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Vorgefertigte sechseckige Hauszelle.
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Die- Erfindung betrifft eine vorgefertigte sechseckige Hauszelle,
bei der die aneinandergrenzenden Seitenwände jeweils einen Winkel von 1200 einschließen.
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Es sind bereits Hautzellen mit Grundrissen aus gleichseitigen Sechsecken
bekannt, die sich zu größeren Einheiten wie Wohnungen, Büroräumen oder dergl. zusammensetzen
lassen.
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In solchen hexagonalen Einheiten läßt sich jeweils nur ein Rau einrichten.
Wenn zusätzliche Räumlichkeiten benötigt werT den, wie beispielsweise bei einer
Kleinohneinheit oder -büroeinheit, inuß eine weitere hexagonale Hauszelle angebaut
und -mit den entsprechenden Räumen, wie Garderoben, Sanitärraum und/oder Teeküche,
ausgestattet werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hauszelle zu schaffen,
die als perfekte l;iohn- oder Büroeinheit verwendbar ist und sich in vielseitiger
Weise mit anderen gleichen Hauszellen zu größeren Komplexen kombinieren läßt.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer vorgefertigten
Hauszelle der eingangs genannten Art im Grundriß zwei parallele Seitenwände doppelt
so lang sind wie die übrigen untereinander gleich lagen Seitenwände.
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Hauszellen mit solchen Grundrissen bieten genügend Platz, so daß außer
einem Hauptraum auch noch Nebenräume vorgesehen werden können.
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Die Kombinationsmöglichkeiten solcher Mauszellen sind viel-estaltig.
Beispielsweise können sie waLenförmig, sternförmig, kreisförmig oder der. angeordnet
werden.
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Vorzugsweise ist der Grundriß der erfindungsgemäßen Hauszelle in einen
gleichseitigen sechseckigen Lauptraum und zwei gleichseitige rautenförmige Nebenräume
aufgeteilt. Dabei kann eine oder mehrere der vier Außenwände des hexagonalen Hauptraumes
als Fenster ausgebildet sein.
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Bei einer zweckmäßigen usführungsform der hauszelle weist der hexagonale
Hauptraum ein Fenster auf, das an einer der Längseiten der welle angeordnet ist.
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Wenn die erfindungsgemäße Hauszelle für sich allein als Einheit verwendet
wird, ist einer der rautenfrinigen Nebenräume zweckmäßig als Sanitärraum und der
andere als 'Eingang und Garderobe ausgebildet.
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Sollen beispielsweise zwei Haus zellen zu einer Wohn- oder Büroeinheit
zusammengesetzt werden, so kann einer der rautenförmigen Nebenräume auch als Teeküche
ausgebildet sein.
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Für die wabenförmige Anordnung der Hauszellen, bei der diese jeweils
paarweise versetzt zueinander angeordnet sind, eignet sich am besten eine Ausführungsform,
bei der das Fenster des hexagonalen Hauptraums auf der Seite angeordnet ist, auf
der sich der als Eingang- und Grarderobe ausgebildete rautenförmige Nebenraum befindet.
Dabei ist zweckmäßig auch die Eingangstür auf der Seite des Fensters des Hauptraums
vorgesehen.
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Die Inneneinrichtung- der erfindungsgemäßen Hauszelle ist zweckmäßig
derart gestaltet, daß beispielsweise an der dem Hauptraum -gegenüberliegenden Außenwand
des Garderoben- und Eingangsraums ein Einbauschrank vorgesehen ist, dessen Vorderseite
parallel zur Außenwand angeordnet und ebenso lang ist wie diese.
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In dem Sanitärraum sind zweckmäßig in den spitzwinkligen Ecken jeweils
ein der Raumecke angepaßtes Waschbecken und ein Duschbecken angeordnet.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht
und im nachstehenden im einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben.
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Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Hauszelle.
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Fig. 2 zeigt einen Grundriß der Hauszelle nach Fig. 1.
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Fig. 3 zeigt eine Kombinationsmöglichkeit der erfindungsgemässen Hauszelle,
Fig. al zeigt eine weitere Kombinationsmöglichl:eit der Haurzelle.
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Nach Fig. 1 und 2 weist die erfindungsgemäße vorgefertigte Hauszelle
einen sechseckigen Grundriß auf, wobei die Winkel zwischen den angrenzenden Außenwänden
2, 4, 6, 8, 10, 12 jeweils einen Winkel von 120° einschließen. Die vier die Stirnseiten
bildenden Wände 4, 6, 10 und 12 sind jeweils gleich lang, während die beiden zueinander
parallelen Längsseiten 2 und 8 genau doppelt so lang wie die iibrigerl Seiten sind.
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Nach der Zeichnung weist die Hauszelle ein Flachdach 14 auf, jedoch
sind auch andere Dachformen denkbar.
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Nach dem Grundriß ist die erfindungsgemäße Hauszelle in einen gleichseitigen
sechseckigen Hauptraum 16 und zwei gleichseitige rautenförmige Nebenräume 18 und
2Q aufgeteilt. Der Hauptraum 16, der als Wohn- und Schlafraum, Büroraum oder Kmferenzraum
verwendbar ist, weist auf der Seite der langen Außenwand 2 ein Fenster 22 auf. Neben
dem Fenster 22 ist eine Eingangstür 24 vorgesehen, die in den als Eingangs- und
Garderobenraum ausgestalteten Nebenraum 20 führt.
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In dem Eingangs- und Garderobenraum 20 ist auf der dem Hauptraum 16
gegenüberliegenden Seite ein Einbauschrank 26 vorgesehen, dessen Vorderwand parallel
zu der Hauswand 12 verläuft und sich über die gesamte Raumbreite erstreckt. Von
dem Eingangs-und Garderobenraum 20 führt eine Tür 28 in den hier als Wohn-und Schlafraum
eingerichteten Iiauptraum 16.
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Der zweite rautenförmige Hauptraum 18 ist als Sanitärraum eingerichtet,
wobei in den spitzwinkligen Ecken jeweils ein der Raumecke angepaßtes Waschbecken
3 und ein Duschbecken 52 angeordnet sind. Der Snitärraum 18 ist huber eine Tür 34
mit dem Eingangs- und Garderobenraum 20 verbunden.
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Das Skelett der erfindungsgemäßen Hauszelle besteht aus gleich hohen
Stützen 3G, die jeweils von den benachbarten ',tützen den gleichen Abstand haben.
Die oberen und unteren Enden der Stützen sind xteinanaer durch horizontale Querträger
verbunden, die
aufgrund der Anordnung der Stützen alle gleich lang
sind.
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Ebenso sind auch die einzelnen Wandelemente einschließlich der Innenwände
7, 40 und 42 gleich groß. Die Langseiten 2 und 8 der Hauszelle sind dabei jeweils
aus zwei Wandelementen zusammengesetzt.
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Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Hauszelle kann einmal für sich allein
stehen oder mit mehreren anderen gleich ausgebildeten Zellen zu einer größeren Einheit
zusammengesetzt werden.
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Fig. 3 zeigt beispielsweise eine wabenförmige Anordnung, bei der jeweils
zwei Hauszellen 44 und 46 mit ihren Langseiten aneinandergesetzt sind, während zwei
weitere mauszellen 48 und 50, die ebenfalls mit ihren Langseiten aneinandergesetzt
sind, um eine halbe Hausbreite versetzt an den Stirnwänden des anderen Zellenpaars
44, 46 anliegen.
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Diese Anordnung kann endlos fortgesetzt werden, wobei es gleichgültig
ist, nach weicher \Seite die Zellenpaare versetzt sind. bei der in Fig. ) dargestellten
anordnung sir die jeweils paarweise aneinander stehenden Lauszellen spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildet. bei den zusammengesetzten Anordnunen kann in den Bereichen,
in denen sich die Grundrisse der einzelnen Hauszellen berühren, auf Doppelwände
verzichtet werden, so daß an diesen Stellen die aneinandergrenzenden Häuser jeweils
die Stützen und Wände gemeinsam haben.
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Bei den in Fig. 3 dargestellten Hauszellen 48 und 50 ist beispielsweise
ein Wandelement weggelassen, so daß die beiden
ilaupträume einen
größeren Raum bilden. Da die beiden Hauszellen 48 und 50 dadurch miteinander verbunden
sind, kann in der Hauszelle 48 beispielsweise auf einen Sanitärraum verzichtet werden,
und es1kann der dadurch freigewordene, rautenförmige Raum 52 beispielsweise als
Teeküche ausgestattet werden.
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Fig. A zeigt eine sternförmige Anordnung von drei erfindungsrnemäßen
Hauszellen, die jeweils mit den Seiten, in denen die Sanitär- und Eingang:sräume
gelegen sind, aneinandergrenzen.
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Bei dieser Anordnung der Hauszellen können die Haupträume 16 die Fenster
22, die in Fig. 2 an der langseite dargestellt sind, auch an anderen Stellen aufweisen.
Ebenso können mehrere Fenster an verschiedenen Seiten vorgesehen sein.
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Bei einer in der Zeichnung nicht dargestellten Anordnung sind sechs
Hauszellen sternförmig angeordnet, wobei jeweils zwei Zellen mit ihren Langseiten
aneinanderliegen. Bei einer solchen Anordnung bleibt im Mittelpunkt ein hexagonaler
Innenraum frei, der entweder als Innenhof oder, mit einer Überdachung versehen,
als weiterer Raum genutzt werden kann.
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Patentansprüche: