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Schaltungsånordnung zur Frei schaltung von Registern in Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechanlagen Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur
Freischaltung von Registern in~-Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, in denen
Register wie Teilnehmeranschlusschaltungen an die eine Seite und wie Verbindungssätze
an die andere Seite des Koppelfeldes angeschlossen sind, ein zur Einstellung eines
Koppelfeldes auf eine abgehende Fernverbindungsleitung notwendiger Teil der auf
diese Fernverbindung gerichteten Wahl information einem das Koppelfeld einstellenden
Markierer zugeleitet wird und dLe gespeicherten Wahlziffern nach der Koppelfeldeinstellung
über das Register und das Koppelfeld zur abgehenden Fernverbindungsleitung gesendet
werden.
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Es sind Schaltungsanordnungen zur Freischaltung von Registern für
solche Fernmeldeanlagen bekannt, in denen die Register über ein Registerkoppelfeld
an Verbindungssätze anschaltbar sind.
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Diese Register nehmen die Wahlinformation auf, werten diese aus und
steuern den Verbindungsaufbau. Handelt es sich dabei um eine Internverbindung, so
wird das Register freigeschaltet, sobald die Wahlinformation vollständig und der
gewünschte Anschluss erreicht ist oder sobald bei nicht vollständiger Wahlinformation
eine vorgegebene Zeit nach Eintreffen einer Wahlziffer verstrichen ist. Liegt jedoch
eine abgehende Externverbindung vor, so besteht eine von den Wählgewohnheiten der
Teilnehmer abhängige Möglichkeit, das Register vor dem Vorliegen einer vollständigen
Wahlinformation freizuschalten.
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Die vorzeitige Freischaltung des Registers bei abgehenden Fernverbindungen
wird beispielsweise durch eine Schaltungsanordnung gemäss der deutschen Auslegeschrift
1 222 548 erreicht, bei der eine Fernmeldeanlage mit an die abgehenden Verbindungssätze
über ein Registerkoppelfeld anschaltbaren Registern vorausgesetzt ist. Diese Verbindungssätze
weisen dort Schaltmittel zur direkten Weitergabe der aufgenommenen Wahlimpulse auf,
wobei diese Weitergabe mit der Freischaltung des Registers dann erfolgt, wenn das
Register die für den Aufbau des zugeordneten Verbindungsabschnitts erforderlichen
Wahlziffern aufgenommen hat und die dementsprechende Einstellung eines Koppelfeldes
gesteuert hat, im Register keine weiteren Wahl ziffern mehr gespeichert sind und
in einer Vorgabezeit für die Anschaltung der im fernen Amt angeordneten Wahlaufnahmeeinrichtung
keine weiteren Impulse mehr einlauren. Das Register enthält zwei Schaltmittel, von
denen das eine nach der Aufnahme der für die Einstellung des Koppelfeldes erforderlichen
Wahlziffern anspricht und das andere nach Ablauf einer von der Koppelfeldeinstellung
abgemessenen Vorgabezeit und nach Ausspeicherung aller Wahlziffern im Register anspricht.
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Beim Ansprechen dieser zwei Schaltmittel wird ein Ansprechstromkreis
für ein Abschaltrelais geschlossen, welcher beim Einlaufen weiterer Wahlimpulse
unterbrochen wird. Das Abschal relais steuert über eine vom Register über das Registerkoppelfeld
zum abgehenden Verbindungssatz verlaufende Signal ader ein Relais im Verbindungssatz,
welches sich selbst hält und die Weitergabe der folgenden Wahlziffern durch Schaltmittel
im Verbindungssatz selbst veranlasst.
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Die Übertragung dieser Lösungsmerkmale auf eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art, bei der also die Register nicht über ein gesonderte
Registerkoppelfeld, sondern über dasselbe Koppelfeld, über das auch Verbindungen
vom Teilnehmer zu den Verbindungssätzen hergestellt werden, Zugang zu den
Verbindungssätzen
haben, steht entgegen, dass die den Weitergabebefehl vom Register zum Verbindungssatz
übertragende Signalader über das (HaupS)Koppelfeld geführt werden müsse, dass aber
dafür Koppeladern nicht zur Verfügung stehen.
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Selbst wenn solche Koppeladern vorhanden wären, so wUrde bei der Frei
schaltung des Registers die Koppelfeldverbndung zwischen Teilnehmer und Verbindungssatz
unterbrochen werden, so dass Wahlimpulse verloren gehen könnten.
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Bei Fernmeldeanlagen der eingangs genannten Art wird beim Vorliegen
eines Verbindungswunsches zunächst der Teilnehmerapparat über das Koppelfeld unmittelbar
zu einem Register durch-geschaltet, welches die Wahlziffern empfängt und speichert.
Sobald das Register während der Wahlaufnahme feststellt, dass genügend Wahlziffern
für die Ansteuerung einer abgehenden Fernverbindungsleitung vorhanden sind, veranlasst
es die Einstellung eines zweiten Koppelfeldweges, über den das Register mit einem
abgehenden Fernverbindungssatz verbunden wird. Nach dieser Koppelfeldeinstellung
veranlasst das Register die Ausspeicherung der gespeicherten Wahlziffern, die über
den Fernverlkidungssatz dem fernen Amt zugeleitet werden. Wenn keine Wahlziffern
mehr im Register gespeichert sind, könnte das Register freigeschaltet werden. In
der Zeit jedoch, in der nun der Freischaltebefehl zum Markierer gelangt und dieser
die beiden zum Register führenden Koppelfeldwege auslöst und dafür einen Koppelfeldweg
aufbaut, der den Teilnehmerapparat direkt mit dem abgehenden Fernverbindungssatz
verbindet, kann der Teilnehmer die nächste Wahlziffer sendn. Es besteht daher die
Gefahr, dass ein Impuls dieser Wahlziffer verloren geht, unzulässig verkürzt oder
zerhackt wird.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der geschildeSe Nachteil vermieden
wird. Dies wird gemäss der Erfindung
dadurch errecht, dass das
Register erste Schaltmittel aufweist, die abhängig davon, dass keine Wahlziffern
mehr in den Speichermitteln gespeichert sind und im Register gerade keine neue Wahlziffer
eintrifft,betätigt werden und damit die Einspteicherung der nächsten Wahlziffer
in die Speichermittel verhindern und die Weitergabe dieser nächsten Wahlziffer mittels
zweiter Schaltmittel des Registers an die Fernverbindungsleitung veranlassen, und
dBs im Register die Beendigung der dieser nächsten Wahlziffer entsprechenden Impulsfolge
festgestellt und aufgrunddessen ein die Frei schaltung des Registers und die Herstellung
einer direkten Koppelfeldverbindung vom rufenden Teilnehmer zum Fernverbindungssatz
während der auf diese nächste Wahlziffer folgenden Freiwahlzeit veranlassendes Steuerzeichen
zum Markierer gegeben wird.
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Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.
Es zeigt: Fig.1 ein Blockschaltbild einer Fernsprechvermittlungsanlage, Fig.2 den
die Erfindung betreffenden Teil des in Fig.l gezeigten Registers.
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In Fig.1 ist mit KF ein Koppelfeld bezeichnet, an dessen eine Seite
Teilnehmerapparate über Teilnehmeranschlusschaltungen TS und Register RG und an
dessen andere Seite Verbindungssätze, beispielsweise auch Fernverbindungssätze VSg,
und ebenfalls die Register angeschlossen sind. Die Register sind also wie Teilnehmeranschlusschaltungen
an die eine Seite und wie Verbindungssätze an die andere Seite des Koppelfeldes
angeschlossen. Über Fernverbindungsleitungen F1 haben die FernverbindungssiStze
Zugang zu entfernt liegenden Vermittlungsämtern.
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Jedes Register RG kann einen von mehreren Steuersätzen ST bel-egen,
die Speichermittel zur Aufnahme von Wahlzi-ffern enthalten. Die Steuersätze ST haben
Zugang zu Zuordnern ZO, die in der Lage sind, auf Anfrage mitzuteilen, wann eine
ausreichende Wahl information für die Erstellung des Koppelfeldes KF vorliegt, und
eine Einstellinformation an einen von mehreren Pufferspeichern PS zu geben. Die
Pufferspeicher PS haben wiederum Zugang zu einem zentralen Markierer M, der zur
Einstellung des Koppelfeldes KF dient.
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Beim Abheben des Handapparates am Teilnehmerapparat wird in nicht
dargestellter Weise ein erster Koppelfeldweg wl von der Teilnehmeranschlusschaltung
TS zu einem Register RG aufgebaut, welches die ersten gewählten Ziffern empfängt,
in einem Steuersatz-ST speichert und nach jeder eingelaufenen Wahlziffer den Zuadner
ZO befragt, ob eine Richtungsaussage, d.h. die Einstellung des Koppelfeldes zu einer
Fernverbindungsleitung Fl, möglich ist, Wenn dies der Fall ist, wird die Richtungsinformation
in einen Pufferspeicher PS gegeben und vom Markierer M verarbeitet, sobald dieser
frei ist. Die Pufferspeicher sind deshalb vorgehen, weil die Arbeitszeiten von Zuedner
und Markierer zu unterschiedlich sind und Wartezeiten des Zuordners auf den Markierer
nicht erwünscht sind. Der Markierer M stellt nun einen zweiten Koppelweg w2 von
der anderen Seite des Registers RG zu einem freien abgehenden Fernverbindungssatz
VSg her, der an eine in die gewünschte Richtung führende Fernverbindungsleitung
angeschlossen ist, In nicht dargestellter Weise gibt das Register nach erfolgter
DurSchschaltung des Koppelfeldweges w2 und Verstreichen einer Vorgabezeit für die
Anschaltung der Wahlaufnahmeeinrichtung im fernen Amt ein Zeichen, dass mit der
Aus speicherung der im Steuersatz ST gespeicherten Ziffern begonnen werden kann.
Dps Register RG fordert dann vom Steuersatz ST die erste auszuspeichernde Wahlziffer
zur Fernverbindungsleitung Fl an und fordert nach Ablauf der Freiwahlzeit die nächste
Wahlziffer ab. Dieses Spiel wiederholt sich
so lange, bis im Steuersatz
ST keine Wahlziffern mehr gespeichert sind. Das Register RG könnte min freigeschaltet
werden.
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Die Frei schaltung des Registers RG wird anhand der Schaltungsanordnung
des Registers in Fig.2 erläutert. Dort sind die über den Koppelfeldweg wl geführten
Sprechadern a, b mittels eines Ubertragers otü mit den zum Fernverbindungssatz VSg
über den Koppefeldweg w2 führenden Sprechadern al, bl, gekoppelt. In einer Wahlaufnahmeeinrichtung
WE werden die Wahlimpulse in bekannter Weise aufgenommen; aus dieser Einrichtung
erhält der Teilnehmerapparat auch den Speisestrom. Die Wahlimpulse werden über eine
Undschaltung U1, eine Einspeicherkette EK und Adern s2 den Speichermitteln im Stalersatz
ST zugeführt. Die Ausspeicherung erfolgt auf Veranlassung des Registers aus diesem
Steuersatz über Adern sl, eine Ausspeicherkette AK und dem Impulsrelais I, dessen
Kontakt i dabei Erdimpulse auf die Sprechader al gibt.
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Es ist ferner eine Plipflopschaltung D vorgesehen, deren erster Ausgang
mit einem Eingang der Undschaltung U1 und deren zweiter, komplementärer Ausgang
mit einer für die Weiterleitung von Wahl ziffern zu einem zweiten Impulsrelais A
vorgesehenen Undschaltung U2 verbunden sind. Ein Kontakt al dieses Impulsrelais
liegt dem Kontakt i parallel, während sein Kontakt a2 im Ansprechstromkreis eines
Hilfsrelais H liegt, welches sich mit seinem Kontakt hl selbst halten kann und welches
mit seinem Kontakt h2 eine Undschaltung U4 markieren kann. Die am Ausgang der Wahlaufnahmeeinrichtung
auftretenden Wahlimpulse werden auch über einen Inverter IV einem nach Art eines
Wahlbegleitrelais arbeitenden Verzdgerungsglied T zugeführt, welches eine eine Wahlimpulspause
überdeckende Verzdgerung aufwulst. Der Ausgang dieses Verzögerungsgliedes ist mit
einer die Fliprlop8chaltung D sduernden Undschaltung U3 und mit einem Eingang einer
Undschaltung U4 verbunden. Die Undschaltung UD ist über einr Ader s3 vom Steuersatz
dann ansteuerbar, wenn keine
Wahlziffern mehr in den Speichermitteln
gespeichert sind.
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Die Undschatung U4 gibt bei Koinzidenz ihrer Eingangssignale ein Steuerzeichen
über eine Ader s4 an den Steuersatz ab.
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Wenn im Steuersatz ST nun -wie vorher erwähnt- keine Wahlziffern mehr
gespeichert sind, wird über die Ader s3 und die Und schaltung U3 die Flipflopschaltung
in die Arbeitslage gebracht, wobei die Undschaltung U3 nur dann durchlässig ist,
wenn gerade kein Wahlimpuls vom Teilnehmer eintrifft, d.h. wenn am Ausgang der-Wahlaufnahmeeinrichtung
WE ein O-Signal und demnach am Ausgang des ZeitXiedes T ein 1-Signal auftritt. In
dieser Arbeitslage der Flipflopschaltung D wird die Undschaltung U1 gesperrt und
die Undschaltung U2 für die Weiterleitung der Impulse der nächsten Wahlziffer freigegeben.
Beim Eintreffen des ersten Impulses dieser nächsten Wahl ziffer spricht das Relais
A an, welches mit seinem Kontakt al die Wahlimpulse zur Fernverbindungsleitung F1
weitergibt und mit seinem Kontakt a2 das Ansprechen des Hilfsrelais H veranlasst.
Das Hilfs,relais H hält sich in einem über seinen Kontakt hl verlaufenden Haltestromkreis,
der nach Auslösung des Registers wieder auftrernbar ist. Mit dem Kontakt h2 wird
die Undschaltung U4 markiert. Da das Verzögerungsglied T die Pausen zwischen den
Wahlimpulsen überdeckt, erscheint an ihrem Ausgang erst ein 1-Signal, wenn die einlaufende
Wahlimpulsfolge beendet ist. In der darauffolgenden Freiwahlzeit wird nun der Freischaltbefehl
über die Ader s4, den Steuersatz ST, den Zuordner ZO und den Pufferspeicher PS zum
Markierer M gegeben; in dieser Freiwahlzeit löst der Markierer die Koppelfeldwege
wl, w2 aus, anschliessend stellt er einen direkt vorn der Teilnehmeranschlusschaltung
TS zum Fernverbindungssatz VSg verlaufenden Koppelfeldweg w) her, über den dann
die weiteren Wahlziffern zum Fernverbindungssatz VSg und von dort nach Uisetzung
zum fernen Amt gegeben werden können.
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2 Patentansprüche, 1 Bl.Zeichnungens 2 Figuren