DE20100401U1 - Beschlag für Sektionaltor - Google Patents
Beschlag für SektionaltorInfo
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Description
10.01.2001 00071-01 La/ou
Beschlag für Sektionaltor
Die Erfindung betrifft ein Sektionaltor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Sektionaltore bestehen üblicherweise aus mehreren horizontal übereinander angeordneten Lamellen. Die Lammellen werden jeweils über seitlich angeordnete Laufrollen in ortsfesten Schienen geführt. Die vertikal wandseitig montierten Schienen gehen über einen Kurvenbogen in eine horizontale Lage paralell zur Gebäudedekke über. Von der geschlossenen zur geöffneten Position des Tores durchlaufen die Laufrollen die vertikalen Schienen durch den Schienenbogen bis zur horizontalen Endposition. Die oberen Laufrollen der obersten Abschlußlamelle werden häufig in einer separaten Schiene geführt, die unmittelbar über der horizontalen Schiene angeordnet ist. Diese separate Schiene geht nicht über einen Bogen in einen vertikalen Bereich über, sonder verläuft mit wenig Neigung in etwa geradlinig bis zum Sturzpunkt. Hierdurch ist es möglich, die obere Lamelle dicht an Seitenzarge und Sturz zu klappen. Alternativ kann das Anklappen der oberen Lamelle aber auch ohne separate Laufschiene durch einen Klappmechanismus im Bereich der oberen Torlaufrollen realisiert werden.
• · · 1
Die zuvor beschriebene separate Laufrollenführung führt dann zu einem Problem, wenn das Tor mit einem Garagentorantrieb gekoppelt wird. Der Garagentorantrieb besteht üblicherweise aus einem in einer Antriebsschiene translatorisch verfahrbaren Schlitten. Dieser wird mit dem Sektionaltor über einen Tormitnehmer bzw. eine Zugstange an die obere Lamelle gekoppelt. In der letzten Phase der Schließbewegung entsteht durch die Klappbewegung der oberen Lamelle ein Kniehebeleffekt in der Weise, daß die unteren Lamellen in ihrer vertikalen Führung wenig Weg zurücklegen, während die obere Lamelle mit dem Tormitnehmer und dem Schlitten einen großen Weg zurücklegen muß. Im Verhältnis der unterschiedlichen Wegstrecken steigt in etwa das Kraftpotential der unteren Lamellen, bzw. der unteren Torkante, gegenüber der Kraft des Führungsschlittens im Antrieb. Falls nun während der letzten Schließphase ein Hindernis die Torunterkante berührt, entstehen an der dort vorhandenen auf Berührung reagierenden Abschalteinrichtung vergleichsweise große Abschaltkräfte.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein gattungsgemäßes Sektionaltor mit einem translatorischen Garagentorantrieb derart weiter zu bilden, daß hier ein überproportionaler Anstieg der Abschaltkräfte an der Torunterkante während der Schließphase wirksam verhindert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird das gattungsgemäße Sektionaltor derart weiter gebildet, daß starre Tormitnehmer im unteren Schwenkbereich der obersten Lamelle oder nahe zu diesem angelenkt ist und daß zusätzlich ein flexibles Zugelement vorgesehen ist, das im oberen Bereich der Lamelle angelenkt ist. Die entsprechende Anordnung des Tormitnehmers führt zur Reduzierung der Abschaltkräfte im Bereich der Torunterkante während der Schließphase, da der Tormitnehmer das Tor an einem Punkt angreift, an dem sich der Kniehebeleffekt der oberen Lamelle nicht auswirkt. Der torseitige Drehpunkt des Tormitnehmers liegt hierbei auf oder in der Nähe des Drehpunkts der Laufrollen, die in der vertikal/horizontal verlaufenden Laufschiene geführt sind. Ein zusätzliches flexibles Zugelement greift im oberen Bereich der Lamelle an, also in einem Bereich, an dem gemäß dem Stand der Technik der starre Tormitnehmer angelenkt war. Dieses zusätzliche fle-
xible Torelement dient zum Auffahren des Tores aus der geschlossenen Position. Der nach der vorliegenden Erfindung weiter unten an der Lamelle starre Tormitnehmer verschwenkt nun den Schlitten, ohne im unteren Drehpunkt wesentliche Wege zurücklegen zu müssen. Nach Beendigung eines Schwenkbereichs erfolgt die erforderliche Zugkraftübertragung über den starren Tormitnehmer, während sich das bis dahin auf Zug beanspruchte flexible Zugelement verformt und außer Funktion gesetzt wird. Der weitere Öffnungsvorgang wird dann durch den starren Tormitnehmer durchgeführt. Druckkräfte während des Schließvorganges übernimmt nur der starre Tormitnehmer, der in seinem torseitigen Drehpunkt gleichförmig mit der Torunterkante die Bewegungsstrecke durchfährt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.
Demnach kann der starre Tormitnehmer aus einer zweifachen in gleicher Richtung gebogenen Schiene bestehen. Der Tormitnehmer ist vorteilhaft über ein Toranschlußelement auf der Torlamelle befestigt, wobei das Toranschlußelement aus einer Schiene bestehen kann. Die das Toranschlußelement bildende Schiene kann in ihrer Länge verstellbar sein.
Besonders vorteilhaft ist der Anlenkpunkt für den starren Tormitnehmer verstellbar. Auch kann der starre Tormitnehmer in seiner Länge verstellbar sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das flexible Zugelement mit seinem freien Ende an dem starren Tormitnehmer angreifen. Auch der Angriffspunkt des flexiblen Zugelements am Toranschlußelement kann verstellbar sein.
Besonders vorteilhaft ist der starre Tormitnehmer in seinem Anlenkpunkt innerhalb der Lamelle gegen eine Federvorspannung längsverschieblich gelagert. Damit kann aus der geschlossenen Bewegung heraus das flexible Zugelement möglichst lange aufZug beansprucht werden.
-A-
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen:
Figur 1: eine teilweise geschnittene schematische Ansicht eines Ausschnitts eines erfindungsgemäßen Sektionaltors,
Figur 2: ein Detail einer modifizierten Ausführungsvariante einer der Figur 1 entsprechenden Ausführungsform und
Figur 3: eine der Figur entsprechende Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Sektionaltors in geöffneter Stellung.
In Figur 1 ist ein Teil eines bauüblichen Sektionaltors dargestellt. Dieses besteht aus Lamellen, von denen hier nur die oberste Lamelle 10 und die daran anschließende Lamelle 12 dargestellt sind. Die Lamellen sind über einen Schwenkbeschlag 14 in bekannter Art und Weise schwenkbar miteinander verbunden. Die Lamellen weisen seitlich jeweils an oder nahe ihrer seitlichen Eckbereiche Laufrollen auf. So ist in der Darstellung gemäß Figur 1 bei der obersten Lamelle 10 eine seitliche Laufrolle 16 im oberen Bereich der Lamelle und eine seitliche Laufrolle 18 im unteren Bereich der Lamelle dargestellt. Diese Laufrollen sind jeweils an beiden Seiten der Lamelle vorgesehen. Sie laufen in hier nicht näher dargestellten ortsfesten Führungsschienen, die einerseits vertikal wandseitig montiert sind und über einen Kurvenbogen in die horizontale Lage parallel zur Gebäudedecke übergehen. Entlang dieser Schienen verlaufen die Laufrollen 18. Die oberste Laufrolle 16 dagegen verläuft in einer separaten Schiene, die in der Figur 1 ebenfalls aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt ist. Diese Schiene ist unmittelbar über der horizontalen Schiene angeordnet, wobei diese Schiene nicht über einen Bogen in den vertikalen Bereich übergeht, sondern mit wenig Neigung in etwa geradlinig bis zum Sturz 20 verläuft. Durch die Anordnung dieser parallelen Schiene ist es möglich, die obere Lamelle 10 dicht an Seitenzarge und Sturz 20 zu klappen. Ebenfalls parallel zur Gebäudedecke 22 ist eine Führungsschiene 24 für einen hier nur schematisch dargestellten translatorisch bewegbaren Garagentorantrieb angeordnet. An den trans-
latorisch in Doppelfallrichtung a hin und her bewegbaren Schlitten 26 ist an einer Seite ein Tormitnehmer 28 schwenkbar angelenkt. Der Tormitnehmer 28 ist zweifach gebogen, wobei die Biegung derart gestaltet ist, daß der größte Bereich des Tormitnehmers 28 in der horizontalen Lage des Tores, wie sie in Figur 3 dargestellt ist, parallel zur Gebäudedecke ausgerichtet ist.
Der Tormitnehmer 28 ist schwenkbar über eine als Toranschlußelement dienende Schiene 30 an der obersten Lamelle 10 angelenkt. Die Schiene 30 ist, wie in der Figur 1 dargestellt, mit der Torlamelle verschraubt. Wesentlich ist es, daß der starre Tormitnehmer 28 nahe dem unteren Schwenkbereich der Torlamelle angelenkt ist. Die Schiene 30 ist zur Anpassung an die Torlamelle in ihrer Länge verteilbar, wobei sie, wie in Figur 1 dargestellt, geteilt ist, und durch eine Langlochführung mit eingreifender Klemmschraube in der gewünschten Länge festlegbar ist. Auch der starre Tormitnehmer 28 ist in seiner Länge verstellbar, wobei diese Verstellbarkeit wie in Figur 1 dargestellt, durch eine Unterteilung des Tormitnehmers in Lochblechstangen, die in einem gewünschten Abstand miteinander verschraubbar sind, realisiert ist. Der Anlenkpunkt für den starren Tormitnehmer ist ebenfalls verstellbar, wobei diese Verteilung in der Ausführungsvariante gemäß durch das Vorsehen unterschiedlicher Löcher 32 in der das Toranschlußelement bildenden Schiene 30 gebildet sind.
Zusätzlich zu dem starren Tormitnehmer 28 ist ein flexibles Zugelement 34 vorgesehen, das sich zwischen einem Anlenkpunkt 36 im oberen Bereich der Lamelle und einem Anlenkpunkt 38 an dem starren Tormitnehmer 28 erstreckt. Der Anlenkpunkt 36 ist über eine entsprechende Langlochführung 40 ebenfalls verstellbar. Auch der Anlenkpunkt am starren Tormitnehmer 28 ist durch entsprechendes Vorsehen von Löchern 42 entsprechend verstellbar.
In Figur 1 ist das Sektionaltor in geschlossener Stellung dargestellt. Die Lamellen 10, 12 sind in dieser Stellung vertikal ausgerichtet. Das flexible Zugelement 34 ist gespannt. Wird nun der Schlitten 26 in die rechte Richtung des Doppelfalls a in Figur 1 bewegt, wird über den starren Tormitnehmer 28 und das gespannte flexible
Zugelement 34 eine Zugkraft auf den Anlenkpunkt 36 ausgeübt, also daß die Laufrollen 16 entlang der hier nicht näher dargestellten oberen Führungsschiene bewegt werden. Hierdurch wird eine erste Öffnung des Sektionaltors eingeleitet. Sobald die zweiten Laufrollen 18 in dem Bereich des hier nicht näher dargestellten Kurvenbogens der zweiten Führungsschiene gelangen, verliert das gespannte Zugelement 34 seine Spannung und die weitere Krafteinleitung erfolgt über den starren Tormitnehmer 28.
In Figur 3 ist das Sektionaltor in geöffneter Stellung gezeigt, wobei hier deutlich wird, daß das flexible Zugelement 34 nicht mehr gespannt ist.
In Figur 2 ist eine verbesserte Ausführungsvariante gegenüber derjenigen nach Figur 1 dargestellt. Hier ist der Anlenkpunkt des starren Tormitnehmers 44 in einem Langloch 46 geführt. Mittels einer Druckfeder 48 wird der Anlenkpunkt 44 an das untere Ende des Langlochs 46 gedrückt. Durch diese Anordnung kann aus der geschlossenen Bewegung heraus das flexible Zugelement 34 länger auf Zug beansprucht werden.
Claims (10)
1. Sektionaltor bestehend aus mehreren schwenkbar miteinander verbundenen Lamellen, wobei jede Lamelle seitlich jeweils an oder nahe ihrer seitlichen Eckbereiche Laufrollen aufweist, die zum Führen des Tores in entsprechenden Führungsschienen dienen, und wobei an der in geschlossener Torstellung obersten Lamelle ein starrer Tormitnehmer angeordnet ist, über den das Sektionaltor mit einem translatorisch bewegbaren Garagentorantrieb koppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der starre Tormitnehmer im unteren Schwenkbereich der obersten Lamelle oder nahe zu diesem angelenkt ist und daß zusätzlich ein flexibles Zugelement vorgesehen ist, das im oberen Bereich der Lamelle angelenkt ist.
2. Sektionaltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der starre Tormitnehmer aus einer zweifach in gleicher Richtung gebogenen Schiene besteht.
3. Sektionaltor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tormitnehmer über ein Toranschlußelement auf der Torlamelle befestigt ist.
4. Sektionaltor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Toranschlußelement eine Schiene ist.
5. Sektionaltor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene in ihrer Länge verstellbar ist.
6. Sektionaltor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlenkpunkt für den starren Tormitnehmer verstellbar ist.
7. Sektionaltor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der starre Tormitnehmer in seiner Länge verstellbar ist.
8. Sektionaltor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Zugelement mit seinem freien Ende an dem starren Tormitnehmer angreift.
9. Sektionaltor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffspunkt des flexiblen Zugelements am Toranschlußelement verstellbar ist.
10. Sektionaltor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der starre Tormitnehmer in seinem Anlenkpunkt innerhalb der Lamelle gegen eine Federvorspannung längsverschieblich gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20100401U DE20100401U1 (de) | 2001-01-10 | 2001-01-10 | Beschlag für Sektionaltor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20100401U DE20100401U1 (de) | 2001-01-10 | 2001-01-10 | Beschlag für Sektionaltor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20100401U1 true DE20100401U1 (de) | 2001-05-23 |
Family
ID=7951425
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20100401U Expired - Lifetime DE20100401U1 (de) | 2001-01-10 | 2001-01-10 | Beschlag für Sektionaltor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20100401U1 (de) |
-
2001
- 2001-01-10 DE DE20100401U patent/DE20100401U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20010628 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20040210 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20061121 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20090801 |