DE211486C - - Google Patents
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- DE211486C DE211486C DENDAT211486D DE211486DA DE211486C DE 211486 C DE211486 C DE 211486C DE NDAT211486 D DENDAT211486 D DE NDAT211486D DE 211486D A DE211486D A DE 211486DA DE 211486 C DE211486 C DE 211486C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/22—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for distribution gear, e.g. bus-bar systems; for switching devices
- H02H7/226—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for distribution gear, e.g. bus-bar systems; for switching devices for wires or cables, e.g. heating wires
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- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■ - M 21148.6-KLASSE 21 c. GRUPPE
in FRANKFURT a. M. , .
elektrisch gekuppelter Schutzhülle aus leitendem Material.
In Wechsel- und Mehrphasenstromanlagen treten beim Abschalten von Transformatoren,
Motoren oder einzelnen Leitungssträngen so- \vie auch bei Kurzschlüssen Überspannungserscheinungen
auf, durch welche die Betriebssicherheit in hohem Maße gefährdet wird. Da einerseits die Überspannungsicherungen im
allgemeinen noch nicht derart ausgebildet sind, um Störungen in den Anlagen mit
ίο Sicherheit vorbeugen zu können, und da andererseits
derartige Schutzmaßnahmen den Einbau kostspieliger Sicherheitsvorrichtungen erforderlich machen, so hat man nach anderen
Mitteln gesucht, diese Erscheinungen unschädlich zu machen. Die Kabel oder die Leitungen
gegen Überspannungserscheinungen dadurch widerstandsfähiger zu machen, daß man das die Kabelseele umgebende Isolationsmaterial in konzentrische Schichten geteilt
hat, die durch auf bestimmte elektrische Potentiale gehalteneLeiterröhren getrennt waren,
so daß die spezifische dielektrische Beanspruchung des Isolationsmaterials und damit die
Durchschlagsspannung in keiner der Schichten gewisse Grenzen überschritt, ist natürlich
nur ein Notbehelf, der gegenüber den außerordentlich hohen Überspannungen keinen ausreichenden
Schutz zu bieten vermag". Vom technischen sowohl als wirtschaftlichen Standpunkte
aus erscheint es daher vorteilhaft, nicht die Widerstandsfähigkeit gegen Überspannungen
zu "erhöhen, sondern die Entstehung der durch die Kapazität des Leitungssystemes bedingten
Überspannungserscheinungen zu ver- · eiteln bzw. von den empfindlichen Stellen abzulenken.
Die Kapazität hat ihren Sitz hauptsächlich in der Leitung selbst, was insbesondere
bei Hochspannungskraftübertragungen auf große Entfernungen, bei hohen Spannungen und vorzüglich bei Kabelleitungen der
Fall ist.
Um auf Kapazitätserscheinungen beruhende plötzliche Spannungssteigerungen zu vermeiden,
ist nun in Vorschlag gebracht worden, den Widerstand des Leiters zu erhöhen. Um jedoch hierbei den Nachteil zu vermeiden, daß
die Leitfähigkeit für den Betriebsstrom unwirtschaftlich beeinflußt wird, hat man den
Leiter für den Betriebsstrom mit einem Leiter umgeben, der ausschließlich die Kapazitätsströme
aufzunehmen hat und einen entsprechenden Widerstand besitzt, um oscillatorische Ladungs- und Entladungserscheinungen zu
vermeiden. Es entstanden jedoch hierbei zwischen dem äußeren und inneren Leiter Spannungsdifferenzen,
die es bei größerer Netzausdehnung erforderlich machten, die Kapazitätsleitung· mit der Betriebsleitung streckenweise
zu.verbinden. Hierdurch wurde nicht nur die Verlegung des Kabels erschwert, sondern die
Kapazitätsströme wurden auch aus den Betriebsleitungen nicht völlig fern gehalten.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß dem äußeren und
inneren Leiter auf ihrer ganzen Strecke das gleiche oder doch tunlichst gleiches Potential
verliehen wird. Die Anordnung ist auf der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform
dargestellt:
In der Fig. ι bedeuten A und B zwei Leitungen,
die an eine Stromquelle Q angeschlossen sind. Jede der beiden Leitungen ist
in ihrer ganzen Länge von einer von ihr isolierten, konachsialen Röhre α bzw. b aus leitendem
Material umgeben. Die beiden Leiter α und b sind an eine zweite Stromquelle q
angeschlossen, deren Spannung in jedem Augenblick konform und gleich groß derjenigen
von Q ist, und ferner ist dafür Sorge getragen, daß das Potential des Leiters α stets
das gleiche ist wie dasjenige von A.
Wenn man vom Spannungsabfall der Leitungen A, B und a, b vorläufig absieht, so gilt,
daß in dem von den beiden röhrenförmigen Leitern α und b eingeschlossenen Räumen an
allen Stellen Potentialgleichheit besteht, d. h. die beiden Leiter A und B. befinden sich in
einem elektrostatischen Felde von der Stärke Null. Ist dies aber der Fall, so ist die Dichte
der elektrostatischen Ladungen auf der Oberfläche der Leiter A1 B gleich Null, oder mit anderen
Worten, es ist ihre Kapazität in bezug aufeinander, auf dieErde oder auf irgendeinem
außerhalb der Röhren befindlichen Leiter infolge der Gegenwart von α und b gleich Null.
* Also ist das Leitungssystem kapazitätsfrei, und so ist denn auch die Entstehungsursache
der Überspannungserscheinungen, von der Kapazität der Verbrauchsapparate abgesehen,
beseitigt. Hingegen sind die Leiter a, b zum Träger der Kapazitätserscheinungen geworden,
indem jetzt von ihrer Oberfläche elektrostatische Kraftlinien nach der Erde bzw. zueinander
übertreten, in ähnlicher Weise, wie dies bei den Leitern A, B der Fall wäre, wenn
sie nicht mit den Schutzhüllen a, b versehen wären. Die ganze Anlage besitzt also Kapazität
in gleicher Weise, wie sie die ungeschützten Leiter A, B besitzen würden; der
Unterschied besteht aber darin, daß die Kapazitätsströme nicht mehr von der Stromquelle
Q1 sondern von der Hilfsstromquelle q geliefert werden, also die Kraftübertragungsanlage
selbst von Kapazitätserscheinungen frei ist.
In Wirklichkeit ist das Potential längs der Leitungen A, B1 wie auch längs der Leiter a, b
infolge des längs dieser statthabenden Spannungsabfalles etwas veränderlich, und bei
Wechselstrom ist außerdem der zeitliche Verlauf der Potentialdifferenz zwischen A1 B
einerseits und a, b andererseits etwas veränderlich. Aus diesem Grunde wird das oben
genannte Ziel niemals vollkommen erreichbar sein, aber doch immerhin angenähert, wenn
man dafür Sorge trägt, daß der Spannungsabfall in den Hilfsleitern a, b demjenigen
längs der Hauptleiter A1 B gleich ist.
Die vorbeschriebene Anordnung läßt sich sowohl für Gleichstrom, wie für intermittierenden
Gleichstrom, Wellenstrom, . Wechselstrom und Mehrphasenströme anwenden. Bei
Wechselstrom im allgemeinen ist darauf zu achten, daß nicht nur die effektiven Werte der
von den beiden Stromquellen Q und q gelieferten Spannungen gleich sind, sondern'zwischen
ihnen S)>-nchrc>nismus, Phasengleichheit und,
für beide gleiche Kurvenform besteht. Dies kann nach der in Fig. 1 dargestellten Anordnung
dadurch erreicht werden, daß man als Hilfsstromquelle q einen mit dem Generator Q
gekuppelten Generator verwendet, der bei Belastung mit dem Leitungssystem a, b eine
Spannung gleicher Kurvenform liefert wie der Hauptgenerator Q, und mit Hilfe eines
Phasenmeters die Phasengleichheit der von beiden Generatoren gelieferten Spannungen
einstellt.
Da infolge von Störungen im Isolationszustände
der beiden Leitungssysteme trotz Gleichheit der beiden Generatorspannungen eine Verschiedenheit der Potentiale der Leiter
A1 α und ebenso der Leiter B1 b sich ergeben
könnte, so sind die beiden Systeme miteinander einpolig zu kuppeln, indem man entweder,
wie in der Fig. 1 durch die gestrichelte Verbindung c angedeutet ist, die beiden Leiter
A und a, oder noch vorteilhafter, indem man die Mittelpunkte der Ankerwicklungen
miteinander leitend verbindet. Wird eine derartige, z. B. die gestrichelt angedeutete Verbindung
c hergestellt, so kann natürlich die eine Leitung ganz normal ausgeführt werden,
und braucht nur die andere eine Schutzhülle zu besitzen.
Es ist nicht unbedingt notwendig, die Schutzleitungen an eine fremde Stromquelle
anzuschließen, wenn nur dafür Sorge getragen wird, daß der in die Schutzleitungen fließende
Strom vor der Hauptleitung abgezweigt wird. So ist in Fig. 3 eine zweite Schaltungsweise
angegeben, die darin besteht, . daß man die Hilfsleiter an einen von der Hauptleitung gespeisten
Transformator anschließt. Schaltet man mit den Schutzleitungen a, b einen induktiven
Widerstand in Reihe, so wird sich die Phasengleichheit der auf die Hilfsfelder aufgedrückten
Wechselspannung mit der Hauptspannung erreichen lassen. Bei dieser Schaltungsweise
wird es empfehlenswert sein, die Mittelpunkte der Transformatorwicklungen miteinander oder mit der Erde leitend zu verbinden.
Ebenso kann auch an Stelle des Transformators irgendeine andere Art von Umformern verwendet werden.
Der von den Hilfsleitern abfließende Kapa-
zitätsstrom bedingt eine konstante Belastung des Transformators bzw. Umformers. Wird
er auch mittelbar von derselben Stromquelle geliefert wie der Hauptstrom, so ist doch der
Hauptstromkreis von der Kapazität des Leitungssystems unbeeinflußt, also kapazitätsfrei.
Dieselbe Anordnung, die hier in bezug auf Zweileitersysteme erörtert worden ist, kann
ohne weiteres auch auf beliebige Mehrphasenströme ausgedehnt werden.
Die Fig. 4 und 5 zeigen Ausführungsbeispiele der Anwendung der vorbeschriebenen
Anordnung bei elektrischen Kabeln.
Fig. 4 stellt den Querschnitt eines einfachen Kabels dar. A ist die Kabelseele, die mit der
Isolierschicht d umgeben und durch diese von der mit der Kabelseele konachsialen Leitung a
isoliert ist. Die Isolierschicht D dient zur Isolation der Leitung α gegen Erde. Indem
das Potential der Leitung a mit Hilfe eines der beschriebenen Mittel demjenigen der Leitung
A in jedem Augenblick gleich gemacht wird, gewinnt letztere die Eigenschaft, kapäzitätsfrei
zu sein.
Da infolge von Isolationsfehlern bzw. infolge Versagens, einer der beiden zur Speisung
der Leitung A bzw. α dienenden Stromquellen zwischen A und α eine Potentialdifferenz auftreten
und diese den Wert der B.etriebsspannung annehmen kann, so ist die Isolationsschicht
d für die volle Betriebsspannung zu bemessen. Die Leitung α kann vermöge des
Umstandes, daß sie der Hauptsache nach nur mit dem Kapazitätsstrom der Leitung belastet
ist, einen geringen Querschnitt erhalten; sie kann aus dünnem Band bzw. Draht gewickelt
sein.
In Fig. 5 ist eine Anwendung der beschriebenen Anordnung auf ein Drehstromkabel dargestellt.
Die miteinander verseilten Leitungen A, B und C sind je mit einer konachsialen
Schutzleitung a, b bzw. c umgeben, deren Potentiale mit demjenigen der entsprechenden
Leiter A, B und C gleich gemacht werden.
Claims (3)
1. Anordnung zum Fernhalten von Kapazitätsströmen aus Leitungssystemen mittels
vom Leiter durch eine Isolierschicht getrennter und mit diesem elektrisch gekuppelter
Schutzhülle aus leitendem Material, dadurch gekennzeichnet, daß mittels
einer besonderen Stromquelle das Potential der Schutzhülle in jedem Punkte des Systems gleich oder tunlichst gleich demjenigen
des von ihr umhüllten Leiters ge- · macht wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Speisung des
'Schutzleitungssystems von einer noch anderweitig belasteten Stromquelle die zwischen den Schutzleitungen einerseits
und den zugehörigen Hauptleitungen andererseits bestehenden Spannungen durch bekannte Mittel, wie Drosselspulen, zusätzliche
Stromaufnehmer o. dgl., auf gleiche Größe, Phase und Kurvenform gebracht werden.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Stromquelle
zur Speisung des Schutzleitungssystems ein vor den zu schützenden Leitungen abgezweigter Umformer benutzt
wird, dessen Spannung in jeder Phase mit bekannten Mitteln mit derjenigen der. Hauptquelle gleich groß und konform gemacht
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211486C true DE211486C (de) |
Family
ID=473291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211486D Active DE211486C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211486C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4593153A (en) * | 1983-10-14 | 1986-06-03 | Audioplan Renate Kuhn | Power transmission cable, such as loudspeaker cable |
| US4599483A (en) * | 1983-10-14 | 1986-07-08 | Audioplan Renate Kuhn | Signal cable |
-
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- DE DENDAT211486D patent/DE211486C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4593153A (en) * | 1983-10-14 | 1986-06-03 | Audioplan Renate Kuhn | Power transmission cable, such as loudspeaker cable |
| US4599483A (en) * | 1983-10-14 | 1986-07-08 | Audioplan Renate Kuhn | Signal cable |
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