DE2008956B2 - Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern in einem Farbträger eines FBAS- Signals - Google Patents
Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern in einem Farbträger eines FBAS- SignalsInfo
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Description
Bei der Übertragung eines FBAS-Farbvideosignals, das ein farbträgerfrequentes Farbartsignal enthält,
können oft Zeitfehler in dem Farbartsignal auftreten. Beim NTSC oder PAL-Farbfernsehsignal wirken sich
solche Zeitfehler in einer Verfälschung des Farbtones oder der Farbsättigung aus.
Derartige Zeitfehler können z. B. beim Scattering-Empfang, beim Empfang über Satelliten durch den
Dopplereffekt oder bei der Aufzeichnung des Farbfernsehsignals auf einem Aufzeichnungsgerät durch Geschwindigkeitsschwankungen
des Aufzeichnungsträgers (Magnetband) auftreten.
Zur Beseitigung dieser Fehler ist es für ein Aufzeichnungsgerät bekannt (DE-PS 12 39 723), das
Farbartsignal vorzugsweise zusammen mit dem übrigen BAS-Signal über eine elektronisch steuerbare Laufzeitleitung
zu führen. Die Laufzeit dieser Leitung wird durch eine Regelspannung gesteuert, die durch Phasenvergleich
des vom Aufzeichnungsgerät kommenden Farbsynchronsignals mit einem Farbträger konstanter
Phase gewonnen wird. Diese Schaltung ist auch beim PAL-Signal anwendbar, indem die Phase des vom Band
kommenden Farbsynchronsignals oder des unmodulierten Farbträgers zeilenfrequent umgeschaltet wird.
Es ist auch bekannt (DE-AS 10 61 366), das vom Band kommende Farbartsignal mit einem Farbträger zu
demodulieren, der aus dem vom Band kommenden Farbsynchronsignalen synchronisiert ist und somit den
Phasenschwankungen des Farbartsignals folgt, und die gewonnenen Farbsignale einem neuen Farbträger
richtiger Phase aufzumodulieren. Diese Lösung erfordert
aber eine Demodulation und eine Neumodulation.
Es ist auch eine Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern bekannt (DE-PS 10 23 484, insbesondere
ίο F i g. 3 rechter Teil), bei der ein vom Gerät entnommener
Pilotträger durch Mischung mit einem Bezugsträger konstanter Frequenz auf einen Korrekturträger und der
fehlerbehaftete Farbträger durch Mischung mit dem Korrekturträger in einen fehlerfreien Farbträger
umgewandelt wird. Diese Schaltung ist für das genormte
NTSC-Signal vorgesehen, bei der die Soll-Frequenz des Farbträgers mit der Soll-Zeilenfrequenz verkoppelt ist
Bei dieser Schaltung niuß jedoch ein zusätzliches Pilotsignal aufgezeichnet werden, das bei der Zeitfehlerkorrektur
die Zeitfehler darstellt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltung zu schaffen, welche einen Pilotträger erzeugt,
der eine ausreichende Information über die Zeitfehler beinhaltet, ohne daß der Pilotträger als ein zusätzliches
Signal übertragen werden muß.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die bei einer Demodulation und Neumodulation des Farbartsignals
entstehenden Verzerrungen und der erhöhte Schaltungsaufwand vermieden werden. Bei der erfin-'
dungsgemäßen Lösung wird die Tatsache ausgenutzt, daß die Sollfrequenz des Farbartsignals mit der
Sollzeilenfrequenz über einen konstanten Faktor k verkoppelt ist. Diese Verkopplung ist bei allen
Farbfernsehsystemen aus Gründen der Kompatibität notwendig. Die Verkopplung kann z. B. ein Ganzzeilenversatz
(k ganze Zahl n), ein Halbzeilenversatz (k=n+ih) oder ein Viertelzeilenversatz ^k-λ+1A)
oder auch ein Viertelzeilenversatz mit einem zusätzlichen 25-Hz-Versatz (PAL) sein.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild der Erfindung zur Beseitigung von Zeitfehlern bei der Wiedergabe eines
aufgezeichneten Farbfernsehsignals,
F i g. 2, 3 je ein Schaltungsbeispiel für die Verkopplung zwischen.der Zeilenfrequenz und der Frequenz des
Pilotträgers. In den Figuren sind an den einzelnen Leitungen die Frequenzen des jeweils auftretenden
Signals angegeben. Dabei bedeuten
/o Sollfrequenz des unmodulierten Farbträgers,
k Kopplungsfaktor zwischen /Ό und /"«,,
Af Frequenzfehler in der Zeilenfrequenz,
/Ή Sollzeilenfrequenz,
F modulierter Farbträger.
k Kopplungsfaktor zwischen /Ό und /"«,,
Af Frequenzfehler in der Zeilenfrequenz,
/Ή Sollzeilenfrequenz,
F modulierter Farbträger.
eo In F i g. 1 wird das von einem Aufzeichnungsgerät 1 kommende FBAS-Farbvideosignal mit einem Tiefpaß 2
und einem nur den Farbträger durchlassenden Bandpaß 3 in die Signale BAS und F aufgespalten. Das
BAS-Signal gelangt über ein zum Laufzeitausgleich dienendes Laufzeitglied 4 auf eine Addierstufe 5, an
deren Ausgangsklemme 6 ein FBAS-Videosignal mit einem korrigierten Farbträger F* steht Der Farbträger
F vom Ausgang des Bandpasses 3 hat aufgrund einer
Geschwindigkeitsschwankung des Aufzeichnungsgerätes 1 die Frequenz fo+k · Δ fund gelangt in dieser Form
auf einen Modulator 7. Mit einer Abtrennstufe 8 werden vom FBAS-Signal die Zeilensynchronimpulse 9 mit der
Frequenz /«+d/abgetrennt und in einem Frequenzver- s
vielfacher 10 auf einen Pilotträger mit der Frequenz
k-(fH+Af)=fo+k- Af
umgesetzt und in dieser Form einem Modulator ti zugeführt In einem mit der konstanten Frequenz /0
schwingenden Quarzoszillator 12 wird ein Bezugsträger mit der Normalfrequenz /0 erzeugt und im Modulator 11
mit dem Pilotträger gemischt Von dem Modulationsprodukt wird die Spannung mit der Frequenz
2fo+k-Af als Korrskturträger dem Modulator 7
zugeführt Aus dem Modulationsprodukt am Ausgang des Modulators 7 wird der Anteil mit der Frequenz
2fo+k-Af-(fo+k-Af)^f0
ausgesiebt und der Addierstufe 5 zugeführt Dieser letztgenannte Anteil F (f0) ist ein Farbträger mit der
richtigen Frequenz /0. In der Addierstufe 5 wird also
dem BAS-Signal wieder ein Farbträger mit der korrigierten Frequenz /0 hinzugefügt wodurch das
korrigierte Signal FkBAS entsteht
F i g. 2 zeigt eine Schaltung, mit der die Umsetzung von der Frequenz h+Af auf die Frequenz fo+k · Af
gemäß F i g. 1 erfolgt. Ein über eine Blindstufe 13 regelbarer Oszillator 14 ist auf die Frequenz /0
abgestimmt. Die Frequenz /0 sei hierbei die Frequenz
des PAL-Farbträgers. Mit einer Stufe 15, die den 25-Hz-Versatz des PAL-Farbträgers aufhebt und einem
Viertelzeilen-Offsetteiler 16 wird die Frequenz fo+k · Af mit dem Teilungsfaktor Jt auf die Frequenz
/Ή+Af umgesetzt und in dieser Form einer Phasenvergleichsstufe
17 zugeführt. Diese erhält außerdem die Zeilensynchronimpulse 9. Die in der Stufe 17 gewonnene
Regelspannung Ur wirkt auf die Blindstufe 13 so ein, daß die Zeilensynchronimpulse 9 und die Spannung vom
Teiler 16 an den Eingängen der Stufe 17 gleiche Frequenz und Phase haben. Das bedeutet, daß deOszillator
14 einen Pilotträger erzeugt, dessen Frequenz um den Faktor Ar größer ist als die Frequenz fH+Af. Die
übrige Wirkungsweise der Schaltung ist dieselbe wie in Fig. 1. In Fig.3 wird der Pilotträger mit der Frequenz
fo+k · Af in dem Oszillator 14 erzeugt der mit einer
Regelspannung Ur geregelt ist Die Regelspannung Ur wird in einer Phasenvergleichsstufe 18 gewonnen, die
mit der Ausgangsspannung des Oszillators 14 und den Farbsynchronsignal 19 des FBAS-Signals gesteuert
ist Die Farbsynchronsignale werden mit einem Tor 20, das durch zeilenfrequente Impulse 21 während der
Zeilenriicklaufzeit durchlässig ist aus dem FBAS-Signal aafgetastet Da die Farbsynchronsignale 19 die Frequenz
fo+k ■ /d/beinhalten und mit der Wiederholungsfrequenz fH+Af erscheinen, liefert durch die Regelschaltung
der Oszillator 14 einen Pilotträger mit der Frequenz /0+k ■ Af, der wie in F i g. 1 weiter verarbeitet
wird.
Für die Erzeugung des Pilotträgers aus dem vom Band kommenden FBAS-Signal können bekannte
Schaltungen zur Verkopplung einer Farbträgerfrequenz mit der Zeilenfrequenz angewendet werden. Der Faktor
k braucht keine ganze Zahl zu sein. Beim PAL-System ist er z. B. gleich 283,75, wenn man von dem zusätzlichen
25-Hz-Versatz absieht Beim Halbzeilenversatz ist z. B. Jt= 283,5. Die Erfindung ist auch anwendbar, wenn die
Frequenz des aufgezeichneten Farbträgers herabgesetzt ist d. h. z. B. ein PAL-Farbträger mit der halbierten
Frequenz von 2,2 MHz aufgezeichnet wird. Die Erfindung isi bei NTSC, SECAM und auch PAL
anwendbar. Die Normalfrequenz Z0, die im Oszillator 12
erzeugt wird, kann auch ein Vielfaches von /0 sein. Wesentlich ist, daß aus einer vom Aufzeichnungsgerät
kommenden zeilenfrequenten Spannung eine den Frequenzfehler beinhaltende farbträgerfrequente Spannung
abgeleitet und unter Hinzufügung eines Bezugsträgers mit fester Frequenz zu einer Frequenzumsetzung
des Farbträgers unter Wegfall des Frequenzfehlers verarbeitet wird. Es kann zweckmäßig sein, Schaltungsmittel vorzusehen, welche verhindern, daß die Frequenz
k ■ (fn+Af)
des Pilotträgers auf eine um die Zeilenfrequenz versetzte Frequenz, z. B.
(k±\)-(fH+Af)
einrastet.
einrastet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern in einem von einem Farbfernsehgerät entnommenen
Farbträger F eines FBAS-Signals, wobei die Sollfrequenz /Ό des Farbträgers F mit der Sollzeilenfrequenz
!h verkoppelt ist und ein vom Gerät entnommener Pilotträger durch Mischung mit einem
Bezugsträger konstanter Frequenz auf einen Korrekturträger und der fehlerbehaftete Farbträger
durch Mischung mit dem Korrekturträger in einen fehlerfreien Farbträger umgewandelt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Pilotträger durch Frequenzvervielfachung (Stufe 10) der vom
Gerät (1) entnommenen Zeilensynchronimpulse (9) des FBAS-Signals gewonnen ist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als die Zeilenperiode beinhaltende
Spannung das vom Signal abgetrennte Farbsynchronsignal (19) dient
3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pilotträger in einem Oszillator (14)
erzeugt wird, der durch eine Regelspannung (Ur) gesteuert ist, die durch Phasenvergleich der
Zeilensynchronimpulse (9) mit einer durch Teilung der Pilotträgerfrequenz um den Faktor k gewonnenen
Spannung erzeugt wird (F i g. 2).
4. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Pilotträger in einem Oszillator (14)
erzeugt wird, der durch eine Regelspannung (Ur) gesteuert ist, die durch Phasenvergleich des vom
Farbfernsehgerät (1) entnommenen Farbsynchronsignals (19) mit dem Pilotträger erzeugt wird (F i g. 3).
5. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltungsmittel vorgesehen sind, die
verhindern, daß die Frequenz des Pilotträgers auf eine um die Zeilenfrequenz fa versetzte Frequenz
umspringt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702008956 DE2008956C3 (de) | 1970-02-26 | 1970-02-26 | Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern in einem Farbträger eines FBAS- Signals |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702008956 DE2008956C3 (de) | 1970-02-26 | 1970-02-26 | Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern in einem Farbträger eines FBAS- Signals |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2008956A1 DE2008956A1 (de) | 1971-09-09 |
| DE2008956B2 true DE2008956B2 (de) | 1978-08-24 |
| DE2008956C3 DE2008956C3 (de) | 1984-09-20 |
Family
ID=5763406
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19702008956 Expired DE2008956C3 (de) | 1970-02-26 | 1970-02-26 | Schaltung zur Beseitigung von Zeitfehlern in einem Farbträger eines FBAS- Signals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2008956C3 (de) |
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1970
- 1970-02-26 DE DE19702008956 patent/DE2008956C3/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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