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DE2013557B - Verfahren zur Herstellung von N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat

Info

Publication number
DE2013557B
DE2013557B DE2013557B DE 2013557 B DE2013557 B DE 2013557B DE 2013557 B DE2013557 B DE 2013557B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfanilamide
mol
determination
dimethyl carbonate
methyl carbamate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Zdzislaw Jan London; Hodgson John Francis Romford Essex; Bujwid (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
May and Baker Ltd
Original Assignee
May and Baker Ltd

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Description

Die vorhegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat, ein Produkt der Formel
H,N
-SO7NHCOOCH3
(I)
sowie dessen Alkali- und Erdalkahsalzen, deren herbicide Eigenschaften in der franzosischen Patentschrift 1 340 297 und deren Zusatz 84 273 beschrieben sind
Es ist dort auch eine gewisse Anzahl von Herstellungsverfahren beschrieben
Es wurde nun em neues Verfahren zur Herstellung von N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat und dessen Alkali- und Erdalkahsalzen gefunden, das zu einer Ausbeute, die sehr viel hoher als diejenigen der bisher bekannten Verfahren ist, führt und ermöglicht, Ausbeuten von 90% der Theorie zu überschreiten
Das erfindungsgemaße Verfahren zur Herstellung von N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat der Formel
H7N
2—NH-CO— Q-CH3
und dessen Alkali- und Erdalkahsalzen, ist dadurch gekennzeichnet, daß man em Sulfanilamidsalz der Formel
30
H7N
J V
SO7NH
in der M ein Alkali- oder Erdalkahmetallatom bedeutet und η den Wert 1, wenn M em Alkalimetallatom bedeutet, und den Wert 2, wenn M ein Erdalkahmetallatom bedeutet, darstellt, mit 1 bis 1,2 Mol Dimethylcarbonat je Mol Sulfamlamid unter wasserfreien Bedingungen in Methanol bei einer Temperatur von höchstens der Siedetemperatur des Gemisches, vorzugsweise m Anwesenheit von 0,05 bis 0,15 Mol eines Hydrids, Alkoholate oder Amids eines Alkalioder Erdalkalimetalls, je Mol Sulfamlamid umsetzt und gegebenenfalls nach bekannten Methoden das erhaltene Alkali- oder Erdalkahsalz m das freie N - (p - Aminobenzolsulfonyl) - methylcarbamat überfuhrt
Nach einer bevorzugten Ausführungsform fuhrt man die Umsetzung bei einer Temperatur zwischen 25 und 65° C durch Vorzugsweise fuhrt man die Umsetzung auch bei der Ruckflußtemperatur des Gemisches oder in der Nahe dieser Temperatur, beispielsweise bei 650C, durch, was ermöglicht, sehr gute Ausbeuten in der kürzesten Zeit, d h 8 bis 24 Stunden, zu erhalten
Im allgemeinen ist die zur Erzielung hoher Ausbeuten erforderliche Zeitspanne um so langer, je niedriger die Reaktionstemperatur ist So kann beispielsweise bei 250C eine Reaktionszeit von einigen Tagen (3 bis 4) erforderlich sein, um eine Ausbeute über 90% zu erzielen
Es ist bevorzugt, die Reaktion in Anwesenheit eines kleinen Mengenanteils (beispielsweise 0,05 bis 0,15 Mol je Mol der Verbindung der Formel II) eines Alkali- oder Erdalkahderivats, vorzugsweise eines Alkahdenvats, wie beispielsweise eines Hydrids (z B Natriumhydrid), eines Alkoholate (ζ Β Natrmmmethylat), eines Amids (z B Natnumamid), zuzugeben Diese Verbindungen beschleunigen die Reaktion
Die Sulfamlamidsalze der allgemeinen Formel II können zn situ durch Zugabe von Sulfamlamid zu einer Losung eines Alkali- oder Erdalkahalkoholats, vorzugsweise unter Verwendung eines geringen Überschusses an Alkoholat (z B 1,05 bis 1,15 Mol Natnumalkoholat je Mol Sulfamlamid), hergestellt werden Man erhalt so gleichzeitig die geringe Menge an Alkali- oder Erdalkahdenvat, dessen Nützlichkeit oben angeführt wurde
Nach der Umsetzung kann das Methanol durch Zugabe von Wasser und Destillation entfernt werden Die so erhaltene wäßrige Losung ist für die Herbicidkonzentrate verwendbar, die beispielsweise zum Zerstauben bestimmt smd Man kann sie gewunschtenfalls mit Produkten behandeln, die Calcmmionen enthalten (wie beispielsweise Calciumhydroxyd oder -chlond), um die Carbonate, die vorhanden sein können, zu entfernen Dies ist nicht erforderlich, wenn man das Calcmmsalz des Sulfanüamids oder em Calcmmdeiivat verwendet hat oder diese beiden bereits bei dei Herstellung verwendet wurden
Diese Entfernung von Carbonaten aus der Losung ist erwünscht, um Ausfallungen zu vermeiden, die auftreten konnten, wenn man die Konzentrate vor ihrer Anwendung mit hartem Wasser verdünnt
Man kann auch das Salz durch Filtrieren oder Dekantieren nach Einengen der Losung oder auch durch Eindampfen der Losung zur Trockne, gewunschtenfalls unter vermindertem Druck, isolieren Man kann das Salz des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamats auch durch Zugabe eines Salzes des gleichen Alkali- oder Erdalkalimetalls aussalzen Dieses Isolierungsverfahren ist jedoch fur die Herstellung des Natnumsalzes nicht bequem
Wenn man das N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat selbst erhalten will, so genügt es, eine Saure (wie beispielsweise Chlorwasserstoffsaure) zuzugeben und das erhaltene Produkt durch Filtrieren oder Dekantieren abzutrennen
Das nach dem erfindungsgemaßen Verfahren erhaltene N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat kann einen kleinen Mengenanteil, der m der Größenordnung von 5 Gewichtsprozent unter den bevorzugten Reaktionsbedingungen hegt, an N-(p-Methoxycarbonylaminobenzolsulfonyl) - methylcarbamat enthalten, das sich als Reaktionsnebenprodukt bildet
Es ist nicht erforderlich, dieses Produkt abzutrennen, da es herbicide Eigenschaften, die denjenigen des N - (p - Aminobenzolsulfonyl) - methylcarbamats analog, jedoch fur das gleiche Gewicht weniger wirksam smd, besitzt Gewunschtenfalls kann man jedoch dieses Nebenprodukt durch Auflosen des Reaktionsprodukts in einer verdünnten wäßrigen Losung einer Saure, Filti ieren und Wiederausfallen des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamats durch Einstellung des pH-Werts der Losung auf etwa 3 abtrennen
Die Produktion des N-(p-Methoxycarbonylaminobenzolsulfonyl)-methylcarbamats wird durch eine Erhöhung des Mengenanteils des Alkali- oder Erdalkahderivats in dem Gemisch oder durch Erhöhung des Mengenanteils an Dimethylcarbonat begünstigt
Aus diesem Grunde ist es zu bevorzugen, die obengenannten Mengenanteile, die für das Alkali- oder Erdalkahdenvat sowie für das Dimethylcarbonat bevorzugt sind, nicht weit zu überschreiten
In dem Endprodukt kann ein wenig nicht umgesetztes Sulfanilamid verbleiben, das man duich Waschen mit Wasser entfernen kann Das Vorhandensein emes kleinen Prozentsatzes an Sulfanilamid (beispielsweise m der Größenordnung von 3 Gewichtsprozent) macht das ungereinigte N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat als Herbicid nicht unbrauchbar, und es ist daher im allgemeinen nicht erforderlich, das Sulfanilamid zu entfernen
Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß die Reaktion zwischen dem Sulfamlarrudsalz und dem Dnnethylcarbonat m zufriedenstellender Weise nur in Methanol erfolgt
Wenn man andere Losungsmittel, wie beispielsweise andere Alkohole (z B Äthanol, Isopropanol und n-Butanol), Ketone (z B Methylathylketon und Methylisobutylketon), Dioxan und Glykole (ζ Β Äthylenglykol), verwendet, so kann man keine kommerziell wertvollen Ausbeuten an Verbmdung der Formel I erhalten
Es ist bekannt, daß man Dialkylcarbonate zui Überführung von Ammen in die entsprechenden N-substitmerten Alkylcarbamate verwenden kann (N Bortnick u Mitarb, J Am Chem Soc [1956] 78, 4358, deutsche Patentschrift 122 096) Nach Houben—Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd 8 (1952), S 139, ist es bekannt, mit Dialkylcarbonat in Diamine nur eine Carbalkoxygruppe einzuführen
Das zur Überführung von primären Ammen m die N-substituierten Methylcarbamate am häufigsten verwendete Produkt ist Methylchlorformiat, das wie das Dimethylcarbonat ein Derivat der Kohlensaure ist Aus Beispiel 9 der britischen Patentschrift 1 040 541 ist ersichtlich, daß bei Umsetzung von Sulfanilamid mit einer begrenzten Menge Methylchlorformiat untei Verwendung von Diathylanihn als Saureakzeptor die 4-Aminogruppe quantitativ acyliert wird und der größte Teil des Reaktionsprodukts p-Methoxycarbonylaminobenzolsulfonylamid ist und daß nur em kleiner Mengenanteil vorhanden ist, der an dem Ammoteil der Sulfonamidgruppe unter Bildung von N-ip-Methoxycarbonylaminobenzolsulfonyty-methylcarbamat acyliert ist Es ware daher zu erwarten gewesen, daß das erfindungsgemaße Verfahren m gleicher Weise zu p-Methoxycarbonylammobenzolsulfonylamid als Hauptreaktionsprodukt und gegebenenfalls einem kleinen Mengenanteil an N-(p-Methoxycarbonylammobenzolsulfonyl) - methylcarbamat fuhren wurde
Die Tatsache, daß der Methoxycarbonylrest bevorzugt an der Sulfamidogruppe gebunden wird bei geringer Bildung von N-(p-Methoxycarbonylaminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat, ist überraschend und unerwartet, da die Ammogruppe in p-Stellung fur die Acylierung frei zugänglich ist
Wenn man das N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat in Form der freien Base erhalten hat, kann man es gewunschtenfalls zur Verwendung als Herbicid in Alkali- oder Erdalkahsalze nach einem der m dem ersten Zusatz 84 273 zur franzosischen Patentschrift 1 340 297 beschriebenen Verfahren überfuhren
Das erfindungsgemaße Verfahren bietet die folgenden Vorteile
1 Es ist em einstufiges Verfahren, bei welchem nur Produkte eingesetzt werden, die übliche Handelsprodukte sind oder leicht m situ aus solchen gebildet werden können
2. Das Verfahren ist in seSner Handhabung einfach
3 Die Reaktion kann in konzentnerter Losung durchgeführt werden, was eine hohe Produktion, bezogen auf das Vojumen der Vonichtung,
ermöglicht
4 Das direkte Reaktionsarodukt, das Alkali- oder Erdalkalisalz des N-m-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamats, wirdTm Form emer wäßrigen Losung erhalten, die direkt in den Herbicidkonzentraten verwendet werden kann, ohne daß eine vorhergehende Isolierung der Wirks abstanz erforderlich ware
5 Das Verfahren liefert hahe Ausbeuten ar einem Produkt mit einem Reinheitsgrad, der sich für seme Verwendung als Herbicid ohne weitere Reinigung eignet ,
6 Der übliche Schutz deslAmmorests durch eine Schutzgruppe, wie beispielsweise eine Acylgruppe, ist fur das Produkt der FJormel II nicht erforder-
hch j
7 Die Reaktion erfolgt in basischem Medium, was die Auswahl der Apparatur erleichtert
Keines der bisher bekannten Verfahren weist diese Vorteile auf
Unter dem hier verwendetet Ausdruck »bekannte Methoden« sind die Verfahren zu verstehen, die bisher zu diesem Zweck verwendet oder als solche in der Literatur beschrieben wurden
Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren der Erfindung
In diesen Beispielen werden! die angeführter, Bestimmungen wie folgt durchgeführt
Bestimmung mit Nitrit
Man bestimmt den Gehalt an primären Aminoresten durch Titnerung nut (einer O.ln-Natnumnitntlosung Das Ergebnis ist als N-(p-Ammoberizolsulfonyi)-methylcarbamat ausgedruckt Bei diesem Versuch wird die gesamte Menge an nicht umgesetztem Sulfanilamid mitbestimmt
Nichtwaßnge Bestimmung
Man bestimmt den Gehalt an Sulfonylcarbamat-
resten durch Titration einer Losung des Produkts in wasserfreiem Dimethylformamid mit emer 0,In-Losung von Lithmmmethylat in
einem wasserfreien
Methanol-Toluol-Gemisch
Das Ergebnis ist als N-(p-Ar|iinobenzolsulfonyl)-methylcarbamat ausgedruckt
Bei dieser Bestimmung wirdj das Sulfanilamid nicht bestimmt, doch wird gleichzeitig das N-(p-Methoxycarbonylammobenzolsulfonyl) - methylcarbam.it, das vorhanden sein kann, bestimmt
Bestimmung des Gehalts an Sulfanilamid durch Dunnschichtchromatograjphie (D -C)
Der Gehalt an nicht umgesetztem Sulfanilamid wird durch Dunnschichtchromatographie unter Verwendung von Kieselgel und eine^a fluoreszierenden Pigment als Indikator bestimmt
Man bringt einen Fleck der
sung dei Probe auf und entwicfo
gramm im Falle der Beispiele 1 bis 11 mit einem
Gemisch von 15 Volum teilen Methanol und 80 Volum-
teilen Chloroform und fur die Beispiele 12 bis 17 mit einem Gemisch von 20 Volumteilen Eisessig und 80 Volumteilen Chloroform Der Gehalt an Sulfanü amid in den Beispielen 1 bis 17 und an N-(p-Meth-
thanohschen Lct das Chromato-
oxycarbonylamiriobenzolsulfonyO-methylcarbamatim Falle der Beispiele 15 und 17 wird durch Vergleich nut standartisierten Lösungen in ultraviolettem Licht bestimmt.
Diese drei Versuche ermöglichen die Reinheit des Produkts zu beurteilen.
Beispiel 1
Man setzt 86 g (0,5 Mol) Sulfanilamid zu einer Losung von 0,575 Mol Natriummethylat in Methanol (hergestellt durch Auflosen von 13,2 g Natrium in 150 ml wasserfreiem Methanol) zu Man erhitzt unter Ruhren 35 Minuten unter Ruckflußbedmgungen Dann setzt man 54 g (0,6 Mol) Dimethylcarbonat zu und erhitzt I6V2 Stunden unter Ruckflußbedingungen
Man destilliert das Reaktionsgemisch Wenn man 89 ml Destillat (das das Methanol und das nicht umgesetzte Dimethylcarbonat enthält, das wiederverwendet werden kann) gewonnen hat, setzt man 200 ml Wasser zu dem Ruckstand zu und setzt die Destillation fort, bis die Temperatur des Gemisches 95°C erreicht hat (48,5 ml Destillat). Dann kühlt man auf Zimmertemperatur ab.
Man stellt den pH-Wert des Gemisches durch Zugabe von 7 ml konzentrierter Salzsaure auf 7 em Man beimpft das Gemisch mit em wenig Sulfanilamid und rührt 1 Stunde Man stellt keine Abscheidung von Sulfanilamid fest Man klart das Gemisch durch Filtrieren. Man setzt unter standigem Ruhren 37,5 ml konzentrierte Salzsaure zu, um einen pH-Wert von 3 zu erhalten Man filtriert den gebildeten Niederschlag ab, wascht ihn dreimal mit je 100 ml Wasser und trocknet ihn.
Man erhalt 108,5 g N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute: 94,3% der Theorie, bezogen auf das Sulfanilamid)
Eigenschaften des erhaltenen Produkts (Fortsetzung)
Schmelzpunkt
140,50C
(Zers)
97,5%
Bestimmung mit Nitrit . .
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium 96,6%
Gehalt an Sulfanilamid durch
D.-C etwa 1%
Man hat 0,035 Mol Dimethylcarbonat wiedergewonnen.
Das N-(p - Aminobenzolsulfonyl) - methylcarbamat wurde auch wie oben ausgeführt aus 0,5 Mol Sulfanilamid hergestellt, wobei jedoch die Reaktionszeiten, die Menge des Dimethylcarbonats und diejenige des Natnummethylats varnert wurden
Die Ergebnisse sind m der nachfolgenden Tabelle angegeben (in allen diesen Versuchen betragt die verwendete Menge an Methanol 150 ml mit Ausnahme von Beispiel 4, in welchem sie 100 ml betragt)
Bei
spiel
Dimethyl
carbonat
(Mol)
Natrium
methylat
(Mol)
Reaktions
zeit
(Stunden)
Erzeugtes
N-(p-Ami-
nobenzol-
sulfonyl)-
methyl-
carbamat
(g)
Ausbeute,
bezogen
auf das
Sulfanil
amid
(%)
2
3
4
0,6
0,6
0,55
0,575
0,575
0,538
8
10
20
105,1
105,6
100,8
91,5
91,9
87,9
Beispiel
Schmelzpunkt
(0C)
139
138,5
137,5
Bestimmung mit Nitnt
95,2
94.4
95,0
Bestimmung in nichtwaßngem Medium
97,5
96,5
95,8
Wiedergewon nenes Dimethyl carbonat (Mol)
Wiedergewon nenes Sulfanilamid
0,04
0,045
0,02
Gebalt
Sulfanilamid durch D-C
0 0 0
In den Beispielen 5 und 6 wurde im Ganzen die im Beispiel 1 beschriebene Arbeitsweise wiederholt, wobei jedoch das Dimethylcarbonat in zwei Fraktionen zugegeben wurde
Beispiel 5
Man setzt 86 g (0,5 Mol) Sulfanilamid zu einer methanohschen Losung von 0,5 Mol Natriummethylat, hergestellt durch Auflosen von 11,5 g Natrium in 150 ml wasserfreiem Methanol, zu und erhitzt 25 Minuten unter Ruckflußbedingungen. Man setzt 45 g (0,5 Mol) Dimethylcarbonat zu. Man erhitzt 36 Stunden unter Ruckflußbedingungen, wobei man 9 g (0,1 Mol) Dimethylcarbonat nach 4 Stunden zugibt
Man destilliert, bis man 93,5 cm3 Destillat gewonnen hat (das das Methanol und das nicht umgesetzte Dimethylcarbonat enthält, das wiederverwendet werden kann) Man setzt 200 ml Wasser zu und engt ein, bis die Temperatur des Gemisches 95° C erreicht hat (49 ml Destillat) Man setzt zu dem Gemisch 50 ml Wasser zu, kühlt auf Zimmertemperatur ab und stellt den pH-Wert durch Zugabe von konzentrierter SaIzsaure (9,7 ml) auf 7 em Man beimpft mit ein wenig Sulfanilamid und rührt dann 1 Stunde. Man filtriert und gewinnt eine kleine Menge nicht umgesetztes Sulfanilamid (5,3 g, 0,03 Mol) Man setzt 35,5 ml Salzsaure zu dem Filtrat unter Ruhren zu, um einen pH-Wert von 3 zu erhalten Man wäscht den gebildeten Niederschlag sechsmal mit je 50 ml Wasser und trocknet ihn Man erhalt 90,2 g N-(p-Aminobenzolsulfonyl) - methylcarbamat (Ausbeute: 78,4%, bezogen auf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschäften
Schmelzpunkt . ..
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium
Gehalt an Sulfanilamid durch
D-C . . etwa
1390C (Zers) 99,5%
98,9% 2%
Es wurden 0,035 Mol Dimethylcarbamat zurückgewonnen
Beispiel 6
Man arbeitet wie im Beispiel 5, wobei man 0,5 Mol Sulfanilamid, 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,525 Mol Natriummethylat verwendet und die Reaktionszeit 20 Stunden betragt.
Man erhalt 94 g N - (ρ - Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute 81,7%, bezogen auf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften
Schmelzpunkt
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium
Gehalt an Sulfanilamid durch
D -C etwa
1390C (Zers) 99,2%
95,7% 3%
Es wurden 4,0 g (0,023 Mol) Sulfanilamid zui uckgewonnen
Beispiel 7
Man arbeitet wie im Beispiel 5 unter Veiwendung von 0,5 Mol Sulfanilamid, Natnumsalz, 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,075 Mol Natriummethylat und mit einer Reaktionszeit von 22V2 Stunden
Man erhalt 105,2 g N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute 91,7%, bezogen auf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften
Schmelzpunkt
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium
Gehalt an Sulfanilamid durch
D -C etwa
138° C (Zers) 94,9%
96,2% 2%
Es wurden 0,045 Mol Dimethylcarbonat wiedeigewonnen
Beispiel 8
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Sulfanilamid Kaliumsalz, 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,075 Mol Natriummethylat bei einer Reaktionszeit von 20 Stunden
Man erhalt 95,9 g N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute 83,1%, bezogen auf das Sulfanilaintd) mit folgenden Eigenschaften
Schmelzpunkt
136° C (Zers) 96,1%
45
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium 93,9%
Gehalt an Sulfanilamid durch
D-C etwa 9%
amat vom F = 1410C (Z;rs) mit folgendin Eigenschaften
Bestimmung mit Nitrr 100,0% Bestimmung m mchtwaßrigem
Medium , 99,4%
Sulfanilamid durch DjC <0,5%
Beispiel 9
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Sulfanilamid, Natriumsalz, 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,075 Mol Magnesiumpethylat bei einer Reaktionszeit von 2OV2 Stunden Man erhalt 102,5 g N - (p - Ammobenzolsulifonyj) - methylcarbamat (Ausbeute 89,2%, bezogen aujf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften
Schmelzpunkt
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwa
Medium
Gehalt an Sulfanilamid
D-C
Es wurden 0,08 Mol Di
gewonnen
B eιspi
Man arbeitet wie im Beisp
von 0,5 Mol Magnesiumsal;
situ aus Sulfanilamid und 1\
gestellt), 0,6 Mol Dimethyla
Magnesiummethylat bei e
21 Stunden Man erhalt 63
sulfonyl)-methylcarbamat (Ai
auf das Sulfanilamid) mit i
Schmelzpunkt
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwa.
Medium
Gehalt an Sulfanilamid
D-C
Es wurden 0,025 Mol Dimethylcarbonat zurückgewonnen
Das erhaltene Produkt wird wie folgt gereinigt Man lost 25 g rohes N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat in 250 ml 1 n-Salzsaure bei 20 bis 250C
Man gewinnt durch Filtrieren eine kleine Menge an unlöslichem Produkt, das hauptsächlich aus N-(p-Methoxycarbonylaminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat besteht, das man viermal mit je 5 ml Wasser wascht
Man vereinigt das Filtrat und die Waschwasser und stellt sie mit 10n-Natronlauge auf pH 3 ein
Man gewinnt das Produkt durch Filti leren, wascht es dreimal mit je 10 ml Wasser und trocknet es Man erhalt em N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbigem
urch
14O0C (Zeis) 98,7%
97,5%
etwa
lethylcarbonat zuruck-
1 10
el 1 unter Verwendung
des Sulfanilamids (in
agnesmmmethyl.it hei-
■bonat und 0,0375 Mol
er Reaktionszeit von
g N-(p-Ammobenzol-
sbeute 55,3%, bezogen
Igenden Eigenschaften
138°C (Zers) 101,7%
igem
arch
94,9%
Es wurden 0,17 Mol E
0,18 Mol Sulfanilamid zurück
etwa 12% methylcarbonat und
spiel 8 beschiiebenen Methoc
N - (p - Aminobenzolsulfonyl)
Das erhaltene Produkt wu de nach dei im Bei-
gereimgt Es wurde methylcarbamat mit
142,50C 99,8%
folgenden Eigenschaften erhal
Schmelzpunkt
Bestimmung mit Nitrat
Bestimmung in nichtwaßri
Medium
Gehalt an Sulfanilamid du
D-C
B e1spie
Man arbeitet wie im Beispi
des Natnumsalzes des Sulfan
situ aus 0,5 Mol Sulfanilamid
methylat), 0,6 Mol Dimethylca
Natnumamid bei einer Reakti<
;ewonnen
gem
eh
11
99 4% <0,5%
5 unter Verwendung amids (hergestellt in nd 0,5 Mol Natr umbonat und 0,075 Mol tiszeit von 19 /2 Stunden Man erhalt 104,8 g N-(p-^minobenzolsulfo,iyl)-
109544/387
ίο
IO
methylcarbamat (Ausbeute 91,3%, bezogen auf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften
Schmelzpunkt 1380C
Bestimmung mit Nitrit 94,2% Bestimmung m mchtwaßngem
Medium 96,8% Gehalt an Sulfanilamid durch
D-C . <5%
Beispiel 12
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Lithiumsalz des Sulfanilamids (in situ aus Sulfanilamid und Lithiummethylat hergestellt), 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,075 Mol Lithiummethylat bei einer Reaktionszeit von 16 Stunden
Man erhalt 108,5 g N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute 94,0%, bezogen auf Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften·
Schmelzpunkt
Bestimmung mit Nitrit
Bestimmung in nichtwaßrigem
Medium
Gehalt an Sulfanilamid durch
D-C <0,5%
Es wurden 0,06 Mol Dimethylcarbonat wiedergewonnen
Beispiel 13
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Kahumsalz des Sulfanilamids (in situ aus Sulfanilamid und Kaliummethylat hergestellt), 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,075 Mol Kahummethylat mit einer Reaktionszeit von 16 Stunden
Man erhalt 81,9 g N - (p - Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute 71,2%, bezogen auf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften
Schmelzpunkt . . . 134,5°C
Bestimmung mit Nitrit . 97,1%
Bestimmung m nichtwäßrigem
Medium . 94,5%
Gehalt an Sulfanilamid durch
D-C ... 6%
Beispiel 14
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol CaI-ciumsalz des Sulfanilamids (in situ aus Sulfanilamid und Calciummethylat hergestellt), 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,0375 Mol Calciummethylat in 11 Methanol mit einer Reaktionszeit von 66 Stunden
Man erhalt 35 g N - (p - Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute: 30,5%, bezogen auf das Sulfanilamid) mit folgenden Eigenschaften
14O0C 25 Schmelzpunkt . 142° C
(Zers) Bestimmung mit Nitnt 99,8%
95,2% Bestimmung in mchtwaßngem
Medium 97,8%
99,9% Gehalt an Sulfanilamid durch
D-C 2%
Es wurden 0,31 Mol Dimethylcarbonat und 0,20 Mol Sulfanilamid zurückgewonnen
Beispiel 15
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Sulfanilamid, 0,575 Mol Natnummethylat und verschiedenen molaren Mengenanteilen an Dimethylcarbonat, wobei das Methanol als Losungsmittel verwendet wurde und die Reaktionszeit 20 Stunden betrug
Die Ergebnisse sind m der nachfolgenden Tabelle angeführt
Dimethyl
carbonat
(Mol)
N-(p-Aminobenzol-
sulfonyO-methyl-
carbamat
(g)
Ausbeute (bezogen
auf das Sulfanil-
amid)
(%)
Bestimmung
mit Nitrit
(%)
Bestimmung
in mchtwaßngem
Medium
(%)
Gehalt an Sulfanil
amid durch D-C
(X)
Gehalt an Neben
produkten durch
D-C
(%)
0,5
0,75
1,0
98,5
111,1
113,4
85,7
96,6
98,6
96,6
90,4
87,8
98,2
97,3
96,9
1
<ε1
<1
1
10
20
Es wurde gleichzeitig N-ip-MethoxycarbonylammobenzolsulfonylJ-methylcarbamat gebildet Es wurde kein Sulfanilamid zurückgewonnen
In allen diesen Versuchen betrug der Schmelzpunkt 14O0C (Zers)
Beispiel
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Sulfanilamid, 0,575 Mol Natnummethylat, 0,6 Mol Dimethylcarbonat und Methanol als Losungsmittel, wobei die Temperatur bei den Versuchen nach Zugabe des Dimethylcarbonats von Ruckflußtemperatur (65° C) auf die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Temperaturen abgeändert wurde
Temperatur
(0C)
Reaktionszeit
(Stunden)
N-(p-Aminobenzol-
sulfonyl)-methyl-
carbamat
(g)
Ausbeute,
bezogen auf
Sulfanilamid
(%)
Bestimmung
mit Nitrit
(%)
Bestimmung
in mchtwaßngem
Medium
(%)
Gehalt an Sulfanil
amid durch D-C
(%)
50
40 bis 45
25
25
20
20
20
90
107,1
101,7
42,4
92,6
93,1
88,4
36,9
80,5
99,2
98,8
97,7
101,1
97,5
98,1
97,4
97,6
«el
«el
1
<rl
Der Schmelzpunkt betrug in allen Fallen 14O0C (Zers)
In den beiden ersten Versuchen wurde kein Sulfanilanud wiedergewonnen, doch wui[de in den beiden letzteren Versuchen Sulfanilanud zurückgewonnen, und zwar 0,28 bzw 0,04 Mol
Beispiel
Man arbeitet wie im Beispiel 1 mit 0,5 Mol Sulfanilarmd, 0,6 Mol Dimethylcarbonat und variablen Mengenanteilen an Natnummethylat, wobei Methanol als Losungsmittel verwendet wurde Die Reaktionszeiten be-
trugen 16 bis 20 Stunden N-(p-Amino-
benzolsulfonyl)-
Ausbeute,
bezogen auf das
Schmelzpunkt Bestimmung Bestimmung
in nichtwaßngem
I jehalt an
Ifanilamid
Gehalt an
Nebenprodukt
methylcarbamat
(g)
Sulfamlamid des Produkts
(0C)
mit Nitrit Medium roh D-C durch D-C
81,5 70,8 139 100,1 96,2 Si 3 <!
94,0 81,7 139 99,2 95,7 d 3 1
Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben 102,7 89,3 139 96,9 97,7 2 1
Natnummethylat 108,5 94,3 140,5 97,5 96,6 <1 Jl
(Mol) 108,4 94,3 138 91,8 98,4 <1 6
0,500 111,8 97,2 137 82,3 92,9 1 If
0,525 88,0 76,5 123 80,8 83,2 5 10
0,550
0,575
0,600
0,750
1,0
Das Nebenprodukt besteht aus N-(p-Methoxycarbonylammobenzolsulfonyl) - methylcarbamat Es wurden 0,07 Mol, 0,024 Mol bzw 0,073 Mol Sulfanilamid zui uckgewonnen, wenn die Menge an Natnummethylat 0,500, 0,525 und 1,00 Mol betrug In den anderen Versuchen wurde kein Sulfanilamid zurückgewonnen
Beispiel 18
Man setzt 172 g (1,0 Mol) Sulfanilamid zu einer Losung von Natnummethylat (1,150 Mol) m Methanol (hergestellt durch Auflosen von 26,5 g Natnum in 300 ml wasserfreiem Methanol) zu Man erhitzt unter Ruhren 1 Stunde unter Ruckflußbedingungen Dann setzt man 108 g (1,2 Mol) Dimethylcarbonat zu und erhitzt 17 Stunden unter Ruckflußbedmgungen Anschließend destilliert man Wenn 180 ml Destillat (das das Methanol und das nicht umgesetzte Dimethylcarbonat enthalt, das wiederverwendet werden kann) gewonnen sind, setzt man 400 ml Wasser zu und setzt die Destillation unter vermindertem Druck fort, wobei man darauf achtet, daß die Temperatur des Mediums unterhalb von 95° C bleibt, bis man nur Wasser (428 ml Destillat) gewinnt Wahrend der Destillation setzt man Wasser (80 ml) zu, um eine zu beträchtliche Verminderung des Volumens der Flüssigkeit zu vermeiden Das Endvolumen des Gemisches betragt 350 ml
Man entnimmt 175 ml des Gemisches und rührt diese mit 6 g Calciumchlorid 30 Minuten bei 500C Der unlösliche Bestandteil, der hauptsächlich aus Calcmmcarbonat besteht, wird durch Filtrieren des Gemisches in der Warme entfernt Man wascht den Ruckstand nut 5 ml Wasser und vereinigt das Filtret mit der Waschflüssigkeit Man ei halt so 169 ml (217,7 g) einer Losung des Natriumsalzes des N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamats
Diese Losung ist als Herbicidkonzentrat fur die Anwendung durch Zerstauben verwendbar
Die Bestimmung mit Nitrit zeigt einen Gehalt von 60,6% an N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat, was einer Ausbeute von 89,2%, bezogen auf das Sulfanilamid, entspricht Die Losung weist einen Gehalt an restlichem Carbonat von 0,1% (Gewicht/Volumen), ausgedruckt als Natriumcarbonat, und einen Gehalt an Cajlcium von 23 Teilen je Million auf Das aus einer Probe der Lösung durch Ansäuern isolierte N-(p-Ammotbenzolsulfonyl)-methylcarbamat schmilzt bei 139,2° O (Zers) und weist einen Gehalt bei Bestimmung im njchtwaßrigem Medium von 98,8% auf. I
In diesem Beispiel kann man das Calciumchlorid durch eine äquivalente Menge Calciumoxyd (CaI-ciumhydroxyd) entsprechend 13,5 g je 0,5 Mol verwendetes Sulfanilamid ersetze^
Beispiel 19
Man setzt 86 g (0,5 Mol) Sulfanilamid zu einer Losung, von 0,575 Mol Kaliummethylat in Methanol, hergestellt durch Auflösen von 22,45 g Kalium in 200 ml Methanol, zu Man erhitzt unter Ruhren 1 Stunde unter Ruckflußbedmgungen Man setzt 54 g (0,6 Mol) Dimethylcarbonat zu und erhitzt 40 Stunden unter Ruckflußbedmgungen Man destilliert Wenn man 140 ml Destillat (das das Methanol und das nicht umgesetzte Dimethylcarbonat enthalt, das man wiederverwenden kann) gewonnen hat, setzt man 57 ml Wasser zu und setztjdie Destillation fort, bis die Temperatur des Gemisches 950C erreicht hat (66 ml Destillat), wobei man ständig Wasser so zusetzt, daß das Volumen konstant bleibt, (66 ml)
Man kühlt auf Zimmerten*
den pH-Wert des Gemisches
konzentrierter Salzsaure (14,7
beimpft mit ein wenig Sulfanilam
Es fällt Sulfanilamid aus, das
gewinnt und mit 20 ml Wasser! wascht. Man vereinigt das Filtrat mit den Waschwassern und macht sie mit einer wäßrigen 40%igen ((Gewicht/Volumen) Kaliumhydroxydlosung bis zum
molphthalein alkalisch Dann d
vermindertem Druck
Wenn man 86 ml Destillat gi
man den Ruckstand auf 400C
ratur ab und stellt lurch Zugabe von
1) auf 6 ein. Man und rührt 1 Stunde, in durch Filtrieren
mschlag von Tbytilhert man unter
onnen hat, kühlt b und stellt den
pH-Wert des Gemisches durch Zugabe von konzen tnerter Salzsäure (4,3 ml) auf 8,<
das Gemisch auf 4O0C und setzt ;
ein. Man bringt 2 g Kaliumchlorid
zu Man salzt das Kaliumsalz des N-(p-Aminobenzol-
sulfonyl)-methylcarbamats aus Man kühlt auf 5° C ab, rührt 1 Stunde bei 5° C und saugt den Niederschlag auf einer Nutsche vollständig ab Man trocknet bei 6O0C und erhalt 105,2 g Kahumsalz des N - (p - Ammobenzolsulfonyl) - methylcarbamats, das Kaliumchlorid enthält (Ausbeute 49,8% der Theorie, bezogen auf das Sulfamlamid).
Prüfung mit Nitrit
Chloridgehalt
63,4%
(berechnet als
Kahumsalz)
36,1%
(berechnet als
Kaliumchlorid)
Das aus dem Kahumsalz in Freiheit gesetzte N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat schmilzt bei 1440C (Zers) (Prüfung mit Nitrit 99,5%, Titer in nichtwaßngem Medium 97,4%)
Aus dem Filtrat isoliert man wie zuvor eine zweite Fraktion von 19,2 g Kahumsalz des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamats (Ausbeute 13,2% der Theorie, bezogen auf das Sulfamlamid, Prüfung mit Nitrit 91,8%, berechnet als Kahumsalz, Chlondgehalt 6,7%, berechnet als Kaliumchlorid) Das aus dem Kaliumsalz freigesetzte N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat schmilzt bei 141,30C (Zers) (Prüfung mit Nitrit 98,2%, Titer in nichtwaßngem Medium 97,3%)
Es wurden 0,066 Mol Dimethylcarbonat und 7,9 g (0,046 Mol) Sulfanilamid zurückgewonnen
Beispiel 20
Man erhitzt 0,5 Mol Calziumsalz des Sulfanilamids (hergestellt in situ aus Sulfamlamid und Calciummethylat), 0,6 Mol Dimethylcarbonat und 0,0375 Mol Calciummethylat 103 Stunden lang in 1 1 Methanol unter Ruckflußbedingungen
Nach 23-, 46- und 48stundigem Erhitzen destilliert man 500 ml (dann sind 470 ml Methanol enthalten), 250 ml (dann sind 240 ml Methanol enthalten) bzw 145 ml (dann sind 140 ml Methanol enthalten) Losungsmittel ab Nach jeder Destillation wird dem Reaktionsgemisch Dimethylcarbonat in einer Menge zugesetzt, die der m dem Destillat enthaltenen Menge äquivalent ist
Anschließend destilliert man das Reaktionsgemisch, nachdem 89 ml (bestehend aus Methanol und nicht umgesetztem Dimethylcarbonat, welches wiederverwendet werden kann), übergegangen sind, setzt man dem Ruckstand 200 ml Wasser und anschließend 31 g (0,29 Mol) wasserfreies Natriumcarbonat zu und fuhrt die Destillation so lange weiter, bis die Temperatur der Mischung 95° C erreicht Anschließend wird auf 6O0C gekühlt und vom ausgeschiedenen Calciumcarbonat abfiltriert Man kühlt das Filtrat auf Raumtemperatur ab und stellt den pH-Wert durch Zugabe von konzentrierter Salzsaure auf 7 em Dann impft man die Mischung mit einer geringen Menge Sulfamlamid an und rührt 1 Stunde, es fallt kein Sulfamlamid aus Anschließend filtriert man und fugt zu der klaren Mischung 37,5 ml konzentrierte Salzsaure unter Ruhren, wobei sich ein pH-Wert von 3 einstellt Man filtriert den so gebildeten Niederschlag ab, wascht dreimal mit 100 ml Wasser und trocknet Man erhalt 101,4 g N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat (Ausbeute 88,2% der Theorie, bezogen auf das Sulfamlamid) vom Schmelzpunkt 1410C (unter Zersetzung)
Bestimmung mit Nitrit 103,5%
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium mit Lithiummethylat 96,5%
Gehalt an Sulfamlamid durch
D-C 10%
Es wurden 0,04 Mol Dimethylcarbonat zurückgewonnen, Sulfamlamid wurde nicht zurückgewonnen
25 g des wie oben beschrieben hergestellten N - (p - Ammobenzolsulfonyl) - methylcarbamat lost man bei 20 bis 250C m 250 ml ln-Salzsaure Man filtriert von einer geringen Menge unlöslicher Produkte ab und wascht viermal mit 5 ml Wasser Die vereinten Filtrate und Waschlosungen werden durch Zusatz von lOn-Natnumhydroxydlosung auf einen pH-Wert von 3 eingestellt Der so erhaltene Niederschlag wird abfiltriert, dreimal mit 10 ml Wasser gewaschen und getrocknet Man erhalt 21 g N - (p - Ammobenzolsulfonyl) - methylcarbamat (Ausbeute 84%) vom Schmelzpunkt 1410C (unter Zersetzung)
Bestimmung mit Nitrit 98,5%
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium mit Lithiummethylat 97,3%
Gehalt an Sulfamlamid durch
D-C geringer als 0,1%
Beispiel 21
Man arbeitet wie im Beispiel 19, rührt jedoch 2V2 Stunden lang bei 50C nach der Zugabe von Kaliumchlorid zur Aussalzung des Kaliumsalzes von N - (p - Ammobenzolsulfonyl) - methylcarbamat und Kuhlen auf 5° C Der so erhaltene Niederschlag wird filtriert, am Filter trockengesaugt und bei 6O0C getrocknet Man erhalt 156,8 g Kahumsalz des N - (p - Ammobenzolsulfonyl) - methylcarbamats vermischt mit Kaliumchlorid (Ausbeute 87,9% der Theorie, bezogen auf das Sulfamlamid unter Berücksichtigung des Kahumchloridgehalts)
Bestimmung mit Nitrit als
Kahumsalz des N-(p-Amino-
benzolsulfonyl)-methylcarbamats 69,5 %
Chlondgehalt als Kaliumchlorid 24,8%
Das von Kahumsalz freie N-(p-Ammobenzolsulfonyi)-methylcarbamat schmolz bei 1410C (unter Zersetzung)
Bestimmung mit Nitrit 94,2%
Bestimmung in nichtwaßngem
Medium mit Lithiummethylat 95,9%
Eine zweite Abscheidung wurde nicht isoliert
Es wurden 0,02 Mol Dimethylcarbonat zurückgewonnen Sulfamlamid wurde nicht zurückgewonnen Durch Ansäuern mit 14,7 ml konzentrierter Salzsaure und Animpfen mit einer genngen Sulfanilamidmenge konnte kein mchtumgesetztes Sulfamlamid niedergeschlagen werden Es wurde daher nicht filtriert
Im vorstehenden wurde die Umsetzung zwischen dem Salz des Sulfanilamids der Formel II und dem Dimethylcarbonat in Methanol nur bei Atmospharendruck beschrieben Es ist ersichtlich, daß diese Reaktion auch unter einem höheren Druck als Atmospharendruck durchgeführt werden kann und daß in diesem Falle die Siedetemperatur des Gemisches demzufolge erhöht ist

Claims (2)

  1. Patentansprüche
    1 Verfahren zur Herstellung von N (p-Aminobenzolsulfonyl)-methylcarbamat der Formel
    SO2- NH- CO- O—CH3
    und dessen Alkali- und Erdalkalisalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man em Sulfanilamidsalz der Formel
    H2N
    SO2NH
    in der M ein Alkali- odei Erdalkalimetallatom bedeutet und η den Wert 1, wenn M em Alkalimetallatom bedeutet, und den Wert 2, wenn M em Erdalkahmetallatom bedeutet, darstellt, mit 1 bis 1,2 Mol Dimethylcarbonat je Mol Sulfanilamid unter wasserfreien Bedingungen in Methanol bei einer Temperatur von höchstens der Siedetemperatur des Gemisches, vorzugsweise in Anwesenheit von 0,051 bis 0,15 Mol eines Hydrids, Alkoholate oder JAmids eines Alkali- oder Erdalkalimetalls, je Mol Sulfanilamid umsetzt und gegebenenfalls nach bekannten Methoden das erhaltene Alkali- oder Erdalkahsak: in das freie N-(p-Ammobenzolsulfonyl)-methylcarbamat überfuhrt
  2. 2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei einer Temperatur zwischen 25 und 65°C durchfühlt
    109544/387

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