DE2019833C3 - Verfahren zur Erhöhung der Stabilität einer Emulsion von Vinylchloridpolymerisat - Google Patents
Verfahren zur Erhöhung der Stabilität einer Emulsion von VinylchloridpolymerisatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Emullionen
von Vinylchloridpolymerisaten, die eine erhöhte Stabilität aufweisen und für eine Verarbeitung zu
Fasern geeignet sind.
Es ist bekannt, daß man Vinylchloridpolymerisat-Emulsionen
durch Polymerisation von Vinylchlorid in einer wässerigen Phase in Gegenwart von einem Emulgiermittel
herstellen kann. Dieses Verfahren wird Emulsionspolymerisation genannt.
Es ist auch bekannt, daß die Emulsionspolymerisation
von Vinylchlorid bei niedriger Temperatur, t. B. unter 00C, günstig ist für die Bildung eines Polymers,
das weniger verzweigt ist als ein bei höheren Temperaturen hergestelltes Polymer, das ferner einen
größeren Gehalt an syndiotaktischem kristallinem Polymer hat, und das sich besonders für die Umwandlung
in Fasern eignet.
Wenn Vinylchlorid bei einer Temperatur unter 0°C, z. B. zwischen 0 und —400C, polymerisiert wird, so
kann es notwendig sein, besonders bei den niedrigeren Temperaturen in diesem Bereich, daß die Polymerisation
in Gegenwart von geeigneten Mengen an einer Verbindung oder einer Mischung von Verbindungen
— nachfolgend Gefrierschutzmittel genannt — durchgeführt wird, die mit Wasser mischbar ist und den Gefrierpunkt
des Wassers so unterdrückt, daß das Polymerisationsmedium bei der Polymerisationstemperatur
noch flüssig bleibt.
Die Konzentration des Gefrierschutzmittels im wässerigen Polymerisationsmedium ist abhängig von
der Polymerisationstemperatur und von der Art des Gefrierschutzmittels. Im allgemeinen werden jedoch
Mengen von mindestens 5 und oft bis 25% °der mehr benötigt. Bei einer Polymerisationstemperatur von
—20°C kann Vinylchlorid beispielsweise in einem
Medium polymerisiert werden, das aus etwa gleichen Anteilen an Wasser und Gefrierschutzmittel besteht.
ίο Auch in Gegenwart von verhältnismäßig großen
Mengen an Emulgiermittel können die Emulsionen von Vinylchloridpolymerisat, die in einem wässerigen
Medium mit Gefrierschutzmittel hergestellt wurden, verhältnismäßig unstabil sein und somit für nur sehr
kurze Zeiten oder gar nicht gelagert werden, bevor sie bald eine Konsistenz erreichen, die sie für eine Verarbeitung
zu Fasern nach dem Emulsionsspinnverfahren ungeeignet macht.
Es wurde nun ein Verfahren entdeckt, nach dem die Stabilität von wässerigen Vinylchloridpolymerisat-Emulsionen mit Gefrierschutzmittel so verbessert werden kann, daß die Emulsionen für eine beträchtliche Zeit gelagert werden können.
Es wurde nun ein Verfahren entdeckt, nach dem die Stabilität von wässerigen Vinylchloridpolymerisat-Emulsionen mit Gefrierschutzmittel so verbessert werden kann, daß die Emulsionen für eine beträchtliche Zeit gelagert werden können.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Erhöhung der Stabilität einer wässerigen
Emulsion von Vinylchloridpolymerisat, das durch Polymerisation von Vinylchlorid bei einer Temperatur
unter 0cC in einem wässerigen Medium hergestellt
wurde, das genügend Gefrierschutzmittel enthielt, um
das Polymerisationsmedium bei der Polymerisationstemperatur noch flüssig zu halten, vorgeschlagen, das
darin besteht, daß die Konzentration des Gefrierschutzmittels in der Emulsion reduziert wird.
Im Sinne der Erfindung bedeutet der Ausdruck Vinylchloridpolymerisat sowohl Homopolymere von Vinylchlorid als auch Copolymere von Vinylchlorid mit anderen mit Vinylchlorid copolymerisierbaren Monomeren, z. B. mit bis zu 30 Molprozent an solchen Comonomeren.
Im Sinne der Erfindung bedeutet der Ausdruck Vinylchloridpolymerisat sowohl Homopolymere von Vinylchlorid als auch Copolymere von Vinylchlorid mit anderen mit Vinylchlorid copolymerisierbaren Monomeren, z. B. mit bis zu 30 Molprozent an solchen Comonomeren.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zur Erhöhung der Stabilität von VinylchloridpoIymcrisat-Emulsionen,
die einen hohen Gehalt an Gefrierschutzmittel, z. B. in der Größenordnung von 25 Gewichtsprozent oder höher, haben.
Selbstverständlich kann jedoch die Stabilität von Emulsionen mit weniger als 25 Gewichtsprozent Gefrierschutzmittel
auch dadurch verbessert werden. Enthält die Emulsion aber z. B. 5 Gewichtsprozent oder
weniger Gefrierschutzmittel, so tritt wenig oder gar
keine Erhöhung der Stabilität durch eine Verringerung der Konzentration an Gefrierschutzmittel ein.
Wenn die Art des Gefrierschutzmittels es zuläßt, kann seine Konzentration in der Emulsion durch Verdampfen
reduziert werden. Das Gefrierschutzmittel
kann abgedampft werden, solange die Emulsion während des Abdampfens stabil bleibt. Man !kann das
Gefriermittel abdampfen lassen oder aber zum Abdampfen bringen, indem die Emulsion z. B. erwärmt
oder von einem Luftstrom durchflossen wird, wobei Sorge dafür getroffen werden muß, daß die Emulsion
dabei stabil bleibt.
Eine andere Methode, die allgemeiner angewandt werden kann, besteht darin, daß die Konzentration
am Gefrierschutzmittel in der Emulsion dadurch redu-
6g ziert wird, daß die Emulsion einer Dialyse durch eine lür Wasser und das Gefrierschutzmittel durchlässige
Membran unterworfen wird, indem die Emulsion in Kontakt mit der einen Seite der Membran und Wasser
in Kontakt mit der anderen Seite der Membran^ebracht
wird.
Zweckmäßig wird die Emulsion in einen Behälter aus der Dialysenmembran eingetragen. Soll eine zu
große Verdünnung der Emulsion infolge der Diffuston von Wasser in den Behälter hinein vermieden werden,
so wird vorzugsweise ein verschlossener Behälter verwendet. Wird ein verschlossener Behälter verwendet,
kann er selbstverständlich in das Wasser voll-
Spinnen des Gemisches durch mindestens eine Spinndüse in ein Medium, das Koagulat genannt wird, in
dem die Matrix als faserförmiger Niederschlag ausscheidet, in den Teilchen aus Vinylchloridpolymerisat
eingebettet sind. Das so erhaltene Gespinst kann dadurch verstärkt werden, daß die Teilchen aus Vinylchloridpolymerisat
verschmolzen oder zum Zusammenwachsen gebracht werden.
Wenn die wässerige Emulsion zu Fasern verarbeitet
kommen untergetaucht werden, falls gewünscht. Vor- io werden soll, und zwar nach der oben beschriebenen
zugsweise wird destilliertes Wasser verwendet. Die Methode, so ist es vorteilhaft, die Konzentration am
Dialyse kann auch zur Entfernung etwas Emulgier- Gefrierschutzmittel in der Emulsion auf einen Wert
mittel aus der Emulsion führen, und es ist möglich, unter 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die Emulsion,
daß man mindestens einen Teil des verlorengegangenen zu bringen, da die Zugabe der Matrix zu der Emulsion
Emulgiermittels nach der Dialyse mit frischem Emul- 15 vordem Spinnen zu einer unerwünschten Ausflockung
giermittel ersetzen soll, am die Stabilisierung zu der Emulsion je nach Art der Matrix führen kann,
f.'rdern. wenn die Konzentration des Gefrierschutzmittels nicht
Die Art tier verwendeten Dialysenmembran hängt so reduziert wird.
\i> 1 der Zusammensetzung des wässerigen Mediums Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Bei-
'('. Wenn das wässerige Medium beispielsweise aus 20 spielen näher erläutert, wobei die angegebenen Teile
Gewichtsteile sind.
Unter der grundmolaren Viskositätszahl soll der Wert von
Wasser und Äthylenglykol oder aus Wasser, Äthylenglykol
und Methanol besteht, so kann die Dialysenm:mbran vorteilhaft aus regenerierter Cellulose,
ζ. B. einem Film aus regenerierter Cellulose, bestehen. Je mehr die Konzentration des Gefrierschutzmittels
in der Emulsion reduziert wird, desto mehr erhöht sich im allgemeinen die Stabilität der Emulsion, also desto
längere Zei'^n vergehen, bis die Emulsion eine mit dem bloßen Auge sichtbare Ausflockung zu diskreten Par-
InC
bei Extrapolation auf Konzentration Null verstanden werden, wobei / die Fließzeit einer Lösung des Polymers
bei einer Konzentration von C Gramm pro
tikeln zeigt Das Ausmaß dt; Reduktion der Gefrier- 30 Zehntelliter Lösungsmittel durch ein Viskosimeter
Schutzmittelkonzentration richtet sich nach der ge- bedeutet und t0 die Fließzeit des gleichen Volumens an
wünschten Stabilität und nacsi der Wirksamkeit des reinem Lösungsm ttel durch dasselbe Viskosimeter
betreffenden Emulgiermittels, das in der Emulsion vor- unter den gleichen Bedingungen bedeutet,
handen ist und ein kationisches, anionisches oder In den folgenden Beispielen wurden die Viskositäten
nichtanionisches Emulgiermittel sein kann. Um eine 35 der Polymere in Lösung in Cyclohexanon bei 25°C
Vinylchloridpolymerisat-Emulsion mit einer bestimm- gemessen,
ten Stabilität zu erzielen, kann es also sein, daß die
Reduktion der Gefrierschutzmittelkonzentration nicht
so groß zu sein braucht, wenn die Emulsion mit einem
ten Stabilität zu erzielen, kann es also sein, daß die
Reduktion der Gefrierschutzmittelkonzentration nicht
so groß zu sein braucht, wenn die Emulsion mit einem
besonders wirksamen Emulgator stabilisiert ist, als 4° mit einem Rührer, einem Kondensator, einem unter
wenn ein weniger wirksames Emulgiermittel verwendet Druck stehenden Behälter für flüssiges Vinylchlorid,
einem Thermometer, einem Einlaß sowie Auslaß für Stickstoff und einer Einspritzöffnung zur Einführung
Beispiel 1
In ein Polymerisationsgefäß mit Flanschhals, das
vom Polymerisationsmedium sowie Katalysatorlösun-
eines Sulfosaurederivats von
phenoxypolyätheralkohol, wobei das Derivat die folgende Formel hat:
O ( CH2-CH2-O )„ S-OH
wird.
.Besonders wirksame Emulgiermittel bei der Polymerisation
von Vinylchlorid in einem wässerigen
Medium bei Temperaturen unter 0°C sind lösliche 45 gen ausgerüstet war, wurde ein Polymerisat.ionsmedium
Salze eines Sulfosäurederivats von einem Alkyl- aus 162 Teilen Wasser, 150 Teilen Äthylenglykol und
einem Gemisch aus 12 Teilen Wasser und einem Emulgiermittel eingetragen, wobei das Emulgiermittel
aus 21 Teilen einer Lösung mit 28 Gewichtsprozent eines Natriumsalzes einer o)-(Nonylphenyl)-polyäthylenoxydsulfosäure
mit der Formel I, in der R eine Nonylgruppe ist und η die Zahl 4 bedeutet, bestand.
Diese Lösung ist im Handel erhältlich.
Das Polymerisationsmedium wurde durch Puffer-55 wirkung auf einen pH-Wert von 3 durch Zugabe von
einer wässerigen Mischung aus Phosphorsäure und Natriumhydroxyd mit einem pH-Wert von 1 gebracht.
Das Polymerisationsmedium wurde gerührt, während das Polymerisationsgefäß von Stickstoff durchströmt
Wenn die Emulsion für länger als einige Tage ge- 60 wurde,
lagert werden soll, so wird im allgemeinen bevorzugt, Das Polymerisationsgefäß wurde auf eine Tempe-
lagert werden soll, so wird im allgemeinen bevorzugt, Das Polymerisationsgefäß wurde auf eine Tempe-
daß unter 15 Gewichtsprozent, bezogen auf die Emul- ratur von —200C abgekühlt. Nachdem der Inhalt des
sion, leduziert wird. Polymerisationsgefäßes eine Temperatur von —200C
Die wässerigen Emulsionen von Vinylchloridpoly- erreicht hatte, wurde der Stickstoffstrom abgeschaltet,
merisat nach der Erfindung eignen sich für die Ver- 65 und ein geringer Überdruck an Stickstoff wurde im
arbeitung zu Fasern nach bekannten Methoden, z. B. Gefäß aufrechterhalten.
durch Lösen eines faserbildenden polymeren Materials, Dann wurden 300 Teile flüssiges Vinylchlorid dem
das die Matrix genannt wird, in der Emulsion und Polymerisationsgefäß aus dem unter Druck stehenden
worin R eine Alkylgruppe mit 5 bis 20 C-Atomen und η eine ganze Zahl von 2 bis 12 bedeutet, wie in der
deutschen Offenlegungsschrift 2 019 832 beschrieben.
Behälter zugeführt, so daß das erwähnte Natriumsalz in einer Konzentration von 1,96 Gewichtsprozent, bezogen
auf das in das Poiymerisationsgefäß eingetragene Vinylchlorid, vorlag. Man ließ das Gemisch eine Zeit
stehen, damit das Vinylchlorid sich auch auf — 200C
abkühlen konnte. Zur Initiierung der Polymerisation wurden 0,93 Teile Ascorbinsäure und 0,03 Teile Ferrosulfat,
jeweils gelöst in 17,6 Teilen eines Gemisches aus Äthylenglykol und Wasser, in demseiben Verhältnis
wie beim Polymerisationsmedium und anschließend 0,25 Teile Ammoniumpersulfat als eine Lösung in
6 Teilen desselben Äthylenglykol-Wasser-Gemisches hinzugegeben. Weitere Mengen von 0,25 Teilen Ammoniumpersulfat
in Lösung, wie oben angewandt, wurden nach 40 und 60 Minuten hinzugegeben.
Das Polymerisationsgemisch wurde 6 Stunden gerührt, wonach man das Polymerisationsgefäß auf
Raumtemperatur aufwärmen ließ.
Am Ende der Polymerisation wurde die Emulsion aus dem Polymerisationsgefäß entfernt und durch ein
Farbenfütertiieh gefiltert. Nach dieser Filtration erhielt
man 537 Teile Emulsion.
Der Feststoffgehalt der Emulsion wurde dadurch ermittelt, daß eine gesättigte Lösung von K.aliumaluminiumsulfat
in Wasser einer gewogenen Probe der Emulsion zugegeben wurde. Das dabei gefällte Polymerisat
wurde abgefiltert, mit Wasser und Methanol gewaschen und auf Gewichtskonstanz in einem
Vakuumofen bei 50 bis 60" C getrocknet. Die Emulsion hatte einen Feststoffgehalt von 26,9 Gewichtsprozent,
wobei die Ausbeute an Vinylchloridpolymerisat 49% betrug.
Eine weitere Probe der aus der Filtration gewonnenen Emulsion ließ man bei Raumtemperatur stehen. Die
Emulsion zeigte keine Ausflockung während 2 Tage; danach konnte man jedoch eine Ausflockung der
Emulsion zu diskreten Partikeln mit dem bloßen Auge feststehen.
Eine weitere Probe der aus der Filtration gewonnenen Emulsion wurde sofort in ein Rohr aus regenerierter
Cellulose, das unten verschlossen war, eingetragen. Das Rohr wurde mit der Emulsion aufgefüllt, und das
offene Ende wurde verschlossen. Dann wurde das Rohr mit dessen Inhalt einer Dialyse unterworfen,
indem das Rohr LO Stunden in einem Strom von destilliertem Wasser gehalten wurde.
Dann wurde das Rohr aus dem Wasser herausgenommen, geöffnet und entleert. Der erhaltenen
Emulsion wurde noch etwas Emulgiermittel zugesetzt, und „war in einem Verhältnis von 1 Teil Emulgiermittel
auf 100 Teile Emulsion. Durch Gas-Flüssigkeits-Chromatographie stellte man eine wesentliche Verringerung
der Konzentration an Äthylenglykol in der Emulsion fest. Die Emulsion blieb stabil und eignete
sich für eine Verarbeitung zu Fasern nach dem Emulsionsspinnverfahren, Nach sogar 200tägiger Lagerung
der Emulsion konnte man noch keine mit dem bloßen Auge sichtbare Ausflockung zu diskreten Partikeln
feststellen. Nach der Dialyse betrug der Feststoffgehalt der Emulsion 23°/0.
Die Verfahrensweise gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt,
mit der Abweichung, daß 590 Teile Vinylchlorid, ein Polymerisationsmedium aus 600 Teilen Wasser,
Äthylenglykol und Methanol im Volumenverhältnis von 65 : 15: 20 und 36 Teile einer Lösung mit 88 Ge-.
Wichtsprozent eines Ammoniumsalzes einer Sulfosäure
der Formel I, in der R eine Nonylgruppe ist und η die
Zahl 4 bedeutet (d. h. 5,38 Gewichtsprozent Ammoniumsalz, bezogen auf Vinylchlorid) verwendet
wurden,
Die Polymerisation wurde durch Zugabe von 0,93 Teilen Ascorbinsäure und 0,03 Teilen Ferrosulfat,
gelöst in 15 bzw. 7,5 Teilen des Wasser-Äthylenglykoi-Methanol-Gemisches gemäß dem Polyraerisationsmedium
und anschließend von 0,25 Teilen Ammoniumpersulfat in 5 Teilen des gleichen Wasser-Äthytenglykol-Methanol-Gemisches,
initiiert. Weitere Mengen von jeweils 0,25 Teilen Ammoniumpersulfat wurden nach 40 und 60 Minuten hinzugegeben.
Die Polymerisation wurde 6 Stunden durchgeführt, wonach 0,3 Teile Hydrochinon zugesetzt wurden und
man das Polymerisationsgefäß auf Raumtemperatur aufwärmen ließ.
Di» Emulsion, die keine mit dem bloßen Auge sichtbare
Ausflockung zeigte, wir:'.e wie bei Beispiel 1 gefiltert. Somit erhielt man 1137 Teile Emulsion mit
einem Feststoff gehalt von 37,5%.
Eine Probe der Emulsion aus der Filtration ließ man bei Raumtemperatur stehen. Die Emulsion blieb
einige Tage stabil, wonach eine mit dem bloßen Auge sichtbare Ausflockung der Emulsion eintrat. Nach
einer Lagerungszeit von 90 Tagen war das ganze Vinylchloridpolymerisat der Emulsion niedergeschlagen.
Eine weitere Probe der Emuision aus der Filtration wurde wie bei Beispiel 1 einer Dialyse unterworfen. Durch Gas-Flüssigkeits-Chromatographie konnte man eine wesentliche Verringerung der Konzentration an Äthylenglykol und Methanol in der F.mulsion feststellen. Nach der Dialyse hatte die Emulsion einen Feststoffgehalt von 33,8%, und das Vinylchloridpolymerisat hatte eine grundmolare Viskositätszahl von 4,2 dl/g. Nach der Dialyse blieb die Emulsion nach einer 90tägigen Lagerung noch stabil und unausgefiockt und war für eine Verarbeitung zu Fasern noch gut geeignet.
Eine weitere Probe der Emuision aus der Filtration wurde wie bei Beispiel 1 einer Dialyse unterworfen. Durch Gas-Flüssigkeits-Chromatographie konnte man eine wesentliche Verringerung der Konzentration an Äthylenglykol und Methanol in der F.mulsion feststellen. Nach der Dialyse hatte die Emulsion einen Feststoffgehalt von 33,8%, und das Vinylchloridpolymerisat hatte eine grundmolare Viskositätszahl von 4,2 dl/g. Nach der Dialyse blieb die Emulsion nach einer 90tägigen Lagerung noch stabil und unausgefiockt und war für eine Verarbeitung zu Fasern noch gut geeignet.
Die Verfahrensweise gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, mit der Abweichung, daß 295 Teile Vinylchlorid,
ein Polymerisationsmedium aus 150 Teilen Wasser und 150 Teilen Äthylenglykol sowie 52,5 Teile einer
Lösung des Natriumsalzes der Sulfosäure der Formel 1 gemäß Beispiel 1 (d. h. 4,97 Gewichtsprozent des Natriumsalzes,
bezogen auf das Vinylchlorid) verwendet wurden.
Die Polymerisation wurde wie bei Beispiel 2 initiiert, jedoch mk der Abweichung, daß die Ascorbin dure,
das Ferrosulfat und das Ammoniumpersulfat in V» \sser
und Äthylenglykol in demselben Verhältnis wie ι rim
Polymerisationsmedium gelöst waren. Nach iner Rührzeit von 5,5 Stunden ließ man das Pol· merisationsgefäß
auf Raumtemperatur aufwärmcii, Die Emulsion, die keine mit dem bloßen Auge ichtbare
Ausflockung zeigte, wurde wie bei Beispiel l gefiltert und hatte einen Feststoffgehalt von 32/ Gewichtsprozent.
Sb wurde in acht etwa gleiche Anteile geteilt. Eine 10-rrJ-Probe aus einem Anteil wurde zu 90 ml
einer gesättigten Lösung von Kaliumaluminiumsulfat in Wasser zugegeben. Das Vinylchloridpolymerisat
wurde dabei niedergeschlagen, und die flüssige Phase wurde gas-flüssigkeitschromatographisch analysiert,
und zwar auf einer 1,829 m langen Säule aus 10%
Carbowax auf Embacel (60/80-Masche) bei 1403C in
einer Perkin-Elmer-Maschine Typ FII unter Anwendung von Butan-l,3-diol auf einem inneren Standard.
Der Anteil an Athylenglykol in der aus dem Polymerisationsgefäß ausgetragenen Emulsion ist in der folgenden
Tabelle angegeben.
Die anderen Anteile der Emulsion wurden in getrennte Rohre aus regenerierter Cellulose eingebracht,
und die Rohre wurden verschlossen und wie bei Beispiel 1 einer Dialyse unterworfen, wobei jedoch die
Rohre in destilliertes Wasser eingetaucht wurden und dia Dialyse jeweils für die in der Tabelle angegebenen
Zeiten durchgeführt. Das Wasser wurde jede halbe Stunde durch frisches destilliertes Wasser ersetzt.
Die Rohre wurden dann geöffnet, und 10 ml von jeder Emulsion wurden zu 90 ml einer gesättigten
Lösung von Kaliumaluminiumsulfat in Wasser zugegeben. Dabei wurde das Vinylchloridpolymerisat in
jeder Emulsion niedergeschlagen, worauf die flüssigen Phasen in der oben beschriebenen Weise getrennt
analysiert wurden. Aus der Tabelle ist die jeweilige ίο Konzentration des Äthylenglykols in der Emulsion
nach der Dialyse als Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Emulsion, zu entnehmen.
| Dialysenzeit | Gewichtsprozent Äthylcnglykol in Emulsion |
nach Dialyse | Bemerkungen |
| (Stunden) | vor t?ialyse | ||
| 0 | 24,1 | Nach Slägigem Stehenlassen zeigte die Emulsion sicht | |
| 15,7 | bare Ausflockung | ||
| 1 | Nach lOOtägigem Stehenlassen zeigte die Emulsion | ||
| 10,6 | keine mit bloßem Auge sichtbare Ausflockung | ||
| 2 | 2,4 | desgl. | |
| 6 | 1,8 | desgl. | |
| 8 | 1,4 | desgl. | |
| 10 | 0,5 | d.agl. | |
| 300 | desgl. |
409627/325
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung einer stabilen VinylchJoridpolymerisat-EmuIsion
durch Polymerisation von Vinylchlorid bei einer Temperatur unter 0°C in einem wäßrigen Medium in Gegenwart einer
ausreichenden Menge Gefrierschutzmittel, um das Polymerisationsmedium bei der Polymerisationstemperatur noch flüssig zu halten, dadurch
gekennzeichnet, daß nach Abschluß der Polymerisation die Konzentration des Gefrierschutzmittels
in der Emulsion reduziert wird,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration am Gefrierschutzmittel
in der Emulsion dadurch reduziert wird, daß die Emulsion einer Dialyse durch eine für das Gefrierschutzmittel
und für Wasser durchlässige Membrane unterworfen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefrierschutzmittel in der Emulsion
Äthylenglykol oder ein Gemisch aus Äthylenglykol und Methanol ist und daß die Dialysemembrane
aus regenerierter Cellulose besteht.
4. Verfahren zur Herstellung einer lagerfähigen Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konzentration am Gefrierschutzmittel in der Emulsion auf einen Wert
von weniger als 15 Gewichtsprozent, bezogen auf die Emulsion, reduziert wird.
5. Verfahren zur Herstellung einer für ein Emulsionsspinnverfahren
geeigneten Emulsion nach Anspruch^ dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration
des Gefrierschutzmittels in der Emulsion auf einen Wert von weniger als 5 Gewichtsprozent,
bezogen auf die Emulsion, reduziert wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |