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Silo zum Erwärmen von Betonmineral Diese Erfindung: bezieht sich
auf-ein 8110 zum Erwärmen von Betonmineral, das ein oder mehrere lotrechte, mit
Wärmeisolierung versehene Behälter für Mineral, einen Ventilator und einen Luftwärmer
sowie eine im unteren Teil des Behälters angeordnete, nach unten offene Blas-rinne
zum Luftblasen in den Behälter umfaßt.
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Eine bedeutende Unannehmliohkeit bei einem Silo oben genannter Art
besteht darin, daß die feine Grundsubstanz des Betons, die aus Mineral besteht,
welchee ein 8 mm grobes Sieb passiert hat, sich komprimiert und so im Silo zusammenbackt,
daß dieser nicht entleert werden kann. Dies hatte zur Folge, daß man zum Leeren
des Silos von Mineral und besonders von Filler besondere Arbeitskraft hinzuziehen
mußte. Diesen Nachteil hat man dadurch zu vermeiden versucht, daß man den Silo mit
Vibratoren, Schraubenförderern oder ähnlichen Vorrichtungen versah. Der Bedarf an
Kraft ist Jedoch in solchen Vorrichtungen groß und die Konstruktion des Silos wird
dadurch kompliziert und teuer. Ein anderer wesentlicher Nachteil bei Mineralsilos
der genannten Art ist der große Wärmebedarf. Dies beruht darauf, daß der Luftventilator
oder die Ventilatoren mit den Erhitzungsvorrichtungen außerhalb des Silos angebracht
sind und daß die warme Luft aus dem Oberteil des Silos an die Umgebung abgegeben
wird, weshalb die zu erwärmende Luftmenge erheblich ist.
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Die vorliegende Erfindung verfolgt den Zweck, die genannten Nachteile
zu beseitigen, Diese Aufgabe wurde dadurch gelost, daß innen im Behälter oberhalb
der Blaerinne in lotrechter Richtung im Abstand voneinander mehrere nach unten zu
offene, in der Hauptsache waagrechte Rinnen angeordnet sind, die paarweise unmittelbar
aufeinander plaziert sind und ein rechtwinkeliges Kreuz bilden, wobei die Kreuzungspunkte
sich auf der lotrechten Mittellinie des Behälters oder seitloch davon befinden.
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Der Vorteil eines derartigen Silos besteht darin, daß vor allem die
feine Grundeubstanz des erwärmten Betons, insbesondere der Piller, beim Leeren des
Silos ohne Verwendung von Vibratoren oder anderen kraftkonsumierenden Leerungsvorrichtungen
ausrinnt.
Dies erreicht man dadurch, daß beim Füllen des Silos unter den Rinnen leere Räume
gebildet wer den, die beim Leeren des Silos züruckbleiben und das Mineral sozusagen
herunterziehen. Dank dieser Rinnen wird das Mineral auch gleichmäßig erwärmt, weil
die warme Luft von den Rinnen her gleichmäßig im Mineral verteilt wird.
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Nach einer vorteilhaften Anwendungsform der Erfindung ist der mit
den genannten Rinnen versehene Behälter und der die Luft ZU den Blasrinnen leitende
Ventilator innerhalb eines mit Isolierschicht versehenen Mantels montiert, um die
abgekühlte, aus dem Oberteil des Behälters ausströmende Luft kontinuierlich durch
Ventilator und Luftwärmer zum Behälter zurück zirkulieren zu lassen; Da aleo zur
Erwärmung des Minerale Zirkulationeluft gebraucht wird, die nach Abgeben der Wärme
an das Mineral vom Oberteil des Mantels zum Ventilator und erneut durch das Mineral
zirkuliert, wird der Wärmebedarf wesentlich kleiner als bei vorbekannte;ri Silos.
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Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
und den beiliegenden Zeichnungen hervor. Darin zeigend Fig. 1 einen Vertikalschnitt
des erfindungsgemäßen Silos; Fig. 2 einen Horizontalichnitt des erfindungsgemäßen
Silos nach Fig. 1 von oben genommen und Fig. 3- einen Scnitt längs der Linie EI-III
von Fig. 1.
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Zum Mineralsilo nach Pig. 1 und 2 gehört ein senkrechter
zylindrischer
Behälter 1 aus Stahlblech mit einem umgebenden, im Querschnitt quadratischen Außenmantel
3, der mit einer Wärmeisolierschicht 2 versehen ist. Diese befindet sich auf einem
Abstand vom Behälter 1, so daß ein Luftraum 4 zwischen diesem und dem Außenmantel
3 entsteht. Im Oberteil ist der Silo mit Aufschüttöffnungen versehen, z.B. für einen
Riemenförderer,und im Unterteil mit einer Ausström-oder Abgangsöffnung 6 zum Herausnehmen
des Minerals vom Behälter und zu dessen Leerung.
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Im unteren Teil des Silos, d.h. im Raumizwischen einer Ecke des Außenmantels
3 und dem Behälter, befindet sich auf einem Tragorgan 7 ein Installationsgehäuse
8, auf dessen oberem Teil ein Ventilator 9 montiert ist und unter diesem ein Luftwärmer
10. Dazu sind zur Erwärmung Warmwasser- und Dampfleitungen angeschlossen. Allerdings
kann man außerdem oder auch ausschließlich mit elektrischer Erwärmung arbeiten.
Der im unteren meil des Installationsgehäuses 8 befindliche Flansch ist an ein Blasrohr
12 ffir Warmluft angeschlossen. Mit dessen innerem Ende ist das Ende einer wsagrech
ten, nach unten offenen Blasrinne 13 fltr Luft verbunden, deren anderes Ende mit
einem auf der gegenUberliegenden inneren Wand fläche des Behälters befestigten Tragorgan
14 verbunden ist. Im vorliegenden Pal1ist die Blasrinne 13, wie Pig. 3 zeigt, im
Querschnitt rechtwinkelig ausgebildet, wobei die Winkelspitze aufwärts gerichtet
ist. Dieser Winkel kann jedoch auch spitz sein. Außerdem kann der Querschnitt des
oberen Teiles der Blasrinne 13 bogenförmig sein.
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Nach den Fig. 1 und 2 erstreckt sich die Blasrinne bis auf einen Abstand
von der Wand des Behälters 1, aber sie kann auch bis an tliese Wand reichen, Auf
die Blasrinne 13 ist rechtwinkelig eine waagrechte Rinne,
die sogenannte
Wölbungsrinne 15a, befestigt, und zwar derart, daß sie mit der Blasrinne 13 ein
rechtwinkeliges Kreuz bildet, dessen Mittel- und Kreuzungspunkt im vorliegenden
Falle eich auf der senkrechten Mittellinie des Behärters befindet. Die entgegengesetzten
Enden der W6lbungsrinne 15a sind diametral auf der inneren Wand des Behälters 1
befestigt. Die Wölbungsrinne ist nach unten zu offen und kann im;Querschnitt die
gleiche Porm wie die Blasrinne 13 haben. Auf einem Abstand oberhalb der genannten
Rinnen 13, 15a sind auf der inneren Wand des Behälters zwei hauptsächlich waagrechte
Wölbungsrinnen so unmittelbar aufeinander befestigt, daß sie ein rechtwinkeliges
Kreuz bilden, dessen Kreuzungspunkt sich im vorliegenden Falle auf der lotrechten
Mittellinie des Behälters befindet. Diese Wölbungsrin nen gleichem im Querschnitt
der Rinne 15a und sie sind so plaziert, daß die eine Wölbun-gsrinne 15 sich von
oben gesehen auf derselben Stelle wie die Blasrinne 13 befindet, und die andere
Wölbungsrinne 15 auf derselben Stelle wie die unterste Wölbungsrinne 15a. Oberhalb
dOr letztgenannten Wd1-bungsrinne 15 sind ebenso auch andere gleiche Wölbungsrin
nen angeordnet.
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Desweiteren ist innen im Behälter 1 des Silos ein Niveauindikator
16 angebracht, der die Höhe des Minerals im Behälter anzeigt, wie aus den gestrichelten
Linien in Fig. 1 zu ersehen ist.
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Nachstehend ist die Funktion des erfindungsgemäßen Silos beschrieben:
Wenn der Silo bis zur geeigneten Höhe mit Mineral gefüllt ist, bilden sich unter
der Blasrinne 13 und den Wölbungsrin
nen 15, 15a mineraifreie Hohlräume
17, deren Dach aus den Wölbungsrinnen besteht und deren Wände und Boden durch das
Mineral gebildet wird, wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 3 grob angedeutet
ist. Nachdem der Ventilator in Betrieb gesetzt worden ist, strömt vom Blasrohr 12
die durch den Luftwärmer 10 gehende warme Luft zum Hohlraum 17 unter der Blasrinne
13. Während die Luft unaufhörlich zuströmt, schwenkt ein Teil derselben abwärts
zum Mineral, wie Pfeil 18 anzeigt, und steigt danach wieder aufwärts. Indessen dringt
der größte Teil der Luft (durch Pfeil 19 bezeichnet) unterhalb der unteren Kanten
der Blasrinne 13 fächerartig in das Mineral und steigt danach aufwärts. Hierbei
gerät ein Teil der aufsteigenden Luft in den Hohlraum 17 unter der untersten Wölbungerinne
15a, wovon er weiter aufsteigt0 Bei den durch die folgenden Wölbungsrinnen 15 gebildeten
Kreuze geschieht der Gang und die Verteilung der Luft im Mineral auf gleiche Art
wie bei der oben genannten Balsrinne 13 und der untersten Wblbungsrinne 15a (Pfeile
l9).Auf diese Weise wird die Luft gut im Mineral verteilt und erwärmt dieses effektiv
in seiner ganzen Höhe. Schließlich geht die Luft, nachdem sie ihre ganze Wärme dem
Mineral abgegeben hat, durch die öffnung oder die Öffnungen im oberen Teil des Behälters
1 zum Luftraum 4 ab, wie durch Pfeil 20 angezeigt ist, und von hier erneut zum Ventilator
9 und den Luftwärmer 10, wo sie getrocknet und wieder erwärmt wird.
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Aus diesem kontinuierlichen Luftkreislauf kann nattirlich ein Teil
der Luft entfernt und durch eine entsprechende Menge Frischluft ersetzt werden.
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Wenn das Mineral im Behälter warm genug ist, kann es durch die Ausgangsöffnung
6 geleert werden. Hierbei werden dia Hohlräume 17 im Mineral unter den Wölbungsrinnen
15, 15a und
der Blasrinne 13 beibehalten. Diese saugen das Mineral
gleichsam abwärts, so daß keine Gefahr besteht, daß dae Mineral zusammenbäckt und
den Behälter verstopft, sogar wenn dieser ausschließíich mit Piller gefüllt wäre.
Das Leeren wird auch durch die Blasrinne 13 gefördert. Die Wöl bungsrinnen bewirken
ferner im Mineral einen zusätzlichen Überdruck in Richtung der Ausgangsöffnung 6.
So kann man durch den erfindungsgemäßen Silo auch feinverteiles Mineral und besonders
Pille effektiv erwärmen, was früher mit großen Schwierigkeiten verbunden war.
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Obwohl die Erfindung oben unter Anwendung eines mit sylindrischem
Behälter vereehenen Silos dargestellt worden ist, eignet sie sich auch für Silos
oder Siloteile jeder beliebigen Form. Nach der Erfindung ist es auch nicht nötig,
den Ventilator oder die Ventilatoren innerhalb der Isolierschicht des Behälters
zu montieren, sondern er oder diese können auch außerhalb der Isolierschicht angebracht
werden.
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Natürlich ist die Erfindung nicht nur auf die oben angeführten Anwendungsbeispiele
beschränkt, sondern sie kann innerhalb des Rahmens der Ansprüche bedeutend variiert
werden.
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So können z.B. die Kreuzé, die von den aufeinandergelegenen Wö lbungsrinnen
gebildet, werden, deren Kreutzungspunkte auch von der senkrechten Mittellinie des
Silos abweichen können, sich auch in Vertikalrichtung auf einem gegenseitigen Abstand
befinden, der Je nach Form und Größe der Rinnen und ebenso je nach Höhe und Querschnitt
des Silos bedeutend verändert werden kann. Auch brauchen die Kbereinander liewender
Rinnen nicht notwendigerweise den gleichen Durchschnitt haben, sondern es kann z.B.
die Blasrinne größer sein als die übrigen. Desweiteren können die Wölbungsrinnen
auch
seitlich von der lotrechten Mittellinie des Silos plaziert werden, je nach den verschiedenen,
in Frage kommenden Silokonstruktionen.