DE202004009758U1 - Raupenkette - Google Patents
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Abstract
Fahrwerk,
vorzugsweise für
einen Raupenkran, mit einer auf einem Raupenträger laufenden Raupenkette,
die aus gelenkig miteinander verbundenen Bodenplatten besteht, wobei
auf den Bodenplatten Nocken ausgebildet sind, die die Raupenkette
unter den Laufrollen seitlich zentrieren, dadurch gekennzeichnet,
dass am Untergurt des Raupenträgers
seitlich zwei sich im wesentlichen über die Länge des Raupenträgers erstreckende
Leitbleche angeordnet sind, die von an den Bodenplatten der Raupenketten
angeordneten Halteplatten hintergriffen werden.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk, vorzugsweise für einen Raupenkran, mit einer auf einem Raupenträger laufenden Raupenkette, die aus gelenkig miteinander verbundenen Bodenplatten besteht, wobei auf den Bodenplatten Nocken ausgebildet sind, die in Nuten von im Raupenträger angeordneten Laufrollen eingreifen, wobei Sie die Raupenkette unter den Laufrollen seitliche zentrieren.
- Eine Raupenkette nach dem Stand der Technik ist beispielsweise in
1 gezeigt. Dort ist ein Teil eines Fahrwerks10 dargestellt, das einen Raupenträger12 umfasst, auf dem eine Raupenkette14 läuft, die aus gelenkig miteinander verbundenen Bodenplatten16 besteht. Insbesondere aus der Schnittdarstellung gemäß1a ist deutlich zu erkennen, dass die Bodenplatten16 ca. mittig Nocken18 aufweisen. Die Nocken greifen in Nuten20 ein, die rundumlaufend in Laufrollen22 vorgesehen sind (vgl.1a ). Die Laufrollen sind in dem Raupenträger12 angeordnet. In üblicher Weise wird die Raupenkette14 durch ein Antriebsrad24 angetrieben. - Bei der zuvor beschriebenen Bauausführung besteht insbesondere beim Raupenkran das Problem, dass die Kette infolge der hohen Kräfte sehr schwer ist und demzufolge bei geringsten Bodenunebenheiten sehr stark durchhängt, wie dies in der
1 angedeutet ist. In diesem Fall ist die seitliche Führung der Raupenkette14 durch die Nocken18 der Bodenplatte16 nicht mehr gewährleistet. Die Nocken18 können jedoch nicht höher ausgeführt werden, da dann die Durchmesser der Laufrollen22 vergrößert werden müssten, um den höheren Nocken in der entsprechend rundumlaufenden Nut20 aufnehmen zu können. Dies ist jedoch nicht möglich, da dann nicht mehr genügend Laufrollen22 im Fahrwerk10 vorgesehen werden können und damit die Belastung auf die einzelne Bodenplatte16 unzulässig ansteigt. - Wird bei einer durchhängenden Raupenkette
14 , wie sie in1 gezeigt ist, eine Längsbewegung durchgeführt, so legt sich das untere Kettentrum auf dem Boden auf und der Raupenträger schwenkt über die Kette. Die Nocken18 befinden sich dann nicht mehr unter der ringförmigen Ausnehmung20 der Laufrollen22 . Hierdurch schieben sich bei einer weiteren Vorwärtsbewegung des Raupenfahrwerks die Laufrollen22 auf die Spitzen der Nocken18 . Aufgrund des hohen Gewichts des Krans führt dies zu einer starken Beschädigung der Nocken18 an den Bodenplatten16 . Falls der Kranführer diese Beschädigungen nicht bemerkt, kann die Raupenkette14 vom Raupenträger12 herunterspringen. Die Behebung eines derartigen Schadens führt zu einem großen Aufwand an Zeit und Hilfsgeräten. - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Fahrwerk derart weiterzubilden, dass ein Herunterspringen der Raupenkette auch beim Überfahren von Unebenheiten wirksam verhindert werden kann.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe ausgehend von einem Fahrwerk nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Kombination mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
- Demnach sind am Untergurt des Raupenträgers seitlich zwei sich im wesentlichen über die Länge des Raupenträgers erstreckende Leitbleche angeordnet, die von an den Bodenplatten der Raupenketten angeordneten Halteplatten hintergriffen werden. Hierdurch wird in einfacher Weise erreicht, dass die Raupenketten auch bei unwegsamem Gelände nicht von dem Raupenkettenträger abspringen können, da die Nocken der Bodenplatten der Raupenkette permanent mit den rundumlaufenden Nuten der Laufrollen in Eingriff sind.
- Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.
- Vorteilhaft können in an der Oberseite der Bodenplatten eingegossene Löcher abgekröpfte Schrauben eingesetzt und gehalten sein, die die Halteplatte an der Bodenplatte festlegen. Bei dieser Ausführungsform können die an der Oberseite der Bodenplatten eingegossenen Löcher, die für das Halten der Kerne während des Gussprozesses erforderlich sind, zur Montage von Halteplatten genutzt werden. Vorzugsweise sind zwei abgekröpfte Schrauben über einen Quersteg miteinander verbunden, über den sich die in die Bodenplatten eingeführten Schrauben auf dieser abstützen. Die auf diese Schrauben aufsteckbaren Halteplatten können beispielsweise über zwei Schraubenmuttern fest mit der Bodenplatte verbunden sein. Um eine genügend hohe Festigkeit aufzuweisen, können die Halteplatten beispielsweise als Gussteil gefertigt sein. Die Halteplatten können vorteilhaft trapezförmig sein und aufgrund dieser Formgestaltung können sie Verschmutzungen nach außen ableiten. Erfindungsgemäß betrifft die Erfindung auch eine Raupenkette für ein Fahrwerk sowie einen Raupenkran mit einem erfindungsgemäßen Fahrwerk.
- Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Kette beim Transport nicht mehr durchhängt. Damit kann das Mittelstück bei seiner Verbolzung wesentlich niedriger aufgebockt werden.
- Schließlich kann das Verladen eines mit dem erfindungsgemäßen Fahrwerk ausgestatteten Raupenkrans auf einem Tieflader wesentlich verbessert werden. Bislang war es nötig, dass das untere Kettentrum der Raupenkette mit eigens dafür vorgesehenen Ketten fixiert wird. Dieses zusätzliche Herumlegen von Ketten um das untere Kettentrum kann beim Verladen zukünftig entfallen.
- Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
-
1 : eine seitliche Darstellung eines Fahrwerks eines Raupenkrans nach dem Stand der Technik (1a ist ein Schnitt hierdurch), -
2 : eine seitliche Darstellung eines erfindungsgemäßen Fahrwerks über einen Raupenkran (2a ist ein Querschnitt), -
3 : einen Längsschnitt bzw. Querschnitt durch eine Bodenplatte einer Raupenkette, -
4 : eine vergrößerte Darstellung eines Teils der3 , -
5 : entspricht derjenigen gemäß3 , wobei hier zusätzlich eine Halteplatte aufgeschraubt ist, -
6 : eine Detailschnittdarstellung durch eine Bodenplatte und einen Teil des Kettenträgers und -
7 : eine Draufsicht auf eine Halteplatte. - In
2 ist ein Fahrwerk10 eines im Detail nicht näher dargestellten Raupenkranes nach der vorliegenden Erfindung dargestellt.2a zeigt einen entsprechenden Schnitt, wobei die für die Erfindung wesentlichen Merkmale in einer vergrößerten Darstellung eines Details der2a in6 näher dargestellt sind. Das Fahrwerk10 weist einen Raupenträger12 mit einer auf ihm laufenden Raupenkette14 auf. Die Raupenkette besteht aus gelenkig miteinander verbundenen Bodenplatten16 . Auf den Bodenplatten16 sind Nocken18 ausgebildet, die in umlaufende Nuten20 von im Raupenträger12 angeordneten Laufrollen vorgesehen sind. Die Raupenkette wird beispielsweise durch ein Antriebsrad24 in an sich bekannter Art und Weise angetrieben. - Aus
6 ergibt sich nun im Detail, dass seitlich an der Bodenplatte16 Halteplatten26 vorgesehen sind, die trägerfeste Leitbleche28 hinter- oder übergreifen. Beim üblichen Verfahren des Fahrwerks ergibt sich zwischen den Halteplatten26 und den Leitblechen28 ein Spalt30 . Falls jedoch die Gefahr besteht, dass das untere Kettentrum der Raupenkette14 beim Überfahren beispielsweise einer Bodenunebenheit aufgrund des hohen Eigengewichts durchhängen könnte, stützen sich die Halteplatten26 auf den Leitblechen28 ab und verhindern somit, dass das Kettentrum in einer Art und Weise nach unten durchhängt, wie dies beispielsweise anhand der1 gezeigt ist. Dabei ist der Spalt30 so klein gewählt, dass er geringer ist als die Höhe der Nocken18 . Damit wird sicher verhindert, dass die Nocken18 nicht mehr in der Nut20 liegen. - Die Art und Weise, wie die Halteplatten
26 mit den Bodenplatten16 verbunden sind, ergibt sich im einzelnen aus den3 ,4 und5 . Insbesondere den3 und5 ist zu entnehmen, dass die Bodenplatten16 Gusslöcher32 aufweisen. In die Gusslöcher greifen über Öffnungen34 zwei parallel zueinander angeordnete abgekröpfte Schrauben36 , wobei die Schrauben36 über einen Haltesteg38 miteinander verbunden sind. Wie sich aus den3 und5 ergibt, stützen sich einerseits die abgekröpften Enden der Schrauben36 und andererseits die Halteplatte38 an der entsprechenden Wandung der Bodenplatte16 ab, so dass hier eine hinreichende Stabilität gegeben ist. Die abgekröpften Schrauben36 weisen an ihrem freien Ende jeweils ein Gewinde40 auf (vgl.4 ). Auf die entsprechenden Schrauben36 wird die aus einem Gussteil bestehende Halteplatte26 aufgesteckt. Die Form der Halteplatte ergibt sich insbesondere aus der Schnittdarstellung gemäß der5 und aus der Draufsicht gemäß7 . Wie in5 im einzelnen dargestellt, wird die Halteplatte nach entsprechendem Aufstecken auf die Schrauben36 durch auf das Gewinde40 der Schrauben36 aufgeschraubte Schraubmuttern42 gesichert. Die Halteplatten26 weisen, wie in7 dargestellt, vorzugsweise eine Trapezform auf, so dass in diesem Bereich auftretende Verschmutzungen nach außen abgeleitet werden.
Claims (7)
- Fahrwerk, vorzugsweise für einen Raupenkran, mit einer auf einem Raupenträger laufenden Raupenkette, die aus gelenkig miteinander verbundenen Bodenplatten besteht, wobei auf den Bodenplatten Nocken ausgebildet sind, die die Raupenkette unter den Laufrollen seitlich zentrieren, dadurch gekennzeichnet, dass am Untergurt des Raupenträgers seitlich zwei sich im wesentlichen über die Länge des Raupenträgers erstreckende Leitbleche angeordnet sind, die von an den Bodenplatten der Raupenketten angeordneten Halteplatten hintergriffen werden.
- Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in an der Oberseite der Bodenplatten eingegossene Löcher abgekröpfte Schrauben eingesetzt und gehalten sind, die die Halteplatten an der Bodenplatte festlegen.
- Fahrwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei abgekröpfte Schrauben über einen Quersteg miteinander verbunden sind, über den sich die in die Bodenplatten eingeführten Schrauben auf dieser abstützen.
- Fahrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatten als Gussteil ausgebildet sind.
- Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatten trapezförmig ausgebildet sind.
- Raupenkette für ein Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
- Raupenkran mit einem Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
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