DE202004000964U1 - Dichtring für Steckmuffenverbindungen - Google Patents
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Abstract
Dichtring für Steckmuffenverbindungen von rohrförmigen Körpern als Kanalrohre, wobei ein elastischer Dichtring aus Elastomer im Endbereich eines Rohres als abgesetzter Teil angeordnet ist und eine Dichtung zwischen einer Innenseite des Rohres und der Umfangsfläche eines in den Dichtring eingeschobenen Rohres gebildet ist und der Dichtring durch ein Basiselement gebildet ist, das in Einsteckrichtung schräg angestellte und durch das eingesteckte Rohr in Anstellrichtung verschwenkbare Dichtlippen aufweist und in Einsteckrichtung des Rohres mindestens eine Kompressionslippe bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) aus hochwertigem Elastomer als Dichtwerkstoff (3), wie SBR, TPE, besteht, der ein durch den Dichtwerkstoff (3) mindestens teilweise aufgenommenes und in Einsteckrichtung vorne liegendes Element (2) aus einem härteren Kunststoff, wie PP, als Basiselementergänzung (2) aufweist.
Description
- Die Neuerung bezieht sich auf einen Dichtring für Steckmuffenverbindungen von rohrförmigen Körpern als Kanalrohre, wobei ein elastischer Dichtring aus Elastomer im Endbereich eines Rohres als abgesetzter Teil angeordnet ist und eine Dichtung zwischen einer Innenseite des Rohres und der Umfangsfläche eines in den Dichtring eingeschobenen Rohres gebildet ist und der Dichtring durch ein Basiselement gebildet ist, das in Einsteckrichtung schräg angestellte und durch das eingesteckte Rohr in Anstellrichtung verschwenkbare Dichtlippen aufweist und in Einsteckrichtung des Rohres mindestens eine Kompressionslippe bildet.
- Ausbildungen dieser Art sind in vielfältiger Ausgestaltung bekannt geworden. Es hat sich aber gezeigt, daß es relativ aufwendig ist, mit einem Dichtring einen hohen Ausfüllungsgrad einer Aufnahme bei großer Dichtwirkung herzustellen. Hierbei besteht oftmals der Mangel, daß die verwendeten Materialien für derartige Dichtringe hohe Kosten verursachen und die Wurzelfestigkeit in der Aufnahme nicht gegeben ist.
- Es ist auch bekannt, Versteifungsringe in die Dichtung zu integrieren. Hierbei treten Montageaufwendungen bei der Erstellung der Dichtung auf und es müssen entsprechende Bemessungen berücksichtigt werden, die eine Positionierung in der Aufnahme ermnöglichen.
- Die Aufgabe der Neuerung ist es, eine ökonomische Ausbildung eines gattungsgemäßen Dichtringes mit Minimierung von hochwertigem Dichtwerkstoff zu schaffen, der eine einfache Herstellung mit einem hohen Füllungsgrad einer Aufnahme aufweist.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt neuerungsgemäß dadurch, daß der Dichtring aus hochwertigem Elastomer als Dichtwerkstoff, wie SBR, TPE, besteht, der ein durch den Dichtwerkstoff mindestens teilweise aufgenommenes und in Einsteckrichtung vorne liegendes Element aus einem härteren Kunststoff, wie PP, als Basiselementergänzung aufweist.
- Hierdurch ist es möglich, den Anteil des hochpreisigen Dichtwerkstoff für einen funktionsfähigen Dichtring zu minimieren. Zusätzlich ist es möglich, in der Dichtposition einen hohen Füllungsgrad des Absatzes zu ermöglichen.
- Eine vorteilhafte Ausbildung besteht darin, daß das Element eine Haltenase zur Fixierung in einer korrespondierenden Aufnahme des Absatzes des Rohres aufweist.
- Ferner wird vorgeschlagen, daß der eingesetzte Dichtring zur Ausfüllung des Absatzes im Bereich von 95 % bei eingesetztem Rohr durchführbar ist.
- zusätzlich wird als Ausgestaltung vorgeschlagen, daß die unterschiedlichen Werkstoffe von Dichtwerkstoff und Element als Zweikomponenten-Verbindung miteinander verbunden sind.
- zur Erleichterung der Montage ist vorgesehen, daß in den Dichtwerkstoff ein Gleitmittel eingelagert ist und an der Oberfläche einen Gleitfilm ausbildet.
- In der Zeichnung ist ein neuerungsgemäßes Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt, wobei ein Teilschnitt mit eingesetztem Dichtring auf einen Absatz eines Rohres vor einem Einsetzen des Rohre in die Dichtposition gezeigt ist.
- Der dargestellte Dichtring
1 besteht aus einem Elastomer und wird durch eine Basisteilergänzung2 und einem diesen teilweise umschließenden Dichtwerkstoff3 gebildet, die miteinander beispielsweise im Spritzgußverfahren in bekannter Weise herstellbar sind. - Der Dichtwerkstoff
3 wird dabei aus einem hochwertigen Kunststoff, wie TPE oder einem Elastomer wie SBR, gebildet, während die Basisteilergänzung2 aus einem härteren preiswerten Kunststoff, wie PP, gebildet ist. Der Anteil des Elementes2 am Dichtring1 wird dabei relativ groß gewählt. - Der Dichtring
1 ist in einen Absatz5 eines Rohres7 einsetzbar und über eine Haltenase18 in einer korrespondierenden Aufnahme 19 am Absatz5 gehalten. Hierbei tritt das Element2 an der der Einsteckseite eines Rohres10 zugewandten Seite aus dem Dichtwerkstoff3 hervor, wobei der Dichtwerkstoff3 mit seiner Flanke4 etwa der Wandung des Absatzes5 zur Aufnahme des Dichtringes1 angepaßt ist. - Der Dichtring
1 besteht aus einem Basiselement6 mit der vorgeschalteten Basisteilergänzung2 und dem nachgeschalteten Dichtwerkstoff3 , der die nach innen weisenden Dichtlippen8 und9 trägt, die in einem Winkel in Einsteckrichtung eines einzusetzenden Rohres10 angestellt sind. Die in Einsteckrichtung vorne liegende Dichtlippe8 ist als Abstreiflippe ausgebildet und ist in der Größe kleiner als die nachfolgende Dichtlippe9 als Kompressionslippe. - Die Dichtlippen
8 ,9 besitzen nachgeschaltete Freiräume11 ,16 die so bemessen sind, daß sich ein Dichtungsblock bei eingesetztem Rohr10 ergibt und der Absatz5 quasi ausgefüllt ist. Die inneren Endbereiche sind mit Abrundungen12 ,13 versehen, um eine lineare Vorspannung zum Rohr10 auszubilden. - In diesem Fall ist die innenliegende Fläche der Dichtlippe
9 mit einer Außenprofilierung14 als Abdichtung versehen. Auf seiner Bodenseite ist der Dichtring1 ebenfalls mit einer Außenprofilierung15 versehen, um die Abdichtung zu verbessern. - Um den Anpreßdruck zu erhöhen, ist die Auflagefläche für die Dichtlippe
9 mit einer Nasenunterstützung16 versehen.
Claims (5)
- Dichtring für Steckmuffenverbindungen von rohrförmigen Körpern als Kanalrohre, wobei ein elastischer Dichtring aus Elastomer im Endbereich eines Rohres als abgesetzter Teil angeordnet ist und eine Dichtung zwischen einer Innenseite des Rohres und der Umfangsfläche eines in den Dichtring eingeschobenen Rohres gebildet ist und der Dichtring durch ein Basiselement gebildet ist, das in Einsteckrichtung schräg angestellte und durch das eingesteckte Rohr in Anstellrichtung verschwenkbare Dichtlippen aufweist und in Einsteckrichtung des Rohres mindestens eine Kompressionslippe bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (
1 ) aus hochwertigem Elastomer als Dichtwerkstoff (3 ), wie SBR, TPE, besteht, der ein durch den Dichtwerkstoff (3 ) mindestens teilweise aufgenommenes und in Einsteckrichtung vorne liegendes Element (2 ) aus einem härteren Kunststoff, wie PP, als Basiselementergänzung (2 ) aufweist. - Dichtring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Element (
2 ) eine Haltenase (18 ) zur Fixierung in einer korrespondierenden Aufnahme (19 ) des Absatzes (5 ) des Rohres aufweist. - Dichtring nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eingesetzte Dichtring (
1 ) zur Ausfüllung des Absatzes (5 ) im Bereich von 95 % bei eingesetztem Rohr (7 ) durchführbar ist. - Dichtring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlichen Werkstoffe von Dichtwerkstoff (
3 ) und Element (2 ) als Zweikomponenten-Verbindung miteinander verbunden sind. - Dichtring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Dichtwerkstoff (
3 ) ein Gleitmittel eingelagert ist und an der Oberfläche einen Gleitfilm ausbildet.
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Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1619435A1 (de) | 2004-07-20 | 2006-01-25 | Bode GmbH | Dichtring für Steckmuffenverbindungen |
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2004
- 2004-01-21 DE DE200420000964 patent/DE202004000964U1/de not_active Expired - Lifetime
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