DE2018981A1 - Mehrphasengenerator und Sammelschienensystem - Google Patents
Mehrphasengenerator und SammelschienensystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf mehrphasige Generator-, Sammelechienen-
und Transformatorsysteme. Insbesondere betrifft
die Erfindung dreiphasige Systeme zur Erzeugung elektrischer Energie, in denen die Gefahr zerstörerischer Kräfte im Falle
von Leitungs- oder Erdschlüssen innerhalb des Systems stark vermindert ist.
Die derzeitigen Turbinengeneratoren werden ständig verbessert, um die Nenndaten zu erhöhen. Da die Nennleistungen bis
zum Bereich von 2000 MVA für dreiphasige Dreileitersysteme ansteigen, werden die Leiterströme übermäßig hoch, wenn die
bestehenden Spannungswerte nicht überschritten werden sollen. Beispielsweise beträgt der Leiterstrom für einen 1350 MVA-
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Generator bei 26 kV 30 000 A. Der Leiterstrom für einen 2500 MVA-Generator bei 24 kV beträgt bereits 60 000 A.
Bei bekannten Dreiphasensysternen wird die Energie des dreiphasigen
Generators über drei einzelne Leitungsleiter, die
in drei getrennten Phasensamme !schiene η mit geerdeten Metallummantelungen
gehaltert sind, zu Transformatoren geleitet, wo die Spannung für die Übertragung hochtransformiert wird.
Gemäß der Lenz'schen Regel der elektromagnetischen Induktion
spiegeln sich dabei die Ströme in den Leitungsleitern zu
einem großen Teil in der einhüllenden Ummantelung wider, so daß zusätzliche Verluste entstehen, die sich zu den Ohm'schen
Verlusten in den Leitungsleitern selbst hinzuaddieren.
Ein weiteres Problem der ober* beschriebenen Anordnung besteht bei sehr großen Strömen darin, daß die magnetischen Streufelder
um die getrennten Phasensammelschienen herum so groß werden, daß eine störende Erwärmung der benachbarten Bauteile
und desgleichen in einigen Fällen falsche Übertragungssignale
entstehen. Selbst bei den bestehenden Verbesserungen in den
Auslegungen getrennter Phasensammelschienen, die die Streufelder
außerhalb der Ummantelung über den größten Teil der Länge weitgehend eliminieren f köaaen diese Probleme immer
noch in der Nähe der Endea der Ummantelungskonstruktionen
auftreten.
Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes mehrphasiges Generator- und Sammelschienensystem
zu schaffen, das die Herabsetzung von Phasenströmen erlaubt, indem mehrere Phasen ohne eine erhöhte Gefahr für zerstörerische Kräfte und eine Erwärmung bei einem Fehler zwischen
Leitern oder einem Leiter und Ird© verwendet werden.
Weiterhin beinhaltet die Sriiadaag ein verbessertes Mehi'pha-3ensyst©Hi
zue* Erzeugung e Isfet ^iselier Energie mit eiBSis Iscöpakten
SaumeisetoieffiQEssystsaj sqb die Fsalerströme. aui£ osisr
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geringe Werte begrenzt und die Verluste und die magnetischen Streufelder in dem Sammelschienensystem im allgemeinen herabsetzt.
Diese Aufgaben werden bei einem Mehrphasensystem zur Erzeugung elektrischer Energie, das einen Generator mit zahlreichen
mehrphasigen Wicklungssätzen und zahlreichen Strombegrenzungsimpedanzen, zahlreiche Sammelschienenabschnitte, deren Leiter
mit den Wicklungssätzen verbunden sind, und geerdete Ummantelungen aufweist, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder
Wicklungssatz einen getrennten Mittelpunkt aufweist und jede der Impedanzen getrennt zwischen einen dieser Mittelpunkte f
und Erde geschaltet ist, so daß die Fehlerströme zwischen den Wicklungssätzen durch die Impedanzen auf geringe Werte herabsetzbar
sind.
Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnungen mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Figur 1 ist eine vereinfachte Darstellung eines bekannten Systems aus einem Dreiphasengenerator und getrennten
Phasensammelschienen.
Figur la und Ib
sind der Figur 1 entsprechende Vektordiagramme für Normal- und Fehlerzustände.
Figur 2 ist eine vereinfachte Darstellung eines sechsphasigen Generator- und Sammelschienensystems mit sechs Leitern
gemäß der Erfindung.
Figur 2a und 2b sind Vektordiagramme, die den Normal- und Fehlerzuständen für eine Anordnung gemäß Figur 2 entsprechen
.
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Figur 3 ist eine abgewandelte Form eines seehsphasigen Systems
mit sechs Leitern, das eine Transformatoranordnung aufweist, durch die sich wieder eine dreiphasige Leistung
gewinnen läßt.
Figur 4 ist eine weitere Modifikation der Erfindung und zeigt andere Arten von Generatorwicklungsanordnungen, Sammelschienenanordnungen
und Transformatoranordnungen.
Figur 5 ist schließlich eine weitere Ausführungsform der Erfindung
und zeigt ein neunphasiges Generator- und Sammelschienen-Transformator-Gleichrichtersystem.
In Figur 1 ist schematisch ein Dreiphasen-Generator dargestellt,
der insgesamt mit der Bezugszahl 10 bezeichnet ist. Dieser Generator weist Wicklungen auf, die in Nuten angeordnet
und derart verbunden sind, daß eine Phasenwicklung A, eine Phasenwicklung B und eine Phasenwicklung C entsteht. Wie
dem Fachmann allgemein geläufig ist, kann jede Phasenwicklung eine oder mehrere Zonenbreiten (phase belts) und eine oder
mehrere parallelgeschaltete Spulen aufweisen, die derart angeordnet
sind, daß eine Unsymmetrie zwischen den Spulen verhindert ist.
Der Mittelpunkt N der im Stern geschalteten Phasenwicklungen für die Phasen A, B und C ist über eine Strombegrenzungsimpedanz
11 an Erde gelegt, die einen Einphasentransformator mit einer Primärspule 12 und einer Sekundärspule 13 aufweist,
der ein Lastwiderstand 14 parallelgeschaltet ist. Bei einem Fehler bzw. Schluß zwischen einem Leiter und Erde werden die
Ströme durch die den Mittelpunkt erdende Impedanz 11 auf Werte in der Größenordnung von IO A begrenzt.
Die dreiphasigen Leiter A, B und C sind auf entsprechende Weise mit getrennten Phasensammelschienenabschnitten 15, 16,
17 verbunden. Am Beispiel des Abschnittes 15 ist dargestellt, daß jeder von ihnen eine geerdete Metallumhüllung 15a aufweist,
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die einen Sammelschiene η le lter 15b umgibt, welcher von einem
Abstandsisolator 15c getragen wird. Derartige Sammelschienenabschnitte
können verschiedene Formen aufweisen und sind so aufgebaut und konstruiert, daß unerwünschte Wirkungen der
Felder von den innen angeordneten elektrischen Leitern auf ein Minimum reduziert sind und daß sie desgleichen den infolge
von Wirbelströmen und möglichen Kurzschlüssen entstehenden Kräften standzuhalten vermögen.
Figur la stellt die Spannungsvektoren für die drei Phasen
dar und zeigt eine virtuelle Erdverbindung zwischen dem Mit- g
telpunkt und Erde, die durch die Primärwicklung 12 des Transformators
und einer entsprechenden kapazitiven Kopplung hergestellt wird. Figur Ib gibt die Wirkungsweise dieser bekannten
Vorrichtung im Falle eines Fehlers wieder. Falls Punkt B versehentlich mit Erde in Berührung kommt, wird der Punkt N
infolge der Sperrwirkung der St rombegrenzungs impedanz (die durch die virtuelle Impedanz 18 gegen Erde dargestellt ist)
etwa auf Phasenspannung gegen Erde gelegt. Damit erhalten die Punkte A und C eine Spannung gegen Erde, die etwa um den
Faktor V3 größer ist als die Phasenspannung.
In Figur 2 ist ein Generator 20 gezeigt, der zwei vollständig getrennte Sätze von Dreiphasenwicklungen aufweist. Der Phasen- %
satz ABC besitzt eine Mittelpunktverbindung N, während der Phasensatz XYZ eine andere Mittelpunktsverbindung M aufweist.
Die Wicklungen in dem Generator sind in dieser Ausführungsform derart angeordnet, daß die zwei Phasensätze ABC und XYZ
um 60° gegenüber den erzeugten Phasenspannungen in jeder der Wicklungen verschoben sind. Es können verschiedene Wicklungsschaltungen
verwendet werden, um diese Anordnung innerhalb des Generators zu erzeugen. Beispielsweise kann dies durch
veränderte verbindungen zwischen bekannten Wicklungen mit mehreren Spulen ("multiple circuit") geschehen. Ferner sind
Wicklungsanordnungen zur Herstellung zweier vollständig getrennter Wicklungen auf einem Statorkern eines Generators
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beispielsweise in dem U.S. Patent 2 630 540 beschrieben worden.
Dabei besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen getrennten Wicklungen auf einem Kern und Wicklungen mit mehr
als einer parallelgeschalteten Spule pro Phase, da beide gewöhnlich so geschaltet werden können, daß zwei oder mehrere
Phasensätze erzeugt werden, die in der Phase gegeneinander verschoben sind.
In der Praxis kann deshalb die Wicklungsanordnung gemäß Figur 2 sehr leicht dadurch herbeigeführt werden, daß die
Innenverbindungen der bisher bekannten Wicklungen mit zwei Spulen anders geschaltet werden, indem einfach die Mittelpunktsverbindungen
für eine Spule jeder Phase umgekehrt werden.
Erfindungsgemäß wird der Mittelpunkt N des Phasensatzes ABC
über eine Strombegrenzungsimpedanz 21 an Erde gelegt, während der Mittelpunkt M des Phasensatzes XYZ getrennt über eine
andere St rombegrenzungs impedanz 22 geerdet wird. Diese Impedanzen können mit der in Verbindung mit Figur 1 beschriebenen
Impedanz 11 identisch sein. Von den getrennten Phasensätzen werden Leiterpaare zu den getrennten Sammelschienenabschnitten
23, 24, 25 geführt. Jeder Abschnitt, wie z.B. der Abschnitt 23, enthält zwei Sammelschienenleiter 23a, 23b,
die von gegenüberliegenden Abstandsisolatoren 23c, 23d getragen werden. Ein Isolierschild 23e, das sich aus zwei im
Abstand angeordneten Trennblechen mit einem dazwischen befindlichen Luftspalt zusammensetzt, trennt die zwei Leiter.
In einigen Fällen kann zwischen den Leitern auch ein zusätzliches Blech aus dünnem Metall oder ein Schirm vorgesehen
sein. Die zwei Leiter sind in einer gemeinsamen Ummantelung 23f eingeschlossen. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, daß
die zwei Leiter in jeder Ummantelung unabhängige Mittelpunkte M und N besitzen und vorzugsweise sind sie so ausgewählt, daß
sie eine im wesentlichen entgegengesetzte Phasenlage aufweisen, d.h. in der Ummantelung 23f befinden sich die Phasen C
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und Z, die praktisch um 180° gegeneinander phasenverschoben sind. Auf ähnliche Weise-befinden sich die Leiter von. den
Phasenwicklungen Y und B als Paar in dem Sanunelschienenabschnitt
24 und die Leiter von den Phasen A und X sind als Paar in dem Sanunelschienenabschnitt 25 angeordnet.
Figur 2a zeigt das Vektordiagramm für die Erzeugung einer sechsphasigen elektrischen Leistung, die durch die zwei getrennten
Dreiphasensätze gemäß Figur 2 erfolgt. Unter symmetrischen Bedingungen liegen beide Mittelpunkte M und N auf
dem gleichen Potential, was durch die einzige virtuelle Erdung 24 angedeutet ist. - "
Wie bereits vorstehend erwähnt wurde, liegen bei der vorteilhaftesten
Anordnung zwei Leiter mit praktisch entgegengesetzter Phase in der gleichen Sammelschienen-Ummantelung. Im
Falle eines Fehlers von einer Leitung zur anderen innerhalb der Ummantelung, der dem ungünstigsten Zustand entspricht,
würden die Spannungsvektoren so zu liegen kommen, wie es in
Figur 2b angegeben ist. Hier sei angenommen, daß die zwei Phasenspannungen B und Y in dem Sammelschienenabschnitt
einen Leitungsschluß gebildet haben. Da die Erdströme vom Mittelpunkt durch die Strombegrenzungsimpedanzen 21 und 22
begrenzt sind, werden die Mittelpunkte M, N gegenphasig um Λ
gleiche Beträge verschoben/und da die B- und Y-Spannungen
entgegengesetzt sind, fließt entweder zwischen den Leitungen oder nach Erde praktisch kein Fehlerstrom. Obwohl die entsprechenden
dielektrischen Beanspruchungen zwischen den keinen Schluß aufweisenden Phasen A und X in Sammelschienenabschnitt
25 und zwischen den Phasen C und Z im Abschnitt 25 vergrößert sind, werden sie nicht größer als die mit dem Faktor V 3 '
multiplizierten vorherigen Werte, was durch die gestrichelte Linie in Figur 2b dargestellt ist.
Der Hauptvorteil der Verwendung im wesentlichen gegenphasiger Leitungsleiter innerhalb der gleichen Ummantelung liegt darin,
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daß ihre Felder weitgehend aufgehoben werden, so daß die normalen Mantelverluste und die Außenfelder auf ein Minimum reduziert
sind. Deshalb können bei der Sammelschienenkonstruktion und durch den herabgesetzten Gesamtverlust wesentliche
Einsparungen gewonnen werden.
Ferner wird durch die Verbindung der Mittelpunkt über eine getrennte strombegrenzende Impedanz mit Erde ermöglicht,'die
paarigen Leiter in der gleichen Sammelschienen-Ummantelung
einzuschließen, ohne daß die Gefahr großer zerstörerischer
Ströme im Falle eines Fehlers zwischen irgendwelchen Leitern in einer gemeinsamen Ummantelung auftritt.
Figur 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung, wobei ein Generator derart gewickelt ist, daß zwei
dreiphasige Sätze entstehen, die in der Zeitphase um 30° gegeneinander verschoben sind. Die Generatorwicklung kann in
der Weise gewonnen werden, wie es in dem U.S. Patent 2 731 576, das dem deutschen Patent 958 308 entspricht, beschrieben
ist, auf das hiermit Bezug genommen wird. Anstelle der Verwendung einer gemeinsamen Mittelpunkt-Erdverbindung,
wie es in dem oben genannten Patent gezeigt ist, wird der Mittelpunkt N für die Phase A, B, C jedoch über eine strombegrenzende
Impedanz 31 geerdet und der Mittelpunkt M des Phasensatzes XYZ wird über eine Impedanz 32 an Erde gelegt.
Die Leiter werden durch Sammelschienenabschnitte 23, 24, 25 in Paaren geführt, die in gleicher Weise aufgebaut sein können,
wie es in Verbindung mit Figur 2 beschrieben worden ist.
Um die zwei dreiphasigen Sätze mit einer Verschiebung von wieder zusammenzufassen, kann eine besondere Transformatoranordnung
verwendet werden, um in einem der dreiphasigen Sätze für eine Phasenverschiebung von 30° zu sorgen. Diese
Anordnung ist als eine im Dreieck geschaltete Primärwicklung 33 für die Phasen ABC und eine im Stern geschaltete Sekundärwicklung
34 für den Phasensatz XYZ dargestellt. Die
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Wirkungsweise dieser Anordnung würde gegenüber der in Verbindung
mit Figur 2 beschriebenen ähnlich sein, außer daß die entsprechenden Leiterpaare nicht eine Phasenverschiebung
von 180°, sondern eine Phasenverschiebung von 150° aufweisen. Somit ist die Aufhebung der von den zwei Leitern resultierenden
elektromagnetischen Felder nicht so vollständig, wie es
der Fall sein könnte, wenn die Leiterströme um einen Winkel
von 180° phasenverschoben sind. Nichtsdestoweniger wird eine wesentliche Aufhebung erzielt, so daß die induzierten Ströme
und die Verluste in der Ummantelung viel kleiner sind als wenn für jeden der sechs Leitungsleiter unabhängige Ummantelungeη
von praktisch gleichen Abmessungen verwendet würden. Im Falle eines Leitungsschlusses zwischen den Leitern innerhalb
einer Ummantelung oder eines Schlusses zwischen einem
einzelnen Leiter und der Ummantelung sind die Fehlerströme durch die Erdungsimpedanzen 31, 32 wie in den vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen auf einen kleinen nicht zerstörend wirkenden Wert begrenzt. Ähnlich wie bei bekannten
Systemen können Relaiseinrichtungen verwendet werden, um den
Spannungsanstieg am Mittelpunkt zu bestimmen, so daß Trennschalter geöffnet und der Generator abgeschaltet werden können,
um den Fehler zu beheben.
In einigen Fällen kann es wünschenswert sein, den Generator derart zu wickeln, daß zwei vollständig getrennte Dreiphasenwicklungssätze
entstehen, die physikalisch um einen Nutenschnitt verschoben sind. Ein derartiger Generator ist bei 40
in Figur 4 angegeben, wobei der Winkel für den Nutenschritt stark übertrieben dargestellt ist. Die Phasenwicklungen sind
jedoch derart verbunden, daß zwei Dreiphasensätze entstehen, die zeitlich gegeneinander um 180° plus einen Nutenschritt
verschoben sind. Die Mittelpunkte" M und N sind, wie vorstehend, über Impedanzen 41 und 42 geerdet. Die Leiter von Wicklungen
mit praktisch entgegengesetzter Phase werden wie oben in paaren durch Samtnelschienenabschnitte 43, 44, 45 herausgeführt.
Diese sind in Figur 4 als koaxiale röhrenförmige
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Konfigurationen dargestellt, obwohl sie auch wie in Figur 2
ausgeführt sein können. Jeder dieser Sammelschienenabschnitte
weist einen Innenleiter, wie z.B. den Innenleiter 43a, einen im Abstand angeordneten koaxialen Außenleiter 43 b und eine
im Abstand angeordnete koaxiale und geerdete Ummantelung 43c auf. Diese sind durch zweckmäßige, nicht dargestellte Abstandsisolatoren
gegeneinander getrennt. Es ist ferner möglich, zwischen den röhrenförmigen Abschnitten ein Transformatoröl
hindurchzuleiten, um für eine weitere Isolierung zu sorgen.
Die zwei Dreiphasensätze werden in einen einzigen Dreiphasensatz
umgewandelt und kombiniert, indem ein die Phase verschiebender
Transformator irgendeiner bekannten und üblichen Art verwendet wird. In Figur 4 sind zwei im Dreieck geschaltete
Transformator-Primärwicklungen 46, 47 gezeigt, die mit
im Stern geschalteten Sekundärwicklungen 48, 49 gekoppelt sind. Die Transformator-Primärwicklung 47 ist mit Zusatzwindungen
(over-wound) versehen, wie es bei 47a angedeutet ist, um die Phasenverschiebung durch den einen Nutenschritt in der
Generatorwicklung zu kompensieren.
Figur 5 zeigt, daß die Erfindung weder auf sechsphasige
Systeme noch auf Sammelschienensysteme mit entgegengesetzten Leiterpaaren allein und auch nicht auf die Rekombination zu
einer dreiphasigen Leistung beschränkt ist. Ein Generator ist mit drei getrennten Dreiphasenwicklungen versehen,, die
zu drei getrennten Phasensätzen ABC, XYZ, DEF verbunden sind.
Diese weisen getrennte Mittelpunktsverbindungen M, N und L auf, die auf entsprechende Weise über Strombegrenzungsimpedanzen
51, 52, 53 geerdet sind. Ein Leiter von jeder Phasenwicklung
ist über einen getrennten, üblichen, isolierten Phasensasaiielschienenabschnitt 54 geführt. Die neun Phasen
können wieder au einer dreiphasigen Leistung zusammengefaßt
werden, wie es bereits an anderer Stelle beschrieben ist, oder si© können, wi® ©s schesaatisch in Figur 5 dargestellt
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ist, in einer Transformatorbank 55 zusammengefaßt und durch Gleichrichter 56 zu einer Hochspannungs-Gleichstromleistung
umgeformt werden.
Obwohl die in Figur 5 dargestellten Sammelschienenabschnitte keine paarigen Leiter aufweisen, um die vorstehend beschriebenen
Vorteile der Feldaufhebung zu erzielen, sind die erwarteten Verluste dennoch viel geringer, weil bei einem neunphasigen
System viel kleinere Ströme geführt werden als in einem dreiphasigen System gleicher Nennleistung. Die Sammelschienenabschnitte
sind physikalisch derart angeordnet, daß kein Sammelschienenabschnitt in der Nähe eines Sammelschienen- I
abschnittes gleicher Phase zu liegen kommt, sondern in der Nähe eines Leiters mit praktisch entgegengesetzter Phase.
Für die dargestellte Anordnung ist die Phasenfolge beispielsweise A, Y, D, C, X, F, B, Z, E. Mit dieser Anordnung würden
die Fehlerströme durch die Wirkungsweise der getrennten
Erdungssysteme für jeden der drei Phasensätze begrenzt sein.
Kurz gesagt, können also durch die verwendung von Mehrpasen—
Sätzen oder getrennten Wicklungen innerhalb des Generators, die mit getrennten Mit te lpunktsverb indungen versehen sind,
die über getrennte Strombegrenzungsimpedanzen geerdet sind,
Vereinfachungen und Einsparungen in dem zu dem Generator ge- g
hörigen Sammelschienensystem erzielt werden.
Erstens werden allein durch die Verwendung einer größeren Anzahl von Phasen als bisher die Leitungsströme herabgesetzt
(für die gleiche Spannung) und somit wird die Sammelschienenkonstruktion vereinfacht und die Verluste durch die Sammelschienenummantelung
werden verkleinert.
Zweitens können durch die Aufspaltung der Wicklung in zwei getrennte Phasensätze mit getrennten Mittelpunkten die Leiter
von getrennten Phasensätzen mit praktisch entgegengesetzter Phasenlage in einer gemeinsamen Ummantelung geführt werden,
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um die Verluste der Ummantelung und die Außenfelder weiter
zu verkleinern.
Drittens dienen im Falle eines Fehlers bzw. eines Schlusses von einem oder mehreren der gegenphasigen Leiter die strombegrenzenden
Impedanzen dazu, die Mittelpunkte im Potential auseinander zu rücken und die Fehlerströme zu begrenzen. Die
dielektrische Beanspruchung zwischen den Leitern ohne Fehler wird zwar erhöht, aber nicht um einen übermäßigen Betrag.
Auch wenn die Anordnung für sechsphasige Generatoren besonders vorteilhaft ist, die mit paarigen Leitern in drei getrennten
Sammelschienenummantelungen in Verbindung stehen,
so ist dies hauptsächlich auf die Ähnlichkeit der bestehenden Systeme zurückzuführen. Die Erfindung ist jedoch auf jedes
Mehrphasensystem anwendbar, in dem die Generatorwicklungen mehr als einen Mehrphasensatz bilden können, der jeweils mit
seinem eigenen Mittelpunkt versehen ist. Obwohl es beispielsweise in den Figuren nicht gesondert dargestellt ist, so ist
die Anwendbarkeit auf zwei Zweiphasensätze leicht ersichtlich.
In diesem Falle würden vier Phasenwicklungen verwendet werden, die in den Generatoren um 90 gegeneinander verschoben
sind. Es würden dann zwei Sammelschienenabschnitte vorhanden sein, in denen jeweils zwei Leiter mit einer Phasenverschiebung
von 180 zueinander angeordnet sind.
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Claims (6)
- - 13 -PatentansprücheMehrphasensystem zur Erzeugung elektrischer Energie, das einen Generator mit zahlreichen mehrphasigen Wicklungssätzen und zahlreichen Strombegrenzungsimpedanzen, zahl-. reiche Sammelschienenabschnitte, deren Leiter mit den Wicklungssätzen verbunden sind, und geerdete Ummantelungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wicklungssatz (ABC, XYZ) einen getrennten Mittelpunkt (N, M) aufweist und jede der Impedanzen (22, 21) getrennt zwischen einen dieser Mittelpunkte und Erde ge- ,schaltet ist, so daß die Fehlerströme zwischen den Wick- ™lungssätzen durch die Impedanzen auf geringe Werte herabsetzbar sind.
- 2. Mehrphasensystem nach Anspruch 1, dadurch g e kennze lehnet , daß die Leiter (23a, 23b) von verschiedenen Phasensätzen (C, Z), die eine im wesentlichen entgegengesetzte Phasenlage aufweisen, nebeneinander angeordnet sind.
- 3. Mehrphasensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennze ichnet t daß jeder der Sammelschienenabschnitte (23, 24, 25) eine gemeinsame Ummantelung (23f) ^ aufweist, die einen Leiter (23a, 23b) von jedem der Phasen-βätze (C, Z) umschließt, wobei die umschlossenen Leiter derart ausgewählt sind, daß sie eine im wesentlichen entgegengesetzte Phasenlage zueinander aufweisen.
- 4» Mehrphasensysten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei mehrphasige Wicklungssätze (ABC, XYZ) vorgesehen sind und jeder Sammelschienenabschnitt (23, 24, 25) zwei Leiter (23a, 23b) aufweist, die in einer gemeinsamen Ummantelung auf gegenüberliegenden Abstandsisolatoren (23c, 23d) angeordnet sind.009845/1346
- 5. Mehrphasensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei mehrphasige Wicklungssätze vorgesehen sind und jeder Sammelschienenabschnitt (43) eine gemeinsame röhrenförmige Ummantelung (43c) mit zwei Leitern (43a, 43b) von den zwei Phasensätzen aufweist, die in der Ummantelung koaxial zueinander und zur Ummantelung angeordnet sind.
- 6. Mehrphasensystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der zahlreichen mehrphasigen. Wicklungssätze dreiphasig ist und ferner ein Transformator vorgesehen ist, der mit den Sammelschienenabschnitten in Verbindung steht und derart angeordnet ist, daß die zahlreichen Dreiphasensätze zu einer dreiphasigen Energiequelle zusammenfaßbar sind.4 5/1346
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