DE2008900C3 - Verfahren zum Überziehen von Stahlgegenstanden - Google Patents
Verfahren zum Überziehen von StahlgegenstandenInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überziehen
von Stahlgegenständen mit einer aus Blei oder einer wenigstens 80 Gew.-% Blei enthaltenden Blei-Legierung
bestehenden Zwischenschicht und einer Deckschicht aus einer Zinn-Legierung.
Mit der deutschen Patentschrift 5 79 732 ist bereits vorgeschlagen worden, Eiszellen, die abwechselnd dem
Einfluß von wäßriger Natriumchlorid-Lösung, Süßwasser und feuchter Luft ausgesetzt sind und deshalb
besonders starkem Rostangriff unterliegen, mit einem metallischen Schutzüberzug zu verschen. Hierzu wird
auf den Zellen zuerst eine Bleischicht und anschließend noch eine Schicht aus Zinn oder einer zinkfreien
Zinnlegierung aufgebracht.
Weiterhin ist es aus der deutschen Patentschrift 6 63 791 bekannt, zum Überziehen von Metallgegenständen
mit einem dauerhaften, korrosionsbeständigen Überzug von silbrigem Aussehen diese Gegenstände
durch ein Schmelzbad aus 25,4 Gew.-% Cadmium, 3,7 Gew.-% Zink und 70,9 Gew.-% Zinn hindurchzuführen.
Diese ternäre Legierung schmilzt bereits bei 164°C, so
daß bei solch niedrigen Temperaturen gearbeitet werden kann, daß beispielsweise Stahlgegenstände
ohne Beeinträchtigung ihrer mechanischen Eigenschaften überzogen werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Überziehen von Stahlgegenständen mit einem mehrschichtigen
Überzug anzugeben, das zu Gegenständen mit erhöhter Korrosionsbeständigkeit führt.
Ausgehend von einem Verfahren zum Überziehen von Stahlgegenständen mit einer aus Blei oder einer
50 wenigstens 80 Gew.-% Blei enthaltenden Blei-Legierung
bestehenden Zwischenschicht und einer Deckschicht aus einer Zinn-Legierung, ist die erfindungsgemäße
Lösung dieser Aufgabe dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand zunächst verkupfert, dann verbleit
und anschließend in ein Schmelzbad einer Legierung aus 63 bis 73 Gew.-% Zinn. 22 bis 32 Gew.-% Cadmium, 0
bis 10 Gew.-% Zink, Antimon und/oder Wismut getaucht wird und diese Legierung in einer Schichtdicke
von 5 bis 20 μηι aufgebracht wird.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Temperatur
des Schmelzbades zum Aufbringen der Deckschicht wenig unterhalb der Schmelztemperatur der Zwischenschicht
gehalten.
Die Zwischenschicht besteht aus Blei oder einer Bleilegierung und weist vorzugsweise einen Schmelzpunkt
zwischen 230 und 328° C auf.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Stahlgegenstände zunächst nach
üblichen bekannten Verfahren verkupfert und daraufhin verbleit. Die mit der Zwischenschicht aus Blei oder der
Bleilegierung überzogenen Gegenstände werden daraufhin in eine Schmelze aus den Bestandteilen der
Deckschicht eingetaucht oder durch diese Schmelze hindurchgeführt. Überschüssige Schmelze kann abgewischt
oder abgestreift werden. Die Temperatur der Schmelze wird vorzugsweise wenig unter dem Schmelzpunkt
der Zwischenschicht gehalten. Hierbei wird eine dünne Schicht einer Legierung mit guter Korrosionsbeständigkeit
auf der vorher aufgebrachten Bleischicht gebildet. Wird dagegen bei tieferen Temperaturen
gearbeitet, so werden weniger gute Ergebnisse und geringere Korrosionsbeständigkeit erhalten.
Stahlrohre können innen oder außen oder auf beiden Seiten nach dem erlindungsgemäßen Verfahren mit
Überzügen versehen werden.
Jeweils 1 m lange Stahlrohre mit einer Wanddicke von 0,7 mm und einem iiußeren Durchmesser von 8 mm
wurden zunächst mit einem 3 μιη dicken Kupferüberzug versehen. Auf den verkupferten Rohren wurde anschließend
die Zwischenschicht aufgebracht und daraufhin die mit der Zwischenschicht versehenen Rohre durch eine
Cadmium und Zinn enthaltende Schmelze hindurchgeführt. Einzelheiten wie Zusammensetzung und Schmelzpunkte
der jeweiligen Schichten sowie die Schichtdikken können der nachfolgenden Tabelle 1 entnommen
werden. Die Proben 4 und 5 ohne Zwischenschicht bzw. ohne Deckschicht werden zu Vergleichszwecken
aufgeführt.
| Probe | Zwischenschicht | Schmelz | Dicke | Deckschicht | Schmelz | Temperatur | Gesamt- |
| Zusammensetzung | punkt | Zusammensetzung | punkt | der Schmelze | QlCKc UwS Überzuges |
||
| 0C | μιη | 0C | 0C | ||||
| Gcw.-% | 280 | 8 | Gew.-% | 158 | 230 | μιη | |
| 1 | Pb-Sn | Sn-Cd-Zn | Π | ||||
| 80:20 | 300 | 7 | 68 :27 : 5 | 140 | 250 | ||
| 2 | Pb-Ag | Sn-Cd-Zn | 10 | ||||
| 97.5 :2,5 | 64 : 27 :9 | ||||||
| Fortsetzung | Zwischenschicht Zusammensetzung Gew.-% |
Schmelz punkt 0C |
Dicke μπ» |
Deckschicht Zusammensetzung Gew.-% |
Schmelz punkt °C |
Temperatur der Schmelze 0C |
Gesamt dicke des Überzuges μπ) |
| Probe | Pb-Sb-Sn 80:14:6 Pb-Sn 80:20 |
260 280 |
8 8 |
Sn-Cd 72:28 Sn-Cd-Zn 68 :27 : 5 |
172 158 |
220 230 |
13 8 3 |
| 3 4 5 |
Zur Prüfung der Korrosionsbeständigkeit wurden die Proben mit Salzwasser besprüht. Beide Rohrenden
werden mit einem Kunstharz fest verschlossen und daraufhin die Außenwand der Rohre entfettet. Im
Abstand von jeweils 10 mm wurden die Rohre unter einem Winkel von 30° in einer geschlossenen Kammer
aufgehängt, die Salzwasser enthielt. Das Volumen der Kammer betrug 0,34 mJ. Die Rohre wurden mit einer
Lösung von 5% Natriumchlorid mit einer Reinheit von mehr als 99,5% in destilliertem Wasser besprüht. Die
Salzlösung hatte bei 35°C eine Dichte von 1,020 und einen pH-Wert von 6,9. Zum Versprühen wurde eine
Vorrichtung mit zwei Düsenköpfen verwendet und die Lösung unter einem Druck von 1 kp/cm2 versprüht. Im
Verlauf von
versprüht.
Festgestellt
versprüht.
Festgestellt
24 Stunden wurden 3,81 Salzlösung wurden Verlauf und Ausmaß der
Rostbildung mit fortschreitender Einwirkung der Salzlösung. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der
Tabelle 2 aufgerührt
Während des Besprflhens wurden zuerst kleine weiße Flecken auf der Oberfläche der Rohre beobachtet. Die
Zahl dieser Flecken nahm allmählich zu, bis diese Flecken die gesamte Oberfläche bedeckten. Auf der mit
weißen Flecken bedeckten Oberfläche bildeten sich anschließend schwarze Flecken, die allmählich in rote
Rostflecken übergingen. Diese roten Rostflecken veränderten ihre Form und bedeckten mit der Zeit die
gesamte Oberfläche der Stahlrohre. Die Tabelle 2 gibt den Fortschritt des Röstens wieder, angefangen von der
Entstehung der weißen Flecken beim Beginn über die Bildung der schwarzen Flecken bis zum Entstehen der
roten Rostflecken.
Probe Art und Anzahl der Flecken nach
48 Stunden 168 Stunden
48 Stunden 168 Stunden
336 Stunden
6.72 Stunden 1176 Stunden 1680 Stunden 2018 Stunden
1-2
weiße Fl.
1-2
1-2
weiße Fl.
2-3
2-3
weiße Fl.
3-8
rote Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
3-8
rote Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
Vi d. Oberfl,
weiße Fl.
Ui d. Oberfl,
weiße Fl.
i/j d. Oberfl,
weiße Fl.
2/5 d. Oberfl,
rote Fl.
2-5
rote Fl.
weiße Fl.
Ui d. Oberfl,
weiße Fl.
i/j d. Oberfl,
weiße Fl.
2/5 d. Oberfl,
rote Fl.
2-5
rote Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
«/5 d. Oberfl,
rote Fl.
5-8
rote Fl.
weiße Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
ges. Oberfl,
weiße Fl.
«/5 d. Oberfl,
rote Fl.
5-8
rote Fl.
4—6 schwarze Fl.
s,ch warze Fl.
2-6
schwarze Fl
schwarze Fl
2-5
rote Fl.
2-4
rote Fl.
1-5
rote FI.
rote Fl.
2-4
rote Fl.
1-5
rote FI.
3-6
rote Fl.
3-7
rote Fi.
4-8
rote Fl.
rote Fl.
3-7
rote Fi.
4-8
rote Fl.
4-8
rote Fl.
6-8
rote Fl.
5-9
rote Fl.
rote Fl.
6-8
rote Fl.
5-9
rote Fl.
Claims (2)
- Patentaniiprüche:"■ I. Verfahren zum Überziehen von Stahlgegenständen mit einer aus Blei oder einer wenigstens 80 *,Gew.-°/o Blei enthaltendem Blei-Legierung bestehenden Zwischenschicht und einer Deckschicht aus einer Zinn-Legierung, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand zunächst verkupfert, dann verbleit und anschließend in ein Schmelzbad einer Legierung aus 63 bis 73 Gew.-% Zinn, 22 bis 32 Gew.-% Cadmium, 0 bis 10 Gew.-% Zink, Antimon und/oder Wismut getaucht wird und diese Legierung in einer Schichtdicke von 5 bis 20 μιη aufgebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Schmelzbades zum Aufbringen der Deckschicht wenig unterhalb der Schmelztemperatur der Zwischenschicht gehalten wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7011069 | 1969-09-04 | ||
| JP7011069A JPS4934286B1 (de) | 1969-09-04 | 1969-09-04 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2008900A1 DE2008900A1 (de) | 1971-03-11 |
| DE2008900B2 DE2008900B2 (de) | 1976-11-18 |
| DE2008900C3 true DE2008900C3 (de) | 1977-07-14 |
Family
ID=
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