DE2009556C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines Lichtstrahls - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines LichtstrahlsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahls in
einem durchsichtigen piezoelektrischen, einkristallinen Halbleiterkörper durch Verändern eines am Halbleiterkörper anliegenden elektrischen Feldes, sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung desselben.
Auf vielen Gebieten der Technik, insbesondere auf den Gebieten der Datenübertragung und der Datenverarbeitung, werden neuerdings in steigendem Umfang
optische Elemente verwendet. Zu den wichtigsten dieser optischen Elemente gehören die sogenannten Strahl-Ablenker, das sind Anordnungen zur steuerbaren
Veränderung der Lage und/oder der Richtung eines Lichtstrahls.
Lichtstrahlen mit steuerbar veränderlicher Lage werden seit langem, beispielsweise in der Fernsehtechnik, zur Abtastung eines Bildes durch Nipkowscheiben,
Spiegelräder, Kathodenstrahlröhren usw. erzeugt. In neuerer Zeit wurden elektrooptische Lichtablenker
entwickelt, die beispielsweise aus einer elektrooptischen Anordnung zur steuerbaren Drehung der Polarisationsebene eines Lichtstrahls und einem dahinterliegenden
doppelbrechendem Kristall bestehen, der vom abzulenkenden Strahl in Abhängigkeit von der Lage seiner
Polärisätiönsriehtung entweder als ordentlicher oder als außerordentlicher Strahl durchsetzt wird. Durch die
beschriebene Anordnung kann ein Lichtstrahl jeweils in eine von zwei verschiedenen Lagen überführt werden.
Ist eine größere Anzahl von Lagen erforderlich, so muß die Anzahl der aus jeweils einem elektrooptischen
Element zur steuerbaren Drehung der Polarisationsebene und einem doppelbrechendem Kristall von oft
erheblicher Länge bestehenden Ablenkstufen entspre
chend vergrößert werden. Das hat zur Folge, daß
Ablenkanordnungen für eine größere Anzahl von Ablenklagen sehr umfangreich und kostspielig sind. Die
an der großen Anzahl von Flächen auftretenden Lichtverluste werden dabei so groß, daß die Anwend
barkeit derartiger Lichtablenker stark eingeschränkt
wird.
In der US-Patentschrift 33 92 368 wird eine Anordnung beschrieben, bei der in einer Flüssigkeit eine
Schallwelle mit Hilfe eines Laserstrahls erzeugt wird.
Der Laserstrahl wird von dieser Schallwelle teilweise ungebeugt durchgelassen und teilweise unter dem
Braggschen Winkel reflektiert. Eine steuerbare Ablenkung des Lichtstrahles wird in dieser Literaturstelle
nicht beschrieben.
In der englischen Patentschrift 10 60 954 wird eine Vorrichtung zur Ablenkung eines Lichtstrahls beschrieben, die aus einem oder mehreren, zwischen zwei
Hohlspiegeln und zwei Linsen angeordneten elektrooptisch aktiven Körpern und einer zu ihrer Anregung dienenden, eine periodisch sich ändernde Spannung erzeugenden Spannungsquelle besteht. Die Anordnung
ist so getroffen, daß ein zwischen den beiden Hohlspiegeln mehrfach reflektierter Lichtstrahl bei
jedem Durchgang durch den oder die elektrooptisch
e,5 aktiven Körper jeweils um einen Winkel abgelenkt
wird, der größer als der Ablenkwinkel beim vorherigen Durchgang ist. Bedingt durch die Fokussierung des
abzulenkenden Lichtstrahls auf die Flächen der
Hohlspiegel können mit dieser Vorrichtung nur Lichtstrahlen mit relativ geringen Intensitäten abgelenkt
werden. Darüber hinaus ist mit der beschriebenen Vorrichtung die Ablenkung eines Lichtstrahls auf einen
beliebigen Punkt nicht möglich, da, wie leicht einzusehen, nur eine periodische Ablenkung eines Lichtstrahls
entlang einer Geraden oder entlang einer Schar konzentrischer Kreise möglich ist Ein weiterer
schwerwiegender Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß die zur Steuerung eines elektrooptisch
aktiven Kristalls erforderlichen Spannungen in der Größenordnung von mehreren 1000 Volt liegen.
Die Erfindung geht von der Aufgabenstellung aus, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens anzugeben, mit dem der technische Auf- |5 wand zum Steuern der Ablenkung eines Lichtstrahls bei
geringen Lichtverlusten relativ klein gehalten werden kann, mit dem der Lichtstrahl unter Verwendung
wesentlich niedrigerer Spannungen wahlweise steuerbar auf eine Vielzahl von Punkten gerichtet werden
kann und mit dem auch Strahlen mit sehr hohen Intensitäten um große Winkel abgelenkt werden
können.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Die Ablenkung des Lichtstrahles erfolgt also durch stimulierte Brillouin-Streuung, im folgenden kurz SBS
genannt
Durch die Erfindung werden die bei den bekannten elektrooptischen Ablenkvorrichtungen erforderlichen,
in größeren Stücken sehr schwer herzustelleirden und
auch störanfälligen elektrooptisch aktiven Einkristalle durch piezoelektrische Einkristalle ersetzt, die einfacher
herzustellen sind und mit wesentlich niedrigeren Spannungen gesteuert werden können. Darüber hinaus
ist es mit einer Ablenkeinheit gemäß der Erfindung möglich, einen Lichtstrahl um eine sehr große Anzahl
von Winkeln abzulenken. Als weiterer wesentlicher Vorteil ist die Tatsache zu betrachten, daß der mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren maximal mögliche Ablenkwinkel um 10er Potenzen größer als die mit den
bisher bekannten elektrooptischen Vorrichtungen erzieibaren Ablenkwinkel ist.
Die SBS erfolgt in der Richtung, in der die gestreute
Lichtwelle und die erzeugte Schallwelle ihren maximalen Nettogewinn (Gewinn abzüglich Verluste) haben.
Die wesentlichste Gewinnquelle bei der SBS beruht auf der parametrischen Kopplung der Schallwelle mit der
optischen Welle durch Elektrostriktion. Auf dieser Erscheinung beruht die vorliegende Erfindung. Die
steuerbare Änderung der Richtung des gestreuten Lichtstrahles wird dadurch erreicht, daß eine zusätzliche
Gewinnquelle vorgesehen wird, die beispielsweise in einem piezoelektrischen Halbleiterkörper durch ein
elektrisches Gleichfeld gebildet wird. Wird in einem piezoelektrischen Halbleiterkörper durch einen Laserstrahl
eine SBS erzeugt, so kann die Richtung der dabsi angeregten Schallwelle entweder durch Änderung der
Größe des an den Halbleiterkörper gelegten elektrischen Gleichfeldes oder durch Änderung seiner
Richtung geändert werden.
Man läßt einen Laserstrahl von 50 Milliwatt/cm2 bis
20 Megawatt/cm2 oder mehr in einen Halbleiterkörper eintreten. Der Laserstrahl erzeugt in diesem Halbleiterkörper
eine Schallwelle, die immer unter dem Braggschen Winkel auftritt. Gleichzeitig wird an den
Halbleiterkörper ein elektrisches Gleichfeld veränderlicher Stärke gelegt. Durch die Änderung der Stärke
dieses Feldes wird die Fortpflanzungsrichtung der Schallwelle geändert, wodurch auch die Richtung des an
dieser Welle gestreuten Lichtes geändert wird. Es ist aber auch möglich, die Stärke des angelegten elektrischen
Gleichfeldes konstant zu halten und statt dessen seine Richtung zu ändern. Die Richtungsänderung des
angelegten elektrischen Feldes bewirkt eine Änderung der Fortpflanzungsrichtung der Schallwelle und somit
der Richtung des an dieser Schallwelle gestreuten oder reflektierten Laserlichtstrahles. Der mit diesem Verfahren
erreichbare Ablenkwinkel ist um mehrere Größenordnungen größer als die Ablenkwinkel, die mit
elektrooptischen Prismen erreicht werden können. Der Anteil des nach diesem Verfahren gestreuten Lichtes ist
wesentlich größer als der bei der bekannten Brillouin-Streuung erzielbare Anteil.
Die Erfindung wird anschließend anhand der Figuren näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem piezoelektrischen Halbleiterkristall,
F i g. 2 tine Darstellung zur Erläuterung der Wirkungsweise der in Fig. 1 wiedergeg,·.Denen Anordnung
bei sich ändernder Richtung des angelegtun elektrischen
Feldes,
Fig.3 eine Darstellung zur Erläuterung der Wirkungsweise
der in Fig. 1 wiedergegebenen Anordnung bei einer Änderung der Stärke des angelegten
elektrischen Feldes,
F i g. 4 eine schematische Darstellung der Abhängigkeit der Richtung des Laserstrahls von der Stärke des
angelegten elektrischen Feldes,
Fi g. 5 eine schematische Darstellung der akustischen
Verluste im Kristall als Funktion des an den Kristall angelegten elektrischen Feldes.
Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung besteht aus einem anisotropen piezoelektrischen Kristall 2, der
beispielsweise aus CdS, ZnS oder ZnO besteht. Der Kristall 2 kann beispielsweise aus einem Kubus mit den
Kantenlängen von 1 cm bestehen. An der oberen Fläche 10 des Kristalls ist eine Spannungsteilei schaltung 4
angeordnet, die aus den Widerständen 6A,6flbis 6£und
den Elektroden 8A 8ß bis 8F besteht. An der unteren Fläche 12 des Kristalls, die zur oberen Fläche 10 parallel
verläuft, ist ein ähnliches Netzwerk angeordnet, das aus
den Widerständen 10-4 bis 10£und den Elektroden 12/4
bis 12Fbesteht. Mit Hilfe von Spannungsquellen 14 und 16 wird ein durch den Kristall 2 verlaufendes
homogenes elektrisches Gleichfeld erzeugt. Weiterhin ist eine veränderliche Spannungsquelle 18 vorgesehen,
die zwischen den beiden Spannungsteilerschaltungen liegt. Der in F i g. 1 durch die mit / bezeichneten
gestrichelten Linien dargestellte Verlauf der Äquipotentiallinien des elektrischen Feldes liegt dann vor, wenn
die Spannung der veränderlichen Spannungsquelle 18 Null 1Jt. Wenn der vom Laser 22 ausgehende kohärente
polarisierte Lichtstrahl 20 in den Kristall 2 eintritt, wird eine Schallwelle 2i erzeugt, deren Fortpflarczungsrichtung
etwa mit der Richtung 19 des Gleichfeldes übereinstimmt. Die Richtung des gestreuten Strahles 20
wird durch den Braggschen Winkel definiert.
Der von dem entweder kontinuierlich oder im Impulsbetrieb arbeitenden Laser 22 erzeugte Strahl 20
tritt in den Kristall 2 ein und erzeugt darin stimulierte Brillouin-Streuung, d. h., der Strahl 20 erzeugt im
Kristall 2 eine Schall-Wanderwelle, die als teildurchlässiger Spiegel wirkt, der einen Teil des ursprünglichen
Laserstrahls durchläßt und den anderen Teil reflektiert oder streut. Die Reflexion erfolgt unter dem Braggschen
zu
Winkel, für den der wirksame Gewinn der gestreuten Lichtwelle und der erzeugten Schallwelle ein Maximum
ist.
Es sei angenommen, daß bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung die Spannungsquellen 14 und
16 eine Spannung von 500 V liefern und daß die Spannung der Spannungsquelle 18 stetig von O bis 100 V
geändert werden kann. Ist die Spannung der Spannungsquelle 18 100 V, so liegt die Spannung des Punktes
P bei 400 V während die Spannung des Punktes Q bei - 100 V liegt. Das hat eine Änderung des Verlaufs der
Äquipotentiallinien zur Folge, die durch die gestrichelten Linien /dargestellt werden. In diesem Zustand liegen
die Elektroden SA und 12ß auf einem Potential von
400 V, während die Elektroden 8ß und 12Cauf einem Potential von 300 V usw. liegen. Es ist leicht einzusehen.
daß bei einer kontinuierlichen Veränderung der Spannung der Spannungsquelle 18 die Richtung 19 des
elektrischen Gleichfeldes um den Winkel Φ gedreht wiiii. Auf uiesc Weise wild liie Auieiikuiig lies Siiallies /u
20 durch Änderung des den piezoelektrischen Halbleiterkörper durchsetzenden elektrischen Feldes verändert.
Durch eine die Änderung der Richtung des elektrischen Feldes bewirkende Änderung der Richtung
der Equipotentiallinien /wird die Richtung der kleinsten akustischen Verluste geändert. Folglich wird bei einem
aus einer bestimmten Richtung einfallenden Strahl 20 die durch die stimulierte Brilloin-Streuung angeregte
Schallwelle geändert. Da der Braggsche Winkel bei der stimulierten Brillouin-Streuung stets beibehalten wird,
ändert sich die Richtung des k-Vektors des Strahles 20. Aus den F i g. 1 und 2 ist zu entnehmen, wie die Richtung
eines polarisierten Lichtstrahls durch stimulierte Brillouin-Streuung in einem piezoelektrischen Halbleiterkörper
steuerbar geändert werden kann. Diese Riehtungsänderung
des abzulenkenden Strahles erfolgt durch Änderung der Richtung eines den Halbleiterkörper
durchsetzenden elektrischen Feldes, durch die die Richtung der bei Erzeugung der stimulierten Brillouin-Streuung
auftretenden Schallwelle geändert wird. Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung wird im
Gegensatz zu den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnungen die Ablenkung des Lichtstrahls durch
Veränderung der Stärke des an dem Halbleiterkristall 2 angelegten elektrischen Feldes £bewirkt. Die Richtung
der Äquipotentiallinien / bleibt dabei unverändert. Die Ablenkung des Strahles 20 im Kristall 2 wird somit
durch Erhöhung der von den Spannungsquellen 14 und 16 erzeugten Spannungen bewirkt, die eine Erhöhung
der Dichte der Equipotentiallinien /zur Folge hat.
Die Drehung der an der durch den Laserstrahl 20 erzeugten Schal'welle gestreuten Strahlung als Folge
der Vergrößerung des elektrischen Feldes £ wird im Zusammenhang mit den F i g. 4 und 5 erläutert In F i g. 5
wird die Absorption der Schallenergie während des Fortschreitens der Welle im Halbleiterkörper dargestellt
Das Feld E wächst in Richtung des auf der Abszisse eingezeichneten Pfeiles. Die Verluste werden
durch die Ordinaten-Werte dargestellt Aus der in F i g. 5 wiedergegebenen Kurve CTist ersichtlich, daß der
maximale Gewinn der durch den Kristall 2 verlaufenden Schallwelle dann vorliegt, wenn das elektrische Feld den
Wert En, hat Wird die Energie P der Schallwelle als
Funktion der Tiefe ihres Eindringens in den Kristall 2 aufgetragen, so ist
P= P0 ■ e
-rtl.
wobei Po die ursprüngliche Energie der Schallwelle, L
die Länge des Weges im Kristall 2 und λ der Absorptionskoeffizient des Kristalls 2 ist.
Der dem Wert Em auf der Kurve £ entsprechende
Wert von «m ist negativ, so daß P bei diesem negativer
Wert größer ist als Po. Hat das elektrische Feld feinen
größeren Wert als £"m so liegt die Richtung des
maximalen Gewinns der Schallwelle nicht mehr in Richtung des elektrischen Feldes £, sondern in Richtung
En* Wächst das elektrische Feld über den Wert E-, so
liegt der maximale Gewinn der Schallwelle in Richtung von Em— £cos Θ. Da die Schall-Verluste einen kleinsten
Wert <xm haben, der für einen bestimmten Wert des
elektrischen Feldes eintritt, und zwar für den Wert En
wird bei Anwachsen des angelegten elektrischen Feldes über En, der kleinste Verlust nicht mehr in Richtung des
elektrischen Feldes, sondern in Richtung θ liegen, wobei
E cos θ = En,
ist. Bei Vergrößerung des Wertes £muß der Wert von 6 wachsen, damit En, konstant bleibt. Diese sich ändernden
Werte von θ bestimmen somit die Drehung des ursprünglichen Laserstrahls 20 durch die durch ihr
erzeug-e Schallwelle. In Fig. 4 werden verschiedene Werte von θ für verschiedene Werte £wiedergegeben.
Bei der vorliegenden Erfindung wird von zwei Gewinn- bzw. V^rstärkungsuriachen Gebrauch gemacht.
Durch die Ausnutzung der stimulierten Brillouin-Streuung wird eine Schallwelle erzeugt, die immer in
Richtung des maximalen Gewinns in einem Halbleiterkörper verläuft, während alle anderen Schallwellen
nicht erzeugt werden. Wird die Stärke oder die Richtung eines im Halbleiterkörper verlaufenden
elektrischen Feldes geändert, so wird der maximale Gewinn im Halbleiterkörper beibehalten. Die Richtung
dieses maximalen Gewinns jedoch geändert. Das auf der Ausnutzung dieser beiden Gesetzmäßigkeiten beruhen
de Verfahren ermöglicht eine einfache, schnelle und wirksame steuerbare Ablenkung eines Lichtstrahls.
Nachdem eine nach diesem Verfahren arbeitende Anordnung monochromatische kohärente Strahlen,
insbesondere auch Laserstrahlen, ablenken kann, können auch Strahlen sehr hoher Lichtintensität
abgelenkt werden.
Bei der in F i g. 2 dargestellten Anordnung betragen die Steuerwerte für eine Ablenkanordnung mit einem
piezoelektrischen Halbleiterkörper 2 von 1 cm3 jeweils 1500V für die Spannungsquellen 14 und 16 und einen
Bereich von ±100 V für die Spannungsquelle 18. Mit einer derartigen Anordnung kann ein Strahl um ±3,83°
gedreht werden. Bei der in Fig.3 dargestellten
Anordnung, bei der das elektrische Feld durch Änderung der Höhe der an den Kristall angelegten
Spannungen geändert wird, erzeugen die Spannungsquelle 14 und 16 Spannungen, die zwischen 1000 und
1200V kontinuierlich verändert werden können. Bei derartigen Anordnungen kann ein Ablenkwinkel von θ
von etwa 4,8° verwirklicht werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahls in einem durchsichtigen piezoelektrischen, einkristallinen Halbleiterkörper durch Verändern eines am Halbleiterkörper anliegenden elektrischen Feldes, dadurch
gekennzeichnet, daß man auf den vom Lichtstrahl (20) durchsetzten Halbleiterkörper (2)
eine Laserstrahlung einer solchen Strahlungsdichte einwirken IaBt, daß eine eine stimulierte Brillouinstreuung bewirkende Schallwelle erzeugt wird, und
daß durch Änderung der Richtung und/oder der Stärke des anliegenden elektrischen Feldes die
Richtung der maximalen Verstärkung der Schallwelle und der an ihr gestreuten Lichtwelle im
Halbleiterkörper geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den abzulenkenden Strahl (20)
beeinflussende Schallwelle durch den abzulenkenden Strahl selbst angeregt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den abzulenkenden Strahl (20)
beeinflussende Schallwelle von einer anderen Strahlung angeregt wird.
4. Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahls zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen durchsichtigen, piezoelektrischen, einkristallinen Halbleiterkörper (2) mit
jeweils mehreren, an gegenüberliegenden Flächen (10, 12) beiderseits des abzulenkenden Strahles
angeordneten Elektrolyten (BA bis 8Fund 12/1 bis
\2F% jeweils zwischen den auf einer Seite angeordneten Elektroden befindlichen Spannungsteilern (6A
bis 6£und 1OA bis iQE) und je einer mit den Enden
der Spannungsteilerkette verbundenen Spannungsquelle (14, 16) sowie durch eine zwischen diesen
beiden Stromkreisen liegende veränderbare Spannungsquelle (18).
5. Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahles zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen durchsichtigen, piezoelektrischen, einkristallinen Halbleiterkörper (2) mit
jeweils mehreren, an gegenüberliegenden Flächen (10, 12) beiderseits des abzulenkenden Strahls
angeordneten Elektroden (SA bis SF und t2A bis
12F) und jeweils zwischen den auf einer Seite angeordneten Elektroden befindlichen Spannungsteilern (6Λ bis 6£"und 10Λ bis XQE), und durch je eine
mit den Enden der Spannungsteilerkette verbundene, veränderliche Spannungsquelle (14,16).
6. Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahls nach Anspruch 4
oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper (2) aus CdS besteht.
7. Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahls nach Anspruch 4
oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper^) aus ZnS besteht
8. Vorrichtung zum Steuern der Ablenkung eines monochromatischen Lichtstrahls nach Anspruch 4
oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper (2) aus ZnO besteht.
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