DE2018748A1 - Schrotpatronenhülse - Google Patents
SchrotpatronenhülseInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B7/00—Shotgun ammunition
- F42B7/02—Cartridges, i.e. cases with propellant charge and missile
- F42B7/08—Wads, i.e. projectile or shot carrying devices, therefor
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Description
GUALANDI ELIO BOLOGNA/ltalien
Schrotpatronenhülse
Die Erfindung betrifft eine zweckmässige Ausbildung einer Schrotpatronenhülse
aus Kunststoff mit einem sich selbst zerlegenden Schrotbehälter und einem rohrförmigen Rttakstossdämpfer, welche
durch ihre vorteilhaften Eigenschaften besonders in den Fällen zur Anwendung kommen kann, wo einerseits beachtliche Ladungen
verwendet werden und andererseits die Rückstosskräfte soweit wie
möglich zu dämpfen sind.
Geschosse und Hülsen für Jagdpatronen sind in zahlreichen Aus- ™
führungen bekannt und im Handel erhältlich, wobei jedes bzw. jede besondere Eigenschaften aufweist und für einen jeweiligen
Verwendungszweck ausgebildet ist. Geschosse oder Hülsen,
welche universal anwendbar sind, werden heute kaum noch verwendet,
da für jede Ladung und für jede Jagdart sich hierzu besonders eignende Hülsen und Geschosse entwickelt wurden,die
normalerweise einer bestimmten Patronentype entsprechen.
5321. G2922. 12 D. 3 -
BU/KW/ha/tJn£
009846/11 44
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Schrotpatronenhülse mit hoher Dämpfungswirkung, so dass diese für stärkere Ladungen
geeignet ist, sowie mit den Gewehrlauf schonenden Eigenschaften durch Herabsetzung der Gleitreibung, ohne hierdurch die Leistungen
zu vernachlässigen.
Eine solche Schrotpatronenhülse aus Kunststoff mit einem sich selbst zerlegenden Schrotbehälter und einem rohrförmigen Rückstossdämpfer
ist hierzu erfindungsgemäss gekennzeichnet durch eine einstückige Ausbildung mit einem vorderen, sektorförmig
aufgeteilten Schrotbehälter, einem mittleren Dämpfungsteil und einem Jittkwärtigen Abdichtungselement.
Der Schrotbehälter besteht hierbei in einfacher Weise aus einem scheibenförmigen Basisteil und einer Behälterwand aus mehreren
Sektoren für einen vorbestimmten Bruchverlauf, welche über einen schmalen, beim Abschuss sich sofort trennenden Mittelsteg mit
dem Basisteil verbunden und auf ihrer Aussenseite mit abgerundeten Längsrippen versehen sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der rohrförmige Rückstossdämpfer quer zur Hülsenachse angeordnet und mit einem
solchen Durchmesser versehen, dass beim Zusammendrücken der Gewehrlaufdurchmesser nicht überschritten wird.
Das Abdichtungselement ist zweckmässigarweise etwa wie ein umgekehrter
Becher ausgebildet, dessen zylindrischer Rand dünner als der Boden ists welcher seinerseits mit konzentrischen Rippen
versehen ist.
009846/1H4
Nach einer abgewandelten Ausführungsform der erfindungsgemässen
Hülse kOnnen aussen andern rohrförmigen, quer zur Hülsenachse
angeordneten Rucks to es dämpfer zwei seitliche Puffer vorgesehen
werden, welche sich achsparallel hierzu erstrecken.
Um die Wandsektoren des Schrotbehälters vor dem Abschuss zusammenzuhalten und insbesondere eine automatische Ladung nicht
zu behindern, ist der Schrotbehälter um seinen Aussenumfang mit einen oberen Aussenwulst versehen. Die Wandsektoren des Schrotbehälters können ferner mit inneren Längsrippen versehen sein,
welche zur Versteifung dieser Sektoren dienen.
Darüber hinaus ist es möglich, ein Abdichtungselement mit einem
äusseren Ringsegment auszustatten, wodurch eine bessere Ab-' dichtung gegenüber dem darunter befindlichen Schiesspulver gewährleistet ist.
In den beigefügten Zeichnungen sind beispielsweise Ausfühnungsmöglichkeiten der erfindungsgemäss ausgebildeten Schrotpatronenhülse dargestellt, wobei zeigen:
Figur 1; eine Seitenansicht der Hülse teilweise im Schnitt,
Figur Zi eine Ansicht wie Fig. 1 um 90 um die Hülsenachse verdreht.
Figur 3: eine Ansicht von der Unterseite 4er Hülse,
Figur 4: eine getrennte Darstellung des rohrförmigen Rückstossdämp&rs,
Figur 5i eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1 "bei der während des' Abschusses erfolgenden Verformung,
Figur 6S in vergrösserter Darstellung eine perspektivische Wiedergabe
* des Ausschnittes A in Fig. 1,
009846/1 TU' pocrTFD
ORIGINAL INSPECTED
Figur 7: die Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform
der erfindungsgemässen Hülse,
Figur 8: eine gleiche ^Darstellung wie Fig. 7 um 90 um die
Hülsenachse verdreht,
Figur 9ϊ eine ähnliche Darstellung wie Fig.. 5 im V e rf ο rmungs zustand
beim Abschuss und
Figur lOS die Hülse beim Austritt aus dem Gewehrlauf.
Hiernach besteht die erfindungsgemäss ausgebildete Schrotpatronenhtilse
ganz allgemein aus einem vorderen Schrotbehälter 1, einem mittleren Dämpfung steil 2 und einem rückwärtigen Abdichtungselement
3.
Dieser Schrotbehälter 1 besteht seinerseits aus einem scheibenförmigen
Basisteil 4, an welchem mehrere, die Behälterwand bildende Sektoren
6, 7 und 8 angeformt sind. Diese sektorförmig aufgeteilte Behälterwand bietet den Vorteil, dass das Schrotblei nicht an der Gewehrlaüfinnenseite
entlangstreift und dass sich der Behälter sofort öffnet, sobald er den Lauf verlässt, und das Schrot freigibst. Diese Sektoren 6,7 und
sind über einen schmalen Steg 5 mit dem Basisteil 4 des Schrotbehälters
verbunden. Ausserdem sind diese Wandsektoren auf ihrer Aussenseite mit abgerundeten Längsrippen versehen, wodurch beim
Abschuss nur Reibungslinien und keine Reibungsflächen entstehen können. Sobald die Hülse den Gewehrlauf verlassen hat, spreizen
sich diese Sektoren auseinander und*befinden sich dann in einer
Lage, wie sie in Fig. 5 mit 6',-7· und 8' angedeutet iät. Nach diesem
Auseinanderspreizen lösen sie sich dann vollkommen von dem scheibenförmigen
Basisteil 4, wie es in Fig. 10 dargestellt ist.
Durch diese Spreizung der Wandsektoren wird die Hülse selbst abgebremst,
so dass die Schrotkörner die Hülse verlassen können und ihre Bahn fortsetzen.
0Q9846/1U4 ßAD
Unterhalb dieses Schrotbehälters 1 ist der rohrförmige Dämpfungsteil
2 angeordnet, welcher quer zu*" Hülsenachse liegt. Der Durchmesser dieses rohrförmigen Elementes ist so berechnet, dass beim
Zusammendrücken während des Abschusses, wie es in Fig. 5 dargestellt ist, der Raumbedarf dieses rohrförmigen Elementes nicht den
Durchmesser des Gewehrlaufes überschreitet. Dieser rohrförmige Aufbau des Dämpfungsteiles, wie es in Fig. 4 allein dargestellt ist,
weist den Vorzug auf, durch diese Ausbildung ein erhebliches Luftkissen zu bilden, welches einerseits aus dem Zwischenraum 9
ausserhalb des Rohres und andererseits aus dem Innenraum 10
des Rohres besteht. Zusammen mit der Elastizität des Kunststoffes,
aus welchem die erfindungsgemässe Hülse gefertigt ist,
entsteht hierdurch eine äusserst wirkungsvolle Dämpfung des Rttckstosses beim Abschuss.
Wie bereits erwähnt, hat das rückwärtige Abdichtungselement 3
etwa die Form eines umgekehrten Bechers ua d seine Hauptaufgabe besteht darin, als Abdichtungskolben gegenüber dem beim Abschuss
entstehenden Gasdruck'.zu wirken. Der zylindrische Rand 11 ist
hierbei dünner ausgeführt als der Boden 13, welcher auf seiner Unterseite mehrere konzentrische Rippen 16 trägt. Durch den in
Richtung der Pfeile 12 wirkenden Treibdruck wird auf diese Weise der zylindrische Rand 11 nach aus sen gegen die Innenfläche des Gewehrlaufes
gedrückt. Die dickere Ausführung des Bodens 13 bewirkt die in Fig. 5 dargestellten Verformungen, indem sich die obere
Seite 14 des zylindrischen Randes 11 soweit verformt, bis sie ihrerseits an dem unteren Rand 15 des scheibenförmigen Basisteiles
4 anliegt.
009846/11
Bei einer abgewandelten Ausführungsform nach den Fig. 7 bis 10 ist
jeder der Wandsektoren 6 mit'zwei Längsversteifungsrippen 17 versehen,
die an der Innenseite der Sektoren angeformt sind und ein Gegeneinanderfallen der Sektoren beim Abfeuern des Schusses verhindern.
Ausserdem ist um den Aussenumfang des Schrotbehälters ein oberer Wulst 18 angeordnet, der nicht nur die Wandsektoren 6 im oberen
Teil zusammenhält ,sondern auch verhindert, das sich die erfindungsgemäss
ausgebildeten Schrotpatronenhülsen während eines automatischen Ladevorganges verklemmen.
Bei dieser abgewandelten Ausführungsform ist der rohrförmige
Rückstossdämpfer mit zwei seitlichen kleinen Puffern 19 versehen
die parallel zu dem Rohrelement liegen. Diese Puffer 19 haben die Aufgabe, ein einwandfreies Auswuchten der Hülse unter der federnden
Wirkung des Rückstossdämpfers während des Abschusses zu gewährleisten. Diese federnde Wirkung erfolgt in Achsrichtung der
Hülse, da die Puffer, wie es in Fig. 9 zu erkennen ist, bei der Verformung während des Abschusses zwischen dem scheibenförmigen
Basisteil 4 und dem rückwärtigen Abdichtungselement 3 zu liegen
kommen und somit eine Neigung der Hülse um die Achse des Schrotbehälters 1 verhindern.
Wie bereits erwähnt, kann der rückwärtige Abdichtungsteil 3 mit einem Ringsegment 20 versehen werden, wodurch eine bessere Abdichtung
gegenüber dem darunter befindlichen Schiesspulver gewährleistet ist.
009846/11U
Claims (8)
- PATENTANSPRUECHE:Schrotpatronenhülsen aus Kunststoff mit einem sich selbst zerlegenden Schrotbehälter und einem rohrförmigen Rückstossdämpfer, gekennzeichnet durch eiöe einstückige Ausbildung mit einem vorderen, sektorförmig aufgeteilten Schrotbehälter (l), einem mittleren Dämpfungsteil (2) und einen rückwärtigen Abdichtungselement (3).
- 2. Hülse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Schrotbehälter (l) mit einem scheibenförmigen Basisteil (4) und i einer Behälterwand aus mehreren Sektoren (6, 7, 8) für einen vorbestimmten Bruchverlauf, welche über einen schmalen, beim Abschuss sich sofort trennenden Mittelsteg (5) mit dem Basisteil verbunden und auf ihrer Aussenseite mit abgerundeten Längsrippen versehen sind. N
- 3. Hülse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung des rohrförmigen Rückstossdämpfers (2) quer zur Hülsenachse und mit einem solchen Durchmesser, dass beim Zusammendrücken der Gewehrlaufdurchmesser nicht überschritten wird.
- 4. Hülse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein etwa als umgekehrter Becher ausgebildetes Abdichtungselement (3), dessen zylindrischer Rand (11) dünner als der Boden (13) ausgeführt ist, welcher seinerseits mit konzentrischen Rippen (16) versehen ist.
- 5. ' Hülse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei seitlichePuffer (19) aussen an dem rohrförmigen, quer zur Hülsenachse angeordneten Rückstossdämpfer (2), welche sich achsparallel hierzu erstrecken.00 9 8 46/1 IU. .
- 6. Hülse nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen oberen Aussenwulst (8) um den Schrotbehälter (1), welcher die Wandsektoren vor dem Abschuss zusammenhält.
- 7. Hülse nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch innere Längsrippen (17) an den Wandsektoren (6-8) zu deren Versteifung.
- 8. Hülse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Abdichtungselement mit einem äusseren Ringsegment (20) zur besseren Abdichtung gegenüber dem darunter befindlichen Schi&sspulver.0Q98A6/11ULeerseite
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| IT332970 | 1970-02-11 |
Publications (1)
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ID=26325147
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|---|---|---|---|
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| FR (1) | FR2063858A5 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4043267A (en) * | 1970-08-27 | 1977-08-23 | Kabushiki Kaisha Kawaguchiya Hayashi Juho Kayaku-Ten | Rocket bullet |
| US4825767A (en) * | 1988-08-30 | 1989-05-02 | Nagatoshi Maki | Wad for shotgun shotshell |
| US5979330A (en) * | 1998-01-23 | 1999-11-09 | Cornell; John S. | Integrated one-piece plastic shotshell wad |
| DE102011100790A1 (de) * | 2011-05-06 | 2012-11-08 | Rheinmetall Waffe Munition Gmbh | Gummi- oder Impulsgeschoss |
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|---|---|---|---|---|
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| FR2370258A1 (fr) * | 1976-11-03 | 1978-06-02 | Gougne Georges | Bourre pour cartouches, notamment de chasse |
-
1970
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- 1970-04-23 FR FR7014856A patent/FR2063858A5/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2063858A5 (de) | 1971-07-09 |
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