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DE2019052A1 - Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug - Google Patents

Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug

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Publication number
DE2019052A1
DE2019052A1 DE19702019052 DE2019052A DE2019052A1 DE 2019052 A1 DE2019052 A1 DE 2019052A1 DE 19702019052 DE19702019052 DE 19702019052 DE 2019052 A DE2019052 A DE 2019052A DE 2019052 A1 DE2019052 A1 DE 2019052A1
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DE
Germany
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hydraulic
line
pressure
valve
load
Prior art date
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Application number
DE19702019052
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English (en)
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DE2019052B2 (de
DE2019052C3 (de
Inventor
Hans 8760 Miltenberg. P Rieschel
Original Assignee
Josef Haamann Freudenberger Winden- und Hebezeugfabrik, 6982 Freudenberg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Josef Haamann Freudenberger Winden- und Hebezeugfabrik, 6982 Freudenberg filed Critical Josef Haamann Freudenberger Winden- und Hebezeugfabrik, 6982 Freudenberg
Priority to DE19702019052 priority Critical patent/DE2019052C3/de
Priority to GB1014471A priority patent/GB1347023A/en
Priority to FI109871A priority patent/FI52210C/fi
Publication of DE2019052A1 publication Critical patent/DE2019052A1/de
Publication of DE2019052B2 publication Critical patent/DE2019052B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2019052C3 publication Critical patent/DE2019052C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60PVEHICLES ADAPTED FOR LOAD TRANSPORTATION OR TO TRANSPORT, TO CARRY, OR TO COMPRISE SPECIAL LOADS OR OBJECTS
    • B60P1/00Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading
    • B60P1/02Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with parallel up-and-down movement of load supporting or containing element
    • B60P1/025Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with parallel up-and-down movement of load supporting or containing element with a loading platform inside the wheels of a same axle and being lowerable below the axle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)
  • Forklifts And Lifting Vehicles (AREA)

Description

Dipl.-lng. G. Schiiebs ' 61 Darmstadt Ludwig-Büchner-Straße 14
Patentanwalt Telefon (06151} 62928
Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 111157 Bankverbindung: Deutsche Bank AG., Darmstadt Telegramme: inventron
An das
Deutsche Patentamt
& München 2
Zw e i br tick ens t r _. 12
Ihr Zeichen
Ihr Schreiben Mein Zeichen H 074 Tag \ J, ^, 70
Betrifft: Pat ent -^mmäm^M^Sm^^immm eitfiimπ ir innmn eldung
Anmelder: Josef Haamann, Freudenberger Winden- und Hebezeugfabrik, Freudenberg/Ifein-Kirschfurt
Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug»
Die Erfindung bezieht sich auf fahrbare Hebezeuge, insbesondere Portalhubwagen, für sperrige und schwere Güter bzw. lasten wie Container, Wechselbrücken u. dgl., und betrifft deren hydraulische Ausrüstung»
Es sind bereits auf Rädern verfahrbare Konstruktionen aus zwei durch !rager verbundenen Portalen mit Vorrichtungen zum Heben und Senken von lasten bekannt, die in der Technik der auf Schienen laufenden Verladekrane ausgeführt und mit Rücksicht auf die Belastung während des Verfahrens durch beladene Behälter und auf unebenen Fahrstraßen außerordentlich massiv ausgeführt und demzufolge schwerfällig und außerordentlich teuer sind.
Es hat sich aber im praktischen Verladebetrieb mit Containern, WechselbrüGken u» dgl. gezeigt, daß in vielen Fällen nur gefordert wird, die Last am Platz vom Fahrzeug, z.B. einer
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Für das Auftragsverhältnis gilt die Gebührenordnung der Deutschen Patentanwaltskammer · Gerichtsstand für Leistung und Zahlung: Darmstadt
Gespräche am Fernsprecher haben keine rechtsverbindliche Wirkung!
Brief vom Blatt 2 Dipl.-fng. 6. Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München . Patentanwalt
Pritsche, abzuheben, abzusetzen, zu ent- oder beladen und dann wieder aufzusetzen. Es ist deshalb ein fahrbares Hebezeug in Form zweier über Gitterträger verbundener Portale vorgeschlagen worden, an deren Ecken je ein an der Last zu befestigendes Hebeglied in Form eines hydraulischen iastzylinders allseitig schwenkbar angelenkt ist» Dadurch ist es möglich, die Hebeglieder zur Aufnahme der Last an räumlich sehr verschieden liegende Lastangriffspunkte - je nach Art und Ausbildung des Gutes - heranzuführen. Zum Verfahren des Hebezeuges sind an den !Füßen der Portalpfosten Hader an Schwenkarmen einziehbar gelagert, die in Fahrstellung ausgeschwenkt die Pfosten vom Boden abheben, während das Gerat unter Last fest und sicher auf dem Boden steht. -
Die Erfindung hat die hydraulische Einrichtung für ein solches sowohl bezüglich seiner Lastbewegungen als auch in seinen Eigenbewegungen hydraulisch betriebenes Hebezeug zum Gegenstand und stellt sich die Aufgabe, eine Einrichtung zu schaffen, die nur einen hydraulischen Druckerzeuger für sämtliche hydraulischen Verbraucher wie Radantriefee, Lenkung und Hebeglieder benötigt und in einer Einmannbedienung sowohl zentral als auch vom Platz jedes Hebegliedes — zum Zwecke des An- und Abkuppeins der Last - gesteuert werden kann.
Die hydraulische Einrichtung nach der Erfindung weist daher hydraulische Hebeglieder für die Last in Verbindung mit einem hydraulisch angetriebenen und gelenkten Fahrwerk auf mit einem hydraulischen Druckerzeuger sowie einer Steuereinrichtung zwischen dem Druckerzeuger und den -verbraucher«., in der mittels Vorwahlventilen die Druckleitungen vom Druckerzeuger entweder auf einen Leitungszweig zu den Meßgliedern odör auf einen Leitungazweig zu dem Fahrwerk schaltbar und mittels Steuerventilen die Flüssigkeitsströme in diesen Leitungszweigen steuerbar sind. Zweokmäßig sind der
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Brief vom Blatt 3 Dipl.-Ing. G. Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
Vorratsbehälter für die Flüssigkeit, der Druckerzeuger und sein Antrieb sowie die Steuereinrichtung in einer Gondel zusammengefasst, die an das Gerüst des Hebezeuges, vorzugsweise einen der seine Portale verbindenden längsträger angehängt ist.
In Weiterführung dieses Gedankens wird auch der Leitungszweig zu dem Fahrwerk aufgeteilt, und zwar in einen Kreis zu den hydraulischen Antrieben für Lenken und ggf. Ausfahren des Pahrwerks und in mehrere Leitungen für mindestens einen Hydromotor, die einzeln über die Vorwahl ν entile zuschalt bar sind, so daß für den Antrieb mehrere Fahrstufen mit kontinuierlicher Steuerung in jeder Stufe zur Verfügung stehen ([ und die auf den höheren Kraftbedarf der Hebeglieder ausgelegte Leistung des Druckerzeugers voll für den Fahrbetrieb
1p ausgenützt werden kanne Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß die hydraulischen Lenkantriebe der Räder eines Portales des Hebezeuges untereinander über eine VerbindungsIeitung in Reihe geschaltet werden können, so daß ein Gleichlauf der Lenkräder auch ohne eine mechanische Verbindung in Pora einer Spurstange - die wegen des Unterfahrens der Portale nicht angebracht werden kann - gewährleistet ist.
TJia das Anbringen der Hebeglieder an der jeweiligen Last zu erleichtern, ist in einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in Handnähe jedes Hebegliedes ein ™ zwischen die Zuleitungen zur Steuereinrichtung zuschaltbares Vorsteuerventil angeordnet, mit dem jedes der vorzugsweise vier, den Haken eines Behälters zugeordneten Hebeglieder einzeln manuell zu steuern ist, um das Geschirr an den Lastangriffspunkten an- oder abkuppeln zu körnen wie dies iffl Ladebetrieb erforderlich ist.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung für ein
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Brief vom Blatt 4 Dipl.-Ing. G. Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
Hebezeug mit hängenden, doppelt wirkenden hydraulischen Zylindern als Hebegliedern führen erfindungsgemäß von der Steuereinrichtung drei Leitungen zu jedem Zylinder, die über zwei Steuerventile wahlweise mit der Druckseite des Druckerzeugers bzw. mit der Rücklaufleitung zum Vorratsbehälter zu verbinden sind und von denen eine unmittelbar an die über dem Lastkolben liegende Zylinderkammer, eine zweite über ein steuerbares Sperrventil an die unter dem Lastkolben liegende Zylinderkammer und die dritte an den Steuerkolben dieses Sperrventils angeschlossen ist, welches in dieser hydraulischen Schaltungsanordnung als hydraulisch ferngesteuertes Sperrventil arbeitet, um die Last abzusenken, wobei die Kolbenstangen der Lastzylinder ausfahren.
Lastfrei können die Kolbenstangen wegen der inneren Reibungswiderstände nur mit Druck ausgefahren werden. Gleichzeitig muß aber auch das Sperrventil geöffnet werden, damit das Öl aus dem unteren Kolbenringraum abfließen kann. Auch dieser Arbeitsgang läßt sich mit der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung in einfacher Weise ausführen, wenn zwischen die Leitung zur oberen Zylinderkammer und die Leitung zum Steuer-Kolben des Sperrventils ein in Richtung auf diesen durchlässiges Rückschlagventil eingefügt wird, andererseits aber eine Drossel in der gleichen Leitung für die Aufrechterhaltung eines gewissen Staudruckes sorgt. Mit dieser Anordnung ist es möglich, die Kolbenstange auch lastfrei zum Zwecke des Ankuppelns des Geschirrs an eine Last auszufahren, indem die über dem Kolben liegende Zylinderkammer beaufschlagt wird, während das über das Rückschlagventil angesteuerte Sperrventil öffnet, so daß sich die untere Zylinderkammer entleeren kann.
Mit dieser Anordnung läßt sich nun in besonders vorteilhafter Weise ein Schnellgang für das Absenken der Hebeglieder bzw. das Ausfahren ihrer Kolbenstangen einführen, wenn erfindungsgemäß eines der vorerwähnten Steuerventile
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Brief vom Blatt 5 Dipl.-Ing. G. Sdtlfebi
gn das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
so ausgebildet wird, daß mit ihm die beiden zu den beiden Zylinderkammern führenden Leitungen parallel an die Druckleitung angeschaltet werden könnent Dadurch kann die aus der einen Zylinderkammer verdrängte Flüssigkeitsmenge zusätzlich zu dem aus der Druckleitung angebotenen, aber in
seiner Zuflußrate begrenzten Flüssigkeitsstrom in die andere - Kammer übertreten, was einem Schnellgang entspricht.
Die Besonderheiten und Vorteile der erfindungsgemäßen hydraulischen Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug mit hydraulisch betriebenen Vorrichtungen für Last- und Eigenbewegungen werden im folgenden ausführlicher an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung in einem Blockschaltbild dargestellt ist und aus dem noch weitere Einzelheiten hervorgehen werden.
In dem Blockschaltbild sind mehrfach vorkommende Aggregate des Hebezeuges wie Räder, Motoren, Hebeglieder und deren jeweilige Steuerelemente nur einmal ausführlich dargestellte
Der Druck in der Hydraulikanlage wird von einer Pumpe P, z.B. einer Radialkolbenpumpe mit vier unabhängigen Druckanschlüssen, erzeugt, die von einem (nicht dargestellten) Benzin- oder Elektromotor angetrieben wird, aus dem Vorratsbehälter 44 Hydraulikflüssigkeit ansaugt und in die vier Leitungen 1 bis 4 pumpt. Diese-Leitungen führen zu vier Vorwahlventilen 5 bis 8 in der Steuereinrichtung, mit denen die vier voneinander unabhängigen Flüssigkeitsströme entweder durch Leitungen 14 bis H zu den vier (schematisch rait I bis IV bezeichneten) Hebegliedern oder durch Leitungen 31 bis 34 zum Fahrwerk geleitet werden können.
In den vier Steuereinheiten 9 bis 12 für die vier Hebeglieder I bis IV, mit denen "Heben" und "Senken" geschaltet werden kann, befindet sich je ein Überdruckventil 13, welches
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Brief vom EbJt β Btf£.»tisg. O,
σ" das Dautaeli© Patentamt* Münoiaeii Pafentonwoit,
—™~———~~—^^
das Druolanittel abfließen IaIt9 wann aar ssaxinal© Druck erreicht ist. Jede Steuereinheit liat mm. Steuerventile 16 bzw» 26 tm<t ein Manometer 23S mit cl©m der Brüsk im Lastkreia des Hebegliedea ständig kontrolliert werden kann.
Jedes Hebeglied besteht aus ©inem doppelt wirkenden Lastzylinder 21 mit ©iaem Kolben mit Kolbenstange 23, der den Zylinderraum-in ©ine ©bar© Ka»ar 23 und eine untere Kammer 20 unterfeeilt. Von dar Steuereinheit führen drei Leitungen 17j 22 uad 24 au dem Sastsylinder 21, und zwar die Leitung 24 unmittelbar sur oberen Kammer 25, die £©itung über ein gesteuertes Sperrventil 19 sur unteren Kammer 20 und die Leitung 1? über ©in© Drossel 18 zum Steuerkolben dea Sperrventils 19* Zwischen dis Xteitungen 1? und, 24 i3t hinter der Drossel 18 sin BüaksehlagYeiitil 27 eingeschaltet und swi3Ch©n die üeitungea 1? und 22 vor der Drossel ein von dem am Lastsylinder stehenden Bedienungsmann bequem zu erreichendes Torateuerventil 29®
Daa Steuerventil 16 in der Steuereinheit 10 hat drei Stellungen» In der Mittelstellung stellt es einen freien Durch-
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gang zwischen der Druckleitung H und der Bücklauf leitung zum Vorratsbehälter 44 her», Es wird zum Senken bzw. Heben unter.Last bedient«. -> TBa eine Last anzuheben* d«h» um die Kolbenstange 25 einzufahren,, wird das Steuerventil 16 nach rechts gestellt (linkes Schaltbild)? Druckmittel fließt durch die Leitung 22 über das Sperrventil 19 in die Ringkammer 20 des Lastlylinders 21, während die Flüssigkeit in der Kammer 23 über die Leitung 24 druckfrei in die Rücklaufleitung 15 ausgeschoben.wird· - Zum Absenken der Last wird das Steuerventil 16 nach lirücs gestellt (rechtes Schaltbild):
Über die Leitung 1? und die Drossel 18 wird der Steuerkolben des gesteuerten Sperrventils I9 vom Druckmittel beaufschlagt. Das Sperrventil öffnet sich infolgedessen, und die in der Ringkammer 20 des Lastgylinders 21 durch die
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ORfGlNAL INSPECTED
Brief vom Blatt 7 Dlpi.-Ing. G. Schlitb*
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
Last eingespannte Flüssigkeit kann über das Sperrventil 19 und die leitung 22 in die Rücklaufleitung 15 entweichen. Aus der gleichen leitung füllt sich durch Naehsaugen die Kammer 23 des lastzylinders mit Flüssigkeit·
Das Absenken des Hebegliedes bzw. seiner Kolbenstange in der geschilderten Weise ist nur möglich, wenn eine beträchtliche Zugkraft auf die Kolbenstange einwirkt, weil sonst die Reibungskräfte der Dichtungselemente im lastzylinder nicht überschritten werden. Für das Absenken ohne last oder nur mit einer geringen last - wenn z.B. leere Container oder tfechselbrücken eingehängt sind - wird das J Steuerventil 26 geschaltet, dessen Grundstellung in der Zeichnung dargestellt ist* - In der mittleren Schaltstellung dieses Ventils sind die leitungen 22 und 24 zusammengefasst, Druckmittel fließt durch die leitung 24 in die Kami;er 23, gleichzeitig beaufschlagt es aber auch den Steuerkolben des gesteuerten Sperrventils I9, weil das Rückschlagventil 27 in dieser Richtung Durchgang hat. Dadurch Öffnet sich das Sperrventil, und die aus der Ringkammer 20 verdrängte Flüssigkeit vereinigt sich im Steuerventil 26 mit dem fremd angebotenen Flüssigkeitsstrom. Die Drossel 18 sorgf dafür, daß ständig ein geringer Druck vorhanden ist, damit das Sperrventil 19 geöffnet bleibt. Aus dieser Schaltung resultiert ein abwärts gerichteter % Schnellgang, der für alle vier lastzylinder gleich ist. Wenn das Steuerventil 26 nach rechts gestellt wird (linkes Schaltbild) ist die vorerwähnte Parallelschaltung der leitungen 22 und 24 aufgehoben, und die aus der Ringkammer 20 verdrängte Flüssigkeit fließt durch die leitungen 22 und in den Vorratsbehälter 44 zurück. Die Kolbenstangen 25 fahren dann langsam mit der von der Pumpe P bestimmten Zuflußrate der Druckflüssigkeit aus.
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Brief vom Blatt 8 Dipl.-Ing. G. Schliebs
an das Deutsche Patentamt', München Patentanwalt
Mit dieser Schaltung besitzt jedes Hebeglied des Hebezeuges also eine Hubgeschwindigkeit und zwei Senkgeschwindigkeiten, von denen die langsamere etwa die 0,8-faehe der Hubgeschwindigkeit ist, der Schnellgang jedoch etwa die 2,8-fache Geschwindigkeit erreicht. Dieses Verhältnis ist durch das Verhältnis von Ringfläche des Kolbens zur vollen Kolbenfläche bestimmt.
Um jedes Hebeglied nicht nur von der Gondel aus, sondern in unmittelbarer Nähe bedienen zu können, ist in Reichweite jedes Lastzylinders ein Vorsteuerventil 29 angebracht. Mit ihm wird beim Einrichten der Last die Kolbenstange so weit ausgefahren, bis die Last durch Einziehen der Kolbenstange eingehängt werden kann. Hierzu werden die Vorsteuerventile 29 zunächst geöffnet, dann wird das Steuerventil 16 nach rechts in die Stellung "Heben" gestellt: Jetzt fließt Druckmittel über die Leitung 22 und das geöffnete Ventil 29 in die Leitung 17 und von dort zurück in die Rücklaufleitung 15o Wenn nun das Ventil 29 geschlossen wird, wird dieser Nebenschluß unterbrochen, und die Kolbenstange 25 zieht ein. Sobald die Last eingehängt ist, wird das Ventil 29 wieder geöffnete Anschließend wird das Steuerventil 16 wieder in die Mittelstellung zurückgenommen und das Ventil 29 geschlossen.
In der Steuereinheit ist noch ein Überdruckventil 30 vorgesehen: Es sorgt dafür, daß beim Absenken der Last der Steuerkolben des steuerbaren Sperrventils 19 mit einem Druck beaufschlagt wird, der ca. 40$ des maximal in der Ringkammer 20 auftretenden Druckes beträgt.
Das Fahrwerk des Hebezeuges ist nur schematisch dargestellt durch die Räder R und deren Hydromotoren 60. An jedem der
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Brief vom Blatt 9 Dlpl.-Ing. G. Schli.b·
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
vier Pfosten Pf des - wie erwähnt - aus zwei Portalen bestehenden Hebezeuges ist ein Ead R in einer Radgabel G-an einer am Pfostenfuß angeschweißten lasche in einer Ebene dLirch die Pfostenachse schwenkbar gelagert. In jedem Fuß ist ein Hydraulikzylinder 37 untergebracht, dessen Kolbenstange gegen die Radgabel anliegt. Wenn der Zylinder 37 über die Leitung 34 mit Druck beaufschlagt wird, schwenkt seine Kolbenstange das Rad in Fahrstellung, wobei sich der Pfosten vom Boden abhebt. Wenigstens ein Radpaar-ist lenkbar. Zu diesem Zweck greifen an den Lenkhebeln L der Räder R dieses Radpaares die Kolbenstangen von doppelt wirkenden Lenkzylindern 46 bzw. 49 an. Die (im Schaltbild unteren) Kammern 47 und 48 sind über eine Leitung 51 miteinander verbunden. Die oberen Kammern 46 bzw. 50 können über ein Lenkventil 35 wahlweise entweder auf die Druckleitung 34 vom-Vorwahlventil 8 oder auf die Rücklaufleitung 15 geschaltet werden.
Die Vorwahlventile 5 bis 8 können gemeinsam oder einzeln ' umgesteuert werden, so daß dann Flüssigkeit in die Lei-* tungen 31 bis 34 gepumpt wird.
Die Leitung 34 gabelt sich, wie bereits beschrieben, in eine Leitung zum Lenkventil 35 und in eine Leitung zu den Radhubzylindern 37 bis 40. Das Lenkventil 35 hat in seiner Grundatellung einen gesperrten Durchgang. Wenn das Ventil geöffnet ist, fließt das Druckmittel in die Rücklaufleitung 15 zurück. Bei geschlossenem Ventil 36 wird das Druckmittel jedoch in die Radhubzylinder 37 bis 40 gedrückt, die siel: füllen und über ihre Kolbenstangen und die Radgabeln G die Räder R auf den Boden drücken, so daß sich die Pfosten Pf vom Boden abheb.en; das Hebezeug ist in Fahrbereitschaft versetzt. Dabei füllen sich auch die .
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Brief vom Bio» 10 Dlpl.-Ing. G. Sdiliebt
das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt.
Druckspeicher 41 und 42, bis schließlich das Druckmittel über das Überdruckventil 43 in die Bücklaufleitung 15 zurückfließt. Durch diese Schaltung ist der Lenkkreis ständig mit Druckmittel gefüllt*
Bei Betätigung des Lehkventiles 35 fließt Druckmittel in die Ringkammer 46 bzw. 50 des einen oder anderen Lenkzylinders 45 bzw. 49. Wie die Zeichnung erkennen läßt, sind die unteren Kammern 47 bzw. 48 der Lenkzylinder über eine Verbindungsleitung 51 derart verbunden, daß bei Speisung des linken Zylinders 45 die aus dessen Kammer 47 verdrängte Flüssigkeit über die Verbindungsleitung in die Kammer 48 des rechten Zylinders 49 derart eingespeist wird, daß sich dessen Kolbenstange gegenläufig zur linken bewegt, so daß auch ohne mechanische Spurstange ein G-leichlauf der beiden Lenkräder E sichergestellt ist.
Auf den oder die Fahrmotoren 60 können in beliebiger Kombination mittels der Vorwahlventile 5, 6 und 7 die Druckmittelströme aus den Leitungen 1, 2 und 3 über die Leitungen 31, 32 und 33 geleitet werden. Die Stellung des Fahrventils 52 bestimmt die Drehrichtung des Hydromotors. Es wird durch einen Federrückzug in der in der Zeichnung dargestellten Mittelstellung gehalten, bei der sämtliche Anschlüsse abgesperrt sind. Ein überdruckventil 57 begrenzt den Höchstdruck für das Fahren. Beim Abbremsen wirkt der Hydromotor als Pumpe. Um zu verhindern, daß dann der Druckanstieg in den Leitungen 53 und 54 vom Fahrventil zum Motor zu Brüchen führt, sind diese Leitungen durch Überdruckventile 55 und 56 abgesichert. Mit der Fahrsteuerung über die drei Vorwahlventile 5, 6 und 7 und das Fahrventil 52 können dia drei Druckmittelkreise 1, 2 und 3 einzeln oder zusammen auf den oder die Hydromotoren 60 geschaltet werden. Dadurch ergeben sich drei verschiedene Fahrstufen, innerhalb deren durch die Ventilsteuerung 52 die Fahrgeschwindigkeit stufenlos zwischen 0 und 10 km/h eingestellt werden
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Brief vom Blatt 1 1 Dipl.-Ing. G. Sdilieb«
das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
kann.
Die beschriebene hydraulische Einrichtung mit sämtlichen, z, T. fakultativen Merkmalen der Erfindung hat boi einfachstem Aufbau seiner Steuerung aus normalen Steuer-, Überdruck- und Rückschlagventilen überraschend viele Vorteile: Sie erlaubt mit einer einzigen Pumpe mit einer der Zahl der Hebeglieder entsprechenden Anzahl voneinander unabhängiger Ausgänge sowohl ein Fahrwerk zu b°edienen, dessen Räder zu heben, zu senken und zu lenken und dabei in mehreren Geschwindigkeitsstufen vor- und rückwärts zu fahren, als auch doppelt wirkende lastzylinder als Hebeglieder zu bedienen und deren Kolbenstangen nach Wahl langsam oder im Schnellgang und entweder von einer zentralen üteuergondel aus oder einzeln über Vorsteuerventile am jeweiligen Ort ein- und auszufahren, wie es den jeweiligen Arbeitsvorgängen am besten entspricht.
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Claims (8)

Brief vom Blatt 1 £ Dipl.-Ing. G. Schliebs on das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt Pat entansprüche
1. Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug, """' vorzugsweise einen Portalhubwagen, mit hydraulisch betriebenen Vorrichtungen für Last- und Eigenbewegungen, gekennzeichnet durch hydraulische Hebeglieder (21, 25) für die Lasts ein hydraulisch angetriebenes und gelenktes Fahrwerk (R) und einen hydraulischen Druckerzeuger (P) mit soviel getrennten Druckausgängen, wie Hebeglieder vorhanden sind, sowie durch eine Steuereinrichtung zwischen dem Druckerzeuger und den -Verbrauchern, in der mittels Vorwahlventilen (5 bis 8) die Druckleitungen (1 bis 4) vom Druckerzeuger entweder auf einen Leitungszweig (H) zu den Hebegliedern (21, 25) oder auf einen Leitungszweig (31 bis 34) zu dem Fahrwerk (R) schaltbar und mittels öteuerventilen (16, 26; 35; 36; 52) die Flüssigkeitsströme in diesen Leitungszweigen steuerbar sind.
2. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungszweig zu dem Fahrwerk aufgeteilt ist in einen Kreis (34) zu den hydraulischen Antrieben (37J 45, 49) für das Lenken und ggf. Ausfahren des Fahrwerks (R) und in mehrere Leitungen (31 bis 33) für mindestens einen Hydromotor (60), die einzeln über die Vorwahlventile (5 bis 7) zuschaltbar sind.
3. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge-
kennzeichnet, daß an den Kreis (34) zu den hydraulischen Antrieben für das Lenken und ggf. Ausfahren des Fahrwerks ein Druckspeicher (41, 42) und ein Überdruckventil (43) zur Rücklauf leitung (15) zum Vorratsbehälter (44.) angeschlossen sind.
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Brief vom Blatt 1 3 Dipl.-Ing. G, Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
4. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulischen Lenkantriebe (45,49) der Räder (R) eines Portales des Hebezeuges untereinander über eine VerMndungsleitung (51) in Reihe geschaltet sind.
5. Hyάraulische Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Handnähe jedes Hebegliedes (21,25) ein' zwischen die Zuleitungen (17>22) zur Steuereinrichtung (16,26) geschaltetes ?orsteuerventil (29) angeordnet ist.
6. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden für ein Hebezeug mit hängenden, doppelt wirkenden Hydraulikzylindern als Hebegliedern, dadurch gekennzeichnet, daß von der Steuereinrichtung drei Leitungen (17,22,24) zu jedem Zylinder (21) führen, die über zwei Steuerventile (16,26) wahlweise mit der Druckseite des Druckerzeugers (P) bzw· mit der Rücklaufleitung (15) zum Vorratsbehälter (44) zu verbinden sind und von denen eine (24) unmittelbar an die über dem Lastkolben liegende Zylinderkammer (23), eine zweite
(22) über ein steuerbares Sperrventil (19) an die unter dem Lastkolben liegende Zylinderkammer (20) und die dritte (17) an den Steuerkolben dieses Ventils angeschlossen ist.
7. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß z?/ischen der Leitung (24) zur oberen ZyIind erkamrn er (23) und der Leitung (17) zum St eu erkolben ein in Richtung auf diesen durchlässiges Rückschlagventil (27) liegte
BAD ORiGtNAI. 109845/0777
Brief vom Blatt -] 4 Dlpl.-lng. G. Sdifiebs
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
8. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem der Steuerventile (26)
die beiden zu den beiden Zylinderkaimaern (20,23) führenden Leitungen (22,24) parallel an die Druckzuleitung (H) ansehaltbar sind.
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