorgebbarer
Breite. Über
diese Breite kann ein gewünschter
maximaler Luftaustausch eingestellt werden.
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Das
Begrenzungselement und/oder das Tragelement kann als Profil-Element
ausgeführt
sein. In diesem Fall ist eine stufenlose Einstellbarkeit der Breite
der Luftstrombegrenzungseinrichtung gegeben.
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Alternativ
oder zusätzlich
kann ein Kanalabschnitt in einem für eine innere Anschlagdichtung vorgesehenen
Zwischenraum zwischen dem Flügelrahmen
und dem Blendrahmen einen innenseitigen Endabschnitt des Lüftungskanals
bilden, wobei das Begrenzungselement insbesondere benachbart zum Zwischenraum
angeordnet ist. Bei einer derartigen Anordnung ist eine einfache
Nachrüstbarkeit
einer bestehenden Rahmen-Baugruppe mit einer Luftstrombegrenzungseinrichtung
möglich,
da hierzu nur die Anschlagdichtung durch den Kanalabschnitt ausgetauscht
werden muss. Um den innenseitigen Endabschnitt des Lüftungskanals
zu schaffen, ist hierzu kein Eingriff an den Rahmenprofilen nötig. Die
Anordnung des Begrenzungselements benachbart zum Zwischenraum schafft
eine kompakte Luftstrombegrenzungseinrichtung.
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Der
Kanalabschnitt kann hierbei in dem für die innere Anschlagdichtung
vorgesehenen Zwischenraum durch eine Mehrzahl von Einzelkanälen gebildet
sein, zwischen denen Distanzelemente vorliegen, über die der geschlossene Flügelrahmen
am Blendrahmen anliegt. Die Distanzelemente gewährleisten eine definierte Positionierung
des Flügelrahmens
zum Blendrahmen auch im Bereich des Kanalelementes sowie eine definierte
Vorgabe des endseitigen Lüftungskanals.
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Die
obige Aufgabe wird, was die Luftstrombegrenzungseinrichtung betrifft,
gelöst
durch eine Luftstrombegrenzungseinrichtung zum Einsatz in einer
erfindungsgemäßen Rahmen-Baugruppe.
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Die
Vorteile einer derartigen Luftstrombegrenzungseinrichtung entsprechen
denjenigen, die oben schon im Zusammenhang mit der Rahmen-Baugruppe
angesprochen wurden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigen:
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1 einen
Ausschnitt eines Querschnitts einer Rahmen-Baugruppe mit einer Luftstrombegrenzungseinrichtung,
die in einem Lüftungskanal
zwischen einer Außen-
und einer Innenseite der Rahmen-Baugruppe angeordnet ist, wobei
ein Begrenzungselement der Luftstrombegrenzungseinrichtung in einer
Offenstellung dargestellt ist;
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2 einen
zu 1 ähnlichen
Schnitt mit dem Begrenzungselement in einer Schließstellung;
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3 und 4 vergrößerte perspektivische
Darstellungen der Luftstrombegrenzungseinrichtung mit einem als
Kanalelement ausgebildeten Tragelement und dem hiervon getrennt
dargestellten Begrenzungselement; und
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5 die
Luftstrombegrenzungseinrichtung nach den 3 und 4,
bei der das Begrenzungselement am Tragelement angebracht ist.
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Eine
erste Ausführungsform
einer Luftstrombegrenzungseinrichtung 1 ist in den 1 bis 5 dargestellt.
Die Luftstrombegrenzungseinrichtung 1 begrenzt einen Luftstrom
in einem Lüftungskanal zwischen
einer Außenseite 2 und
einer Innenseite 3 (vgl. 2) einer
in den 1 und 2 teilweise im Schnitt dargestellten
Rahmen-Baugruppe 4. Die Rahmen-Baugruppe 4 umfasst einen Flügelrahmen 5,
von dem in den 1 und 2 ein im
montierten Zustand oberes Rahmenprofil im Schnitt dargestellt ist.
Ferner weist die Rahmen-Baugruppe 4 einen Blendrahmen 6 auf,
von dem in den 1 und 2 ebenfalls
ein im montierten Zustand oberes Rahmenprofil dargestellt ist. Der
Flügelrahmen 5 ist
in bekannter Weise zum Blendrahmen 6 schwenkbar und rahmt
eine in den 1 und 2 nicht
dargestellte Glasscheibe eines Fensters oder einer Tür. Der Flügelrahmen 5 ist
in an sich bekannter Weise aufgebaut und weist eine Mehrzahl von
Hohlkammern sowie ein U-förmiges
Armierungsprofil 7 auf. Der Blendrahmen 6 wird
in einem Mauerausschnitt festgelegt und ist ebenfalls in an sich
bekannter Weise mit einer Mehrzahl von Hohlkammern und einem U-förmigen Armierungsprofil 8 aufgebaut.
Abgesehen von den Armierungsprofilen 7, 8 ist
die Rahmen-Baugruppe 4 aus Kunststoff.
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Der
Blendrahmen 6 liegt in einem Falzabschnitt 9 der
Rahmen-Baugruppe 4 über
eine äußere Anschlagdichtung 10 an
einer Außenwand 11 des Flügelrahmens 5 an.
Zur Halterung der äußeren Anschlagdichtung 10,
die als Dichtprofil ausgeführt
ist, weist der Blendrahmen 6 im Falzabschnitt 9 eine längs des
Rahmenprofils verlaufende Aufnahmenut 12 auf. Eine entsprechend
geformte Aufnahmenut 13 ist beim an sich bekannten Flügelrahmen 5 zur
Aufnahme einer inneren Anschlagdichtung vorgesehen. In der Schnittebene
der 1 und 2 ist diese innere Anschlagdichtung
nicht bzw. nicht vollständig vorhanden.
Im Falzabschnitt 9 ist benachbart zu dieser Aufnahmenut 13 ein
Kanalelement 14 der Luftstrombegrenzungseinrichtung 1 angeordnet.
Letzteres hat im in den 1 und 2 dargestellten Schnitt
die Gestalt eines liegenden Buchstabens L. Eine untere unilaufende
Begrenzungswand 15 des langen Schenkels des L-förmigen Kanalelements 14 liegt
auf einer oberen Abschlusswand 16 des Flügelrahmens 5 auf.
Die Begrenzungswand 15 ist mit der Abschlusswand 16 verklebt.
Der kurze Schenkel des L-förmigen
Kanalelements 14 ragt nach oben durch einen Zwischenraum
zwischen dem Flügelrahmen 5 und
dem Blendrahmen 6, der bei der bekannten Rahmen-Baugruppe
von der inneren Anschlagdichtung ausgefüllt würde. Dieser Zwischenraum bildet
einen innenseitigen Endabschnitt des Lüftungskanals. Bei einer nicht
dargestellten Ausführungsvariante
kann dieser Zwischenraum durch eine Mehrzahl von Einzelkanälen gebildet
sein, zwischen denen stegförmige
Distanzelemente vorliegen, die am kurzen Schenkel des L-förmigen Kanalelements 14 angeformt
sind und über
die der geschlossene Flügelrahmen 5 am Blendrahmen 6 anliegt.
Die seitlichen Begrenzungswände
der beiden Schenkel des Kanalelements 14 liegen jeweils
fluiddicht an den sie umgebenden Begrenzungswänden des Falzabschnitts 9 an.
Das Kanalelement 14 gibt zusammen mit den es umgebenden
Begrenzungswänden
des Flügelrahmens 5 einen
endseitigen Abschnitt des Lüftungskanals
durch die Rahmen-Baugruppe 4 zwischen der Außenseite 2 und
der Innenseite 3 vor. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsvariante
weist das Kanalelement 14 einen Rastkörper auf, der in einen Abschnitt
der Aufnahmenut 13 des Flügelrahmens 5 für die innere
Anschlagdichtung eingerastet ist.
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Das
Kanalelement 14 bildet ein rahmenfestes Tragelement der
Luftstrombegrenzungseinrichtung 1. Gegenüber dem
Kanalelement 14 verschwenkbar ist ein flächenhaftes
Begrenzungselement 17. Letzteres weist einen leicht gebogenen Querschnitt
auf, wie aus den 1 und 2 ersichtlich
und ist als gegenüber
dem Kanalelement 14 weiche Kunststofflippe ausgebildet.
Die Kunststofflippe kann bei einer Ausführungsvariante aus mehreren Profilabschnitten
ausgeführt
sein, die z. B. durch Koextrusion miteinander verbunden sind. Insbesondere das
freie Ende des Begrenzungselements 17 kann bei einer derartigen,
mit mehreren Abschnitten ausgeführten
Variante den weichsten Profilabschnitt darstellen.
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Letzterer
eignet sich dann besonders zur dichtenden Anlage an einem Wandabschnitt
der Rahmen-Baugruppe 4. Das Kanalelement 14 kann alternativ
auch nicht aus Kunststoff, sondern aus einem anderen Material gefertigt
sein, z. B. einem Textilmaterial.
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Das
Begrenzungselement 17 ist an einer Innenwand des kurzen
L-Schenkels des Kanalelements 14 gegenüber der Aufnahmenut 13 angebracht.
Das Begrenzungselement 17 kann insbesondere auch in stromabwärtiger Richtung
versetzt zur in den 1 und 2 dargestellten
Ausführungsform angebracht
sein, so dass das Begrenzungselement 17 nicht in den großen L-Schenkel
des Kanalelements 14 hineinragt. Das Begrenzungselement 17 ist mit
seinem stromabwärts
gelegenen Ende derart linienhaft am Kanalelement 14 angelenkt,
dass es gegenüber
diesem um eine senkrecht auf der Zeichenebene der 1 und 2 stehende
Schwenkachse 18 zwischen einer in 1 dargestellten
Offenstellung und einer in 2 dargestellten
Schließstellung verschwenkbar
ist. In der Offenstellung gibt das Begrenzungselement 17 den
Lüftungskanal
frei, so dass ein Strömen
der Luft von der Außenseite 2 durch
die Rahmen-Baugruppe 4 hin zur Innenseite 3 möglich ist.
Das Begrenzungselement 17 erstreckt sich von der Schwenkachse 18 hin
zu seinem freien Endabschnitt in der Luftströmungsrichtung entgegengesetzter
Richtung. In der Schließstellung
verschließt
das Begrenzungselement 17 das Kanalelement 14 und
damit den Lüftungskanal.
Die Breite des Begrenzungselements 17 längs der Schwenkachse 18 entspricht
der Breite des Kanalelements 14.
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Je
nach Materialwahl und Materialstärke
für das
Begrenzungselement 17 kann dieses insgesamt um die Schwenkachse 18 verschwenkbar
sein, ohne seine leicht gebogene Querschnittsform zu verlieren, oder
nach Art einer in sich flexiblen Membran mit sich je nach den äußeren Kräfteverhältnissen
sich anpassendem Querschnitt gebildet sein.
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Das
Kanalelement 14 mit dem Begrenzungselement 17 bildet
einen innenseitigen Endabschnitt eines Lüftungskanals zwischen der Außenseite 2 und der
Innenseite 3 der Rahmen-Baugruppe 4.
In einer stromaufwärtigen
Abschlusswand 19 weist das Kanalelement 14 eine
Mehrzahl von Düsenöffnungen 20 auf,
die die Form von Rechtecken mit konkav gewölbten seitlichen Begrenzungswänden 21 haben. Insgesamt
weist das Kanalelement 14 fünf Düsenöffnungen 20 auf. Das
Kanalelement 14 stellt daher gleichzeitig einen Düsenkörper der
Luftstrombegrenzungseinrichtung 1 dar.
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Die
Luftstrombegrenzungseinrichtung 1 nach den 1 bis 5 arbeitet
folgendermaßen: Luft
kann über
in den 1 und 2 nicht dargestellte Zutrittsöffnungen
in den Falzabschnitt 9 strömen. Von dort strömt die Luft,
wie durch einen Strömungsrichtungspfeil 22 angedeutet,
durch die Düsenöffnungen 20 in
das Kanalelement 14. Solange das Begrenzungselement 17 in
einer in 1 dargestellten Offenstellung
vorliegt, kann die Luft zunächst durch
den großen
L-Schenkel des Kanalelements 14, wie durch den Strömungsrichtungspfeil 23 angedeutet,
und anschließend
am Begrenzungselement 17 vorbei durch den kleinen L-Schenkel des Kanalelements 14 strömen, wie
durch einen Strömungsrichtungspfeil 24 in 1 angedeutet.
Die Luft strömt
dabei sowohl an einer dem Lüftungskanal
zugewandten, konvex ausgeführten
Seite 25 des Begrenzungselements 17 als auch an
einer dem Lüftungskanal
abgewandten, konkav ausgeführten
Seite 26 des Begrenzungselements 17 vorbei. Solange
der Geschwindigkeitsunterschied zwischen der Strömungsgeschwindigkeit der an
der dem Lüftungskanal
zugewandten Seite 25 und an der dem Lüftungskanal abgewandten Seite 26 des
Begrenzungselements 17 vorbeiströmenden Luft kleiner ist als
ein vorgegebener Grenzwert, bleibt das Begrenzungselement 17 in der
Offenstellung. Mit stärker
werdendem Luftstrom wächst
auch der Geschwindigkeitsunterschied. Sobald dieser Geschwindigkeitsunterschied
den vorgegebenen Grenzwert übersteigt,
erfolgt aufgrund des durch diesen Geschwindigkeitsunterschied hervorgerufenen
Druckunterschied des Luftdrucks auf beiden Seiten des Begrenzungselements 17 eine
Einleitung der Umstellung von diesem zwischen der Offenstellung
und einer in 2 dargestellten Schließstellung.
Insbesondere bei der Anordnung des Begrenzungselements 17 vollständig im
kleinen L-Schenkel des
Kanalelements 14 erfolgt diese Einleitung der Umstellung
nicht aufgrund der Druckdifferenz durch ein direktes Anströmen der
dem Luftkanal abgewandten Seite 26, sondern ausschließlich aufgrund der
sich durch die unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten beim
Vorbeiströmen
der Luft am Begrenzungselement 17 sich einstellenden Druckdifferenz.
Diese sich einstellende Druckdifferenz ist auch als Bernoulli-Effekt
bekannt. Nach dem Einleiten der Umstellung wird die ursprünglich dem
Lüftungskanal abgewandte
Seite 26 des Begrenzungselements 17 direkt von
der durch das Kanalelement 14 strömenden Luft angeströmt, so dass
die weitere Umstellung des Begrenzungselements 17 zwischen
der Offen- und der Schließstellung
auch durch ein direktes Anströmen
erfolgt. In der Schließstellung
liegt das Begrenzungselement 17 an einer inneren Begrenzungswand 27 des
Flügelrahmens 5 dicht
an. Eine Luftströmung
von der Außenseite 2 hin
zur Innenseite 3 ist dann nicht mehr möglich. Dies ist durch einen Strömungsrichtungspfeil 26a in 2 angedeutet.
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Die
Strömungsgeschwindigkeit
der Luft im Kanalelement 14 kann durch die Weite und die
Anzahl der Düsenöffnungen 20 vorgegeben
werden. Mehrere Kanalelemente 14 können senkrecht zur Schnittebene
nach den 1 und 2 nebeneinander
angeordnet sein. Hierdurch lässt
sich die Lüftungswirkung
vorgeben.
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Bei
einer nicht dargestellten Ausführungsvariante
liegt das Begrenzungselement 17 in der Schließstellung
an einem Anschlag des Kanalelements 14 an. Bei einer weiteren
Ausführungsform kann
das Kanalelement 14 senkrecht zu den Zeichenebenen der 1 und 2 als
Endlos-Profil-Bauelement ausgeführt
sein, welches in eine entsprechende Länge konfektioniert wurde.