DE2012499C - Elektronische Schaltungsanordnung zur Steuerung bzw. Regelung der Öffnungszeit eines photographischen Verschlusses - Google Patents
Elektronische Schaltungsanordnung zur Steuerung bzw. Regelung der Öffnungszeit eines photographischen VerschlussesInfo
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Description
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schal- Photowiderstand für den Meßkreis vorgesehen,
tungsteile zur Messung, Anzeige, Zeitbildung und Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zu-
Steuerung des Elektromagneten wie auch die gründe, mit elektronischen Mitteln die Eigenzeiten zu
kompensieren und dabei gleichzeitig ein sogenanntes Durchschlagen des Vetschlusses zu verhindern, wobei
unter dem Durchschlagen ein vorzeitiges Durchschalten der Steuerelektronik und Freigeben des die
BeHchtungsöffnung schließenden VersehlußgUedes verstanden wird. Dieses Durchschlagen kann beispielsweise
«ereits in der Meßphase dann auftreten,
wenn eine sehr hohe Aufnahmehelligkeit herrscht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Kompensation der Eigenzeiten des Elektromagneten
und des oder eines das Schließen der BeHchtungsöffnung bewirkenden Verschlußgliedes
ein von der Meßschaltung festgestellter Wert in an sich bekannter Weise in die Zeitbildungselektronik
geleitet und als Ladung im Zeitbildungskondensator gespeichert wird und daß zur Verhinderung der vorzeitigen
Freigabe des oder eines die BeHchtungsöffnung schließenden VerschUißgUedes, z. B. bereits in
der Meßphase, die Steuerschaltung für den Elektromagneten
blockiert wird, indem der Steuerschaltung ein zum Durchsteuern erforderliches Signal erst dann
über einen Schalter zugeführt wird, wenn die Freigabe der BeHchtungsöffnung erfolgt.
Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen enthalten. In der Zeichnung wird der Erfindungsgegenstand
näher erläutert.
F i g. 1 zeigt das Prinzipschaltbild, wobei die Sperrung durch einen gesteuerten Schalter in der Stromversorgung
der Endstufe erfolgt;
F i g. 2 zeigt das Prinzipschaltbild, wobei die Sperrung durch einen gesteuerten Schalter in der Steuerleitung
der Endstufe erfolgt;
F i g. 3 zeigt das Prinzipschaltbild, wobei der von dem KC-Glied gesteuerte Schwellwertschalter als
Komparator ausgeführt ist, dessen Vergleichsspannung über einen gesteuerten Schalter zugeführt
wird;
F i g. 4 zeigt das Prinzipschaltbild, wobei der Eingang des Schwellwertschalters über einen gesteuerten
Schalter verbunden ist.
Die in den Zeichnungen der F i g. 1 bis 4 dargestellten
Schaltungsanordnungen stellen vier einander ausschließende Lösungen dar in Verbindung mit
einem Zweilamellenverschluß als Ausführungsbeispiel,
dessen nachlaufende oder Schließlamelle mittels eines Anzugsmagneten freigegeben wird.
Die Prinzipschaltungen der F i g. 1 bis 4 stimmen weitgehend überein. Die Positionen sind deshalb entsprechend
mit gleichen Zahlen versehen.
Die Meßschaltungseinheit 1 ist mit zwei Anzeigelampen 2 und 3 für einen unteren und einen oberen
Belichtungszeitgrenzwert ausgestattet. Die Einheit 4 enthält den Schwellwertschalter oder Trigger sowie
die Endstufe und steuert den Anzugsmagneten S, der mittels eines Stromstoßes aus dem Kondensator 6 gespeist
wird. Der Photowiderstand 7 dient der Messung und Zeitbilldung je nach SchalterslcUung der
mechanisch miteinander gekuppelten Schalter 8 und 9. Die eingezeichnete Schalterstellung ist die Ruhestellung
und bleibt bei der Meßphase unverändert, bis nach dem Vorweg des Auslösers die vorlaufende Lamelle
beide Schalter 8 und 9 umschaltet und damit die Messung beendet und den Integrationsbeginn
festlegt. Der Photowiderstand 7 und der Zeitbildungskondensator 10 arbeiten mit einem Spannungsteiler
zusammen, der aus den Widerständen 11, 12, 13 besteht und je nach Schalterstellung des Schalters
8 und dem als Folgekontakt ausgebildeten Schalter 14 zur Wirkung gelangt. Die Widerstände 15, 16
und 17 dienen zur Speisung der Einheit 4 und des Anzugsmagneten 5 sowie zur Aufladung des Kondensators
6.'Die gesamte Schaltungsanordnung liegt an der Batterie 19, wenn der Schalter 18 im Anfang des
Vorweges des Auslösers geschlossen wird.
Die aus dem Photowiderstand 7, dem Kondensator 10, den Widerständen 11, 12 und 13 und den Schaltern
8 und 14 bestehende Teil der Prinzipschaltung
ίο ist so ausgebildet, daß in der Meßphase, während sich
der Auslöser im Vorweg befindet, ein den Photowiderstand7
proportionaler Spannungsbetrag dsm Kondensator 10 zugeleitet wird. Auf diese Weise ist
es möglich, die Eigen- oder Fehlzeiten, die durch den
Elektromagneten 5 und die nachlaufende Lamelle verursacht werden, elektrisch zu kompensieren.
Nun kann es bei sehr großer Aufnahmehelligkeit jedoch vorkommen, daß die Aufladung des Zeitbildungskondensators
10 so groß wird, daß die Schwel-
2ύ lenspannung des Schwellwertschalters in der Einheit
4 überschritten wird. Dadurch schaltet dieser durch, der Elektromagnet wird betätigt und als Folge
davon die Lamelle freigegeben, die die Aufnahmeöffnung schließt. Eine ordungsgemäße Belichtung kann
as nun nicht mehr stattfinden, wenn der Bedienende den
Auslöser weiter durchdrückt. Um dies zu verhindern, sind in den F i g. 1 bis 4 Ausführungsbeispiele von
vier verschiedenen Sperrmöglichkeiten eingetragen, die im folgenden erläutert werden.
Wenn die Betriebsspannung der Endstufe in der Einheit 4, die über die Zuleitung 27 eingespeist wird,
über einen Schalter 28, der erst nach Freiwerden der vorlaufenden Lamelle geschlossen wird, zugeführt
wird, kann die Endstufe nicht vorzeitig durchschalten. F i g. 1 zeigt die zu dieser ersten Lösung gehörenden
Einzelheiten.
F i g. 2 zeigt, wie die Endstufe innerhalb der Einheit 4, die den Schwellwertschalter 22, die Torstufe
23 und die Endstufe 24 enthält, elektronisch bis zum Abschluß der Meßphase blockiert werden kann.
Wenn der Schalter 9, der den Minuspol der Meßschaltungseinheit 1 beim Loslaufen durch die vorlaufende
und die BeHchtungsöffnung freigebende Lamelle vom allgemeinen Minuspol trennt, dabei in
seine gestrichelte Position gelangt, springt der Verbindungspunkt 20 und damit der Torstufeneingang
21 auf ein positives Potential. Die Torstufe 23 wird jetzt erst entsperrt. Das heißt aber mit anderen Worten,
daß die Endstufe erst dann von der Torstufe angesteuert wird, wenn die erste Lamelle den Schalter 9
in seine gestrichelte Stellung gebracht hat. Der Elektromagnet 5 kann also erst nach Loslaufen der öffnenden
Lamelle anziehen. Die schließende Lamelle kann nicht mehr vor der öffnenden Lamelle ausgelöst
werden.
F i g. 3 zeigt schließlich eine weitere Möglichkeit der Blockierung, indem der Schwellwertschalter innerhalb
der Einheit 4 als Komparator ausgeführt ist. Die in den f i g. 1 und 2 vorgesehene Verbindung 20,
21 fehlt in Fig. 3. Der Widerstand 16 wird von einem Schalter 25, der von der Öffnungslamelle erst
bei deren Freigabe gleichzeitig mit den Schaltern 8 und 9 betätigt wird, an den Minuspol gelegt. Dadurcli
bleibt die am Widerstand 16 abfallende Vergleiehsspannung hochgelegt und unwirksam bis zum Schließen
des Schalters 25.
F i g. 4 zeigt schließlich als vierte Lösung, daß die Steuerleitung 26 des Schwellwertschalter in der Eiii-
heit 4 über einen Umschaltkontakt am Schalter 14 mit dem Zeitbildungskondensator 10 verbunden
wird, wenn die offnungslamelle losläuft und die Schalter 8 und 9 betätigt werden. Solange, der Schalter
14 in der eingezeichneten Stellung verharrt, solange also die offnungslamelle noch in ihrer Ruhestellung
ist, kann sich die Aufladung des Zeitbildungskondensators 10 dem Schwellwertschalter nicht
mitteilen. Wenn aber die Öffnungslamelle durch weiteres Durchdrücken des Auslösers freigegeben wird
und die genannten Schalter betätigt, findet eine ordnungsgemäße Belichtung statt.
Die beschriebene Schaltungsanordnung mit je einei elektrischen Blockierung gemäß den yier Ausführungsbeispielen
ist für die verschiedensten Verschlußausführungen anwendbar.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Elektronische Schaltungsanordnung zur nen in einem lniegrw imen.
Steuerung bzw. Regelung der Öffnungszeit eines 5 getaut sma.
eine oder mehrere Verschlußöffnungs- lind/oder
Schließglieder aufweisenden photographischen
Verschlusses, wobei die Freigabe der Belichtungsöffnung mechanisch und das Schließen derselben
nach Maßgabe der elektronischen Schaltung in ίο Erftadung betrifft eine elektronische Schal- ,
Abhängigkeit von der Helligkeit des Aufnah- ^.„KiJv Störung bzw. ReeelUnOT>
meobjekts mittels eines Elektromagneten erfolgt, türanordnung ν
und mit einer im Vorweg des Auslösers einge- Öffnungszeit eines
schalteten, im Stromkreis der Zdtbildungs- und nungs- und/oder Ucmieug
Steuerungs- bzw. Regelschaltung liegenden Meß- 15 graphischen Verscmuises «w,«-«« ,,
schaltung, die das überschreiten und/oder Unter- lichtungsöffnung ^"^^SÄSS ^
schreiten einer Öffnungszeit anzeigt, dadurch selben nach Maßgabe der^"^*^™"^«
gekennzeichnet, daß zur Kompensation Abhängigkeit von der Helligkeit des Aufnahmeobjek.
der Eigenzeiten des Elektromagneten und des tes mittels eines Elektromagneten erfolgund mit
oder eines das Schließen der Belichtungsöffnung ao einer im Vorweg des Auslosers eingeschalteten un
bewirkenden Verschlußgliedes ein von der Meß- Stromkreis der Zeitbildungs- und1 Sleuc.uMgv b™.
schaltung festgestellter Wert in an sich bekannter Regelungsschaltung liegenden Meßschaltung, die das
Weise in die Zeitbildungselektronik geleitet und Überschreiten und/oder Unterschreiten e.ner öff-
als Ladung im Zeitbildungskondensator gespei- nunpszeit anzeigt.
chert wird und daß zur Verhinderung der vorzei- a5 Plioiographische Kameras mit verschlüssen der
tigen Freigabe des oder eines die Belichtungsöff- obigen Gattung, die von einer elektronischen Schal-
nung schließenden Verschlußgliedes, z. B. bereits tungsanordnung gesteuert werden, sind bereits aus
in der Meßphase, die Steuerschaltung für den einer großen Anzahl von Schutzschnften bekannt, so
Elektromagneten blockiert wird, indem der Steu- beispielsweise aus den deutschen Patentschriften
erschaltune ein zum Durchsteuern erforderliches 30 1 094 090. 1 103 748 und den deutschen Auslege-
Signal erst dann über einen Schalter zugeführt Schriften 1 211 933 und 1 223 696.
wird, wenn die Freigabe der Belichtungsöffnung Wenn zum Halten oder Schließen nur ein Elektro-
erfolgt. magnet vorgesehen ist, was aus Raum- und Kosten-
2. Elektronische Schaltungsanordnung gemäß gründen meist erforderlich ist, dann ist es notwendig,
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den 35 die Eigenzeiten von diesem Elektromagneten und der
Elektromagneten steuernde Endstufe über einen von diesem betätigten Lamelle zu kompensieren. Um
Schalter mit der Stromquelle verbunden ist, der dies zu bewirken, ist es einmal möglich, aen den Intevon
dem oder einem Verschlußglied bei Freigabe grierbeginn festlegenden Schalter vor Öffnung des
der Belichtungsöffnung direkt oder über Zwi- Verschlusses zu betätigen oder aber den mechanischenglieder
geschlossen wird. 40 sehen Ablauf des den Verschluß öffnenden Gliedes
3. Elektronische Schaltungsanordnung gemäß zu hemmen. Beide Lösungen sind beispielsweise der
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das deutschen Auslegeschrift 1 211 933 zu entnehmen.
Steuersignal für die Endstufe von einem auf ein Selbstverständlich lassen sich die Eigenzeiten weitanderes Potential geschaltet wird, wenn das oder gehend vermeiden, indem man für beide aus Spannein
die Belichtungsöffnung freigebende bzw. frei- 45 stellung ablaufende Verschlußglieder Elektromagnete
gebendes Verschlußglied direkt oder über Zwi- zu Arretierung oder Freigabe oder zum Antrieb vorschenglieder
einen Schalter betätigt. sieht. Eine derartige Lösung ist beispielsweise aus der
4. Elektronische Schaltungsanordnung gemäß deutschen Patentschrift 1 094 090 bekannt.
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf Bei der Entwicklung photographischer Kameras
das ÄC-GIied folgende Schwellwertschalter als 50 der eingangs genannten Gattung ist man bemüht, die
Komparator ausgeführt ist, dessen Vergleichs- Kosten zu senken und den verfügbaren Raum innerspannung
über einen Schalter zugeführt wird, der halb der Kamera auszunutzen. Zu diesem Zweck
von dem oder einem Verschlußglied bei Freigabe überträgt man möglichst viele Aufgabe der elektronider
Belichtungsöffnung direkt oder über Zwi- sehen Schaltungsanordnung. .
schenglieder betätigt wird. 55 Wohl ist es aus der deutschen Patentschrift
5. Elektronische Schaltungsanordnung gemäß 1285 866 bekannt, den von der Größe »eins« abwei-Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der chenden Exponenten von Photowiderständen durch
Eingang des Schwellwertschalters über einen Anheben des Anfangspotentials des Zeitkreiskor.den-Schalter
mit dem ihn ansteuernden Zeitbildungs- sators oder durch Verlagerung des Ansprechpotenkondensator
verbunden wird, wobei der Schalter 60 tials des elektronischen Schalters der Zeitbildungsvon
dem oder einem Verschlußglied bei Freigabe schaltung zu korrigieren. Hier handelt es sich nicht
der Belichtungsöffnung direkt oder über Zwi- um die Kompensation von Eigenzeiten, sondern um■;:
schenglieder geschlossen wird. die Wiederherstellung der Reziprozität zwischen der
'
6. Elektronische Schaltungsanordnung gemäß Zeitkonstante des Zeitkreises und der Beleuchtungs-
einem oder mehreren der vorhergehenden An- 65 stärke. Außerdem ist nach diesem Patent ein zweiter v
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702012499 DE2012499C (de) | 1970-03-17 | Elektronische Schaltungsanordnung zur Steuerung bzw. Regelung der Öffnungszeit eines photographischen Verschlusses | |
| US00124095A US3742827A (en) | 1970-03-17 | 1971-03-15 | Shutter control apparatus for photographic cameras |
| GB2438171*A GB1335613A (en) | 1970-03-17 | 1971-04-19 | Electronic circuit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702012499 DE2012499C (de) | 1970-03-17 | Elektronische Schaltungsanordnung zur Steuerung bzw. Regelung der Öffnungszeit eines photographischen Verschlusses |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2012499A1 DE2012499A1 (de) | 1971-09-30 |
| DE2012499C true DE2012499C (de) | 1972-12-28 |
Family
ID=
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