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Die
Erfindung betrifft ein Sicherheitsfenster nach dem Oberbegriff des
Schutzanspruches 1.
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Die
Sicherung von Personen und Sachwerten gegen Angriffe erfährt eine
zunehmende Bedeutung. Demgemäß sind Sicherheitsfenster
in vielfältigen
Ausführungen
bekannt und im Einsatz, die die derartig gesicherten Gebäude beispielsweise
vor Einbruch und/oder vor der Wirkung von Sprengmitteln sichern.
Gemein ist diesen Sicherheitsfensterausführungen, dass sie zumeist einen
optisch unschönen
Eindruck hinterlassen. Hierzu tragen die Stärke der Sicherheitsglasscheiben,
sowie die infolge des hohen Gewichtes der Sicherheitsglasscheiben,
sowie der zumeist in den Rahmen vorhandenen Einlagen erforderlichen
Rahmenstärken
derartiger Sicherheitsfenster in ungünstiger Weise bei. Zwar lassen
sich optisch negative Einflüsse
in modernen Gebäuden
kompensieren, jedoch ist eine derartige Kompensation in historischen
oder denkmalgeschützten
Gebäuden
eher schwierig. Jedoch besteht der Anspruch, auch derartige Bauwerke
vor Fremdeinwirkungen zu schützen.
Ganz erhebliche Schwierigkeiten haben sich insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden gezeigt,
wo zumeist Fenster Verwendung finden, die durch Sprossenrahmen voneinander
getrennt sind. Hier müssen
mehrere Sicherheitsglasscheiben auf engem Raum gegeneinander fixiert
werden, wobei den Erfordernissen nach einer Auswechselbarkeit einzelner
Sicherheitsglasscheiben Rechnung getragen werden muß. Ein einfaches Verkleben
oder eine unlösbare
Befestigung der Sicherheitsgläser,
wie dies bei herkömmlichen
Gläsern beispielsweise
durch angenagelte Fensterleisten möglich ist, kann hier nicht
umgesetzt werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitsfenster zu
entwickeln, dass die erforderlichen Sicherheitsklassen gegen externe
Fremdeinwirkungen erfüllt
und zudem die Auswechselbarkeit der Sicherheitsglasscheiben in einfacher
Weise ermöglicht.
Darüber
hinaus sollte mit der Erfindung die Möglichkeit geschaffen werden,
Sicherheitsfester insbesondere für
denkmalgeschützte
Gebäude
verwenden zu können.
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Die
Aufgabe wird durch die technischen Merkmale des Schutzanspruches
1 gelöst.
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Weitere
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den sich anschließenden Unteransprüchen wiedergegeben.
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Entsprechend
der vorgestellten Erfindung wird vorgeschlagen, ein Sicherheitsfenster,
das einen Fensterrahmen aufweist, in dem mindestens ein Flügelrahmen
mit darin aufgenommenen Sicherheitsglasscheiben vorhanden ist, der
Gestalt weiterzuentwickeln, dass der Rand der Sicherheitsglasscheiben
von einem in dem Flügelrahmen
aufgenommenen Verstärkungselement
gehalten ist. Das Verstärkungselement
weist eine erste Kontaktfläche
zur Anlage des Sicherheitsglases und eine korrespondierende zweite
Kontaktfläche
zur Fixierung des Sicherheitsglases an dem Verstärkungselement auf. Die Fixierung
des Sicherheitsglases an dem Verstärkungselement wird dabei vorzugsweise
eine lösbare Verbindung
darstellen, was durch ein hierzu verwendetes Sicherungsglied ermöglicht ist.
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Mit
der erfindungsgemäßen Lösung kann
der Einbau der sicherheitsrelevanten Sicherheitsgläser in einfacher
Weise ermöglicht
werden. Ein externer Angriff von Außen, durch den die Sicherheitsglasscheiben
aus den sie tragenden Flügelrahmen entfernt
werden, ist ausgeschlossen. Dies wird durch das in dem Flügelrahmen
integrierte Verstärkungselement,
das eine Kontaktfläche
der Oberfläche
des Sicherheitsglases bildet, wirksam verhindert. Die einfache und
unkomplizierte Montage der Sicherheitsglasscheiben in einem derartigen
Sicherheitsfenster gestattet auch eine kostengünstige Möglichkeit diverse Sicherheitsglasscheiben
in einem Sicherheitsfenster nebeneinander zu montieren, wie dies
insbesondere für
Sicherheitsfenster mit Sprossen sinnvoll ist. Diese werden bevorzugt
in denkmalgeschützten Gebäuden zum
Einsatz gebracht, sodass auch derartige Gebäude beziehungsweise die darin
befindlichen Personen wirkungsvoll geschützt werden können.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, ein Sicherheitsfenster
bereitzustellen, das als Schiebefenster ausgeführt ist. Demgemäß weist
dieses Fenster wenigstens zwei Flügelrahmen mit darin aufgenommenen
Sicherheitsglasscheiben auf, wobei wenigstens einer der Flügelrahmen
in einer zu dem anderen Flügelrahmen
parallelen Ebenen verschiebbar in dem Fensterrahmen angeordnet ist.
Auch für
diese Ausführungsform
lassen sich die erfindungsgemäßen Sicherheitsglasscheiben
mittels eines Verstärkungselementes
befestigen, dass eine erste Kontaktfläche zur Anlage des Sicherheitsglases
und eine korrespondierende zweite Kontaktfläche zur Fixierung des Sicherheitsglases
an dem Verstärkungselement
aufweist.
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Um
das Verstärkungselement
optisch nicht sichtbar in die Rahmenteile einfügen zu können, ist es von besonderem
Vorteil, wenn das Verstärkungselement
im Querschnitt betrachtet annähernd
eine L-Form aufweist, wobei der rechtwinklig von der Anlagefläche der
Sicherheitsglasscheibe abstehende Schenkel des Verstärkungselementes
die erste Kontaktfläche
und zumindest ein, nach Einsetzen der Sicherheitsglasscheibe diese
an dem Verstärkungselement
befestigendes Sicherheitsglied die zweite Kontaktfläche aufweist,
beziehungsweise bildet. Das Sicherungsglied, welches die zweite
Kontaktfläche
aufweist oder bildet, kann vorzugsweise lösbar befestigt werden. Eine
stoffschlüssige
Verbindung ist jedoch ebenfalls denkbar.
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Folglich
kann das Sicherungsglied eine Schraube, ein Schwert, ein Niet, ein
Stift oder eine nach Einsetzen der Sicherheitsglasscheibe aufgebrachte
Klebebeziehungsweise Schweißnaht
sein.
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Sind
für die
Sicherung eines historischen Gebäudes
Sicherheitsfenster erforderlich, die Sprossen aufweisen, so ist
es zur Erhöhung
der Sicherheit derartiger Sicherheitsfenster von besonderem Vorteil, wenn
die Flügelrahmen
mindestens eine Sprosse mit einer von der Außenseite des Sicherheitsfensters nicht
sichtbaren Sicherungseinlage aufweisen. Die derartig gestalteten
Sicherheitsfenster weisen nach außen optisch den Eindruck auf,
als wären
es die bekannten historischen Sicherheitsfenster mit Sprossenanordnungen
aus Holz. In den Holzwerkstoff wird jedoch die genannte Sicherungseinlage
eingebracht und vollständig
von der Holzauflage bedeckt, sodass eine optisch ansprechende Gestaltung
gewährleistet ist.
Ebenso wie die Sprossen Sicherungseinlagen aufweisen können, ist
es vorteilhaft die Flügelrahmen mit
derartigen Sicherungseinlagen zu versehen.
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Zur
Erhöhung
der Gesamtsicherheit des Sicherheitsfensters nach der hier vorgestellten
Erfindung kommt darüber
hinaus in Betracht, die Sicherungsseinlagen der Sprossen und die
der Flügelrahmen
miteinander zu verbinden. Ein derartiger integrierter Verbund mehrerer
oder sämtlicher
Sicherungseinlagen, der auch die Verstärkungselemente umfassen kann,
steigert die Gesamtstabilität
des erfindungsgemäßen Sicherheitsfensters
in erheblichem Maße.
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Für die Schiebefensterausführungen
erfindungsgemäßer Sicherheitsfenster
ist es erforderlich, wenigstens einen der Flügelrahmen verschiebbar auszuführen. Im Kontaktbereich
zwischen den Flügelrahmen
sollte mindestens eine Dichtung vorhanden sein, wobei die Sicherheitsglasscheibe
mit Dichtungskitt abgedichtet ist, der das Sicherungsglied komplett
einschließt.
Auch durch diese Maßnahme wird
eine optisch ansprechende Gestaltung des Sicherheitsfensters insgesamt
gewährleistet.
Die Sicherungsglieder werden vorzugsweise von der Fensterinnenseite
her montiert, sodass auch nach Entfernen des Dichtungskitts ein
Herauslösen
der Sicherheitsglasscheiben durch eine externe Fremdeinwirkung nicht
möglich
ist.
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Bei
verschiebbaren Fensterflügeln
ergibt sich ein wesentliches Problem dadurch, dass die Reinigung
zumeist erschwert ist. Charakteristisch für derartige Schiebefenster
ist nämlich,
dass zumindest einer der Flügelrahmen
in einer zu dem anderen Flügelrahmen
parallelen Ebene verschiebbar ausgeführt wird. Bekannt sind derartige
Fenster als Vertikal-Schiebefenster oder auch als Douillotinefenster. Schiebefenster
lassen sich zwar einfach öffnen,
jedoch wird zur Reinigung nur ein begrenzter Öffnungsquerschnitt zur Verfügung gestellt.
Die Reinigung derartiger Fenster ist daher im Außenbereich erschwert.
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Auch
hier schafft die Erfindung Abhilfe, denn gemäß einer Ausgestaltung wird
vorgeschlagen, dass der bewegbare Flügelrahmen zumindest an einer
Längsseite
des Sicherheitsfensters ein vertikal verschiebbares, mit dem bewegbaren
Flügelrahmen gekoppeltes,
und somit die Bewegbarkeit des Flügelrahmens insgesamt ermöglichendes
Schwert aufweist, wobei der Flügelrahmen
zumindest an einer der Längsseiten
um eine Achse drehbar an dem Schwert befestigt sein kann. Das hier
als Schwert bezeichnete Bauteil kann dabei mehrere Funktionen gleichzeitig
ausführen.
Zum einen sichert es beispielsweise die Seitenbereiche des Flügelrahmens und
gewährleistet
damit einen Schutz vor Regen, Wind oder Angriffen, beziehungsweise
Fremdeinwirkungen. Dies ist insbesondere gewährleistet, wenn das Schwert
als Metallschwert ausgeführt
wird. Darüber
hinaus verbessert das Schwert die Führung des bewegbaren Flügelrahmens
in erheblichem Maße, so
kann das Schwert rahmenseitig einen Schenkel aufweisen, der zwischen
zwei Führungsdichtungen entlanggeführt ist
und der zumindest endseitig in wenigstens einer Führungsaufnahme
gleitend geführt ist.
Durch diese gleitende Führung
kann der bewegbare Flügelrahmen
des Schiebefensters sehr gleichmäßig bewegt
werden. Zudem stellt das Schwert in gewisser Weise ein Gegengewicht
zu dem Flügelrahmen
dar.
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Zur
Komfortverbesserung der Bewegbarkeit des Flügelrahmens ist es sinnvoll,
diesen Flügelrahmen
durch einen mit einer Verstelleinrichtung gekoppelten Antrieb zu
bewegen, beziehungsweise die Bewegung zu unterstützen. Als Antrieb kann dabei
im einfachsten Fall eine handbetriebene Kurbel, aber auch eine Gasdruckfeder,
eine Torsionsfeder, ein Kontergewicht oder ein Elektromotor zum
Einsatz kommen. Die Verstelleinrichtung ist beispielsweise als Riemenantrieb,
als Zahnriemenantrieb oder Ketten- beziehungsweise Seilzugmechanismus
ausführbar,
wobei eine Zugumlenkung zum Einsatz kommen sollte, um die Umkehrung
der Bewegungsrichtung zu gewährleisten.
Hier kann das Schwert genutzt werden, um die Verstelleinrichtung,
also beispielsweise eine Zugkette an dem Schwert zu befestigen und
damit den Flügelrahmen
beweglich, vorzugsweise verschiebbar auszuführen.
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Bei
sogenannten Vertikalschiebefenstern ist es darüber hinaus von Vorteil und
erhöht
die Sicherheit der in dem zu sichernden Haus lebenden Personen,
wenn der bewegbare Flügelrahmen
eine Sicherung gegen selbständiges
Schließen
aufweist. Somit kann wirksam verhindert werden, dass der Flügelrahmen
sich ungewollt löst
und damit eine sich im Fensterbereich aufhaltende Person verletzt.
Das Problem stellt sich insbesondere bei vertikal bewegbaren Flügelrahmen
derartiger Sicherheitsfenster in Schiebeausführung. Die Sicherung kann im
einfachsten Fall eine Abrollsicherung mit einem Stehlager oder eine
Klemmvorrichtung sein, wie sie an sich beispielsweise bei Sicherheitsgurten
in Kraftfahrzeugen bekannt sind.
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Dabei
wird beim Überschreiten
einer bestimmten Bewegungsgeschwindigkeit eine Mechanik ausgelöst, die
das weitere Herunterfahren des vertikalen Schiebefensterteiles verhindert.
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Weiterhin
ist es sinnvoll, eine Sensoreinheit vorzusehen, die zumindest aus
einem Bauelement zur Signalerzeugung und einem mit diesem korrespondierenden
Bauelement zur Signalaufnahme besteht, wobei diese Bauelemente einerseits
an dem Flügelrahmen,
beziehungsweise einem zugeordneten bewegbaren Teil des Sicherheitsfensters
und andererseits an dem festen Teil des Sicherheitsfensters, also
zum Beispiel an dem Fensterrahmen, dem zugehörigen Fensterflügel oder
an der Fensterbank vorhanden sind. Mit einer derartigen Sensoreinheit lassen
sich gleich mehrere sehr sinnvolle Funktionen in ein erfindungsgemäßes Sicherheitsfenster
integrieren.
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Einerseits
besteht damit die Möglichkeit,
einen externen Angriff der beispielsweise in dem Versuch des gewaltsamen Öffnens des
Sicherheitsfensters bestehen kann, zu signalisieren.
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Zum
anderen kann die Sensoreinheit mit einer Bremsvorrichtung gekoppelt
werden, die für
den Fall in Aktion tritt, dass sich beispielsweise eine Person in
den Öffnungsbereich
zwischen dem geöffneten
Flügelrahmen
und der Fensterbank begibt, während
der Flügelrahmen
seine Schließbewegung
vollzieht. Durch die Aktivierung der Sensorik, die auch in diesem
Fall als Bewegungssensorik ausgeführt werden könnte, wird
die Bremse betätigt,
sodass der Flügelrahmen
seine Schließbewegung
stoppt. Damit können
wirkungsvoll Verletzungen der betreffenden Personen vermieden werden.
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Insgesamt
erfüllt
ein erfindungsgemäßes Sicherheitsfenster
die Sicherheitsanforderungen WK2 nach der DIN EN V 1627.
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Nachfolgend
soll eine besondere Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Sicherheitsfensters
anhand der Figuren näher
beschrieben werden. Es handelt sich bei dem dargestellten Sicherheitsfenster
um ein Vertikal-Schiebefenster in einer Sicherheitsausführung WK2
gemäß der DIN-Norm
EN V 1627.
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Es
zeigen:
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1: eine Ansicht von innen
sowie eine Ansicht von Außen
eines erfindungsgemäßen Sicherheitsfensters,
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2: den Schnittverlauf II – II aus 1,
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3: den Schnittverlauf III – III aus 1,
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4: den Schnittverlauf IV – IV aus 1, in vereinfachter schematischer
Darstellung,
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5: einen Schnittverlauf
V – V
aus 1 sowie
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6: den Schnittverlauf VI – VI aus 1.
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Das
in je einer Ansicht von der Innenseite des Gebäudes sowie in einer Ansicht
von der Außenseite
des Gebäudes
in 1 gezeigte Sicherheitsfenster
in einer Ausführung
als Vertikal-Schiebefenster besteht zunächst aus einem Fensterrahmen 1, der
in das Mauerwerk des zu sichernden Gebäudes eingelassen ist. In dem
Fensterrahmen 1 sind zwei Flügelrahmen 2 und 3 aufgenommen,
wobei der Flügelrahmen 3 als
vertikal beweglicher Flügelrahmen ausgeführt ist.
Die Bewegbarkeit des Flügelrahmes 3 wurde
durch die Pfeildarstellungen in der 1 angedeutet.
Der Flügelrahmen 3 ist
in einer zum Flügelrahmen 2 parallelen
Ebene verschiebbar, im Fensterrahmen 1 gelagert. Demgemäß weisen
die Flügelrahmen 2 und 3 in
einer horizontalen Querschnittsebene einen Versatz „s" zueinander auf.
Die Besonderheit des in 1 dargestellten
Sicherheitsfensters besteht darin, dass dieses als historische Ausführung gestaltet
wurde und demgemäß mehrere
in sich kreuzender Anordnung verlaufende Sprossen 11 aufweist.
Zwischen den Sprossen 11 sind jeweils Sicherheitsglasscheiben 4 eingeordnet.
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In
der 2 wird erkennbar,
wie der Kontaktbereich zwischen den in parallelen Ebenen angeordneten
Flügelrahmen 2 und 3 ausgestaltet
ist. Der bewegbare Flügelrahmen 3 ist
in der 2 im rechten Bildteil
dargestellt. Jeder der Flügelrahmen 2 und 3 nimmt
Sicherheitsglasscheiben 4 auf. Die erfindungsgemäße Besonderheit
besteht vorliegend darin, dass der Umfangsrand der Sicherheitsglasscheibe 4 an
einer Anlagefläche 8 des
Verstärkungselementes 5 anliegt.
Das Verstärkungselement 5 ist
im Querschnitt betrachtet L-förmig
gestaltet und weist demgemäß einen
Schenkel 9 auf, der rechtwinklig von der Anlagefläche 8 absteht
und damit gleichfalls eine erste Kontaktfläche 6 zur unmittelbaren
Anlage der Sicherheitsglasscheibenoberfläche bietet. Die Sicherheitsglasscheibe 4 stützt sich
somit an der ersten Kontaktfläche 6 des
Verstärkungselementes 5 und an
der Anlagefläche 8 des
Verstärkungselementes ab.
Korrespondierend und gegenüberliegend
zu der ersten Kontaktfläche 6 weist
das Verstärkungselement 5 eine
zweite Kontaktfläche 7 auf,
die zusammen mit der ersten Kontaktfläche 6 die Sicherheitsglasscheibe
unverlierbar und unlösbar
in dem Verstärkungselement 5 fixiert.
Zur Bildung der zweiten Kontaktfläche 7 wurde ein Sicherungsglied 10 in
das Verstärkungselement 5 eingesetzt.
Dieses Sicherungsglied 10 ist ein Niet, der das Verstärkungselement 5 durchdringt
und teilweise auch in den Flügelrahmen 3,
beziehungsweise den Flügelrahmen 2 eingreift.
Somit ist das Sicherungsglied 10 in dem Verstärkungselement 5 und
dem Flügelrahmen 2, 3 gehalten.
Zur ansprechenden Gestaltung wird der gesamte Sicherheitsscheibenrandbereich
durch einen Dichtungskitt 15 abgedeckt.
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Die
in parallelen Ebenen zueinander angeordneten Flügelrahmen 3 und 2 weisen
den bereits erwähnten
Versatz „s" zueinander auf.
In die Flügelrahmenteile 2 und 3 sind
darüber
hinaus Sicherungseinlagen 13 eingebracht. Diese im Querschnitt
L-förmig gestalteten
Metalleinlagen gewährleisten
beispielsweise eine hohe Einbruchssicherheit. Zwischen den Sicherungseinlagen 13 sind
an beiden Flügelrahmenteilen 2 beziehungsweise
3 Dichtungen 14 angeordnet, die miteinander in Kontakt
treten und damit das Fenster nach außen hermetisch abdichten.
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Die
Schnittdarstellung in 3 zeigt
einen Schnittverlauf in vereinfachter Ausführung durch eine Sprosse 11 eines
erfindungsgemäßen Sicherheitsfensters.
Die Besonderheit hierbei ist, dass auch die Sprosse eine vorliegend
als metallische Sicherungseinlage 12 ausgeführte Verstärkung aufweist.
Der Holzbestandteil der Sprosse 11 deckt dabei in optisch ansprechender
Weise die komplette Sicherungseinlage 12 ab. Dabei bildet
die Sprosse 11 eine erste Kontaktfläche 6 und das Sicherungsglied 10 die
zweite, korrespondierende und der Kontaktfläche 6 gegenüberliegende
zweite Kontaktfläche 7.
Auch im vorliegenden Fall ist die Sicherungseinlage 12 und das
Sicherungsglied 10 vollständig in optisch ansprechender
Weise von einem Dichtungskitt 15 abgedeckt.
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In
der vereinfachten Schnittdarstellung in 4 die dem Schnittverlauf IV – IV in 1 entspricht, ist eine weitere,
sehr wesentliche Besonderheit eines erfindungsgemäßen Sicherheitsfensters gezeigt.
Diese besteht darin, dass der bewegbare Flügelrahmen 3 an einer
seiner Längsseiten
um eine Achse 16 drehbar an einem Schwert 17 angeordnet ist.
An der Achse 16, die als Scharnier ausgeführt wurde,
befindet sich ein Band, das den Flügelrahmen 3 trägt. Zur
Verbesserung der Führungseigenschaften
des Flügelrahmens 3 während seiner
Vertikal-Verschiebebewegung, ist das gezeigte Schwert 17 mit
einem Schenkel 18 ausgestattet, der gleitbeweglich in einer
Führungsaufnahme 20 sowie
mindestens zwischen zwei Führungsdichtungen 19 geführt ist.
Durch diese Art der Führung
des Schwertes 17 kann die Bewegbarkeit des Flügelrahmens 3 in entscheidendem
Maße gegenüber bekannten
Ausführungen
verbessert werden. Auf die ansonsten baugleich zu den vorherigen
Darstellungen dargestellten Einzelheiten soll hier nicht näher eingegangen
werden. Im Unterschied zu den vorherigen Figuren zeigt die 4 ein Zahnrad 29,
wobei auf der gegenüberliegenden
Seite des Fensterrahmens 1 ein korrespondierendes Zahnrad
vorhanden ist, das hier in der Figur nicht ersichtlich wird. Über diese
Zahnräder
wird mittels einer Zugumlenkung eine Kette 26 gelegt und
bewegt. Zahnräder
und Kette bilden folglich gemeinsam eine Verstelleinrichtung. Die
Kette weist eine Kopplung mit dem Schwert 17 auf, sodass hierüber die
Verbindung von der Verstelleinrichtung zum Flügelrahmen 3 erfolgt.
Die Verstellbewegung der Verstelleinrichtung kann beispielsweise
durch einen Elektromotor erfolgen. In der 4 ist ferner ein Anschluss 31 für eine Handkurbel
erkennbar, mittels dessen diese Verstellmechanik ebenfalls betrieben werden
kann. Die gesamte Verstellmechanik ist in einem Gehäusekasten 32 untergebracht,
der in die Wand 30 integriert wurde, die auch den Fensterrahmen 1 aufnimmt.
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In
der 5 ist vereinfacht
ein Riemenantrieb dargestellt, der mittels eines Elektromotors angetrieben
werden kann und somit den bewegbaren Flügelrahmen 3 in der
Vertikalen verschiebbar macht. Der Riemen 26 ist dabei über eine
Antriebsscheibe 24 gelegt. Dieser Teil der Mechanik ist
in einem Gehäuse 25 aufgenommen.
Die Antriebsscheibe 24 wird mittels einer Welle 23 bewegt,
die durch einen nicht gezeigten Elektromotor angetrieben ist.
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Ein
derartiger Antrieb kann beispielsweise als Rohrmotor ausgeführt werden,
wie er auch von Rollladen oder elektrisch verstellbaren Garagentoren her
bekannt ist. Dieser Rohrmotor ist unmittelbar mit einer vertikalen
Welle gekoppelt. An den Enden dieser Welle befinden sich jeweils
die Innenscheiben oder Zahnräder,
welche seitlich angebrachte Ketten oder Zahnriemen bewegen. Diese
Ketten oder Zahnriemen sind über
eine Umlenkung mit den senkrechten Schwertern 17 verbunden.
Die Schwerter 17 werden vorzugsweise beidseitig des bewegbaren
Flügelrahmens 3 vorgesehen.
Damit kann der bewegbare Flügelrahmen 3 in
der gezeigten Ausführungsform der 1 in der Vertikalen auf
und ab bewegt werden, während
die Schwerter 17 zusätzlich
auch die bereits erwähnte
Sicherheit gegen Einbruch, aber auch gegen Wind oder Regen bieten.
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In
der 5 wird eine zusätzliche
Sicherheitsfunktion in schematisch stark vereinfachter Ausführung gezeigt,
wie sie an einem erfindungsgemäßen Sicherheitsfenster zum Einsatz kommen kann. Hierbei
ist an dem bewegbaren Flügelrahmenteil 3, der
in dem Verstärkungselement 5 die
Sicherheitsglasscheibe 4 trägt, ein Bauelement 21 zur
Signalerzeugung im Randbereich angeordnet. Diesen gegenüberliegend
und damit korrespondierend zu dem Bauelement 21 zur Signalerzeugung,
ist in der Sohl- oder Fensterbank 28 ein Bauelement 22 zur
Signalaufnahme vorhanden. Die Bauelemente 21 und 22 bilden
zusammen eine Sensoreinheit, mit der beispielsweise eine Bewegung
im Öffnungsbereich
zwischen Fensterbank 28 und geöffnetem Flügelrahmen 3 sensierbar
ist, wenn die Sensoreinheit als Bewegungssensorik ausgeführt wird.
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Ebenso
ist diese Sensoreinheit dazu verwendbar während der Vertikalbewegung
des Flügelrahmens 3 zum
Schließen
des Sicherheitsfensters, sich in den Öffnungsbereich hinein bewegende
Personen oder Tiere davor zu schützen,
zwischen den sich schließenden
Fensterteilen eingeklemmt zu werden. Somit wäre in einem derartigen Fall
die Sensoreinheit mit einer Bremsmechanik des Sicherheitsfensters
zu kombinieren. Dies hätte
zur Folge, dass für
den Fall der Sensierung einer Bewegung, das fortschreitende Schließen des
bewegbaren Flügelrahmens 3 durch
die Bremsmechanik beendet wird. Damit können Verletzungsrisiken minimiert
werden.
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Die
erwähnte
Sensoreinheit kann aber auch dazu verwendet werden, beispielsweise
ein Schließsignal
weiterzugehen, dass den ordnungsgemäßen Verschluss des Sicherheitsfensters
signalisiert.
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Die
Signalverarbeitung und Steuerung erfolgt durch eine zentrale Steuerungs-
und Verarbeitungseinheit (CPU).
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Darüber hinaus
weist der Flügelrahmen 3 in 5 eine nutförmige Ausnehmung
in seinem unteren Randbereich auf, in die eine Fensterdichtung 27 eingreift
sobald der Flügelrahmen 3 geschlossen
ist. Diese Fensterdichtung 27 ist in eine Nut der Sohlbank
oder Fensterbank 28 eingefügt.
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- 1
- Fensterrahmen
- 2
- Flügelrahmen
- 3
- Flügelrahmen
- 4
- Sicherheitsglasscheibe
- 5
- Verstärkungselement
- 6
- erste
Kontaktfläche
- 7
- zweite
Kontaktfläche
- 8
- Anlagefläche
- 9
- Schenkel
- 10
- Sicherungsglied
- 11
- Sprosse
- 12
- Sicherungseinlage
- 13
- Sicherungseinlage
- 14
- Dichtung
- 15
- Dichtungskitt
- 16
- Achse
- 17
- Schwert
- 18
- Schenkel
- 19
- Führungsdichtung
- 20
- Führungsaufnahme
- 21
- Bauelement
zur Signalerzeugung
- 22
- Bauelement
zur Signalaufnahme
- 23
- Welle
mit Elektromotor
- 24
- Antriebsscheibe
mit Kette oder Zahnriemen
- 25
- Gehäuse
- 26
- Riemen
oder Kette
- 27
- Fensterdichtung
- 28
- Solbank
oder Fensterbank
- 29
- Umlenkscheibe
oder Zahnrad
- 30
- Wand
- 31
- Anschluss
für eine
Handkurbel
- 32
- Gehäusekasten
- s
- Versatz