DE2019095C - Gebirgsanker - Google Patents
GebirgsankerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen mechanisch verspannbaren Gebirgsanker mit einem zwischen der
auf das freie Ende der Ankerstange aufschraubbaren Mutter bzw. einem mit der Ankerstange einstückig
ausgebildeten Schraubenkopf und dem zu sichernden Gebirge angeordneten, die Ankerslange umgebenden
Druckiibertragungskörper, der eine sich in Richtung des Bohrlochtiefsten keilförmig verjüngende Mantelfläche
aufweist.
Zur Sicherung der Stöße, Firste und Sohle von untertänigen Räumen sind Gebirgsanker verschiedener
Ausführungsformen bekannt. Ein immer wieder auftretendes Problem ist es, die Tragfähigkeit des im
Gebirgskörper festgesetzten Ankers auf die den Hohlraum umgebenden Flächen, wie die Stöße, Firste und
auch die Sohle, so zu übertragen, daß ein Auflockern und Hereinbrechen der abzufangenden Gebirgsschichtcn
vermieden wird. Es ist bekannt, über das in
den Hohlraum hineinragende Ankerstangenende einen plattenförmigen Druckübertragungskörper zu
schieben und diesen durch eine auf das Stangenende aufzuschraubende (Bund-) Mutter bzw. einen mit der
Ankerstange ein Stück bildenden Schraubenkopf gegen das Gestein zu drücken.
Da die Gesteinsoberfläche aber meistens uneben as
ist. kommt die in sich ebene Ankerplatte (Druckübertragungski irper) also nur zur punktförmigen Anlage,
wobei dann die Fes.igkeit des Gesteins überschritten
wird. A's Folge davon tritt dnc Zerstörung des Gesteins
im Bereich der Ankerplatte auf, so daß eine einwandfreie Kraftübertragung nich mehr gewährleistet
ist. Schon eine geringe Bewegiingsmöglichkeit des Gebirges kann unter gewissen Umständen schon
?u einer gefährlichen Auflockerung desselben führen.
Es ist auch bekannt, die Ankerplatte zu wölben, so daß sie nur mit ihrem Rand, d.h. in einem größeren
Abstand von der Ankermitte am Gebirge anliegt. Auch die Verfüllung einer derart gewölbten Platte
mit Beton oder einem plastischen Werkstoff ist bekannt. Eine durchgreifende Verbesserung in der
Druckübertragung konnte damit aber nicht erreicht werden. Auch hat man vorgeschlagen, zwischen die
Ankerplatte und der Schraubenmutter besondere Zwischenstück anzuordnen, die zusammen wie ein
Kugelgelenk wirken. Diese Maßnahme soll das Einsetzen des Ankers in einem Winkel zur Anlagefläche
tier Ankerplatte ermöglichen.
Es ist ferner bekannt, in das Gebirge an der Stelle, nn der der Anker gesetzt werden soll, bühnlochartige
Ausnehmungen herzustellen und diese mit Beton wieder auszufüllen, um nach dessen Erhärtung zu
einem Pfropfen durch diesen hindurch das Loch zum Einsetzen des Ankers zu bohren. Auf diese Weise erwartet
man eine bessere Übertragung der auftretenden, vom Anker aufzunehmenden Gebirgsdrücke.
Dieses Vorgehen hat aber insofern schwerwiegende Nachteile, als der Betonpfropfen praktisch nur in der
Sohle hergestellt werden kann. Das Einbringen von Beton in senkrechte oder schräge Stöße, besonders
aber in der Firste eingearbeitete Ausnehmungen ist, ohne entsprechende Verschalungen anzuwenden, nur
sehr schwer durchführbar. Ferner kann das Durchbohren eines solchen Betonpfropfens auch erst nach
dessen völligem Abbinden erfolgen, so daß das Setzen des Ankers nur mit zeitlicher Verzögerung möglich
ist, wobei dann aber unter Umständen schon ein Auf* lockern des Gebirges mit seinen schädlichen Folgen
eintritt.
Der Erfindung liegt die / ufgabe zugrunde, einen Gebirgsanker zu schaffen, bei dem die Abstützung
des Druckübertragungskörpers auf dem Gebirge, so
erfolgt, daß auch sich lockernde Gebirgsteile weitgehend durch den Druckiibertragungskörper in Verbund
gehalten und ein Abbröckeln dieser Teile nach Möglichkeit vermieden werden kann.
Ausgehend von einem Gebirgsanker der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe der Erfindung zufolge
dadurch gelöst, daß die Mantelfläche des Druckübertragungskörptrs an einer korrespondierenden
riäche einer in den Gebirgskörper eingearbeiteten Ausnehmung anliegt.
In Ausgestaltung der Erfindung kann der Druckübertragungskörper
kegelstumpfartig ausgebildet sein oder eine mehrflächige Pyramide bilden. Der Druckübertragungskörper
kann im vorgefe/tigten Zustand angeliefert werden und aus Beton oder einem betonähnlichen
Werkstoff bestehen. Nach einem weiteren Merkmai der Erfindung ist vorgesehen, die dem
offenen Raum zugekehrte Stirnfläche des Druckübertragungskörpers in sich eben auszubilden und zwischen
ihr und der Mutter bzw. dem Schraubenkopf am freien Ende de, Ankerstange eine metallische
Platte einzusetzen. Schließlich kann gemäß der Erfindung die Stirnfläche des Druckübertragungskörpers
konvex oder konkav ausgebildet werden, wobei dann die Zwischenplatte gleichsinnig geformt ist. Die Bohrung
oder ein entsprechender Schlitz zur Durchführung der Ankerstange durch den Druckübertragungskörper
kann in Richtung auf den Ankerkopf konisch erweitert sein.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Gebirgsankers sind folgende: Durch die Verwendung eines Druckübertragungskörpers
mit Keilflächen, der in entsprechende Ausnehmungen des Gebirges eingreift, wild das Gebirge, wenn man zwei nebeneinander gesetzte
Anker betrachtet, zwischen diesen durch senkrecht zu den Keilflächen gerichtete Kräfte eingeklemmt, so
daß einmal parallel zu den Ankerstangen gerichtete Kräfte aufgenommen und andererseits sich etwa dennoch
lösende Gesteinsschichten im Verband gehalten werden. Die Keilflächen der Druckübertragungskörper
wirken jedenfalls zusammen mit dem zwischen ihnen befindlichen Gebirge wie eine Überlappung.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher beschrieben, in der zwei Ausführungsbeispele dargestellt
sind. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt,
F i g. 2 eine dazugehörige Ansicht eines Einzelteiles (in Richtung des Pfeiles A gesehen) des einen Ausführungsbeispiels,
F i g. 3 einen Längsschnitt und
F i g. 4 eine dazugehörige Ansicht eines Einzelteiles (in Richtung des Pfeiles B gesehen) des zweiten Ausfuhrungsbeispiels.
Die in ein Bohrloch 1 des Gebirgskörpers 2 ein· gesetzte Ankerstange 3 besitzt den im Bohrlochtiefsten (hier nicht dargestellten) Ankerspannkopf beliebiger Bauart. In dem Gebirgskörper 2 ist eine Ausnehmung 4 eingearbeitet, in die ein Druckübertragungskörper 5 eingesetzt ist, der beim AusfUhrungsbeispiel nach den F i g, 1 und 2 kegelstumpfartig ausgebildet ist, d. h. die Mantelfläche bildet eine Keilfläche 6, mit der der Druckiibertragungskörper 5 an
der entsprechenden Fläche der Ausnehmung 4 anliegt. Am freien Ende der Ankerstange 3 befindet
eich eine aufschraubbare (Bund') Mutter 7; die
Ankerstangc 3 kann aber auch, je nach der Ausgestaltung
des Ankerspannkopies, unmittelbar zu einem Schraubenkopf ausgebildet sein. Zwischen der Mutter?
bzw. dem Schraubenkopf und der ebenen Stirnflache 8 des Druckübertragungskörpers 5 ist eine
Platte 9 eingeritzt. Die Ankerstange 3 greift durch eine Bohrung 10 des D.ucküberhagungskörpers 5
hindurch.
Beim Au-iührungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist
bei gleicher Grundanordnung der Druckübertragungskörper 5 im Grundriß gesehen, rechteckig ausgebildet
und besitzt die Keilflächen 61, 61, die sich in einer
Ebene gegenüberliegen. Es können auch mehr als zwei Keilflächen benutzt werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel
bildet die Stirnfläche 8 des Druckubertragungskörpers eine nach außen gewölbte
Fläche 81, gegen die sich die ebenfalls gewölbte Zwischenphtte 91 anlegt.
Die Wölbung kann auch nach innen gerichtet sein.
Bei diesem Alisführungsbeispiel ist die Bohrung 110 für den Durchtritt der Ankerstange 3 in Richtung auf
den Ankerspannkopf konisch erweitert; die Bohrung kann auch als Schlitz 120 erweitert sein. Diese Maßnahme
dient dazu, die Ankerstange 3, bezogen auf die Gesteinsbrust, statt senkrecht in einem Winkel
dazu anzuordnen.
Gemäß der Erfindung kann der Druckübertragungskörper aus einem vorgefertigten Betonstein bestehen.
Falls bei der Herstellung der Ausnehmung 4 die Abmessungen dieser nicht genau getroffen werden,
werden Abweichungen durch ein Füllmittel zwischen Druckübertragungskörper und der Wandung
der Ausnehmung ausgeglichen. Für die Erfindung ist es wesentlich, daß über die Keilflachen 6, 61 des
Druckübertragungskörpers 5 Kraftkomponenten auf das Gebirge L einwirken, die im wesentlichen rechtwinklig
zu den Keilflächen 6 gerichtet sind und das Gebirge zwischen sich einklemmen. Sich zwischen
zwei Ankern lösende Gesteinsteile werden durch die Keilflächen 6, 61 gegen Herausfallen in den offenen
Raum gesichert.
Claims (6)
1. Mechanisch ^rspannburer Gebirgsanker mit
einem zwischen der auf das freie linde der Ankcrstange
aufschraubband Mutter bzw. cin-m mi.
der Ankerstange einstückig ausgebildeten Schraubenkopf und dem zu sichernden Gebirge angemdneten,
'Ac Ankerstai '.ν umgebenden Driickük-rtraguiijskörper,
der eine sich in Richtung .L-s Bohrlochtiefsteii keilförmig verjüngende Mantelfläche
aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mantelfläche (6) des Druckük-rtragiincskörpers
(5) an einer korrespondieremkn Fläche~einer in den Gebirgskörper (2) eingearbeiteten
Ausnehmung (4) anliegt.
2. Gebirgsanker nach Anspruch 1, dadurch Lckennzeichnet,
daß der Druckübertragungskörpe,
(5) kcüelstumpfartig uusgebilrf ■:. ist.
3. Gebirgsanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckübertragungskörper (5) eine mehrflächige Pyramide bildet.
4. Gebirgsanker nach den Ansprüchen 1 bis 3, daJurch gekennzeichnet, daß der Druckiiberiragungskörper
(5) aus Beton oder einem betonähnlichen Werkstoff besteht und vorgefertigt ist.
5. Gebirgsanker nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem offenen
Raum zugekehrte Stirnfläche (8) des Druckükrtragungskörpers (5) in sich eben ausgebildet ist
und zwischen ihr und dem Schraubkopf (7) am freien Ende der Ankerstange (3) eine metallische
Platte (9) eingesetzt ist.
6. Gebirgsanker nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem offenen
Raum zugekehrte Fläche (8) des Druckiibertragungskörpers
(5) eine nach außen oder innen gerichtete gewölbte Fläche (81) aufweist, auf der die
im gleichen Sinn gewölbte Zwischenplatte (91) anliegt und sich die Bohrung (10) bzw. ein entsprechender
Schlitz zur Durchführung der Ankerstange (3) in Richtung auf den. Ankerspannkopf
konisch erweitert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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