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DE201665C - - Google Patents

Info

Publication number
DE201665C
DE201665C DE1907201665D DE201665DA DE201665C DE 201665 C DE201665 C DE 201665C DE 1907201665 D DE1907201665 D DE 1907201665D DE 201665D A DE201665D A DE 201665DA DE 201665 C DE201665 C DE 201665C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
platinum
nickel
cobalt
wire
hydrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1907201665D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE201665C publication Critical patent/DE201665C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT42744D priority Critical patent/AT42744B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D5/00Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
    • C25D5/10Electroplating with more than one layer of the same or of different metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
10
30
Zur Herstellung von elektrolytischen Platinüberzügen auf Eisen, Nickel, Kobalt oder Legierungen dieser Metalle \vurde es bisher als unerläßlich betrachtet, dem Platinicren eine Verkupferung vorausgehen zu lassen.
Für viele Zwecke der Technik, so z. B. zum Platinieren von unveränderlichen Nickel-' Stahllegierungen, deren Platinüberzug Temperaturen bis zu iooo0 C. aushalten soll, ist jedoch eine vorherige Verkupferung nicht angängig, da sich der Platinüberzug schon bei verhältnismäßig niedriger Temperatur mit dem Kupfer legiert (nach Muspratt schon bei 3500C.) und eine solche Platinkupferlegierung auf den genannten Metallen oder Legierungen beim weiteren Erhitzen nicht haftet, sondern abspringt. Man kann nun die Verkupferung umgehen und einen absolut fest haftenden Platinüberzug herstellen, wenn man zunächst Nickel oder Kobalt auf dem Grundmetall niederschlägt, auf diesem Niederschlag einen Platinniederschlag herstellt, den Metallgegenstand nunmehr in einer Atmosphäre eines reduzierenden Gases, z. B. Wasserstoff, hoch erhitzt und darauf wieder eine oder mehrere Schichten eines Platinmetalls niederschlägt, worauf jedesmal wieder in einer reduzierenden Atmosphäre erhitzt wird.
Soll z. B. ein Nickelstahldraht platiniert werden, so versteht man denselben zunächst mit einem dünnen Überzug von reinem Nickel oder Kobalt und läßt unmittelbar darauf einen dünnen Überzug von reinem Platin folgen. Der so behandelte mit Nickel oder Kobalt und Platin überzogene Draht wird hierauf im Wasserstoffstrom einem reduzierenden Glühen unterworfen, wobei die Temperatur nicht unter 9000 C. betragen darf. Hierbei findet einerseits eine Legierung zwischen Nickel oder Kobalt und Grundmetall und andererseits eine solche zwischen Nickel oder Kobalt und Platin statt. Nach völligem Erkalten in der Wasserstoffatmosphäre zeigt ein so behandelter Draht eine weiße, rein metallische Oberfläche. Ein solcher Draht zeigt an der Luft erhitzt nur von Oxydationen herrührende Anlauffarben, ohne daß jedoch der Überzug abplatzt.
Alsdann wird gekratzt und ein weiterer Platinüberzug aufgebracht, worauf wiederum ein Glühen im Wasserstoff folgt, diesmal bei mindestens 10000 C, wobei gleichfalls eine Legierung mit der Unterlage bzw. mit dem vorher hergestellten Platinnickel- oder Platinkobaltüberzug stattfindet. Das Überziehen mit Platin und Glühen fizw. Auflegieren des Platins im Wasserstoff wird mehrere Male wiederholt, wodurch nach außen hin der Platingehalt in der Legierung immer mehr steigt und zuletzt aus reinem Platin besteht, was sich darin zeigt, daß der Draht beim Glühen an der Luft nicht mehr anläuft. Die
W.
' 's
beim Glühen angewandte Temperatur braucht 1000° C. nicht erheblich zu übersteigen.
Auf diese Art hergestellte bzw. platinierte Drähte, Bleche usw. zeigen die Eigenschaften S des reinen Platins. So läßt sich beispielsweise ein nach diesem Verfahren platinierter Draht aus unveränderlichem Nickelstahl genau so wie reines Platin mit Glas verschmelzen. Die Vorteile des beschriebenen Verfahrens
ίο bestehen darin, daß dadurch tatsächlich haltbare und namentlich bei höherer Temperatur unoxydierbare Überzüge erzielt werden.-
Das in der britischen Patentschrift 7853, 1894 beschriebene Verfahren ergibt Legierungsüberzüge, die nur geringe Widerstandsfähigkeit besitzen und namentlich beim Glühen entweder abspringen oder oxydieren und sich daher beispielsweise zum Einschmelzen in Glas nicht eignen.
Das Glühen der elektrolytisch galvanisierten Gegenstände in einer reduzierenden Atmosphäre ist zwar an sich ebenfalls bekannt (vgl. die deutsche Patentschrift 132614 und die britische Patentschrift 15037, 1903), aber es werden dadurch wohl gegen mechanische Bearbeitung widerstandsfähigere Überzüge erzeugt, nicht aber solche, welche gleichzeitig hohe Erhitzung ohne zu oxydieren vertragen.
Das gleiche gilt auch von dem an sich bekannten Aufbringen verschiedener Metalle nacheinander, z. B. zum Zwecke der Verschönerung und Veredelung.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet • sich dadurch wesentlich von allen bisher bekannten, daß dabei mehrfache Überzüge von Platinmetall in Anwendung kommen unter jedesmaligem, starkem Glühen in einem reduzierenden Gase, wodurch eine fest haftende und unoxydierbare Oberfläche erzielt wird, welche selbst gegen hohe Temperaturen widerstandsfähig ist.
Nur ein nach diesem Verfahren hergestellter Draht z. B. läßt sich luftdicht mit Glas verschmelzen auf Grund seiner unoxydierbaren Oberfläche und seines durchaus dichten Gefüges. Ist das Überziehen mit Platin sowie das jeweilige reduzierende Glühen nicht oft genug wiederholt worden, so enthält der Überzug noch einen zu hohen Prozentsatz Unedelmetall, so daß bei der Operation des Einschmelzens, welche unter starker Erhitzung von Glas und Draht stattfindet, Oxydation des Drahtes eintritt. Diese Oxydschicht wird, sowie das schmelzende Glas damit in Berührung tritt, reduziert, und der vorhandene Sauerstoff verhindert ein luftdichtes Anschmiegen des Glases an den Draht.
Als Nickelbad eignet sich ein solches, welches mittelharte, dichte Niederschläge liefert, z. B.
Nickelammoniumsulfat .... 290, Ammoniumsulfat ......... 75,
Zitronensäure ;..... 20,
dest. Wasser 4000. ·■
Das Bad arbeitet bei neutraler oder ganz schwach saurer Reaktion, welche durch Ammoniaklösung zu regeln ist.
Als Platinbad kann eines der bekannten Bäder dienen, welches das Platin in phosphorsaurer Lösung enthält, z. B. \
Platinammoniumphosphat .'. 25, Natriumphosphat ........ 500,
dest. Wasser ^..... 4000. yg

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Platinüberzügen auf schwer schmelzbaren Un- edelmetallen, wie Nickel, Eisen, Kobalt oder Legierungen dieser Metalle gemäß Patent 201664, dadurch gekennzeichnet, daß man auf dem Grundmetall zuerst elektrolytisch Nickel oder Kobalt und hierauf Platin niederschlägt, den Gegen- ■ ·. stand in einer reduzierenden Gasatmosphäre, z. B. .'in Wasserstoff, erhitzt und ■ dann weitere elektrolytische Platinüberzüge unter jedesmaligem, nachfolgendem. Erhitzen in reduzierendem Gase auf- :'·'' bringt. - ■ . .,·,·'*■-·'■
DE1907201665D 1907-10-01 1907-10-01 Expired - Lifetime DE201665C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT42744D AT42744B (de) 1907-10-01 1908-10-19 Verfahren zur Herstellung von Platinüberzügen auf schwer schmelzbaren Unedelmetallen, wie Eisen, Nickel, Kobalt oder Legierungen dieser Metalle.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE201665C true DE201665C (de)

Family

ID=464207

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907201665D Expired - Lifetime DE201665C (de) 1907-10-01 1907-10-01

Country Status (1)

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DE (1) DE201665C (de)

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