[go: up one dir, main page]

DE20112331U1 - Flexibles Lagerungssystem - Google Patents

Flexibles Lagerungssystem

Info

Publication number
DE20112331U1
DE20112331U1 DE20112331U DE20112331U DE20112331U1 DE 20112331 U1 DE20112331 U1 DE 20112331U1 DE 20112331 U DE20112331 U DE 20112331U DE 20112331 U DE20112331 U DE 20112331U DE 20112331 U1 DE20112331 U1 DE 20112331U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
support
seat
storage system
backrest
flexible storage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE20112331U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
REHA TECHNIK MOELLER GmbH
Original Assignee
REHA TECHNIK MOELLER GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by REHA TECHNIK MOELLER GmbH filed Critical REHA TECHNIK MOELLER GmbH
Priority to DE20112331U priority Critical patent/DE20112331U1/de
Publication of DE20112331U1 publication Critical patent/DE20112331U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
    • A61G5/10Parts, details or accessories
    • A61G5/12Rests specially adapted therefor, e.g. for the head or the feet
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
    • A61G5/08Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs foldable
    • A61G5/0866Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs foldable folding down backrest, e.g. where the backrest folds down onto the seat support
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
    • A61G5/10Parts, details or accessories
    • A61G5/1091Cushions, seats or abduction devices
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
    • A61G5/10Parts, details or accessories
    • A61G5/12Rests specially adapted therefor, e.g. for the head or the feet
    • A61G5/121Rests specially adapted therefor, e.g. for the head or the feet for head or neck
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
    • A61G5/10Parts, details or accessories
    • A61G5/12Rests specially adapted therefor, e.g. for the head or the feet
    • A61G5/128Rests specially adapted therefor, e.g. for the head or the feet for feet

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

Flexibles Lagerungssystem
Gegenstand der Neuerung ist ein fahrbares flexibles Lagerungssystem in der Art eines Rollstuhles mit orthopädisch ausgeformter Sitzstruktur für Behinderte mit schweren körperlichen Schäden, insbesondere mit schweren Deformierungen am gesamten Skelett und die vielfach unter spastischen Beschwerden leiden und daher eine ständige körperliche Stützhilfe benötigen.
Diese Personen sind am Tag auf die Nutzung eines an ihr Körperleiden angepaßtes Rollstuhlsystem angewiesen. In der Regel handelt es sich hierbei um Rollstühle mit starren Sitzschalen. Rollstühle mit flexiblen Sitzflächen und Rückenlehnen sind bisher für diese Zweck ungeeignet, da sie die erforderliche Stützfunktion nicht erfüllen können.
Bisher bekannte Sitzschalen sind statisch betrachtet steif und gestatten den Behinderten nur im geringen Maße unwillkürliche als auch eigenständige Bewegung auszuführen. Das führt zu Beklemmungen, Angststreß und unkontrollierten Befreiungsattacken mit Verletzungsgefahr.
Um beispielsweise spastisch Behinderten eine begrenzte Körperstreckung zu gestatten, wurde mit DE 297 18 696.5 eine verfahrbare Sitzanordnung mit Sitzschale vorgeschlagen, die aus einer Sitzfläche mit einer angelenkten, frei schwenkbaren Rückenlehne besteht. Die Gelenkverbindung zwischen Sitzfläche und Rückenlehne ist auf den physiologischen Drehpunkt, nämlich der Hüftgelenkachse bezogen, wobei der Erhalt der abgewinkelten Sitzposition durch äußere Spannvorrichtungen gesichert wird. Um eine Streckbewegung zu ermöglichen ist die Sitzfläche mittels eine Linearführung kippfähig am Fahrwerk des Rollstuhles und die Rückenlehne mittels einer Schiebeführung an der vertikalen Schubstange des Rollstuhles schwenkbar angelenkt. Die Fußstütze ist ihrerseits an der Sitzfläche frei schwenkbar angelenkt.
Unter der Krafteinwirkung des Behinderten, insbesondere bei einem spastischen Anfall, kann die Sitzschale in eine angenäherte Liegeposition verstellt werden. Die an der Linear- und Schiebeführung sowie zwischen der Lienarführung und Fußabstützung angeordneten Spannvorrichtungen führen danach die Sitzschale in die abgewinkelte Sitzposition zurück. Zugleich sollen diese Spannmittel zur Verringerung der Verletzungsgefahr und einer Beschädigung der Sitzanordnung die Streckbewegung wirksam abbremsen und dämpfen.
Bei dieser verfahrbaren Sitzanordnung ist ihr Benutzer in der Sitzschale statisch fixiert, was seinen Bewegungsfreiraum erheblich einschränkt. Um Streckbewegungen ausführen zu können muß der Behinderte zusätzliche Kräfte mobilisieren und die Spannkräfte der vorhandenen Spannvorrichtungen überwinden. Prinzipeil wird dadurch nur eine begrenzte Körperstreckung zuglassen. Neben möglichen Sitz- bzw. Liegebeschwerden bleiben die oben genannten Streßfaktoren erhalten.
Mit DE 199 30 103 Cl wurde eine dynamische Sitzschale vorgeschlagen, die keine Spannmittel zu Erhalt der Sitzposition umfaßt.
Auch bei dieser Sitzschale ist die Sitzfläche an ihrer Vorderkante kippfähig gelagert. Dagegen ist die Rückenlehne zweiteilig ausgeführt, wobei der untere Teil im konstruktiven Verbund mit der Sitzfläche die abgewinkelte Sitzposition vorgibt und der obere Teil der Rückenlehne in Höhe des Lumbaibereiches schwenkbar am unteren Rückenlehnenteil angelenkt ist. Der obere Teil der Rückenlehne liegt frei am Rollstuhlrahmen an und kann nach vorn und hinten abgekippt werden. Zugleich sind die Toraxpelotten gegenüber dem oberen Rückenlehnenteil seitlich schwenkbar gelagert, deren Lagerung ebenfalls im Lumbaibereich erfolgt. Damit wird eine weitgehende kardanische ToraxabStützung erreicht.
Der Behinderte hat so die Möglichkeit ohne den Einfluß äußerer Spannkräfte und entsprechend seinem physischen Vermögen allseitige Toraxbewegungen auszufuhren. Die Stütz- und Sicherungsfunktion bleiben dabei voll erhalten. Ebenso kann eine Körperstreckung erfolgen, die jedoch auf Grund der progressiven Abstützung im Lumbaibereich mit Nachlassen der Bauchmuskelspannung in die Sitzposition zurückführt.
Trotz der qualitativen Verbesserung des Bewegungsfreiraumes, der das Gefühl des Gefangenenseins und damit die Streßgefahr erheblich mildert, ist eine Verbesserung der begrenzten Sitzbeschaffenheit wünschenswert. Auch wenn die Sitzfläche und Rückenlehne ausreichende Auspolsterung aufweisen und Torax- und Streckbewegungen möglich sind, können Sitzbeschwerden auftreten, die zu unruhigen Sitzverhalten führt.
Ein allgemeiner Mangel der beschriebenen Systeme besteht auch darin, dass sie in ihrer Baugröße nur im geringem Maße anpassungsfähig sind. Durch ihren konstruktiven Aufbau sind sie Materialaufwendig, relativ schwer und sperrig. Auch ihre Handhabung ist zum Teil kompliziert und in der Wartung aufwendig. Nicht unwesentlich sind die hohen Anschaffungskosten für den Betroffenen.
• t r
Derartige Probleme können eingeschränkt werden, wenn die Sitzschale insgesamt flexibel gestaltet ist.
In dieser Hinsicht sind Kinderwagen (Faltbuggy) oder auch Faltstühle bekannt, deren Sitz- und Rückenfläche aus einer durchgehenden flexiblen Stoffbespannung bestehen. Diese Sitz- und Lagerungsmöglichkeiten passen sich in bedingten Maße körperbetont an.
In der orthopädischen Versorgungspraxis, insbesondere für den Behinderten mit schweren Deformierungen am gesamten Skelett, die eine besondere Anpassung, Stützung und Halt benötigen, haben diese Systeme noch keinen Eingang gefunden. Lediglich Faltroll stuhle mit flexiblen Sitzflächen und Rückenlehnen sind bekannt, die aber auf Grund einer fehlenden anatomischen Anpassung für Behinderte mit erheblichen Skelettdeformationen ungeeignet sind.
Ziel der Neuerung ist es, ein orthopädisches fahrbares flexibles Lagerungssystem zu schaffen, das an Stelle einer statischen eine anatomisch anpassungsfähige flexible Körperlagerung ermöglicht. Insbesondere soll der Benutzer einen Freiraum für eigenständige Bewegungsabläufe in der Sitz- und Liegeposition erhalten, die seinen körperlichen Gegebenheiten entsprechen. Das Lagerungssystem soll der jeweiligen Körperform des Behinderten Rechnung tragen und wachstumsbedingt anpassbar sein.
Weiterhin soll das Lagerungssystem so gestaltet sein, dass ihr Benutzer in der Bewegungsfreiheit seiner Extremitäten ohne Verlust einer aktiven Rückhaltesicherung nach Möglichkeit nicht eingeschränkt wird. Die Konstruktion soll einfach, leicht, strapazierfähig und wartungsfreundlich, ähnlich einem Faltbuggy handhabbar sein.
Die Aufgabe der Neuerung sieht vor, dass das Lagerungssystem aus einer flexibel Sitzschale bestehen soll, die den körperbedingten anatomischen Abweichungen ihres Benutzers Rechnung trägt und in Lage und Form angepasst ist.
Die Neuerung gestaltet sich nach den Merkmalen der Schutzansprüche 1 bis 19 wie nachfolgend beschrieben.
Danach ist vorgesehen, dass auf einem Fahrwerk mit Kantelung ein Spannrahmen aufgesetzt ist. Dieser Spannrahmen gliedert sich in die Sitzebene mit einem nach vorn offenen Sitzrahmen und einem am Sitzrahmen schwenkbar angelenkten Rückenlehnenbügel, wobei
das Gelenk in den einzelnen Sitz- und Liegepositionen feststellbar ist. Damit kann der Rückenlehnenbügel in Liegeposition oder zum Transport zur Sitzfläche abgeklappt werden.
Oberhalb dieser Gelenkverbindung ist der bis über den Kopfbereich reichende Rückenlehnenbügel sichelförmig nach hinten gekröpft und gibt damit einen seitlichen Bewegungsraum für die Arme des Benutzers frei. Der Rückenlehnenbügel kann zugleich als Schubbügel benutzt werden.
Im Spannrahmen ist ein mehrteiliger flexibler Spannbezug eingespannt. Dieser Spannbezug untergliedert sich in den Sitzbezug mit angesetzter Beinschürze, einer anatomisch angepassten Gesäßstütze und die ebenfalls anatomisch angepasste Rückenlehnenbespannung. Der Sitzbezug ist mittels einstellbarer Sitzgurte zwischen dem Sitzrahmen verspannt. An der hinteren Hälfte des Sitzbezuges ist die Gesäßstütze befestigt. Sie reicht bis in Höhe des Lumbaibereiches. Die Rückenlehnenbespannung ist am oberen Ende des Rückenlehnenbügels mittels einstellbarer Traggurte eingehangen. Die Rückenlehnenbespannung und Gesäßstütze sind ihrerseits durch eine Verschnürung verstellbar miteinander verbunden. Damit kann insbesondere der Sitzbezug unabhängig von der Kantelung in der Sitzhöhe und Sitzneigung variiert werden. Gleichermaßen kann so auch die Spannbezugslänge auf die gewünschte Körpergröße eingestellt werden. An Stelle einer Verschnürung sind auch Spanngurte, Knopfleisten oder Hakenleisten vorstellbar.
Die Breite der Rückenlehnenbespannung und Gesäßstütze wird ebenfalls durch eine Verschnürung in Längsrichtung des flexiblen Spannbezuges erreicht. An den Seitenrändern der Gesäßstütze sind gleichzeitig die Beckengurte angebracht.
Der Toraxbereich wird durch integrierte flexible Toraxpelotten gesichert, die an beiden Seitenrändern der Rückenlehnenbespannung angebracht sind. Die Toraxpelotten sind vorzugsweise aus dem gleichen Material wie der Spannbezug. Zur Versteifung und besseren Körperanlage können diese Pelotten durch vertikal eingesetzte Stützstäbe oder durch einzelne Segmentplatten verstärkt sein.
Im Kopfbereich der Rückenlehnenschürze befindet sich eine abgepolsterte Kopfstütze. Dieses kann fest eingearbeitet oder mit einem Klettverschlußes aufgesetzt sein. Die Form der Kopfstütze ist je nach Erfordernis ausgebildet und kann mit einer ein- oder beidseitigen seitlichen Kopfanlagen ausgeführt sein
Ein weiteres Merkmal der Neuerung besteht darin, dass entsprechend der Deformation des Skelettes die Rückenlehnenbespannung durch Abnäher und/oder Materialeinsätze anatomisch
• · ♦ ·
der Körperform angepasst ist. Entsprechend der skolitischen Wirbelsäulendeformation hat der Materialeinsatz die Form einer konkaven Gibbustasche (Kyposetasche) und auf der konträr gegenüberliegenden Seite zur Anpassung der Rückenlehnenbespannung entsprechende Abnäher.
Mit Bezug auf vorbenanntes Krankheitsbild, insbesondere bei starker Skolose ist das Lagerungssystem grundsätzlich mit einer Kreuzgurtverspannung ausgerüstet. Diese Kreuzgurtverspannung verhindert einmal ein zu starkes Abkippen des Behinderten auf der konkaven Seite der Skolose über die Toraxpelotte nach vorn und auf der konvexen Seite eine seitliche Abstützung des Torax mit einer derotierenden Wirkung auf die deformierte Wirbelsäule.
Entsprechend dieser Funktion besteht die Kreuzgurtverspannung aus einem langen Stützgurt, der auf der konvexen Seite der Skolose im vorderen Randbereich der Gesäßstütze angbracht ist und diagonal hinter der Rückenlehnenbespannung bis zum Rückenlehnenbügel oberhalb des Kopibereiches reicht. Er tangentiert den Torax und stützt diesen unter Zug gleichmäßig ab. Im Abstützbereich ist der Stützgurt abgepolstert bzw. die Abstützung erfolgt über ein untergelegtes fixiertes Polsterkissen.
Der zweite kurze Stützgurt ist unmittelbar auf der konkaven Skoloseseite aussen am Rand der Rückenlehnenbespannung in Höhe der Toraxpelotte befestigt und verläuft ebenfalls hinter der Rückenlehnenbespannung diagonal zum Rückenlehnenbügel oberhalb des Kopfbereiches. Beide Gurte sind entsprechend ihrer Wirkungsstärke mittels Spannverschlüsse einstellbar.
Für die Beinabstützung ist an der Vorderkante des Sitzbezuges eine Beinschürze angeordnet.
Aus fertigungstechnischer Sicht sind beide aus einem Stück angefertigt.
Die Beinschürze kann für jedes Bein getrennt oder als einteilige Schürze ausgeführt sein. Im letzten Fall ist zwischen den beiden Beinablagen eine Keilfalte eingearbeitet, die eine Relativbewegung zwischen den Schürzenteilen zuläßt.
Ist die Beinschürze zweiteilig ausgeführt, so wird der relative Bewegungsfreiraum zueinander durch ein Verschlußband fixiert. Weiterhin sind Beinfesseln mit Klemm- oder Klettverschluß und für die Fußabstützung eine in der Höhe verstellbare Fußauflage vorgesehen. Die Befestigung dieser Fußauflagen erfolgt mittels Klettband. Vorstellbar sind auch Knopfleisten, Haken oder Reißverschlüsse.
Die Beinschürze wird durch schwenkbare Führungshebel, die am Fahrwerk in Höhe Kniegelenk gelagert sind, geführt.
Die Einstellung der Beinschürze erfolgt in der Art eines Pendels. Dazu sind an jedem Führungshebel Schwinghebel angelenkt, die mit ihrem freien Ende unter der vorderen Querstrebe am Fahrwerkrahmen hindurch reichen und an ihr mit einem eingestellbaren Fanggurte auf Zug angeschlagen sind. Durch dieses Anschlagform erfolgt eine Einstellung des Nullpunktes der Pedelllagerung, die vor dem Schwerpunkt liegt. Damit ist sichergestellt, dass die Beine anatomisch auf der Beinschürze aufliegen und abgestützt werden. In Verbindung mit dem gleichmäßigen Übergang vom Sitzbezug in die Beinschürze wird das Risiko eines Blutstaues oder einer Beinermüdungen wirksam verringert und das entstehen von Druckstellen vermieden.
An Stelle der Fanggurte können auch andere elastische Elemente, wie Gummiformkörper oder Gas- oder Zugfedern treten. Es ist auch möglich, den Führungshebel mittels einer Druckfeder direkt am Fahrwerkrahmen abzustützen.
Zur Sicherung der Sitzhaltung ist in dem Sitzbezug ein Abduktionskeil angeordnet. Dieser ist entweder aufgesteckt oder in die Sitzschürze eingearbeitet. Auch kann für den Abduktionskeil eine Tasche vorgesehen werden, in die von unten der Abduktionskeil eingesetzt wird. Bei dieser Variante ist der Abduktionskeil an einer Stützstrebe befestigt, die verstellbar in einer an der Querstrebe des Fahrwerkrahmens befestigten Spannhülse gehalten wird. Ein Gelenk in der Stützstrebe erlaubt zugleich eine begrenzte Verlagerung des Abduktionskeiles innerhalb der Sitzrichtung.
Neben dem Beckengurt sind zur seitlichen Abstützung des Behinderten lose Oberschenkelkissen vorgesehen. Sie werden mit Klettband an der Sitzschürze befestigt. An ihrer Stelle sind auch in die Sitzschürze eingearbeitet Luftkammern vorstellbar, die nach Bedarf gefüllt werden.
Die Lumbalabstützung erfolgt neuerungsgemäß durch eine bandagenartige biegsame Lumbaistütze, die über die gesamte Breite des Rückenlehnenbezuges greift und durch beidseitig angebrachte Spanngurte mit dem Sitzrahmen in horizonaler Zugrichtung verspannt wird. Ein Klettverschluß an der Lumbaistütze sichert ihre Höhen- und Mittellage. Für die Einstellung der Spanngurte sind als Spannschloss Klapp- oder Klettverschlüsse, Druckknöpfe oder Hakenösen vorgesehen.
Der Sitzbezug, die Gesäßstütze, die Rückenlehnenbespannung und die Beinschürze kann aus strapazierfähigen reißfestem Tuch, Leder, Gurtgeflecht, Folie (vorzugsweise zur Vermeidung von Wärmestau perforiert), Netzen oder aus einer Kombination dieser Werkstoffe bestehen.
Bei Bedarf können die Sitzelemente aufgepolstert und/oder mit aufblasbaren Kammern ausgestattet sein. Auch können angepaßte Einlagen vorgesehen werden.
Die Vorteile der Neuerung bestehen im hohem Grad an Flexibilität und anatomischer Anpassung der Sitzstruktur. Die Sitzelemente können auf einfache Art und Weise in Breite und Länge eingestellt werden.
Praktische Versuche haben gezeigt, dass ihr Benutzer in diesem Lagerungssystem mit erheblich weniger Verkrampfungen bequem sitzen und liegen. Die Haltungsstruktur wird positiv beeinflußt und eine Muskelkräftigung erreicht. Der bei statischen Systemen oftmals zu beobachtende Streß und die daraus folgenden Befreiungsattacken treten nicht mehr auf.
Druckbelastungen, Verkrampfungen und Blutstaue wurden nicht mehr beobachtet. Das Sitzverhalten hat sich wesentlich verbessert. Durch den sichelförmig gestalteten Spannrahmen hat sich der Bewegungsfreiraum für die Arme wesentlich erweitert. Die sonst zu beobachtende Sitzunruhe ist kaum noch zu beobachten.
Insgesamt wird mit diesem neuen Lagerungssystem ein hohes Maß an Sitz- und Liegekomfort und damit eine für den Behinderten eine verbesserte Lebensqualität erreicht.
Die genannten Vorteile werden mit einfachen unkomplizierten technischen Mitteln erreicht. Die Sitzeinrichtung ist leicht zu handhaben und zu pflegen. Der Zeitaufwand für die komplizierte orthopädische Formanpassungen wird erheblich verringert.
Nachfolgend soll die Neuerung an einem Ausführungsbeispiel an Hand einer Prinzipdarstellung nochmals verdeutlicht werden. Die Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: die Sitzeinrichtung in perspektivischer Vorderansicht,
Fig. 2: die Schwenklagerung einer zweiteiligen Beinschürze in der Seitenansicht,
Fig. 3: den Abduktionskeil mit Stütze und Spannhülse.
Das fahrbare Lagerungssystem mit dem flexiblen und anatomisch angepassten Spannbezug in der Art eines Rollstuhles nach Fig. 1 besteht aus dem Fahrwerkrahmen 2, Lenkrad 2.3 und Laufrad 2.4. In der vorderen vertikalen Strebe 2.2 befindet sich das Kantelgelenk 29 für den
kippfähig angelenkten Spannrahmen 1. Der Spannrahmen 1 besteht aus den in der Längsrichtung des Sitzes offenen Sitzrahmen 1.1 und dem Rückenlehnenbügel 1.2, die miteinander durch das feststellbare Gelenk 34 verbunden sind. Der Rückenlehnenbügel 1.2 reicht bis über den Kopfbereich hinaus und ist für eine uneingeschränkte freie Armbewegung über dem Gelenk 34 durch die Kröpfung 33 sichelförmig nach hinten ausgeformt. Der Rückenlehnenbügel 1.2 kann zugleich als Schubbügel benutzt werden.
Zwischen dem Fahrwerkrahmen 2 und dem Spannrahmen 1 befindet sich die Kantelverstellung 30, die als Spindel, Gasfeder, Kniehebel o.a. gleichwirkendes Stellglied ausgeführt sein kann.
Im Sitzrahmen 1.1 ist der Sitzbezug 3 beidseitig mittels der einstellbaren Sitzgurte 16 eingespannt. Im vorderen Bereich des Sitzbezuges 3 ist eine nach oben gerichtete Tasche 31 eingesetzt, in die von unten der Abduktionskeil 10 eingreift. Der Abduktionskeil 10 wird, wie Fig.3 zeigt, von einer Stützstrebe 24 verstellbar in der Spannhülse 26 an der Querstrebe 2.1 am Fahrwerkrahmen 2 gehalten. Über das Gelenk 25 ist die Stützstrebe 24 schwenkbar, so das die Stellung des Abduktionskeiles 10 in der Längsrichtung des Sitzes korrigiert werden kann. Eine seitliche Fixierung der Sitzposition erfolgt durch die lose einlegbaren Oberschenkelkissen 11, die durch Klettbänder am Sitzbezug 3 fixiert werden. Die anatomisch ausgeformte und bis in den Lumbaibereich reichende Gesäßstütze 4 ist am Sitzbezug 3 vorzugsweise mit einer rundum geführten Naht 37 angenäht. Sie kann aber auch angeknöpft, angenietet oder bei Folien angeschweißt sein. An den hochgezogenen Seiten der Gesäßstütze 4 sind die Beckengurte 8 (8', 8") angebracht. Als Verschluß ist ein Klettverschluss 27 vorgesehen.
Die Gesäßstütze 4 ist mit der Rückenlehnenbespannung 5 durch die Verschnürung 18 verspannt. Damit kann die Sitzeinrichtung bei gleicher Ausgangsgröße für unterschiedlich große Personen eingestellt oder bei Kindern an deren Wachstum angepaßt werden.
Die Sitzbreite der Gesäßstütze 4 und Rückenlehnenbespannung 5 wird über die senkrecht angeordnete Verschnürung 19 eingestellt.
Die anatomische Anpassung der Rückenlehnenbespannung 5 an bestehende Deformationen der Wirbelsäule (WS) des Benutzers werden bei geringen Normabweichungen über die flexible Rückenlehnenbespannung 5 direkt und mittels der einstellbaren Traggurte 17 aufgenommen. Für größere WS-Deformationen sind, wie Fig. 1 zeigt, Einsätze in Form einer Gibbustasche (Kyphosetasche) 20 und konträr dazu Abnäher 38 in der Rückenlehnenbespannung 5 eingearbeitete.
Eine weitere Einstellung des kompletten Spannbezuges hinsichtlich Länge und Breite erfolgt mittels der Verschnürungen 18 und 19 und der Sitzgurten 16. Vorstellbar sind auch zusätzliche Aufpolsterungen, die entweder fest in die Rückenlehnenbespannung 5 eingearbeitet sind oder als Einlage mittels Klettverschluß fixiert werden. An Stelle einer Aufpolsterungen können aufblasbare Luftkammern treten, die in dem Spannbezug eingearbeitet werden.
Für die Kopfanlage ist die Rückenlehnenbespannung 5 mit einer Kopfstütze 9 ausgestattet. Sie kann fest eingearbeitet oder mit Klettverschluß einstellbar befestigt sein. Für die seitliche KopfabStützung ist an der Kopfstütze 9 eine abgepolsterte Kopfanlage 32 angebracht.
Um die bei einer WS-Deformationen regelmäßig auftretende Rumpfverdrehungen und auf der konkaven Skoloseseite die anzutreffende Kippneigung abzuschwächen, wird die Rückenlehnenbespannung 5 über eine Kreuzgurtverspannung abgestützt. Dazu ist auf der konvexen Seite der Skolose an der Gesäßstütze 4 und diagonal dazu am Rückenbügel 1.2 oberhalb der Kopfab Stützung 9 ein Stützgurt 35 einstellbar befestigt. Dieser Stützgurt 35 tangentiert auf der konvexen Seite der Skolose in Höhe der Toraxpelotte 7'unter Vorspannung den Torax und wirkt so derotierend auf die WS-Deformation ein.
Der über Kreuz geführte zweite Stützgurt 36 ist auf der konkaven Seite der Skolose außen am Rand der Rückenlehnenbespannung 5 in Höhe der Toraxpelotte 7" befestigt und verläuft analog hinter der Rückenlehnenbespannung 5 diagonal zum oberen Rückenlehnenbügel 1.2. Dieser Stützgurt 36 wirkt aktiv der Kippneigung über die Toraxpelotten 7" entgegen.
Für die Lumbalabstützung ist die über die gesamte Sitzbreite reichende biegeelastische Lumbaistütze 21 vorgesehen. Sie wird mit einem Klettverschluß an der Rückenlehnenbespannung 5 und Gesäßsstütze 4 in ihrer Lage fixiert und beidseitig mittels der Stellgurte 22 unter horizontalem Zug am Sitzrahmen 1.1 befestigt. Ihre Einstellung erfolgt mittels eines Klapp- oder Steckbajonettverschlusses 23.
Die Beinschürze 6 gemäß Fig.l und 2 besteht aus zwei einzelnen Schürzen 6' und 6", die an dem freien Ende der Führungshebel 39' und 39" befestigt sind. Die Führungshebeln 39' und 39" selbst sind in Kniehöhe am vorderen Ende des Sitzrahmen 1.1 im Gelenk 40 pendelfähig gelagert.
Für die Fußabstützung sind verstellbare Fußauflagen 13 vorgesehen, die mit Klettverschluß 27" an der Beinschürze 6' und 6" befestigt sind. Die Lagesicherung der Beine erfolgt durch die Beinfessel 12.
Um den relativen Bewegungsraum zwischen den Schürzen 6' und 6" zu begrenzen, ist ein Verschlußband 28 vorgesehen.
Bei einer einteiligen Beinschürze 6 wird die Relativbewegung zwischen den einzelnen Beinauflagen durch eine Keilfalte in der Mitte der Beinschürze ermöglicht und zugleich begrenzt.
Entsprechend der Neuerung werden die Beinschürzen 6 in ihrer Ausgangslage mit einem Vorhaltewinkel gegenüber der Schwerkraftachse eingestellt. Die Einstellung erfolgt über den Schwinghebel 14, der am jeweiligen Führungshebel 39' und 39" angelenkig ist. Das freie Ende der Schwinghebel 14 ragt unterhalb der Querstrebe 2.1 bis unter den Sitzbezug 3 und ist über das Fangband 15 auf Zug mit der Querstrebe 2.1 verbunden. Damit wird mittels der flexiblen Beinschürzen 676" eine durchgehende in der Lage unabhängige Beinabstützung erreicht.
Erfolgt eine Belastung der Beinschürze 6 durch Muskel- oder Gewichtskraft, so wird der Führungshebel 39 mit dem angelenkten Schwinghebel 14 in Richtung Fahrwerkrahmen 2 gegen das Fangband 15 gedrückt. Das Fangband 15 weicht diesem Druck wie ein Pendel nach oben aus und speichert die eingebrachte kinetische Energie. Läßt die äußere Krafteinwirkung nach, so wird der Schwinghebel 14 mit dem Führungshebel 39 und damit zusammen mit der Beineschürze 6 in die voreingestellte Ausgangsposition zurückgestellt.
Durch diese flexible Abstützung werden Blutstauungen oder einseitigen Druckbelastungen vermieden. Diese Beinabstützung läßt in einem begrenzten Rahmen aktive als auch passive Bewegungsabläufe der Beine zu, was wiederum eine entkrampfende Wirkung hat, die Durchblutung fördert und zum Erhalt der Muskelkraft beiträgt.
Die Wirksamkeit dieser Abstützung kann über Länge des Fangband 15 eingestellt werden. Möglich ist auch eine Verlagerung des Anschlagpunktes des Fangband 15 am Schwinghebel 14 oder die Verwendung elastischer Fangbänder.
Bezugszeichen Spannrahmen
Sitzrahmen
Rückenlehnenbügel
1 Fahrwerkrahmen
1.1 Querstrebe
1.2 Strebe
2 Lenkrad
2.1 Laufrad
2.2 Sitzbezug )
2.3 Gesäßstütze )
2.4 Rückenlehnenbespannung ) Spannbezug
3 Beinschürze )
4 Toraxpelotte
5 Beckengurt
6 Kopfstütze
7 Abduktionskeil
8 Oberschenkelkissen
9 Beinfessel
10 Fußauflage
11 Schwinghebel
12 Fanggurt
13 Sitzgurt
14 Tragegurt
15 Verschnürung
16 Verschnürung
17 Gibbustasche(Kyphosetasche)
18 Lumbaistütze
19 Spanngurt
20 Spannschloss
21 Stützstrebe
22 Gelenk
23 Spannhülse
24 Klettband / Klettverschluß
25 Verschlußband
26 Kantelgelenk
27 Kantelverstellung
28 Tasche
29 Kopfanlage
30 Kröpfung
31 Gelenk
32 Stützgurt
33 Stützgurt
34 Naht
35 Abnäher
36 Führungshebel
37 Gelenk
38
39
40

Claims (19)

1. Fahrbares flexibles Lagerungssystem in der Art eines Rollstuhles mit Kantellverstellung und einer orthopädisch angepassten Sitzstruktur unter Benutzung eines flexiblen Spannbezuges, insbesondere für Behinderte mit schweren Skelettdeformierungen, die vielfach auch unter spastischen Beschwerden leiden und daher eine laufende Sitzanpassung, Stützung und speziellen Halt benötigen, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Grundrahmen ein der Sitz- und Liegeposition anatomisch anpassbarer Spannrahmen (1) mit Spannbezug (3 bis 6) eingesetzt ist, der in einen Sitzbezug (3), eine flexible Beinschürze (6), eine anatomisch ausgeformte Gesäßstütze (4) und eine anatomisch ausgeformte Rückenlehnenbespannung (5) unterteilt ist, wobei die Rückenlehnenbespannung (5) und Gesäßstütze (4) zueinander verstellbar verbunden sind und dass die Rückenlehnenbespannung (5) am oberen Rückenlehnenbügel (1.2) und der Sitzbezug (3) seitlich im Sitzrahmen (1.1) eingespannt und die Beinschürze (6) am freie Ende an einem am Sitzrahmen (1.1) schwenkbar angelenktem Führungshebel (39) befestigt ist, und dass sich der Führungshebel (39) am Fahrwerkrahmen (2) elastisch abstützt und dass zur Einstellung der Sitzbreite eine vertikale Verschnürung (19) vorhanden ist und dass in der Rückenlehnenbespannung (5) entsprechend der Wirbelsäulendeformation des Behinderten orthopädisch ausgeformte Materialeinsätze in Form einer Gibbustasche (20) und/oder Abnäher (38) eingearbeitet sind und dass zur Unterstützung einer Derotation der Wirbelsäule und zur Einschränkung der Kippneigung eine Kreuzverspannung vorhanden ist, die einen Stützgurt (35), der auf der konvexen Seite der Skolose im vorderen Randbereich der Gesäßstütze (4) angebracht ist und diagonal hinter der Rückenlehnenbespannung (5) bis zum Rückenlehnenbügel (1.2) oberhalb des Kopfbereiches reicht und dass der Stützgurt (35) auf der konvexen Seite der Skolose den Torax unter Zug abstützt, und dass ein zweiter Stützgurt (36) auf der konkaven Skoloseseite aussen an der Rückenlehnenbespannung (5) in Höhe der Toraxpelotte (7") befestigt ist und hinter der Rückenlehnenbespannung (5) diagonal zum Rückenlehnenbügel (1.2) oberhalb des Kopfbereiches verläuft und dass an der Rückenlehnenbespannung (5) eine Kopfstütze (9) vorhanden ist und dass eine der Sitzform anpassungsfähige Lumbalstütz (21) vorgesehen ist, die mittels Spanngurte (22) mit dem Sitzrahmen (1.1) auf Zug verspannt ist.
2. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannrahmen (1) einen in der Längsrichtung des Sitzes offenen Sitzrahmen (1.1) und einen über den Kopfbereich des Benutzers reichenden Rückenlehnenbügel (5) umfaßt, die durch ein feststellbares Gelenk (34) verbunden sind.
3. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenlehnenbügel (5) oberhalb des Gelenkes (34) eine nach hinten gerichtete sichelförmige Kröpfung (33) aufweist und zugleich Schubbügel ist.
4. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Gesäßstütze (3) die Beckengurte (8) angeordnet sind.
5. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückenlehnenbespannung (5) einstellbare flexible Toraxpelotten (7) befestigt sind.
6. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Beinschürze (6) für die Fußabstützung in der Höhe versetzbare Fußauflagen (13) angeordnet sind.
7. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzbezug (3) einen Abduktionskeil (10) trägt.
8. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Sitzbezug (3) für den Abduktionskeil (10) eine Tasche (31) eingesetzt ist.
9. Fahrbares flexibles Lagerungssysem nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abduktionskeil (10) eine Stützestrebe (24) aufweist, die an einer Querstrebe (2.1) vom Fahrwerkrahmen (2) in eine Spannhülse (26) eingreift und dass zur Lagefixierung des Abduktionskeiles (10) die Stützestrebe (24) ein Gelenk (25) besitzt.
10. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung der Rückenlehnenschürze (5) und Gesäßstütze (4) eine Verschnürung (18), Spanngurte, Knopfleisten oder Hakenösen angeordnet sind.
11. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur elastischen Abstützung der Beinschürze (6) am Führungshebel (39) ein Schwinghebel (14) angelenkt ist, der unterhalb der vorderen Querstrebe (2.1) des Fahrwerkrahmens (2) hindurchgreift und mit einem einstellbaren oder elastischen Fanggurt (15) oder einer Feder auf Zug an der Querstrebe (2.1) angeschlagen ist.
12. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur elastischen Abstützung der Beinschürze (6) der Führungshebel (39) sich direkt über ein einstellbares elastisches Element am Fahrwerkrahmen (2) abstützt.
13. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass das elastischen Element (Feder) innerhalb des Gelenkes (40) für den Führungshebel (39) eingesetzt ist.
14. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Spannbezug insgesamt oder in Kombination der einzelnen Teile, nämlich Sitzbezug (3), Beinschürze (6), Gesäßstütze (4) und Rückenlehnenbespannung (5) aus reißfestem Tuch, Leder, Gurt-, Netzgeflecht oder perforierter Folie besteht.
15. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützgurt (35) zur Toraxabstützung abgepolstert oder ein Polsterkissen vorgesehen ist.
16. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfstütze (9) seitliche Kopfanlagen (32) aufweist.
17. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur seitlichen Führung Oberschenkelkissen (11) vorgesehen sind, die auf dem Sitzbezug (3) durch Klettband fixiert sind.
18. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abpolsterung oder anatomischen Anpassung im Spannbezug (3 bis 6) regulierbare Luftkammern eingesetzt sind.
19. Fahrbares flexibles Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Versteifung und besseren Körperanlage die Pelotten (8) durch vertikal eingesetzte Stützstäbe oder durch einzelne Segmentplatten verstärkt sind.
DE20112331U 2001-07-26 2001-07-26 Flexibles Lagerungssystem Expired - Lifetime DE20112331U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE20112331U DE20112331U1 (de) 2001-07-26 2001-07-26 Flexibles Lagerungssystem

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE20112331U DE20112331U1 (de) 2001-07-26 2001-07-26 Flexibles Lagerungssystem

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE20112331U1 true DE20112331U1 (de) 2001-10-18

Family

ID=7959727

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE20112331U Expired - Lifetime DE20112331U1 (de) 2001-07-26 2001-07-26 Flexibles Lagerungssystem

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE20112331U1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1295582A3 (de) * 2001-09-24 2004-01-02 Revab B.V. Selbsttragender Sitz und damit ausgestatteter Rollstuhl, und Verfahren zu seiner Herstellung
DE10304785A1 (de) * 2003-02-06 2004-08-26 Volker Knoche Vorrichtungen zur Vermeidung einer Wirbelsäulen-Fehlhaltung
EP1797854A1 (de) * 2005-12-16 2007-06-20 Invacare International S.A.R.L. Rollstuhl
DE102009018891B3 (de) * 2009-04-24 2010-09-23 Reha-Technik Möller GmbH Tuchschale mit verstellbarer Kopfabstützung
DE102010012669A1 (de) 2010-03-24 2011-09-29 Helga Hör Trainings- und Therapierollstuhl sowie universeller Sitz hierfür

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3937911C2 (de) 1988-12-08 1992-02-13 H. Draeger Gmbh, 6800 Mannheim, De
US5447356A (en) 1990-05-01 1995-09-05 B.V. Linido Chair for disabled persons
US5626397A (en) 1995-08-14 1997-05-06 Reid; Laura A. Adult passive restraint apparatus and method of passive restraint
DE29718696U1 (de) 1997-10-21 1998-02-26 InterCo Gesellschaft für die Planung und den Vertrieb von Reha Hilfen mbH, 53783 Eitorf Verfahrbare Sitzanordnung
DE19520585C2 (de) 1995-06-06 1999-11-25 Bock Orthopaed Ind Sitzorthesen-System
US6032975A (en) 1996-11-12 2000-03-07 Sunrise Medical Hhg Inc. Ergonomic wheelchair seat
DE29922030U1 (de) 1999-12-15 2000-07-27 Reha-Technik Möller GmbH, 18146 Rostock Orthopädische Sitzschale mit Pelotten
DE19930103C1 (de) 1999-07-01 2001-02-15 Reha Technik Moeller Gmbh Dynamische Sitzschale

Patent Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3937911C2 (de) 1988-12-08 1992-02-13 H. Draeger Gmbh, 6800 Mannheim, De
US5447356A (en) 1990-05-01 1995-09-05 B.V. Linido Chair for disabled persons
DE19520585C2 (de) 1995-06-06 1999-11-25 Bock Orthopaed Ind Sitzorthesen-System
US5626397A (en) 1995-08-14 1997-05-06 Reid; Laura A. Adult passive restraint apparatus and method of passive restraint
US6032975A (en) 1996-11-12 2000-03-07 Sunrise Medical Hhg Inc. Ergonomic wheelchair seat
DE29718696U1 (de) 1997-10-21 1998-02-26 InterCo Gesellschaft für die Planung und den Vertrieb von Reha Hilfen mbH, 53783 Eitorf Verfahrbare Sitzanordnung
DE19930103C1 (de) 1999-07-01 2001-02-15 Reha Technik Moeller Gmbh Dynamische Sitzschale
DE29922030U1 (de) 1999-12-15 2000-07-27 Reha-Technik Möller GmbH, 18146 Rostock Orthopädische Sitzschale mit Pelotten

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1295582A3 (de) * 2001-09-24 2004-01-02 Revab B.V. Selbsttragender Sitz und damit ausgestatteter Rollstuhl, und Verfahren zu seiner Herstellung
DE10304785A1 (de) * 2003-02-06 2004-08-26 Volker Knoche Vorrichtungen zur Vermeidung einer Wirbelsäulen-Fehlhaltung
EP1797854A1 (de) * 2005-12-16 2007-06-20 Invacare International S.A.R.L. Rollstuhl
EP1797851A1 (de) * 2005-12-16 2007-06-20 Invacare International Sàrl Rollstuhl
DE102009018891B3 (de) * 2009-04-24 2010-09-23 Reha-Technik Möller GmbH Tuchschale mit verstellbarer Kopfabstützung
EP2243454A1 (de) 2009-04-24 2010-10-27 Reha Technik Möller GmbH Tuchschale mit verstellbarer Kopfabstützung
DE102010012669A1 (de) 2010-03-24 2011-09-29 Helga Hör Trainings- und Therapierollstuhl sowie universeller Sitz hierfür

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1423061B1 (de) Kniegelenkorthese
DE102008005729B4 (de) Armabduktionsorthese
DE69220782T2 (de) System für den rücken bei missbildung
DE69529550T2 (de) Lendenstütze für Sitze
WO2020157232A1 (de) Stuhl, pressurvorrichtung
EP2470050A1 (de) Tragevorrichtung zur aufnahme eines babys oder kleinkindes
EP2793792B1 (de) Kindersitzvorrichtung für ein kind und kinderwagen
EP2114325B1 (de) Vorrichtung zum entlasten und therapieren der cervicalen wirbelsäule
WO2001043685A1 (de) Dynamische sitzschale
WO2016023531A1 (de) Kopfstützeinrichtung
DE3834723A1 (de) Bewegungssystem fuer liege-, sitz- und stehmoebel
EP3681351A1 (de) Tragevorrichtung für babys oder kleinkinder
DE19930103C1 (de) Dynamische Sitzschale
DE20112331U1 (de) Flexibles Lagerungssystem
NO20170920A1 (en) Back rest to be used with seat or chair
DE2924958A1 (de) Stuhl
DE19642348C2 (de) Verstellbare Sitzfläche
EP2243454B1 (de) Tuchschale mit verstellbarer Kopfabstützung
WO2013013777A2 (de) Medizinisches reise- und ruhekissen in textiler und aufblasbarer variante, variabel für den halswirbelsäulen und lendenwirbelsäulenbereich
AT11673U1 (de) Tragehilfe für babys und kleinkinder
DE102007012557B3 (de) Bauchspanngurt
DE10245978C5 (de) Badeliege
DE29922030U1 (de) Orthopädische Sitzschale mit Pelotten
DE1238617B (de) Vorrichtung zum Erleichtern oder Ermoeglichen des Sitzens fuer spastisch gelaehmte Kinder
DE202022106793U1 (de) Ein Kindertragerucksack mit optimierter Struktur

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 20011122

R163 Identified publications notified

Effective date: 20011002

R150 Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years

Effective date: 20041117

R151 Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years

Effective date: 20070718

R152 Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years

Effective date: 20090910

R071 Expiry of right
R071 Expiry of right