DE20121423U1 - Spachtelmasse - Google Patents
SpachtelmasseInfo
- Publication number
- DE20121423U1 DE20121423U1 DE20121423U DE20121423U DE20121423U1 DE 20121423 U1 DE20121423 U1 DE 20121423U1 DE 20121423 U DE20121423 U DE 20121423U DE 20121423 U DE20121423 U DE 20121423U DE 20121423 U1 DE20121423 U1 DE 20121423U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filler
- weight
- binder
- fibers
- calcium sulfate
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
- E04F15/00—Flooring
- E04F15/12—Flooring or floor layers made of masses in situ, e.g. seamless magnesite floors, terrazzo gypsum floors
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B32—LAYERED PRODUCTS
- B32B—LAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
- B32B13/00—Layered products comprising a a layer of water-setting substance, e.g. concrete, plaster, asbestos cement, or like builders' material
- B32B13/14—Layered products comprising a a layer of water-setting substance, e.g. concrete, plaster, asbestos cement, or like builders' material next to a fibrous or filamentary layer
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/14—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C5/00—Reinforcing elements, e.g. for concrete; Auxiliary elements therefor
- E04C5/07—Reinforcing elements of material other than metal, e.g. of glass, of plastics, or not exclusively made of metal
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04G—SCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
- E04G23/00—Working measures on existing buildings
- E04G23/02—Repairing, e.g. filling cracks; Restoring; Altering; Enlarging
- E04G23/0292—Repairing or restoring balconies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
Die vorliegende Neuerung betrifft eine Spachtelmasse mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Schutzanspruchs 1.
Spachtelmassen, die insbesondere auch im Bereich des Fußbodens, so vorzugsweise zum Glätten, Egalisieren und/oder Nivellieren von entsprechenden Untergründen verwendet werden, die anschließend mit einem Nutzbelag versehen werden sollen, sind in unterschiedlicher Zusammensetzung bekannt.
So beschreibt die EP 0 379 477 B eine derartige Spachtelmasse, die als Bindemittel ausschließlich Zement enthält, wobei diese bekannte Spachtelmasse desweiteren noch mit zusätzlichen Inhaltsstoffen, so zum Beispiel Gips in einer Konzentration bis zu maximal 11 Gew.%, als Schwundausgleichsmittel und als Fließverbesserungsmittel versehen ist. Desweiteren weist diese bekannte Spachtelmasse zwischen 0,05 Gew.% und 3
Gew.% Polypropylenfasern auf, die dieser zementösen Spachtelmasse zusätzliche Festigkeiten und verbesserte Deformationseigenschaf ten verleihen soll. In bezug auf derartige zementöse Zusammensetzungen vertritt jedoch die Fachwelt die Auffassung, daß durch den Zusatz von faserartigen Bewehrungen die Verarbeitbarkeit und Verdichtung dieser zementhaltigen Mischungen erschwert wird, wie dies explizit für faserbewehrte Betonmischungen in "Betonwerk-Fertigteil-Technik, Heft 9, 1978, Seite 527" herausgestellt ist.
Desweiteren wird auf die DE 196 20 176 C verwiesen, die ein Bindemittel auf der Basis von Portlandzement, Aluminatzement und Gips beschreibt, wobei das bekannte Bindemittel aufgrund seiner hohen Konzentration an Aluminatzement und/oder Portlandzement unter Ettringit-Ausbildung aushärtet. Desweiteren schreibt die DE 196 20 176 C vor, speziell geformte Polyesterfasern mit einem konischen Durchmesser zu verwenden.
Die DE 197 33 854 A beschreibt eine Spachtelmasse bzw. einen 0 Dünnbettmörtel, wobei die Spachtelmasse bzw. der Dünnbettmörtel eine Bindemittelmischung enthält, die aus Gips und einem weiteren hydraulischen Bindemittel besteht. Hierbei variiert das Massenverhältnis von Gips zum hydraulischen Bindemittel zwischen 1,5:1 und 4,5:1. Am Rande erwähnt diese Veröffent-
|
«·
• |
• ·
♦ » |
•
*· |
•
a·· |
··
• · |
• · |
| • |
•
&bgr;»· |
• · | • | ||
lichung, daß dem zuvor genannten Bindemittelgemisch nicht weiter spezifizierte Faserstoffe zugesetzt werden können.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spachtelmasse der angegebenen Art zur Verfügung zu stellen, die sich besonders gut und problemlos verarbeiten läßt.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß durch eine Spachtelmasse mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.
Die neuerungsgemäße Spachtelmasse weist, wie der zuvor beschriebene Stand der Technik, ebenfalls ein Bindemittel sowie eine faserartige Bewehrung auf, wobei die neuerungsgemäße Spachtelmasse nach Vermischen mit einer Flüssigkeit, insbesondere nach Vermischen mit Wasser, einen anwendungsfertigen Spachtel mit einer derartigen faserartigen Bewehrung ergibt. Im Unterschied zum eingangs genannten Stand der Technik weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse als Bindemittel ein Gemisch eines ersten Bindemittels auf der Basis von Calciumsulfat mit einem zweiten hydraulischen Bindemittel auf, wobei das Massenverhältnis von erstem Bindemittel zum zweiten Bindemittel zwischen 8:1 und 8:0,1 variiert. Ferner beinhaltet die neuerungsgemäße Spachtelmasse eine faserartige Bewehrung aus hochfesten multifilen und/oder monofilen Fasern, wobei insbe-
13 &igr;·· · t ·!·*
sondere hochfeste multifile Fasern bevorzugt sind, die homogen innerhalb des Spachtels verteilt sind. Hierbei umfaßt diese hochfeste faserartige Bewehrung Polyacrylnitril-Fasern, Polyamid-Fasern, Polyester-Fasern, Polyimid-Fasern, Aramid-Fasern, Carbon-Fasern und/oder Mineralglas-Fasern.
Mit anderen Worten unterscheidet sich somit die neuerungsgemäße Spachtelmasse vom zuvor genannten Stand der Technik dahingehend, daß die neuerungsgemäße Spachtelmasse nicht ein Bindemittel auf Basis von Zement oder überwiegend Zement enthält, sondern statt dessen ein Bindemittelgemisch aufweist, das aus einem ersten Bindemittel auf der Basis von Calciumsulfat und einem zweiten Bindemittel besteht, wobei das zweite Bindemittel ein hydraulisches Bindemittel ist. Desweiteren ist in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse das Bindemittelgemisch bezüglich des ersten Bindemittels und des zweiten Bindemittels exakt quantifiziert, dahingehend, daß zwischen 88,89 Gew.% und 98,77 Gew.% das erste Bindemittel ausmacht, während das zweite, hydraulische Bindemittel demgemäß zwisehen 11,11 Gew.% und 1,23 Gew.% variiert, wobei sich diese Massenangaben auf die Gesamtmasse des Bindemittelgemisches in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse beziehen. Ferner enthält das neuerungsgemäße Bindemittel die vorstehend aufgeführte
hochfeste faserartige Bewehrung mit den dort genannten Fasersubstraten.
Als ein besonderer Vorteil der neuerungsgemäßen Spachtelmasse ist herauszustellen, daß durch Variation der Massenbestandteile des ersten Bindemittels und des zweiten Bindemittels innerhalb des zuvor genannten Bereiches jedes erwünschte rheologische Verhalten des aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten anwendungsfertigen Spachtels eingestellt werden kann, so daß seine Verarbeitungseigenschaften auf die jeweiligen Anforderungen einfach anpaßbar sind.
Aufgrund der zuvor beschriebenen homogenen Verteilung der hochfesten multifilen Fasern innerhalb des Spachtels weist demnach der nach Auftragen auf einen Untergrund erhärtete Spachtel ebenfalls eine homogene Verteilung dieser multifilen Fasern auf, wobei vorzugsweise diese hochfesten multifilen Fasern, die insbesondere dann in dem ausgehärteten Spachtel als entsprechende monofile Fasern, insbesondere als Einzelfasern, vorliegen, keine bevorzugte Orientierung sondern vielmehr eine willkürliche Orientierung aufweisen. Aufgrund dieser willkürlichen Orientierung der multifilen Fasern in dem ausgehärteten Spachtel wird vermutet, daß hierauf die hervorragenden Eigenschaften des ausgehärteten Spachtels, der nach-
J #··&bgr; % &idigr; "&idigr; &idigr; &iacgr; * i
folgend auch als Spachtelschicht bezeichnet ist, zurückzuführen sind, so insbesondere die hohe, in alle Richtungen vorhandene Biegefestigkeit des ausgehärteten Spachtels, seine extrem guten Festigkeitswerte, seine rißüberbrückenden Eigenschäften und seine hohe Oberflächenglätte, so daß ein derartiger Spachtel, der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse durch Zusatz einer Flüssigkeit, insbesondere durch Zusatz von Wasser, schnell und einfach erstellt werden kann, nach dem Erhärten selbst auf welligen Untergründen, so beispielsweise alten Holzdielenböden oder auf Untergründen, die Fugen, Risse, Bewegungen unter Last und/oder stoffliche Bewegungen (Holz) aufweisen, wie beispielsweise Untergründe aus Holzspanplatten, Holz-Zement-Platten, Trockenestrich-Konstruktionen oder Altuntergründen mit keramischen Belägen, dauerhafte Spachtelschichten ergeben, die sich desweiteren auch insbesondere durch plane und glatte Oberflächen auszeichnen. Dies führt desweiteren dazu, daß eine derartige Oberfläche ohne zusätzlichen Aufwand direkt nach Aushärten des aus· der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtels mit einem 0 geeigneten Belag, so insbesondere mit einem Teppichboden, einem PVC-Boden, einem Holzboden, vorzugsweise einem Parkettboden bzw. einem entsprechender Laminatboden, einem Linoleumboden aber auch mit einem Fliesen- oder Natursteinbelag, versehen werden kann.
Da die neuerungsgemäße Spachtelmasse als Bindemittel stets ein Bindemittelgemisch mit den zuvor genannten Massenanteilen des ersten Bindemittel und des zweiten, hydraulischen Bindemittels aufweist, werden somit bei der neuerungsgemäßen Spachtelmasse die positiven Eigenschaften von beiden Bindemitteln ideal kombiniert, was dazu führt, daß die positiven Eigenschaften des ersten, auf Calciumsulfat basierenden Bindemittels, so insbesondere die Schwundarmut beim Aushärten, die rißfreie Aushärtung, die pH-Neutralität, mit den positiven Eigenschaften des zweiten, hydraulischen Bindemittels kombiniert werden, so daß insbesondere das neuerungsgemäße Bindemittel und somit auch der neuerungsgemäße Spachtel, der durch Zusatz von Wasser aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellt wird, auch bei hohen Auftragsmengen, d.h. somit auch in höheren Schichtstärken, wesentlich schneller trocknet und aushärtet und somit eine schnellere Belegereife besitzt. Diese Vorteile sowie die nachfolgend beschriebenen Vorteile treten jedoch nur auf, wenn das in der neuerungsgemäße Spachtelmasse enthaltene Bindemittelgemisch die zuvor genannten Massenverhältnisse vom ersten zum zweiten Bindemittel einhält, da überraschend festgestellt werden konnte, daß bei einer Überschreitung des Massenanteils des hydraulischen Bindemittelanteils von 11,2 Gew.% und insbesondere von 10
Gew.% die mechanischen Eigenschaften eines derartigen getrockneten Spachtels drastisch verschlechtert werden, so insbesondere die Festigkeit, die Abrasionsbeständigkeit und/oder die Wasserstabilität. Als Ursache hierfür wird angenommen, daß bei Überschreiten des zuvor genannten Grenzwertes von 11,2 Gew.% und insbesondere von 10 Gew.% unkontrollierte Nebenreaktionen zwischen dem ersten und dem zweiten Bindemittel auftreten, was letztendlich zu einem starken Quellen des Spachtels beim Trocknen und zu massiven Verschlechterungen der mechanischen Eigenschaften, insbesondere der zuvor genannten konkreten mechanischen Eigenschaften, führt.
Darüber hinaus weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse noch weitere Vorteile auf. So ist festzuhalten, daß die unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschichten selbstnivellierend sind, eine kurze Trockenzeit besitzen, so daß sie, abhängig von ihrer Dicke, bereits nach wenigen Stunden, insbesondere nach zwei bis drei Stunden, begehbar sind, daß unterhalb der Spachtelschichten eine Fußbodenheizung angeordnet werden kann, ohne daß die diesbezügliche darüberliegende Spachtelschicht in unerwünschter Weise eine Rißbildung zeigt, selbst dann nicht, wenn aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse solche Spachtelschichten erstellt werden, die relativ dick sind. Ferner trocknet eine derar-
tige, aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtelschicht spannungsarm ab und härtet auch spannungsarm aus, so daß sich eine derartige Schicht durch eine hohe Maßhaltigkeit auszeichnet. Ferner weist die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtelschicht nicht nur eine glatte, plane Oberfläche sondern auch desweiteren noch eine porenarme Oberfläche auf, so daß hierauf dünne Schichten von Klebemitteln für Bodenbeläge aufgetragen werden können, was zu entsprechenden Ersparnissen bei Folgearbeiten führt. Ebenso besitzt die neuerungsgemäßen Spachtelmasse einen hautfreundlichen pH-Wert und ist mit sehr emissionsarm zu klassifizieren, so daß sie insbesondere zur Erstellung von Spachtelschichten in Innenräumen verwendbar ist.
Bezüglich der Verarbeitungseigenschaften der neuerungsgemäßen Spachtelmasse ist festzuhalten, daß die neuerungsgemäße Spachtelmasse sehr schnell und einfach unter Zusatz einer Flüssigkeit, insbesondere von Wasser, zu einer homogenen Mischung verarbeitbar ist, die zudem noch pumpfähig ist, ohne daß es bei einem Pumpen eines derartigen Spachtels zu einem unerwünschten Entmischen von faserartiger Bewehrung und Bindemittel kommt, selbst dann nicht, wenn aufgrund des Pumpens des Spachtels hohe Scherkräfte hierauf einwirken. Darüber hinaus erspart die neuerungsgemäße Spachtelmasse das Einlegen
&ngr; ·
&ngr; »» ■ » ab „_
eines Armierungsgewebes in den Spachtel, da, wie bereits vorstehend ausgeführt ist, die unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschichten hohe Biegefestigkeiten, hohe Festigkeiten und insbesondere auch rißüberbrückende Eigenschaften besitzen.
Der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Begriff Spachtelmasse bezeichnet die feste, trockene und pulverartige Zusammensetzung, während der Begriff Spachtel für die mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser versetzte und vermischte trockene Spachtelmasse verwendet wird, d.h. mit Spachtel wird somit die flüssig bis pastöse, durch Zusatz von Wasser zur Spachtelmasse entstehende Zusammensetzung, die unmittelbar nach Ablauf einer kurzen Reifezeit verarbeitet werden kann, bezeichnet. Durch Auftragen dieses Spachtels auf einen Untergrund resultiert dann nach Trocknen und Aushärten des Spachtels eine entsprechende Spachtelschicht.
Die zuvor genannten Vorteile, insbesondere die abgestimmte 0 Trockenzeit unter Beibehaltung von ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften, wird bei einer ersten Ausführungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse dadurch erreicht, daß diese erste Ausführungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse ein Massenverhältnis vom ersten Bindemittel zum zweiten
Bindemittel zwischen 8:0,8 und 8:0,2, insbesondere zwischen 8:0,6 und 8:0,4, aufweist.
Der in der vorliegenden Anmeldung verwendete Begriff hydraulisches Bindemittel umfaßt alle Stoffe, die mit Wasser reagieren und durch Bildungen von unlöslichen Hydratphasen aushärten, wobei diese Aushärtung nicht nur an der Luft sondern auch unter Wasser stattfinden kann. Hierunter fallen insbesondere alle Zementarten und vorzugsweise Portlandzemente, Portlandkompositzemente, Hochofenzemente und Calciumaluminatzemente, wobei selbstverständlich neben den zuvor genannten Einzelzementarten auch Mischungen dieser Einzelzementarten eingesetzt werden können.
Eine besonders geeignete weitere Ausführungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse sieht vor, daß hierbei der Spachtel, der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse durch Vermischen mit Wasser und einer anschließenden Reifezeit mindestens von zwei Minuten, vorzugsweise jedoch von drei Minuten erstellt wird, eine derartige selbstverlaufende Eigenschaft besitzt, die eine erste, stark verlaufende Phase, in der die Viskosität des Spachtels kontinuierlich abnimmt, und eine sich hieran anschließende Verdickungsphase umfaßt, in der die Viskosität des Spachtels unverändert oder nahezu unverändert
ist, wobei die erste Phase innerhalb einer Zeit von maximal 180 Sekunden nach Ablauf der Reifezeit beendet ist. Mit anderen Worten werden bei dieser Ausführungsform die Art und die Menge der Inhaltsstoffe der neuerungsgemäßen Spachtelmasse, insbesondere das Massenverhältnis vom ersten Bindemittel zum zweiten, hydraulischen Bindemittel innerhalb des Bindemittelgemisches und/oder die faserartige Bewehrung relativ zur Wassermenge und ggf. der Art und Menge der nachfolgend noch beschriebenen Füllstoffe derart aufeinander abgestimmt, daß der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellte Spachtel nach einer Reifezeit von mindestens zwei Minuten, vorzugsweise nach einer Reifezeit von drei Minuten, das zuvor beschriebene rheologische Verhalten besitzt. Dies führt dazu, daß sich ein derartiger Spachtel nach Ablauf der Reifezeit bezüglich seiner Viskosität innerhalb von maximal 180 Sekunden, d.h. in der ersten Phase, relativ schnell ändert, während in der sich daran anschließenden Verdickungsphase die Viskosität des Spachtels unverändert oder nahezu unverändert verbleibt. Hierbei soll der Begriff nahezu unverändert solche Viskositätsschwankungen auch umfassen, die 10 % oberhalb oder unterhalb der in dieser Verdickungsphase gemessenen Viskosität des Spachtels liegen. Ein derartiger Spachtel verläuft somit zu Beginn der ersten Phase sehr schnell, wobei sich die Verlaufsneigung des Spachtels mit zunehmendem Zeitablauf der
ersten Phase verringert, so daß dementsprechend am Ende der ersten Phase und insbesondere mit Beginn der Verdickungsphase ein Zustand erreicht ist, die das Ende des Selbstverlaufens des Spachtels kennzeichnet, so daß in der Verdickungsphase ein derartiger Spachtel nur noch eine reduzierte selbstverlaufende Eigenschaft besitzt und demnach überwiegend manuell, beispielsweise mit entsprechenden Glättkellen, verteilt werden kann.
Ein derartiges rheologisches Verhalten des aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten Spachtels weist den Vorteil auf, daß sich der Spachtel insbesondere in seiner ersten Phase sehr gleichmäßig auf einen Untergrund, vorzugsweise auch auf einen zerklüfteten oder unebenen Untergrund, verteilt, wobei die Verdickungsphase sicherstellt, daß der so verteilte Spachtel auch dort verbleibt, wo er unter Ausbildung der entsprechenden Spachtelschicht aushärten soll. Desweiteren ist die Viskosität des Spachtels in der Verdickungsphase so angepaßt, daß er einwandfrei und ohne Entmischung der faserartigen Bewehrung mittels geeigneter Gerätschaften unter Ausbildung einer ebenen, porenarmen Oberfläche verteilt werden kann, wobei die Viskosität des Spachtels in der Verdickungsphase so angepaßt ist, daß gleichzeitig verhindert wird, daß sich die darin enthaltene faserartige Bewehrung in
| • ·· &phgr; &phgr;&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; &phgr; • &phgr; &phgr; &phgr; &phgr; • · &phgr; |
• · | &phgr; &phgr; &phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
• &phgr; &phgr; &phgr;&phgr; |
&phgr; | : |
&phgr;
&phgr; |
&phgr;
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
.... | &phgr; |
&phgr; &phgr;
&phgr; ·< |
| • &phgr; &phgr; &phgr;&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; &phgr;&phgr; |
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
.:. |
&phgr;
&phgr; &phgr; &phgr; |
&phgr; &phgr;
&phgr;&phgr; |
&phgr;
&phgr; |
Φ I &phgr; &phgr; &phgr; |
||||
der nach Ablauf der Verdickungsphase beginnenden Aushärtungsphase entmischt, was letztendlich zu einer ungleichmäßigen Verteilung und zu Ansammlungen von faserartigen Bewehrungen in bestimmten Zonen der Spachtelschicht führen würde, was jedoch, wie vorstehend beschrieben ist, gerade bei dem aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten Spachtel nicht der Fall ist.
Eine besonders geeignete Weiterbildung der zuvor beschriebenen Spachtelmasse sieht vor, daß hierbei der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellte Spachtel solch eine selbstverlaufende Eigenschaft besitzt, daß die erste Phase abhängig von dem Massenverhältnis des ersten Bindemittels zum zweiten Bindemittel nach einer Zeit zwischen 20 Sekunden und 150 Sekunden, vorzugsweise nach einer Zeit zwischen 30 Sekunden und 95 Sekunden, beendet ist.
Bereits vorstehend ist ausgeführt, daß der aus der neuerungsgemaßen Spachtelmasse erstellte Spachtel am Ende der ersten Phase eine Viskosität aufweist, die geringer ist als die Viskosität des Spachtels unmittelbar nach Ablauf der Reifezeit. Vorzugsweise weist der aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtel am Ende der ersten Phase eine Viskosität auf, die etwa 65 % bis 90 % der Viskosität des Spachtels un-
mittelbar nach Ablauf der Reifezeit entspricht, wobei ein derartiger Spachtel hervorragende selbstverlaufende Eigenschaften besitzt und darüber hinaus auch in der Lage ist, teilweise in die im Untergrund vorhandenen Unebenheiten einzudringen, so daß hierdurch erklärlich wird, daß eine so erstellte Spachtelschicht einen hervorragenden Verbund zum Untergrund besitzt.
Bei einer anderen, vorteilhaften Weiterbildung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse sind die Inhaltsstoffe, insbesondere das Massenverhältnis vom ersten Bindemittel zum zweiten Bindemittel, die Art und Konzentration des jeweils verwendeten Bindemittelgemisches sowie die Art und Konzentration der Füllstoffe, die Art und Konzentration der faserartigen Bewehrung und die Menge des für die Erstellung des Spachtels zur neuerungsgemäßen Spachtelmasse zugegebenen Wasser so aufeinander angepaßt, daß hierbei der Spachtel in der ersten Phase eine steil ansteigende Deformation aufweist, während die Deformation des Spachtels in der Verdickungsphase konstant oder nahezu konstant ist.
Insbesondere dann, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse insbesondere durch Variation des Massenverhältnisses vom ersten Bindemittel zum zweiten Bindemittel derart konzeptio-
niert ist, daß die Deformation des Spachtels in der ersten Phase zwischen 8 0 % und 95 % der Deformation des Spachtels in der Verdickungsphase entspricht, kann ein derartiger Spachtel hervorragend insbesondere in der ersten Phase selbstverlaufend auch auf einen besonders unebenen Untergrund unter Ausbildung einer planen Oberfläche, vorzugsweise auch ohne manuelle Hilfe, verteilt werden, so daß sich ein derartiger Spachtel in seiner ersten Phase hervorragend an den jeweiligen Untergrund anpaßt und somit vorzugsweise vollflächig hiermit in Kontakt tritt. Dies führt dazu, daß dementsprechend eine ausgezeichnete Haftung zwischen dem Untergrund und der aus einem derartigen Spachtel erstellten Spachtelschicht resultiert.
Die zuvor verwendeten Begriffe Viskosität und Deformation des Spachtels beziehen sich insbesondere auf Messungen, wie diese nachstehend im Ausführungsbeispiel unter Angabe der Meßmethode und der Meßparameter exakt definiert sind.
Insbesondere dann, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse so ausgebildet ist, daß der hieraus erstellte Spachtel einen maximalen Schwund und Schrumpf bei Trocknen und Erhärten kleiner als 0,5 mm/m, vorzugsweise kleiner als 0,25 mm/m, besitzt, treten bei der so erstellten Spachtelschicht keine
26 ···
Spannungsrisse und/oder Schwundrisse beim Trocknen auf, so daß durch Einhaltung der zuvor genannten Grenzwerte des maximalen Schwunds und Schrumpfs beim Trocknen und Erhärten stets fehlerfreie Spachtelschichten mit einer besonders hohen Standzeit (Benutzungszeit) und einem geringen Eigengewicht erstellt werden können. Insbesondere auch dadurch, daß in die Spachtelschicht, die durch Anwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellt wird und die die zuvor beschriebene faserartige Bewehrung gleichmäßig verteilt eingebettet und dort über das Bindemittelgemisch mit den vorstehend beschriebenen Massenverhältnissen vom ersten Bindemittel auf Basis von Calciumsulfat zum zweiten, hydraulischen Bindemittel fixiert wird, wird die Haltbarkeit einer derartigen Spachtelschicht erheblich verbessert, so daß diese insbesondere auch bei einer punktuellen oder engflächigen Belastung und/oder bei einer Durchbiegung, die insbesondere dann auftreten kann, wenn der unter der Spachtelschicht angeordnete Untergrund eine hohe Beweglichkeit, so zum Beispiel bei Holzbödenkonstruktionen, aufweist, keinen Schaden nimmt. Auch bewirkt diese in der Spachtelschicht gleichmäßig eingebettete Bewehrung, daß Temperatur- und/oder Feuchtigkeitsschwankungen, die zu einer Dimensionsänderung insbesondere der unter der Spachtelmasse angeordnete tragende Konstruktion und/oder des Untergrunds führen können, keine Beschädigung der unter Verwen-
• ·
dung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten Spachtelschicht bewirkt. Ebenso stabilisiert diese, in dem Bindemittelgemisch eingebundene faserartige Bewehrung die Spachtelschicht gegenüber den bei ihrer Benutzung auftretenden Schwingungen und Vibrationen, was sich wiederum sehr positiv auf die Haltbarkeit der unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschicht auswirkt .
Eine besonders gute Haftung der Spachtelschicht auf dem darunter angeordneten Untergrund weisen solche Ausführungsformen auf, bei denen die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtel einen maximalen Schwund und Schrumpf beim Trocknen und Erhärten kleiner als 0,1 mm/m besitzen. Mit anderen Worten tritt bei dieser Ausführungsform - wenn überhaupt - beim Trocknen und Erhärten nur ein minimales Schwinden und Schrumpfen auf, so daß dementsprechend auch keine Schwund- und Schrumpfkräfte auf die Spachtelschicht selbst
oder auf den darunter angeordneten Untergrund einwirken.
Die durchschnittliche Dicke der Spachtelschicht, die unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse auf dem Untergrund angeordnet wird, richtet sich einerseits nach dem Material des Untergrunds und andererseits danach, welche Kräfte
1:»:. 1 &Iacgr; .&igr; &igr;\>
und Belastungen die Spachtelschicht auszuhalten hat. Wird beispielsweise die Spachtelschicht auf einem Untergrund erstellt, der eine relativ zerklüftete grobe Oberfläche aufweist, so empfiehlt es sich, die Spachtelschicht in einer solchen Dicke anzuordnen, die relativ groß ist, d.h. im Bereich zwischen 15 mm und 35 mm liegt. Bei derartigen, relativ dick aufzutragenden Spachtelschichten wird demgemäß in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse als Bindemittel ein solches Bindemittelgemisch vorgesehen, das einen relativ hohen Massenanteil an dem zweiten, hydraulischen Bindemittel aufweist, wobei dementsprechend vorzugsweise das in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vorgesehene Bindemittelgemisch aus 94 Gew.% bis 96 Gew.% erstem Bindemittel und aus 6 Gew.% bis 4 Gew.% zweitem Bindemittel besteht. Bei relativ feinen, wenig zerklüfteten Oberflächen des Untergrundes kann die durchschnittliche Dicke der Spachtelschicht verringert werden, so daß hierbei durchschnittliche Spachtelschichtdicken resultieren, die insbesondere zwischen 3 mm und etwa 15 mm variieren, wobei demgemäß in dieser Ausführungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse als Bindemittel ein solches Bindemittelgemisch vorgesehen wird, das einen relativ geringen Massenanteil an dem zweiten, hydraulischen Bindemittel aufweist, so daß dementsprechend vorzugsweise das in dieser Ausführungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vorgesehene Bindemittelgemisch
♦ ·*
29 Al.:* &igr; : ·: :
aus 97 Gew.% bis 99 Gew.% erstem Bindemittel und aus 3 Gew.% bis 1 Gew.% zweitem Bindemittel besteht. Grundsätzlich gilt weiter, daß die Dicke der unter Verwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschicht mit zunehmender Beanspruchung derselben zu vergrößern ist, so daß bei extremen Belastungen der Spachtelschicht dann, insbesondere auch abhängig vom Zustand und/oder der Tragfähigkeit des Untergrundes, Dicken resultieren, die bis zu 35 mm betragen.
Besonders geeignet im Hinblick auf die Haltbarkeit und die Belastbarkeit ist es, wenn die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellte Spachtelschicht nach Fertigstellung und Aushärtung eine Druckfestigkeit zwischen 10 N/mm2 und 60 N/mm2, vorzugsweise zwischen 35 N/mm2 und 45 N/mm2, sowie eine Biegezugfestigkeit zwischen 5 N/mm2 und 20 N/mm2, vorzugsweise zwischen 8 N/mm2 und 12 N/mm2 und insbesondere von 10 N/mm2besitzt. Hierbei beziehen sich die zuvor genannten Werte zur Druckfestigkeit und Biegezugfestigkeit auf Spachtelschichten, die vor 28 Tagen erstellt wurde, wobei die diesbezüglichen Werte nach DIN EN 196 bestimmt worden sind.
Um auch nach längerem Gebrauch der Spachtelschicht, die durch Anwendung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellt wird, ein unerwünschtes Ablösen der Spachtelschicht von dem Unter-
grund zu verhindern, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Spachtelschicht eine Haftzugfestigkeit gegenüber dem Untergrund zwischen 0,5 N/mm2 und 3 N/mm2oder mindestens die Eigenfestigkeit des Untergrundes aufweist. Hierbei wird die Haftzugfestigkeit nach DIN EN 13408 ermittelt.
Bezüglich des in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse enthaltenen ersten Bindemittels, das mit dem zweiten, hydraulischen Bindemittels unter Ausbildung des Bindemittelgemisches vermischt wird, ist festzuhalten, daß es sich hierbei, wie bereits vorstehend erwähnt, um ein erstes Bindemittel auf der Basis von Calciumsulfat handelt. Hierbei umfaßt der Begriff Calciumsulfat sowohl Calciumsulfat-Halbhydrat als auch eine Mischung aus Calciumsulfat-Halbhydrat mit Calciumsulfat-Dihydrat. Desweiteren deckt der Begriff Calciumsulfat-Halbhydrat sowohl das &agr;-Halbhydrat als auch das &bgr;-Halbhydrat ab und genügt der chemischen Formel CaSO4 &khgr; ^H2O, während das Calciumsulf at -Dihydrat durch die chemische Formel CaSO4 &khgr; 2H2O zu charakterisieren ist. Darüber hinaus können noch weitere Calciumsulfate der allgemeinen Formel CaSO4, die allgemein auch als Anhydrit bezeichnet werden, in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse als Bindemittel allein oder in Verbindung mit den zuvor genannten Dihydraten oder Halbhydraten enthalten
1::. &Iacgr; 1
sein, wobei insbesondere das Anhydrit II, das auch als Estrichgips bezeichnet wird, vorzuziehen ist.
Grundsätzlich ist bezüglich der Konzentration dieses spezieilen ersten Bindemittels auf der Basis von Calciumsulfat in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse festzuhalten, daß die Konzentration des ersten Bindemittels und des ausgewählte Massenverhältnis des ersten Bindemittels relativ zum zweiten, hydraulischen Bindemittels abhängig vom jeweiligen rheologisehen Verhalten, wie dieses bei bevorzugten Ausfuhrungsformen vorstehend beschrieben ist, und desweiteren derart festzulegen ist, daß die zuvor angegebenen Festigkeitswerte (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit und/oder Haftzugfestigkeit) der Spachtelschicht auch erreicht werden. Insbesondere variiert die Konzentration des ersten Bindemittels und vorzugsweise die Konzentration des Calciumsulfat-Halbhydrates in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse zwischen 30 Gew.% und 80 Gew.%, vorzugsweise zwischen 45 Gew.% und 65 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der trockenen Spachtelmasse.
Eine bevorzugte Ausfuhrungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse enthält das zweite, hydraulische Bindemittel in einer solchen Konzentration, die insbesondere zwischen 1 Gew.% und 8 Gew.% und vorzugsweise zwischen 2 Gew.% und 6 Gew.%,
♦ t
• ·
jeweils bezogen auf die trockene Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert. Hierbei umfaßt der Begriff hydraulisches Bindemittel die Stoffe, die vorstehend bereits allgemein definiert sind und insbesondere Portlandzemente, Portlandkompositzemente, Hochofenzemente und/oder Calciumaluminatzemente.
Unter Berücksichtigung der zuvor wiedergegebenen Ausführungen enthalten somit bevorzugte Ausfuhrungsformen der neuerungsgemäßen Spachtelmasse eine Bindemittelgemisch-Konzentration, die zwischen 30,01 Gew.% und 88 Gew.%, vorzugsweise zwischen 4 5 Gew.% und 58 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der trockenen Spachtelmasse, variiert, so daß demgemäß dieses Bindemittelgemisch das zweite, hydraulische Bindemittel in einer Konzentration zwischen 0,1 Gew.% und 10 Gew.%, bezogen auf die trockene Spachtelmasse, aufweist.
Weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse jedoch eine Mischung aus Calciumsulfat-Halbhydrat und Calciumsulfat-Dihydrat als erstes Bindemittel auf, was sich besonders positiv in bezug auf die Haltbarkeit einer hieraus hergestellten Spachtelschicht auswirkt, so variiert die Konzentration des Calciumsulf at -Dihydrates insbesondere zwischen 0,1 Gew.% und 5 Gew.% und vorzugsweise zwischen 0,5 Gew.% und 3 Gew.%, bezogen auf
die Gesamtmasse der neuerungsgemäßen Spachtelmasse. Dementsprechend sind von den zuvor angegebenen Konzentrationswerten des Calciumsulfat-Halbhydrates diese Konzentrationswerte des Calciumsulfat-Dihydrates abzuziehen.
5
5
Darüber hinaus bietet es sich an, daß die neuerungsgemäße Spachtelmasse desweiteren mindestens einen Füllstoff aufweist, wobei die Gesamtkonzentration des Füllstoffes in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse zwischen 5 Gew.% und 60 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der neuerungsgemäßen Spachtelmasse, ausmacht.
Besonders geeignete Füllstoffe, die in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vorhanden sein können, sind carbonatische Füll-5 stoffe, Quarzsand und/oder mindestens ein organisches Bindemittel .
Weist die neuerungsgemäße Spachtelmasse mindestens einen der zuvor genannten Füllstoffe auf, so variieren die Einzelkon- :o zentrationen der Füllstoffe vorzugsweise wie folgt. Bei carbonatischen Füllstoffen, so insbesondere bei Calciumcarbonat, in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse variiert dessen Konzentration zwischen 30 Gew.% und 40 Gew.%, bei Füllstoffen auf der Basis von Quarzsand variiert die Quarzsandkonzentra-
tion vorzugsweise zwischen 5 Gew.% und 20 Gew.% und bei Füllstoffen auf der Basis des organischen Bindemittels schwankt dessen Konzentration insbesondere zwischen 0,1 Gew.% und 7 Gew.%, wobei zusätzlich noch diese Konzentrationen der Füllstoffe auf die Art und Konzentration des Bindemittelgemisches sowie auf das Massenverhältnis des ersten Bindemittels zum zweiten, hydraulischen Bindemittel unter dem Gesichtspunkt des rheologischen Verhaltens des hieraus hergestellten Spachtels und der Festigkeit (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit und/oder HaftZugfestigkeit) der unter Verwendung einer derartigen neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten Spachtelschicht selbst abzustimmen sind.
Um bei der Herstellung der Spachtelschicht aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse insbesondere das Anmischen der Spachtelmasse mit Wasser zu erleichtern, die Verlaufseigenschaften und das rheologische Verhalten zu verbessern bzw. anzupassen, eine Schaumbildung zu unterdrücken und/oder die Erstarrung (Abhärten) des Spachtels zu verzögern, sieht eine besonders 0 vorteilhafte Weiterbildung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vor, daß diese desweiteren mit mindestens einem Additiv versehen ist, das aus der Gruppe Dispersionsmittel, Verlaufsmittel, Entschäumer und/oder Verzögerer ausgewählt ist, wobei die Gesamtkonzentration des mindestens einen Additivs zwi-
sehen 1 Gew.% und 20 Gew.%, vorzugsweise zwischen 4 Gew.% und 16 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmasse der neuerungsgemäßen Spachtelmasse, variiert.
Wie bereits vorstehend bei der neuerungsgemäßen Spachtelmasse ausgeführt ist, weist diese eine faserartige Bewehrung auf, wobei diese Bewehrung gleichmäßig in die aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse erstellten ausgehärteten Spachtelschicht eingebettet ist. Abhängig von der jeweils auf die Spachtelschicht einwirkenden Kräfte und insbesondere auch den rheologischen Eigenschaften des Spachtels sind in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse unterschiedliche Massenanteile an faserartiger Bewehrung enthalten, wobei in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse vorzugsweise zwischen 0,1 Gew.% und 10 Gew.% und insbesondere zwischen 0,2 Gew.% und 5 Gew.% an faserartiger Bewehrung vorgesehen sind.
Besonders vorteilhaft bezüglich der Haltbarkeit, der Gleichmäßigkeit der Verteilung der faserartigen Bewehrung in der 0 Spachtelschicht und insbesondere in bezug auf die rheologischen Eigenschaften des Spachtels als auch unter dem Gesichtspunkt der Festigkeit ist es, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse die bereits zuvor beschriebene hochfeste faserartige Bewehrung aus Polyacrylnitril-Fasern, Polyamid-Fasern,
Polyester-Fasern, Polyimid-Fasern, Aramid-Fasern, Carbon-Fasern und/oder Mineralglas-Fasern aufweist, wobei hierfür insbesondere auch solche Fasern in Frage kommen, die eine Faserlänge insbesondere zwischen etwa 3 mm und etwa 24 mm, vorzugsweise zwischen 5 mm und 12 mm, aufweisen.
Beispiele für Polyacrylnitril-Fasern sind die im Handel erhältlichen und beispielsweise von den Schwarzwälder Textilwerken unter der Handelsbezeichnung vertriebenen Polyacrylnitril-Fasern Typ FPAC 235/040, FPAC 235/150, FPAC 237/040, FPAC 249/075, VF 11, PAC 250, PAC 6,7 und/oder PAC 17 und/oder die Mineralglasfasern des Typs F 550/2S.
Insbesondere dann, wenn die neuerungsgemäße Spachtelmasse als faserartige Bewehrung solche Fasern aufweist, deren Titer zwischen 30 dtex und 148 dtex, vorzugsweise zwischen 36 dtex und 72 dtex, variiert, lassen sich mit einem derartig bewehrten Spachtel Spachtelschichten herstellen, die aufgrund des angepaßten rheologischen Verhaltens des Spachtels gleichmäßig auf eine Vielzahl von unterschiedlich ausgebildeten Untergründen angeordnet werden können.
Wie bereits vorstehend ausgeführt ist, besteht die faserartige Bewehrung insbesondere aus multifilen Fasern, die eine
| • | ·· · | • · | • | • | • | • | m | • · | • | • | • | • · | • | • | • | • · | • | • | • | • &igr; | |
| • | • · |
•
• · · |
• | • 1 | t | • · | • | • | &psgr; ( | ||||||||||||
| • | • I • t |
• | # | • · · · | |||||||||||||||||
| • · · | • | ··· . | • | • | • | • | • I | ||||||||||||||
Elementarfadenzahl zwischen 10 und 100, vorzugsweise zwischen 15 und 50, besitzen. Hierzu ist festzuhalten, daß insbesondere bei der Herstellung der neuerungsgemäßen Spachtelmasse und/oder bei der Herstellung des Spachtels der ursprünglich vorliegende multifile Faserverbund in der Regel aufgelöst wird, so daß vorzugsweise in der neuerungsgemäßen Spachtelmasse und/oder des hieraus hergestellten Spachtels und/oder der Spachtelschicht stets einzelne Filamentabschnitte vorliegen.
Wie bereits vorstehend ausgiebig dargelegt ist, weist der, aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellte Spachtel vorzugsweise ein abgestuftes und auf die jeweiligen Anforderungen angepaßtes rheologisches Verhalten auf, wobei dieses rheologische Verhalten, wie ebenfalls vorstehend beschrieben ist, durch Auswahl der Inhaltsstoffe der Spachtelmasse und desweiteren durch das Verhältnis der Spachtelmasse zum Wasser einstellbar ist. Vorzugsweise wird der Spachtel aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse mit Wasser in einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1:0,05 bis 1:0,8, insbesondere von 1:0,2 bis 1:0,5 und vorzugsweise von 1:0,22 bis 1:0,28, erstellt, wobei ein derartig hergestellter Spachtel insbesondere die Inhaltsstoffe der Spachtelmasse in einer homogenen Verteilung aufweist, dieser Spachtel selbstverlau-
38 &idigr;&iacgr;&idigr;'&idigr;&idigr;'&idigr;&idigr;·*
fend und vorzugsweise die rheologischen Eigenschaften besitzt, wie sie vorstehend für spezielle Ausfuhrungsformen der neuerungsgemäßen Spachtelmasse beschrieben ist. Desweiteren ist ein so hergestellter Spachtel pumpfähig, so daß er mit herkömmlichen, aus der Mörteltechnik bekannten und dort verwendeten Pumpen an beliebige Stellen förderbar ist, wobei als besondere Eigenschaft eines aus der neuerungsgemäßen Spachtelmasse hergestellten derartigen Spachtels herauszuheben ist, daß während des Pumpens, selbst bei hohen Scherkräften, keine Entmischung der Inhaltsstoffe des Spachtels und insbesondere auch keine Entmischung der faserartigen Bewehrung im Spachtel oder eine Ansammlung von Anklumpungen von faserartigen Bewehrungen in dem Spachtel resultieren.
Besonders vorteilhafte Eigenschaften, insbesondere auch die eingangs beschriebenen rheologischen Eigenschaften, besitzt ein solcher Spachtel, der aus einer neuerungsgemäßen Spachtelmasse durch Vermischen derselben mit Wasser bei einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1:0,22 bis 1:0,26, hergestellt ist, wobei zur Herstellung dieses besonders bevorzugten Spachtels eine Ausfuhrungsform der neuerungsgemäßen Spachtelmasse verwendet wird, die
zwischen 38 Gew.% und 54 Gew.% Calciumsulfat-Halbhydrat als erstes Bindemittel,
zwischen O Gew.% und 2 Gew.% Calciumsulfat-Dihydrat, ebenfalls als erstes Bindemittel,
zwischen 1 Gew.% und 5 Gew.% Zement als zweites, hydraulisches Bindemittel,
zwischen 10 Gew.% und 15 Gew.% Quarzsand, zwischen 35 Gew.% und 4 0 Gew.% Calciumcarbonat, zwischen 1 Gew.% und 3 Gew.% einer faserartigen Bewehrung der vorstehend beschriebenen Art sowie zwischen 0 Gew.% und 16 Gew.% mindestens eines Additivs
aufweist, wobei das mindestens eine Additiv aus der Gruppe ausgewählt ist, die ein Dispersionspulver, ein Verflüssigungsmittel für Gips und/oder einen Entschäumer umfaßt.
Zement im Sinne des vorstehenden konkreten Ausführungsbeispiels umfaßt Portlandzemente, Portlandkompositzemente, Hochofenzemente und Calciumaluminatzemente, wobei selbstverständlieh neben den zuvor genannten Einzelzementarten auch Mischungen dieser Einzelzementarten eingesetzt werden können.
Insbesondere weist der Quarzsand eine Sieblinie zwischen 0 und 0,5 mm und das Calciumcarbonat eine Sieblinie zwischen
und 0,15 mm auf, wobei sowohl Quarzsand als auch Calciumcarbonat als Füllstoffe verwendet werden.
Wie bereits vorstehend wiederholt ausgeführt ist, wird die neuerungsgemäße Spachtelmasse insbesondere zur Herstellung von solchen Spachteln verwendet, die auf einem entsprechenden Untergrund innerhalb von kürzester Zeit Spachtelschichten mit den eingangs beschriebenen Eigenschaften ausbilden, wobei diese Spachtelschichten den Untergrund überdecken und glatte und porenarme Spachtelschichten ausbilden, so daß Niveauunterschiede des Untergrundes egalisiert werden.
Insbesondere ist hervorzuheben, daß sich die neuerungsgemäße Spachtelmasse zu einem solchen Spachtel durch ein einfaches Vermischen mit Wasser verarbeiten läßt, der auf Holzdielenböden, festliegendem Parkett, Holzspanplatten, Holz-Zement-Platten, Altuntergründen mit keramischen Belägen, Altuntergründen auf der Basis von Estrichen jeglicher Art oder auf Beton als Untergrund bereits bei einer geringen Auftragsmenge eine relativ dünne Spachtelschicht ausbildet, die einerseits eine hervorragend glatte und porenfreie Oberfläche besitzt und andererseits eine ausgezeichnete Druckfestigkeit, eine hervorragende Biegezugfestigkeit und eine überraschend hohe
Haftzugfestigkeit zu den zuvor aufgeführten verschiedenen Untergründen aufweist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der neuerungsgemäßen Spachtelmasse sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die neuerungsgemäße Spachtelmasse wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Ausführungsbeispiel 1
Zur Herstellung einer Spachtelschicht wurde auf einen besenrein gekehrten und von herausragenden Nägeln befreiten alten Holzdielenboden, der auf Stoß mit einer durchschnittlichen Fugenbreite zwischen 1 mm und 4 mm verlegt war, eine solche Spachtelmenge aufgebracht, daß die ausgehärtete Spachtelschicht eine Dicke von 5 mm ergab. Die Inhaltsstoffe der hierfür verwendeten Spachtelmasse sind nachfolgend angegeben, wobei das Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser bei 1:0,24 lag.
Inhaltsstoffe der Spachtelmasse:
12 kg Bindemittelgemisch, bestehend aus
11,5 kg eines ersten Bindemittels auf der Basis von
Calciumsulfat-&agr;-Halbhydrat und
0,5 kg eines zweiten, hydraulischen Bindemittels
auf der Basis von Portlandzement
0,25 kg faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder
Textilwerke)
12,5 kg Zuschlagsstoffe (Calciumcarbonat Körnung 0-250 &mgr;&pgr;&agr;) 0,25 kg Additive (Entschäumer, Verflüssiger, Verzögerer,
Dispersionspulver)
10
10
Zum Anmischen der trocknen Spachtelmasse mit Wasser (6 kg) wurde eine Rührmaschine mit 600 Umdrehungen/min verwendet, wobei bereits nach einer Rührzeit von drei Minuten eine homogene Mischung resultierte. Nach einer Reifezeit von weiteren drei Minuten wurde nochmals für eine Minute unter den zuvor genannten Bedingungen gerührt.
Die so hergestellte homogene Mischung des Spachtels wurde, wie bereits vorstehend erwähnt, in einer Schichtdicke von 0 insgesamt 5 mm auf den zuvor beschriebenen Holzdielenuntergrund ausgegossen. Bereits nach einer kurzen Zeit stellte sich aufgrund der selbstnivellierenden Eigenschaften des Spachtels eine gleichmäßige und ebene Oberfläche ein, ohne daß sich in der Oberfläche die in dem Untergrund vorhandenen
| • ·· * | »·· | • | • | • t · | • t | • | t | • | I « | ·· | • | ·· · · | • | • | • | • | • | • 1 |
| » · | • 9 | • ···· | I · | • · | t | • | ||||||||||||
| • · * | • · I | • | ► · · | • | ···· | • · | • | • | ||||||||||
| • · | I ··· t | |||||||||||||||||
| • · 1 | 9 | • 1 | ||||||||||||||||
| • · · | ' · t | |||||||||||||||||
Stoßfugen abzeichneten. Die nunmehr abbindende Spachtelschicht
wurde vor direkter Sonnenbestrahlung und Zugluft geschützt, wobei eine ausreichende Luftzirkulation den
Trocknungs- und Erhärtungsprozeß förderte.
5
wurde vor direkter Sonnenbestrahlung und Zugluft geschützt, wobei eine ausreichende Luftzirkulation den
Trocknungs- und Erhärtungsprozeß förderte.
5
Nach einer Trockenzeit von einem Tag wies die so erstellte
Spachtelschicht eine CM-Feuchte von kleiner als 0,5 CM-% auf, so daß hierauf ein dampfdiffusionsoffener Bodenbelag verlegt werden konnte, ohne daß es dabei erforderlich war, die Oberfläche der Spachtelschicht nochmals abzuspachteln oder in
sonstiger Weise zu glätten.
Spachtelschicht eine CM-Feuchte von kleiner als 0,5 CM-% auf, so daß hierauf ein dampfdiffusionsoffener Bodenbelag verlegt werden konnte, ohne daß es dabei erforderlich war, die Oberfläche der Spachtelschicht nochmals abzuspachteln oder in
sonstiger Weise zu glätten.
Die vorstehend beschriebene Spachtelschicht ist aufgrund der CM-Feuchte kleiner als 0,5 CM-% geeignet, einen dampfdichten Bodenbelag auf diese Spachtelschicht aufzubringen.
Die CM-Feuchte wurde mit Hilfe eines CM-Gerätes (Hersteller: Riedel-de Haen) bestimmt, wobei dieses Gerät auf der Calciumcarbid-Methode basiert.
20
20
Nach einer Erhärtungszeit von 28 Tagen wies die so erstellte Spachtelschicht folgende Eigenschaften auf:
Druckfestigkeit: 3 9 N/mm2
Biegezugfestigkeit: 17 N/mm2
Abriebfestigkeit: 695 mm3, gemessen nach
DIN-Entwurf prEN 12808-2
Ausführungsbeispiel 2
Analog zum Ausführungsbeispiel 1 wurde eine zweite Spachtelschicht erstellt, wobei diese zweite Spachtelschicht jedoch eine Dicke von 10 mm aufwies. Der Untergrund, auf den diese zweite Spachtelschicht angeordnet wurde, bestand aus einem Keramikboden mit einer Fugenbreite von 4 mm. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel stellte sich bereits nach einer sehr kurzen Zeit, die in etwa 1,5 Minuten betrug, aufgrund der selbstnivellierenden Eigenschaften des Spachtels eine gleichmäßige und ebene Oberfläche der so hergestellten Schicht ein, ohne daß sich in der Oberfläche die in dem Fliesenuntergrund vorhandene Fugen abzeichneten.
Nach einer Erhärtungszeit von 28 Tagen wies die so erstellte Spachtelschicht folgende Eigenschaften auf:
„2
Druckfestigkeit: 46 N/mm2
Biegezugfestigkeit: 16 N/mm2
Abriebfestigkeit: 630 mm3, gemessen nach
t «
« ♦« ♦ t ·♦
DIN-Entwurf prEN 12808-2
Um das Theologische Verhalten der vorstehend beim Ausführungsbeispiel 1 angegebenen Spachtelmasse, die in einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1:0,24 den in den Ausführungsbeispielen 1 und 2 verwendeten Spachtel ergab, zu untersuchen und um insbesondere die Viskosität und die Deformation dieses Spachtels im Vergleich zu einem herkömmlichen hochwertigen Spachtel zu bestimmen, wurden rheologische Messungen der Viskosität und der Deformation unter Verwendung eines Rotationsrheometers Typ "CVO-50" der Firma "Bohlin-Instruments" durchgeführt, wobei das zuvor aufgeführte Rotationsrheometer mit der Bohlin-Gerätesoftware Version 6.00.03 versehen war.
Der Kriechtest zur Ermittlung der Deformation &ggr; wurde mit Hilfe des Zylinder-Meßsystems C 25 durchgeführt, wobei eine konstante Schubspannung angelegt wurde. Die sich aufgrund des inneren Widerstandes des jeweiligen Spachtels einstellende 0 Auslenkung des beweglichen Kolbens wurde über einen definierten Zeitraum aufgenommen. Die so gemessene Deformation, die in dem nachfolgenden Diagramm mit &ggr; bezeichnet ist, stellt dabei ein Maß für die Verlaufseigenschaften des Spachtels dar.
46
t ·· • ·
Mit Hilfe der Rheometer-Software wurden für den Kriechtest folgende Einstellungen vorgenommen:
Software-Benutzerebene 1 Viskosimetrieoptionen:
schubspannungsgesteuert
Standardtest:
Kriechtest
Software-Benutzerebene 2 Meßsystem:
Spalt:
Vorkonditionierung:
Temperiermodus:
| C 25 | 50s |
| 0,150 mm | 20 s |
| ja | 20 s |
| Scherrate: | |
| Zeitdauer: | 23 ° |
| Ausgleichszeit: | |
| isotherm | |
| Temperatur: | |
| (thermische | |
Ausgleichszeit]
0 s
Testmodusauswahl:
Kriechtest
Schubspannung:
0,1 Pa konstant
Zeitdauer:
300 s
(Meßdauer)
47 : .··♦. &iacgr; &iacgr; .! &iacgr;
Für die Ermittlung der Viskosität &eegr; wurde eine Viskositätsbestimmung ebenfalls mit Hilfe des Bohlin-Rheometers CVO 50 durchgeführt. An den beweglichen Meßkolben des verwendeten Meßsystems C 25 wurde eine konstante Scherrate von 50 l/s angelegt. Aufgenommen wurde während der Messung die Schubspannung &tgr;, die ein Maß für den inneren Widerstand der Probe gegen die Rotation darstellt. Aus der gemessenen Schubspannung läßt sich die Viskosität berechnen. Dargestellt wird der Viskositätsverlauf über die Zeit. Ein eventueller Strukturabbau der Probe kann über den Abfall der Viskosität ermittelt werden.
Mit Hilfe der Rheometer-Software wurden für die Ermittlung der Viskosität folgende Einstellungen vorgenommen: 15
Viskosimetrieoptionen: drehzahlgesteuert Standardtest: Viskositätsmessung
Software-Benutzerebene 2
Meßsystem: C 25
Meßsystem: C 25
Spalt: 0,150 mm
Vorkonditionierung: ja
Scherrate: 50 l/s
Zeitdauer: 20 s
48
Ausgleichszeit:
20 S
Temperiermodus:
isotherm
Temperatur:
23 0C
(thermische
Ausgleichszeit): 0 s
Testmodusauswahl
konstante Scherrate
Scherrate:
50 l/s
Verzögerungszeit: 0 s Integrationszeit: 3 s
Wartezeit:
0 s
Anzahl Meßwerte:
Um die zuvor beschriebenen Messungen durchzuführen, wurden 100 g Wasser in einem 500 ml Plastikbecher vorgelegt. Zu die-
15 sen 100 g Wasser wurden jeweils 417 g der Spachtelmasse gemäß Ausführungsbeispiel 1 oder die Vergleichsspachtelmasse zugesetzt und anschließend wurde ein Vermischen unter Verwendung eines IKA-Laborrührwerkes während 45 Sekunden bei 800 U/min durchgeführt, so daß dementsprechend der jeweilige Spachtel
erstellt wurde.
Nach einer Reifezeit von drei Minuten wurde der jeweilige
Spachtel in das Meßsystem eingefüllt.
49 i .··♦» &iacgr; : . i &idigr;
Die eigentliche Messung der Viskosität sowie der Deformation wurde durch die entsprechende Software des Meßgerätes gesteuert.
Die nachfolgend wiedergegebenen Abbildungen 1 und 2 spiegeln das rheologische Verhalten von zwei Spachteln anhand ihres Viskositätsverhaltens während der vorgegebenen Meßzeit von 180 Sekunden und anhand der ermittelten Deformation während 300 Sekunden wieder. Hierbei ist in Abbildung 1 die Deformation &ggr; über die Meßzeit t (Sekunden) und in Abbildung 2 die Viskosität &eegr; (Pas) über die Meßzeit t (Sekunden) wiedergegeben, wobei die entsprechenden Kurvenverläufe in beiden Abbildungen, die den in beiden Ausführungsbeispielen verwendeten Spachtel mit 1 kennzeichnen, während die Kurvenverläufe des Referenzspachtels in beiden Abbildungen mit 2 gekennzeichnet sind.
Wie der Abbildung 1 zu entnehmen ist, weist der dort mit 1 gekennzeichnete Spachtel in einer ersten Phase, die bei 80 0 Sekunden endet, eine steil ansteigende Deformation auf, wobei der diesbezügliche Kurvenverlauf der Deformation über die Zeit hiernach in einen linearen Verlauf mit gleichmäßiger Deformation mündet. Am Ende der ersten Phase weist der Spachtel 1 eine Deformation von 6,1 auf, während in der hieran an-
50 » ·» * &iacgr; · S &idigr; ·
schließenden Verdickungsphase der Deformationswert bei 6,5 liegt.
Insbesondere zeigt die Abbildung 1, daß der Referenzspachtel 2 ein derartiges rheologisches Verhalten nicht aufweist, da hier die Deformation über die gesamte Meßzeit gesehen kontinuierlich ansteigt.
Aus der Abbildung 2 ist zu entnehmen, daß hierbei der Spachtel 1, ausgehend von einer Viskosität von 0,4 9 Pas innerhalb einer Zeit von etwa 70 Sekunden auf einen Viskositätswert von 0,33 Pas abfällt, wobei dieser Wert somit etwa 67 % der Anfangsviskosität beträgt. Hierzu völlig anders verhält sich der Referenzspachtel 2, bei dem sich die Viskosität über die gesamte Meßzeit gesehen innerhalb der Meßtoleranz nicht nennenswert verändert.
Es wurden vier unterschiedliche Spachtel, die nachfolgend mit Spachtel 1 bis 4 bezeichnet sind, aus vier unterschiedlichen Spachtelmassen hergestellt, wobei die Herstellung dieser vier Spachtelmassen so erfolgte, wie dies im Ausführungsbeispiel 1
beschrieben ist. Hierbei wiesen die Spachtelmassen folgende Inhaltsstoffe auf:
Spachtelmasse 1
48 Gew.% Calciumsulfat-a-Halbhydrat 1 Gew.% faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril
48 Gew.% Calciumsulfat-a-Halbhydrat 1 Gew.% faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril
Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder Textilwerke)
50 Gew.% Zuschlagsstoffe (Calciumcarbonat Körnung 0-250 &mgr;&pgr;&igr;) 1 Gew.% Additive (Entschäumer, Verflüssiger, Verzögerer, Dispersionspulver)
48 Gew.% Calciumsulfat-a-Halbhydrat (als erstes Bindemittel) 3 Gew.% Zement (als hydraulisches, zweite Bindemittel) 1 Gew.% faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril
Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder Textilwerke)
47 Gew.% Zuschlagsstoffe (Calciumcarbonat Körnung 0-250 &mgr;&tgr;&eegr;) 1 Gew.% Additive (Entschäumer, Verflüssiger, Verzögerer,
Dispersionspulver)
48 Gew.% Calciumsulfat-a-Halbhydrat (als erstes Bindemittel)
5 Gew.% Zement (als hydraulisches, zweite Bindemittel) 1 Gew.% faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril
Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder
Textilwerke)
45 Gew.% Zuschlagsstoffe (Calciumcarbonat Körnung 0-250 &mgr;&pgr;&igr;) 1 Gew.% Additive (Entschäumer, Verflüssiger, Verzögerer,
Dispersionspulver)
48 Gew.% Calciumsulfat-a-Halbhydrat (als erstes Bindemittel) 10 Gew.% Zement (als hydraulisches, zweite Bindemittel) 1 Gew.% faserartige Bewehrung (Polyacrylnitril
Typ PA 10 250/57/6, Hersteller: Schwarzwälder Textilwerke)
40 Gew.% Zuschlagsstoffe (Calciumcarbonat Körnung 0-250 &mgr;&idiagr;&eegr;) 1 Gew.% Additive (Entschäumer, Verflüssiger, Verzögerer, Dispersionspulver)
Aus diesen vier Spachtelmassen wurde jeweils durch Zusatz von entsprechenden Mengen Wasser ein Spachtel erstellt, der in einer Dicke von 10 mm auf einen identischen Untergrund aufgetragen wurde, wie dies im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben ist. Hierbei betrug stets das Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser 1:0,24.
• ·
Von den zuvor beschriebenen Spachteln, die aus den Spachtelmassen 1 bis 4 erstellt worden sind, wurden jeweils die Druckfestigkeiten, die Restfeuchte und das Quellmaß ermittelt, wobei zur Messung des Quellmaßes die Meßvorschrift nach pr EN 12808-4 angewandt wurde.
Die Ergebnisse dieser Messungen sind in der nachfolgenden Tabelle 1 wiedergegeben:
| Masse 2 | Masse 3 | Masse 4 | Druckfestigkeit in N/mm2 nach | 1 Tag | 12 | 16 | 18 | 15 | Restfeuchte (10 mm)in CM-% nach | 1 Tag | 4,2 | 3,2 | O Q Z , ö |
3,2 | 0, 6 | 1,8 | 2,5 | |
| Masse 1 | 7 Tagen | 13 | 27 | 27 | 22 | 7 Tagen | 0,3 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
| 28 Tagen | 31 | 45 | 44 | 38 | 28 Tagen | 0 | 0 | 0 | 0 | |||||||||
| Quellmaß (10 mm) in mm nach | ||||||||||||||||||
| 2 8 Tagen | 6,5 |
Die Messung der Druckfestigkeit erfolgte nach EN 196, die Messung der CM-Feuchte erfolgte so, wie dies vorstehend im
Ausführungsbeispiel 1 beschrieben ist, und die Messung des Quellmaßes wurde nach pr EN 12808-4 durchgeführt.
Claims (28)
1. Spachtelmasse, die ein Bindemittel sowie eine faserartige Bewehrung umfaßt und die nach Vermischen mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser, einen anwendungsfertigen Spachtel mit faserartiger Bewehrung ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse als Bindemittel ein Gemisch eines ersten Bindemittels auf der Basis von Calciumsulfat mit einem zweiten hydraulischen Bindemittel aufweist, wobei das Massenverhältnis von erstem Bindemittel zum zweiten Bindemittel zwischen 8 : 1 und 8 : 0,1 variiert, und daß die faserartige Bewehrung aus hochfesten multifilen und/oder monofilen Fasern besteht, die homogen innerhalb des Spachtels verteilt sind, wobei die faserartige Bewehrung Polyacrylnitril-Fasern, Polyamid-Fasern, Polyester-Fasern, Polyimid-Fasern, Aramid- Fasern, Carbon-Fasern und/oder Mineralglas-Fasern umfaßt.
2. Spachtelmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Massenverhältnis von erstem Bindemittel zum zweiten Bindemittel zwischen 8 : 0,8 und 8 : 0,2 variiert.
3. Spachtelmasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel nach Vermischen der Spachtelmasse mit Wasser und nach Ablauf einer Reifezeit von mindestens zwei Minuten, vorzugsweise jedoch von drei Minuten, eine derartige selbstverlaufende Eigenschaft besitzt, die eine erste, stark verlaufende Phase, in der die Viskosität des Spachtels kontinuierlich abnimmt, und eine sich hieran anschließende Verdickungsphase umfaßt, in der die Viskosität des Spachtels unverändert oder nahezu unverändert ist, wobei die erste Phase innerhalb einer Zeit von maximal 180 Sekunden nach Ablauf der Reifezeit beendet ist.
4. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Phase nach einer Zeit zwischen 20 Sekunden und 150 Sekunden, vorzugsweise nach einer Zeit zwischen 35 Sekunden und 100 Sekunden, beendet ist.
5. Spachtelmasse nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel am Ende der ersten Phase eine Viskosität aufweist, die etwa 65% bis 90% der Viskosität des Spachtels unmittelbar nach Ablauf der Reifezeit entspricht.
6. Spachtelmasse nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel in der ersten Phase eine steil ansteigende Deformation aufweist und daß in der Verdickungsphase die Deformation des Spachtels konstant oder nahezu konstant ist.
7. Spachtelmasse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Deformation des Spachtels in der ersten Phase zwischen 80 % und 95% der Deformation des Spachtels in der Verdickungsphase entspricht.
8. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel beim Trocknen und Erhärten einen maximalen Schwund und Schrumpf kleiner als 0,5 mm/m, vorzugsweise kleiner 0,25 mm/m besitzt.
9. Spachtelmasse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spachtel beim Trocknen und Erhärten einen maximalen Schwund und Schrumpf kleiner als 0,1 mm/m besitzt.
10. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel eine Dicke zwischen 1 mm und 35 mm, vorzugsweise zwischen 3 mm und 15 mm, aufweist.
11. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel eine Druckfestigkeit zwischen 10 N/mm2 und 60 N/mm2, vorzugsweise zwischen 35 N/mm2 und 45 N/mm2, besitzt.
12. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel eine Biegezugfestigkeit zwischen 5 N/mm2 und 20 N/mm2, vorzugsweise zwischen 8 N/mm2 und 12 N/mm2, aufweist.
13. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erhärtete Spachtel gegenüber der darunter liegenden Untergrund eine Haftzugfestigkeit zwischen 0, 5 N/mm2 und 3 N/mm2 aufweist.
14. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse ein erstes Bindemittel auf der Basis von Calciumsulfat-Halbhydrat oder auf der Basis einer Mischung von Calciumsulfat-Halbhydrat mit Calciumsulfat-Dihydrat enthält.
15. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des ersten Bindemittels und insbesondere des Calciumsulfat-Halbhydrates zwischen 30 Gew.-% und 80 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 45 Gew.-% und 65 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
16. Spachtelmasse nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse als erstes Bindemittel eine Mischung von Calciumsulfat-Halbhydrat mit Calciumsulfat-Dihydrat enthält, wobei die Konzentration des Calciumsulfat- Dihydrates zwischen 0,1 Gew.-% und 5 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,5 Gew.-% und 3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
17. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse ein zweites, hydraulisches Bindemittel aufweist, dessen Konzentration zwischen 1 Gew.-% und 8 Gew.-%, insbesondere zwischen 2 Gew.-% und 6 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
18. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite, hydraulische Bindemittel Portlandzement, Portlandkompositzement, Hochofenzement und/oder Calciumaluminatzement ist.
19. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse desweiteren mindestens einen Füllstoff in einer Gesamtkonzentration zwischen 5 Gew.-% und 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, enthält.
20. Spachtelmasse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse als Füllstoff einen carbonatischen Füllstoff, Quarzsand und/oder ein organisches Bindemittel umfaßt.
21. Spachtelmasse nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des carbonatischen Füllstoffes zwischen 30 Gew.-% und 40 Gew.-%, die Konzentration des Füllstoffes auf der Basis von Quarzsand zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-% und/oder die Konzentration des Füllstoffes auf der Basis des organischen Bindemittels zwischen 0,1 Gew.-% und 7 Gew.-% variiert.
22. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse desweiteren mindestens ein Additiv umfaßt, das aus der Gruppe Dispersionsmittel, Verlaufsmittel, Entschäumer und/oder Verzögerer ausgewählt ist, wobei die Gesamtkonzentration des mindestens einen Additivs zwischen 1 Gew.-% und 20 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 4 Gew.-% und 16 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Spachtelmasse, variiert.
23. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse zwischen 0,1 Gew.-% und 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,2 Gew.-% und 5 Gew.-%, an faserartiger Bewehrung, bezogen auf die Masse der Spachtelmasse, aufweist.
24. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die faserartige Bewehrung aus kurzstapeligen Fasern besteht, wobei die Stapellänge der Fasern zwischen 3 mm und 24 mm, vorzugsweise zwischen 5 mm und 12 mm, variiert.
25. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Bewehrung einen Titer zwischen 30 dtex und 148 dtex, vorzugsweise zwischen 36 dtex und 72 dtex, aufweisen.
26. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Bewehrung multifile Fasern sind und eine Elementarfadenzahl zwischen 10 und 100, vorzugsweise zwischen 15 und 50, besitzt.
27. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse mit Wasser in einem Massenverhältnis von Spachtelmasse zu Wasser von 1 : 0,05 bis 1 : 0,8, vorzugsweise von 1 : 0,2 bis 1 : 0,5, zu einem homogen vermischten, selbstverlaufenden und/oder pumpfähigen Spachtel vermischbar ist.
28. Spachtelmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spachtelmasse zwischen 38 Gew.-% und 54 Gew.% Calciumsulfat-Halbhydrat als erstes Bindemittel, zwischen 0 Gew.-% und 2 Gew.-% Calciumsulfat-Dihydrat, ebenfalls als erstes Bindemittel, zwischen 1 Gew.-% und 5 Gew.-% Zement als zweites, hydraulisches Bindemittel, zwischen 10 Gew.-% und 15 Gew.-% Quarzsand, zwischen 35 Gew.-% und 40 Gew.-% Calciumcarbonat, zwischen 1 Gew.-% und 3 Gew.-% einer faserartigen Bewehrung sowie zwischen 0 Gew.-% und 16 Gew.-% mindestens eines Additivs aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20121423U DE20121423U1 (de) | 2000-12-05 | 2001-12-04 | Spachtelmasse |
Applications Claiming Priority (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10060598 | 2000-12-05 | ||
| DE10116409 | 2001-04-02 | ||
| DE10116410 | 2001-04-02 | ||
| DE20121423U DE20121423U1 (de) | 2000-12-05 | 2001-12-04 | Spachtelmasse |
| DE10159339A DE10159339B4 (de) | 2000-12-05 | 2001-12-04 | Spachtelmasse sowie Verwendung einer derartigen Spachtelmasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20121423U1 true DE20121423U1 (de) | 2003-01-16 |
Family
ID=27437906
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20121423U Expired - Lifetime DE20121423U1 (de) | 2000-12-05 | 2001-12-04 | Spachtelmasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20121423U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015150319A1 (de) | 2014-03-31 | 2015-10-08 | Sika Technology Ag | Schnelltrocknende baustoffzusammensetzung auf basis eines mineralischen hybridbindemittels |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19733854A1 (de) * | 1997-08-05 | 1999-02-11 | Ardex Gmbh | Bindemittel für Spachtelmassen und Dünnbettmörtel |
| DE19620176C2 (de) * | 1996-05-20 | 1999-07-22 | Wulff Gmbh U Co | Verfahren zum Verlegen von Belägen auf Untergründe sowie Spachtelmassentrockenmischung und wäßrige Kunstharzdispersion |
| DE10159339A1 (de) * | 2000-12-05 | 2002-06-13 | Akzo Nobel Nv | Spachtelmasse sowie Verwendung einer derartigen Spachtelmasse |
-
2001
- 2001-12-04 DE DE20121423U patent/DE20121423U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19620176C2 (de) * | 1996-05-20 | 1999-07-22 | Wulff Gmbh U Co | Verfahren zum Verlegen von Belägen auf Untergründe sowie Spachtelmassentrockenmischung und wäßrige Kunstharzdispersion |
| DE19733854A1 (de) * | 1997-08-05 | 1999-02-11 | Ardex Gmbh | Bindemittel für Spachtelmassen und Dünnbettmörtel |
| DE10159339A1 (de) * | 2000-12-05 | 2002-06-13 | Akzo Nobel Nv | Spachtelmasse sowie Verwendung einer derartigen Spachtelmasse |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015150319A1 (de) | 2014-03-31 | 2015-10-08 | Sika Technology Ag | Schnelltrocknende baustoffzusammensetzung auf basis eines mineralischen hybridbindemittels |
| AU2015239675B2 (en) * | 2014-03-31 | 2018-10-04 | Sika Technology Ag | Quick-drying building material composition based on a mineral hybrid binder |
| US10167229B2 (en) | 2014-03-31 | 2019-01-01 | Sika Technology Ag | Quick-drying building material composition based on a mineral hybrid binder |
| EP3805181A1 (de) | 2014-03-31 | 2021-04-14 | Sika Technology Ag | Schnelltrocknende baustoffzusammensetzung auf basis eines mineralischen hybridbindemittels |
| DE202015009909U1 (de) | 2014-03-31 | 2021-06-02 | Sika Technology Ag | Schnelltrocknende Baustoffzusammensetzung auf Basis eines mineralischen Hybridbindemittels |
| EP3805181B1 (de) | 2014-03-31 | 2022-10-19 | Sika Technology Ag | Schnelltrocknende baustoffzusammensetzung auf basis eines mineralischen hybridbindemittels |
| EP4129951A1 (de) | 2014-03-31 | 2023-02-08 | Sika Technology AG | Schnelltrocknende baustoffzusammensetzung auf basis eines mineralischen hybridbindemittels |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2649120C2 (de) | ||
| EP3805181B2 (de) | Verfahren zur auftragung einer schnelltrocknenden baustoffzusammensetzung auf basis eines mineralischen hybridbindemittels | |
| EP2679560A2 (de) | Zweikomponenten-Bodenspachtel | |
| DE10159340A1 (de) | Estrich, eine Zusammensetzung zur Herstellung einer Oberschicht für diesen Estrich sowie ein Verfahren zur Herstellung des Estrichs | |
| DE2264075B2 (de) | Mit anmachwasser bis zur fluessigen, pumpfaehigen konsistenz anmachbare moertelmischung fuer die herstellung von estrichen | |
| EP1008568B1 (de) | Fliessestrich -Trockenmischung mit wenigstens zwei pulverförmigen Mehlkornanteilen | |
| DE3937432A1 (de) | Bindemittel und seine verwendung | |
| DE2534564B2 (de) | Zementestrichmischung | |
| DE102006038743A1 (de) | Verwendung einer Feststoff-Zusammensetzung zur Herstellung eines Fliesenklebers | |
| DE10159339B4 (de) | Spachtelmasse sowie Verwendung einer derartigen Spachtelmasse | |
| DE3785460T2 (de) | Schlamm fuer selbst-ausnivellierenden estrich und ein trockenprodukt zu seiner herstellung. | |
| DE10159337B4 (de) | Spachtelmasse sowie Verwendung einer derartigen Spachtelmasse | |
| DE202010014322U1 (de) | Dünner schwimmender Estrich | |
| DE20121423U1 (de) | Spachtelmasse | |
| DE69903478T2 (de) | Betonfertigplatten | |
| DE19620176A1 (de) | Verfahren zum Verlegen von Belägen auf Untergründe | |
| DE20121428U1 (de) | Spachtelmasse | |
| WO2023147983A1 (de) | Schnell trocknende leichtschüttung | |
| EP0330976B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines belegereifen Estrichs aus Fliessestrichmasse | |
| DE69400749T2 (de) | Dünne zementoberflächenbeschichtung | |
| EP3261811B1 (de) | Dachstein sowie verfahren zur herstellung eines solchen dachsteins | |
| DE1173827B (de) | Verfahren zur Erhoehung der Haftfestigkeit von Schichten aus hydraulisch abbindenden Materialien auf Unterlagen | |
| CH660197A5 (de) | Fussbodenausgleichsmasse. | |
| DE102015218759B3 (de) | Gips-Zement-Trockenmischung und daraus hergestellte Gebäudefertigteile | |
| DE102020127379A1 (de) | Baustoffadditiv für kalziumsulfatbasierte Baustoffe |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R163 | Identified publications notified | ||
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20030220 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20050222 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20080220 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20100126 |
|
| R071 | Expiry of right | ||
| R071 | Expiry of right |