DE2010719C3 - N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)- amino] -benzhydrol, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung - Google Patents
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)- amino] -benzhydrol, Verfahren zu seiner Herstellung und seine VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol,
ein Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung zur Herstellung von N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon.
Die erfindungsgemäße Benzhydrolverbindung wird hergestellt, indem man 5-Chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
mit Phthalimidoacetylchlorid in Gegenwart von wäßrigem Alkali bei einer Temperatur im Bereich
von etwa 10 bis 30°C umsetzt, wobei die Reaktion in einem für das 5-Chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
und das Phthalimidoacetylchlorid geeigneten inerten organischen Lösungsmittel durchgeführt
wird.
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
ist wertvoll, und es wird als vorletztes Zwischenprodukt in dem Verfahren zur Herstellung
von l-(Cycloprupylmcthyl)-5-phenyl-7-chlorlH-l,4-benzodiazepin-2(3H)-on
verwendet. Die neue Benzhydrolverbindung wird in das entsprechende Benzophenon und später daran folgend in bekannter
Weise in die Benzodiazepinverbindung überführt. Die zuvor genannte Benzodiazepinverbindung ist ein
von M-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydroi
wird *5-Chlor-2-cyclopropylmethylaminobenzhydrol
in einem inerten organischen Lösungsmittel gelöst Im allgemeinen kann jede organische Flüssigkeit, die ein Lösungsmittel für
5-Chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol darstellt,
und die bei den Reaktionsbedingungen, die bei diesem Verfahren verwendet werden, inert ist als
Lösungsmittel verwendet werden. Die Lösungsmittel, die besonders gut geeignet sind, schließen ein: Benzol, ">
Toluol oder XyIoL In einer bevorzugten Ausführungsform jedoch wird eine Lösung von 5-Chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
in Toluol verwendet Die Lösung kann einfach dadurch hergestellt werden, daß man die Benzhydrolverbindung in dem Lösungsmittel
bei Zimmertemperatur löst Jedoch kann das Auflösen der Benzhydrolverbindung in dem Lösungsmittel
durch Erhitzen des Lösungsmittels etwas überhalb von Zimmertemperatur erleichtert werden. Die Menge an
Lösungsmittel, die in dieser Verfahrensstufe verwendet wird, ist nicht besonders kritisch. Jedoch sollte die
verwendete Menge offensichtlich ausreichen, daß das gesamte, als Ausgangsmaterial verwendete Benzhydrol
gelöst ist Im allgemeinen wird jedoch ein Verhältnis von ca. 3 bis 5 Volumenteilen pro Gewichtsteil der
verwendeten Benzhydrolverbindung eingesetzt.
Bei der nächsten Stufe des präparativen Verfahrens wird die Lösungsmittellösung der Benzhydrolverbindung
auf eine Temperatur im Bereich von ca. 10° bis ca. 30°C unter konstantem Rühren abgekühlt. In einer jo
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Lösung auf eine Temperatur im Bereich von ca. 12°
bis ca. 18° C abgekühlt. Demnach folgend wird eine
Alkalilösung langsam zu der Lösung der Benzhydrolverbindung in einem organischen Lösungsmittel J5
zugegeben. Während der Zugabe der Alkalilösung wird die Temperatur der Benzhydrollösung innerhalb des
Bereiches von ca. 10° bis ca. 30° C und vorzugsweise innerhalb des Bereiches von ca. 12° bis ca. 18° C
gehalten. Das erfindungsgemäße Verfahren wird nicht durch die Wahl des Alkalis, das verwendet wird,
beschränkt. Im allgemeinen kann irgendeine wasserlösliche anorganische Alkaliverbindung verwendet werden.
So sind beispielsweise als wasserlösliche Alkaliverbindungen geeignet: Alkalimetallhydroxyde wie
Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd und Alkalimetallcarbonate, wie Natriumcarbonat oder Kaliumcarbonat.
Die Menge an Alkali, die verwendet wird, kann variieren. Im allgemeinen jedoch wird man ungefähr
1,0MoI bis ca. 1,3MoI Alkali pro 1,0MoI des
verwendeten Phthalimidoacetylchlorids einsetzen.
Bei der nächsten Stufe des Verfahrens wird zuerst eine Lösung von Phthalimidoacetylchlorid hergestellt.
Zur Herstellung einer solchen Lösung kann man jede organische Flüssigkeit, die als Lösungsmittel für
Phthalimidoacetylchlorid wirkt, einsetzen und die bei den verwendeten Reaktionsbedingungen inert ist.
Besonders gut geeignet sind jedoch Benzol, Toluol oder Xylol. Eine Lösung von Phthalimidoacetylchlorid in
Toluol wird in einer bevorzugten Ausführungsform der bo
Erfindung verwendet. Die Konzentration der Lösung, die so hergestellt wird, ist nicht besonders kritisch. Die
Menge des verwendeten Lösungsmittels sollte wenigstens ausreichen, um das gesamte Phthalimidoacetylchlorid,
das verwendet wird, zu lösen. Als allgemeine b5 Regel gilt jedoch, daß man ungefähr 1,5 bis 3 Volumenteile
des Lösungsmittels pro Gewichtsteil des verwendeten Phthalimidoacetylchlorids benötigt. Die
so hergestellte Lösung wird dann langsam zu der alkalischen Benzhydrollösung, die bei der vorherigen
Stufe hergestellt wurde, zugefügt Während der Zugabe wird die Reaktionsmischung laufend gerührt und bei
einer Temperatur innerhalb von dem Bereich von ca. 10° bis ca. 3u°C gehalten. In einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung wird die Temperatur der Reaktionsmischung im Bereich von ca. 15° bis ca.
25° C gehalten. Die Menge an verwendetem Phthalimidoacetylchlorid ist variierbar. Im allgemeinen jedoch
wird eine ausreichende Menge verwendet, um ein Verhältnis von ca. 1,0MoI bis 1,3MoI Phthalimidoacetylchlorid
pro Mol Benzhydrolverbindung, die in der Reaktionsmischung vorhanden ist zu liefern. Nach
einer kurzen Zeit beginnt die Abscheidung von N-(PhthaIimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol.
Die gekühlte Mischung wird weiter gerührt bis das Ausscheiden des Produktes beendet
ist Danach wird die Reaktionsmischung filtriert, um den Niederschlag zu gewinnen. Das Produkt wird
dann zuerst mit Wasser und danach folgend mit einem inerten organischen Lösungsmittel, beispielsweise
Benzol, Toluol oder Xylol, gewaschen. Das gewaschene Produkt wird danach im Vakuum getrocknet.
Die Mutterlauge, d. h. das Zweiphasenlösungsmittelsystem,
bestehend aus Wasser und organischer Phase, die erhalten v/urde, nachdem man den Niederschlag
durch Filtration aus der Reaktionsmischung abgetrennt hatte, kann alleine oder zusammen mit dem organischen
Lösungsmittel, das man zum Waschen des Filterkuchens verwendet hatte, weiter behandelt werden, um
zusätzliche Mengen des Produktes zu isolieren. Dies wird dadurch erreicht, indem man zuerst die Mutterlauge
in die organische und wäßrige Phase trennt (die Wasserschicht wird verworfen). Danach wird das organische
Lösungsmittel, das mit dem Lösungsmittel, das man zum Waschen verwendet hatte, vereinigt werden
kann, auf eine Temperatur im Bereich von ca. 5° bis ca. 15° C gekühlt und bei dieser Temperatur für längere
Zeit gehalten, beispielsweise für 24 Stunden oder langer. Dabei wird der Anteil des Produktes, der sich zuerst
nicht abgeschieden hatte, jetzt aus der Lösung ausfallen. Nachdem das Ausfallen beendigt zu sein scheint, wird
der Niederschlag durch Filtration gewonnen, gewaschen und wie zuvor beschrieben, getrocknet. Das so
erhaltene Produkt kann aus einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise Acetonitril, gewünschtenfalls oder
wenn es erforderlich ist umkristallisiert werden, um ein Produkt mit besserer Reinheit zu ergeben.
Das 5-Chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol, das gemäß der Erfindung als Ausgangsmaterial
verwendet wird, ist eine bekannte Verbindung. Es wird beispielsweise hergestellt durch Reduktion von 2-Cyclopropylcarbonylamido-5-chlorbenzophenon
mit einem Überschuß an Reduktionsmittel, wie Lithiumaluminiumhydrid, gefolgt von einer wäßrigen Hydrolyse.
Ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindung ist in Einzelheiten in der US 32 84 503 beschrieben.
Wie zuvor angegeben, kann das erfindungsgemäße N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-aminoj-benzhydrol
als Zwischenprodukt in dem Verfahren zur Herstellung von l-(Cyclopropylmethyl)-5-phenyl-7-chlor-lH-l,4-benzodiazepin-2(3H)-on
verwendet werden. Die letztere Verbindung und ihre Ver-Wi
ndung als Tranquilizer wird in der US 32 84 503 beschrieben. Wie das N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
in die Benzophenonverbindung umgewandelt wird, wird in
den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die erfindungsgemäße Verwendung von N-(PhthalimidoacetyI)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
der Formel
CH(OH)
N-CH2-CO-N-CH2-
zur Herstellung von N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon,
ist dadurch gekennzeichnet, daß man N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
mit einer Lösung von Chromtrioxid in wäßriger Essigsäure bei einer Temperatur unterhalb von Zimmertemperatur
mischt, danach die Mischung auf eine Temperatur von 60° C erhitzt, Wasser zu der Reaktionsmischung gibt
und diese auf eine Temperatur von ca. 50° C erhitzt, bis sie durch ausgefallene Feststoffe verdickt, das N-(Phthal-
imidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon ergibt.
Der Ausdruck »wäßrige Essigsäure« bedeutet eine Mischung von Essigsäure und von ca. 1 bis ca.
5 Vol.-% Wasser. Unterschiedliche Mengen von Essigsäure und Chromtrioxid können verwendet werden.
Als allgemeine Regel gilt jedoch, daß ungefähr von ca. 2,0 bis ca. 4,0 Volumenteile Essigsäure pro Gewichtsteil
Benzhydrolverbindung und von ca. 1,0 Mol bis 1,3 Mol Chromtrioxyd pro Mol Benzhydrolverbindung, die in
der Reaktionsmischung vorhanden ist, eingesetzt werden. Nach einer kurzen Reaktionszeit, beispielsweise
von 15 bis 60 Minuten, wird die Reaktionsmischung langsam erhitzt und bei einer Temperatur von ca. 6O0C
gehalten. Danach wird Wasser zu der Reaktionsmischung gegeben, wobei man die Temperatur ungefähr
oberhalb von ca. 50°C hält. Nach weiterem Erwärmen verdickt sich die Reaktionsmischung und bei diesem
Verfahrenspunkt wird die Reaktionsmischung auf eine Temperatur im Bereich von ca. 10° bis ca. 50°C gekühlt.
Die Reaktionsmischung wird dann filtriert und das abgetrennte Produkt wird mit Wasser bis zur neutralen
Reaktion gewaschen und im Vakuum bei einer Temperatur nicht überhalb von 60°C getrocknet, das so
erhaltene Produkt ist N-(Phtha!imidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon.
Das
Benzophenon wird leicht in das i-(Cyclopropylmethyl)-5-phenyl-7-chlor-lH-l,4-benzodiazepin-2(3H)-on
durch das Verfahren, wie es in der U? 32 84 503 beschrieben ist, überführt.
Das Verfahren der erfindungsgemäßen Verwendung ist auch gegenüber dem in Chemical Abstracts, Band
63, 1965, Spalte 838/ b = US 32 54 503 beschriebenen Verfahren überraschend fortschrittlich und daher nicht
naheliegend. Die Oxidation findet beim erfindungsgemäßen Verfahren ir, ''I-..-- Stufe bei dem schon acylierten
Produkt statt, und die Oxidation wird mit CrOj durchgeführt, während nach dem bekannten Verfahren
die Oxidation in erster Stufe mit MnO2 durchgeführt wird. Es wurde gefunden, daß MnO2 ein sehr schwaches
Oxidationsmittel im vorliegenden Falle ist und bei der technischen Durchführung das Mangandioxid frisch
hergestellt werden muß, was eine zusätzliche Stufe darstellt und außerdem die Kosten der Herstellung
stark erhöht. Andererseits kann das Chromtrioxid, das nach dem vorliegenden Verfahren in letzter Stufe
eingesetzt wird, so genommen werden, wie es vom Hersteller kommt. Außerdem ergibt sich bei beiden
Verfahrensweisen ausgehend vom gleichen Ausgangsprodukt zum gleichen Endprodukt bei dem erfindungsgemäßen
Vorgehen eine Ausbeute von insgesamt 78% und beim bekannten Verfahren eine Ausbeute von
insgesamt 43%.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie jedoch zu beschränken.
Darstellung von N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
Bei diesem Beispiel wurden 9 kg (31,2 Mol) 5-Chlor-
J5 2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol und 38,81
Toluol in ein geeignetes Reaktionsgefäß gegeben und auf eine Temperatur gering über Zimmertemperatur
erwärmt. Die so erhaltene Lösung wurde unter Rühren abgekühlt auf eine Temperatur von ca. 15° C und bei
4(i dieser Temperatur gab man eine Lösung von 1,7 kg
(42,5MoI Natriumhydroxyd in 5,81 Wasser) zu. Die
wäßrige Natriumhydroxydlösung wurde in das Reaktionsgefäß langsam eingeführt, d.h. während einem
Zeitraum von ungefähr 15 Minuten, wobei man die Temperatur der Mischung bei ungefähr 15°C hielt.
Nachdem die Zugabe des Natriumhydroxyds beendet war, wurde eine Lösung von 8,64 kg (38,7 Mol)
Phthalimidoacetylchlorid in 191 Toluol langsam zugefügt. Die Zugabe erfolgte während einem Zeitraum
von ungefähr 90 Minuten, wobei die innere Temperatur der Reaktionsmischung innerhalb des Bereiches von ca.
18° bis ca. 20°C gehalten wurde. Während dieser Zugabe begann sich das Produkt in Form eines Niederschlages
auszuscheiden. Nach Beendigung der Zugabe wurde die Reaktionsmischung bei einer Temperatur
im Bereich von ca. 18° bis ca. 20° C für weitere 60 Minuten gerührt. Nach Beendigung dieser Zeit wurde
die Reaktionsmischung durch ein keramisches Filter über ein Tuch filtriert. Der Filterkuchen wurde zuerst mit
bo ungefähr 151 Wasser und danach mit ungefähr 3,81
Toluol gewaschen. Der gewaschene Filterkuchen wurde dann im Vakuumofen bei einer Temperatur von ca. 60°
bis ca. 70°C bei einem Druck von ca. 69 mm getrocknet. Man erhielt so 10,4 kg N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-
h5 2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol, Fp.= 140,5
bis 143°C.
Die Toluolschicht wurde von der Toluol-Wasser-Mutterlauge,
die man bei der vorherigen Filtration
erhalten hatte, getrennt. Die Wasserschicht wurde verworfen. Die Toluolmutterlauge wurde auf eine
Temperatur von 100C abgekühlt und bei dieser
Temperatur 24 Stunden gehalten. Aus der Lösung schied sich zusätzliche Produkt in Form eines Niederschlages
aus. Der Niederschlag wurde danach durch Filtration abgetrennt und der Filterkuchen wurde gewaschen und
getrocknet, wie in dem vorherigen Abschnitt beschrieben. Auf diese Weise erhielt man weitere 2 kg
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropy!methyl)- iu
aminoj-benzhydrol, Fp.= 135 bis 137°C.
Umkristallisation dieser Verbindung aus Acetonitril,
wobei man 2 Gewichtsteile Acetonitril pro Gewichtsteil der Verbindung verwendete, lieferten 1,7 kg N-(Phthal-
iniidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]- υ
benzhydrol. Fp.= 140,5 bis 145°C.
Die Gesamtausbeute des Produktes, nämlich 12,1 kg,
entsprechen 81% der Theorie.
B e i s ρ i e 1 2
Dieses Beispiel beschreibt die Überführung von N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-aminoj-benzhydrol
in N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon.
Zu einer Lösung von 31,9 I von Essigsäure und 638 ml Wasser fügt man 2,78 kg (27,8 Mol) Chromtrioxyd bei
einer Temperatur von ca. 200C. Die Mischung wird bei dieser Temperatur 30 Minuten gerührt, wonach man
während 40 Minuten und bei einer Temperatur von ca. 18° bis ca. 20°C 12 kg (25,3 Mol) N-(Phthalimidoacetyl)-S-chlor^-^cyclopropylmethylJ-aminopbenzhydrol
zufügt. Nach Beendigung der Zugabe der Benzhydrolverbindung wurde die Reaktionsmischung langsam auf eine
Temperatur von ca. 600C erwärmt. Die Reaktionsmischung wurde bei dieser Temperatur ca. 1 Stunde
gehalten. Danach wurden 65,4 I Wasser zugefügt, wobei man die Temperatur der Reaktionsmischung oberhalb
von ungefähr 50°C hielt. Die Reaktionsmischung wurde
durch ausfallende Feststoffe dickflüssig und an diesem Punkt wurde sie auf eine Temperatur von ca. 12°C
gekühlt. Die Mischung wurde auf einem Porzellanfilter über ein Filtertuch filtriert und der Filterkuchen wurde
mit Wasser gewaschen, bis die Waschwasser neutral reagierten. Das gewaschene Produkt wurde in einem
Vakuumofen bei einer Temperatur von ca. 60°C und einem Vakuum von ca. 69 mm (27 inches) getrocknet.
Man erhielt so 11,5 kg (96% der Theorie) N-(Phthal-
imidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon,
Fp.= 159 bis 1620C.
Das Reaktionsprodukt, das N-(Phthalimidoacetyl)-
5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon, wurde gemäß dem Verfahren von Beispiel V der
US 32 84 503 in das 1-(Cyclopropyl)-methyl-5-phenyl-7-chlor-lH-1,4-benzodiazepin-2(3H)-on.
Fp.= 145 bis 146° C, überführt.
Claims (3)
1. N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-l(cyc!opropylmethy])-ani!no]-benzhydrol der Formel
Cl
CH(OH)-
N-CH2-CO-N-CH2
bekannter Tranquilizer, der spannungsdämpfende und beruhigende Wirkung aufweist, ohne daß er die unerwünschten
Nebeneffekte wie Hypnose aufweist.
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cycIopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
wird hergestellt, indem man 1. S-Chlor^-f^cyclopropylmethylJ-aminoJ-benzhydrol
in einem inerten Lösungsmittel löst, 2. die Lösung, die man erhalten hat, mit einer wäßrigen Alkalilösung
behandelt und 3. danach folgend eine Lösung von Phthalimidoacetylchlorid in einem inerten organischen
Lösungsmittel zufügt. Nachdem man eine kurze Zeit bei niederer Temperatur gerührt hat, beginnt sich das
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropyl-
methyl)-amino]-benzhydrol aus der Lösung abzuscheiden. Das Produkt wird dann durch Filtration gewonnen
und kann gewünschtenfalls durch übliche Kristallisationsverfahren weiter gereinigt werden.
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylme-
N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylme-
jr> thyl)-amino]-benzhydrol wird in N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(eyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon
überführt, dem unmittelbaren Vorgänger des l-(CycIo-
überführt, dem unmittelbaren Vorgänger des l-(CycIo-
propyl)-methyl-5-phenyl-7-chlor-lH-l,4-benzodiazepin-2-(3H)-ons,
durch Umsetzung mit einer wäßrigen essigsauren Lösung von Chromtrioxyd.
In der US 32 84 503 wird ein Fünfstufenverfahren für die Herstellung von l-(Cyclopropylmethyl)-5-phenyl-7-chlor-1
H-1,4-benzodiazepin-2(3H)-on beschrieben. In der vierten Stufe dieses Verfahrens wird das
4r) 2-Cyclopropylmethylamino-5-chlorbenzophenon, das
durch Oxydation von 2-Cyclopropylmethylamino-5-chlorbenzhydrol mit überschüssigem Mangandioxyd
erhalten wurde, in Tetrahydrofuran mit Phthalimidoacetylchlorid am Rückfluß erhitzt, wobei das 2-(N-Phthalimidoacetyl-N-cyclopropylmethylJ-amino-
5-chlorbenzophenon entsteht. Bei Stufe V des Verfahrens der US 32 84 503 wird das bei Stufe IV erhaltene Benzophenon in einer Mischung von Chloroform und Äthanol mit überschüssigem Hydrazinhydrat umgesetzt, wobei das physiologisch aktive 1 -(Cyclopropyl-
5-chlorbenzophenon entsteht. Bei Stufe V des Verfahrens der US 32 84 503 wird das bei Stufe IV erhaltene Benzophenon in einer Mischung von Chloroform und Äthanol mit überschüssigem Hydrazinhydrat umgesetzt, wobei das physiologisch aktive 1 -(Cyclopropyl-
methyl)-5-phenyl-7-chlor-lH-1,4-benzodiazepin-2(3H)-on
gebildet wird.
Die Erfindung liefert ein anderes und verbessertes Verfahren zur Herstellung von I-(Cyclopropyl-
M) methyl)-5-phenyl-7-chlor-l H-l,4-benzodiazepin-2(3H)-on.
Bei diesem Verfahren wird das erfindungsgemäße neue Zwischenprodukt N-(Phthalimidoacetyi)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benziiydrol
hergestellt, dieses in das entsprechende Benzophenon um-
h5 gewandelt und letzteres in die physiologisch aktive
Benzodiazepinverbindung durch bekannte Verfahren überführt.
Bei der ersten Stufe des Verfahrens zur Herstellung
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in an sich bekannter Weise 5-ChIor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzhydrol
mit Phthalimidoacetylchlorid in Gegenwart von wäßrigem Alkali bei einer Temperatur im Bereich von
etwa 10 bis 3O0C umsetzt, wobei die Reaktion in
einem für das 5-Chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-aminoj-benzhydro! und das Phthalimidoacetylchlorid
geeigneten inerten organischen Lösungsmittel durchgeführt wird.
3. Verwendung der Verbindung nach Anspruch 1 zur Herstellung von N-Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon,
dadurch gekennzeichnet, daß man N-(Phthalimidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benz-
hydrol mit einer Lösung von Chromtrioxid in wäßriger Essigsäure bei einer Temperatur unterhalb
von Zimmertemperatur mischt, danach die Mischung auf eine Temperatur von 600C erhitzt,
Wasser zu der Reaktionsmischung gibt und diese auf eine Temperatur von ca. 500C erhitzt, bis sie durch
ausgefallene Feststoffe verdickt, das N-(Phthal-
imidoacetyl)-5-chlor-2-[(cyclopropylmethyl)-amino]-benzophenon ergibt.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |