DE2011300A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren der Abluft von Trockenreinigungsmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren der Abluft von TrockenreinigungsmaschinenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren der Abluft von Trockenreinigungsmaschinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Regenerieren der Abluft von Trockenreinigungsmaschinen, bei denen die Abluft durch eine Leitung einem Aktiv kohlefilter zugefUhrt und dann ins Freie abgegeben wird.
- Die in der chemischen Reinigung verwendeten Trockenreinigungsmaschinen arbeiten üblicherweise mit Trichloräthylen oder mit PerchlorEthylen. Wenn die gereinigten Kleidungsstücke in der Trommel der Maschine nach dem Abschleudern der Reinigungsflüssigkeit durch Einleiten von Warmluft getrocknet werden, verdampfen die noch verhandenen Reste der Reinigungsflüssigkeit und strömen mit der Trocknungsluft ab. Da. es aufgrund > dlicher Anordnungen untersagt ist, derartige Luft-Dampfgemische ins Freie abzugeben, weil dadurch gesundheitliche Schäden und Geruchsbelästigungen erzeugt werden, wird die Abluft durch einen Aktivkohlefilter geleitet, der die Reste der Reinigungsflüssigkeit zurückhält.
- Dieses übliche/Regenerierungsverfahren für die Abluft weist eine Reihe von Nachteilen auf. So muß von Zeit zu Zeit überprüft werden, ob der AktivkohleNlter noch den Rest der Reinigungsflüssigkeit absorbiert. Diese Kontrolle unterbleibt häufig, insbesondere bei kleineren Reinigungsgeschäften, so daß nac#ättigung des Filters doch schädliche Dämpfe der Reinigungsflüssigkeit in die Außenluft gelangen.
- Das von Zeit zu Zeit erforderliche Auswechseln des Aktivkohlefilters erfordert einen gewissen Arbeitsaufwand und gegebenenfalls eine Betriebsunterbrechung der Reinigungsmaschine.
- Wenn die vom Filter absorbierte Reinigungsflüssigkeit zurückgeaxonnen werden soll, ist es erforderlich, sie aus dem Filter herauszudestillieren. Hierfür ist eine besondere Einrichtung erforderlich, welche die Anschaffungskosten der Reinigungsmaschine belastet. Wird die Reinigungsflüssigkeit nicht aus dem Filter zurückgewonnen, muß neue Flüssigkeit zum Ausgleich des Verlustes in die Maschine nachgefüllt werden. Auch hierdurch entstehen zwangsläufig beträchtliche Kosten.
- Aufgabe der Erfindung ist daher,ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, das den Betrieb von Reinigungsmaschinen dadurch vereinfacht und verbilligt, daß die mit der Trockenluft abgehende verdampfte Reinigungsflüssigkeit gar nicht erst in wesentlichem Umfang bis in den Aktivkohlefilter gelangt. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, daß die Vorrichtung zur- Durchführung dieses Verfahrens einfach aufgebaut ist, ohne zusätzlichen Energieverbrauch auskommt und sowohl an vorhandene Reinigungsmaschinen angebaut als auch in neue Reinigungsmaschinen eingebaut werden kann.
- Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß aus der ein az-eotropes Gemisch von Wasserdampf und Reinigungsmittel enthaltenden Abluft das Reinigungsmittel mittels Vorkondensation bereits in oder kurz nach dem Austritt aus der Reinigungsmaschine durch Flüssigkeitsgegendruck und intensive Kühlung ausgeschieden wird.
- Versuche haben gezeigt, daß durch diese erfindungsgemäße Vorkondensation das Reinigungsmittel, also das Perchloräthylen bzw. Trichloräthylen nahezu quantitativ ausgeschieden wird. Der Grund dafür besteht darin, daß durch den Flüssigkeitsgegendruck der Siedepunkt des Reinigungsmittels erhöht wird, wodurch in der Dampfphase vorhandenes Reinigungsmittel auskondensiert , wobei diese Kondensation durch die intensive Kühlung noch verstärkt wird. Jedenfalls erreicht die Abluft den Aktivkohlefilter im wesentlichen reinigungsmittel frei Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, daß die Abluftleitung in einen geschlossenen Behälter geführt ist, der eine gekühlte Flüssigkeit enthält, wobei das Ende des von der Reinigungsmaschine ankommenden Leitungsteils im kurzen Abstand unter der Flüssigkeitsoberfläche endet, und daß an den Behälter oberhalb der i?lüssigkeitsoberfläche der zum Aktivkohlefilter weiterführende Leitungsteil angeschlossen ist, in welcilem ein Exhauster vorgesellen ist. Überraschenderweise hat sich dabei gezeigt, daß bei dieser Anordnung entgegen der Erwartung die dampI'förmig ankommende Reinigun##sflUss 1 gkei t nicht in der gel.iQllten Flüssigkeit kondensiert wird und von dieser abgetrennt und wieder in die Reinigungsmaschine zurückgeführt werden muß, sondern daß sich die durch die erfindungsgemäße Vorkondensation aus der TrockenluSt abgetrennte Reinigungsflüssigkeit im Wasserabscheider der Reinigungsmaschine sammelt, so daß es sich erübrigt, Reinigungsflüssigkeit nachzufüllen. Mit anderen Worten, die Vorkondensation erfolgt bereits vor dem Flüssigkeitsbehälter.
- Zur Kühlung der in dem Behälter enthaltenen Flüssigkeit ist der Behälter zweckmäßig von einem ein Kühlmittel enthaltenden Kühlmantel umgeben. Auch die Abluftleitung von der Maschine zum Behälter kann mit einem ein Kühlmittel enthaltenden Kühlmantel umgeben sein.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Die beim Trockenvorgang in die bei R angedeutete Reinigungsmaschine eingeleitete Warmluft wird zusammen mit den sich aus der restlichen Reinigungsflüssigkeit bildenden Dämpfen sowie Wasserdämpfen von einem am Maschinenausgang befindlichen üblichen Exhauster angesaugt und durch eine von einem Kühlmantel 1 umgebene Leitung 2 in einen geschlossenen Behälter 3 gefördert. Das Ende der Leitung 2 taucht ein kurzes Stück in eine im Behälter 5 enthaltene Flüssigkeit 5 ein. Zur Kühlung des Behälters und der Flüssigkeit 5 ist der Behälter mit einem Kühlmantel 4 umgeben. Das Kühlmittel im Mantel 4 kann Wasser sein.
- Ebenfalls kann die im Behälter befindliche Flüssigkeit aus Wasser bestehen. Wesentlich ist, daß die Flüssigkeit 5 beim Betrieb auf einer Temperatur unter 20 0C gehalten wird.
- An den Behälter 3 ist eine weiterführende Leitung 6 angeschlossen, die von dem oberhalb der Flüssigkeit 5 befindlichen Raum ausgeht. In der Leitung 6 liegt ein weiterer Exhauster 7, der die aus dem Behälter abgesaugte Trocknungsluft durch einen Aktivkohlefilter 8 drückt. An der Ausgangsseite des Filters 8 entweicht die Luft ins Freie. Die aus dem Behälter 3abgeführte Warmluft wird mit durch eine Leitung 10 angesaugter Frischluft vermischt und dadurch gekühlt. Der Aktivkohlefilter 8 absorbiert die restlichen Verunreinigungen der Luft. Die Anordnung wird durch ein am Behälter 5 befestigtes, durch den Kühlmantel 4 hindurchgehendes, nach oben abgewinkeltes Rohrstück 11 ergänzt, das einen Niveauregler und Uberlauf bildet.
- Bei einer praktisch ausgeführten Vorrichtung nach der Erfindung hat der Behälter 5 einen Inhalt von 150 Liter.
- Die Flüssigkeit 5 steht etwa 40cm hoch im Behälter, und das in die Flüssigkeit eintauchende Rohr 2 ist innerhalb des Behälters 3 etwa 1,80m lange so daß die Eintauchtiefe des Rohres etwa 20cm beträgt. Durch die Kühlung wird die Flüssigkeit 5 auf etwa 15°C gehalten.
- Der Exhauster in der Reinigungsmaschine hat eine Leistung von 6 bis 8m5 und erzeugt einen Druck von etwa 150mm Wassersäule.
- Der in der zum Aktivkohlefilter 8 führenden Leitung 6 vorgesehene Exhauster 7 hat eine Förderleistung von etwa C3 und erzeugt einen Druck von etwa 100mm Wassersäule.
- Der Aktivkohlefilter 8 ist mit etwa 20kg Aktivkohle gefüllt.
- Vorzugsweise wird der in den Behälter 3 eintauchende Teil der Leitung 6 in mehrere Einzelröhrchen aufgeteilt, um so den Niederschlag von in der Abluft befindlichem Wasser bereits innerhalb des Behälters 3 zu steigern.
- In diesem Fall erreicht dann die Abluft den Kohlefilter 8 im wesentlichen im trockenen Zustand.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann an vorhandene Reinigungsmaschinen angebaut werden; bei der Neukonstruktion von Reinigungsmaschinen ist es jedoch vorteilhaft, die gesamte Anordnung bereits innerhalb des Gehäuses der Reinigungsmaschine unterzubringen.
- Der wesentliche Vorteil der Erfindung ist der, daß die Reinigungsmaschine praktisch ohne Verlust an B(jinigungsmittel und ohne Erfordernis der Regenerierung des Kohlefilters über äußerst lange Betriebszeiten arbeiten kann.
Claims (7)
1. Verfahren zum Regenerieren der abluft von Trockenreinigungsmaschinen,
bei denen die Abluft durch eine Leitung einem Aktivkohlefilter zugeführt und dann
ins Freie abgegeben wird, dadurch gekennein zeichnet, daß aus der azeotropes Gemisch
von Wasserdampf und Reinigungsmittel enthaltenden Abluft das Reinigungsmittel mittels
Vorkondensation bereits in oder kurz nach dem Austritt aus der Reinigungsmaschine
durch Flüssigkeitsgegendruck und intensive Kühlung ausgeschieden wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abluftleitung (2) in einen geschlossenen Behälter ()) geführt
ist, der eine gekühlte Flüssigkeit (5) enthält, wobei das Ende des von der Reinigungsmaschine
(R) ankommenden Leitungsteils in kurzem Abstand unter der FlUssigkeitsoberfläche
endet, und daß an den Behälter (3) oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche der zum Aktivkohlefilter
(8) weiterführende Leitungsteil (6) angeschlossen ist, in dem ein Exhauster (7)
vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch zeRennzeichnet, daß der Behälter
(5) von einem ein Kühlmittel enthaltenden Kiihlmantel (4) umgeben ist,
4. Vorrichtung
nach Anspruch 2 oder 5> dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftleitung (2) von
einem ein Kühlmittel enthaltenden Kühlmantel (1) umgeben ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4; dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter ~) mit einem als Nievauregler und Überlauf dienenden, nach oben
abgewinkelten Rohrstutzen (11) versehen ist.
einem 6. Vorrichtung nach der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem Behälter ()) herausführende Leitung (6) aus mehreren Einzelrohren
besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, gekennzeichnet durch
den Einbau innerhalb des Gehäuses der Reinigungsmaschine.
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| DE2011300A DE2011300B2 (de) | 1970-03-10 | 1970-03-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren der Abluft von Trockenreinigungsmaschinen |
| DE7014200U DE7014200U (de) | 1970-04-17 | 1970-04-17 | Vorrichtung zum regenerieren der abluft von trockenreinigungsmaschinen. |
Publications (2)
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| DE2011300B2 DE2011300B2 (de) | 1975-05-07 |
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Family Applications (1)
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- 1971-03-09 CH CH345171A patent/CH523086A/de not_active IP Right Cessation
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| DE4015846A1 (de) * | 1990-05-17 | 1991-11-21 | R & W Finish Remmele & Wesseli | Reinigungsvorrichtung fuer textilien |
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| Publication number | Publication date |
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| DE2011300B2 (de) | 1975-05-07 |
| CH523086A (de) | 1972-05-31 |
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