-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Abdichtung für eine von zwei winkelig zueinander
angeordneten Rahmenholmen festgelegten Tür- oder Fensterecke, mit einem
Dichtungselement, das im Zwickel der beiden Rahmenholme an einer
vertikalen Tragfläche
befestigt ist und horizontal vorstehende, an einem Flügelteil
anlegbare, eine Vielzahl voneinander beabstandeter Dichtungsstege
in Parallelanordnung aufweisende elastische Dichtmittel aufweist.
-
Eine
Abdichtung mit den vorgenannten Merkmalen ist aus
DE 200 13 946 bekannt. Dabei ist von
Bedeutung, daß eine
Vielzahl beabstandeter Dichtungsstege in Parallelanordnung vorhanden
ist. Die Dichtungsstege brauchen nicht in erster Linie gesamthaft
auf die Abdichtungsaufgabe abgestimmt zu werden. Es ist vielmehr
möglich,
sie einzeln zu gestalten, insbesondere auch im Hinblick auf ihre
Beaufschlagung mit dem Flügelteil,
das bei einer geschlossenen Tür
oder bei einem geschlossenen Fenster auf die Dichtungsstege drückt. Dementsprechend
kann auch ihr Rückstellverhalten
an die Erfordernisse angepaßt
werden. Vorteilhaft ist insgesamt, daß die Beanspruchung der Dichtungsstege
infolge ihres Abstands voneinander gut beherrschbar ist und eine
gegenseitige Beeinflussung so weit wie möglich vermieden werden kann.
Es ist möglich,
mit vergleichsweise geringem Werkstoffaufwand größerflächig abzudichten und dadurch
die Abdichtwirkung insgesamt zu verbessern.
-
Nun
ist es aber teilweise erwünscht,
für Fensterecken,
insbesondere aber für
Türecken
eine absenkbare Dichtung zu verwenden, die beim Schließen des
Flügels
durch Eindrücken seitlich
aus den Flügelrahmen
herausschauender Betätigungselemente
für die
geschlossene Tür
bzw. Fenster aktivierbar ist.
-
Dies
könnte
zwar dadurch geschehen, daß die
Betätigungsvorsprünge mit
einer großen
Oberfläche
versehen werden, die dann auch den Dichtungsstegen großflächig zur
Anlage kommen können,
um trotz der Elastizität
der Dichtungsstege eine ausreichende Steifigkeit zur Bestätigung der
versenkbaren Dichtung zu erzielen.
-
Dies
ist allerdings aufgrund des zusätzlichen Materials
und auch der zusätzlichen
Arbeit sehr kostspielig. Hinzu kommt, daß dies ästhetisch unschön ist.
-
Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtung der
eingangs genannten Art anzugeben, die mit technisch einfachen Mitteln
stets ein sicheres Auslösen
einer absenkbaren Dichtung ermöglicht.
-
Diese
Aufgabe wird bei einer Abdichtung eingangsgenannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß das
dem Falzraum entgegenstehende Ende einen frei von Dichtungsstegen,
aber auf deren Seite befindlichen Anlagebereich aufweist, dessen
Elastizität
geringer als die Dichtstege ist.
-
Der
Kern der Erfindung besteht darin, dem Auslösevorsprung für die absenkbare
Dichtung eine Fläche
zur Verfügung
zu stellen, die eine ausreichende Festigkeit aufweist, damit diese
absenkbare Dichtung stets sicher ausgelöst werden kann.
-
Dazu
ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Anlagebereich
von einem entsprechenden Vorsprung des Dichtungselements gebildet
wird.
-
Allerdings
ist es auch möglich,
daß der
Anlagebereich zwischen den Dichtungsstegen angeordnetem Zusatzmaterial
gebildet wird.
-
Da
Dichtungen bei oftmaligem Gebrauch durchaus einem Verschleiß unterliegen
können,
ist es vorgesehen, daß das
Dichtungselement und die Dichtungsstege separate Teile sind, die
miteinander lösbar
verbunden sind. Allerdings ist es aber auch möglich, die beiden Teile unlösbar miteinander
zu verbinden, wobei dann bei einem zu großen Verschleiß die gesamte
Abdichtung dann auszuwechseln wäre.
-
Eine
Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Dichtungselement und
die Dichtungsstege separate Teile sind, die miteinander lösbar oder
unlösbar
verbunden sind.
-
Für eine hervorrangende
Abstützung
und auch Dichtwirkung ist es vorteilhaft, wenn das Dichtungselement
und die Dichtungsstege als integrale Teile herstellbar sind.
-
Die
Abdichtung kann dahingehend ausgestaltet werden, daß die Dichtungsstege
in Bezug auf einen abzudichtenden Zwickelquerschnitt einander labyrinthartig überdeckend
angeordnet sind. Eine Überdeckung
der Dichtungsstege in Undichtigkeitsrichtung, und insbesondere eine
labyrinthartige Überdeckung
verbessert die Abdichtungswirkung der Abdichtung. Die Überdeckung
kann den Abdichtungserfordernissen angepaßt werden. Die Anpassung erfolgt
in Abhängigkeit
von den zur Verfügung
stehenden Querschnitten, insbesondere in Abhängigkeit vom Querschnitt eines
Falzraums zwischen einem vertikalen Rahmenholm und einem im Winkel
dazu angeschlossenen Holm einerseits und einem Flügelholm
andererseits.
-
Dabei
ist es zu bevorzugen, daß die
Dichtungsstege unterschiedliche strömungsbehindernde Querschnitte
aufweisen. Damit ergibt sich durch die Gestaltung der Querschnitte
der Dichtungsstege die Möglichkeit,
die Dichtungswirkung der Ab dichtung zu beeinflussen, wie auch die ästhetische
Wirkung der Abdichtung.
-
Die
vorbeschriebenen Abdichtungen können auch
so ausgebildet werden, daß mehrere
Dichtungsstege gemeinsam einen Außenumfang vorbestimmter Form
bilden. Damit ist es möglich,
die Abdichtung an unterschiedliche Profilierungen der angrenzenden
Rahmenbereiche anzupassen. Der Außenumfang kann auch im Sinne
einer ansehnlichen Ausgestaltung der Abdichtung ausgebildet werden.
-
Eine
spezielle Weiterbildung wird dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Dichtungsstege zwischen sich mindestens einen Freiraum haben, der auf
den maximalen Außenumfang
durchsteckbarer Befestigungsmittel abgestimmt ist. Es wird erreicht, daß die Befestigungsmittel
nicht auf Dichtungsstege drücken
und sie damit deformieren. Die Anordnung eines solchen Freiraums
ist grundsätzlich
beliebig, erfolgt zweckmäßigerweise
jedoch zentral.
-
Um
die Abdichtung noch besser an die individuelle Ausbildung von Tür- und Fensterecken
anpassen zu können
ist es zweckmäßig, sie
so auszubilden, daß das
Dichtungselement weitere horizontal vorstehende Abdichtungsmittel
hat, die an ein vertikales Holmteil anlegbar sind. Im Bereich des
vertikalen Holmteils dienen die weiteren horizontal vorstehenden
Abdichtungsmittel einer verbesserten Wirkung der Abdichtung.
-
Die
vorstehend beschriebene Ausführungsform
kann dadurch verbessert werden, daß die Abdichtungsmittel eine
Vielzahl vertikal beabstandeter Dichtlippen aufweisen. Jede Dichtlippe
bedeutet eine Abdichtungsstelle und die Vielzahl beabstandeter Dichtlippen
verbessert die Abdichtungswirkung insgesamt.
-
Es
ist zu bevorzugen, daß mehrere
Dichtungsstege gemeinsam an einer Außenkontur eines horizontalen
Rahmenholms oder einer Schwelle verformungsfrei anliegend ausgebildet
sind.
-
Die
Außenkontur
des Rahmenholms oder der Schwelle wird mit den Dichtungsstegen abgedichtet.
Dabei ist durch die Formgebung der Abdichtung bzw. ihrer Dichtungsstege
gewährleistet,
daß Vorsprünge der
Außenkontur
nicht zu Verformungen der Dichtungsstege führen und Rücksprünge der Außenkontur keine Leerstellen
sind, die Undichtigkeiten zur Folge hätten.
-
Die
vorbeschriebenen Vorteile ergeben sich ebenfalls für die Ausbildung
einer Abdichtung, bei der mehrere Dichtungsstege gemeinsam an einer
Außenkontur
eines Schwellenhalters oder eines Eck- oder T-Verbinders verformungsfrei
anliegend ausgebildet sind.
-
Die
Abdichtung ist vorteilhafterweise so ausgebildet, daß die Dichtungsstege
und/oder die Dichtlippen gummielastisch ausgebildet sind. Infolgedessen
können
erhebliche Elastizitäten
erreicht werden. Der Elastizitätsgrad
ist entsprechend den bekannten Gummielastizitäten einstellbar.
-
Eine
vorteilhafte Ausbildung der Abdichtung zeichnet sich dadurch aus,
daß das
Dichtungselement mit einem der vertikalen Tragflächen entsprechenden Träger ausgebildet
ist, an den eine Tragplatte aus gummielastischen Werkstoff angespritzt
ist, die gummielastische Dichtungsstege und/oder Dichtlippen aufweist.
Der Träger
und die aus gummielastischem Werkstoff bestehende Tragplatte sind
in herkömmlicher
und bewährter
Weise fest miteinander verbunden, nämlich durch Anspritzen des
gummielastischen Werkstoffs an den Träger, der härter ausgebildet ist. Die Dichtungsstege
und/oder die Dichtlippen werden zugleich mit der Tragplatte durch
Spritzen hergestellt.
-
Um
eine weitergehende konstruktive Vereinfachung der Abdichtung zu
erreichen, wird diese so ausgebildet, daß die vertikale Tragfläche für das Dichtungselement
Bestandteil eines vertikalen Rahmenholms oder eines Befestigungsschenkels
eines Schwellenhalters ist. Der Rahmenholm oder ein Schwel lenhalter
brauchen nicht in besonderer Weise ausgestaltet zu werden, um an
ihnen das Dichtungselement zu befestigen. Letzteres ist vielmehr
an die konstruktiven Gegebenheiten des Rahmenholms oder des Schwellenhalters
angepaßt.
-
Letztlich
kann es vorteilhaft sein, daß das Dichtungselement
als Niederhalter einer Schwelle ausgebildet ist. Das Niederhalten
erfolgt beispielsweise mit einem starr ausgebildeten Träger, der
oberhalb der Schwelle fest am Rahmenholm angebaut ist. Der Niederhalter
trägt dazu
bei, Befestigungsstellen der Schwelle zu entlasten. Er ist insbesondere
vorteilhaft, um Raststellen zwischen zwei Teilen zu sichern, wenn
die Schwelle mehrteilig ist.
-
Um
den Einsatz von Dichtungselementen ohne ihre Bearbeitung im Hinblick
auf die Gestaltung der Abdichtung zu ermöglichen, kann letztere so ausgebildet
werden, daß das
Dichtungselement an eine unbearbeitete Lippendichtung oder ein sonstiges Dichtprofil
angepaßt
ausgebildet ist. Infolgedessen sind standardmäßige Dichtungen als Dichtungselemente
einsetzbar, beispielsweise eine Lippendichtung als Anschlagdichtung
eines Rahmenüberschlags.
Auch sonstige, insbesondere vertikale Holmteile, insbesondere als
Dichtprofile ausgebildete Holmteile können standardmäßig ausgebildet
sein, so daß ihre
Ausbildung unbeeinflußt
von einer eventuellen Formgebung des Dichtungselements ist.
-
Die
Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es
zeigt:
-
1 eine
perspektivische Darstellung mit einem ersten Ausführungsbeispiel;
-
2 eine
Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel
gem. 1;
-
3 eine
Seitenansicht des Ausführungsbeispiels
gem. 1:
-
4 eine
perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels;
-
5 eine
Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel
gem. 4;
-
6 eine
Seitenansicht des Ausführungsbespiels
gem. 4;
-
7 eine
perspektivische Ansicht einer Türecke;
-
8 eine
Aufsicht auf den Querschnitt des Rahmenholms der 7;
-
9 einen
Querschnitt der Türschwelle
der 7 mit darüber
angeordnetem Dichtungselement;
-
10 eine
Explosionszeichnung eines Schwellenhalters und eines dafür bestimmten
Dichtungselements; und
-
11 eine
Aufsicht auf die Bauteile der 10, wenn
sie in den Falzraum zwischen zwei vertikale Rahmenholme eines Blendrahmens
und eines Flügelrahmens
eingebaut sind.
-
Anhand
der 1 bis 11 werden nunmehr verschiedene
Ausführungsbeispiele
für eine Abbdichtung
(110) für
eine von zwei winklig zueinander angeordneten Rahmenholmen (112, 114 bzw. 11, 12)
beschrieben.
-
Dabei
wird zunächst
für die
Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele
auf die 1 bis 6 Bezug
genommen.
-
Die
in diesen Figuren gezeigte Abbdichtung (110) wird üblicherweise
in eine Tür-
oder Fensterecke (116) angeordnet. Diese Abdichtung (110)
enthält
ein Dichtungselement (118), das im Zwickel der beiden Rahmenholme
(112 und 114) an einer vertikalen Tragfläche (120)
des einen Rahmenholms (112) befestigt werden kann.
-
Für die Abdichtwirkung
weist diese Abdichtung (110) horizontal vorstehende, an
einem nicht gezeigten Flügelteil
anlegbare sowie eine Vielzahl voneinander beabstandeter Dichtungsstege
(122) in Parallelanordnung auf. Diese Dichtungsstege (122)
bilden somit elastische Dichtmittel (124).
-
Damit
bei Verwendung einer mechanisch auf den unteren Rahmenholm (114)
bzw. auf eine Türschwelle
absenkbaren Dichtung die diese Absenkbewegung auslösenden Vorsprüche, die
sich üblicherweise
an den senkrechten Flügelholmen
befinden, gut und sicher abstützen
können,
ist die Abdichtung (110) mit einem Anlagebereich (128)
versehen. Dieser Anlagebereich (128) ist an einem Ende
der Abdichtung (110) angeordnet, die einem Falzraum (126) entgegengesetzt
ist. Dieser Anlagebereich (128) weist eine deutlich geringere
Elastizität
auf als die Dichtungsstege (122). Das heißt also,
dieser Anlagebereich (128) ist härter als die Dichtungsstege
(122).
-
Bei
den beiden in den 1 bis 6 gezeigten
Ausführungsbeispielen
wird der jeweilige Anlagenbereich (128) von einem entsprechenden
Vorsprung (130) des Dichtungselements (118) gebildet.
-
Es
ist allerdings auch möglich,
was in den Figuren nicht gezeigt ist, den Anlagebereich (128)
dadurch auszubilden, daß zwischen
den Dichtungsstegen (122) Zusatzmaterial größerer Härte angeordnet wird,
um diesem Bereich die gewünschte
Festigkeit zu verleihen.
-
Die
beiden Ausführungsbeispiele
gemäß den 1 bis 6 sind
beide derart ausgebildet, daß das
Dichtungselement (118) und die Dichtungsstege (122)
separate Teile sind, die miteinander lösbar oder aber auch unlösbar verbunden
sind.
-
Falls
die Dichtungsstege (122) lösbar verbunden sind, können sie
selbstverständlich
bei einem zu großen
Verschleiß derselben
einfach ausgewechselt werden.
-
Bei
beiden Ausführungsbespielen
stimmt überein,
daß mindestens
zwei Seiten des Anlagebereichs (128) von Dichtungsstegen
(122) umgeben sind. Bei dem ersten in 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel überstreicht
der obere Bereich der Dichtungsstege (122) die gesamte
Länge der
Abbdichtung (110), so daß es bei dem Anlagebereich (128)
keinerlei Dichtlücken
gibt.
-
Im
Unterschied dazu ist der Anlagebereich (128) zusätzlich auch
noch unten von Dichtungsstegen (122) umgeben. Auch der
untere Bereich oder Abschnitt der Dichtungsstege (122) überstreicht
dabei die ganze Länge
der Abdichtung (110). Dies erhöht noch weiter die Dichtwirkung
bei dem Anlagebereich (128).
-
Eine
einfachere Montage und auch noch bessere Abdichtwirkung ist dadurch
sichergestellt, daß die
zum Rahmenholm (112) weisende Fläche des Dichtungselements (118)
an die Holmkontur dort angepaßt
ist.
-
Ein
weiterer Unterschied zwischen den in 1 und 4 gezeigten
beiden Ausführungsbeispielen
besteht darin, daß zwischen
dem vertikalen Rahmenholm (112) und dem horizontalen Rahmenholm
(114) bzw. der Schwelle ein Adapterteil zwischengefügt ist,
das an die nach oben weisende Kontur des horizontalen Rahmenholms
(114) angepaßt ist
und somit die Ausrichtung und Befestigung des vertikalen Rahmenholms
(112) wesentlich erleichtert.
-
Die
folgende Beschreibung der Ausführungsbespiele
anhand der 7 bis 11 bezieht sich
lediglich auf die speziellen Ausgestaltungen der Dichtungsstege
(122), die in diesem Fall die Bezugziffern 16–16IV aufweisen. Obwohl bei der nunmehr folgenden
Beschreibung nicht mehr ausdrücklich
auf den Anlagebereich (128) eingegangen wird, ist es selbstverständlich so
zu verstehen, daß die
folgende Beschreibung bzw. beschriebenen Ausführungsbespiele selbstverständlich alle
auch diesen Anlagebereich (128) aufweisen und zwar sowohl
gemäß des ersten
oder des zweiten Ausführungsbespiels.
-
Die
in 7 dargestellte Türecke 10 wird von
zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Rahmenholmen 11, 12 gebildet.
Der horizontale Rahmenholm 11 ist als Türschwelle 23 ausgebildet,
während
der vertikale Rahmenholm 12 ein Blendrahmenholm eines feststehenden
Türrahmens
ist. Die Türschwelle 23 ist
profiliert ausgebildet und besitzt ein Basisprofil 28,
das mit einem aus Kunststoff bestehenden Einsatzprofil 29 zusammengebaut
ist.
-
Das
Einsatzprofil 29 ist am Basisprofil 28 verrastet
und beide bilden eine Trittfläche 30,
oberhalb derer der Türflügel zu denken
ist. Türaußenseitig
bildet das Basisprofil 28 einen Wasserabflußschenkel 28', der tiefer
angeordnet ist, als die Trittfläche 30,
so daß zwischen
beiden eine Wasserabweisrinne 31 ausgebildet sein kann.
Infolge der Profilierung der Schwelle 23 kann der vertikale
Rahmenholm 12 nicht ohne weiteres stumpf abgeschnitten
sein, was aus Herstellungsgründen
wünschenswert
ist. Infolgedessen ist ein Schwellenhalter 24 vorgesehen,
der schwellenseitig der Profilierung der Schwelle 23 angepaßt ist und
holmseitig eine im wesentlichen ebene Aufstandfläche für den vertikalen Rahmenholm 12 hat.
-
Zwischen
dem vertikalen Rahmenholm 12, dem Abstandhalter 24 und
der Schwelle 23 ergibt sich ein Zwickel, der abgedichtet
sein muß,
um Undichtigkeiten zwischen der Türaußenseite und der Rauminnenseite
zu vermeiden. Hierfür
ist ein den zwickelbereich ausfüllendes
Dichtungselement 13 vorhanden. Das Dichtungselement 13 füllt den
zwischen dem vertikalen Rahmenholm 12 und dem diesen benachbarten
parallelen Flügelholm 15' eines Flügelholms 15 gelegenen
Falszraum voll ständig aus,
wie insbesondere aus 11 ersichtlich ist. Insbesondere
liegen die Dichtungselemente 13 bzw. 13' einerseits
an einer vertikalen Tragfläche 14 des
Rahmenholms 12 an und andererseits am Flügelteil 15. Insbesondere
die letztgenannte Anlage der Dichtungselemente 13, 13' am Flügelteil 15 macht
es wegen dessen Relativbewegung zum Dichtungselement 13, 13' erforderlich,
letzteres im Anlage- bzw. Bewegungsbereich des Flügelteils 15 elastisch
auszubilden. Infolgedessen sind die Dichtungselemente 13, 13' einerseits
mit einem Träger 25 ausgebildet und
andererseits mit einer Vielzahl von Dichtungsstegen 16 bis 16VI .
-
Der
Träger 25 ist
so ausgebildet, daß er
dicht an der ihm zugeordneten vertikalen Tragfläche 14 anliegt. 7,8 zeigen,
daß der
Träger 25 dabei an
die Profilierung des vertikalen Rahmenholms 12 angepaßt ist.
Der Träger 25 füllt beispielsweise
die Profilrinne 12' des
vertikalen Rahmenholms 12 aus. Dieses Ausfüllen übernimmt
bei der Abdichtung gemäß den 10, 11 der
Schwellenhalter 24, der in 10 oben
vereinfacht dargestellt ist, jedoch noch eine die Rinne 12' ausfüllende Wulst 24' erkennen läßt. Die
Wulst 24' ist
an einem Befestigungsschenkel 27 des Schwellenhalters 24 ausgebildet, der
die Tragfläche 14 für den Träger 25 bildet.
Der Träger 25 ist
im Falle der 10, 11 eine
ebene Platte.
-
Alle
dargestellten Träger 25 bestehen
aus einem harten bzw. starren Kunststoff, an den gummielastischer
Werkstoff angespritzt ist. Mit diesem gummielastischen Werkstoff
sind jeweils eine Tragplatte 26 und voneinander beabstandete
Dichtungsstege 16 bis 16VI ausgebildet.
Die Tragplatte 26 dient trägerseits der Befestigung an
den Träger 25.
Flügelteilseitig
weist die Tragplatte 26 mit Abstand voneinander ausgebildete
Dichtungsstege 16 bis 16IV auf,
die alle gleich weit vorspringen, so daß sie eine Abdichtungsfläche bilden,
die an dem Flügelteil 15 anliegen kann.
Die 7, 9 und 10 lassen
erkennen, daß die
Dichtungsstege 16 bis 16VI infolge
ihres Ab stands querbeweglich sind. Die Querbeweglichkeit gewährleistet,
daß einer
der Stege 16 bis 16VI nicht einen
anderen dieser Dichtungsstege direkt berührt, falls das Flügelteil 15 geringfügig auf
die Dichtungsstege 16 bis 16VI einwirken
sollte. Infolgedessen werden die Dichtungsstege 16 bis 16IV ausschließlich im Rahmen der konstruktiv
vorgesehenen Beanspruchungen beaufschlagt, was der Dauerhaltbarkeit
zugute kommt.
-
Die
Anordnung der Dichtungsstege 16 bis 16VI ist
parallel zueinander. Außerdem
sind diese Stege einander labyrinthartig überdeckend angeordnet. Das
ergibt sich am besten aus 9, wo ersichtlich
ist, daß eine
horizontale Luftströmung
nicht ohne vertikale Ablenkung zwischen den Dichtungsstegen 16 bis 16VI hindurchströmen könnte. Das Labyrinth kann dabei
so ausgebildet werden, daß zumindest ein
plötzlicher
Luftaustausch zwischen der Türaußenseite
und der Rauminnenseite ausgeschlossen ist. Dazu trägt bei,
daß die
Dichtungsstege im einzelnen strömungserschwerend
ausgebildet sind. Das ergibt sich durch deren hakenartige Profilierung,
wie sie beispielsweise der Dichtungssteg 16''' zeigt. Das ergibt
sich aber auch aus dem Dichtungssteg 16IV , der
eine Vielzahl von Dichtungsrippen aufweist, welche etwaige Luftströmung behindern
können.
-
Die
Dichtungsstege werden darüber
hinaus auch im Hinblick auf eine vorbestimmte Formgebung des Außenumfang
des Dichtungselements 13 ausgebildet. So ist zu den 7 bis 10 ersichtlich,
daß die
Dichtungsstege 16' bis 16''' einen
vorbestimmten quadratischen Außenumfang 17 bilden.
Dazu tragen drei im Querschnitt unterschiedliche gestaltete Dichtungsstege
bei, nämlich
vier rechtwinkelige Dichtungsstege 16'',
zwei T-förmige
Mittelstege 16' und zwei
etwa doppel T-förmige
Mittelstege 16'''. Alle genannten Dichtungsstege
dienen der Bildung des Außenumfangs 17 und
die Dichtungsstege 16''' darüber hinaus einer labyrinthartigen
Ausbildung des Dichtungselements 13 im Innenbereich.
-
Die
Dichtungsstege 16 bis 16''' sind darüber hinaus
so ausgebildet, daß ein
Freiraum 18 vorhanden ist. Der Freiraum 18 dient
dem Durchstecken eines Befestigungsmittels 19, nämlich der
in 7 dargestellten Schraube. Die Schraube wird durch
ein Befestigungsloch 18' des
Dichtungselements 13 hindurchgesteckt und in die Tragfläche 14 des
vertikalen Rahmenholms 12 eingeschraubt.
-
Das
Dichtungselement 13' ist
größervolumig ausgebildet,
als das Dichtungselement 13, besitzt aber ebenso wie letzteres
parallel vorspringende Dichtungsstege 16 bis 16VI , die einander labyrinthartig überdecken.
Der Außenumfang 17 des
Dichtungselements 13' ist
allerdings wesentlich größer als
der des Dichtungselements 13. Infolgedessen wurde eine
größere Vielzahl
von Dichtungsstegen 16 bis 16VI erforderlich,
die in zwei Gruppen angeordnet sind, welche jeweils dieselbe labyrinthartige
Anordnung bilden und jeweils eine doppelt so große Grundfläche einnehmen, wie die Dichtungsstege
des Dichtungselements 13, da die Grundfläche rechteckig ausgebildet
und doppelt so groß ist,
wie die quadratische Grundfläche
bei der Ausführungsform
der 7 bis 9. Dementsprechend sind auch
zwei Freiräume 18 vorhanden,
um zwei Befestigungsschrauben 19 durch den Träger 25 hindurch
in Befestigungslanglöcher 27' eindrehen und
damit das Dichtungselement 13 am Schwellenhalter 24 befestigen zu
können.
-
Aus 11 ist
ersichtlich, daß der
horizontale Befestigungsstumpf 32 des Schwellenhalters 24 profiliert
ist. Das Dichtungselement 13' ist
dementsprechend ebenfalls profiliert. Mehrere Dichtungsstege 16', 16'', 16VI bilden
gemeinsam eine Außenkontur 22' für den Schwellenhalter 24 nach,
so daß die
Dichtungsstege an dem Schwellenhalter 24 bzw. dessen Stumpf 32 verformungsfrei
anliegen. Entsprechendes gilt auch für das Dichtungselement 13,
wo sich die Außenkontur 22 als
gerade bzw. eben darstellt, weil die Schwelle im wesentlichen im
Bereich ihrer Trittfläche 30 eben
ist und abgedichtet wird.
-
Der
Rahmenholm 12 ist mit einem Überschlag 12'' ausgebildet. Am Überschlag
ist eine Lippendichtung 33 festgelegt, die mit dem Überschlag 12'' oberhalb des Basisprofils 28 vor
der Wasserabweisrinne 31 eine Ecke bildet, die abgedichtet
sein sollte. Infolgedessen sind die Dichtungselemente 13, 13' mit weiteren
horizontal vorstehenden Dichtungsmitteln versehen, die an ein vertikales
Holmteil anlegbar sind. Diese Abdichtungsmittel sind insbesondere die
aus 9 ersichtlichen Dichtlippen 21, die wegen des
Vorhandenseins der Lippendichtung 33 kürzer sind als die Dichtungsstege 16 bis 16IV . Die Dichtlippen 21 sind
gemäß Abbildung
in der 9 kammerartig zueinander angeordnet, um damit
Zugerscheinungen zu unterbinden. Sie erstrecken sich bis in den Raum
vor der Wasserabweisrinne 31, ebenso wie der zugehörige Träger 25.
-
Der
aus hartem bzw. starren Werkstoff ausgebildete Träger 25 sichert
aufgrund seiner Befestigung am vertikalen Rahmenholm 12 auch
die Lage des horizontalen Rahmenholms 11 bzw. der Schwelle 23,
indem er bzw. das Dichtungselement 13 auf die Schwelle 23 drückt, wenn
sich diese nach oben wölben
will. Infolgedessen ist das Dichtungselement 13 zugleich
auch ein Niederhalter der Schwelle 23. Das kann insbesondere
dann von Bedeutung sein, wenn die Schwelle 23 bzw. ihr
Einsatzprofil 29 nicht formschlüssig mit dem Schwellenhalter 24 verbunden
ist, sondern stumpfgestoßen
endet und die dargestellte Rastverbindung im übrigen für einen Zusammenhalt sorgen
soll.
-
Es
wird nochmals darauf hingewiesen, daß sämtliche unter Bezugnahme auf
die 7–11 beschriebenen
technischen Merkmale mit den ersten beiden Ausführungsbeispielen gemäß der 1 bis 6 in
geeigneter Weise zu kombinieren sind.