DE2013737C3 - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlerüberwachung einer Sammelschiene - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlerüberwachung einer SammelschieneInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Fehlerüberwachung einer Sammelschiene, bei welchem
die Ströme sämtlicher Zu- und Ableitungen der Sammelschiene mit Stromwandlern erfaßt und nach
Umformung in Rechterksignale Und-Gliedern zugeführt werden, die eine Auslöseeinrichtung anregen,
wenn während einer Halbwelle eine Phasenüberdekkung für eine vorbestimmte Mindestzeit vorliegt, wobei
die positiven und negativen Halbwellen in getrennten Eingangs-Und-Gliedern auf Phasenüberdeckung geprüft
werden und kurzzeitige Störimpulse eliminiert werden.
Ein solches Verfahren ist aus den Brown Boveri Mitteilungen, April/Mai 1966, Seiten 326 bis 339,
bekannt
In diesem Zusammenhang ist auch auf die DE-AS 12 08 397 hinzuweisen. Der dort beschriebene Sammelschienenschutz
weist elektronische Glieder auf, mit denen der Summenstrom sämtlicher Zu- und Ableitungen
der Sammelschiene und die einzelnen Ströme jeder Zu- und Ableitung der Phase nach miteinander
verglichen werden, indem die Stromwandler jeder Zu- und Ableitung über einen Widerstand mit dem Eingang
eines Und-Gliedes verbunden sind. Ein weiterer Widerstand ist vorgesehen, dem die Stromsumme aller
Zu- und Ableitungen zugeführt wird. Dieser Widerstand ist ebenfalls mit dem Eingang des Und-Gliedes
verbunden, während der Ausgang dieses Und-Gliedes an eine Auslöseeinrichtung gelegt ist Die Schaltungsanordnung
ist so getroffen, daß zwischen dem Und-Glied und den in den Sekundärleitungen der Stromwandler
liegenden Widersiänden Reckteckformer vorgesehen sind Durch diese Auslegeschrift ist es an sich bekannt
daß eine Absteuerung erfolgt, wenn kein echter Fehler vorliegt oder wenn ein Fehler in der Überwachungsschaltung
auftritt
Beim eingangs genannten Verfahren ist im normalen Betrieb die Stromsumme gleich Null, so daß mindestens
ein Eingang des Und-Gliedes ein Null-Signal führt Bei diesem Schutzverfahren ist es als nachteilig anzusehen,
daß die Auslöseentscheidung von dem Gtschehen einer einzigen Halbwelle abhängig gemacht wird. So kann
durch Störimpulse ein Betriebszustand vorgetäuscht werden, der zu einer unerwünschten und kostspieligen
Fehlauslösung führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektronischen Sammelschienenschutz der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß vor allem Fehlauslösungen mit großer Sicherheit verhindert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Absteuerung erfolgt, wenn an übereinstimmenden
Ausgängen der Eingangs-Und-Glieder gleiche Signale erscheinen, und daß ein Auslösebefehl weitergegeben
wird, wenn in den beiden Eingangs-Und-Gliedern die Anregebedingungen gegeben waren, das heißt, wenn
auch innerhalb einer vorbestimmten Zeit während einer zweiten Halbwelle Phasenüberdeckung angezeigt wird.
Schutz wird nur beansprucht für die Gesamtheit aller Maßnahmen des Anspruches 1 bzw. aller Merkmale des
Anspruches 2.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zur Durchführung
des Verfahrens erzielbaren Vorteile sind folgende:
Aus Sicherheitsgründen sind zwei Eingangs-Und-Glieder vorgesehen, die getrennt eine positive und
negative Halbwelle auswerten. Die auf eine bestimmte Mindestzeit eingestellten Zeitstufen sorgen dafür, daß
kurzzeitige Störungsimpulse eliminiert werden. Die nachgeschalteten bistabilen Kippstufen werden mit
Hilfe weiterer Logikelemente, die eine zusätzliche Zeitstufe beaufschlagen, abgesteuert, wenn kein echter
Fehler vorliegt oder wenn Fehler in der Überwachungsschaltung auftreten. Den bistabilen Kippstufen sind
zusätzliche Und-Glieder nachgeschaltet, die den Auslösebefehl nur weitergeben, wenn in den beiden
Eingangs-Und-Gliedern die Anregebedingungen gegeben waren. Die Meßsignale werden also gewissermaßen
doppelt erfaßt und ausgewertet. Dabei werden die negierten Signale einzelner Stufen so ausgenutzt, daß
die Sicherheit gegen Fehlauslösungen weiter erhöht wird.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles gemäß den F i g. 1 bis 3 der
Zeichnung näher erläutert
Fig. 1 zeigt das Blockschaltbild der Logik-Glieder
und der Zeitstufen, anhand von
Fig.2 wird der Signalverlauf in den einzelnen
Zeitstufen und bistabilen Kippstufen geschildert,
Fig.3 stellt ein Signal-Ablauf-Diagramm für verschiedene
Störungszustände dar.
In F i g. 1 ist mit & iO ein Eingangs-Und-Glied für die
positiven >Ialbwellen und mit & 20 ein Eingangs-Und-Glied für die negativen Halbwellen bezeichnet Die Zahl
der Eingänge ist beliebig. Die bejahenden Ausgänge sind mit A und die negierten Ausgänge mit B bezeichnet
Den bejahenden Ausgängen sind Zeitstufen Ti und T2 nachgeschaltet, deren Ausgang A ein L-Signal abgibt,
wenn am Eingang 1 ein L-Signal von einer von bestimmten Mindestdauer, beispielsweise 6 ms, vorhanden
war. Der Ausgang A der Zeitstufen Tl und T2 ist mit dem Eingang 1 zweier bistabiler Kippstufen 510
und 520 verbunden. Diese Kippstufen weisen bejahende Ausgänge A und negierte Ausgänge B auf. Den
bejahenden Ausgängen A sind Und-Glieder & 11, & 21 nachgeschaltet, die zusätzlich von den Ausgängen des
anderen Eingangs-Und-Gliedes angesteuert werden. So ist beispielsweise der /!-Ausgang des Und-Gliedes & 10
über eine Verzögerungsstufe VZl zu einem Eingang des Und-Gliedes &21 geführt. Analog ist der Λ-Ausgang
des Und-Gliedes & 20 über eine Verzögerungsstufe VZ 2 mit einem Eingang des Und-Gliedes & 11
verbunden. Den Und-Gliedern &11 und &21 sind weitere bistabile Kippstufen 511 und 521 nachgeschaltet.
Die Ausgänge A dieser bistabilen Kippstufen sind mit einem Oder-Glied VlO verbunden, das einen
Auslösebefehl weitergibt, wenn sich entweder die bistabile Kippstufe 511 oder die Stufe 521 im
angesteuerten Zustand befindet. Außer den_ bereits genannten Bauelementen sind Nand-Glieder & 1, & 2,
ein Und-Glied & 3 sowie eine Zeitstufe 73 vorgesehen, die wie folgt geschaltet sind:
Die A-Ausgänge der Eingangs-Und-Glieder & 10, &20
sind zu den Eingängen des Nand-Gliedes &1 geführt. Die 5-Ausgänge dieser Eingangs-Und-Glieder sind mit
den Eingängen des Nand-Gliedes &2 verbunden. Die Ausgänge dieser beiden Nand-Glieder beaufschlagen
das Und-Glied &3, dessen negierter Ausgang die Zeitstufe Γ3 ansteuert Die Zeitstufe gibt am Ausgang
ein L-Signal ab, wenn am Eingang ein L-Signal für mehr als eine bestimmte Mindestzeit tv 3 anlag. Diese
Mindestzeit ist kleiner als die Mindestzeit der Zeitstufen Tl und T2 und kann beispielsweise 4 ms betragen. Der
Ausgang A der Zeitstufe T3 ist sowohl mit dem Eingang 2 der Zeitstufen Tl, T2 als auch mit dem Eingang 2 der
bistabilen Kippstufen 510 und 520 verbunden. Wenn also die Zeitstufe T3 ein L-Signal abgibt, werden
sowohl die Zeitstufen Tl und T2 als auch die bistabilen Kippstufen 510 und 520 abgesteuert. Dieser Befehl
zum Absteuern wird dann über die Ausgänge B der bistabilen Kippstufen 510 und 520 auf den Eingang 2
der bistabilen Kippstufen 511 und 521 gegeben.
Damit wird die We;tc 6α:·ι eines Auslösebefehls
verhindert.
Die Und-Glieder &11, &21 sind mit einem dritten Eingang versehen, der mit dem bejahenden Ausgang
des Und-Gliedes &3 verbunden ist.
Diese Schaltungsanordnung arbeitet im einzelnen wie folgt:
Die Eingänge der Und-Glieder &10, &20 erhalten L-Signale oder 0-SignaIe über Rechteckformer und
Schwellwertstufen, die mit den einzelnen Zu- und Ableitungen der Sammelschiene über Stromwandler in
Verbindung stehen. Das Eingangs-Und-Glied &10 wertet die Signale der positiven Halbwellen aus, das
Eingangs-Und-Glied &20 die negativen Halbwellen. Da im ungestörten Betrieb an einer Sammelschiene
mindestens über eine Zuleitung eingespeist werden muß, während über die anderen Leitungen Energie aus
ίο der Sammelschiene herausfließt, stehen an den Eingängen
sowohl 0-Signale als auch L-Signale an. Wenn dagegen die betreffende Sammelschiene einen Erdschluß
aufweist, wird über alle Abzweige Energie eingespeist so daß dann und nur dann sämtliche
Eingänge des Und-Gliedes ein L-Signal erhalten. Da in einem 50-Hz-Netz eine Halbwelle 10 ms dauert sind die
Zeitstufen Tl und T2 auf einen Wert eingestellt, der darunter liegt beispielsweise also 6 ms beträgt Wenn
nun im Verlauf der positiven Halbwelle eine Störung auftritt und diese Störung länger als 6 ms dauert gibt die
Zeitstufe Tl am Ausgang A ein L-Signal ab. In der nächsten negativen Halbwelle wird erneut geprüft, ob
der Störungszustand noch vorliegt. Trifft dies zu, so gibt der Ausgang A des Und-Gliedes &20 ein L-Signal ab,
das dem Und-Glied &11 zugeführt wird. Das Nand-Glied &1 erhält an beiden Eingängen mit zeitlicher
Versetzung ein L-Signal, so daß am Ausgang ein Dauer-L-Signal ansteht. Das Nand-Glied &2 empfängt
ebenfalls zeitlich versetzte L-Signale, so daß auch am Ausgang L-Signale entstehen. Das Und-Glied &3 gibt
an seinem negierten Ausgang ein Dauer-0-Signal oder L-Signale von so kleiner Dauer ab, daß die Zeitstufe T3
nicht ansprechen kann.
Am bejahenden Ausgang des Und-Gliedes &3 fallen L-Signale an, die den Und-Gliedern &11, &21 zugeleitet
werden. Die L-Signale überschneiden sich in dem Und-Glied &U, so daß die bistabile Kippstufe 511
anspricht und über das Oder-Glied V10 die Auslösung veranlaßt.
Die Verzögerungsglieder VZl und VZ2 bewirken, daß die L-Signale der Eingangs-Und-Glieder mit einer
Verzögerung von einigen Nanosekunden in den Und-Gliedern &11, &21 eintreffen. Die Verzögerungszeit muß größer sein als die Gesamtschaltzeit der vor
der Zeitstufe T3 liegenden Logik-Glieder, damh das von dem Und-Glied &3 ausgehende L-Signal in den
Und-Gliedern &11, &21 früher eintrifft als die L-Signale aus den Eingangs-Und-Gliedern. Ohne die Verzögerungsglieder
könnte der Fall eintreten, daß bei einem Umschaltvorgang kurzzeitig in den Und-Gliedern &11
oder &21 eine Und-Bedienung vorgetäuscht würde, die zu einer Fehlauslösung führt.
Zusammengefaßt gilt also folgendes:
Im Fehlerfall wird die Zeit der ersten Phasenüberdekkung (z. B. im Und-Glied &10) abgefragt, dann die Zeit bis zum Beginn der Gegenphasendeckung (z. B. im Und-Glied &20). Dieses Prinzip ist in der Wirkung ähnlich wie die Abfrage von zwei aufeinanderfolgenden Phasendeckungen, also zwei Haibwellen, führt jedoch bei hoher Sicherheit zeitlich schneller zu einer richtigen Entscheidung. Das Eingangs-Und-Glied &10 liefert am Ausgang A ein Rechtecksignal für die Dauer der Phasendeckung, so daß die Zeitstufe Tl die bistabile Kippstufe. 510 ansteuert, wenn das Rechtecksignal länger ist als die Mindestzeit der Zeitstufe Tl. Das nachfolgende Und-Glied &11 gibt jedoch den Befehl erst dann weiter, wenn in der folgenden negativen Halbwelle ebenfalls eine Phasendeckung vorliegt und
Zusammengefaßt gilt also folgendes:
Im Fehlerfall wird die Zeit der ersten Phasenüberdekkung (z. B. im Und-Glied &10) abgefragt, dann die Zeit bis zum Beginn der Gegenphasendeckung (z. B. im Und-Glied &20). Dieses Prinzip ist in der Wirkung ähnlich wie die Abfrage von zwei aufeinanderfolgenden Phasendeckungen, also zwei Haibwellen, führt jedoch bei hoher Sicherheit zeitlich schneller zu einer richtigen Entscheidung. Das Eingangs-Und-Glied &10 liefert am Ausgang A ein Rechtecksignal für die Dauer der Phasendeckung, so daß die Zeitstufe Tl die bistabile Kippstufe. 510 ansteuert, wenn das Rechtecksignal länger ist als die Mindestzeit der Zeitstufe Tl. Das nachfolgende Und-Glied &11 gibt jedoch den Befehl erst dann weiter, wenn in der folgenden negativen Halbwelle ebenfalls eine Phasendeckung vorliegt und
die Und-Stufe &20 ein L-Signal abgibt. Als weitere Bedingung muß die Nand-Logik am bejahenden
Ausgang des Und-Gliedes &3 ebenfalls ein L-Signal liefern. Dies ist immer dann der Fall, wenn die
Eingangs-Und-Glieder für positive und negative Halbwellen an den gleichen Ausgängen unterschiedlichen
Signal-Zustand annehmen. Der negierte Ausgang des Und-Gliedes &3 gibt immer dann ein L-Signal an die
Zeitstufe T3 ab, wenn die Eingangs-Und-Glieder für positive und negative Halbwellen an den gleichen
Ausgängen den gleichen Signalzustand annehmen. Wenn keine Phasendeckung vorliegt, erscheint ein
O-Signal an den beiden /4-Ausgängen, ein L-Signal an
den beiden ß-Ausgängen der Eingangs-Und-Stufen. Umgekehrt verhält es sich bei Phasendeckung. Dauert
das Eingangs-Signal von T3 länget als die Verzögerungszeit
tv 3, so erscheint am Ausgang ein L-Signal, das sämtliche bistabilen Kippstufen sowie die Zeitstufen Tl,
T2 absteuert. Die Verzögerungszeit tv 3 ist mit beispielsweise 4 ms kleiner als die Verzögerungszeiten
fvl = tv 2 = 6 ms. Eine Auslösung kann also in dem
beschriebenen Fehlerfall nur dann erfolgen, wenn die positive Halbwelle eine Phasendeckung
> 6 ms hat, die danach folgende beliebig kurze Phasendeckung von der negativen Halbwelle stammt und die Zeit dazwischen
> 4 ms ist Im Fehlerfall erfolgt die Auslösung damit praktisch am Beginn der zweiten Halbwelle. Bei
verlagerten Strömen ist sinngemäß unter »Halbwelle« die Teilwelle zu verstehen.
Tritt ein Fehler zu Beginn einer negativen Halbwelle auf, so tritt die Zeitstufe 7*2, die bistabile Kippstufe 520,
das Und-Glied &21 sowie die bistabile Kippstufe 521 in Funktion. Das Arbeiten der Zeitstufe Γ3 und der
davorliegenden Logik-Schaltung ist unabhängig davon, ob der Fehler mit einer positiven oder negativen
Halbwelle beginnt
Fig. 2a zeigt den Signalverlauf in den Zeitstufen Tl,
T2,
F i g. 2b den Verlauf in der Zeitstufe T3 und
F i g. 2c ein Signaldiagramm der bistabilen Kippstufen 510,511, S 20,521.
Die Abszissenachse stellt jeweils die Zeitachse dar. In Ordinatenrichtung sind die Signale an den einzelnen
Ein- und Ausgängen aufgetragen. Die Zeitstufen Ti und Γ2 sind so ausgebildet, daß der Eingang 2 dominierend
löschend auf den Ausgang und die angelaufene Verzögerungszeit fvl = tv2 einwirkt Man erkennt
daß bei einem L-Signal am Eingang 1 nach der Verzögerungszeit von beispielsweise tv 1 = 6 ms am
Ausgang A ein L-Signal erscheint Sobald der Eingang 2 ein L-Signal erhält springt das Ausgangssignal auf 0
zurück. Dies gilt auch dann, wenn bereits ein Teil der Verzögerungszeit abgelaufen war.
Die Zeitstufe 7"3 weist nur einen Eingang auf. Aus F i g. 2b ist zu erkennen, daß nach der gewählten
Verzögerungszeit tv 3 bei Vorhandensein eines L-Signals am Eingang ein Ausgangssignal erscheint Ist das
Eingangssignal kürzer als die Verzögerungszeit kommt kein Ausgangssignal zustande. Das Ausgangssignal
springt von L auf 0, wenn das Eingangssignal von L auf 0 übergeht
Alle Zeitstufen sind so ausgebildet daß sie bei jeder
0-L-Flanke neu anlaufen.
Die bistabilen Kippstufen 510, 511, 520, 521 arbeiten gleichartig. Der Eingang 1 steuert die
Kippstufe so an, daß am Ausgang A ein L-Signal entsteht. Der Eingang 2 bewirkt ein Absteuern derart
daß das L-Signal am Ausgang A verschwindet und ein L-Signal am Ausgang B erzeugt wird. Wenn der
Eingang 2 ein L-Signal erhält, während das L-Signal am Eingang 1 noch andauert, bleibt das L-Signal am
Ausgang A erhalten. Entsprechendes gilt, wenn am Eingang 1 ein L-Signal zugeführt wird, während das
L-Signal am Eingang 2 noch anliegt
Die Schaltungsanordnung ist so ausgebildet, daß man echt bistabiles Verhalten und damit erhöhte Sicherheit
gegen Störimpulse erhält. Der Aufbau derartiger Kippstufen ist im einzelnen bekannt und soll hier nicht
näher erläutert werden.
Das Signalablaufdiagramm gemäß F i g. 3 erfaßt in sieben Spalten verschiedene Störungszustande. In den
Zeilen 1 bis 12 sind die Ausgänge der Eingangs-Und-Glieder, der Nand-Glieder, der Zeitstufen Tl, T2, T3
und der bistabilen Kippstufen 510 und 520 eingetragen.
Ferner sind in Zeile 13, 14 die ersten Eingänge der bistabilen Kippstufen 511 und 521 sowie alternativ in
Zeile 15 die Ausgänge dieser Kippstufen erfaßt.
In der Spalte 1 ist ein normaler Sammelschienenfehler mit einer Phasendeckung der positiven und negativen
Halbwelle von jeweils 6 bis 10 ms dargestellt Aus Zeile 15 erkennt man, daß nach etwa 11 ms, also zu Beginn der
zweiten Halbwelle, der Auslösebefehl erteilt wird. In der Spalte 2 ist der Fall dargestellt, daß die Und-Bedingungen
an beiden Eingangs-Und-Gliedern &10, &20 gleichzeitig erfüllt sind. Dieser Fall wäre möglich bei
Betrieb mit so kleinen Strömen auf allen Leitungen, daß die Schwellwertstufen im Eingang nicht ansprechen und
die Rechteckformer nicht freigeben. In diesem Falle läge ein Dauer-L-Signal an allen Eingängen der
Eingangs-Und-Glieder. Der Signalverlauf zeigt, daß alle Zeitstufen anlaufen. Da die Einstellzeit der Zeitstufen
T3 kleiner ist als die der Stufen Tl und T2, erscheint am Ausgang der Zeitstufe T3 (Zeile 8) ein L-Signal, das
die Zeitstufen Tl und T2 löscht Eine Fehlauslösung wird damit sicher verhindert
Entsprechendes gilt, wenn die Und-Bedingungen an den beiden Eingangs-Und-GIiedem zu gleicher Zeit
nicht erfüllt sind. Dies trifft zu für den normalen Betriebsfall, bei welchem die Stromsumme 0 ist und
mindestens ein Eingangssignal von den übrigen Eingangssignalen abweicht Beide Ausgänge der Eingangs-Und-Glieder
führen dann 0-Signal, so daß die Zeitstufen Tl und T2 gar nicht anlaufen, während die
Zeitstufe T2 ein L-Signal abgibt, das auf die nachgeschalteten Stufen ohne Wirkung bleibt
In der dritten Spalte ist ein Sammelschienenfehler dargestellt der durch ein Gleichstromglied in der
positiven Teilwelle gekennzeichnet ist Infolge dieses Gleichstromgliedes ist die Phasenüberdeckung in der
zweiten Teilwelle (s. Zeile 3) sehr kurz. Trotzdem löst
der Schutz zu Beginn der zweiten Teilwelle richtig aus, wenn die Zeit zwischen den Phasendeckungen der
positiven und negativen Teilwellen kleiner ist als die Verzögerungszeit Tv 3 der Zeitstufe T3.
In den Spalten 4 und 5 ist eine Störung behandelt die dann auftreten könnte, wenn man in dem Blockschaltbild
nach F i g. 1 die Verbindung des bejahenden Ausganges des Und-Gltedes &3 mit den Und-Gliedern
&11, &21 weglassen würde. In beiden Fällen ist angenommen, daß infolge eines Defektes an dem einen
Eingangs-Und-Glied oder eines Fehlers in der davorliegenden Schaltungsanordnung oder Verdrahtung dieses
Eingangs-Und-Glied ein Dauer-L-Signal führt Das andere Und-Glied soll dabei normal arbeiten. Die
Überdeckung der L-Signale ist im Fall 4 größer als tv 3,
im Fall 5 kleiner als iv3. Am Ausgang der Gesamtschal-
tungsanordnung (Zeile 15) würde man im Fall 4 falsche L-Signale und im Fall 5 ein falsches Dauer-L-Signal
erhalten. Derartige an sich unwahrscheinliche Fehler in der Überwachungsschaltungsanordnung bleiben ohne
schädliche Folgen, wenn man die in Fig. 1 beschriebenen
Sicherheitsmaßnahmen vorsieht. Ihre Anwendung in der Praxis ist allein schon deshalb empfehlenswert,
weil sie ohne zusätzlichen Aufwand an Bauelementen zu realisieren sind.
Die Diagramme in Spalte 6 gehen von den gleichen Störungen aus wie in Spalte 4 und 5. Behandelt wird
jedoch das Arbeiten der kompletten Schaltungsanordnung nach F i g. 1, die eine Fehlauslösung verhindert.
In der Praxis kann es zu Fehlern kommen, bei denen gemäß Spalte 7 nur kurze Phasenüberdeckungen
gegeben sind. Derartige kurze Phasenüberdeckungen treten mitunter dann auf, wenn der Fehler gar nicht
innerhalb der Sammelschienenanlage sondern außerhalb derselben liegt. Solange diese Phasenüberdeckungen
kurzer sind als die Verzögerungszeiten der Zeitstufen Ti und T2, erscheint kein Ausgangssignal an
Ti und T2, so daß auch die bistabilen Kippstufen nicht
angesteuert werden können. Bei diesem Störungsfall ist ferner die Nicht-Phasenüberdeckung größer als die
Ablaufzeit der Zeitstufe Γ3, so daß diese zusätzlich Löschsignale an die bistabilen Kippstufen und die
Zeitstufen Ti und T2 abgibt. Eine Auslösung wird daher — wiegeplant — verhindert.
Der beschriebene elektronische Sammelschienenschutz kann weitgehend aus integrierten Schaltkreisen
aufgebaut werden. Damit ergibt sich ein sehr geringer Platzbedarf und außerdem eine große Sicherheit gegen
Störimpulse oder Ausfälle von Bauelementen.
Beim Aufbau einer solchen Schutzeinrichtung ist noch folgendes zu beachten: Da alle Zu- und Abgänge einer
Sammelschiene überwacht werden, könnte ein Zu- oder Abgang, der abgeschaltet ist oder einen unter dem
Schwellwert liegenden Strom führt, die Auslösung des gesamten Schutzes blockieren. Eine Abhilfe ist dadurch
möglich, daß man beim Abschalten eines solchen Zu- oder Abganges automatisch ein Dauer-L-Signal auf den
zugehörigen Eingang des Eingangs-Und-Gliedes gibt.
Auch können die ohnehin vorgesehenen Schwellwertstufen so ausgebildet sein, daß sie ein Dauer-L-Signal
abgeben, solange der Schwellwert nicht erreicht wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Fehlerüberwachung einer Sammelschiene, bei welchem die Ströme sämtlicher Zu-
und Ableitungen der Sammelschiene mit Stromwandlern erfaßt und nach Umformung in Rechtecksignale
Und-Gliedern zugeführt werden, die eine Auslöseeinrichtung anregen, wenn während einer
Halbwelle eine Phasenüberdeckung für eine vorbestimmte Mindestzeit vorliegt, wobei die positiven
und negativen Halbwellen in getrennten Eingangs-Und-Gliedern für Phasenüberdeckung geprüft werden
und kurzzeitige Störimpulse eliminiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Absteuerung
erfolgt, wenn an übereinstimmenden Ausgängen der Eingangs-Und-Glieder gleiche Signale
erscheinen, und daß ein Auslösebefehl weitergegeben wird, wenn in den beiden Eingangs-Und-Gliedern
die Anregebedingungen gegeben waren, das heißt, wenn auch innerhalb einer
vorbestimmten Zeit während einer zweiten HaIbwelie Phasenüberdeckung angezeigt wird.
2. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit in sämtlichen Zu- und
Ableitungen der Sammelschiene angeordneten Stromwandlern, mit an die Sekundärseite der
Stromwandler angeschlossenen Rechteckimpulsformern, deren Ausgänge über Eingangs-Und-Glieder
für positive und negative Halbwellen mit einer Auslöseeinrichtung verbunden sind, die dann ein
Signal erhält, wenn während einer Halbwelle unter Eliminierung von kurzen Störimpulsen eine Phasenüberdeckung
für eine gewisse Mindestzeit vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangs-Und-Glieder
(& 10, & 20) bei gleichen Signalen an übereinstimmenden Ausgängen über Nand-Glieder
(& 1, & 2) und ein weiteres Und-Glied (& 3) ein Absteuersignal abgeben und daß die Eingangs-Und-Glieder
(& 10, &20) mittels Zeitstufen (Ti, T2), Kippstufen (SlO, 520) und weiterer Und-Glieder
(& 11, & 21) auf eine Phasenüberdeckung in beiden Halbwellen überwacht sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die bejahenden
Ausgänge (& 1OA & 2QA) der beiden Eingangs-Und-Glieder (& 10, & 20) und den dritten Eingang
des jeweils anderen weiteren Und-Gliedes (& 21, & 11) jeweils eine Verzögerungsstufe (VZl, VZ2)
angeordnet ist.
Priority Applications (4)
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| CH237971A CH521036A (de) | 1970-03-21 | 1971-02-18 | Verfahren und Schaltanordnung zur Fehlerüberwachung von Sammelschienen |
| CH1296772A CH541887A (de) | 1970-03-21 | 1972-09-04 | Verfahren zur Fehlerüberwachung von Sammelschienen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702013737 DE2013737C3 (de) | 1970-03-21 | 1970-03-21 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlerüberwachung einer Sammelschiene |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2013737A1 DE2013737A1 (de) | 1971-09-30 |
| DE2013737B2 DE2013737B2 (de) | 1972-12-28 |
| DE2013737C3 true DE2013737C3 (de) | 1980-06-04 |
Family
ID=5765920
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702013737 Expired DE2013737C3 (de) | 1970-03-21 | 1970-03-21 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlerüberwachung einer Sammelschiene |
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| SE (1) | SE359700B (de) |
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1970
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1971
- 1971-01-25 SE SE83471A patent/SE359700B/xx unknown
- 1971-02-18 CH CH237971A patent/CH521036A/de not_active IP Right Cessation
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| SE359700B (de) | 1973-09-03 |
| CH521036A (de) | 1972-03-31 |
| DE2013737A1 (de) | 1971-09-30 |
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