DE2012275A1 - Gerät zum Aufbringen von Ausrüstungsmitteln auf Textilien und dergleichen - Google Patents
Gerät zum Aufbringen von Ausrüstungsmitteln auf Textilien und dergleichenInfo
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Description
RIMAR.S.p.A.
36070 TRISSINO , Italien
Bezeichnung: Gerät zum Aufbringen von Ausrüstungsmitteln
auf Textilien und dergleichen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Ausrüsten
von Textilien und dergleichen und betrifft insbesondere eine Maschine zum Aufbringen von in chlorierten organischen
Lösungsmitteln dispergierten Ausrüstungsmitteln durch Aufsprühen.
Bekannt ist die Behandlung von Stoffen sowie anderen Textilerzeugnissen
und dergleichen mit Appretur- oder Ausrüstungsmitteln, um den Stoffen, Textilerzeugnissen und dergleichen
bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Bekannt ist beispielsweise die Behandlung von Stoffen oder anderen Textilgegenständen
mit perfluorierte Ketten enthaltenden Polymerisaten, um die Stoffe oder Textilerzeugnisse flecken- bzw. farbfest zu
machen.
Das am meisten verbreitete Verfahren zum Aufbringen der oben
genannten Mittel auf Textilerzeugnisse ist bekanntlich das
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sogenannte "Foulard"-Verfahren, das aus den folgenden Arbeitsschritten besteht:
1. Man taucht das Textilmaterial in ein Bad ein, das eine wässerige Emulsion des perfluorierten Polymerisates
enthält, wobei es entsprechend mit Wasser und anderen Appreturmitteln verdünnt ist. Die Eintauchzeit bestimmt
sich aus der Durchgangsgeschwindigkeit des Textilmaterials durch das ganze Bad, sowie aus der Länge dieses
Bades.
2. Man quetscht das Textilmaterial zwischen zwei Walzen.
3. Man trocknet das Textilmaterial, indem man es über heiße Walzen oder durch eine Verdampfungskammer führt,
sowie erforderlichenfalls durch eine Behandlung bei hoher Temperatur (140 - 170 C), wozu man das Textilmaterial
gewöhnlich durch einen Ofen oder über heiße Walzen führt.
Die Aufeinanderfolge dieser Vorgänge führt im allgemeinen zu einer Beeinträchtigung einiger für die Verkäuflichkeit des behandelten
Textiltnaterials äußerst wichtiger Eigenschaften.
Diese Beeinträchtigung oder Verschlechterung von Eigenschaften betrifft vor allem den sogenannten "Griff" des Stoffes. Im
Texttlwesen bezeichnet man als "Griff" des Stoffes die "Angenehmheit",
die man beim Berühren des Stoffes fühlt und die sich aus zahlreichen Eigenschaften ergibt, beispielsweise der
gegenseitigen Reibung zwischen den Fasern, der Reibung zwischen den Fasern und der Haut, dem Elastizitätsmodul der Fasern und
des Garnes, der Gewebestruktur, der oberflächlichen ELektrLsier·
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barkeit usw.. Es ist bekannt, daß das Urteil des Textilfachmanns
über den "Griff" eines Stoffes, Garnes oder einer Wirkware bestimmend ist für dessen bzw. deren Preis und Markter-.
folg.
Die Aufbringung handelsüblicher Appreturmittel in wässerigen Lösungen auf Textilmateialien mit dem sogenannten "Foulard"-Verfahren
verleiht den Textilien zwar die gewünschten öl- und wasserabweisenden usw. Eigenschaften, bei der Anwendung dieses
Verfahrens wird jedoch immer der "Griff" der Textilien beeinträchtigt oder verschlechtert.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dem
Textilfachmann ein Gerät zu liefern, mit dem man Ausrüstungsoder Appreturmittel auf Textilien aufbringen kann, ohne das
bekannte "Foulard"-Verfahren anwenden zu müssen. Das Gerät
gemäß der Erfindung soll die Aufbringung derartiger Ausrüstungs- oder Appreturmittel auf Stoffe und dergleichen ermöglichen,
ohne daß der "Griff" der behandelten Gegenstände verschlechtert wird. Außerdem soll die Erfindung ein Gerät dieser
Art liefern, mit dem man in vorteilhafter Weise Appretur- oder
Ausrüstungsmittel aufbringen kann, die in chlorierten organi- (j|
sehen,Lösungsmitteln der Fettreihe dispergiert sind.
Kurz zusammengefaßt betrifft die Erfindung zur Lösung dieser
Aufgabe ein Gerät zur Ausrüstung von Textilien und dergleichen, bei dem die Ausrüstungs- oder Appreturmittel auf die zu behandelnden
Gegenstände durch Aufsprühen mittels einer oder mehrerer Düsenreihen aufgebracht werden, wobei die Düsen von einer
Pumpe mit einem Druck von wenigstens 3 kg/cm gespeist werden.
Das Textilmaterial wird von zahlreichen Walzen angetrieben, zunächst durch die Sprühkammer und dann durch eine Trockenkammer
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mit Luftumlauf sowie schließlich durch eine Wärmebehandlungskammer
mit Luftzirkulation geführt.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich für den Fachmann aus der folgenden Einzelbeschreibung
einer Ausführungsform des Gerätes gemäß der Erfindung, wobei
auf die beiliegende Zeichnung Bezug genommen wird, die eine Ausführungsform des Gerätes gemäß der Erfindung schematisch
in einer Seitenansicht'zeigt:
P Ein wesentliches Merkmal des Gerätes gemäß der Erfindung besteht
darin, daß es die Aufbringung der Ausrüstungsmittel auf die Textilien durch Sprühen ermöglicht. Dieses Aufsprühen ist
bekannt und wird in vielen Behandlungsverfahren in großem Umfang angewendet. Dieses Aufsprühverfahren wurde jedoch bisher
nicht zum Aufbringen gewisser Ausrüstungsmittel auf Textilien im Rahmen industrieller Fertigung angewendet. Die Tatsache,
daß das Sprühverfahren auf diesem besonderen, industriellen Gebiet bisher nicht angewendet wurde, muß grundsätzlich dem
Fehlen eines geeigneten Gerätes zugeschrieben werden. Außerdem findet man auf dem Markt in vielen Fällen keine Ausrüstungs-
™ oder Appreturmittel, die sich zur Aufbringung mit dem Sprühverfahren
eignen.
Die Anmelderin hat vorkurzem spezielle Ausrüstungsmittel entwickelt,
die Gegenstand anderer Patentanmeldungen sind und die sich besonders zur Aufbringung auf Textilien unter Anwendung
des Sprühverfahrens eignen. Diese Ausrüstungs- oder Appreturmittel müssen auf die Textilgegenstände in einer Folge von
Arbeitsgängen aufgebracht werden, deren Reihenfolge genauestens eingehalten werden muß, wenn die gewünschten Ergebnisse
erzielt werden sollen.
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Das Gerät gemäß der Erfindung eignet sich besonders zum Aufbringen
dieser neuen Ausrüstungsmittel, die im wesentlichen aus Dispersionen polymerer Substanzen in chlorierten organischen
Lösungsmitteln der Fettreihe bestehen.
Beim in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Gerät gemäß der Erfindung neben verschiedenen
nachfolgend noch ausführlich beschriebenen Ergänzμngselementen
im wesentlichen aus folgenden feilen:
A) Einer Sprühkammer 10, durch die der Stoff 3 angetrieben mit Walzen senkrecht zu mehreren Sprüheinheiten 20
hindurchgeführt wird, die das Ausrüstungsmittel rechtwinklig auf den Stoff sprühen. Die Sprüheinheiten 20
sind vorzugsweise ortsfest und in einer oder mehreren
Reihen derart angeordnet, daß sie auf beide Oberflächen des zu behandelnden Stoffes gerichtet sind. Vorzugsweise sind die Sprüheinheiten von der eine mechanische
Zerstäubung bewirkenden Bauart; sie werden vorzugsweise von einer Pumpe 7 gespeist. Diese Pumpe muß
entsprechend leistungsfähig sein, um die Düsen der
Sprüheinheiten 20 mit einem Druck von wenigstens
3 kg/cm zu versorgen. Die Anzahl und Bauart der Sprüheinheiten 20 werden derart gewählt, daß eine vollständige
und ausreichend gleichförmige Besprühung des gesamten Stoffes ermöglicht wird.
B) Eine Kammer 6, durch die der durch Aufsprühen des Ausrüstungsmittels
imprägnierte Stoff mit Walzen in einer Durchlaufzeit von 10 bis 35 Sekunden hindurchgeführt
wird.
C) Eine Trockenkammer 18 mit Luftumlauf, in der der von
Walzen angetriebene Stoff 80 bis 170 Sekunden bleibt, Die Temperatur in dieser Kammer 18 liegt zwischen
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85 und 120 C. Der Stoff wird in einer Luftströmung getrocknet, die (in Richtung der dargestellten Pfeile)
von einem Gebläse 11 durch die Kammer geleitet wird. Vor dem Eintritt in die Kammer wird die Luft vorzugsweise
erhitzt, und zwar beispielsweise mittels einer Dampfanlage mit Rippenrohren. In diesem Falle wird die
Dampfströmung automatisch von der Temperatureinstellvorrichtung in der Kammer gesteuert. Die Konzentration
der Dämpfe des organischen Lösungsmittels in der Kammer wird von einem Gebläse 13 konstant gehalten, das
einen Teil der Luft und der Lösungsmitteldämpfe durch ein mit Rippenrohren versehenes Kühlsystem 14 leitet.
Damit nicht kalte Luft unmittelbar in die Kammer eintritt, wird diese kalte Luft in Strömungsrichtung hinter
dem ersten Gebläse 11 und vor dem Heizsystem mit der Hauptluft- und Lösungsmitteldampfströmung gemischt.
D) Eine Kammer 19 zur Wärmebehandlung durch Luftumwälzung, in der der von Walzen angetriebene Stoff 65 bis 140
Sekunden bei einer Temperatur von 120 bis 150 C bleibt. In dieser Kammer wird die Temperatur durch Umwälzung
(gemäß der schematischen Darstellung in der Zeichnung) einer Luftströmung konstant gehalten, die
von einem Gebläse 12 bewirkt wird. Während der Umwälzung wird die Luft beispielsweise dadurch erhitzt, daß
sie durch ein System aus dampfgeheizten Rippenrohren
hindurchtritt. Die Temperatur wird mit einer Stellvorrichtung
konstant gehalten, die auf die Heizdampfströtnung
einwirkt.
Es wurde oben bereits erwähnt, daß das Gerät gemäß der Erfin
dung mit anderen Ergänzungsteilen ausgerüstet sei«* kann.
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Eines dieser Ergänzungsteile besteht aus einer Deodorierungswalze
4, die in Bewegungsrichtung des Stoffes 3 hinter der Trockenkammer 18 angeordnet ist. Der Stoff wird über die mit
Löchern versehene Walze 4 geführt, die an ein Gebläse 2 angeschlossen ist, das im Inneren der Walze 4 eine Saugströmung
erzeugt; durch diese Absaugung werden die Lösungsmitteldämpfe", aus dem Stoff entfernt und (in Richtung des dargestellten
Pfeiles) in einen Lösungsmittelrekuperator geführt, der mit
Aktivkohlefiltern versehen ist. Die gleiche Deodorierungswalze kann in Bewegungsrichtung hinter der Kammer 19 angeordnet sein.
Ein weiteres Ergänzungsteil des Gerätes gemäß der Erfindung
besteht aus einem Tank, der das Lösungsmittel der Appret,.:: enthält,
sowie einem oder mehreren Tanks 21, die die zur Behandlung der Stoffe verwendeten Appretur- oder Ausrüstungsmittel
enthalten.
Die Appreturmitteltanks sind vorzugsweise mit Rührern versehen.
Eine Pumpe fördert das Lösungsmittel aus seinem Tank in die die Appreturmittel enthaltenden Tanks.
Die Appreturmittel werden vor der Förderung zu den Sprühein« |
heiten 20 vorzugsweise gefiltert, und zwar beispielsweise durch Filter 8. Mit einer Pumpe 9 wird das sich am Boden der
Sprühkammer 10 sammelnde Appreturmittel in die Tanks 21 zurückgeleitet.
Weitere Ergänzungsteile des Gerätes gemäß der Erfindung sind eine Absaugvorrichtung 16 für die Polymerisationsdämpfe, die
an der Oberseite der Kammer 19 angeordnet ist, sowie eine
Vorrichtung 17 zum Kühlen des behandelten Stoffes.
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Aus der Zeichnung ersieht man, daß während des Betriebes des
Gerätes gemäß der Erfindung der zu behandelnde Stoff 3 unter der Wirkung gesteuerter Antriebswalzen - von einer Rolle
1 abgerollt wird und progressiv innerhalb gesteuerter Zeitspannen
durch die Sprühkammer 10, die Kammer 6, die Kammer 18,
um die Deodorierungswalze 4, durch die Kammer 19 und die Kühlvorrichtung
17 geführt wird, um schließlich auf einer Rolle 5 für den behandelten Stoff gesammelt zu werden.
Bei entsprechender Abwandlung kann das Gerät gemäß der Erfindung
zur Behandlung aller Arten von Textilien (nicht nur Stoffbahnen) benutzt werden. Selbstverständlich dient das dargestellte
Ausführungsbeispiel der Erfindung nur zur Erläuterung und nicht etwa zur Abgrenzung des Erfindungsgedankens, da dieses
Ausführungsbeispiel im Rahmen des fachmännischen Könnens vielfältige Abwandlungen erfahren kann, ohne den Erfindungsgedanken zu verlassen.
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Claims (11)
- 2812279..L-iNG. RAINER VlETHEN α 5 KölN-UNdenthäL 14, März 1970Patentanwalt ^ Bachemer Straße 55Telefon: (0221)417756Mein Zeichen:: R 19/1Anmelder im RIMAR S.p.Ä.• 36070 TRlSSlNÖ, ItaiieäANSPRÜCHEIy Cerät zum Aufbringen von Appretur- öder Äüs-rüstüngsmitteln auf Textilien durch Aufsprühen^ gekennzeichnet durch eine mit Sprühdüsen (20) zürn Aufsprühen des ÄüsrüstÜttgsmittels auf die oberfläche des TextilgegenständeS (3) versehene Sprühkammer (10) j durch eine beheizte Rämrrier (18) mit Luftumwälzung^ in der der besprühte Textilgegertstarid (3) getrocknet wird, und durch eine durch Luftströmung beheizte Kätiimer g (19), in der die im zur Behandlung der Textiigegeristände angewendeten Aüsrüstungämittel enthaltenen, polymerisierbaren Substanzen polymerisiert werden.
- 2. Gerät nach Anspruch 1; dadurch geiceHü^eicHhet fdaß die iri def SprüHkätnhiär (4Ö) angeordneten SprüHdüseii (20) rn einer öder mehreren Reihen üricl derart ähgebrdriet sindj daß sie irechtwirikiig auf die zwei Öbferfiäeiieh des zii behähdeihdöh Textilgegänstäüdes (3) sprühen.00984ΠΛ1920
- 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,daß der von Walzen angetriebene Textilgegenstand (3) senkrecht vor einer oder mehreren Sprühdüsenreihen (20) vorbeigeführt wird.
- 4.' Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,daß das Appretur- oder Ausrüstungsmittel aus den Sprühdüsen(20) ιwird.2 (20) unter einem Druck von wenigstens 3 kg/cm ausgesprühtP
- 5. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durcheine weitere Kammer (6) , durch die der Textilgegenstand (3) nach der Besprühung und vor der Trocknung von angetriebenen Walzen in einer Zeitspanne von 10 bis 35 Sekungen hindurchgeführt wird.
- 6. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durchein Gebläse (11) zur Umwälzung der Luft in der Trockenkammer (18) mit einer Temperatur von 85 bis 120° C._
- 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,daß die in die Trockenkammer (18) eintretende Umwälzluft beim Durchgang durch ein dampfgeheiztes Rippenrohrsystem aufgeheizt wird.
- 8. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,daß der mit Walzen angetriebene Textilgegenstand (3) durch die Trockenkammer (18) in einer Zeitspanne von 80 bis 170 Sekunden hindurchgeführt wird.009840/1920
- 9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation in der durch Luftströmung geheizten Kammer (19) mittels eines Gebläses (12) bei einer Temperatur von 120 bis 150° C erfolgt.
- 10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zifkulationsluft in der durch Luftströmung geharzten Kammer (19) beim Durchgang durch ein dampfgeheiztes Rippenrohrsystem erhitzt wird.
- 11. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der von Walzen angetriebene Textilgegenstand (3) durch die mit einer Luftströmung geheizten Kammer (19) zur Wärmebehandlung in einer Zeitspanne von 65 bis 140 Sekungen hindurchgeführt wird.009840/1920Leerseite
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