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Die
Erfindung betrifft ein Taschenschleifwerkzeug mit einem langgestreckten
Schleifelement und einem Futteral, wobei das Futteral an einem Stirnende
offen ist und wobei sich ein erweitertes Stirnende des Schleifelements
in zwei verschiedenen Ausrichtungen mit dem offenen Stirnende des
Futterals in Eingriff bringen lässt,
um das Schleifelement entweder in einer Gebrauchstellung über das
Futteral überstehend
oder in einer Transportstellung ins Innere des Futterals eingeführt am Futteral
zu befestigen.
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Das
Futteral eines solchen Taschenschleifwerkzeugs dient dabei vor allem
dazu, während
des Nichtgebrauchs des Schleifwerkzeugs die mit abrasiven Schleifkörnern beschichtete
Schleiffläche
des Schleifelements bzw. beim Transport des Taschenschleifwerkzeugs
in einer Tasche eines Bekleidungsstücks auch das letztere vor Verschmutzung
zu schützen.
Wie zum Beispiel in der
DE
296 22 228 U1 offenbart, kann das Futteral ähnlich wie
ein Brillenfutteral aus zwei Futteralteilen bestehen, die sich nach Aufnahme
des Schleifelements zusammenstecken lassen. Bei einer Nutzlänge des
Schleifelements von 70 bis 80 mm weisen solche Futterale jedoch
eine verhältnismäßig große Länge auf,
so dass sie sich nicht wie ein Kugelschreiber oder Füller zum
Mitführen
mittels eines Halteclips an einer Tasche eines Hemdes oder anderen
Bekleidungsstücks
befestigen lassen, wobei sie in die Tasche ragen.
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Um
dieses Problem zu lösen,
ist es aus der
DE
200 03 258 U1 bereits bekannt, ein Taschenschleifwerkzeug
der eingangs genannten Art zu verwenden, bei dem das Futteral im
Gebrauch als Griffteil für
das überstehende
Schleifelement dient. Bei diesem bekannten Taschenschleifwerkzeug
ist ein an einem Stirnende des Schleifelements ausgebildeter Kolben
auf seinem äußeren Umfang
mit Gummiringen versehen, um nach seinem Einführen in das offene Stirnende
des Futterals für
eine federnde Lagerung des Schleifelements in dem als Griffteil
dienenden Futteral zu sorgen. Das bekannte Schleifwerkzeug weist
jedoch einige Nachteile auf: Wenn eine axiale Druckkraft auf das überstehende
Schleifelement aufgebracht wird, schiebt sich der Kolben weiter ins
Innere des zylindrischen Futterals, so dass das Schleifelement nur
noch zum Teil aus dem Futteral übersteht
und wieder herausgezogen werden muss. Außerdem kommt es mit der Zeit
zu einem Verspröden
und dadurch ggf. zu einem Bruch der Gummiringe, was im Gebrauch
einen losen Sitz des Schleifelements im offenen Stirnende des Futterals
und damit die Funktionsunfähigkeit
des Werkzeugs zur Folge haben kann, während ein solcher Bruch in
der Transportstellung leicht zu einem Verlust des relativ schweren
Schleifelements führen
kann.
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Ausgehend
hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Taschenschleifwerkzeug
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass in der
Transportstellung und in der Gebrauchsstellung ein definierter und
sicherer Sitz des erweiterten Stirnendes des Schleifelements im
Futteral gewährleistet
ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass das erweiterte Stirnende des Schleifelements mit zwei gleichsinnigen
und durch eine Ringschulter getrennten Außengewindeabschnitten versehen
ist, die sich alternativ bzw. wahlweise formschlüssig mit einem Innengewinde
im offenen Stirnende des Futterals in Eingriff bringen lassen.
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Mit
den erfindungsgemäßen Merkmale
wird dafür
gesorgt, dass das Schleifelement nach dem Einschrauben seines erweiterten
Stirnendes in das offene Stirnende des Futterals in Bezug zu diesem
sicher und spielfrei festgehalten wird, wobei selbst geringfügige Bewegungen
verhindert werden können, wenn
die Ringschulter gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung mindestens auf ihrer vom
Schleifelement abgewandten Seite eine plangeschliffene radiale Begrenzungsfläche aufweist,
die nach dem Einschrauben in das offene Stirnende des Futterals gegen
eine komplementäre
ebene ringförmige
Stirnfläche
des letzteren anliegt und auf diese Weise selbst dann für eine spielfreie
Verbindung zwischen den beiden Teilen sorgt, wenn die Gewindeverbindung
nur leicht festgedreht ist.
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Vorzugsweise
weist die Ringschulter an beiden Seiten ebene radiale Begrenzungsflächen auf, die
durch eine Freidrehung vom jeweils benachbarten Gewindeabschnitt
getrennt sind, um eine besonders gute Anlage der jeweiligen Begrenzungsfläche an der
Stirnfläche
des Futterals zu ermöglichen
und damit in der Gebrauchsstellung und in der Transportstellung
ein Eindringen von Feuchtigkeit ins Innere des Futterals ohne das
Erfordernis einer Dichtung zu verhindern.
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Um
eine elektrolytische Beschichtung des Schleifelements mit Diamantstaub
oder einem anderen abrasiven Schleifpulver entlang seiner gesamten Schleiffläche zu ermöglichen,
wird das erweiterte Stirnende des Schleifelements vorzugsweise von
einem Halteteil gebildet, das mit einer axialen Sacklochbohrung
versehen ist. In die Sacklochbohrung wird zweckmäßig ein nicht mit dem abrasiven
Schleifpulver beschichtetes Stirnende eines zylindrischen Schleifstabs
eingepresst oder eingeschrumpft, um den Schleifstab unter Bildung
des Schleifelements am Halteteil zu befestigen.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
der Schleifstab abgesehen von dem in das Halteteil eingesetzten
Stirnende auf seiner gesamten Umfangsfläche mit dem abrasiven Schleifpulver
beschichtet ist. Das abrasive Schleifpulver besteht bevorzugt aus
Diamantstaub mit einer Korngröße im Bereich
von 20 bis 60 μm
und ist zweckmäßig elektrolytisch
an die Umfangsfläche
gebunden.
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Um
mit dem Taschenschleifwerkzeug auch das Schleifen von Angelhaken
zu ermöglichen,
ist der Schleifstab gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in der Nähe seines
freien vorderen Stirnendes mit einer axial verlaufenden Hohlkehle
versehen, die an ihrem vorderen Stirnende offen ist, einen im Wesentlichen
V-förmigen
Querschnitt aufweist und ebenfalls entlang ihrer gesamten Oberfläche mit
Schleifpulver beschichtet ist, so dass Angelhaken durch axiales
Hin- und Herbewegen in der Nut geschärft werden können.
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Zur
Befestigung des Taschenschleifwerkzeugs an einer Tasche eines Bekleidungsstücks ist das
Futteral vorzugsweise mit einem seitlichen Halteclip versehen, der
zweckmäßig in der
Nähe eines
geschlossenen Stirnendes des Futterals an einem zylindrischen Mantelteil
desselben befestigt ist und sich entlang von diesem in Richtung
des offenen Stirnendes des Futterals erstreckt, so dass das Taschenschleifwerkzeug
in der Gebrauchsstellung mit nach unten weisendem Schleifelement
am Taschenstoff eingehängt
werden kann.
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Der
in der Transportstellung über
das Futteral überstehende
Gewindeabschnitt kann zweckmäßig als
Mittel zur Befestigung eines Zubehörteils verwendet werden, zum
Beispiel einer kleinen Lampe, die sich in der Transportstellung
auf diesen über
das Futteral überstehenden
Gewindeabschnitt aufschrauben lässt.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine Seitenansicht eines
erfindungsgemäßen Taschenschleifwerkzeugs
in einer Gebrauchsstellung und in einer Transportstellung;
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2 eine Seitenansicht eines
Futterals des Taschenschleifwerkzeugs;
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3 eine Seitenansicht eines
Schleifelements des Taschenschleifwerkzeugs;
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4 eine vergrößerte Schnittansicht
eines Verschlussstopfens am oberen Stirnende des Futterals;
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5 eine vergrößerte Schnittansicht
eines Halteteils am erweiterten Stirnende des Schleifelements.
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Das
in der Zeichnung dargestellte Taschenschleifwerkzeug 2 besteht
im Wesentlichen aus einem langgestreckten Schleifelement 4 und
einem kappenförmigen
Futteral 6, an dem sich das Schleifelement 4 in
zwei verschiedenen Ausrichtungen befestigen lässt, so dass das Futteral 6 entweder
in einer Gebrauchsstellung des Taschenschleifwerkzeugs (in 1 links dargestellt) als
Griffteil für
das überstehende
Schleifelement 4 dient, oder in einer Transportstellung
(in 1 rechts dargestellt)
als geschlossener Transportbehälter,
der das in seinem Inneren untergebrachte Schleifelement 4 vor
Verschmutzung schützt.
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Wie
am besten in 3 dargestellt,
besteht das Schleifelement 4 aus einem im Wesentlichen
zylindrischen Schleifstab 8 und einem an einem Stirnende
des Schleifstabs 8 angebrachten Halteteil 10 zur
lösbaren
Befestigung des Schleifelements 4 am Futteral 6.
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Wie
am besten in 5 dargestellt,
weist der Halteteil 10 zwei etwa gleich lange Außengewindeabschnitte 12, 14 auf,
die durch eine dazwischen angeordnete Ringschulter 16 getrennt
sind. Die beiden Gewindeabschnitte 12, 14 sind
jeweils als Rechtsgewinde mit identischem Steigungswinkel und Durchmesser
ausgebildet, so dass sie sich wahlweise mit einem komplementären Innengewinde 18 in
einem offenen Stirnende 20 des Futterals 6 in
Gewindeeingriff bringen lassen, um das Schleifelement 4 in
den beiden in 1 dargestellten
Ausrichtungen am Futteral 6 zu befestigen. Die Ringschulter 16 weist
an ihren entgegengesetzten Stirnseiten zwei durch kurze Freidrehungen 18, 20 von
den beiden Gewindeabschnitten 12, 14 getrennte,
radial ausgerichtete und planbearbeitete Begrenzungsflächen 22, 24 auf,
von denen eine 22 in der Gebrauchsstellung und die andere 24 in
der Transportstellung mit einer ringförmigen Stirnfläche 26 am
offenen Stirnende 20 des Futterals 6 zur Anlage
kommt, um selbst dann für
einen spielfreien Sitz des Halteteils 10 im Innengewinde 18 des
Futterals 6 zu sorgen, wenn die Gewindeverbindung nur leicht
festgedreht ist. Auf ihrem zylindrischen äußeren Umfang ist die Ringschulter 16 mit
einer Rändelung
versehen, die das Lösen
bzw. Festdrehen der Gewindeverbindung erleichtert. Der Halteteil 10 ist
weiter an seinem einen Stirnende mit einer axialen Sacklochbohrung 26 versehen,
in die das benachbarte Stirnende des Schleifstabs 8 mit
Presspassung eingesetzt ist, während
das andere, in der Transportstellung über das Futteral 6 überstehende Stirnende
des Halteteils 10 eine konvex gerundete Stirnfläche aufweist.
Auf den Gewindeabschnitt 12 dieses in der Transportstellung über das
Futteral 6 überstehenden
Stirnendes des Halteteils 10 kann ggf. ein Zubehörteil (nicht
dargestellt) aufgeschraubt werden, zum Beispiel eine kleine Lampe.
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Wie
am besten in 3 dargestellt,
ist der Schleifstab 8 an seinem anderen freien Stirnende 28 kegelstumpfförmig verjüngt und
weist in der Nähe dieses
Stirnendes 28 eine zum Stirnende 28 hin auslaufende
axiale Hohlkehle 30 mit V-förmigem Querschnitt auf, die
ebenso wie die gesamte übrige
Oberfläche
des über
den Halteteil 10 überstehenden
Abschnitts des Schleifstabs 8 mit Diamantstaub mit einer
Korngröße von 20
bis 60 μm
beschichtet ist und zum Schleifen von Angelhaken dient.
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Wie
am besten in 2 dargestellt,
besteht das Futteral 6 im Wesentlichen aus einem zylindrischen
Mantelteil 32, einem an der Außenseite des Mantelteils 32 befestigten
Halteclip 34 und einem in ein Stirnende des Mantelteils 32 eingesetzten
Verschlussstopfen 36.
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Wie
bereits angegeben, ist der am einen Stirnende durch den eingepressten
Verschlussstopfen 36 verschlossene Mantelteil 32 am
entgegengesetzten offenen Stirnende 20 mit dem Innengewinde 18 für den Eingriff
von einem der beiden Außengewindeabschnitte 12, 14 des
Halteteils 10 des Schleifelements 4 versehen.
Im Bereich der Mundöffnung
ist der Mantelteil 32 unter Bildung der ebenen ringförmigen Stirnfläche 26 umgebördelt.
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Der
in der Nähe
des Verschlussstopfens 36 am Mantelteil 32 befestigte
Halteclip 34 ist wie übliche
Halteclips von Kugelschreibern oder Füllern ausgebildet und erstreckt
sich im Wesentlichen parallel zur äußeren Umfangsfläche des
Mantelteils 32 axial in Richtung des offenen Stirnendes 20 des
Futterals 6, so dass dieses Stirnende 20 nach
unten weist, wenn der Halteclip 34 am oberen Rand des aufgesetzten
Taschenstoffs einer Hemdtasche befestigt wird.
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Wie
am besten in 4 dargestellt,
weist ein nach oben über
den Mantelteil 32 überstehender Oberteil 38 des
Verschlusstopfens 34 im Wesentlichen denselben Durchmesser
wie der Mantelteil 32 und eine gerundete Stirnfläche 42 auf,
während
sein mit Presspassung in den Mantelteil 32 eingesetzter Unterteil 40 eine
dicht gegen die Innenseite desselben anliegende Umfangsfläche aufweist.
Der Verschlussstopfen 34 ist mit einer Sacklochbohrung 44 versehen,
in die das verjüngte
Stirnende 28 des Schleifstabs 8 in der Transportstellung
ragt, so dass man dem Schleifstab 8 eine möglichst
große
Länge verleihen
kann.