DE20121428U1 - Spachtelmasse - Google Patents
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Description
Die vorliegende Neuerung betrifft eine Spachtelmasse mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Schutzanspruchs 1.
Spachtelmassen, die insbesondere auch im Bereich des Fußbodens, so vorzugsweise zum Glätten, Egalisieren und/oder Nivellieren von entsprechenden Untergründen verwendet werden, die anschließend mit einem Nutzbelag versehen werden sollen, sind in unterschiedlicher Zusammensetzung bekannt.
So beschreibt die EP 0 379 477 B eine derartige Spachtelmasse, die als Bindemittel ausschließlich Zement enthält, wobei diese bekannte Spachtelmasse desweiteren noch mit zusätzlichen Inhaltsstoffen, so zum Beispiel Gips in einer Konzentration bis zu maximal 11 Gew.%, als Schwundausgleichsmittel und als Fließverbesserungsmittel versehen ist. Desweiteren weist diese bekannte Spachtelmasse zwischen 0,0 5 Gew.% und 3 Gew.% PoIypropylenfasern auf, die dieser zementösen Spachtelmasse zusätzliche Festigkeiten und verbesserte Deformationseigenschaften verleihen soll. In bezug auf derartige zementöse Zusammensetzungen
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vertritt jedoch die Fachwelt die Auffassung, daß durch den Zusatf^i^S )—-von faserartigen Bewehrungen die Verarbeitbarkeit und Verdichtung dieser zementhaltigen Mischungen erschwert wird, wie dies explizit für faserbewehrte Betonmischungen in "Betonwerk-Fertigteil-Technik, Heft 9, 1978, Seite 527" herausgestellt ist.
Die DE 100 64 083 A beschreibt eine Gips-Zusammensetzung mit verbesserter Haftung zu Kunststoff- und Metalloberflächen, die neben Gips als Hauptbestandteil spezielle polymere Additive sowie Salze von Fettsäurederivaten enthält, während die DE 43 31 141 A auf einen Fugenfüller gerichtet ist, der als Hauptbestandteile Calciumsulfathalbhydrat, Kalksteinmehl sowie Glimmer und ein spezielles Vinylacetat-Ethylen-Copolymer aufweist, wobei die zuvor genannten mineralischen Hauptbestandteile ein definiertes und quantifiziertes Kornspektrum aufweisen müssen. Beide Schriften erwähnen am Rande, daß zusätzlich in den bekannten Zubereitungen Faserstoffe, so speziell die in der DE 43 31 141 A genannten Cellulosefasern, enthalten sein können.
0 Ergänzend zu dem zuvor abgehandelten Stand der Technik wird noch auf die DE 196 33 131 A verwiesen, die eine gipshaltige Zusammensetzung beschreibt, die ein spezielles fettchemisches Additiv enthält, das mit Kunststoff-, Glas-, Mineralfasern und/oder Cellulosefasern versetzt sein kann, während die DE 35 262 A eine Kantenausbildung bei Gipskartonplatten unter Verwendung
einer Zusammensetzung beschreibt, die einen Bewehrungsstreifen in Form eines Gewebes oder Vlieses enthält.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spachtelmasse der angegebenen Art zur Verfügung zu stellen, die sich besonders gut und problemlos verarbeiten läßt.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß durch eine Spachtelmasse mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.
Die neuerungsgemäße Spachtelmasse weist, wie der zuvor beschriebene Stand der Technik, ebenfalls ein Bindemittel sowie eine faserartige Bewehrung auf, wobei die neuerungsgemäße Spachtelmasse nach Vermischen mit einer Flüssigkeit, insbesondere nach Vermischen mit Wasser, einen anwendungsfertigen Spachtel mit einer derartigen faserartigen Bewehrung ergibt. Im Unterschied zum eingangs genannten Stand der Technik gemäß der EP 0 379 477 B weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse als Bindemittel ausschließlich ein solches Bindemittel auf, das auf Calciumsulfat 0 basiert, so daß in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse neben Calciumsulfat kein anderes anorganisches Bindemittel enthalten ist. Ferner beinhaltet die neuerungsgemäße Spachtelmasse zwischen 0,1 Gew.% und 10 Gew.% einer faserartigen Bewehrung aus hochfesten multifilen und/oder monofilen Fasern, wobei insbesondere hochfeste multifile Fasern bevorzugt sind, die homogen innerhalb des
Spachtels verteilt sind. Aufgrund dieser homogenen Verteilung hochfesten multifilen bzw. monofilen Fasern innerhalb des Spachtels weist demnach der nach Auftragen auf einen Untergrund erhärtete Spachtel ebenfalls eine homogene Verteilung dieser multifilen bzw. monofilen Fasern auf, wobei vorzugsweise die hochfesten multifilen Fasern, die insbesondere dann in dem ausgehärteten Spachtel als entsprechende monofile Fasern, insbesondere als Einzelfasern, vorliegen, keine bevorzugte Orientierung sondern vielmehr eine willkürliche Orientierung aufweisen. Aufgrund dieser willkürlichen Orientierung und der Stapellänge zwischen 3 mm und 24 mm der multifilen bzw. monofilen Fasern in dem ausgehärteten Spachtel wird vermutet, daß hierauf die hervorragenden Eigenschaften des ausgehärteten Spachtels, der nachfolgend auch als Spachtelschicht bezeichnet ist, zurückzuführen sind, so insbesondere die hohe, in alle Richtungen vorhandene Biegefestigkeit des ausgehärteten Spachtels, seine extrem guten Festigkeitswerte, seine rißüberbrückenden Eigenschaften und seine hohe Oberflächenglätte, so daß ein derartiger Spachtel, der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse durch Zusatz einer Flüssigkeit, insbesondere durch Zusatz von Wasser, schnell und einfach erstellt werden kann, nach dem Erhärten selbst auf welligen Untergründen, so beispielsweise alten Holzdielenböden oder auf Untergründen, die Fugen, Risse, Bewegungen unter Last und/oder stoffliche Bewegungen (Holz) aufweisen, wie beispielsweise Untergründe aus Holzspanplatten, Holz-Zement-Platten, Trockenestrich-Kon-
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struktionen oder Altuntergründen mit keramischen Belägen, hafte Spachtelschichten ergeben, die sich desweiteren auch insbesondere durch plane und glatte Oberflächen auszeichnen. Dies führt desweiteren dazu, daß eine derartige Oberfläche ohne zusätzlichen Aufwand direkt nach Aushärten des aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtels mit einem geeigneten Belag, so insbesondere mit einem Teppichboden, einem PVC-Boden, einem Holzboden, vorzugsweise einem Parkettboden bzw. einem entsprechender Laminatboden, einem Linoleumboden aber auch mit einem Fliesen- oder Natursteinbelag, versehen werden kann.
Darüber hinaus weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse noch weitere Vorteile auf. So ist festzuhalten, daß die unter Ver- ' wendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschichten selbstnivellierend sind, eine kurze Trockenzeit besitzen, so daß sie, abhängig von ihrer Dicke, bereits nach wenigen Stunden, insbesondere nach zwei bis drei Stunden, begehbar sind, daß unterhalb der Spachtelschichten eine Fußbodenheizung angeordnet werden kann, ohne daß die diesbezügliche darüberliegende Spachtelschicht in unerwünschter Weise eine Rißbildung zeigt, selbst dann nicht, wenn aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse solche Spachtelschichten erstellt werden, die relativ dick sind. Ferner trocknet eine derartige, aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtelschicht spannungsarm ab und härtet auch spannungsarm aus, so daß sich eine
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derartige Schicht durch eine hohe Maßhaltigkeit auszeichnet. ■s^7'//7 / Ferner weist die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtelschicht nicht nur eine glatte, plane Oberfläche sondern auch desweiteren noch eine porenarme Oberfläche auf, so daß hierauf dünne Schichten von Klebemitteln für Bodenbeläge aufgetragen werden können, was zu entsprechenden Ersparnissen bei Folgearbeiten führt. Ebenso besitzt die neuerungsgemäßen Spachtelmasse einen hautfreundlichen pH-Wert und ist mit sehr emissionsarm zu klassifizieren, so daß sie insbesondere zur Erstellung von Spachtelschichten in Innenräumen verwendbar ist.
Bezüglich der Verarbeitungseigenschaften der neuerungsgemäßen Spachtelmasse ist festzuhalten, daß die neuerungsgemäße Spach- ' telmasse sehr schnell und einfach unter Zusatz einer Flüssigkeit, insbesondere von Wasser, zu einer homogenen Mischung verarbeitbar ist, die zudem noch pumpfähig ist, ohne daß es bei einem Pumpen eines derartigen Spachtels zu einem unerwünschten Entmischen von faserartiger Bewehrung und Bindemittel kommt, selbst dann nicht, wenn aufgrund des Pumpens des Spachtels hohe Scherkräfte hierauf 0 einwirken. Darüber hinaus erspart die neuerungsgemäße Spachtelmasse das Einlegen eines Armierungsgewebes in den Spachtel, da, wie bereits vorstehend ausgeführt ist, die unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschichten hohe Biegefestigkeiten, hohe Festigkeiten und insbesondere auch rißüberbrückende Eigenschaften besitzen.
Der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Begriff Spachtelmasse bezeichnet die feste, trockene und pulverartige Zusammensetzung, während der Begriff Spachtel für die mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser versetzte und vermischte trockene Spachtelmasse verwendet wird, d.h. mit Spachtel wird somit die flüssig bis pastöse, durch Zusatz von Wasser zur Spachtelmasse entstehende Zusammensetzung, die unmittelbar nach Ablauf einer kurzen Reifezeit verarbeitet werden kann, bezeichnet. Durch Auftragen dieses Spachtels auf einen Untergrund resultiert dann nach Trocknen und Aushärten des Spachtels eine entsprechende Spachtelschicht.
Wie bereits vorstehend bei der neuerungsgemäßen Spachtelmasse ausgeführt ist, weist diese eine faserartige Bewehrung auf, wobei diese Bewehrung gleichmäßig in die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten ausgehärteten Spachtelschicht eingebettet ist. Abhängig von der jeweils auf die Spachtelschicht einwirkenden Kräfte und insbesondere auch den rheologischen Eigenschaften des Spachtels sind in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse unterschiedliche Massenanteile an faserartiger Bewehrung enthalten, wobei in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vorzugsweise, wie bereits erwähnt, zwischen 0,1 Gew.% und 10 Gew.% und insbesondere zwischen 0,2 Gew.% und 5 Gew.% an faserartiger Bewehrung vorgesehen sind. 25
Besonders vorteilhaft bezüglich der Haltbarkeit, der Gleichmäßigkeit der Verteilung der faserartigen Bewehrung in der Spachtelschicht und insbesondere in bezug auf die rheologischen Eigenschaften des Spachtels als auch unter dem Gesichtspunkt der Festigkeit ist es, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse eine Bewehrung aus Polyacrylnitril-Fasern, Polyamid-Fasern, Polyester-Fasern, Polyimid-Fasern, Aramid-Fasern, Carbon-Fasern und/oder Mineralglas-Fasern umfaßt. Hierfür kommen insbesondere auch solche Fasern in Frage, die eine Faserlänge, wie bereits erwähnt, zwischen etwa 3 mm und etwa 24 mm, vorzugsweise zwischen 5 mm und 12 mm, aufweisen.
Eine besonders geeignete erste Ausfuhrungsform der neuerungs- ' gemäßen Spachtelmasse sieht vor, daß hierbei der Spachtel, der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse durch Vermischen mit Wasser und einer anschließenden Reifezeit mindestens von zwei Minuten, vorzugsweise jedoch von drei Minuten erstellt wird, eine derartige selbstverlaufende Eigenschaft besitzt, die eine erste, stark verlaufende Phase, in der die Viskosität des Spachtels konti-0 nuierlich abnimmt, und eine sich hieran anschließende Verdickungsphase umfaßt, in der die Viskosität des Spachtels unverändert oder nahezu unverändert ist, wobei die erste Phase innerhalb einer Zeit von maximal 18 0 Sekunden nach Ablauf der Reifezeit beendet ist. Mit anderen Worten werden bei dieser Ausführungsform die Art und die Menge der Inhaltsstoffe der
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neuerungsgemäßen Spachtelmasse, insbesondere das Verhältnis von Bindemittel und faserartiger Bewehrung relativ zur Wassermenge und ggf. die Art und Menge der nachfolgend noch beschriebenen Füllstoffe derart aufeinander abgestimmt, daß der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellte Spachtel nach einer Reifezeit von mindestens zwei Minuten, vorzugsweise nach einer Reifezeit von drei Minuten, das zuvor beschriebene rheologische Verhalten besitzt. Dies führt dazu, daß sich ein derartiger Spachtel nach Ablauf der Reifezeit bezüglich seiner Viskosität innerhalb von maximal 18 0 Sekunden, d.h. in der ersten Phase, relativ schnell ändert, während in der sich daran anschließenden Verdickungsphase die Viskosität des Spachtels unverändert oder nahezu unverändert verbleibt. Hierbei soll der Begriff nahezu ' unverändert solche Viskositätsschwankungen auch umfassen, die 10 % oberhalb oder unterhalb der in dieser Verdickungsphase gemessenen Viskosität des Spachtels liegen. Ein derartiger Spachtel verläuft somit zu Beginn der ersten Phase sehr schnell, wobei sich die Verlaufsneigung des Spachtels mit zunehmendem Zeitablauf der ersten Phase verringert, so daß dementsprechend am Ende der ersten 0 Phase und insbesondere mit Beginn der Verdickungsphase ein Zustand erreicht ist, die das Ende des Selbstverlaufens des Spachtels kennzeichnet, so daß in der Verdickungsphase ein derartiger Spachtel nur noch eine reduzierte selbstverlaufende Eigenschaft besitzt und demnach überwiegend manuell, beispielsweise mit entsprechenden Glättkellen, verteilt werden kann.
Ein derartiges rheologisches Verhalten des aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten Spachtels weist den Vorteil auf, daß sich der Spachtel insbesondere in seiner ersten Phase sehr gleichmäßig auf einen Untergrund, vorzugsweise auch auf einen zerklüfteten oder unebenen Untergrund, verteilt, wobei die Verdickungsphase sicherstellt, daß der so verteilte Spachtel auch dort verbleibt, wo er unter Ausbildung der entsprechenden Spachtelschicht aushärten soll. Desweiteren ist die Viskosität des Spachtels in der Verdickungsphase so angepaßt, daß er einwandfrei und ohne Entmischung der faserartigen Bewehrung mittels geeigneter Gerätschaften unter Ausbildung einer ebenen, porenarmen Oberfläche verteilt werden kann, wobei die Viskosität des Spachtels in der Verdickungsphase so angepaßt ist, daß gleichzeitig verhindert,' wird, daß sich die darin enthaltene faserartige Bewehrung in der nach Ablauf der Verdickungsphase beginnenden Aushärtungsphase entmischt, was letztendlich zu einer ungleichmäßigen Verteilung und zu Ansammlungen von faserartigen Bewehrungen in bestimmten Zonen der Spachtelschicht führen würde, was jedoch, wie vorstehend beschrieben ist, gerade bei dem aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten Spachtel nicht der Fall ist.
Eine besonders geeignet Weiterbildung der zuvor beschriebenen Spachtelmasse sieht vor, daß hierbei der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellte Spachtel solch eine selbstverlaufende
Eigenschaft besitzt, daß die erste Phase nach einer Zeit zwischen 20 Sekunden und 150 Sekunden, vorzugsweise nach einer Zeit zwischen 35 Sekunden und 100 Sekunden, beendet ist.
Bereits vorstehend ist ausgeführt, daß der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtel am Ende der ersten Phase eine Viskosität aufweist, die geringer ist als die Viskosität des Spachtels unmittelbar nach Ablauf der Reifezeit. Vorzugsweise weist der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtel am Ende der ersten Phase eine Viskosität auf, die etwa % bis 90 % der Viskosität des Spachtels unmittelbar nach Ablauf der Reifezeit entspricht, wobei ein derartiger Spachtel hervorragende selbstverlaufende Eigenschaften besitzt und darüber hinaus auch in der Lage ist, teilweise in die im Untergrund vorhandenen Unebenheiten einzudringen, so daß hierdurch erklärlich wird, daß eine so erstellte Spachtelschicht einen hervorragenden Verbund zum Untergrund besitzt.
Bei einer anderen, vorteilhaften Weiterbildung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse sind die Inhaltsstoffe, insbesondere die Art und Konzentration des Bindemittels sowie der Füllstoffe, die Art und Konzentration der faserartigen Bewehrung und die Menge des für die Erstellung des Spachtels zur neuerungsgemäßen Spachtelmasse zugegebenen Wasser so aufeinander angepaßt, daß hierbei der Spachtel in der ersten Phase eine steil ansteigende Deformation
aufweist, während die Deformation des Spachtels in der Verdickungsphase konstant oder nahezu konstant ist.
Insbesondere dann, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse derart konzeptioniert ist, daß die Deformation des Spachtels in der ersten Phase zwischen 8 0 % und 95 % der Deformation des Spachtels in der Verdxckungsphase entspricht, kann ein derartiger Spachtel hervorragend insbesondere in der ersten Phase selbstverlaufend auch auf einen besonders unebenen Untergrund unter Ausbildung einer planen Oberfläche, vorzugsweise auch ohne manuelle Hilfe, verteilt werden, so daß sich ein derartiger Spachtel in seiner ersten Phase hervorragend an den jeweiligen Untergrund anpaßt und somit vorzugsweise vollflächig hiermit in Kontakt tritt. Dies ' führt dazu, daß dementsprechend eine ausgezeichnete Haftung zwischen dem Untergrund und der aus einem derartigen Spachtel erstellten Spachtelschicht resultiert.
Die zuvor verwendeten Begriffe Viskosität und Deformation des Spachtels beziehen sich insbesondere auf Messungen, wie diese nachstehend im Ausführungsbeispiel unter Angabe der Meßmethode und der Meßparameter exakt definiert sind.
Insbesondere dann, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse so ausgebildet ist, daß der hieraus erstellte Spachtel einen maximalen Schwund und Schrumpf bei Trocknen und Erhärten kleiner als
0,5 mm/m, vorzugsweise kleiner als 0,25 mm/m, besitzt, treten bei der so erstellten Spachtelschicht keine Spannungsrisse und/oder Schwundrisse beim Trocknen auf, so daß durch Einhaltung der zuvor genannten Grenzwerte des maximalen Schwunds und Schrumpfs beim Trocknen und Erhärten stets fehlerfreie Spachtelschichten mit einer besonders hohen Standzeit (Benutzungszeit) und einem geringen Eigengewicht erstellt werden können. Insbesondere auch dadurch, daß in die Spachtelschicht, die durch Anwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellt wird und die die zuvor beschriebene faserartige Bewehrung gleichmäßig verteilt eingebettet und dort über das Bindemittel auf Basis von Calciumsulfat fixiert wird, wird die Haltbarkeit einer derartigen Spachtelschicht erheblich verbessert, so daß diese insbesondere auch bei einer punktuellen oder engflächigen Belastung und/oder bei einer Durchbiegung, die insbesondere dann auftreten kann, wenn der unter der Spachtelschicht angeordnete Untergrund eine hohe Beweglichkeit, so zum Beispiel bei Holzbödenkonstruktionen, aufweist, keinen Schaden nimmt. Auch bewirkt diese in der Spachtelschicht gleichmäßig eingebettete Bewehrung, daß Temperatur- und/oder Feuchtigkeitsschwankungen, die zu einer Dimensionsänderung insbesondere der unter der Spachtelmasse angeordnete tragende Konstruktion und/oder des Untergrunds führen können, keine Beschädigung der unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten Spachtelschicht bewirkt. Ebenso stabilisiert diese, in dem Bindemittel
eingebundene faserartige Bewehrung die Spachtelschicht gegenüber den bei ihrer Benutzung auftretenden Schwingungen und Vibrationen, was sich wiederum sehr positiv auf die Haltbarkeit der unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschicht auswirkt.
Eine besonders gute Haftung der Spachtelschicht auf dem darunter angeordneten Untergrund weisen solche Ausführungsformen auf, bei denen die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtel einen maximalen Schwund und Schrumpf beim Trocknen und Erhärten kleiner als 0,1 mm/m besitzen. Mit anderen Worten tritt bei dieser Ausführungsform - wenn überhaupt - beim Trocknen und Erhärten nur ein minimales Schwinden und Schrumpfen auf, so daß dementsprechend auch keine Schwund- und Schrumpfkräfte auf die Spachtelschicht selbst oder auf den darunter angeordneten Untergrund einwirken.
Die durchschnittliche Dicke der Spachtelschicht, die unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse auf dem Untergrund angeordnet wird, richtet sich einerseits nach dem Material des Untergrunds und andererseits danach, welche Kräfte und Belastungen die Spachtelschicht auszuhalten hat. Wird beispielsweise die Spachtelschicht auf einem Untergrund-erstellt, der eine relativ zerklüftete grobe Oberfläche aufweist, so empfiehlt es sich, die Spachtelschicht in einer solchen Dicke anzuordnen, die relativ
groß ist, d.h. im Bereich zwischen 15 mm und 35 mm liegt. Bei /cL ^-^ relativ feinen, wenig zerklüfteten Oberflächen des Untergrundes kann die durchschnittliche Dicke der Spachtelschicht verringert werden, so daß hierbei durchschnittliche Spachtelschichtdicken resultieren, die insbesondere zwischen 3 mm und etwa 15 mm variieren. Grundsätzlich gilt weiter, daß die Dicke der unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschicht mit zunehmender Beanspruchung derselben zu vergrößern ist, so daß bei extremen Belastungen der Spachtelschicht dann, insbesondere auch abhängig vom Zustand und/oder der Tragfähigkeit des Untergrundes, Dicken resultieren, die bis zu 3 5 mm betragen.
Besonders geeignet im Hinblick auf die Haltbarkeit und die Belastbarkeit ist es, wenn die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtelschicht nach Fertigstellung und Aushärtung eine Druckfestigkeit zwischen 10 N/mm2 und 6 0 N/mm2, vorzugsweise zwischen 35 N/mm2 und 4 5 N/mm2, sowie eine Biege-Zugfestigkeit zwischen 5 N/mm2 und 20 N/mm2, vorzugsweise zwischen 8 N/mm2 und 12 N/mm2und insbesondere von 10 N/mm2 besitzt. Hierbei beziehen sich die zuvor genannten Werte zur Druckfestigkeit und Biegezugfestigkeit auf Spachtelschichten, die vor 28 Tagen erstellt wurde, wobei die diesbezüglichen Werte nach DIN EN 196 bestimmt worden sind.
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Um auch nach längerem Gebrauch der Spachtelschicht, die durch Anwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellt wird, ein unerwünschtes Ablösen der Spachtelschicht von dem Untergrund zu verhindern, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Spachtelschicht eine Haftzugfestigkeit gegenüber dem Untergrund zwischen 0,5 N/mm2 und 3 N/mm2 oder mindestens die Eigenfestigkeit des Untergrundes aufweist. Hierbei wird die Haftzugfestigkeit nach DIN EN 13408 ermittelt.
Bezüglich des in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse enthaltenen Bindemittels ist festzuhalten, daß es sich hierbei, wie bereits vorstehend erwähnt, ausschließlich um ein Bindemittel auf der Basis von Calciumsulfat handelt. Hierbei umfaßt der Begriff Calciumsulfat sowohl Calciumsulfat-Halbhydrat als auch eine Mischung aus Calciumsulfat-Halbhydrat mit Calciumsulfat-Dihydrat. Desweiteren deckt der Begriff Calciumsulfat-Halbhydrat sowohl das a-Halbhydrat als auch das &bgr;-Halbhydrat ab und genügt der chemischen Formel CaSO4 &khgr; ^H2O, während das Calciumsulfat-Dihydrat durch die chemische Formel CaSO4 &khgr; 2H2O zu charakterisieren ist.
0 Darüber hinaus können noch weitere Calciumsulfate der allgemeinen Formel CaSO4, die allgemein auch als Anhydrit bezeichnet werden, in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse als Bindemittel allein oder in Verbindung mit den zuvor genannten Dihydraten oder Halbhydraten enthalten sein, wobei insbesondere das Anhydrit II, das auch als Estrichgips bezeichnet wird, vorzuziehen ist.
Grundsätzlich ist bezüglich der Konzentration dieses speziellen Bindemittels auf der Basis von Calciumsulfat in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse festzuhalten, daß die Bindemittelkonzentration abhängig vom jeweiligen rheologischen Verhalten, wie dieses bei bevorzugten Ausführungsformen vorstehend beschrieben ist, und desweiteren derart festzulegen ist, daß die zuvor angegebenen Festigkeitswerte (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit und/oder Haftzugfestigkeit) der Spachtelschicht auch erreicht werden. Bei Verwendung des auf Calciumsulfat basierenden Bindemittels und vorzugsweise bei Verwendung des Calciumsulfat-Halbhydrates als Bindemittel in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse variiert dann insbesondere dessen Konzentration , zwischen 3 0 Gew.% und 80 Gew.%, vorzugsweise zwischen 4 5 Gew.% und 65 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der trockenen Spachtelmasse.
Weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse jedoch eine Mischung aus Calciumsulfat-Halbhydrat und Calciumsulfat-Dihydrat als Bindemittel auf, was sich besonders positiv in bezug auf die Haltbarkeit einer hieraus hergestellten Spachtelschicht auswirkt, so variiert die Konzentration des Calciumsulfat-Dihydrates insbesondere zwischen 0,1 Gew.% und 5 Gew.% und vorzugsweise zwischen 0,5 Gew.% und 3 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der neuerungsgemäßen Spachtelmasse. Dementsprechend sind von den zuvor
angegebenen Konzentrationswerten des Calciumsulfat-Halbhydrates diese Konzentrationswerte des Calciumsulfat-Dihydrates abzuziehen.
Darüber hinaus bietet es sich an, daß die neuerungsgemäße Spachtelmasse desweiteren mindestens einen Füllstoff aufweist, wobei die Gesamtkonzentration des Füllstoffes in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse zwischen 5 Gew.% und 60 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der neuerungsgemäßen Spachtelmasse, ausmacht.
Besonders geeignete Füllstoffe, die in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vorhanden sein können, sind carbonatische Füllstoffe, Quarzsand und/oder mindestens ein organisches Bindemittel.
Weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse mindestens einen der zuvor genannten Füllstoffe auf, so variieren die Einzelkonzentrationen der Füllstoffe vorzugsweise wie folgt. Bei carbonatisehen Füllstoffen, so insbesondere bei Calciumcarbonat, in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse variiert dessen Konzentration zwischen 3 0 Gew.% und 4 0 Gew.%, bei Füllstoffen auf der Basis von Quarzsand variiert die Quarzsandkonzentration vorzugsweise zwischen 5 Gew.% und 20 Gew.% und bei Füllstoffen auf der Basis des organischen Bindemittels schwankt dessen Konzentration insbesondere zwischen 0,1 Gew.% und 7 Gew.%, wobei zusätzlich noch diese Konzentrationen der Füllstoffe auf die Art und Konzentration des Bindemittels auf der Basis von Calciumsulfat unter dem
Gesichtspunkt des rheologischen Verhaltens des hieraus ^-y^? ^/ hergestellten Spachtels und der Festigkeit (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit und/oder Haftzugfestigkeit) der unter Verwendung einer derartigen neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschicht selbst abzustimmen sind.
Um bei der Herstellung der Spachtelschicht aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse insbesondere das Anmischen der Spachtelmasse mit Wasser zu erleichtern, die Verlaufseigenschaften und das rheologische Verhalten zu verbessern bzw. anzupassen, eine
. Schaumbildung zu unterdrücken und/oder die Erstarrung (Abhärten) des Spachtels zu verzögern, sieht eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vor, daß diese desweiteren mit mindestens einem Additiv versehen ist, das aus der Gruppe Dispersionsmittel, Verlaufsmittel, Entschäumer und/oder Verzögerer ausgewählt ist, wobei die Gesamtkonzentration des mindestens einen Additivs zwischen 1 Gew.% und 20 Gew.%, vorzugsweise zwischen 4 Gew.% und 16 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der neuerungsgemäßen Spachtelmasse, variiert.
Beispiele für Polyacrylnitril-Fasern'als faserartige Bewehrung sind die im Handel erhältlichen und beispielsweise von den Schwarzwälder Textilwerken unter der Handelsbezeichnung vertriebenen Polyacrylnitril-Fasern Typ FPAC 235/040, FPAC 235/150,
FPAC 237/040, FPAC 249/075, VF 11, PAC 250, PAC 6,7 und/oder PAC 17 und/oder die Mineralglasfasern des Typs F 550/2S.
Insbesondere dann, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse als faserartige Bewehrung solche Fasern aufweist, deren Titer zwischen 3 0 dtex und 14 8 dtex, vorzugsweise zwischen 3 6 dtex und 72 dtex, variiert, lassen sich mit einem derartig bewehrten Spachtel Spachtelschichten herstellen, die aufgrund des angepaßten rheologischen Verhaltens des Spachtels gleichmäßig auf eine Vielzahl von unterschiedlich ausgebildeten Untergründen angeordnet werden können.
Wie bereits vorstehend ausgeführt ist, besteht die faserartige' Bewehrung insbesondere aus multifilen Fasern, die eine Elementarfadenzahl zwischen 10 und 100, vorzugsweise zwischen 15 und 50, besitzen. Hierzu ist festzuhalten, daß insbesondere bei der Herstellung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse und/oder bei der Herstellung des Spachtels der ursprünglich vorliegende multifile Faserverbund in der Regel aufgelöst wird, so daß vorzugsweise in 0 der neuerungsgemäßen Spachtelmasse und/oder des hieraus hergestellten Spachtels und/oder der Spachtelschicht stets einzelne Fxlamentabschnitte vorliegen.
Wie bereits vorstehend ausgiebig dargelegt ist, weist der, aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellte Spachtel vorzugsweise
ein abgestuftes und auf die jeweiligen Anforderungen angepaßtes /~?/'~> rheologisches Verhalten auf, wobei dieses rheologische Verhalten, wie ebenfalls vorstehend beschrieben ist, durch Auswahl der Inhaltsstoffe der Spachtelmasse und desweiteren durch das Verhältnis der Spachtelmasse zum Wasser einstellbar ist. Vorzugsweise wird der Spachtel aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse mit Wasser in einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1:0,05 bis 1:0,8, insbesondere von 1:0,2 bis 1:0,5 und vorzugsweise von 1:0,22 bis 1:0,28, erstellt, wobei ein derartig hergestellter Spachtel insbesondere die Inhaltsstoffe der Spachtelmasse in einer homogenen Verteilung aufweist, dieser Spachtel selbstverlaufend und vorzugsweise die rheologischen Eigenschaften besitzt, wie sie vorstehend für spezielle Ausführungsformen der neuerungsgemäßen Spachtelmasse beschrieben ist. Desweiteren ist ein so hergestellter Spachtel pumpfähig, so daß er mit herkömmlichen, aus der Mörteltechnik bekannten und dort verwendeten Pumpen an beliebige Stellen förderbar ist, wobei als besondere Eigenschaft eines aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten derartigen Spachtels 0 herauszuheben ist, daß während des Pumpens, selbst bei hohen Scherkräften, keine Entmischung der Inhaltsstoffe des Spachtels und insbesondere auch keine Entmischung der faserartigen Bewehrung im Spachtel oder eine Ansammlung von Anklumpungen von faserartigen Bewehrungen in dem Spachtel resultieren.
Besonders vorteilhafte Eigenschaften, insbesondere auch die eingangs beschriebenen rheologischen Eigenschaften, besitzt ein solcher Spachtel, der aus einer neuerungsgemäßen Spachtelmasse durch Vermischen derselben mit Wasser bei einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1:0,22 bis 1:0,26, hergestellt ist, wobei zur Herstellung dieses besonders bevorzugten Spachtels eine Ausführungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse verwendet wird, die
zwischen 40 Gew.% und 60 Gew.% Calciumsulfat-Halbhydrat, zwischen 10 Gew.% und 15 Gew.% Quarzsand, zwischen 35 Gew.% und 40 Gew.% Calciumcarbonat, zwischen 0 Gew.% und 2 Gew.% Calciumsulfat-Dihydrat, zwischen 1 Gew.% und 3 Gew.% einer faserartigen Bewehrung'sowie
zwischen 0 Gew.% und 16 Gew.% mindestens eines Additivs aufweist, wobei das mindestens eine Additiv aus der Gruppe ausgewählt ist, die ein Dispersionspu.lver, ein Verflüssigungsmittel für Gips, einen Entschäumer und ein Verzögerungsmittel für Gips umfaßt.
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Insbesondere weist der Quarzsand eine Sieblinie zwischen 0 und 0,5 mm und das Calciumcarbonat eine Sieblinie zwischen 0 und 0,15 mm auf, wobei sowohl Quarzsand als auch Calciumcarbonat als Füllstoffe verwendet werden.
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Wie bereits vorstehend wiederholt ausgeführt ist, wird die ~*^~&idigr;S I neuerungsgemäße Spachtelmasse insbesondere zur Herstellung von solchen Spachteln verwendet, die auf einem entsprechenden Untergrund innerhalb von kürzester Zeit Spachtelschichten mit den eingangs beschriebenen Eigenschaften ausbilden, wobei diese Spachtelschichten den Untergrund überdecken und glatte und porenarme Spachtelschichten ausbilden, so daß Niveauunterschiede des Untergrundes egalisiert werden.
Insbesondere ist hervorzuheben, daß sich die neuerungsgemäße Spachtelmasse zu einem solchen Spachtel durch ein einfaches Vermischen mit Wasser verarbeiten läßt, der auf Holzdielenböden, festliegendem Parkett, Holzspanplatten, Holz-Zement-Platten, ' Altuntergründen mit keramischen Belägen, Altuntergründen auf der Basis von Estrichen jeglicher Art oder auf Beton als Untergrund bereits bei einer geringen Auftragsmenge eine relativ dünne Spachtelschicht ausbildet, die einerseits eine hervorragend glatte und porenfreie Oberfläche besitzt und andererseits eine ausgezeichnete Druckfestigkeit, eine hervorragende Biegezugfestigkeit und eine überraschend hohe Haftzugfestigkeit zu den zuvor aufgeführten verschiedenen Untergründen aufweist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der neuerungsgemäßen Spachtelmasse sind in den Unteransprüchen angegeben.
25
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Die neuerungsgemäße Spachtelmasse wird nachfolgend anhand von ^ ,X/ Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Zur Herstellung einer Spachtelschicht wurde auf einen besenrein gekehrten und von herausragenden Nägeln befreiten alten Holzdielenboden, der auf Stoß mit einer durchschnittlichen Fugenbreite zwischen 1 mm und 4 mm verlegt war, eine solche Spachtelmenge aufgebracht, daß die ausgehärtete Spachtelschicht eine Dicke von 5 mm ergab. Die Inhaltsstoffe der hierfür verwendeten Spachtelmasse sind nachfolgend angegeben, wobei das Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser bei 1:0,24 lag.
12 kg Bindemittel auf der Basis von Calciumsulfat-a-
Halbhydrat
0,25 kg faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder Textilwerke)
0,25 kg faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder Textilwerke)
12,5 kg Zuschlagsstoffe (Calciumcarbonat Körnung 0-250 &mgr;&tgr;&eegr;) 0,25 kg Additive (Entschäumer, Verflüssiger, Verzögerer, Dispersionspulver)
Zum Anmischen der trocknen Spachtelmasse mit Wasser (6 kg) wurde 5 eine Rührmaschine mit 600 Umdrehungen/min verwendet, wobei bereits
nach einer Rührzeit von drei Minuten eine homogene Mischung resultierte. Nach einer Reifezeit von weiteren drei Minuten wurde nochmals für eine Minute unter den zuvor genannten Bedingungen gerührt.
Die so hergestellte homogene Mischung des Spachtels wurde, wie bereits vorstehend erwähnt, in einer Schichtdicke von insgesamt mm auf den zuvor beschriebenen Holzdielenuntergrund ausgegossen. Bereits nach einer kurzen Zeit stellte sich aufgrund der selbstnivellierenden Eigenschaften des Spachtels eine gleichmäßige und ebene Oberfläche ein, ohne daß sich in der Oberfläche die in dem Untergrund vorhandenen Stoßfugen abzeichneten. Die nunmehr abbindende Spachtelschicht wurde vor direkter Sonnenbestrahlung und Zugluft geschützt, wobei eine ausreichende Luftzirkulation den Trocknungs- und Erhärtungsprozeß förderte.
Nach einer Trockenzeit von einem Tag wies die so erstellte Spachtelschicht eine CM-Feuchte von kleiner als 1,5 CM-% auf, so daß hierauf ein dampfdiffusionsoffener Bodenbelag verlegt werden konnte, ohne daß es dabei erforderlich war, die Oberfläche der Spachtelschicht nochmals abzuspachteln oder in sonstiger Weise zu glätten.
Sollte jedoch beabsichtigt sein, einen dampfdichten Bodenbelag oder einen Holzbodenbelag auf diese Spachtelschicht aufzubringen,
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so sollte die CM-Feuchte der Spachtelschicht kleiner als 0,5 betragen.
Die CM-Feuchte wurde mit Hilfe eines CM-Gerätes (Hersteller: Riedel-de Haen) bestimmt, wobei dieses Gerät auf der Calciumcarbid-Methode basiert.
Nach einer Erhärtungszeit von 28 Tagen wies die so erstellte
Spachtelschicht folgende Eigenschaften auf:
Druckfestigkeit: Biegezugfestigkeit:
Abriebfestigkeit:
36 N/mm2
13 N/mm2
64 5 mm3, gemessen nach DIN-Entwurf prEN 12 808-2
Analog zum Ausführungsbeispiel 1 wurde eine zweite Spachtelschicht erstellt, wobei diese zweite Spachtelschicht jedoch eine Dicke von 10 mm aufwies. Der Untergrund, auf den diese zweite Spachtelschicht angeordnet wurde, bestand aus einem Keramikboden mit einer Fugenbreite von 4 mm. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel stellte sich bereits nach einer sehr kurzen Zeit, die in etwa 1,5 Minuten betrug, aufgrund der selbstnivellierenden Eigenschaften des Spachtels eine gleichmäßige und ebene Oberfläche der so hergestellten Schicht ein, ohne daß sich
in der Oberfläche die in dem Fliesenuntergrund vorhandene Fugen abzeichneten.
Nach einer Erhärtungszeit von 28 Tagen wies die so erstellte Spachtelschicht folgende Eigenschaften auf:
Druckfestigkeit: Biegezugfestigkeit
41 N/mm2
15 N/mm2
Abriebfestigkeit:
582 mm3, gemessen nach
DIN-Entwurf prEN 12808-2
Um das rheologische Verhalten der vorstehend beim Ausführungsbeispiel 1 angegebenen Spachtelmasse, die in einem Massenver- ' hältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1:0,24 den in den Ausführungsbeispielen 1 und 2 verwendeten Spachtel ergab, zu untersuchen und um insbesondere die Viskosität und die Deformation dieses Spachtels im Vergleich zu einem herkömmlichen hochwertigen Spachtel zu bestimmen, wurden rheologische Messungen der Viskosität und der Deformation unter Verwendung eines Rotationsrheometers Typ "CVO-50" der Firma "Bohlin-Instruments" durchgeführt, wobei das zuvor aufgeführte Rotationsrheometer mit der Bohlin-Gerätesoftware Version 6.00.03 versehen war.
Der Kriechtest zur Ermittlung der Deformation &ggr; wurde mit Hilfe des Zylinder-Meßsystems C 25 durchgeführt, wobei eine konstante
Schubspannung angelegt wurde. Die sich aufgrund des inneren &Oacgr;//7 I Widerstandes des jeweiligen Spachtels einstellende Auslenkung des beweglichen Kolbens wurde über einen definierten Zeitraum aufgenommen. Die so gemessene Deformation, die in dem 5 nachfolgenden Diagramm mit &ggr; bezeichnet ist, stellt dabei ein Maß für die Verlaufseigenschaften des Spachtels dar.
Mit Hilfe der Rheometer-Software wurden für den Kriechtest folgende Einstellungen vorgenommen:
Software-Benutzerebene 1 Viskosimetrieoptionen:
Standardtest:
schubspannungsgesteuert Kriechtest
Software-Benutzerebene 2 Meßsystem:
Spalt:
Vorkonditionierung:
Vorkonditionierung:
Temperiermodus
Testmodusauswahl:
C 25
O,150 mm
ja
ja
Scherrate: 50"s
Zeitdauer: 20 s Ausgleichszeit: 20 s isotherm
Temperatur: 23 0C (thermische
Ausgleichszeit): 0 s Kriechtest
• · ♦ »
• · · · ·■ ■
36
Schubspannung:
Zeitdauer:
(Meßdauer)
• 0,1 Pa konstant 300 s
73
Für die Ermittlung der Viskosität &eegr; wurde eine Viskositätsbestimmung ebenfalls mit Hilfe des Bohlin-Rheometers CVO 50 durchgeführt. An den beweglichen Meßkolben des verwendeten Meßsystems C 25 wurde eine konstante Scherrate von 50 l/s angelegt. Aufgenommen wurde während der Messung die Schubspannung &tgr;, die ein Maß für den inneren Widerstand der Probe gegen die Rotation darstellt. Aus der gemessenen Schubspannung läßt sich die Viskosität berechnen. Dargestellt wird der Viskositätsverlauf über die Zeit. Ein eventueller Strukturabbau der Probe kann über den
Abfall der Viskosität ermittelt werden.
Mit Hilfe der Rheometer-Software wurden für die Ermittlung der Viskosität folgende Einstellungen vorgenommen:
Software-Benutzerebene 1
20 Viskosimetrieoptionen:
Standardtest:
Software-Benutzerebene 2
drehzahlgesteuert Viskositätsmessung
Meßsystem:
Spalt:
25 Vorkonditionierung:
C 25
0,150 mm
ja
Temperiermodus:
Scherrate: 50 l/s
Zeitdauer: 20 s
Ausgleichszeit: 20 s isotherm
Temperatur: 23 0C (thermische
Ausgleichszeit): 0 s konstante Scherrate
Scherrate: 50 l/s
Verzögerungszeit: 0 s
Integrationszeit: 3 s
Wartezeit: 0 s
Anzahl Meßwerte: 50
Testmodusauswahl
Um die zuvor beschriebenen Messungen durchzuführen, wurden 100 g Wasser in einem 500 ml Plastikbecher vorgelegt. Zu diesen 100 g Wasser wurden jeweils 417 g der Spachtelmasse gemäß Ausführungsbeispiel 1 oder die Vergleichsspachtelmasse zugesetzt und anschließend wurde ein Vermischen unter Verwendung eines IKA-0 Laborrührwerkes während 4 5 Sekunden bei 800 U/min durchgeführt, so daß dementsprechend der jeweilige Spachtel erstellt wurde.
Nach einer Reifezeit von drei Minuten wurde der jeweilige Spachtel in das Meßsystem eingefüllt.
Die eigentliche Messung der Viskosität sowie der Deformation wurde durch die entsprechende Software des Meßgerätes gesteuert.
Die nachfolgend wiedergegebenen Abbildungen 1 und 2 spiegeln das rheologische Verhalten von zwei Spachteln anhand ihres Viskositätsverhaltens während der vorgegebenen Meßzeit von 18 0 Sekunden und anhand der ermittelten Deformation während 3 00 Sekunden wieder. Hierbei ist in Abbildung 1 die Deformation &ggr; über die Meßzeit t (Sekunden) und in Abbildung 2 die Viskosität &eegr; (Pas) über die Meßzeit t (Sekunden) wiedergegeben, wobei die entsprechenden Kurvenverläufe in beiden Abbildungen, die den in beiden Ausführungsbeispielen verwendeten Spachtel mit 1 kennzeichnen, während die Kurvenverläufe des Referenzspachtels'in beiden Abbildungen mit 2 gekennzeichnet sind.
Wie der Abbildung 1 zu entnehmen ist, weist der dort mit 1 gekennzeichnete Spachtel in einer ersten Phase, die bei 8 0 Sekunden endet, eine steil ansteigende Deformation auf, wobei der diesbezügliche Kurvenverlauf der Deformation über die Zeit 0 hiernach in einen linearen Verlauf mit gleichmäßiger Deformation mündet. Am Ende der ersten Phase weist der Spachtel 1 eine Deformation von 6,7 auf, während in der hieran anschließenden Verdickungsphase der Deformationswert bei 7 liegt.
Insbesondere zeigt die Abbildung 1, daß der Referenzspachtel 2 ein derartiges rheologisches Verhalten nicht aufweist, da hier die Deformation über die gesamte Meßzeit gesehen kontinuierlich ansteigt.
Aus der Abbildung 2 ist zu entnehmen, daß hierbei der Spachtel 1, ausgehend von einer Viskosität von 0,42 Pas innerhalb einer Zeit von etwa 70 Sekunden auf einen Viskositätswert von 0,29 Pas abfällt, wobei dieser Wert somit etwa 69 % der Anfangsviskosität beträgt. Hierzu völlig anders verhält sich der Referenzspachtel 2, bei dem sich die Viskosität über die gesamte Meßzeit gesehen innerhalb der Meßtoleranz nicht nennenswert verändert.
Claims (25)
1. Spachtelmasse, die ein Bindemittel sowie eine faserartige Bewehrung umfaßt und die nach Vermischen mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser, einen anwendungsfertigen Spachtel mit innerhalb des Spachtels homogen verteilter faserartiger Bewehrung ergibt, wobei die Spachtelmasse ein Bindemittel ausschließlich auf der Basis von Calciumsulfat aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die faserartige Bewehrung aus hochfesten multifilen und/oder monofilen Fasern besteht, daß die Spachtelmasse zwischen 0,1 Gew.-% und 10 Gew.-% dieser faserartigen Bewehrung, bezogen auf die Masse der Spachtelmasse, aufweist und daß die faserartige Bewehrung aus kurzstapeligen Fasern besteht, wobei die Stapellänge der Fasern zwischen 3 mm und 24 mm variiert.
2. Spachtelmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse zwischen 0,2 Gew.-% und 5 Gew.-% der faserartigen Bewehrung enthält.
3. Spachtelmasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapellänge der Fasern zwischen 5 mm und 12 mm variiert.
4. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel nach Vermischen der Spachtelmasse mit Wasser und nach Ablauf einer Reifezeit von mindestens zwei Minuten, vorzugsweise jedoch von drei Minuten, eine derartige selbstverlaufende Eigenschaft besitzt, die eine erste, stark verlaufende Phase, in der die Viskosität des Spachtels kontinuierlich abnimmt, und eine sich hieran anschließende Verdickungsphase umfaßt, in der die Viskosität des Spachtels unverändert oder nahezu unverändert ist, wobei die erste Phase innerhalb einer Zeit von maximal 180 Sekunden nach Ablauf der Reifezeit beendet ist.
5. Spachtelmasse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Phase nach einer Zeit zwischen 20 Sekunden und 150 Sekunden, vorzugsweise nach einer Zeit zwischen 35 Sekunden und 100 Sekunden, beendet ist.
6. Spachtelmasse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel am Ende der ersten Phase eine Viskosität aufweist, die etwa 65% bis 90% der Viskosität des Spachtels unmittelbar nach Ablauf der Reifezeit entspricht.
7. Spachtelmasse nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel in der ersten Phase eine steil ansteigende Deformation aufweist und daß in der Verdickungsphase die Deformation des Spachtels konstant oder nahezu konstant ist.
8. Spachtelmasse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Deformation des Spachtels in der ersten Phase zwischen 80% und 95 % der Deformation des Spachtels in der Verdickungsphase entspricht.
9. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel beim Trocknen und Erhärten einen maximalen Schwund und Schrumpf kleiner als 0,5 mm/m, vorzugsweise kleiner 0,25 mm/m besitzt.
10. Spachtelmasse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel beim Trocknen und Erhärten einen maximalen Schwund und Schrumpf kleiner als 0,1 mm/m besitzt.
11. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel eine Dicke zwischen 1 mm und 35 mm, vorzugsweise zwischen 4 mm und 15 mm, aufweist.
12. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel eine Druckfestigkeit zwischen 10 N/mm2 und 60 N/mm2, vorzugsweise zwischen 35 N/mm2 und 45 N/mm2, besitzt.
13. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel eine Biegezugfestigkeit zwischen 5 N/mm2 und 20 N/mm2, vorzugsweise zwischen 8 N/mm2 und 12 N/mm2, aufweist.
14. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel gegenüber der darunter liegenden Untergrund eine Haftzugfestigkeit zwischen 0,5 N/mm2 und 3 N/mm2 aufweist,
15. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse ein Bindemittel auf der Basis von Calciumsulfat-Halbhydrat oder auf der Basis einer Mischung von Calciumsulfat-Halbhydrat mit Calciumsulfat-Dihydrat enthält.
16. Spachtelmasse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Calciumsulfat-Halbhydrates zwischen 30 Gew.-% und 80 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 45 Gew.-% und 65 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
17. Spachtelmasse nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse eine Mischung von Calciumsulfat- Halbhydrat mit Calciumsulfat-Dihydrat enthält, wobei die Konzentration des Calciumsulfat-Dihydrates zwischen 0,1 Gew.-% und 5 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,5 Gew.-% und 3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
18. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse desweiteren mindestens einen Füllstoff in einer Gesamtkonzentration zwischen 5 Gew.-% und 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, enthält.
19. Spachtelmasse nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse als Füllstoff einen carbonatischen Füllstoff, Quarzsand und/oder ein organisches Bindemittel umfaßt.
20. Spachtelmasse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des carbonatischen Füllstoffes zwischen 30 Gew.-% und 40 Gew.-%, die Konzentration des Füllstoffes auf der Basis von Quarzsand zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-% und/oder die Konzentration des Füllstoffes auf der Basis des organischen Bindemittels zwischen 0,1 Gew.-% und 7 Gew.-% variiert.
21. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse desweiteren mindestens ein Additiv umfaßt, das aus der Gruppe Dispersionsmittel, Verlaufsmittel, Entschäumer und/oder Verzögerer ausgewählt ist, wobei die Gesamtkonzentration des mindestens einen Additivs zwischen 1 Gew.-% und 20 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 4 Gew.-% und 16 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
22. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die faserartige Bewehrung Polyacrylnitril- Fasern, Polyamid-Fasern, Polyester-Fasern, Polyimid-Fasern, Aramid-Fasern, Carbon-Fasern und/oder Mineralglas-Fasern umfaßt.
23. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Bewehrung einen Titer zwischen 30 dtex und 148 dtex, vorzugsweise zwischen 36 dtex und 72 dtex, aufweisen.
24. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Bewehrung multifile Fasern sind und eine Elementarfadenzahl zwischen 10 und 100, vorzugsweise zwischen 15 und 50, besitzt.
25. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse mit Wasser in einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1 : 0,05 bis 1 : 0,8, vorzugsweise von 1 : 0,2 bis 1 : 0,5, zu einem homogen vermischten, selbstverlaufenden und/oder pumpfähigen Spachtel vermischbar ist.
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