DE2401296A1 - Verfahren und vorrichtung zum waschen von kleidung, waesche oder aehnlicher ware - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum waschen von kleidung, waesche oder aehnlicher wareInfo
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Description
.. ·„: ..ο :-·,-.■»·el;a Augsburg, 11. Januar 1974
'^ί*πϊεη·vV.it 288-525,526 ni/sch
cη5GiU-:-! -.>".·!!ΰΏ-τϊ401296
Firma Böwe,Böhler & Weber KG, Maschinenfabrik
89 Augsburg, Haunstetter Str. 112
Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Kleidung, Wäsche oder ähnlicher Ware
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen von Kleidung, Wäsche und ähnlicher Ware mit einer wässrigen
Flotte in einer Waschkammer» Solche Naßwaschverfahren sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt. Sie besitzen
den Vorteil einer noch relativ billigen Reinigungsflüssigkeit und einer guten Entfernung wasserlöslicher
Verunreinigungenο Nachteilig ist, daß durch das
Waschwasser öl- und fetthaltiger Schmutz nur unzureichend bzwο nur unter Zuhilfenahme besonderer Waschhilfsmittel,
die der Flotte beigefügt werden müssen, von der zu reinigenden Ware abgelöst wird» Durch den in der Flotte so
dispergierten Fett- und Ölschmutz ist das Abwasser dann in unerwünschter Weise verunreinigt und läßt sich von Fetten
un.d Ölen schwer wieder trennen»
Um den Fett- und Ölschmutz gründlicher zu entfernen, hat man daher auch schon vor dem Waschen in der Waschmaschine
die Ware zunächst in einer Chemischreinigungsmaschine mit den hierbei üblichen Lösemitteln vorgereinigt und sie
danach erst in eine Waschmaschine zur Naßreinigung gebrachte Die Ware muß jedoch hierbei nach dem Reinigen .
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in dem flüchtigen Lösemittel wegen des hohen Preises und wegen der Giftigkeit desselben erst vollständig getrocknet
werden und kann dann erst aus der Chemischreinigungsmaschine
entnommen und zur Waschmaschine transportiert werdenο Infolge des damit verbundenen hohen apparativen,
zeitlichen und personellen Aufwandes hat sich diese den Schmutz jeglicher Beschaffenheit wohl am besten berücksichtigende
Art der Reinigung verschmutzter Kleidung nicht durchgesetztο
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und ein
Verfahren und Vorrichtungen mit geringerem apparativen,
zeitlichen und personellen Aufwand zu entwickeln und mit diesem einen mindestens gleich guten, möglichst einen
besseren Wascheffekt zu erreichen, bei gleichzeitiger Vermeidung einer Öl- und Fettverunreinigung des Abwassers-
Die erfindungsgemäße Losging dieser Aufgabe besteht darin,
daß die Ware vor dem Benetzen mit Wasser-in der gleichen
Waschkammer zunächst mit einem organischen Lösemittel, insbesondere mit einem Halogenkohlenwasserstoff, z.B. Perchloräthylen
oder Trichlormonofluormethan, das mit Wasser ein azeotropes Gemisch bildet oder einen Siedepunkt unter dem
des Wassers hat, gereinigt und dann im noch lösemittelfeuchten
Zustand ohne vorherige Trocknung in der wässrigen Flotte derselben Waschmaschine bei Temperaturen über dem jeweiligen
Siedepunkt des mit dem Wasser.in Kontakt befindlichen Lösemittels solange gewaschen wird, bis nahezu kein Lösemittel
mehr aus der Flotte verdampft» Es wird also ein organisches Lösemittel verwendet, das entweder einen Siedepunkt unter
dem des Wassers aufweist oder das , wie z.B. Perchloräthylen;
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mit dem Wasser ein azeotropes, unterhalb von 100 C siedendes
Gemisch bildet= Bei Erwärmung der Waschflotte entweicht dann das Lösemittel, sobald die Flotte dessen Siedepunkt
bzw. den azeotropen Siedepunkt überschreitet. Da
die Naßwäsche in der Regel bei 90 - 95° C erfolgt, ist die Lqsemittelverdampfung bei den in der Chemischreinigung üblicherweise
verwendeten Kohlenwasserstoffen stets gewährleistet»
Es wird also unmittelbar nach dem Ablassen des Lösemittels aus der Waschkammer, wenn die eigentliche Lösemittelreinigung
beendet ist, das Wasser auf die noch 1ösemittelfeuchte
Ware gegeben und dabei diese wässrige Flotte unter Wärmezufuhr auf Temperaturen von über 87 C (bei Verwendung von
Perchloräthylen als Lösemittel) erhitzt, und zwar solange,
bis .das darin noch enthaltene Lösemittel daraus verdampft ist» Dies läßt sich leicht feststellen durch Auffangen und
Kondensieren der aus der Flotte aufsteigenden Dämpfe und
durch anschließende Zerlegung des Kondensats in seine Phasen= Sobald der anfallende Lösemittelanteil des Kondensats
unter eine bestimmte Rate absinkt - was in einfacher Weise mit Hilfe eines Durchflußmeßgerätes oder dgl«, gemessen und
ausgewertet werden kann - kann der Waschv.organg beendet, und die Ware nach dem Abschleudern aus der Maschine herausgenommen
werden» . · - ■
Durch diese Verfahrensweise der Erfindung wird gegenüber
dem bekannten Naßwaschverfahren mit nur wenig Aufwand der •Vorteil einer guten und zuverlässigen Reinigung von'Fett-
und Ölschmutz erzielt, ohne daß das Abwasser damit belastet wird» Gegenüber den Verfahren mit Lösemittelvorreinigung
wird die sonst erforderliche, separate Chemisch-
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reinigungsmaschine eingespart; denn der ganze Vorgang kann, wie im folgenden noch dargestellt, mit nur wenig
zusätzlichem Aufwand in einer einzigen Waschmaschine' ausgeführt werdenο Darüber hinaus wird eine Einsparung an
Arbeitszeit und zusätzlichen Arbeitskräften erzielte Denn
die sonst erforderliche, zeitraubende Trocknung der lösemittelfeuchten
Ware durch einen umlaufenden Heißluftstrom oder dgl ο sowie das Umladen von der einen zur anderen Maschine
entfallen» Die Lösemitteltrocknung erfolgt gleichzeitig
während des Waschens, so daß, insgesamt, die Maschinenarbeitszeit verkürzt wird» Zusätzlich wird durch
die Erfindung noch ein besonders guter Wascheffekt erreicht. Denn durch die erfindungsgemäße Erwärmung der Lösemittelreste
wird deren Schmutzlösefähigkeit verbessert, so daß auch Substanzen, die bei der normalen Chemischreinigung,
bei der keine Flottenerwärmung erfolgt, nur schwer löslich sind, von der Ware abgelöst und entfernt werden
könnenο Darüber hinaus hat es sich gezeigt, daß bei den
meisten Kleidungsstücken, das in und an der Faser haftende Lösemittel mitsamt dem in diesem Lösemittel noch
enthaltenen Schmutz durch das Wasser während des Waschens aus und von der Faser verdrängt wird, so daß beim Verdampfen
dieser Lösemittelreste der zunächst noch darin gelöste restliche Schmutz nicht auf und in der Faser sondern
im Wasser dispergiert zurückbleibt.,
Es ist zwar bereits bei einem Verfahren zum Färben von Textilien in einem Gemisch von Lösemittel und Wasser
(DT-OS 1 931 353) bekannt, die beim Färben mit dem in Wasser gelösten Farbstoff verwendeten, elektrolytisch
wirkenden, wasserlöslichen Zusätze nach dem Ablassen der Färbeflotte durch ein erwärmtes Wasserbad von den Textilien
abzuspülen« Hier liegt jedoch eine andere technische Auf-
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gäbe vor als bei dem erfindungsgemäßen Waschverfahren.
Die Erfindung ]äßt sich in verschiedener Weise variieren
und weiterentwickeln ο Um auch bei kurzen Waschzeiten, z.B. beim Reinigen von nur leicht verschmutzter Ware, stets eine
möglichst vollständige Verdampfung der Lösemittelreste während der Naßwäsche zu gewährleisten, sieht die Erfindung vor,
daß der Druck im Dampfraum über der erwärmten wässrigen Flotte während des Waschens vermindert wird. Ferner ist es im
Rahmen der Erfindung möglich, daß die Ware nach dem Ablassen des Lösemittels aus der Waschkammer kurz geschleudert wird,
um so die Menge des bei der anschließenden Naßwäsche zu verdampfenden
Lösemittels zu vermindern» Auch ist es vorteilhaft, daß der wässrigen Flotte zur Unterstützung des Wascheffekts
an sich bekannte waschaktive, aufhellende oder bleichende Substanzen beigegeben werden.
Eine zur Durchführung des neuen Waschverfahrens geeignete Vorrichtung besteht aus einer Waschmaschine mit einer Waschkammer
und Einrichtungen zum Zu- und Abführen sowie zum Erwärmen der wässrigen Waschflotte. Zur Erwärmung kann die
Waschkammer in bekannter Weise außen mit einem Dampfmantel oder dgl. umgeben sein, oder es kann hierfür auch ein Wärmeaustauscher
im Bereich der Waschkammer oder der Zuführungsleitungen vorgesehen sein. Gemäß der Erfindung sind bei einer
solchen Maschine weiterhin noch Einrichtungen zum Zu- und Abführen von Lösemittel vorgesehen, wobei die Waschkammer mit
einem Kondensator verbunden ist, dessen Kondensatausgang über eine Flüssigkeitstrennvorrichtung, z.B„ einen Wasserabschei-,
der, mit einem Kontrollgerät zum Feststellen der pro Zeiteinheit kondensierenden Lösemittelmenge in Verbindung steht.
Gegenüber einer normalen, herkömmlichen Waschmaschine werden
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also für die Erfindung außer einem Kondensator mit Wasserabscheider
und Kontrollgerät lediglich noch Zu- und Abführung sleitungen benötigt, an die eine das Lösemittel
liefernde und wieder aufnehmende Apparatur (im einfachsten Fall ein Lösemittelvorratstank mit Pumpe) angeschlossen
werden kann. Zweckmäßigerweise wird man eine solche Apparatur unmittelbar in oder neben dem Maschinengestell anordnen»
Soweit die Maschine eine Entlüftung aufweist, ist der Kondensator vor der Entlüftungseinrichtung anzuordnen.
Um gegebenenfalls auch Lösemittelreste aus den zu- und abführenden
Lösemittelleitungen zu entfernen, sieht die Erfindung vor, daß die Maschine einen durch die Einrichtungen
zum Zu- und Abführen von Lösemittel gebildeten, über die Waschkammer führenden Leitungskreislauf aufweist, in dem
die Flotte mittels"einer Pumpe oder dgl» zirkuliert werden kann. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, daß in
diesen Leitungskreislauf auch ein an sich bekanntes Filter zum Entfernen von nichtlöslichem Schmutz eingeschaltet werden
kann. Im Rahmen der Erfindung erweist es sich auch als vorteilhaft, wenn die Waschkammer an eine Destilliereinrichtung
anschließbar ist, so daß auch beim Reinigen von sehr stark durch Öle oder/und Fette verschmutzter Kleidung eine
allmählich zunehmende, unerwünscht starke Verschmutzung des Lösemittels und damit eine Beeinträchtigung des Wascheffektes
auch der wässrigen Flotte verhindert werden könneno
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch
anhand eines vereinfachten Blockschaltbildes einer zur Durchführung geeigneten Maschine dargestellt, wobei,
da es sich um bekannte Bauelemente handelt, der Verlauf der einzelnen Leitungen lediglich durch Linien und die
einzelnen Ventile und sonstigen Absperrorgane einfach durch ein x-artiges Schaltsymbol wiedergegeben sind« Welche ein-
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zelnen Absperrorgane bei den jeweiligen Arbeitsvorgängen geöffnet und geschlossen sind, ergibt sich für den Fachmann
ohne Schwierigkeit, so daß im folgenden nicht extra darauf hingewiesen werden mußο
Mit 1 ist die Waschkammer bezeichnet, die normalerweise als ein Trommelgehäuse mit einer darin befindlichen, rotierbaren
Trommel, die die Ware aufnimmt, ausgebildet ist-Die Waschkammer 1 ist mit einer Dampfummantelung 2 zur Beheizung
der Flotte versehen« Über die Leitung 3 wird das Wasser bzw. die wässrige Flotte zugeführt, über die Leitung
4 abgeführt» Mit 5 ist ein Behälter zur Aufnahme von in die wässrige Flotte einzuführenden waschaktiven Substanzen
oder dgl ο bezeichnet.»
Aus einem Lösemittelvorratstank -6 wird bei Beginn des Verfahrens
durch eine Pumpe 7 über die Leitung 8 Lösemittel in die Waschkammer 1 eingefüllt, nachdem diese mit verschmutzter
Kleidung oder dgl» beladen worden ist» Während dieses Waschens der Ware mit dem Lösemittel wird
die Flotte durch die Pumpe 7 über die Leitungen 9 und 8, die zusammen mit der Waschkammer 1 einen geschlossenen
Leitungskreislauf bilden, zirkuliert, wobei zwecks Entfernung von nichtlöslichem Schmutz durch Betätigen der
entsprechenden Ventile auch das Filter 10 in die Leitung eingeschaltet werden kann» Abgesehen' von dieser Filtrierung
wird durch die Zirkulation der Flotte auch die mechanische Bewegung zwischen Flotte und Ware verbessert» Am Ende dieses
Waschvorgangs wird die Lösemittelflotte entweder in den
Vorratstank 6 oder - bei hinreichender Verschmutzung - über die Pumpe 7 und die Leitung 11 in den Destillierbehälter
geführt» Die Ware wird kurz geschleudert» Unmittelbar nach-
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dem so da& Lösemittel abgelassen worden ist, wird die
Waschkammer 1 über die Leitung 3 mit der wässrigen Flotte gefüllt, wobei waschaktive Substanz aus dem Behälter 5
beigegeben werden kann» Der Naßwaschvorgang wird alsdann in bekannter Weise in der Waschkammer 1 durchgeführt. Hierbei
wird über den Dampfmantel 2 diese nun in der Waschkammer 1 befindliche wässrige Flotte erhitzte
Die aufgrund der vorausgegangenen Lösemittelbehandlung in der Ware noch vorhandenen Lösemittelreste ergeben nun - bei
Verwendung von Perchloräthylen - mit dieser; wässrigen Waschflotte
ein azeotropes Gemisch» Infolge der Flottenerwärmung bis zum azeotropen Siedepunkt dieses Gemisches und darüber
hinaus gelangen die aus der Flotte aufsteigenden Dämpfe mit
dem darin enthaltenen Lösemittelanteil über die Leitung 13 in den Kondensator 14„ Um die Verdampfung in gewünschter
Weise zu beschleunigen ist an die Waschkammer 1 die Vakuumpumpe 21 angeschlossen, die abgesaugten Dämpfe über die Leitung
13a in den Kondensator 14 schiebt. Bei Betrieb dieser Pumpe 21 ist natürlich die Leitung 13 gesperrt» Bei dem hier
dargestellten Beispiel ist zusätzlich die Möglichkeit vor-r gesehen, daß die erhitzte Flotte durch die Pumpe 7 über die
Leitungen 9 und 8 zirkuliert, um darin noch befindliche Lösemittelreste aufzunehmen= Während dieses Waschvorganges
sind außer diesen Leitungen 8, 9 und 13 bzw«. 13a alle sonstigen, an die Waschkammer 1 angeschlossenen Leitungen natürlich
abgesperrt«
Bei Lösemitteln, die kein azeotropes Gemisch mit Wasser bilden oder deren azeotropes Gemisch nur sehr geringe Wasseranteile
enthält (R 113) erfolgt die Lösemittelverdampfung
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sobald die Wasserflotte den Siedepunkt des Lösemittels
überschreitet ο
Das im Kondensator 14 gewonnene Kondensat wird dem Wasserabscheider
15 zugeführt,' wo es in seine beiden Phasen, Wasser und Lösemittel, zerlegt wirdo Der Wasseranteil wird
über eine Leitung 16 abgeführt» Der Lösemittelausgang des Wasserabscheiders 15' ist über ein Durchflußmeßgerät 17,
welches die pro Zeiteinheit hindurchlaufende Lösemittelmenge anzeigt, und über die Leitung 18 an den Lösemittelvorratstank
6 angeschlossen»
Sobald das Meßgerät 17 den Wert O oder einen zulässigen
Mindestwert anzeigt, kann der Waschvorgang abgebrochen werden» Die Wasc h flotte wird dann über die Leitung 4 abgelassen.
Nach einem kurzen Abschleudern kann die gereinigte Ware gefahrlos, d.h« ohne unerwünschte Lösemittelreste,
aus der Waschkammer 1 entnommen werden oder vorher"nochmals
wie üblich mit wässriger Flotte gespült werden»
An den Destillierbehälter 12 ist bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel in bekannter Weise ein Kondensator 19
angeschlossen, dessen Kondensatausgang mit einem Wasserabscheider 20 verbunden ist, der wiederum über seinen Lösemittelausgang
mit dem Lösemittelvorratstank 6 in Verbindung steht»
Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erforderliche
Grundausstattung der Maschine unterscheidet
sich .gegenüber derjenigen einer normalen Waschmaschine zunächst nur durch den zusätzlichen Kondensator 14, den
Wasserabscheider 15 und das Durchflußmeßgerät 17 sowie' die Einrichtungen zum Anschluß der Leitungen 8, "9 und 18,
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so daß die Maschine grundsätzlich an jede sonstige, bereits vorhandene Einrichtung zur Versorgung mit Lösemittel
angeschlossen werden kann» Es ist natürlich zweckmäßig, im Maschinengestell oder Maschinengehäuse
einer jeden einzelnen Maschine auch noch die hier dargestellten weiteren Lösemittelversorgungseinrichtungen
gleich mit vorzusehen, zumal der dadurch zustandekommende Mehraufwand dennoch weit unter dem von zwei separaten
Maschinen bei der früher üblichen Vorreinigung mit Lösemittel bleibt, abgesehen von den bereits oben erwähnten
Vorteilen einer Abkürzung der resultierenden Arbeitszeit für das Gesamtverfahren und der zu seiner Durchführung
benutzten Einrichtungen» Hieraus ergibt sich, daß der erfindungsgemäße Grundgedanke, die Trocken- und Naßreinigung
in ein und derselben Waschkammer durchzuführen und hierbei unter Verzicht auf eine sonst übliche, gesonderte,
zeitaufwendige Lösemitteltrocknung mittels Heißluftstrom
oder dgl ο die bei der Naßwäsche ohnehin erforderliche Erhitzung
der Flotte zur Entfernung des Lösemittels von der Ware auszunutzen, sich in mancherlei Art und Weise variieren
und abwandeln läßt, und daher nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist.
Patentansprüche:
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Claims (1)
- PatentansprücheVerfahren zum Waschen yon Kleidung, Wäsche öder ähnlicher Ware mit einer wässrigen Flotte in einer Waschkammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Ware vor dem Benetzen mit Wasser in der gleichen Waschkammer zunächst mit einem organischen Lösemittel das mit Wasser ein azeotropes Gemisch bildet oder einen Siedepunkt unter dem des Wassers hat, gereinigt und dann, im noch lösemittelfeuchten Zustand ohne vorherige Trocknung, in der wässrigen Flotte bei Temperaturen mindestens über dem jeweiligen Siedepunkt des mit dem Wasser in Kontakt befindlichen Lösemittels bzw- des azeotropen Gemisches solange gewaschen wird, bis nahezu kein Lösemittel mehr aus der Flotte verdampfte2ο Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Dampfraum über erwärmten wässrigen Flotte während des Waschens vermindert wird.3„ Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch' gekennzeichnet, daß die Ware nach dem Ablassen des Lösemittels aus der Waschkammer geschleudert wird»4-O Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurchgekennzeichnet, daß der wässrigen Flotte an sich bekannte waschaktive, aufhellende oder bleichende Substanzen beigegeben werden.12 -509829/04545„ Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder folgenden, bestehend aus einer Waschmaschine mit einer Waschkammer und Einrichtungen zum Zu- und Abführen sowie zum Erwärmen der Waschflotte, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Einrichtungen zum Zu- und Abführen von Lösemittel (8, 9) vorgesehen sind, und daß die Waschkammer (1) mit einem Kondensat (14) verbunden ist, dessen Kondensatausgang über eine Flüssigkeitstrennvorrichtung (15) mit einem Kontrollgerät (17) zum Feststellen der pro Zeiteinheit kondensierenden Lösemittelmenge in Verbindung steht»6= Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vakuumpumpe (21) oder dgl« vorgesehen ist, die saugseitig an die Waschkammer 1 und druckseitig an den Kondensator (14) anschließbar ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen die Einrichtungen zum Zu- und Abführen von Lösemittel (8, 9) enthaltenden, über die Waschkammer (1) führenden Leitungskreislauf (1, 8, 9) aufweist, in dem die Flotte mittels einer Pumpe (7) zirkuliert werden kann.8ο Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungskreislauf ein Filter (10) aufweist«9ο Vorrichtung nach Anspruch 5 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschkammer (1) an eine Destilliereinrichtung (12) anschließbar ist.Dipl.-Ing.H.-D.Ernicke Patentanwalt509823/0454
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