DE2019052A1 - Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug - Google Patents
Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares HebezeugInfo
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Description
Dipl.-lng. G. Schiiebs ' 61 Darmstadt Ludwig-Büchner-Straße 14
Patentanwalt Telefon (06151} 62928
Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 111157
Bankverbindung: Deutsche Bank AG., Darmstadt Telegramme: inventron
An das
Deutsche Patentamt
& München 2
Zw e i br tick ens t r _. 12
Ihr Zeichen
Ihr Schreiben Mein Zeichen H 074 Tag \ J, ^, 70
Anmelder: Josef Haamann, Freudenberger Winden- und Hebezeugfabrik,
Freudenberg/Ifein-Kirschfurt
Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug»
Die Erfindung bezieht sich auf fahrbare Hebezeuge, insbesondere Portalhubwagen, für sperrige und schwere Güter bzw.
lasten wie Container, Wechselbrücken u. dgl., und betrifft
deren hydraulische Ausrüstung»
Es sind bereits auf Rädern verfahrbare Konstruktionen aus
zwei durch !rager verbundenen Portalen mit Vorrichtungen
zum Heben und Senken von lasten bekannt, die in der Technik der auf Schienen laufenden Verladekrane ausgeführt und mit
Rücksicht auf die Belastung während des Verfahrens durch beladene
Behälter und auf unebenen Fahrstraßen außerordentlich massiv ausgeführt und demzufolge schwerfällig und außerordentlich
teuer sind.
Es hat sich aber im praktischen Verladebetrieb mit Containern,
WechselbrüGken u» dgl. gezeigt, daß in vielen Fällen nur gefordert
wird, die Last am Platz vom Fahrzeug, z.B. einer
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Für das Auftragsverhältnis gilt die Gebührenordnung der Deutschen Patentanwaltskammer · Gerichtsstand für Leistung und Zahlung: Darmstadt
Gespräche am Fernsprecher haben keine rechtsverbindliche Wirkung!
Brief vom Blatt 2 Dipl.-fng. 6. Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München . Patentanwalt
Pritsche, abzuheben, abzusetzen, zu ent- oder beladen und dann wieder aufzusetzen. Es ist deshalb ein fahrbares Hebezeug
in Form zweier über Gitterträger verbundener Portale vorgeschlagen worden, an deren Ecken je ein an der Last zu
befestigendes Hebeglied in Form eines hydraulischen iastzylinders allseitig schwenkbar angelenkt ist» Dadurch ist
es möglich, die Hebeglieder zur Aufnahme der Last an räumlich sehr verschieden liegende Lastangriffspunkte - je nach
Art und Ausbildung des Gutes - heranzuführen. Zum Verfahren des Hebezeuges sind an den !Füßen der Portalpfosten Hader an
Schwenkarmen einziehbar gelagert, die in Fahrstellung ausgeschwenkt die Pfosten vom Boden abheben, während das Gerat
unter Last fest und sicher auf dem Boden steht. -
Die Erfindung hat die hydraulische Einrichtung für ein solches
sowohl bezüglich seiner Lastbewegungen als auch in seinen
Eigenbewegungen hydraulisch betriebenes Hebezeug zum Gegenstand und stellt sich die Aufgabe, eine Einrichtung
zu schaffen, die nur einen hydraulischen Druckerzeuger für
sämtliche hydraulischen Verbraucher wie Radantriefee, Lenkung
und Hebeglieder benötigt und in einer Einmannbedienung sowohl zentral als auch vom Platz jedes Hebegliedes — zum
Zwecke des An- und Abkuppeins der Last - gesteuert werden kann.
Die hydraulische Einrichtung nach der Erfindung weist daher
hydraulische Hebeglieder für die Last in Verbindung mit einem hydraulisch angetriebenen und gelenkten Fahrwerk auf
mit einem hydraulischen Druckerzeuger sowie einer Steuereinrichtung zwischen dem Druckerzeuger und den -verbraucher«.,
in der mittels Vorwahlventilen die Druckleitungen vom Druckerzeuger entweder auf einen Leitungszweig zu den Meßgliedern
odör auf einen Leitungazweig zu dem Fahrwerk schaltbar
und mittels Steuerventilen die Flüssigkeitsströme in diesen
Leitungszweigen steuerbar sind. Zweokmäßig sind der
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Brief vom Blatt 3 Dipl.-Ing. G. Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München
Patentanwalt
Vorratsbehälter für die Flüssigkeit, der Druckerzeuger und
sein Antrieb sowie die Steuereinrichtung in einer Gondel
zusammengefasst, die an das Gerüst des Hebezeuges, vorzugsweise einen der seine Portale verbindenden längsträger angehängt
ist.
In Weiterführung dieses Gedankens wird auch der Leitungszweig zu dem Fahrwerk aufgeteilt, und zwar in einen Kreis
zu den hydraulischen Antrieben für Lenken und ggf. Ausfahren des Pahrwerks und in mehrere Leitungen für mindestens einen
Hydromotor, die einzeln über die Vorwahl ν entile zuschalt bar
sind, so daß für den Antrieb mehrere Fahrstufen mit kontinuierlicher
Steuerung in jeder Stufe zur Verfügung stehen ([ und die auf den höheren Kraftbedarf der Hebeglieder ausgelegte
Leistung des Druckerzeugers voll für den Fahrbetrieb
1p ausgenützt werden kanne Dabei ist es besonders vorteilhaft,
daß die hydraulischen Lenkantriebe der Räder eines Portales des Hebezeuges untereinander über eine VerbindungsIeitung
in Reihe geschaltet werden können, so daß ein Gleichlauf der Lenkräder auch ohne eine mechanische Verbindung in
Pora einer Spurstange - die wegen des Unterfahrens der
Portale nicht angebracht werden kann - gewährleistet ist.
TJia das Anbringen der Hebeglieder an der jeweiligen Last zu
erleichtern, ist in einer besonders vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung in Handnähe jedes Hebegliedes ein ™
zwischen die Zuleitungen zur Steuereinrichtung zuschaltbares
Vorsteuerventil angeordnet, mit dem jedes der vorzugsweise vier, den Haken eines Behälters zugeordneten Hebeglieder
einzeln manuell zu steuern ist, um das Geschirr an den Lastangriffspunkten an- oder abkuppeln zu körnen wie dies
iffl Ladebetrieb erforderlich ist.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung für ein
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Hebezeug mit hängenden, doppelt wirkenden hydraulischen Zylindern als Hebegliedern führen erfindungsgemäß von der
Steuereinrichtung drei Leitungen zu jedem Zylinder, die über zwei Steuerventile wahlweise mit der Druckseite des
Druckerzeugers bzw. mit der Rücklaufleitung zum Vorratsbehälter
zu verbinden sind und von denen eine unmittelbar an die über dem Lastkolben liegende Zylinderkammer, eine
zweite über ein steuerbares Sperrventil an die unter dem Lastkolben liegende Zylinderkammer und die dritte an den
Steuerkolben dieses Sperrventils angeschlossen ist, welches in dieser hydraulischen Schaltungsanordnung als hydraulisch
ferngesteuertes Sperrventil arbeitet, um die Last abzusenken, wobei die Kolbenstangen der Lastzylinder ausfahren.
Lastfrei können die Kolbenstangen wegen der inneren Reibungswiderstände
nur mit Druck ausgefahren werden. Gleichzeitig muß aber auch das Sperrventil geöffnet werden, damit das Öl
aus dem unteren Kolbenringraum abfließen kann. Auch dieser Arbeitsgang läßt sich mit der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung
in einfacher Weise ausführen, wenn zwischen die Leitung zur oberen Zylinderkammer und die Leitung zum Steuer-Kolben
des Sperrventils ein in Richtung auf diesen durchlässiges
Rückschlagventil eingefügt wird, andererseits aber eine Drossel in der gleichen Leitung für die Aufrechterhaltung
eines gewissen Staudruckes sorgt. Mit dieser Anordnung ist es möglich, die Kolbenstange auch lastfrei zum Zwecke
des Ankuppelns des Geschirrs an eine Last auszufahren, indem die über dem Kolben liegende Zylinderkammer beaufschlagt wird,
während das über das Rückschlagventil angesteuerte Sperrventil öffnet, so daß sich die untere Zylinderkammer entleeren
kann.
Mit dieser Anordnung läßt sich nun in besonders vorteilhafter Weise ein Schnellgang für das Absenken der Hebeglieder
bzw. das Ausfahren ihrer Kolbenstangen einführen, wenn erfindungsgemäß eines der vorerwähnten Steuerventile
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Brief vom Blatt 5 Dipl.-Ing. G. Sdtlfebi
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so ausgebildet wird, daß mit ihm die beiden zu den beiden Zylinderkammern führenden Leitungen parallel an die Druckleitung
angeschaltet werden könnent Dadurch kann die aus der einen Zylinderkammer verdrängte Flüssigkeitsmenge zusätzlich
zu dem aus der Druckleitung angebotenen, aber in
seiner Zuflußrate begrenzten Flüssigkeitsstrom in die andere - Kammer übertreten, was einem Schnellgang entspricht.
Die Besonderheiten und Vorteile der erfindungsgemäßen
hydraulischen Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug mit hydraulisch betriebenen Vorrichtungen für Last- und Eigenbewegungen
werden im folgenden ausführlicher an einem Ausführungsbeispiel
erläutert, das in der Zeichnung in einem Blockschaltbild dargestellt ist und aus dem noch weitere
Einzelheiten hervorgehen werden.
In dem Blockschaltbild sind mehrfach vorkommende Aggregate
des Hebezeuges wie Räder, Motoren, Hebeglieder und deren
jeweilige Steuerelemente nur einmal ausführlich dargestellte
Der Druck in der Hydraulikanlage wird von einer Pumpe P, z.B. einer Radialkolbenpumpe mit vier unabhängigen Druckanschlüssen,
erzeugt, die von einem (nicht dargestellten) Benzin- oder Elektromotor angetrieben wird, aus dem Vorratsbehälter
44 Hydraulikflüssigkeit ansaugt und in die vier Leitungen 1 bis 4 pumpt. Diese-Leitungen führen zu
vier Vorwahlventilen 5 bis 8 in der Steuereinrichtung, mit
denen die vier voneinander unabhängigen Flüssigkeitsströme entweder durch Leitungen 14 bis H zu den vier (schematisch
rait I bis IV bezeichneten) Hebegliedern oder durch Leitungen 31 bis 34 zum Fahrwerk geleitet werden können.
In den vier Steuereinheiten 9 bis 12 für die vier Hebeglieder
I bis IV, mit denen "Heben" und "Senken" geschaltet werden kann, befindet sich je ein Überdruckventil 13, welches
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σ" das Dautaeli© Patentamt* Münoiaeii Pafentonwoit,
—™~———~~—^^
das Druolanittel abfließen IaIt9 wann aar ssaxinal© Druck erreicht
ist. Jede Steuereinheit liat mm. Steuerventile 16
bzw» 26 tm<t ein Manometer 23S mit cl©m der Brüsk im Lastkreia
des Hebegliedea ständig kontrolliert werden kann.
Jedes Hebeglied besteht aus ©inem doppelt wirkenden Lastzylinder
21 mit ©iaem Kolben mit Kolbenstange 23, der den
Zylinderraum-in ©ine ©bar© Ka»ar 23 und eine untere Kammer
20 unterfeeilt. Von dar Steuereinheit führen drei Leitungen
17j 22 uad 24 au dem Sastsylinder 21, und zwar die
Leitung 24 unmittelbar sur oberen Kammer 25, die £©itung
über ein gesteuertes Sperrventil 19 sur unteren Kammer 20
und die Leitung 1? über ©in© Drossel 18 zum Steuerkolben
dea Sperrventils 19* Zwischen dis Xteitungen 1? und, 24 i3t
hinter der Drossel 18 sin BüaksehlagYeiitil 27 eingeschaltet
und swi3Ch©n die üeitungea 1? und 22 vor der Drossel ein
von dem am Lastsylinder stehenden Bedienungsmann bequem zu erreichendes Torateuerventil 29®
Daa Steuerventil 16 in der Steuereinheit 10 hat drei Stellungen»
In der Mittelstellung stellt es einen freien Durch-
2
gang zwischen der Druckleitung H und der Bücklauf leitung zum Vorratsbehälter 44 her», Es wird zum Senken bzw. Heben unter.Last bedient«. -> TBa eine Last anzuheben* d«h» um die Kolbenstange 25 einzufahren,, wird das Steuerventil 16 nach rechts gestellt (linkes Schaltbild)? Druckmittel fließt durch die Leitung 22 über das Sperrventil 19 in die Ringkammer 20 des Lastlylinders 21, während die Flüssigkeit in der Kammer 23 über die Leitung 24 druckfrei in die Rücklaufleitung 15 ausgeschoben.wird· - Zum Absenken der Last wird das Steuerventil 16 nach lirücs gestellt (rechtes Schaltbild):
gang zwischen der Druckleitung H und der Bücklauf leitung zum Vorratsbehälter 44 her», Es wird zum Senken bzw. Heben unter.Last bedient«. -> TBa eine Last anzuheben* d«h» um die Kolbenstange 25 einzufahren,, wird das Steuerventil 16 nach rechts gestellt (linkes Schaltbild)? Druckmittel fließt durch die Leitung 22 über das Sperrventil 19 in die Ringkammer 20 des Lastlylinders 21, während die Flüssigkeit in der Kammer 23 über die Leitung 24 druckfrei in die Rücklaufleitung 15 ausgeschoben.wird· - Zum Absenken der Last wird das Steuerventil 16 nach lirücs gestellt (rechtes Schaltbild):
Über die Leitung 1? und die Drossel 18 wird der Steuerkolben
des gesteuerten Sperrventils I9 vom Druckmittel beaufschlagt.
Das Sperrventil öffnet sich infolgedessen, und die in der Ringkammer 20 des Lastgylinders 21 durch die
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ORfGlNAL INSPECTED
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
Last eingespannte Flüssigkeit kann über das Sperrventil 19
und die leitung 22 in die Rücklaufleitung 15 entweichen.
Aus der gleichen leitung füllt sich durch Naehsaugen die
Kammer 23 des lastzylinders mit Flüssigkeit·
Das Absenken des Hebegliedes bzw. seiner Kolbenstange in der geschilderten Weise ist nur möglich, wenn eine beträchtliche
Zugkraft auf die Kolbenstange einwirkt, weil sonst die Reibungskräfte der Dichtungselemente im lastzylinder
nicht überschritten werden. Für das Absenken ohne last oder nur mit einer geringen last - wenn z.B. leere Container
oder tfechselbrücken eingehängt sind - wird das J
Steuerventil 26 geschaltet, dessen Grundstellung in der
Zeichnung dargestellt ist* - In der mittleren Schaltstellung dieses Ventils sind die leitungen 22 und 24 zusammengefasst,
Druckmittel fließt durch die leitung 24 in die Kami;er 23, gleichzeitig beaufschlagt es aber auch den
Steuerkolben des gesteuerten Sperrventils I9, weil das
Rückschlagventil 27 in dieser Richtung Durchgang hat. Dadurch Öffnet sich das Sperrventil, und die aus der Ringkammer
20 verdrängte Flüssigkeit vereinigt sich im Steuerventil 26 mit dem fremd angebotenen Flüssigkeitsstrom. Die
Drossel 18 sorgf dafür, daß ständig ein geringer Druck vorhanden ist, damit das Sperrventil 19 geöffnet bleibt.
Aus dieser Schaltung resultiert ein abwärts gerichteter % Schnellgang, der für alle vier lastzylinder gleich ist. Wenn
das Steuerventil 26 nach rechts gestellt wird (linkes Schaltbild) ist die vorerwähnte Parallelschaltung der leitungen
22 und 24 aufgehoben, und die aus der Ringkammer 20 verdrängte Flüssigkeit fließt durch die leitungen 22 und
in den Vorratsbehälter 44 zurück. Die Kolbenstangen 25 fahren dann langsam mit der von der Pumpe P
bestimmten Zuflußrate der Druckflüssigkeit aus.
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Brief vom Blatt 8 Dipl.-Ing. G. Schliebs
an das Deutsche Patentamt', München Patentanwalt
Mit dieser Schaltung besitzt jedes Hebeglied des Hebezeuges also eine Hubgeschwindigkeit und zwei Senkgeschwindigkeiten,
von denen die langsamere etwa die 0,8-faehe der Hubgeschwindigkeit ist, der Schnellgang jedoch etwa die 2,8-fache
Geschwindigkeit erreicht. Dieses Verhältnis ist durch das Verhältnis von Ringfläche des Kolbens zur vollen Kolbenfläche
bestimmt.
Um jedes Hebeglied nicht nur von der Gondel aus, sondern in unmittelbarer Nähe bedienen zu können, ist in Reichweite
jedes Lastzylinders ein Vorsteuerventil 29 angebracht. Mit ihm wird beim Einrichten der Last die Kolbenstange so weit
ausgefahren, bis die Last durch Einziehen der Kolbenstange eingehängt werden kann. Hierzu werden die Vorsteuerventile
29 zunächst geöffnet, dann wird das Steuerventil 16 nach rechts in die Stellung "Heben" gestellt: Jetzt fließt Druckmittel
über die Leitung 22 und das geöffnete Ventil 29 in die Leitung 17 und von dort zurück in die Rücklaufleitung
15o Wenn nun das Ventil 29 geschlossen wird, wird dieser Nebenschluß unterbrochen, und die Kolbenstange 25 zieht
ein. Sobald die Last eingehängt ist, wird das Ventil 29 wieder geöffnete Anschließend wird das Steuerventil 16
wieder in die Mittelstellung zurückgenommen und das Ventil 29 geschlossen.
In der Steuereinheit ist noch ein Überdruckventil 30 vorgesehen:
Es sorgt dafür, daß beim Absenken der Last der Steuerkolben des steuerbaren Sperrventils 19 mit einem
Druck beaufschlagt wird, der ca. 40$ des maximal in der
Ringkammer 20 auftretenden Druckes beträgt.
Das Fahrwerk des Hebezeuges ist nur schematisch dargestellt
durch die Räder R und deren Hydromotoren 60. An jedem der
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vier Pfosten Pf des - wie erwähnt - aus zwei Portalen bestehenden
Hebezeuges ist ein Ead R in einer Radgabel G-an einer am Pfostenfuß angeschweißten lasche in einer
Ebene dLirch die Pfostenachse schwenkbar gelagert. In jedem
Fuß ist ein Hydraulikzylinder 37 untergebracht, dessen
Kolbenstange gegen die Radgabel anliegt. Wenn der Zylinder 37 über die Leitung 34 mit Druck beaufschlagt wird,
schwenkt seine Kolbenstange das Rad in Fahrstellung, wobei
sich der Pfosten vom Boden abhebt. Wenigstens ein Radpaar-ist
lenkbar. Zu diesem Zweck greifen an den Lenkhebeln L der Räder R dieses Radpaares die Kolbenstangen
von doppelt wirkenden Lenkzylindern 46 bzw. 49 an. Die (im Schaltbild unteren) Kammern 47 und 48 sind über eine
Leitung 51 miteinander verbunden. Die oberen Kammern 46 bzw. 50 können über ein Lenkventil 35 wahlweise entweder
auf die Druckleitung 34 vom-Vorwahlventil 8 oder auf die Rücklaufleitung 15 geschaltet werden.
Die Vorwahlventile 5 bis 8 können gemeinsam oder einzeln '
umgesteuert werden, so daß dann Flüssigkeit in die Lei-* tungen 31 bis 34 gepumpt wird.
Die Leitung 34 gabelt sich, wie bereits beschrieben, in eine Leitung zum Lenkventil 35 und in eine Leitung zu den
Radhubzylindern 37 bis 40. Das Lenkventil 35 hat in seiner
Grundatellung einen gesperrten Durchgang. Wenn das Ventil
geöffnet ist, fließt das Druckmittel in die Rücklaufleitung 15 zurück. Bei geschlossenem Ventil 36 wird das Druckmittel
jedoch in die Radhubzylinder 37 bis 40 gedrückt, die siel: füllen und über ihre Kolbenstangen und die Radgabeln
G die Räder R auf den Boden drücken, so daß sich die Pfosten Pf vom Boden abheb.en; das Hebezeug ist in
Fahrbereitschaft versetzt. Dabei füllen sich auch die .
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das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt.
Druckspeicher 41 und 42, bis schließlich das Druckmittel über das Überdruckventil 43 in die Bücklaufleitung 15 zurückfließt.
Durch diese Schaltung ist der Lenkkreis ständig mit Druckmittel gefüllt*
Bei Betätigung des Lehkventiles 35 fließt Druckmittel in die Ringkammer 46 bzw. 50 des einen oder anderen Lenkzylinders
45 bzw. 49. Wie die Zeichnung erkennen läßt, sind die unteren Kammern 47 bzw. 48 der Lenkzylinder über
eine Verbindungsleitung 51 derart verbunden, daß bei Speisung
des linken Zylinders 45 die aus dessen Kammer 47 verdrängte Flüssigkeit über die Verbindungsleitung in die
Kammer 48 des rechten Zylinders 49 derart eingespeist wird, daß sich dessen Kolbenstange gegenläufig zur linken
bewegt, so daß auch ohne mechanische Spurstange ein G-leichlauf
der beiden Lenkräder E sichergestellt ist.
Auf den oder die Fahrmotoren 60 können in beliebiger Kombination mittels der Vorwahlventile 5, 6 und 7 die Druckmittelströme
aus den Leitungen 1, 2 und 3 über die Leitungen 31, 32 und 33 geleitet werden. Die Stellung des Fahrventils
52 bestimmt die Drehrichtung des Hydromotors. Es wird durch einen Federrückzug in der in der Zeichnung dargestellten
Mittelstellung gehalten, bei der sämtliche Anschlüsse abgesperrt sind. Ein überdruckventil 57 begrenzt den Höchstdruck
für das Fahren. Beim Abbremsen wirkt der Hydromotor als Pumpe. Um zu verhindern, daß dann der Druckanstieg
in den Leitungen 53 und 54 vom Fahrventil zum Motor zu Brüchen führt, sind diese Leitungen durch Überdruckventile
55 und 56 abgesichert. Mit der Fahrsteuerung über die drei Vorwahlventile 5, 6 und 7 und das Fahrventil 52
können dia drei Druckmittelkreise 1, 2 und 3 einzeln oder
zusammen auf den oder die Hydromotoren 60 geschaltet werden. Dadurch ergeben sich drei verschiedene Fahrstufen, innerhalb
deren durch die Ventilsteuerung 52 die Fahrgeschwindigkeit
stufenlos zwischen 0 und 10 km/h eingestellt werden
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Brief vom Blatt 1 1 Dipl.-Ing. G. Sdilieb«
™ das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
kann.
Die beschriebene hydraulische Einrichtung mit sämtlichen, z, T. fakultativen Merkmalen der Erfindung hat boi einfachstem
Aufbau seiner Steuerung aus normalen Steuer-, Überdruck- und Rückschlagventilen überraschend viele
Vorteile: Sie erlaubt mit einer einzigen Pumpe mit einer der Zahl der Hebeglieder entsprechenden Anzahl voneinander
unabhängiger Ausgänge sowohl ein Fahrwerk zu b°edienen,
dessen Räder zu heben, zu senken und zu lenken und dabei in mehreren Geschwindigkeitsstufen vor- und rückwärts zu
fahren, als auch doppelt wirkende lastzylinder als Hebeglieder
zu bedienen und deren Kolbenstangen nach Wahl langsam oder im Schnellgang und entweder von einer zentralen
üteuergondel aus oder einzeln über Vorsteuerventile am jeweiligen Ort ein- und auszufahren, wie es den
jeweiligen Arbeitsvorgängen am besten entspricht.
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Claims (8)
1. Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug,
"""' vorzugsweise einen Portalhubwagen, mit hydraulisch
betriebenen Vorrichtungen für Last- und Eigenbewegungen, gekennzeichnet durch hydraulische Hebeglieder
(21, 25) für die Lasts ein hydraulisch angetriebenes
und gelenktes Fahrwerk (R) und einen hydraulischen Druckerzeuger (P) mit soviel getrennten Druckausgängen,
wie Hebeglieder vorhanden sind, sowie durch eine Steuereinrichtung zwischen dem Druckerzeuger und
den -Verbrauchern, in der mittels Vorwahlventilen (5 bis 8) die Druckleitungen (1 bis 4) vom Druckerzeuger
entweder auf einen Leitungszweig (H) zu den Hebegliedern (21, 25) oder auf einen Leitungszweig (31 bis
34) zu dem Fahrwerk (R) schaltbar und mittels öteuerventilen
(16, 26; 35; 36; 52) die Flüssigkeitsströme in diesen Leitungszweigen steuerbar sind.
2. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Leitungszweig zu dem Fahrwerk aufgeteilt ist in einen Kreis (34) zu den hydraulischen
Antrieben (37J 45, 49) für das Lenken und ggf. Ausfahren
des Fahrwerks (R) und in mehrere Leitungen (31 bis 33) für mindestens einen Hydromotor (60), die einzeln über
die Vorwahlventile (5 bis 7) zuschaltbar sind.
3. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge-
kennzeichnet, daß an den Kreis (34) zu den hydraulischen Antrieben für das Lenken und ggf. Ausfahren des Fahrwerks
ein Druckspeicher (41, 42) und ein Überdruckventil (43) zur Rücklauf leitung (15) zum Vorratsbehälter (44.)
angeschlossen sind.
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Brief vom Blatt 1 3 Dipl.-Ing. G, Schliebs
an das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
4. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die hydraulischen Lenkantriebe (45,49) der Räder (R) eines Portales des Hebezeuges
untereinander über eine VerMndungsleitung (51)
in Reihe geschaltet sind.
5. Hyάraulische Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in Handnähe jedes Hebegliedes (21,25) ein' zwischen die Zuleitungen (17>22) zur Steuereinrichtung
(16,26) geschaltetes ?orsteuerventil (29) angeordnet
ist.
6. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden für ein Hebezeug mit hängenden, doppelt wirkenden
Hydraulikzylindern als Hebegliedern, dadurch gekennzeichnet, daß von der Steuereinrichtung drei Leitungen
(17,22,24) zu jedem Zylinder (21) führen, die über zwei Steuerventile (16,26) wahlweise mit der Druckseite
des Druckerzeugers (P) bzw· mit der Rücklaufleitung
(15) zum Vorratsbehälter (44) zu verbinden sind
und von denen eine (24) unmittelbar an die über dem Lastkolben liegende Zylinderkammer (23), eine zweite
(22) über ein steuerbares Sperrventil (19) an die unter
dem Lastkolben liegende Zylinderkammer (20) und die
dritte (17) an den Steuerkolben dieses Ventils angeschlossen
ist.
7. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß z?/ischen der Leitung (24) zur oberen ZyIind erkamrn er (23) und der Leitung (17) zum St eu erkolben
ein in Richtung auf diesen durchlässiges Rückschlagventil (27) liegte
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Brief vom Blatt -] 4 Dlpl.-lng. G. Sdifiebs
an das Deutsche Patentamt, München
Patentanwalt
8. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem der Steuerventile (26)
die beiden zu den beiden Zylinderkaimaern (20,23) führenden Leitungen (22,24) parallel an die Druckzuleitung (H) ansehaltbar sind.
die beiden zu den beiden Zylinderkaimaern (20,23) führenden Leitungen (22,24) parallel an die Druckzuleitung (H) ansehaltbar sind.
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Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19702019052 DE2019052C3 (de) | 1970-04-21 | 1970-04-21 | Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug |
| GB1014471A GB1347023A (en) | 1970-04-21 | 1971-04-20 | Hydraulic systems |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702019052 DE2019052C3 (de) | 1970-04-21 | 1970-04-21 | Hydraulische Einrichtung für ein fahrbares Hebezeug |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3007644A1 (de) * | 1980-02-29 | 1981-09-17 | Heinrich Mayer | Verfahren zum be- und entstapeln von lagerflaechen von container-terminals mit quaderfoermigen grossraumbehaeltern wie containern o.dgl. mittels portalhubwagen mit allradlenkung und einer hoehenverstellbaren haltetraverse und portalhubwagen zur durchfuehrung des verfahrens |
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|---|---|---|---|---|
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