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DE2016668A1 - Kreisverfahren zur Herstellung von Weinsäure - Google Patents

Kreisverfahren zur Herstellung von Weinsäure

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Publication number
DE2016668A1
DE2016668A1 DE19702016668 DE2016668A DE2016668A1 DE 2016668 A1 DE2016668 A1 DE 2016668A1 DE 19702016668 DE19702016668 DE 19702016668 DE 2016668 A DE2016668 A DE 2016668A DE 2016668 A1 DE2016668 A1 DE 2016668A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tartaric acid
acid
via line
mother liquors
hour
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702016668
Other languages
English (en)
Inventor
Freddy Brüssel Marechal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Solvay SA
Original Assignee
Solvay SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Solvay SA filed Critical Solvay SA
Publication of DE2016668A1 publication Critical patent/DE2016668A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/48Compounds containing oxirane rings with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms, e.g. ester or nitrile radicals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/347Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups
    • C07C51/367Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups by introduction of functional groups containing oxygen only in singly bound form

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Kreisverfahren zur Herstellung von Weinsäure durch Hydroxylation von Maleinsäure mittels einer wässrigen Lösung von Wasserstoffperoxyd in Anwesenheit von Wolframsäure als Katalysator.
ist bekannt, Weinsäure durch ein Kreisverfahren herzu*· stellen, welches darin besteht, Maleinsäure zu Epoxybernsteinsäure mittels einer wässrigen lösung von Wasserstoffperoxyd in Anwesenheit von Wolframsäure als Katalysator zu epoxydieren, die Epoxybernsteinsaure zu Weinsäure zu hydrolysieren, die Weinsäure durch Abkühlung des Reaktionsmilieus auszukristallisieren, sie aus dem Milieu abzutrennen und die Mutterlaugen der Kristallisation in die Epoxydations stufe zurückzuführen, um den Zyklus zu wiederholen«
Bei der Rückführung der Mutterlaugen der Kristallisation wurde jedoch festgestellt, dass die Epoxydationsgeschwindigkeit sich stark verringert, und man konnte ermitteln, dass diese Erscheinung der Weinsäure zuzuschreiben ist, an welcher die zurückgeführten Mutterlaugen gesättigt sind.
Bekanntlich kann sich aber auch die Weinsäure "mit. Wasserstoffperoxyd umsetzen, um Ameisensäure und Kohlensäure zu ergeben, was für die Gesamtausbeute dieses Verfahrens ' nachttilig ist. ..·.'■ ^____
009842/1939
Es wurde nun eine im Rahmen dieses Verfahrens anwendbare Verbesserung gefunden, welche die Beseitigung der Weinsäure, an welcher die Mutterlaugen der Kristallisation gesättigt sind, vor deren Rückführung ermöglicht und dies unter Vermeidung der gleichzeitigen Beseitigung des Epoxydationskatalysators.
Das erfindungsgemässe verbesserte Kreisverfahren besteht darin, die Maleinsäure zu Epoxybernsteinsäure mittels einer wässrigen Lösung von Wasserstoffperoxyd in Anwesenheit von Wolframsäure als Katalysator zu epoxydieren, die Epoxybernsteinsäure zu Weinsäure zu hydrolysieren, das Reaktionsmilieu abzukühlen, um die Weinsäure auszukristallisieren, welche man dann aus diesem Reaktionsmilieu abtrennt, darauf durch Fällung als unlösliches Alkali- oder -^rdalkalisalz die Weinsäure zu beseitigen, an welcher die Mutterlaugen der Kristallisation gesättigt sind, und dann diese den Katalysator enthaltenden Mutterlaugen in "die Epoxydationsstufe zurück zuführen.
Vorzugsweise fällt man die restliche Weinsäure als saures Kaliumtartrat oder als Calciumtartrat aus, welches man durch Filtrieren oder Abschleudern a-btrennt. Diese Salze können als solche beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie benutzt oder in Weinsäure übergeführt werden.
Die gemäss dem Verfahren der Erfindung erhaltene Weinsäure kann vorteilhafterweise die natürliche Weinsäure in den meisten ihrer Anwendungen ersetzen.
Der Hauptvorteil der Erfindung beruht dar&Jf, dass bei der Rückführung der gereinigten Mutterlaugen die Epoxydationsgeschwindigkeit der Maleinsäure deutlich erhöht ist.
Bei der Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens zieht ma: ι zum Erreichen einer optimalen Ausbeute an Weinsäure und gleichzeitiger maximaler Ausnutzung des Wasserstoffperoxyds vor, die Hydroxylation in zwei Stufen zu bewirken: die erste besteht darin, die Maleinsäure zu Epoxybernsteinsäure mittels einer wässrigen Lösung von Wasserstoffperoxyd in Anwesenheit
VOn Wolframaäure &Ί η gatftlvsatnr hei ™i»-Hv
009842/1939
Temperatur von einer Grossenordnung von etwa 70 C zu epoxydieren, Ms der grössere Teil des Wasserstoffperoxyds verbraucht ist, und dann in einer zweiten Stufe die Epoxybemsteinsäure zu Weinsäure zu hydrolysieren, beispiels weise durch Erwärmen des Reaktionsmilieus auf Rückflusstemperatur.
In der Praxis ist es jedoch nicht möglich, die beiden Stufen streng zu trennen, weil ein Teil der Epoxybernsteinsäure sich bereits in dem Epoxydationsreaktor hydrolysiert«
Man kühlt, dann das Reaktionsmilieu auf eine ausreichend niedrige Temperatur, vorzugsweise auf etwa 0-5°0j ab, um die Weinsäure auszufällen, welche man durch Abschleudern oder Filtrieren gewinnt.
Die Mutterlaugen der Kristallisation, welche in gelöstem Zustand den Katalysator Wolframsäure, die restliche Weinsäure und die nichtumgesetzte Maleinsäure enthalten, werden zur Epoxydation zurückgeleitet, wohin man andererseits frische Beschulungen an Wasserstoffperoxyd und Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid schickt, um den Zyklus zu wiederholen.
In diesem Kreisprozess sieht man noch zwischen 'den Stufen der Hydrolyse und der Kristallisation eine Verdampfung eines Teils des vorhandenen Wassers vor, um das Volumen des Reaktionsmilieus auf einem konstanten Wert zu halten.
Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann man /Wasserstoffperoxydlösungen verschiedener Konzentrationen benutzen; in der Praxis werden handelsübliche Lösungen, beispielsweise von 30-70$ vorteilhafterweise verwendet. Die Maleinsäure kann in Form ihres Anhydrids oder der Säure oder ihrer sauren Salze zugesetzt werden, wobei die Mengen sich bis auf fast die Sättigung in dem Milieu bei der Epoxydationstemperatur belaufen können.
Was das Verhältnis der Reaktanten bei der Speisung betrifft, so kann man mit einem Molarverhältnis Maleinsäure/Wasserstoffperoxyd zwischen 0,8 und 1,5 arbeiten. Da das Wasser-
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stoffperoxyd der weniger stabile Reaktant ist, wird Jedoch, vorgezogen, einen Überschuss in Bezug auf die stochiomeirische Menge anzuwenden.
Als Wolframsäure-Katalysator kann Wolframoxyd, Wolframsäure selbst oder ihre Salze eingesetzt werden. Man verwendet ihn in einer Menge von mindestens 0,5 und höchstens 5 Grew.# , ausgedrückt als WCU, und bezogen auf die vorhandene Maleinsäure ·
©ie folgenden Versuchsergebnisse und Beispiele erläutern die Erfindung und ermöglichten, ihren Bereich besser zu verstehen·
I. Einfluss der Konzentration an in dem Reaktionsmilieu vorhandener Weinsäure auf die Geschwindigkeit der Epoxydation der Maleinsäure
Die Versuche wurden unter den gleichen Temperaturbedingungen wie im Fabrikationszyklus, nämlich bei 70 C ausgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
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Tabelle I
Sr.des Zusammensetzung der eintretenden Austretende Lösung
Versuchs Lösung in g/kg
Reaktionsgeschwindig-
^ „ , . keit in Molen umgewan-
Malein- Wein- Na2WO.. Wasser Menge Konzentr«- Konzentra- tiltl* Maleinsäure/ä/ säure- säure Οττ Λ in g/h tion an tion an · ———
anhydrid
2H2O
H2O2 in
40,5 140,1
1,95 817,5
731
737
20,2 20,6
Weinsäure
in g/kg
3,4
3,6
27,4 106
390 19,3
75 1,95 789,6 ^ 21>6
75,2
75,5
0,478 0,501
40, 5 140,1 25 1,95 792, 5 333 20,2 33 ,0 0,236
2 380 20,6 32 0,286 v!n
I
27, 4 106 50 1,95 814, 6 573 18,3 53 ,0 0,214
3 593 21,0 51 »9 0,211.
0,116 0,138
CD CD CD CO
II. Versuche der Ausfällung als saures Kaiiumtartrat
Die -rirgebnisse dieser Ausfällungsversuche der noch in den Mutterlaugen der Kristallisation vorhandenen Weinsäure als saures Kaliumtartrat folgen in Tabelle 2 II.
Tabelle II
Nr.·
der
Versuche
Ausgangslösung 1 kg
Weinsäure
in Molen
Maleinsäure in Molen
Neutralisiermittel
KOH 1 N
in Molen
Niederschlag gesammelt nach 1 Stunde 30 Min. bei 2-
KHC71H. Or
4 4 6
0,427
0,427
0,427
0,715 0,715
in Molar-Jfe bezogen Molen auf die eingesetzte Weinsäure
0,427
0,427
1,142
0,391 91,5
0,213 50
0,392 91,9
Da das neutrale Kaliumtartrat sehr löslich in dem Reaktionsmilieu ist, während das saure Kaliumtartrat sehr wenig löslich ist, nämlich in einer G-rössenordnung von 2,5 g/kg, muss man genau die erste Säurefunktion neutralisieren, wie es Axx. der Versuch 5 zeigt.
Beim Vergleich der Versuche 6 und 7 stellt man fest, dass man die stärker sauren Punktionen als diejenigen der Weinsäure und insbesondere die erste saure Punktion der Maleinsäure, welche nicht bei der Epoxydation reagiert hat und sich in den Mutterlaugen wieder vorfindet, neutralisieren muss.
Die Ergebnisse dieser Tabelle zeigen, dass durch Ausfällen als saures Kaliumtartrat die Weinsäure , an welcher die Mutterlaugen der Kristallisation bei 2-3°C gesättigt sind, zu mehr als beseitigt werden kann.
III. Versuche zum Ausfällen als Oalciumtartrat.
Eine Reihe von Versuchen zum Ausfällen der Weinsäure als Calcium· tertrat wurden durchgeführt mit einer synthetischen Lösung, welche nur Weinsäure und Wolframsäur» als Katalysator enthielt, um das Verhalten dieser beiden Bestandteile, wenn sie gleichzei-
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ORIGINAL INSPECTED
tig zugegen sind, zu erforschen. Die Ergebnisse folgen in Tabelle III. ■
00 984 2/1.9.3:9
Ausgangslösung
Nr. —
der Wein- Na2WO4 Ter- säure ,. 0Tr n suche in 10"° ^2^-3
Tabelle III
Neutralisiermittel
Ca(OH)2 in Molen
Niederschlag,gesammelt nach 1 Stunde "bei Kaumtemperatur
Gewicht
in S
CaWO
4H2O
Gesamtge-r wicht
gewicht
Molar-^έ Molar-^ eingesetz- des eingeter Wein- setzten säure
10
11
12
53,3 53,3 53,3 53,3 53,3
26,6 53,3 26,6 53,3
53,3
53,3
53,3
106,6
106,6 13,55
13,65
13,80
21,55
28,75
100 99,4 99,0 63,6 48,3
0,4
0,6
33,4
47,8
97,8
98
98,6
99
100
0,8 0,5 94 90
00 ι
Bezogen auf Versuch 8 zeigen die Versuche 9 und. 10, dass es möglich ist., Calciumtartrat ohne Ausfällung von Wolframsäure zu fällen, wenn Mol nach Mol Weinsäure durch das basische Agens neutralisiert wird«
Die Versuche 11 und 12 zeigen, dass es möglich ist, dann gewünffchtenfalls das Oalciumwolframat auszufällen, was von Bedeutung ist, wenn der Katalysator einen Teil seiner Aktivität nach mehreren Fabrikat!onszyklen verloren hat und man ihn reaktivieren muss«.
Die Ergebnisse der Versuche zur Ausfällung als Calciumwolframat der Weinsäure, welche in den in der Praxis anfallenden Lösungen zugegen ist, d.h. in den Mutterlaugen der Kristallisation, welche auch bei der Epoxydation nicht umgesetzte Maleinsäure enthalt^" folgen in Tabelle IV.
009142/1939 OhIOfMAL mSPECT£D
Tabelle IV
Ausgangslösung 1 kg Neutralisiermittel
Hr. der Weinsäur^Male-Versuche in M°le* ^x. 4H
in Molen
in g Niederschlag,gesammelt nach 30 Minuten
"bei Raumtemperatur
CaC03 fest in Molen in Molen Molar-# bezogen auf die
eingesetzte Weinsäure
XiX 13 T^yT 14·
*|x 15 16
0,427
0,427 0,427
0,715 -
0,715 -
0,715
0,715
0,427
0,785 0,358 0,785 0,327
0,425
0,426
76,6
99,5
99,8
cn cn 09
Hier zeigen gleichfalls die Versuche, dass es genügt, die e.rste saure Funktion der vorhandenen Maleinsäure zu neutralisieren, um die Weinsäure als Oalciumtartrat mit fast totaler Wirksamkeit auszufällen.
Die Figur 1 stellt eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Weinsäure nach dem erfindungsgemässen Verfahren dar, das heisst unter Ausfällung der restlichen in den Mutterlaugen vorhandenen Weinsäure«,
Diese Anlage umfasst einen mit Rührwerk ausgerüsteten Lösebehälterj3, welcher bei 1 mit Maleinsäureanhydrid, hei 2 mit Wasser und bei 27 mit den zurückgeleiteten Mutterlaugen gespeist wird. Die Auflösung vollzieht sich bei Raumtemperatur.
Die Lösung wird über Leitung 4 in einen ersten Epoxyda- -tionsreaktor 5 gefördert, welcher mit einem Rührwerk versehen ist und auf einer Temperatur von .7O0C gehalten wird. Dieser Reaktor 5 wird bei 6 mit einer wässrigen Lösung von HpOp gespeist und ist mit einer Entgasungsleitung 7 versehen,um das Abgasen von Sauerstoff zu ermöglichen*
Die Reaktionsmischung geht durch Leitung 8 in einen zweiten Epoxydationsreakto3J9, wo die Epoxydationsreaktion bei 70 C beendet wird. Dieser Reaktor 9 ist gleichfalls mit einer Entlüftungsleitung 10 ausgerüstet, '
Durch Leitung 11 gelangt die Reaktionsmischung in das Hydrolysiergefäss 12, wo die entstandene Epoxybernsteinsäure bei 1020C zu Weinsäure hydrolysiert wird.Da man unter Rückfluss arbeitet, ist das Hydrolysiergefäss 12 mit einem Kondensator 13 ausgerüstet, der einen Auslass 15 zur Luft besitzt. Der Wasserdampf, welcher sieh in 13 kondensiert, wird durch Leitung 14 abgeleitet, was eine gleichzeitige Konzentration der Lösung gestattet.
Die nydrolysierte Mischung wird über Leitung 1t zu dem Kristallisator 17 gefördert, worin sie auf O0C abgekühlt wird. Dann geht der Brei über Leitung 18, über Filter 19, während über Leitung 20 Wasser eingeführt wird, um den
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Niederschlag aus Weinsäure zu waschen. Dieser letztere wird über Leitung 21 zu einer Trocknungskolonne 22 geschickt, worii er bei 11O0C getrocknet wird. Der Wasserdampf wird über Leitui 23 beseitigt und die erhaltene trockene Weinsäure über Leitung 24 entfernt.
Die an Weinsäure gesättigten Mutterlaugen verlassen das Filter 4<l über Leitung 25. Sie werden in einem Fällgefäss 29 gesammelt, in welches man auch über Leitung 28 das neutral: sierende Agens schickt. Man sieht auf Gefäss 29 auch eine Entlüftung 30 vor.
Die in Gefäss 29 gebildete Suspension wird über Leitung 31 zu einem Filter 33 gefördert. Bei 32 führt man das zum Waschen des Tattratniedefschlags benötigte Wasser ein. Das Tartrat selbst*wird über Leitung 34 in eine Trocknungskolonne 35 geschickt, woraus Wasserdampf über Leitung 36 und das trockene Tartrat über Leitung 37 entfernt werden.
Die Mutterlaugen vom Filter 33, gewonnen über Leitung 38, werden bei 26 einer Reinigung unterworfen, wobei ein Teil entfernt wird, während der Rest über Leitung 27 zum Lösebehälter 3 zurückgeführt wird.
Die Figur 2 stellt eine nach dem bekannten Verfahren arbeitende Anlage dar, das heisst ohne Ausfällung der restlichen in den Mutterlaugen enthaltenen Weinsäure. Die Teile 1 bis 25 der Anlage sind die gleichen wie diejenigen der Figur 1, aber die Mutterlaugen der Weinsäure, welche durch Leitung abfliessen , werden unmittelbar einer Reinigung bei 26 unterworfen und dann über Leitung 27 in den' Lösebehälter 3 zurückgeführt.
Beispiele.
Entsprechend dem erfindungsgemässen Verfahren arbeitet man in einer Anlage wie an Fig. 1 beschrieben, mit Ausfällung der restlichen in den Mutterlaugen gelösten Weinsäure durch Einwirkung von CaCO,.
Die Zusammensetzungen des Reaktionsmilieus in den verschiedenen Stadien des Zyklus sind in der folgenden Tabelle V zusammengestellt. Die Werte sind in g/Stunde ausgedrückt.
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ORIOiNAL INSPECTED
Man führt stendlich in den Lösebehälter 3 261,5 g Maleinsäureanhydrid über Leitung 1,'73,6 g Wasser und 0,37 g Natrium-' wolframat-dihydrat über Leitung 2 und 657,5 g rüekgeführte Mutterlaugen über Leitung 27 ein(s.Tabelle Y,Spalte 1). In der gleichen Zeit zieht man aus dem Lösebehälter 3 ab 993 g Lösung (siehe Tabelle V,Spalte 2.), um den Reaktor 5 zu speisen worin man ausserdem über Leitung 6 212 g einer wässrigen Lösung von HpOp von 50$ einführt. In diesem Reaktor 5 erreicht die Epoxydationsgeschwindigkeit 0,795 Mole verbrauchte Maleinsäure pro Liter und pro Stunde. Über Leitung 7 entweichen 2,8 g Op/Stunde» - .
Die austretende Lösung, nämlich 1202,3 g (siehe Tabelle V, Spalte 3),geht in den Reaktor 9, worin die Epoxydationsreaktion sich vollendet. Die Epoxydationsgeschwindigkeit erreicht &£Ä 0,376 Mole verbrauchte Maleinsäure, pro Liter und-pro Stunde. Über Leitung 10 entweichen 2,3 g Og/Stunde.
Die ReaktionsmiaOhung, welche den Reaktor 9 mit einer Geschwindigkeit von 1200 g/Stunde verlässt, (siehe Tabelle V, Spalte 4) wird durch Leitung 11 in den auf 1020C gebrachten Hydrolysebehälter 12 geschickt» Der in 13 kondensierte Wasserdampf wird aus dem Umlauf durch Leitung 14 in einer Menge von 280 g/Stunde beseitigt, während über Leitung 15 2,87 g 02/Stunde entweichen.
Das hydrolysierte und konzentrierte Gemisch geht über Leitung 16 in den auf O0C gehaltenen Kristallisator 17 mit einer Geschwindigkeit von 917 g/Stunde (s.Tabelle Y,Spalte 5), und dann über Leitung 18 auf Filter 19, wo der liederschlag aua Weinsäμre mit Wasser gewaschen wird,welches über Leitung 20 in einer Menge von 300 g/Stunde herangeführt wird. Dann wird der Niederschlag in die Troeknungskolonne 22 gefördert, woraus man ihn über leitung 24 in einer Produktionsmenge von 339,1 g/Stunde gewinnt.
Die Mutterlaugen, welche über Leitung 25 in einer Menge von 767,7 g/Stunde (s,Tabelle V9Spalte 6) gesammelt-.werden, werden in den Fällbehälter 29 geleitet, worin über Leitung 2Θ, , 39|ÖCg CaGOj/Stuilde zugesetzt werden. Über Leitung 30 gleichzeitig 17.17 g QOo abgegast« Üb^r Leitung ?1
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ORIGINAL
wird die Suspension zum Filter 33 geschickt, wo der Niederschlag aus Calciumtartrathydrat mit über Leitung 32 in einer Menge von 65 g/Stunde eingespritztem Wasser gewaschen wird0
Der gewaschene Niederschlag wird dann in die mit einer Temperatur von 2000C arbeitenden Trocknungskolonne 35 gefördert , woraus das wasserfreie Calciumtartrat über Leitung 37 in einer Menge von 67,3 g/Stunde gewonnen wird. Die Mutterlaugen verlassen das Filter 33 über Leitung 38 in einer Menge von A-jJ|£j|5 g /Stunde (s·Tabelle V,Spalte 7) und werden einem Unacg:bei 26 unterworfen, wo man 10$ beseitigt (siehe Tabelle V, Spalte 8), und der Rest wird " über Leitung 27 in den Lösebehälter 3 zurückgeleitete
Die molare Gesamtausbeute^, das ist das Verhältnis gewonnene Weinsäure + Calciumtartrat zu verbrauchter Maleinsäure, ist höher als
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■■ ■ 1 - Tabelle V 2 t
3
4 5,75 5 5,75 6 7 8 7 1
_k
VJl
Nummer der Spalte - 339,5 0,31 I
Art der Produkte
in ά/Stunde
309,7 92,8 ' 7,3 392,8 5,75 - - 37
Maleinsäure 591,3 244,5 775,1 451,9 0,31 69
Epoxydierte Bern
steinsäure
' -■ - 2,8 6,1 -<· 53,7 - - 26
Weinsäure 3,3 617,1 759,6 3,67 3,67 641,7 657 65, 02
Wasser 60,2 - 36,4 60,2 60,2 - -. --
fasserstoffperoxyd 2,37 3,67 3,67 . 2,37 2,37 3,67 3,67 Ö, O
Na2WO4.2 H2O 657,5 60,2 60,2 1200,0 917,0 60,2 66,9 6, 16668
Saures Cald?i£m-
maleat
2,37 2,37 2,37 2,63 0,
Saures Calcium-
epoxysuccinat
993,0 1202,3 767,7 730,25 73,
Gesamt
■ -
'-16-
Vergleichsweise'wurde die kontinuierliche Herstellung von Weinsäure ohne Ausfällung der in den Mutterlaugen der Kristall, sation enthaltenen Weinsäure in einer Anlage, wie schematisch in Fig. 2 dargestellt, durchgeführt.
Die Zusammensetzungen des Reaktionsmilieus in den verschiedenen Stufen des Zyklus sind in der folgende Tabelle VI zusammen gestellt. Die Werte sind ausgedrückt in g/Stunde.
Stündlich eingeführt in den Lösebehälter 3 wurden 178,5 g Maleinsäureanhydrid -über Leitung 1, 305 g Wasser und 0,6 g Natriumwolframat-dihydrat über Leitung 2, und 529,2 g zurückgeführte Mutterlaugen (siehe labeile YI,Spalte 1) über Leitung 27. In der gleichen Zeit wurden aus dem Lösebehälter 3 abgezogen 1013,3 g Lösung (siehe Tabelle 0 VI,Spalte 2),welche ih den Reaktor 5 geschickt wurde« Gleichzeitig eingeführt wurden über Leitung 6 198 g einer wässrigen Lösung von H2O2 νοη 50Ji,
In diesem Reaktor 5 ist die Reaktionsgeschwindigkeit,ausgedrückt in dem Verbrauch an Maleinsäure, 0,490 Mol Maleinsäure pro Liter und/Stunde„
Über Leitung 7 entwüchen 11,2 g O2/Stunde, welche aus der Zersetzung des HgO2 herrührten.
Die austretende Lösung in einer Menge von 1200 g/Stunde (siehe Tabelle VI,Spalte 3) wird in den Reaktor 9 geschickt, worin man sich die Epoxydationsreaktion vollenden lässt, wobei dort die Reaktionsgeschwindigkeit. 0,224 Mol Maleinsäure ist, welche pro Liter und pro Stunde reagiert.
Über Leitung 10 entweichen 6,4 g O2/Stunde.
Die Reaktionsmischung, welche aus Reaktor 9 in einer Menge von 1193»6 g/Stunde (siehe Tabelle VI,Spalte 4) austritt, wird über Leitung 11 in den auf 1020C gebrachten Hydrolysierbehälter 12 gefördert. Der Wasserdampf* kondensiert in 13 und, wird über Leitung 14 mit einer Geschwindigkeit von 516,9 g/ Stunde entfernt, wahrend über Leitung 15 1,70 g O2/Stunde entweichen.
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ORIGINAL INSPECTED
Das hydralysierte und konzentrierte Gemisch gelangt in den Kristallisator 17 mit einer Geschwindigkeit von 675 g/Stunde (siehe Tabelle YI,Spalte 5) und der sich ergebende Brei' wird bei 19 filtriert, wo der Niederschlag aus Weinsäure mit Wasser in einer Menge von 300 g/Stunde gewaschen wirdi Die ausgefällte Weinsäure geht in den Trockner 22t woraus man sie über Trichter 24 in einer Menge von 249 g/Stunde gewinnt, was einer Molarausbeute erzeugte Weinsäure/verbrauchte Maleinsäure von 97 fo entspricht.
Die Mutterlaugen in einer Menge von 638 g/Stunde (siehe Tabelle VI,Spalte 6) verlassen das Filter 19 über Leitung 25. Bei 26 beseitigt man daraus 17$, das sind 108,7 g (siehe Tabelle VI,Spalte 7), und der Rest wird über Leitung 27 zum Lösebehälter 3 zurückgeleitet.
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CD CO CD
1 Tabelle 3,6 VI 3 ,9 4 5 5 3, 5 6 5 7 - VJl I O
Nummer der Spalte 2 1013,3 2 675, 2 2 0, 2 —J.
OD
CD
Art der Produkte ,5 108 I CD
in g/Stunde 66 144 79, 8 . 79, 9 79, 6 13, 4 CD
Maleinsäure 1 277,5 150 222, 8 1, 8 1, 1 0, CO
Epoxydierte Bernstein 1 6 7
säure 31,2 31,2 33 ,0 35, 6 286, 6 37, 6 6, 6
Weinsäure 428 832 848, 6 303, 0 516, 0 88 ,7
•Wasser 700 36 3, - -
Wasserstoffperoxyd 3 - 3, 3, 3,
Na2WO4.2 H2O 529,2 1200 1193, 638,
Gesamt

Claims (3)

  1. /1J Kreisverfahren zur Herstellung von Weinsäure, dadurch ■gekennz e i chnet , dass man Maleinsäure zu Epoxybernsteinsäure mittels einer wässrigen Lösung von Wasserstoffperoxyd in Anwesenheit von Wolframsäure als Katalysator epoxydiert, die Epoxybernsteinsäure zu Weinsäure hydrolysiert, das Reaktionsmilieu abkühlt, um Weinsäure auszukristallisieren, welche man von dem Reaktionsmilieu abtrennt, dann durch Ausfällung als unlösliches Alkali- oder' Erdalkalisalz die Weinsäure beseitigt, an welcher die Mutterlaugen der Kristallisation gesättigt sind, bevor man diese noch den Katalysator enthaltenden Mutterlaugen in die Epoxydationsstufe zurückführt.
  2. 2 ο Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Weinsäure, an welcher die Mutterlaugen der Kristallisation gesättigt sind, durch Ausfällen als Calciumtartra.t beseitigte
  3. 3 ο Verfahren nach Anspruch 1,. dadurch gekennzeichnet, dass man die Weinsäure, an welcher die Mutterlaugen der Kristallisation gesättigt sind, durch Ausfällen als saures Kaliumtartrat beseitigt.
    009842/1939
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