DE20122365U1 - Vorrichtung für ein gepanzertes Transportfahrzeug als Kartenbrett-, Arbeitstisch- und Stauschrankkombination - Google Patents
Vorrichtung für ein gepanzertes Transportfahrzeug als Kartenbrett-, Arbeitstisch- und Stauschrankkombination Download PDFInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41H—ARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
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Abstract
Vorrichtung
für ein
gepanzertes Transportfahrzeug mit einem Radfahr- oder Kettenlaufwerk und
einem Antrieb zur Fortbewegung sowie einem Fahrzeugaufbau und Einbau
aller Komponenten für
den Betrieb des Fahrzeugaufbaus einschliesslich einer Fahrzeugbesatzung
und einer Ausrüstung
als Führungsfahrzeug
und einschliesslich einer Heckklappe am Heck des Fahrzeugs sowie
einer Konzeption als Familienfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kombination von Kartenbrett (12) oder -tafel, Stauschrank (2)
und Arbeitstisch (10) mittels verschiebbarer und schwenkbarer Platten
(3, 3a) in einer Schrankausbildung integriert ist, wobei mehrere
rechteckige Platten (3, 3a) mittels geeigneter Schienen, Halterungen und
Gelenken an einem Schrankgestell (1) angebaut sind und in Koordinatenrichtungen
gegeneinander einzeln oder zusammen verschiebbar angebracht sind
und um eine Raumachse geschwenkt werden können.
Description
- Die Lösung bezieht sich auf eine Vorrichtung in einem gepanzerten Fahrzeug, das sich aus den üblichen Teilen wie Antriebsmotor, Getrieben, Radsätzen oder Kettenlaufwerk, einem Besatzungsraum und einem Gehäuse, das alle Ein- und Anbauten aufnimmt, zusammensetzt. Bei einem Schützenkampffahrzeug werden zum Beispiel mit dem Fahrzeug mehrere Soldaten transportiert, die schnell über eine Heckklappe aussteigen oder aufsitzen können. Bei einem anderen Fahrzeugtyp, dem gepanzerten Transport-Kraftfahrzeug, abgekürzt GTK, wird das Fahrzeug in Module eingeteilt und ein sogenanntes Missionsmodul austauschbar auf dem Chassis oder Fahrmodul untergebracht. Verschiedene Bewaffnungen und Ausrüstungen können dann als Modul austauschbar auf dem Fahrzeug wechselweise mitgeführt werden. Bei einer Fahrzeugvariante wird ein Führungsfahrzeug dargestellt, bei dem mehrere Soldaten im Fahrzeug an Karten- und Datengeräten tätig werden.
- Nach dem Stand der Technik sind verschiedene Vorschläge zum Aufbau von Fahrzeugen und zu gepanzerten Transportfahrzeugen gemacht worden.
- In der
DE 4219688 wird ein luftverlastbares Panzerfahrzeug aus einem Fahrgestell und darauf angeordneten mehreren Gehäuseteilen aufgebaut, wobei ein Gehäuseteil aus einem fahrgestellfesten Unterteil und einem beweglichen Oberteil besteht, welches bei Lufttransport vertikal eingeschoben werden kann zur Verminderung des Fahrzeugvolumens. - In der
DE 19502036 wird ein Kettenfahrzeug schnell und kostensparend an unterschiedliche Einsatzforderungen angepasst, in dem der Wannenaufbau modular gestaltet und aus mindestens zwei Modulen besteht. - In der
DE 19619865 wird ein umrüstbares militärisches Radfahrzeug mit trennbaren Modulen dargestellt, das aus einem Grundgehäuse zur Aufnahme der Fahr zeugkomponenten besteht und von einem diesel-mechanischen zu einem dieselelektrischen Antrieb umgebaut werden kann bei Vorteilen für die Bauhöhe und Ausgestaltung des Fahrzeugs. - Aus der DE 19927656A1 ist ein gepanzertes Transportkraftfahrzeug bekannt, welches mit einem unbemannten Schartenturm einschliesslich Lafette und Bordmaschinenwaffe als Bewaffnung ausgerüstet ist, der von der Besatzung aus dem Fahrzeuginneren fernbedient wird.
- Bei einem Führungsfahrzeug für eine hochbewegliche Truppe, bei der die schnelle Verlegung von einem Einsatzort zu einem anderen ein besonderes Missionskennzeichen ist, müssen eine Vielzahl von Kommunikationsgeräten und – einrichtungen zur Erfüllung der Führungsaufgabe auf einem Fahrzeug untergebracht sein. Da das Grundfahrzeug als ein Familienfahrzeug entwickelt ist, bei dem geometrische Größe und hohes Gewicht ein grundsätzliches Negativkriterium bedeuten aus plausiblen Gründen, ist die Darstellung von Spezialfahrzeugen auf Basis des Familienfahrzeugs ein besonderes Innenraum- und Platzproblem bei der Auslegung des spezifischen Fahrzeugs. Deshalb ist es wichtig auf engstem Raum die notwendigen Geräte und Einrichtungen wie zum Beispiel ein Kartenbrett in einem gegebenen Fahrzeug sprich auf engstem Raum einzubauen.
- Die bekannten Lösungen weisen zum Beispiel den Nachteil auf, dass der Arbeitsraum der Besatzung aufgrund einer gegebenen Fahrzeuggröße, welche wegen anderer Kriterien möglichst klein gehalten wird, sehr eingeschränkt ist und die Leistungsfähigkeit der Besatzung wegen der engen Raumverhältnisse vermindert wird.
- Aufgabe ist es, ein Kartenbrett und Stauschrank auf engstem Raum und mit Mehrfachnutzung in einem Gefechtsfahrzeug einzubauen, wobei die Bedingungen einzuhalten sind, dass
- – der Arbeitsraum bzw. Gefechtsstand nur bei stehendem Fahrzeug im Standbetrieb mit allen seinen Funktionen genutzt wird,
- – bei fahrendem Fahrzeug im Fahrbetrieb alle erforderlichen Teile in dem Fahrzeug mitgeführt werden,
- – die Fahrzeugsilhouette den übrigen Versionen und Varianten des bekannten Fahrzeugtyps gleich oder anzugleichen ist,
- – wegen der Radarsignatur und wegen des Schutzaufbaus eine glatte Außenwand am Fahrzeug mit wenig Durchbrüchen angestrebt wird.
- Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Dabei wird eine Kombination aus Kartenbrett, Stauschrank und Arbeitstisch hergestellt für den Einbau in das Führungsfahrzeug. Damit ist es möglich, bei eingeschränkten Raumverhältnissen im Fahrzeug-Innenraum mehrere Funktionen zusammenzufassen.
- Die Vorteile liegen darin, dass die Kartenplatten einzeln oder in Kombination nutzbar sind, dass Kartenplatten so verschoben werden können, dass die nicht genutzten Platten die Platzverhältnisse nicht einschränken, dass eine Kartenplatte zum Tisch hochgeklappt werden kann, wobei eine 2. Platte als Kartenplatte weitergenutzt werden kann, dass der Rahmen für die Kartenplatten Ausrüstungsteile und Schubläden für Ausrüstung aufnimmt, dass die gesamte Vorrichtung am Gehäusedach des Fahrzeugs aufgehängt ist und damit geschützt ist gegen die Beschädigung durch Minendetonation und dass die Entnahme der Ausrüstung aus dem Stauschrank ohne Unterbrechung der Kartenarbeit möglich ist bei entsprechendem Aufbau der Vorrichtung.
- Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung des Stauschrankes und der Kartenplatte -
2 eine zweite Funktionsstellung -
3 eine weitere Funktionsstellung3 -
4 eine weitere Funktionsstellung4 -
1 zeigt einen Stauschrank1 , in dem Ausrüstung2 zum Beispiel Rücksäcke untergebracht ist. An einer Vorderseite des Stauschranks befinden sich zwei Kartenplatten3 , die in der gezeigten Darstellung gemeinsam ein Kartenbrett bilden. Beide Kartenplatten lassen sich vertikal in Richtung4 verschieben. Beide Kartenplatten3 lassen sich auch in Richtung5 verschieben und schwenken. Die Position eines sitzenden Bedieners13 ist angedeutet. - In
2 sind beide Kartenplatten3 zusammengeschoben und weggeklappt in eine Funktionsstellung6 . Damit wird die vorher hinter den Kartenplatten3 gelegene Ausrüstung2 aus/in Richtung7 zugänglich. - In
3 ist die Kartenplatte3a (1 ) so in Richtung4 nach oben in Stellung8 geschoben, dass die Platte3a als halbes Kartenbrett benutzt wird. Damit ist die Ausrüstung2 nur eingeschränkt zugänglich. Unter der Kartenplatte bleibt ausreichend Raum für eine ergonomisch vorteilhafte Sitzposition für einen vor dem in der Stellung8 angeordneten Kartenbrett3a sitzenden Bediener13 . - In
4 wird die Platte3a mittels Verschwenken in Richtung11 in eine horizontale Stellung10 gebracht, womit sich ein Tisch10 für Schreibarbeiten bildet. Eine weitere Platte3 bleibt in der Ausgangsstellung (siehe1 ) als Kartenbrett12 . -
- 1
- Stauschrank
- 2
- Ausrüstung
- 3
- Kartenplatten
- 3a
- Kartenplatte
- 4
- Richtung
- 5
- Richtung
- 6
- Funktionsstellung
- 7
- Richtung
- 8
- Stellung
- 10
- Tisch
- 11
- Richtung
- 12
- Kartenbrett
- 13
- Bediener
Claims (8)
- Vorrichtung für ein gepanzertes Transportfahrzeug mit einem Radfahr- oder Kettenlaufwerk und einem Antrieb zur Fortbewegung sowie einem Fahrzeugaufbau und Einbau aller Komponenten für den Betrieb des Fahrzeugaufbaus einschliesslich einer Fahrzeugbesatzung und einer Ausrüstung als Führungsfahrzeug und einschliesslich einer Heckklappe am Heck des Fahrzeugs sowie einer Konzeption als Familienfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kombination von Kartenbrett (
12 ) oder -tafel, Stauschrank (2 ) und Arbeitstisch (10 ) mittels verschiebbarer und schwenkbarer Platten (3 ,3a ) in einer Schrankausbildung integriert ist, wobei mehrere rechteckige Platten (3 ,3a ) mittels geeigneter Schienen, Halterungen und Gelenken an einem Schrankgestell (1 ) angebaut sind und in Koordinatenrichtungen gegeneinander einzeln oder zusammen verschiebbar angebracht sind und um eine Raumachse geschwenkt werden können. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Platten (
3 ,3a ) fluchtend in eine Ebene als praktisch durchgehendes Kartenbrett gestellt werden können. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Platten (
3 ,3a ) gegen- und untereinander geschoben werden zur Verminderung der effektiven Gesamtplattenfläche. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine von mehreren Platten (
3 ,3a ) aus der gemeinsamen Kartenbrettebene der Platten in die Waagerechte als Tisch (10 ) geschwenkt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Platten (
3 ,3a ) aus einer Kartenbrettebene und Schrankwandebene nach oben geschoben und in die Waagerechte geschwenkt werden, so dass das Schrankinnere zugänglich ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rahmen als Schrankgestell Schienen und Gelenke für die zu bewegenden Platten (
3 ,3a ) trägt und Traggestelle für Ausrüstungsteile oder Schubladen für Ausrüstungsteile an ausgebildeten und sonst nicht genutzten Hohlräumen des Rahmens und Schrankgestells aufnimmt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen als Schrankgestell einschliesslich aller darauf befestigten Teile mittels Befestigungsschienen am Fahrzeugdach befestigt und aufgehängt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 7, dadurch gekennzeichnet, dass Platten (
3 ,3a ) als Kartenbrett (12 ) austauschbar mit Flachbildschirmen oder Projektorwänden ausgeführt sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20122365U DE20122365U1 (de) | 2001-09-10 | 2001-09-10 | Vorrichtung für ein gepanzertes Transportfahrzeug als Kartenbrett-, Arbeitstisch- und Stauschrankkombination |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE20122365U1 true DE20122365U1 (de) | 2005-04-28 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20122365U Expired - Lifetime DE20122365U1 (de) | 2001-09-10 | 2001-09-10 | Vorrichtung für ein gepanzertes Transportfahrzeug als Kartenbrett-, Arbeitstisch- und Stauschrankkombination |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE20122365U1 (de) |
-
2001
- 2001-09-10 DE DE20122365U patent/DE20122365U1/de not_active Expired - Lifetime
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