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Die
Erfindung betrifft einen Griffsatz der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung, ein damit ausgerüstetes Hand- oder Gartenwerkzeug und
einem dafür
bestimmten Handgriff.
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Unter
Griffen für
Hand- und Gartenwerkzeuge werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung vor
allem solche für
Hämmer,
Maurerkellen, Sägen, Stechbeitel,
Zangen, Grabschaufel, Handharke und andere ähnliche Geräte verstanden, bei deren Gebrauch
die Hand eine bevorzugte Koppelstellung zum Griff einnehmen soll,
damit der Griff die ihn umschließende Hand mit satter Anlage
an die Handfläche
ausfüllt
und höhere
Druckbelastungen sowie unnötige
Verspannungen der Hand- und Armmuskulatur vermieden werden.
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Aus
DE 100 42 859 C2 und
EP 1 184 137 A2 ist
ein Griffsatz für
derartige Werkzeuge bekannt, der eine Mehrzahl von unterschiedlichen
Griffteilen aufweist und jeder Handgriff durch Kombination von zwei
oder mehr gleichen und/oder unterschiedlichen Griffteilen zusammensetzbar
ist. Dabei sind die Griffteile in gleicher Weise am Schaft des jeweiligen Hand-
oder Gartenwerkzeuges befestigbar. Die Griffteile bestehen im Wesentlichen
aus Griffhälften
mit unterschiedlichen Oberflächenkonturen
aber kongruenten Berührungsflächen, mit
denen sie oberflächenbündig aneinandergrenzen
und am Schaft des Werkzeuges anliegen. Die Oberflächenkonturen
unterscheiden sich dadurch, dass die Auswölbungen unterschiedlich ausgeformt
sind und zwar in der Weise, dass die zum Anliegen in der Höhlung der
den Griff umgreifenden Hand vorgesehene Oberflächenkontur stärker ausgewölbt ist
als die zum Anliegen an die Finger der den Griff umgreifenden Hand
vorgesehene Oberflächenkontur.
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Bei
einem für
einen Rechtshänder
vorgesehenen Griffsatz weist das am Schaft des Werkzeuges angebrachte
rechte Griffteil die stärker
ausgewölbte Oberflächenkontur
auf, während
das linke Griffteil die flachere ausgewölbte Oberflächenkontur aufweist.
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Bei
einem für
einen Linkshänder
vorgesehenen Griffsatz ist es umgekehrt. Weiterhin sind die Auswölbungen
bei verschiedenen Griffsätzen
auch in ihrem Verlauf und in den Abständen der Oberflächenpunkte
von der Mittelachse des Griffsatzes unterschiedlich.
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Bei
einem Griffsatz, der für
einen Benutzer mit großen
Händen
vorgesehen ist, sind die Abstände
der Oberflächenpunkte
von der Mittelachse des Griffsatzes größer als die bei einem für einen
Benutzer mit mittelgroßen
Händen
vorgesehene Griffsatz und dieser wiederum größer als bei einem für einen Benutzer
mit kleinen Händen
vorgesehene Griffsatz.
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Diese
Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass jeder Handgriff aus
einem Baukasten individuell zusammengesetzt werden kann, der aufeinander
abgestimmte Einzelteile aufweist, die in Abhängigkeit von den im Einzelfall
gegebenen Handform und/oder- größen und/oder
Benutzerwünsche
ausgewählt
werden können.
Es brauchen daher nicht mehr für
alle denkbaren Fälle
die Werkzeuge mit verschiedenen Griffvarianten in verhältnismäßig kleinen
Serien komplett hergestellt und auf Lager gehalten werden, sondern
nur einerseits die Werkzeuge mit dem Typentsprechenden einheitlichen
Schaft und andererseits die zugehörigen Griffteile, die später nach Bedarf
mit den Schäften
der Werkzeuge verbunden werden. Durch diese Produktionsmethode ist
eine kostengünstige
Vorfertigung in großen
Serien möglich,
auch die Lagerhaltung wird vereinfacht und kostensparend. Die Griffteile
bestehen vorzugsweise aus schalenartigen Griffhälften.
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Die
Aufgabe ist es, die Zahl der Griffteile, die zum Zusammensetzen
der verschiedenen Handgriffe benötigt
wird, zu vermindern. Zur Lösung
dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bis
11.
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Die
Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass für jede Handgröße nur ein
Paar von Griffteilen benötigt
wird, wobei jedes der beiden Griffteile rechts oder links beziehungsweise
auf der Oberseite oder Unterseite am Schaft des Werkzeuges montiert
werden kann. Das Werkzeug kann also mit dem einen Paar von Griffteilen
zur Benutzung für
einen Rechtshänder
oder Linkshänder
hergerichtet werden. Um das zu ermöglichen, sind die kongruenten
Berührungsflächen der
beiden Griffteile nicht nur symmetrisch zur gemeinsamen Längsachse
sondern auch symmetrisch zu einer Querachse, die im rechten Winkel
zu den Berührungsflächen steht
und durch die Längsachse
verläuft
und einer zweiten Querachse Z, die in der Ebene der Berührungsflächen verläuft. Soll zum
Beispiel das Griffteil mit der stärker ausgewölbten Griffkontur von der rechten
Seite des Schaftes auf die linke Seite montiert werden, wird es
um 180° um
die Querachse y oder Symmetrieachse gedreht, sowie um 180° um die Längsachse
y, beziehungsweise um 180° um
die Z-Achse. Die Vorderkante des Griffes, die beim Umgreifen des
Griffes im Knickbereich der Finger liegt, kommt durch diese Drehung wieder
in die richtige Lage zum Schaft. Das gleiche gilt für das Griffteil
mit der flacher ausgewölbten Oberflächenkontur,
wenn es statt an der linken Seite des Schaftes an dessen rechter
Seite montiert werden soll. Durch die Drehungen werden die Berührungsflächen der
beiden Griffteile wieder in die richtige Lage zueinander gebracht.
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Bei
einer Ausführungsvariante
bilden die Griffteile nicht die rechte und linke Griffseite, sondern die
Berührungsflächen verlaufen
in einer Ebene, die durch die Seiten des Griffes verläuft. Die
Griffteile bilden dann ein vorderes, von den Fingern umschlungenes
Griffteil und ein hinteres das im wesentlichen in der Handhöhlung anliegt.
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Die
Verbindung der Griffteile mit dem Schaft kann nicht nur in der Weise
erfolgen, dass die beiden Griffteile den Schaft vollständig umschließen und oberflächenbündig aneinanderliegen.
Der Griffsatz kann auch so gestaltet sein, dass der Schaft beiderseits
Flächen
aufweist, die kongruent sind mit den Flächen, mit denen die Griffteile
zur Anlage an dem Schaft kommen sollen, wobei der Schaft in einem streifenförmigen Teil
einen von der Basis abstehenden Steg aufweist, dessen Oberfläche einen
Teil der Oberfläche
des Griffes bildet. Die Oberfläche
des Steges kann beispielsweise einen Teil der Oberseite des Griffes
oder der Unterseite oder – wenn
der Schaft zwei Stege aufweist – beider
Seiten bilden. Ebenso können
die Stege Teile der beiden Seiten des Griffes bilden.
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Um
für den
Hersteller und den Handel die Zahl der geführten Artikel möglichst
gering zu halten, ist vorgesehen, die Griffteile vorzugsweise demontierbar
am Schaft zu befestigen. Werden die Griffteile beim Hersteller so
am Schaft montiert, dass das Werkzeug für Rechtshänder ausgelegt ist, was der Mehrzahl
der Benutzer entspricht, so kann ein Linkshänder die Griffteile an Hand
einer einfachen Anleitung vom Schaft lösen und für sich passend ummontieren.
Die Befestigung der Griffteile am Schaft erfolgt durch Schrauben
oder Schnappverbindungen, die von außen lösbar sind.
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Zur
Optimierung des Griffkomforts beziehungsweise der Haptik ist die
Form des Gesamtgriffes nicht nur nach Anforderungen der Ergonomie
optimiert, sondern die Oberfläche
der Griffteile ist bei einer besonders hochwertigen Ausführung mit
einer Beschichtung aus Weichkunststoff versehen.
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Als
Beispiel für
einen solchen Griff wird ein Griff für eine Blattsäge beschreiben.
Dieser Griff besteht aus einem Basisgriff, der aus zwei Halbschalen im
Spritzgießverfahren
aus Kunststoff hergestellt ist. Die zusammengesetzten Halbschalen
bilden einen stabilen Hohlkörper.
Zur Befestigung der Griffteile weisen die Halbschalen im Bereich,
der von der Hand umschlossen wird, jeweils einen U-förmigen Verbindungssteg
auf. Werden die Halbschalen zusammengesetzt, bilden die beiden U-förmigen Stege
ein geschlossenes im Querschnitt rechteckiges Kastenprofil. Die
Stege weisen in den Wandungen Durchbrechungen auf, durch welche
die an den Griffteilen angeformten Befestigungselemente greifen.
Der Basisgriff kann auch ein stückig
ausgeführt
sein oder aus einem anderen Material als Kunststoff hergestellt sein,
etwa aus Stahl oder Holz.
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In
den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft dargestellt.
Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung in Umrisslinien einer Projektion von der
Oberseite eines Griffes für
Rechtshänder.
- Darin sind:
- (1) die – von
hinten gesehen – stärker ausgewölbte rechte
Griffseite
- (2) die – von
hinten gesehen – schwächer ausgewölbte linke
Griffseite
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2 eine
ebensolche Projektion eines Griffes für Linkshänder.
- Darin
sind:
- (3) die – von
hinten gesehen – stärker ausgewölbte linke
Griffseite
- (4) die – von
hinten gesehen – schwächer ausgewölbte rechte
Griffseite
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3 einen
Griff für
Blattsägen
in einer Seitenansicht mit dem auf dem Schaft des Basisgriffes aufgesetztem
Griffteil.
- Darin sind:
- (5) der Basisgriff
- (6) ein aufgesetztes – linkes – Griffteil
- (8a, 8b) die Anschlußköpfe des Basisgriffes (5)
für die
Griffteile (6, 7)
- (12) der Schaft des Basisgriffes, gestrichelt gezeichnet
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4a einen
Griff für
Blattsägen
in einer Ansicht von hinten auf das Oberteil des Griffes beziehungsweise
den Griffrücken,
die Griffteile sind für Rechtshänder montiert.
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Darin
sind:
- (5a, 5b) die Halbschalen des
Basisgriffes (5)
- (6) das schwächer
ausgewölbte
linke Griffteil
- (7) das stärker
ausgewölbte
rechte Griffteil
- (8a, 8b) die Anschlußköpfe des Basisgriffes (5)
für die
Griffteile (6, 7)
- (12) der Schaft des Basisgriffes
- (17) die Berührungsflächen-Ebene
- (x – x)
die Querachse beziehungsweise Symmetrieachse der Griffteile (6, 7)
- (y – y)
die Längsachse
des Griffes
- (Z) die durch die Berührungsfläche verlaufende Querachse
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4b einen
Griff in Stellung wie in 4a, die
Griffteile jedoch montiert für
Linkshänder
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4c eine
Ansicht der Konturen der Berührungsflächen der
aufgeklappten Griffteile (10) und (11) mit Darstellung
der Achsen (x, y, z)
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5 einen
Griff für
eine Kelle in einer Ansicht von oben auf das Oberteil des Griffes
beziehungsweise den Griffrücken.
- Darin sind:
- (9) der Basisgriff des Kellengriffes
- (10) das stärker
ausgewölbte
rechte Griffteil
- (11) das schwächer
ausgewölbte
linke Griffteil
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6 eine
Ansicht auf den Sägengriff
gemäß 3,
bei dem das linke Griffteil entfernt und die Schnappverbindung sichtbar
ist.
- Darin sind:
- (5) der Basisgriff
- (12) der Schaft des Basisgriffes, an dem die Griffteile
befestigt werden
- (7) das rechte Griffteil
- (13) der Griffkern des rechten Griffteils aus hartem Kunststoff
- (14) die Beschichtung des Griffteils aus Weichkunststoff
- (15) Schnappverbindungs-Elemente am Griffkern des Griffteiles,
zur Befestigung des Griffteiles am Schaft (12)
- (16) Zapfen am Griffkern des Griffteiles (7)
vorgesehen zum Eintauchen in Bohrungen im gegenüberstehenden Griffteil (6)
- (17) die Berührungsfläche
- (22) Bohrung im Anschlußkopf (8b)
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7 einen
Querschnitt durch den Griff gemäß 3 der
Linie I – I.
- Darin sind:
- (12) der Schaft des Basisgriffes (5)
- (6) das schwächer
ausgewölbte
linke Griffteil
- (7) das stärker
ausgewölbte
rechte Griffteil
- (17) die kongruenten Berührungsflächen der Griffteile (6,7)
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8 eine
offene Halbschale (5b) des Basisgriffes mit einem angesetzten
Griffteil.
- Darin sind:
- (5b) die Halbschale des Basisgriffes
- (7) ein Griffteil
- (12) der Schaft des Basisgriffes
- (16) Zentrierzapfen
- (19) Scharnier-Elemente
- (20) der Scharnierstift
- (21) Führungselemente
für den
Scharnierbolzen
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9 einen
Querschnitt durch den Griff entlang einer Linie II – II in 3
- Darin sind:
- (5a, 5b) die zwei Halbschalen des Basisgriffes
- (6, 7) zwei Griffteile
- (12) der Schaft des Basisgriffes
- (17) die Berührungsflächen
- (19) Scharnier-Elemente
- (20) der Scharnierstift
- (21) Führungselemente
für den
Scharnierbolzen
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Wie
in 1 erkennbar, ist die rechte Griffseite (1)
stärker
ausgewölbt
als die linke Griffseite (2). Der Griff mit dieser Kontur
ist für
Rechtshänder
ausgelegt.
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In 2 ist
die linke Griffseite (2) stärker ausgewölbt als die rechte Griffseite
(1). Der Griff mit dieser Kontur ist für Linkshänder ausgelegt.
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Wie
in 3 erkennbar, ist der Basisgriff (5) ,
in dem das Sägeblatt
befestigt wird, in dem Bereich, in dem die Hand den Griff umgreift,
nicht einstückig ausgeführt. Hier
sind Griffteile (6, 7) an einem Schaft (12)
befestigt, der einstückig
Teil des Basis griffes (5) ist. Der Schaft (12)
ist, als verdecktes Teil, in dieser Darstellung gestrichelt gezeichnet.
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In 4a sind
beide Griffteile (6, 7) erkennbar, die den Schaft
(12) umschließen
und zwischen den Anschlußköpfen (8a, 8b)
des Basisgriffes (5), bestehend aus zwei Halbschalen (5a, 5b),
eingepasst sind. Beim Arbeiten wird die von der Hand ausgehende
Schub- beziehungsweise Zugkraft über
die Griffteile (6, 7) auf den Schaft (12)
und den Basisgriff (5) in das Sägeblatt eingeleitet. In 4a sind
die Griffteile (6, 7) für Rechtshänder montiert. Die Berührungsflächen (17)
der Griffteile liegen in einer Ebene an einander an.
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Um
einen Griff, bei dem die Griffteile (6, 7) für Rechtshänder montiert
waren, für
Linkshänder
herzurichten, wie der Griff 4b zeigt,
werden die Griffteile (6, 7) vom Schaft (12)
des Basisgriffes (5) gelöst, um 180° um die Symmetrieachse x – x sowie
um die, Längsachse
der Griffteile gedreht beziehungsweise um 180° um die Z-Achse, so dass die
Berührungsflächen wieder
einander zugekehrt sind, und auf der jeweils anderen Seite des Schaftes
(12) befestigt. Da die Berührungsflächen (17) der Griffteile
(6, 7) kongruent sind, entsteht durch die Ummontage
ein zur ursprünglichen
Stellung spiegelbildlich gestalteter Griff. Dazu sind auch die Elemente
einer Schnappverbindung, einer scharnierartigen Verbindung oder einer
Schraubverbindung und die Verzapfungen der Griffteile so ausgelegt
und angeordnet, dass die spiegelbildliche Montage möglich ist.
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In
gleicher Weise ist der Aufbau des Griffes beispielsweise für eine Maurerkelle
ausgeführt,
wie in 5 dargestellt. Hier sind die beiden unterschiedlich
ausgewölbten
Griffteile (10, 11) an dem Basisgriff (9)
befestigt.
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6 zeigt
eine offene Halbschale (5b) des Basisgriffes (5).
Die beiden Halbschalen werden zusammen mit dem Sägeblatt im vorderen Bereich
verschraubt. Da dies nicht Gegenstand der Anmeldung ist, wird hierauf
nicht weiter eingegangen. Der Schaft (12) des Basisgriffes
(5) ist im Querschnitt vorzugsweise rechteckig und hohl
ausgebildet und einstückig Teil
der zwei Griffschalen des Basisgriffes. Die beiden Griffteile (6, 7)
sind zwischen den Anschlußköpfen (8a, 8b)
spielfrei eingepasst und umschließen mit ihrem Griffkern (13)
ebenfalls spielfrei den Schaft (12). Zur Verstärkung der
Verbindung von Basisgriff (5) und Griffteilen (6, 7)
sind an den Anschlußköpfen (8a, 8b)
an der Übergangsstelle
zum Schaft vorzugsweise zylindrische oder rechteckige Ansätze (18)
angeformt. Diese Ansätze
tauchen in entsprechende Ausnehmungen in den Griffkernen (13)
der Griffteile (6, 7) ein. Die Schnappverbindung
(15) der Griffteile (6, 7) mit dem Schaft
(12) ist in der Weise ausgebildet, daß an den Griffkernen (13)
klinkenartig ausgebildete federnde Ansätze angeformt sind. Die an
deren Ende ausgebildeten Klinkenhaken greifen durch die an den betreffenden
Stellen durchbrochene Wandung des Schaftes (12) und rasten
hinter einer Gegenklinke ein, die ihrerseits an der Innenseite des Schaftes
angeformt ist. In den Basisgriff (5) sind an den Oberflächen der
Anschlußköpfe (8a, 8b)
Bohrungen (22) eingeformt. Durch diese Bohrungen kann zum
Beispiel die Klinge eines Kreuzschlitzschraubendrehers eingeführt werden.
Mit deren Spitze unter die überstehenden
Vorderteile der Klinkenhaken, welche von den Griffteilen (6, 7)
ausgehen, greifend können
die Klinkenhaken angehoben und die Schnappverbindung gelöst werden.
In der Praxis genügt
ein axialer Druck auf den Schraubendreher, dessen Kegelspitze zwischen
den Vorderteilen der Klinkenhaken zentriert wird, um das Auslösen der
Klinkenhaken zu bewirken. An den Griffkernen (13) der Griffteile
(6, 7) sind weiterhin Zentrier-Zapfen (16)
angeformt, die in Bohrungen des jeweils gegenüberstehenden Griffkernes des
anderen Griffteiles eingreifen und die Verbindung der beiden Teile
verstärken.
Die Berührungsfläche (17)
wird durch die Oberfläche
des Griffkernes (13) und der Beschichtung (14)
gebildet.
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Die
Halbschalen (5a, 5b) des Basisgriffes (5) sind
in der Produktionsausführung
durch Verrippung versteift. Die Griffkerne (13) können als
vollwandige Teile gefertigt sein, aber auch auf der Anlageseite zum
Schaft (12) hin teilweise hohl ausgebildet und durch Verrippungen
versteift sein und mit den Rippen am Schaft (12) anliegen.
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8 und 9 zeigen
eine Ausführungsvariante,
bei der die Verbindung der Griffteile (6, 7) mit
dem Schaft (12) nicht durch einen oder mehrere Schnappverbindungen
erfolgt, sondern durch eine scharnierartige Gestaltung der Verbindung.
Dabei sind mehrere Scharnier-Elemente (19) in Form von Ansätzen an
die Griffteile (6, 7) angeformt. Diese Elemente
ragen durch Durchbrechungen in der Wandung des Schaftes (12)
in den Hohlraum des Schaftes. Die Scharnier-Elemente (19)
der sich gegenüberliegenden
Griffteile (6, 7) stehen im Hohlraum des Schaftes
(12) nebeneinander. Sie sind so angeordnet, dass nach Drehung
um 180° um
die z-Achse die Scharnier-Elemente (19) auf der jeweils
anderen Seite des Schaftes (12) wieder in die Durchbrechungen im
Schaft passen. Die Enden der Scharnier-Elemente weisen Bohrungen
auf, deren Mittelpunkte auf einer Achse II – II des Schaftes liegen. In
die Anschlußköpfe (8a, 8b)
des Halbschalen (5a, 5b) sind in Flucht der Achse
II – II
ebenfalls Bohrungen (22) und / oder Scharnier-Elemente
(19a) mit Bohrungen eingeformt. Alle Bohrungen habe den
gleichen Durchmesser. Durch diese Bohrungen wird ein Scharnierstift
(20) gesteckt. Die Durchmesser des Scharnierstiftes und Boh rungen
sind so zueinander toleriert, dass ein Schiebesitz des Stiftes erzielt
wird. Auf diese Weise werden die beiden Griffteile (6, 7)
und die Halbschalen (5a, 5b) des Basisgriffes
(5) in diesem Bereich fest aber lösbar miteinander verbunden.
Der Scharnierstift kann an einem Ende auch mit einem kurzem Gewinde
und einem Schraubenkopf versehen sein, der in einen Anschlußkopf (8a oder 8b)
eingelassen ist. Der Schraubenkopf weist ein Innenprofil, zum Beispiel
ein Kreuzschlitzprofil auf, sodass der Scharnierstift mit einem
dem Innenprofil entsprechenden Schraubendreher zunächst aus
dem Gewindesitz herausgedreht und anschließend ganz aus seinem Sitz gezogen
werden kann. Nach Umsetzen der Griffteile (6, 7)
werden diese durch Einsetzen des Scharnierstiftes (20)
wieder mit dem Schaft (12) beziehungsweise dem Basisgriff
verbunden.
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Außer durch
eine Schnappverbindung oder Scharnierverbindung können in
einer Ausführungsvariante
die Griffteile (6, 7) auch durch Schrauben mit dem
Schaft (12) beziehungsweise dem Basisgriff (5) verbunden
sein.
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Die
Schrauben sind zweckmäßigerweise seitlich
in ein erstes Griffteil (6 oder 7) eingesetzt, durch
Bohrungen im Schaft (12) hindurchgesteckt und in das zweite
Griffteil eingeschraubt, sodass die Griffteile (6, 7)
gegeneinander und mit dem Schaft (12) verspannt sind.
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Das
erfindungsgemäße Griffsystem
ist auch für
andere Griffe beziehungsweise Werkzeuge als die beispielhaft dargestellten
Werkzeuge verwendbar. Griffe dieser Ausführungsart können beispielsweise auch bei
Hämmern,
Meißeln,
großen
Messern, Hand-Gartengeräten
oder Steuerhebeln zur Anwendung kommen.
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Dabei
können
die Schäfte
in ihrer Form, den Abmessungen, dem Querschnittsprofil, ihrer Erstreckung
in Längsrichtung
sowie die Abmessungen der Anschlußbereiche und die Befestigungselemente
an den Griffteile und am Schaft anders ausgebildet sein als bei
den in den Figuren und der Beschreibung dargestellten Beispielen.
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Der
Schaft kann aus Kunststoff, Metall oder Holz bestehen, die Griffteile
aus Kunststoff oder Holz.