DE2014241A1 - Verfahren zur Herstellung unterschiedlicher Wirrvliese auf einer Produktionsanlage - Google Patents
Verfahren zur Herstellung unterschiedlicher Wirrvliese auf einer ProduktionsanlageInfo
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Description
"20U241
MEa?Ja.liGESEI.I.SGHAFa? Frankfurt/Main, den Ϊ3.3»1970
Aktiengesellschaft -Schh/HSz-
Nr. Jb
Verfahren zur Herstellung unterschiedlicher Wirrvliese
auf einer Produktions&nlage
Die Erfindung betrifft ein neuartiges Wirrvlies aus\ verstreckten
Endlosfäden eines thermoplastischen Kunststoffs und das ι
Verfahren zur Herstellung dieses Wirrvlieses, wobei die Fäden aus einer Spinnplatte ausgesponnen und durch eine Ejektordüse
abgezogen und nach einer aerodynamischen Aufspreizung auf einer
luftdurchlässigen Unterlage abgelegt werden»
Es sind bereits Verfahren bekannt, nach denen Wirrvliese hoher
Qualität aus verstreckten Endlosfäden aus thermoplastischen Kunststoffen hergestellt werden können* Die so hergestellten
Wirrvliese weisen aber hinsichtlich ihrer Weiterverarbeitbarkeit zu Textilien und lederartigen Gebilden schwerwiegende
Nachteile auf. Insbesondere ist es nicht möglich, eine Bildung der einzelnen Fäden durch thermoplastische Kunststoffe
und dergl. zu erreichen, ohne daß die Fäden in ihrer ϋϋϋϊΐΐι« λ
geschwächt werden. Weiterhin ist auch das Verhalten des StOifes
von dem Verhalten des jeweiligen Materials im Einzelfaden
begrenzt und bei Weiterverarbeitung zu Folien bzw. fcunstlederartigen
Gebilden gehen die Fadenstruktur und damit u. U. positiven
Eigenschaften der Fäden, wie z. 1. die hohe Festigkeit verloren.
Weiterhin weisen die bekannten Verfahren den Nachteil auf,
daß sich mit ihnen nur Vliese herstellen lassen;, die aus Fäden mit gleichen und fest definierten MaterMeigenschaften
bestehen.
Um verbesserte Vliese zu erhalten, hat man verschiedenste .
Wege besohritten, so z. B. eine Durchtränkung der Vliese mit
— 2 — 10984 2/U99
20U2A1
Latex, mit thermoplastischem Kunststoffgranulat, das eingeschmolzen
wird, und dergl. Es hat sich jedoch gezeigt, daß diese baschrittenen Wege nur zu teuren Produkten führen,
deren Qualität unzureichend ist. Bei Stapelfaservliesen wird auch schon die Mischung von zwei verschiedenen Faserarten
durchgeführt, die so erhaltenen Vliese weisen aber alle Nachteile (z.B. geringe Festigkeit und Texturierung)
von Stapelfaservliesen auf.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Wirrvlieses aus hochverstreckten Endlosfäden, das sich durch
einfachste Weiterbehandlung, wie z. B. Heißkalandrieren zu hochwertigen Textilien und lederartigen Gebilden weiterverarbeiten
läßt und zudem einfach und wirtschaftlich herstellbar ist.
Weiterhin soll das Verfahren zur Herstellung dieses Vlieses einfach, betriebssicher und wirtschaftlich arbeiten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Wirrvlies mit einer gleichmäßigen Mischung von Fäden unterschiedlicher
Fadeneigenschaften, wobei die Fäden aus unterschiedlichen Kunststoffen bestehen können, unterschiedlichen Titer
aufweisen können, unterschiedlichen Verstreckungsgrad und unterschiedliche Kristallinität haben können,und bei dem
weiterhin auch mehr als zwei verschiedene Fadenarten vermischbar sind.
Vorteilhaft kann das neuartige Verfahren so ausgeführt werden, daß die Endlosfäden verschiedener Ejektordüsen zur Ablage auf
der luftdurchlässigen Unterlage nebeneinander einer Spreizung unterworfen werden. Zum gemeinsamen Spreizen müssen die aus
verschiedenen Spinnköpfen und durch verschiedene Ejektordüsen abgezogenen Fadenarten vorteilhaft aus der Richtung der Mittelachse
der Ejektordüse ausgelenkt werden, und es kann so eine beliebige Anordnung der Spreizelemente über der Ablagefläche
erreicht werden.
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Zur weiteren vollständigen Vermischung der verschiedenen
Fadenarten dient vorteilhaft insbesondere die gemeinsame Spreizung der zusammengeführten Fadenarten. Die Richtungsänderungen
durch die FUhrungsrohre dürfen aber nicht so stark sein, daß die Fäden dadurch miteinander verzwirnen
und verbündein. Vorteilhaft wird daher die Richtungsänderung 90 nicht überschreiten.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen *
Fig. 1 das Schema einer Anlage zur Erzeugung eines Wirrvlieses
unter Verwendung einer Fadenart}
Fig. 2 das Schema einer Anlage zur Erzeugung eines Wirrvlieses
aus zwei unterschiedlichen Fadenartenj
Fig. 3 die Anordnung der Ablage- und Spreizelemente für
zwei verschiedene Fadenarten;
Fig. 4 die Vereinigung von zwei Führungsrohren vor der
Spreizvorrichtung.
Gemäß Fig. 1 wird der zu verspinnende thermoplastische Kunststoff in einem Extruder 1 aufgeschmolzen bzw. abgebaut
und anschließend mittels Spinnpumpen 2 durch die Löcher
einer Spinnplatte 3.gedrückt. Die so gewonnenen Fäden 4 j
werden durch seitlich zugeführte Kühlluft 5 gekühlt und durch vorzugsweise mit Druckluft betriebene AbzugsdÜsen
auf hohe Geschwindigkeit gebracht und damit verstreckt. In einer unterhalb der AbzugsdÜsen angebrachten Aufspreizvorrichtung
7 werden die durch jede Abzugsdüse abgezogenen Fadenbündel zu einem Schleier 8 aufgefächert und auf einer
luftdurchlässigen Unterlage 9 abgelegt. Die aufgeblasene Luft wird durch die Unterlage 9 mit Hilfe eines Ventilators
10 abgesaugt.
Das Vlies wird durch mehrere in Reihen sitzenden AbzugsdÜsen
und AufSpreizvorrichtungen erzeugt. Es kann nach der Ablage
zwischen einem Anpreßrollenpaar 11 verpreßt und dann als
Rohvlies weiterverarbeitet werden.
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Das so entstandene Vliee besteht aus Fäden gleicher Eigenschaft.
So können z. B. Vliese aus Fäden aus Polypropylen, Polyester, Nylon und anderen thermoplastischen verspinnbaren
Kunststoffen im weiten Titerbereich erzielt werden. Durch Variation der Treibbedingungen für die Abzugsdüsen
lassen sich zusätzlich die Fadeneigenschaften beeinflussen und der Leistungsbereich der Anlage, d. h. die Fadenabzugsgeschwindigkeit,
in weiten Grenzen variieren. Die Wahl der Geschwindigkeit, mit der die Ablage 9 das abgelegte Fadenmaterial
fortbewegt, gestattet die Einstellung des Flächen-r gewichtes des Vlieses.
Das vorstehend beschriebene Verfahren weist aber den Nachteil auf, nur Vliese aus Fäden einer Fadenart herstellen
zu können.
Fig. 2 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Vlieses aus mindestens zwei verschiedenen Fadenarten.
Die für beide Systeme erforderlichen Extruder sind nicht dargestellt.
Für bestimmte Fälle ist auch die Verwendung nur eines Extruders möglich, wenn z. B. das herzustellende Vlies zwar aus
einem thermoplastischen Material hergestellt werden soll und die unterschiedliche Fadeneigenschaft nur durch Titer, Festigkeit,
Restdehnung gekennzeichnet ist.
Über die Spinnpumpe 2 wird die Schmelze den Spinnplatten 3 zugeführt und die Fäden 4 mittels der quer anströmenden
Kühlluft 5 gekühlt.
In dem dargestellten Beispiel befinden sich die für beide Systeme eingesetzten Abzugsdüsen 6 in unterschiedlichen
Höhen. Dies kann u. U. erforderlich sein, wenn z. B. die Filamente sich durch unterschiedliche Titer auszeichnen
sollen. In dem Fall wird man den Abstand zwischen Spinnplatte und Abzugsdüse für hohe Titer erhöhen, um eine längere Kühl-
- 5 109842/1499
strecke zur Verftfcing zu haben. Für dünnere Titer, wo das Problem
der Abkühlung nicht so gravierend ist, bevorzugt man
kürzere Abstände, um die von der Abzugsdüse übertragene.Kraft
möglichst ohne Widerstandsverluste in den Bereich des Fadens
zu übertragen, wo sie zur Erzielung einer hohen Abzugsgeschwindigkeit
erforderlich ist.
Gleiche Abstände an beiden Systemen sind natürlich auch möglich.
Im ,Anschluß an die Abzugsdüsen 6 befinden sich Führungsrohre 12, die nach Belieben gebogen sein können. Die Biegung
darf aber nicht so scharf werden, daß das geführte Fadenbündel
im Innern so beeinflußt wird, daß eine anschließende |
Auflösung der Fadenbündel in den am Ende der Führungsrohre angebrachten AufSpreizvorrichtungen 7 erschwert würde.
Die Führungsrohre enden über der nun gemeinsamen luftdurchlässigen Ablage 9 und geben.durch die Aufsprelzvorrichtungen
ein gut homogenes Vlies mit Fäden unterschiedlicher Fadeneigenschaften ab.
Die aufgeblasene Luft wird auch hier wieder abgesaugt. Die
Vorverpressung des Vlieses findet zwischen dem Anpreßwalzenpaar 11 statt.
Für die Anordnung der Führungsrohre aus zwei Systemen über
der Ablage sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, von
denen Fig. 3 nur zwei Beispiele darstellt. . '
Gemäß Fig. 3a münden Führungsrohre aus einem System (I) in
der oberen Reihe eines Gitters Über der Ablage,:während die
Rohre eines zweiten Systems (II) versetzt zu denen der ersten Reihe einmünden.
Gemäß Fig. 3b kann aber auch eine Reihe mit wechselseitig
einmündenden Rohren ausweiden Systemen gebildet werden.
Um eine vollständig homogene Mischung der beiden Fadenarten
auch unter ungünstigsten Bedingungen zu gewährleisten, können gemäß Fig. 4 zwei Führungsrohre 12 in.ein gemeinsames
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Endstück 13 münden, wobei die Fadenscharen aus beiden
Systemen anschließend gemeinsam in der nachgeschalteten Aufspreizvorrichtung 7 aufgelöst werden.
Die Möglichkeiten auf Grund der sich erfindungsgemäß ergebenden Herstellungsmöglichkeiten von Vliesen und Fäden
unterschiedlicher Eigenschaften ist derart groß, daß nur einige Anwendungsbeispiele diese großen Möglichkeiten
widerspiegeln können.
So ist es z. B. möglich, ein Vlies herzustellen, indem Fäden unterschiedlicher Verstreckung und unterschiedlicher
™ Kristallinitat miteinander abgelegt sind. In einem anschließenden
Heißversiegelungsprozeß, in dem das Vlies gleichzeitig Temperatur und Druck ausgesetzt wird, werden
sich die Fäden mit geringem kristallinen Anteil stärker miteinander verbinden gegenüber den höher verstreckten und
somit ist die Möglichkeit gegeben, im Innern eines Vlieses ein Stutzgewebe durch Heißversiegelung aufzubauen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verarbeitung unterschiedlich
pigmentierter Polymeren, um die farbliche Gestaltung des Vlieses besser variieren zu können.
Die Verwendung unterschiedlicher Polymeren, wie z. B. PoIy-
m ester und Nylon, in einem gemeinsamen Vlies gestattet die
Herstellung textilartiger und ledergleicher Produkte, deren Eigenschaften sich durch Wahl des Verhältnisses beider Komponenten
einstellen lassen.
Weitere Kombination von Fäden unterschiedlicher Eigenschaften ist denkbar, wie z. B. Wahl des Fadenquerschnittes, Grad
der Kräuselung usw. als mögliche Parameter.
Weiterhin ist es auch möglich, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Vliese aus mehr als zwei Fadenarten herzustellen.
In diesem Fall wird eine Anzahl von Systemen zur gemeinsamen Ablage herangezogen. - 7 -
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Claims (12)
1) Wirrvlies aus hochvertsreckten Endlosfäden eines thermoplastischen Kunststoffs, gekennzeichnet durch eine gleichmäßige
Mischung von Fäden unterschiedlicher Fadeneigenschaften.
2) Wirrvlies nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fäden Bündel von im wesentlichen parallelen Endlos fäden bilden.
3) Wirrvlies nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Bündel 2 bis 20 und vorzugsweise 2 bis 10 Fäden enthält.
4) Wirrvlies nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich- ,
net, daß es aus Fäden unterschiedlicher Kunststoffe besteht. "
5) Wirrvlies nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es aus Fäden unterschiedlichen Titers besteht.
6) Wirrvlies nach einem oder mehreren der vorhergehenden An-Sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es aus Fäden mit unterschiedlichem Yerstreckungsgrad besteht.
7) Wirrvlies nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Fäden unterschiedlicher
Kristallinität besteht.
8) Wirrvlies nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet
, daß mehr als zwei verschiedene Fadenarten mitein- ,
ander vermischt sind I
9) Verfahren zur Herstellung eines Wirrvlieses aus Endlosfäden
nach den Ansprüchen 1 bis 8, wobei die Fäden aus einer Spinnplatte ausgesponnen und durch eine Ejektordüse abgezogen
und nach einer aerodynamischen Aufspreizung auf einer
luftdurchlässigen Unterlage abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Endlosfäden verschiedener Arten, die durch zwei
oder mehr EJektordUsen abgezogen werden, vor der Ablage
zusammengeführt werden und gemeinsam abgelegt werden.
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10) Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Endlosfäden verschiedener Ejektordüsen vor der Ablage
auf der luftdurchlässigen Unterlage einer gemeinsamen Spreizung unterworfen werden.
11) Verfahren nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden aus der Richtung der Mittelachse der Ejektordüse ausgelenkt werden können.
12) Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fäden zwischen der EJektordüse und der Ablage einer ein-
oder mehrmaligen Richtungsänderung von jeweils maximal 90° unterworfen werden.
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| FR2709500B1 (fr) * | 1993-08-02 | 1996-02-16 | Fiberweb Sodoca Sarl | Non-tissé à base de polymères dérivés de l'acide lactique, procédé de fabrication et utilisation d'un tel non-tissé. |
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1971
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