DE2007437A1 - Vorrichtung zum Antreiben bandförmiger Aufzeichnungsträger - Google Patents
Vorrichtung zum Antreiben bandförmiger AufzeichnungsträgerInfo
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- Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)
- Management Or Editing Of Information On Record Carriers (AREA)
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Description
PIIN. 3802
dJo
dJo
Dr. Herbert
Anmelder: N. V. PHILIPS' GLOEILAMPENFABRIEKEM
Akte, PHlT-3802
Anmeldung vomt. 17.2.197#
Anmeldung vomt. 17.2.197#
"Vorrichtung zum Antreiben bandförmiger Aufzeichnungsträger",
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben bandförmiger Aufzeichnungsträger, bestehend aus zwei
Spulen zum Auf- bzw. Abwickeln des Aufzeichnungsträgers, der auf die erste Spule aufgewickelt und von der zweiten Spule
abgewickelt wird und umgekehrt, einer ersten und einer zweiten Hauptantriebsrolle, welche Rollen durch einen Antriebemechanismus in zueinander entgegengesetzten Richtungen angetrieben werden, und aus einer ersten und einer zweiten Hilfsantriebsrolle, welche Rollen durch eine Schlupfkupplung ebenfalls in zueinander entgegengesetzten Richtungen angetrieben
abgewickelt wird und umgekehrt, einer ersten und einer zweiten Hauptantriebsrolle, welche Rollen durch einen Antriebemechanismus in zueinander entgegengesetzten Richtungen angetrieben werden, und aus einer ersten und einer zweiten Hilfsantriebsrolle, welche Rollen durch eine Schlupfkupplung ebenfalls in zueinander entgegengesetzten Richtungen angetrieben
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werden, wobei zwischen der ersten bzw. zweiten Hilfsantriebsrölle
und der ersten bzw. zweiten Hauptantriebsrolle eine erste bzw. zweite Bandvorratskammer mit einer ersten bzw.
zweiten Wägevorrichtung zum Wägen der zugehörigen Bandvorratskammer
gemeinsam mit dem darin vorhandenen Band angebracht ist, welche Wägevorrichtungen mit einer ersten bzw.
zweiten Schaltvorrichtung verbunden sind, die ein erstes Signal liefert, wenn der Bandvorrat in der Kammer einen bestimmten
Wert ^überschreitet, und ein zweites Signal erzeugt,
wenn der Bandvorrat unterhalb dieses Wertes herabsinkt.
Solche Antriebe werden unter anderem in magnetischen Bandspeichern für Rechenmaschinen verwendet, wobei es erwünscht
ist, dass die Bänder in beiden Richtungen sehr schnell anlaufen und anhalten können, z.B. innerhalb 3 bis h msec,
und wobei die Schreib- bzw. Lesegeschwindigkeit mehr als 2,5 m/sec betragen kann. Die Vorratskammer dienen dazu, ein
schnelles Anlassen und Anhalten zu ermöglichen, da in erster Linie nur das Band und gegebenenfalls die Hauptantriebsrolle
beschleunigt und verzögert werden müssen, und mehr Zeit zur Verfugung steht, der Spule mit ihrer grossen Massenträgheit
und dem zugehörigen Antrieb die erforderliche Geschwindigkeit zu erteilen.
Um die Vorratskammer nicht zu gross zu machen, müssen zum Antrieb der Spulen Motoren mit einem hohen Verhältnis
zwischen Anlaufmoment und Massenträgheit, z.B.
Gleichstrommoteren verwendet werden« Diese sind nicht nur teuer, sondern erfordern eine Wartung wegen des Verschleisses
der Bürsten und des Kollektors. Eine andere Möglichkeit
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liegt in der Verwendung asynchroner Drehstrommotoren, die an sich billiger sind, welcher Vorteil jedoch durch die
schwierige, teuere Regelung wieder zunichtegemacht wird,
da die Regelschaltung dreifach ausgebildet werden muss. Bei der Bandförderung tritt ein kritischer Zustand ein, wenn eine Hauptantriebsrolle die zugehörige Vorratskammer
gefüllt hat, während der Spulenmotor beim Überschreiten des maximalen Bandvorrats die Anweisung erhalten
hat, diesen Vorrat zu verringern, und an der Stelle der Wandler der Bandlauf praktisch gleichzeitig seine Richtung
umkehrt. Dieser Spulenmotor hält erst an beim Leeren der Bandvorratskammer, wenn der Vorrat unterhalb eines bestimmten
Minimalwertes herabsinkt. Die Vorratskammer wird dann auch
von der Hauptantriebsrolle mit praktisch gleicher Geschwindigkeit geleert, so dass beim Erreichen dieses Minimalwertes
des Bandvorrats, der Spulenmotor in sehr kurzer Zeit imstande sein muss anzuhalten und in umgekehrter Richtung an zu laufen,
da sonst Bandbruch auftritt.
Eine Vergrösserung des Minimalbandvorrats ist eine mögliche Lösung, die jedoch grössere Vorratskammern erfordert,
was im allgemeinen unerwünscht ist.
Es ist weiterhin möglich, mittels einer zusätzlichen Bremse die Verzögerung zu vergrössern, aber dies erfordert
einen Nullanzeiger für die Bewegungsgeschwindigkeit, welcher Anzeiger meist kompliziert und somit teuer ist.
Es ist jedoch möglich, mit geringem Kostenaufwand sowohl kleine Vorratskammern als auch einen billigen Spulen-
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motor mit einem niedrigeren Verhältnis zwischen Anlassmoment und Massenträgheit anzuwenden, indem nach der Erfindung jede
Vorratskammer ausserdem mit einer Abtastvorrichtung versehen wird, die das Vorhandensein einer einzigen Bandschleife in
der Vorratskammer anzeigt.
Dies ermöglicht, als Spulenmotor billige Motoren in Kombination mit einer mechanischen Bremse zu verwenden,
welche Bremse ein grösseres Bremsmoment als der Motor liefern kann, so dass in dem vorerwähnten kritischen Fall beim
Unterschreiten des erwähnten Minimalbandvorrats der Motor
abgeschaltet und die Bremse eingeschaltet wird, wodurch die Geschwindigkeit des Spulenmotors bald herabsinkt. Nimmt eine
Hauptantriebsrolle weiter Band aus der Bandvorratskammer in dem Masse, dass die letzte Bandschleife aus der Vorratskammer
herausgezogen wird, so wird dies durch die Abtastvorrichtung angezeigt, wodurch die Bremse abgeschaltet und der
Spulenmotor in umgekehrter Richtung eingeschaltet wird, wodurch wieder Band von der Spule in die Vorratskammer eingeführt
wird.
In einer Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung ist der Spulenmotor ein einphasiger Asynchronmotor mit Massiveisenanker. Der Vorteil eines solchen Motors ist
der, dass das Moment als Funktion der Drehzahl beim Anlauf praktisch konstant ist, so dass eine hohe Beschleunigung
erzielt wird.
Die Motoren können noch kleiner und also noch billiger gemacht werden, indem entsprechend einer weiteren
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Ausbildung der Vorrichtung nach der Erfindung als Spulenmotoren Uberspannungsmotoren gewählt werden. Dies ist dadurch
möglich^ dass die Motoren nur während kurzer Zeit eingeschaltet werden, so dass eine hinreichende Abkühlzeit
zur Verfügung steht.
Nach einem weiteren Merkmal der Vorrichtung nach der Erfindung sind die erste und die zweite Schaltvorrichtung
mit einem Eingang eines ersten bzw. zweiten Schalters verbunden, welche Schalter eingeschaltet sind, wenn die erste
bzw, zweite Hauptantriebsrolle eingeschaltet ist, während ein Ausgang der Schalter zu einem ersten Eingang einer ersten
bzw. zweiten Oder-Schaltung führt, von der ein zweiter
. :. Eingang mit der ersten bzw. zweiten Abtastvorrichtung verbunden
ist, wobei ein Ausgang der Oder-Schaltung gegebenenfalls über einen Verstärker zu einer ersten bzw. zweiten
Betätigungsvorrichtung einer auf der Welle des ersten bzw. zweiten Spulenmotors angebrachten ersten bzw. zweiten Bremse
und über einen ersten bzw. zweiten Umschalter zu einer ersten bzw. zweiton Umkehrvorrichtung für die Drehrichtung der Spulenmotoren
führt, welche Umschalter mit einem dritten Schalter zum Einschalten entweder dor ersten oder der zweiten Haupt·
antriebsrolle gekoppelt .sind, wobei das erste Signal der ersten
bzw. zweiten Schaltvorrichtung ähnlich wie das Signal der
zugehörigen Abtastvorrichtung bo i Abwesenheit einer Dandschloif'o
die erste bzw. zweite Hremsο abschaltet und din zugehörigen
Spii 1 nnmotoren einschaltet.
Dies orinögl icht, (lon Spulenmotor auf dor Aufwickel-
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seite mittels der zugehörigen Wägevorrichtung und den Spulenmotor auf der Abwickelseite mittels der zugehörigen Abtastvorrichtung
zu schalten. Dies hat den Vorteil, dass bei Umkehrung der Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers
auf der Abwickelseite der Spulenmotor gebremst wird, so dass dieser die zugehörige Vorratskammer nicht länger leert,
während beim Verschwinden der letzten Bandschleife aus der Vorratskammer dieser Spulenmotor in der entgegengesetzten
Richtung eingeschaltet wird und Band in die Vorratskammer einführt. Die Zeitspanne zwischen dem Einschalten der Bremse
und dem erneuten Einschalten des Spulenmotors ist durchaus ausreichend, um die ursprüngliche Bewegung des Spulenmotors
zu beenden» Die Länge der Windung ist im Augenblick der erneuten Einschaltung des Spulenmotors ausreichend gross,
um Bandbruch zu verhüten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass das Signalisieren der das Ende oder den Beginn des Bandes andeutenden
Markierungen, die in einem Abstand von etwa 6 m von dem Ende bzw, dem Beginn angebracht sind, mittels einer
zwischen den Hauptantriebsrollen liegenden Signalisiervorrichtung rechtzeitig den Spulenmotor anhalten lassen,kann, ohne
dass das Dane! von der Spule abläuft.
Ausserdem ergibt sich ein ruhiges Servoverhalten
bei der Hin- und Herbewegung des Aufzoichnungsträgers über
einen kurzen Abstand, da dann die Spulenmotoren im Stillstand
bleiben können, well das Hand über eino Länge gleich
der Länge dos Handvorrats in der HandVorratskammer sich hin-
und horbewogen kann, ohne dass entweder die Vorratskammern
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zu schwer werden oder die Bandschleife zu kurz wird. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass wenn eine Vorratskammer
zu voll geraten ist und der Spulenmotor gerade anläuft, um
die Vorratskammer zu leeren, bei Umkehrung der Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers für eine kurze Zeit der
Spulenmotor unmittelbar wieder abgeschaltet wird, so dass bei unmittelbarer Wiederumkehrung der Bewegungsrichtung
mehr Band in die Vorratskammer eingeführt wird als vom Spulenmotor herausgezogen ist, wodurch bei Wiederholung dieses
Vorgangs nach bestimmter Zeit die Vorratskammer verstopft werden könnte. Dieser Nachteil kann dadurch behoben werden,
dass nach einem weiteren Merkmal einer Vorrichtung nach der Erfindung die erste bzw. zweite Schaltvorrichtung mit einem
ersten Eingang eines ersten bzw. zweiten Speichers verbunden ist, von dem ein zweiter Eingang über einen Umschalter mit
einer Spannungsquelle verbunden ist, wenn die erste bzw.
zweite Hauptantriebsrolle mittels eines mit dem Umschalter verbundenen Schalters eingeschaltet ist, während der Ausgang
des ersten bzw. zweiten Speichers zu einem ersten Ein-
gang einer ersten bzw. zweiten Oder-Schaltung führt, deren zweiter Eingang mit der ersten bzw. zweiten Abtastvorrichtung
verbunden ist, wobei ein Ausgang der Oder-Schaltung gegebenenfalls über einen Verstärker zu einer auf der Welle des
ersten bzw. zweiten Spulenmotors angebrachten ersten bzw. zweiten Bremse und zu einer ersten bzw. zweiten Umkehrvorrichtung
für die Drehrichtung der Spulenmotoren führt, welche erste und zweite Umkehrvorrichtung auch mit einem Ausgang
de· ersten bzw. zweiten Speichers verbunden sind, welche
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Speicher am Ausgang ein erstes Signal liefert, wenn am ersten Eingang das Signal der Spannungsquelle und am zweiten Eingang
das erste Signal der zugehörenden Schaltvorrichtung vorhanden ist, welches erste Signal am Ausgang der Speicher
die Bremse abschaltet und den zugehörigen Spulenmotor abwickeln lässt und erst wegfällt, wenn das erste Signal der
Schaltvorrichtung wegfällt und das Signal der zugehörenden Abtastvorrichtung bei Abwesenheit einer Bandschleife die
Bremse abschaltet und den zugehörenden Spulenmotor abwickeln lässt.
Vorstehendes wird an Hand der nachfolgenden Figuren näher erläutert, Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Schaltung zum Steuern des Antriebs einer solchen Vorrichtung und
Fig. 3 eine ähnliche Schaltung mit einem Speicher.
Nach Fig. 1 besteht die Vorrichtung aus einer ersten Spule 1 und einer zweiten Spule 2; der Aufzeichnungsträger
wird von einer Spule zur anderen über die Führungsorgane k und 5» die erste und zweite Hilfsantriebsrollen
6 und 7 und die erste und zweite Hauptantriebsrollen 8 und
9 geführt. Zwischen der ersten und der zweiten Hilfsantriebsrolle
6 bzw. 7 und der ersten und zweiten Hataptantriebsrolle
8 bzw. 9 ist eine erste und eine zweite Bandvorratskammer
10 bzw. 11 angeordnet. Diese Bandvorratskammers 10 und 11
sind um die Drehpunkte P- bzw. P kippbar und sind mit je
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einer Wägevorrichtung 12 bzw. 13 in Form einer Blattfeder
und einer Schaltvorrichtung 14 bzw. 15 versehen, welche
Schaltvorrichtungen ein erstes Signal liefern, wenn der Bandvorrat in der zugehörenden Bandvorratskammer einen bestimmten
Wert überschreitet und ein zweites Signal erzeugen, wenn der Bandvorrat diesen Wert unterschreitet. Jede Bandvorratskammer
ist ausserdem mit einer Abtastvorrichtung 16 bzw. 17 versehen, die hier aus einer Lichtquelle 18 bzw.
19 besteht, die das Licht auf eine photo-elektrische Zelle 20 bzw. 21 projiziert, wenn keine Bandschleife vorhanden ist.
Es wird einleuchten, dass verschiedene Ausbildungen solcher Abtastvorrichtungen z.B. kapazitive oder optische
Ausbildungen mit Lichtstrahlreflexion, usw. möglich sind.
Die Spulen werden durch Spulenmotoren 22 bzw. 23 angetrieben, wobei auf der Antriebswelle eine Bremse 2k bzw.
25 angeordnet ist. Diese Bremse lässt sich selbstverständlich
auf verschiedene Weise betätigen, z.B. elektrisch, hydraulisch, usw.
Die Motoren 22 und 23 sind einphasige Asynchronmotoren
mit Massiveisenanker, die auf Überspannung betrieben
werden. Zwischen den Hauptantriebsrollen 8 und 9 sind die Aufnahme-, Wiedergabe- und Löschköpfe 26, 27 bzw. 28 angeordnet
.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Schaltungsanordnung zum Antreiben der Vorrichtung nach der Erfindung, wobei die erste
und zweite Schaltvorrichtung Ik bzw, I5 mit einem ersten und
zweiten Schalter S. bzw. S„ verbunden sind, welche Schaltor
eingeschaltet sind, wenn die erste bzw. zweite Hauptan-
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•triebsrolle 8 bzw. 9 eingeschaltet ist, während der Ausgangskontakt
der Schalter S bzw. S_ zu einem ersten Eingang einer ersten bzw. zweiten Oder-Schaltung O1 bzw. 0?
führt, von der ein zweiter Eingang mit der ersten bzw. zweiten Abtastvorrichtung 16 bzw. 17 verbunden ist und ein Ausgang
der Oder-Schaltungen O1 bzw. 0_ zu einer ersten bzw.
zweiten Betätigungsvorrichtung und zu einer auf der Welle des ersten bzw. zweiten Spulenmotors 22 bzw. 23 angebrachten
Bremse 2k bzw. 251 gegebenenfalls über einen Verstärker
V1 bzw. Vp und über einen ersten bzw. zweiten Umschalter
S_ bzw. S. zu einer ersten bzw. zweiten Umkehrvorrichtung für die Drehrichtung der Spulenmotoren 22 bzw. 23 führt,
welche Umschalter S„ und S. mit den Schaltern S1 und Sp
und mit einem dritten Schalter S_ zum Einschalten entweder der ersten oder der zweiten Hauptantriebsrolle 8 bzw. 9 gekoppelt
sind, wobei das erste Signal der ersten bzw. zweiten Schaltvorrichtung I^ bzw. 15 ähnlich wie das Signal der zugehörenden
Abtastvorrichtung 16 bzw. 17 bei Abwesenheit einer Bandschleife die Bremse 2k bzw. 25 abschaltet und
die zugehörenden Spulenmotoren 22 bzw. 23 einschaltet.
Stehen die Schalter S1 bis S_ in der Lage, in der
der Aufzeichnungsträger 3 sich in der Vorwärtsrichtung V bewegt, und ist die erste Vorratskammer 10 leer, so wird diese
Vorratskammer durch die erste, eingeschaltete Hauptantriebsrolle 8 gefüllt, bis sie durch ihr Gewicht entgegen dem Druck
der Feder 12 die Kontakte der ersten Schaltvorrichtung I^
schliesst. Der Schalter S1 ist geschlossen, so dass ein Sig-
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nal der Oder-Schaltung O1 zugeführt wird, die über den Verstärker
V und den Schalter S_ den ersten Spulenmotor 22 einschaltet, woduitch die Spule 1 sich nach rechts dreht und
die erste Vorratskammer 10 zu leeren anfängt. Dies wird fortgesetzt,
bis die Vorratskammer zu leicht wird und die Feder 12 die Vorratskammer so weit heraufdrückt, dass die Schaltvorrichtung
14 kein Signal der Oder-Schaltung O1 mehr zuführt,
wodurch der Motor 22 wieder abgeschaltet wird und die Bremse 2k die Spule 1 bremst. So lange die Vorwärtsbewegung
fortgesetzt wird, füllt sich die Vorratskammer 10 und leert sich durch die jeweilige Einschaltung des Spulenmotors
22 in abwechselnder Weise. Auf der Abspulseite erfolgt nahezu das Gleiche, aber hier ist die der Vorratskammer 11
zugehörende Schaltvorrichtung 15 durch das Unterbrechen des
Kontaktes des Schalters S„ abgeschaltet, wodurch das Band von
der Hauptantriebsrolle 8 so weit aus der Vorratskammer 11 gezogen wird, dass die letzte Bandschleife daraus verschwindet,
wodurch das Licht der Glühlampe 21 auf der lichtempfindlichen Zelle 19» die gemeinsam die zweite Abtastvorrichtung
17 bilden, projiziert wird, wobei ein Signal der zweiten
Oder-Schaltung O2 zugeführt wird, die über den Verstärker V_
die Betätigungsvorrichtung der Bremse 25 erregt, so dass
die Bremse 25 ausser Betrieb gerückt und gleichzeitig der zweite Spulenmotor 23 eingeschaltet wird, wodurch die Spule
2 abgewickelt und der Aufzeichnungsträger 3 durch die Hilfsantriebsrolle
7 in die Vorratskammer so lange eingeführt wird,
bis die Bandschleife den Lichtstrahl der Glühlampe 21 zur
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lichtempfindlichen Zelle 19 unterbricht, wodurch der Motor 23 wieder abgeschaltet und die Bremse 25 eingeschaltet
wird. Dies wiederholt sich, bis das Ende des Aufzeichnungsträgers signalisiert wird, wodurch die Hauptantriebsrolle
8 abgeschaltet wird und die Spule 2 den Aufzeichnungsträ ger
3 über die Hilfsantriebsrolle 7 noch so weit in die Vorratskammer 11 einführt, bis der Motor 23 abgeschaltet
und die Bremse 25 eingeschaltet wird. In der Rückwärtsrichtung
vollzieht sich alles in gleicher Weise, es sei denn dass die Schalter S1 bis S_ umgeschaltet sind und
alles Ausgesagte in bezug auf die Wägevorrichtung 12, die Schaltvorrichtung Ik, den Spulenmotor 22, die Bremse Zk, die
Spule 1, die Oder-Schaltung O1, den Verstärker V1 nunmehr
für die Wägevorrichtung 13t die Schaltvorrichtung 15» den
Spulenmotor 23, die Bremse 25, die Spule 2, die Oder-Schaltung Op und den Verstärker V„ gilt r während andererseits
das Ausgesagte in bezug auf die Abtastvorrichtung 17» die
Oder-Schaltung 0_, den Verstärker V„, die Bremse 25 und
den Motor 23, die Spule 2 und die Hilfsantriebsrolle 7
nunmehr für die Abtastvorrichtung 16, die Oder-Schaltung
O1, den Verstärker V1, die Bremse Zk, den Motor 22, die
Spule 1, die Hilfsantriebsrolle 6 zutrifft.
Wenn der Aufzeichnungsträger 3 sich in der Vorwärt srichtung bewegt, die Vorratskammer 10 zu voll geworden
ist und der Motor 22 die Anweisung erhält, den Aufzeichnungsträger aus der Vorratskammer 10 herauszuführen,
wobei sich die Richtung des Aufzeichnungsträgers unmittel-
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bar umkehrt, wird der Motor 22 abgeschaltet, bremst die Bremse 2k die Spule 1, und nachdem die letzte Bandschleife
aus der Vorratskammer 10 verschwunden ist, liefert die Abtastvorrichtung 16 ein Signal, wodurch der Motor 22 und
die Bremse 2k erregt werden und die Spule 1 den Aufzeichnungsträger mit Hilfe der Hilfsantriebsrolle 6 hereinführt.
Der Motor 22 hat nunmehr mehr Zeit zur Verfügung, seine Richtung umzukehren, da praktisch der ganze Vorrat des Bandes
in der Vorratskammer 10 herausgeführt werden kann bevor die Drehrichtung des Motors sich umkehren muss, um Bandbruch
zu verhüten. Dies ermöglicht, den Motor 22 (und den Motor 23) in Form eines Asynchronmotors mit Massiveisenanker auszubilden,
der erheblich billiger ist als die üblichen Gleichstrommotoren.
Es ist nunmehr auch möglich, über kurze Abstände hin- und herzuwickeln ohne dass die Motoren 22 bzw. 23 eingeschaltet
werden, wodurch das Servoverhalten ruhig vor sich geht.
Ein Nachteil der vorstehend beschriebenen Schaltungsanordnung
ist der, dass bei der Vorwärtsbewegung des Aufzeichnungsträgers 3 und bei einer zu vollen Vorratskammer
10, wenn der Motor 22 gerade zu drehen angefangen hat, und bei Umkehrung der Richtung des Aufzeichnungsträgers für eine
sehr kurze Zeit der Motor 22 unmittelbar wieder abgeschaltet wird, so dass nach wiederum folgender sofortiger Vorwärtsbowegung
des Aufzeichnungsträgers mehr Band in die Vorratskammer eingeführt wird als der Motor 22 herausgezogen hat,
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so dass bei Wiederholung nach bestimmter Zeit die Vorratskammer
verstopft werden könnte.
Dieser Nachteil wird durch Anbringung eines Speichers nach Fig. 3 behoben. Nach dieser Figur sind die Speieher
G1 und G? zwischen der ersten bzw. zweiten Schaltvorrichtungen
14 und 15 und der ersten bzrw zweiten Oder-Schaltung
O1 und Op angebracht. Der Ausgang der Speicher G1 und
G führt zu den Umkehrvorrichtungen S„ bzw. Sr zum Umkehren
der Drehrichtung des ersten bzw. des zweiten Spulenmotors 22 bzw. 23. Die Schalter S1 und S2 nach Fig. 2 sind durch
einen Umschalter S^ ersetzt, der mit dem Schalter S_ gekuppelt
ist, der entweder die erste oder die zweite Hauptantriebsrolle einschaltet. Der Schalter S,- führt einerseits
zu einer Spannungsquelle A und andererseits über die Umschaltkontakte
zu einem zweiten Eingang des ersten bzw. zweiten Speichers G1 bzw. G„. Bewegt sich der Aufzeichnungsträger
3 in der Vorwärtsrichtung, so verbindet der Schalter S-ς
die Spannungsquelle A mit dem zweiten Eingang des Speichers G1. Überschreitet der Bandvorrat in der Bandvorratskammer
einen bestimmten Wert, so werden die Kontakte der Schaltvorrichtung
^k geschlossen und die Schaltvorrichtung liefert
ein erstes Signal an den ersten Eingang des Speichers G1. Infolge
der Anwesenheit dieser Signale an den beiden Eingängen des Speichers G1 tritt an dessen Ausgang ein erstes Signal
auf, das einerseits die Umkehrvorrichtung S„ des Motors 22 für die Aufspulrichtung umschaltet und andererseits über die
Oder-Schaltung O1 und den Verstärker V1 die Bremse 2k abschaltet
und den Spulenmotor 22 einschaltet, so dass das Band aus
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der Vorratskammer 10 herausgewickelt wird. Sobald die Vorratskammer
wieder zu leicht wird, erscheint am ersten Eingang von G1 das zweite Signal der Schaltvorrichtung 14, wodurch
das Signal am Ausgang des Speichers wegfällt, wodurch die Bremse eingeschaltet und der Spulenmotor 22 abgeschaltet
wird, während gleichzeitig die Umkehrvorrichtung S„ in die Abspullage gesetzt wird. Wird während des Aufspulens die
Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers umgekehrt, so fällt das Signal der Spannungsquelle A am zweiten Eingang
des Speichers G1 zwar weg, aber dieser Speicher lässt sich
erst wieder umschalten durch den Wegfall des ersten Signals der Schaltvorrichtung 14, so dass der Spulenmotor erst anhält,
wenn die Vorratskammer 10 zu leer wird. Wird das Band so weit herausgespult, dass die letzte Bandschleife ver.
schwindet, so liefert die Abtastvorrichtung 16 ein Signal an die OderSchaltung O1, wodurch über den Verstärker V1 der
Spulenmotor 22 abspult und die Bremse 2k gehoben wird.
Unter Ein- und Abschalten der Hauptantriebsrollen 8 and 9 kann selbstverständlich auch das "Ein- und Abschalten"
des Vakuums bei sich kontinuierlich drehenden Vakuumrollen verstanden werden.
Es werden unter Schaltern und Schaltvorrichtungen auch elektronische Schalter, z.B. logische Schaltungen oder"*
lichtempfindliche oder kapazitive Schalter verstanden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE tVorrichtung zum Antreiben bandförmiger Aufzeichnungsträger, bestehend aus zwei Spulen zum Auf- bzw. Abwickeln des Aufzeichnungsträgers, der auf die erste Spule009838/1924PHN.3802aufgewickelt und von der zweiten Spule abgewickelt wird und umgekerht, einer ersten und einer zweiten Hauptantriebsrolle, welche Rolle durch einen Antriebsmechanismus in zueinander entgegengesetzten Richtungen angetrieben werden, und einer ersten und einer zweiten Hilfsantriebsrolle, welche Rollen gegebenenfalls über eine Schlupfkupplung ebenfalls in zueinander entgegengesetzten Richtungen angetrieben werden, wobei zwischen der ersten bzw. zweiten Hilfsantriebsrolle und der erste bzw. zweiten Hauptantriebsrolle eine erste bzw. zweite Bandvorratskammer angeordnet ist, wobei die erste bzw. zweite Bandvorratskammer mit einer ersten bzw. zweiten Wägevorrichtung zum Wägen der Bandvorratskammer gemeinsam mit dem darin vorhandenen Band versehen ist, welche Wägevorrichtungen mit einer ersten bzw. zweiten Schaltvorrichtung verbunden sind, welche Vorrichtungen ein erstes Signal liefern, wenn der Bandvorrat in der Kammer einen bestimmten Wert überschreitet und ein zweites Signal erzeugen, wenn der Bandvorrat den erwähnten Wert unterschreitet, daduroh gekennzeichnet, dass jede Vorratskammer (10,11) ausserdem eine Abtastvorrichtung (16, 17) enthält, die die Anwesenheit einer einzigen Bandschleife in der Vorratskammer (1O, 11) anzeigt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenantriebsmotor (22, 23) ein einphasiger Asynchronmotor mit Massiveisenanker ist.3· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spulenantriebsmotoren (22, 23) Über-009838/19243802spannungsmotoren sind.h. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche1 dadurch gekennzeichnet'^ dass die erste und die zweite Schaltvorrichtung (14,15) mit einem Eingang eines ersten bzw. eines zweiten Schalters (S1,S ) verbunden sind, welche Schalter eingeschaltet sind, wenn die erste bzw. die zweite Hauptantriebsrolle (8,9) eingeschaltet ist, während ein Ausgang der Schalter (S1, S„) zu einem ersten Eingang einer ersten bzw. einer zweiten Oder-Schaltung (O1, 0„) führt, von der ein zweiter Eingang mit der ersten bzw. zweiten Abtastvorrichtung (16, 17) verbunden ist, wobei ein Ausgang der Oder-Schaltung (O1, O2) gegebenenfalls über einen Verstärker (V1, V2) zu einer ersten bzw. zweiten Betätigungsvorrichtung einer auf der Welle des ersten bzw. des zweiten Spulenmotors (22, 23) angebrachten ersten bzw. zweiten Bremse (2k, 25) und über einen ersten bzw. zweiten Umschalter (s„, Sr) zu einer ersten bzw. zweiten Umkehrvorrichtung für die Drehrichtung der Spulenmotoren führt, welche Umschalter (S„, Sj mit einem dritten Schalter (S-), zum Einschalten entweder der ersten oder der zweiten Hauptantriebsrolle (8, 9) gekoppelt sind, wobei das erste Signal der ersten bzw. zweiten Schaltvorrichtung (14, 15) ähnlich wie das Signal der zugehörenden Abtastvorrichtung (16, 17) bei Abwesenheit einer Bandschleife die erste bzw. zweite Bremse (24, 25) abschaltet und die zugehörenden Spulenmotoren (22, 23) einschaltet.5· Vorrichtung nach einem der Ansprüche' 1, 2 oder 31dadurch gekennzeichnet, dass die erste bzw. die zweite Schaltvorrichtung (14, 15) mit einem ersten Eingang eines ersten bzw. zweiten Speichers (G1, G„) verbunden 1st, von dem ein009838/1924aweiter Eingang über einen Umschalter (S,-) mit einer Spannüngsquelle (A) verbunden ist, wenn die erste bzw. die zweite Hauptantriebsrolle (8,9) mittels eines mit dem Umschalter (S^) verbundenen Schalters (S_), eingeschaltet ist, während der Ausgang des ersten bzw. zweiten Speichers (G1, G ) zu einem ersten Eingang einer ersten bzw. zweiten Oder-Schaltung (O1, O ) führt, deren zweiter Eingang mit der ersten bzw. der zweiten Abtastvorrichtung (i6, 17) verbunden ist, wobei ein Ausgang der Oder-Schaltung (O1, O2) gegebenenfalls über einen Verstärker (V1, V_) zu einer auf der Welle des ersten bzw. zweiten Spulenmotors (22, 23) angebrachten ersten bzw. zweiten Bremse (2k, 25) und 2k einer ersten bzw. zweiten Umkehrvorrichtung (S_, S. ) für die Drehrichtung der Spulenmotoren (22, 23) führt, welche erste und zweite Umkehrvorrichtung auch mit einem Ausgang des ersten bzw. zweiten Speichers (G1, Gp) verbunden sind, welche Speicher am Ausgang ein erstes Signal liefern, wenn am ersten Eingang das Signal der Spannungsquelle (A) und am zweiten Eingang das erste Signal der zugehörenden Schaltvorrichtung (1^, 15) vorhanden ist, welches erste Signal am Ausgang der Speicher (G1, G_) die Bremse (2k, 25) abschaltet und den zugehörenden Spulenmotor (22, 23) aufwickeln lässt und erst wegfällt, wenn das erste Signal der Schaltvorrichtung (1^, 15) wegfällt und das Signal der zugehörenden Abtastvorrichtung (16, 17) bei Abwesenheit einer Bandschleife die Bremse (2kt 25) abschaltet und den zugehörenden Spulenmotor (22, 23) abwickeln lässt.009838/1924EHN.3802AUSZUG;Magnetische Aufnahme- und Wiedergabevorrichtung mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger, insbesondere für Speicher mit Vorratskammer und einer Abtastvorrichtung zum Signalisieren der Anwesenheit einer Bandschleife in der Vorratskammer, wobei der Spulenmotor auf der Aufwickelseite durch das Gewicht des Bandes in der zugehörigen Vorratskammer geregelt wird, während der Spulenmotor auf der Abwickelseite durch das Vorhandensein oder die Abwesenheit der letzten Bandschleife in der zugehörenden Vorratskammer geregelt wird.009838/1924
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