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Hydraulischer Vibrator aie Erfindung betrifft einen hydraulisch arbei--t,enden
Vibrator, der speziell für die Erzeugung von Schwingungen geeignet ist, welobe
ein schwingungsfähiges System zu Resonanzschwingungen anregen0 Solche schwingunsfähigen
Systeme werden bei Bergbau- und Tiefbau-Maschinen verwendet zur Aktivierung von
Grabwerkzeugen, in -der chemischen Industrie und Verfahrenstechnik bei Mischvorrichtungen,
Schwingsieben usw., in der Werkzeugmaschinenindustrie zum Schwingzerspanen, Schlichtschmieden
usw., im Gießereiwesen zur Entsandung von Gussformen, bei Prüfmaschinen für Zug-Druck-
und Biegedauerwechsel-Festigkeits@püfungen. Außerdem treten sie im Landmaschinenbau
auf bei Sortiermaschinen, bei aktivierten Bodenbearbeitungsmaschinen usw.
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Bei den genannten Anwendungsgebieten geht es darum, große Massen in
Schwingungen zu versetzen, welche bei kleiner Amplitude eine hohe Frequenz bis zu
mehreren hundert Hertz aufweisen. Hierfür ist eine große Anzahl von Schwingungserzeugern
bereits entwickelt worden. Dabei handelt es sich zumeist um Mechanismen, welche
die Zentrifugalkraft umlaufender Rollkörper ausnutzen, die pneumatisch oder mechanisch
angetrieben werden.
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Diese Mechanismen sind aber nachteilig. Bei den pneumatisch angetriebenen
Geräten ist der Gesamtwirkungsgrad des Systems Kompressor-Schwnger meist relativ
niedrig, so daß große Kompressoren erforderlich sind, welche z.B. für mobile Anlagen
wegen ihrer Abmessungen, ihres Gewichtes und ihrer leistungsaufnahme nicht geeignet
sind. Die rein mechanisch arbeitenden Geräte haben alle den Nachteil, daß sie eine
regelmäßige Wartung erfordern. Hinzu kommt bei einfachen Zentrifugalkraftschwingern,
daß gewöhnlich die Frequenz durch die Drehzahl des Antriebsmotorz auf 50 Hertz beschränkt
isto Wird dadurch Zwischenschaltung eines Getriebes die Frequenz erhöht, so stei#gert
sieh der Bauaufwand.
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Bekannt sind ferner sogenannte Servoschwinger. Bei diesen wird eine
Kolbenstange dadurch hin und her bewegt, daß der zugehörige Kolben in einem Zylinder
wechselweise auf einer und der anderen Seite mit Druckflüssigkeit beaufschlagt wird.
Das geschieht mittels eines Umsteuerventiles, daß am Ende jedes Hubes von der Kolbenstange
z.B. elektromagnetisch betätigt wird. Servoschwinger haben den Nachteil, daß sie
nur beschränkte Schwingungsfrequenzen liefern0 Außerdem sind sie wegen der Um steuereinrichtung
teuer.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde#, einen Vibrator zu entwickeln,
welcher bei hohem Wirkungsgrad des Systems Schwinger-Antriebsmotor hohe Frequenzen
bis zu mehreren hundert Hertz und große Erreerkräfte bis zu loo Mp erzeugen kann.
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Das Gerät soll weitgehend unempfindlich gegen äußere Einflüsse sein,
wartungsfrei arbeiten und geringe Herstellungskosten bedi@@en.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Druckgeber
und ein Druckempfänger Hohlräume enthalten, die in eine zwischen diesen beiden Bauteilen
befindliche Fuge münden und so angeordnet sind, daß während einer Umdrehung eines
der Bauteile gegenüber dem anderen wenigstens ein Hohlraum des Druckempfängers wenigstens
einmal mit einem Hohlraum des Druckgebers in Verbindung tritt und daß in dem oder
den mit Flüssigkeit gefüllten
Hohlraum bzw. Hohlräumen des Druckgebers aus einer Druckquelle ständig ein Druck
aufrechterhalten wird, der immer, wenn zwei Hohlräume miteinander in Verbindung
treten, stoßweise in wenigstens einem Hohlraum des Druckempfängers auf Flüssigkeit
wirkt, die de@ Druckstoß - ggf. über ein mechanis@@es Zwischenglied - auf ein Schwingersystem
über trägt. Hierbei wird eine Frequen@ erzielt, die von der Drehzahl eines der beiden
Bauteile relativ zu dem anderen und der Zahl der in den Bauteilen befindlichen Hohlräume
abhängt, derart, daß die Frequenz proportional dem Produkt aus der genannten Drehzahl
und der Zahl der Druckstöße ist, die bei einer Umdrehung infolge des Miteinander-in-Verbindung-tretens
von Hohlräumen nicht gleichzei tig erfolgen. Vorzugsweise wird die Eigenfrequenz
des Schwingersystems erzeugt, so daß Resonanz-Betrieb erreicht wirdo Peispielsweise
wird ein hydraulischer Vibrator -nach der Erfindung so ausgebildet, daß der bzwO
jeder Hohlraum des Druckempfängers durch eine Bohrung gebildet wird und in dieser
passend ein Stößel als mechanisches Zwischenglied verschieblich geführt ist und
daß der Druckgeber auf der dem Druckempfäng.er zugewandten Seite so gestaltet
ist,
daß er nach jedem Druckstoß das Entweichen von Flüssigkeit aus der Bohrung zuläßt.
Hierbei ergibt sich die von dem Vibrator erzeugte Erregerkraft aus dem Produkt aus
dem Querschnitt eines Stößel, der 7ahl der gleichzeitig vom Druck beaufschlagten
Stößel und dem Druck der Flüssigkein. Die Hohlraume des Druckgebers können durch
Bohrungen mit in ihnen verschiebbaren Buchsen gebildet werden, welche unter Federwirkung
in der Fuge an dem Druckempfänger gleitens Diese Bohrungen und Buchsen können parallel
zur Dreh-Achse, radial oder schräg verlaufen.
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Ein hydraulischer Verdränger nach der Erfindung kann beispielsweise
auch so ausgeführt werden, daß der Druckgeber-durch eine mit Flüssigkeit gefüllte
Trommel, deren Inneres an die Druckquelle angeschlossen ist, und der Druckempfänger
durch ein die Trommel umschließendes Gehause gebildet werden und daß sich in dem
Trommelmantel wenigstens ein Kranz von die Hohlräume des Druckgebers bildenden Bohrungen
und in dem Gehäuse wenigstens eine einen Hohlraum des Druckempfängers bildende Bohrung
befinden, welch letztere durch eine Flüssigkeitssäule mit einem Zylinder verbunden
ist, in dem ein Kolben durch die Druckstöße gegen den Widerstand eines Federelementes
jeweils so weit geschoben wird, daß er eine Ablauf-Öffnung innerhalb des Zylinders
freigibt.
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Mit der Erfindung wird vor allem der Fortschritt erzielt, daß industrielle
Schwinger-Systeme für große Frequenzen mit höherem Wirkungsgrad und kleinerem Bauaufwand
als @isher hergestellt werden
können und daß damit der Vibrationstechnik
neus Anwendungsgebiete erschlossen werden.
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Im folgenden sei die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen des
näheren in Verbindung-mitder Zeichnung erläutert0 In dieser zeigen Fig. 1 einen
hydraulischen Vibrator nach dem ersten Ausführungsbeispiel in einem-Axialschnitt
und das zugehörige .Schwingersystem in Seitenansicht, Fig. 2 den Schnitt nach der
Linie II-II in Fig.1, Fig. 3 einen entsprechenden Schnitt durch einen Vibrator in
etwas abgewandelter Ausführung, Fig. 4, -5 und 6 Teile von hydraulischen Vibratoren
nach weiteren Ausführungsbeispielen in Axialschnitten, Fig. 7, j 8 und 9.hydraulische
Vibratoren nach drei anderen Ausführungsbeispielen in Axialschnitten, Fig.- 10 einen
hydraulischen Vibrator nach einem weiteren Ausführungsbeispiel und ein-zugehöriges
Schwingersys-tem in einem Axialschnitt und Fig. 11 in Schnitt nach der Linie XI-XI
in Fig io mit einer anderen Ausführungsform.
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Der hydraulische Vibrator nach Fig. 1 und 2 hat ein Gehäuse 1 und
eine an dieses angeflanschte
Scheihe 2, die den Druckempfänger bildete
In Bohrungen 3, 4 des Gehäuses 1 und der Scheibe 2ist durch Kugellager 5, 6 mit
waagerechter Achse eine Antriebswelle 7 gelagert. Deren aus dem Gehäuse 1 herausragendes
Ende trägt einen Flansch 8 zum Ankuppeln an einen Antriebsmotor0 Zwischen dem Gehäuse
1 und der Scheibe 2 ist ein schmaler Raum 9 freigelassen, der von lotrechten Stirnflächen
10, 11 des Gehäuses 1 bzw0 der Scheibe 2 sowie von der zylindrischen Innenfläche
eines Kragens 12 des Gehäuses 1 eingefaßt wird. Er geht in die Bohrung4 über. Innerhalb
des schmalen Raumes 9 befindet sich mit allseitigem Spiel eine fest auf der Antriebswelle
7 sitzende Scheibe 130 Diese hat vier waagerechte Bohrungen, deren Achsen den gleichen
Abstand von der Achse der Antriebswelle 7 haben und gleichmäßig auf dem Umfang verteilt
sind. In jeder dieser Bohrungen ist eine Buchse 14 im Gleitsitz gelagert, deren
Stirnflächen an den Stirnflächen 10, 11 anliegens Die Buchsen 14 haben waagerechte
Bohrungen 15 von gleichem Durchmesser.
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Die Bohrungen 15 fluchten bei bestimmten Stellung gen der Scheibe
13 mit waagerechten Bohrungen 15 in der Scheibe 2. In diesen sind mit Gleitsitz
Stößel 17 geführt, die mit inren aus der Scheibe 2 herausragenden Enden eine Platte
18 tragens GeCen die Mitte der Platte stützt sich in einem Kugelgelenk 19 eine Scheibe
20o Zwischen dieser und einem Körper 21 befinden sich Tellerfedern 22, die zusammen
mit der Masse des Körpers 21 das Schwingersystem bilden. Beispielsweise kann der
Körper 21 ein Grabwerkzeug, z.B. einen Bagger-Eimer, bilden, dessen nicht dargestellte
Schneiden durch den hydraulischen Vibrator aktiviert werden.
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Die Bohrungen 15 der Buchsen 14 bilden die Hohlräume des Druckgebers,
die ständig mit Fldssigkeic gefüllt sind und unter einem bestimmten Druck @ehalten
werden Das geschieht mit Hilfe einer nicht dargestellten Druckquelle, z.B. einer
Pumpe, die all eine Radialbohrung 23 in dem Gehäuse 1 angeschlossen ist. Diese Bohrung
mündet in einen Ringraum 24, der von der Bohrung 3 durch zwei die Antriebswelle
7 umschließende Dichtungen 25 abgeteilt ist. Er steht durch Radialbohrungen 26 mit
einer waagerechten, nach außen abgeschlossenen Bohrung 27 der Antriebswelle 7 in
Verbindung. Von der Bohrung 27 gehen Radialbohrungen 20 aus, die sich in der Scheibe
13 fortsetzen, und in
Ringkanälen 29 der Buchsen 14 münden. Die Ringka näle 29 sind illit den waagerechten
Bohrungen -15 durch Radialbohrungen verbunden.
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In der Stellung der Scheibe 13 nach Fio 2 sind die Bohrungen 15 gegenüber
den Bohrungen 16 versetzte Demzufolge sind die Bohrungen 15 nicht nur durch die
Stirnwand 10, sondern auch durch die Stirnwand 11 abgeschlossen0 Wenn beim Umlaufen
der Scheibe 13 im Sinne des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeiles die Bohrungen 15 den
Bohrungen 16 gegenübertreten, wirkt die in den Bohrungen 15 unter Druck stehende
Flüssigkeit auf die Stößel 17 kurzzeitig, bis mit dem Weiterdrehen der Scheibe 13
aie Bohrungen 15 wieder aus den Bereichen der ohrungen 16 herausgetreten sind. Demzufolge
erfahren die vier Stößel 17 gleichzeitig Druckstöße, welche über die Platte 18 und
die Scheibe 20 auf das Schwingersystem 21, 22 übertragen werden0 Die hierbei erzielte#
Frequenz## ist n.z f = 60
wobei n die Drehzahl der Antriebswelle
7 je Minute und z die Zahl der Bohrungen 15 ist. Bei dem @eschrie@enen Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und 2 ist z = 4, und damit f = 1/15.n. Jedesmal, wenn @@@m Umlaufen
der Scheibe 13 eine Buchse 14 an einer Bohrung 16 vorbeigetreten ist, wird die Flüssi@keits@enge,
@ie vor@er aus der Bohrung 15 in die Bohrung 16 übergetreten war, aus dieser Bohrung
durch den Stößel 17 herausgedrückt, der @@@@ @@@ @@@@@@ @@ @@@@@@@@@@@ @@ @@ @ seine
unter dem Einfluß der Tellerfedern 22 in
Ausgangslage zurück##kehrt. Die aus den Bohrungen 16 @eraustretende Flüssigkeit
gelangt in den schmalen Raum 9 und läuft aus diesem durch eine Bohrung 30 im Boden
ab.
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Bei der Ausführung nach Fig. 3 befinden sich in der Scheibe 13 doppelt
so viele buchsen 14 wie bei dor Ausführung nach Fig. 2 bei gleicher Zahl der Bohrungen
16. Demgemäß wird @ei gleicher Drehzahl der Antriebswelle 7 eine doppelt so hohe
Frequenz erzielt. Umgekehrt könnte die Scheibe 13 z.B. mit nur zwei einander diametral
gegenüberliegenden Buchsen 14 versehen werden, wobei in der Scheibe 2 nur zwei Bohrungen
16 vorhanden wären.
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In diesem Fall wäre die erzielte Frequenz bei leicher Drehzahl der
Antriebswelle 7 nur halb so groß wi bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2. Es ist
auch denkbar, daß die Scheibe 13 nur eine Buchse 14 hat, so daß ein in einer Bohrung
16 befindlicher Stößel 17 bei jeder Umdrehung der Scheibe 13 nur einmal einen Druckstoß
enthält. . Auoh ist der Fall nicht ausgeschlossen, daß die Zahl der Bohrungen 16
in der Scneibe 2 größer ist als die- Zahl der Buchsen 14 mit den Bohrungen 15 in
der Scheibe 13. Dann würden die Stößel 17 nicht alle gleichzeitig, sondern, ggf.
gruppenweise, nacheinander
Druckstöße erhalten, Mit den Stößeln
der verschiedenen Gruppen könnten dan verschiedene Schwinger systeme verbunden sein,
die demnach von ein und demselben hydraulischen Vibrator angeregt würden.
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Die mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräume des Druck gebers können auch,
wie die Fig. 4 bis 6 zeigen, dadurch gebildet werden, daß in Bohrungen 31, 32 bzw.
33 der umlaufenden Scheibe 34, 35 bzw. 36 Buchsen 3-7, 38 bzwo 39 verschiebbar geführt
sind.
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Die Buchsen werden durch Federn 40 in Richtung nach dem Druckempfänger
gedrückt, so daß ihre betreffenden Stirnflächen unter Druck an einer Gegenfläche
des Druckempfängers gleiten0 Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig0 4 liegt die Achse
der Bohrung 31 und der Buchse 37 ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig
1 parallel zur Drehachse. Die Fläche, gegen welche die Buchse 37 durch die Feder
40 gedrückt'wird, ist die lotrechte.Stirnfläche 11 der Scheibe 2o An der gegenüberliegenden
lotrechten Stirnfläche 10 des Gehäuses 1 liegt die Scheibe 34 mit einer Stirnfläche
41 an, Diese wird durch die Bohrung 31 unterbrochen, die in eine ringförmige Ausnehmung
42 des Gehäuse ses 1 mündet. Diese Ausnehmung steht durch einen Kanal 43 mit .einer
an das Gehäuse angeschlossenen Druckquelle in Verbindung. Fig0 4 zeigt die Scheibe
34 in einer Stellung, in welcher die Bohrung 31 mit der Buchse 37 einer einen -Stößel
17 enthaltenden Bohrung 16 der Scheibe 2 mittig gegenüberliegt, so daß der Stößel
17 einen Druckstoß erhält Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig 5 verläuft die Bohrung
32 in radialer Richtung und die Buchse
38 wird von der Feder 34
radial nach außen gegen eine zylindrische Innenfläche 44 eines den Druckempfänger
bildenden Gehäuseteiles 45 gedrückt.
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Die Buchse 38 liegt bei der dargestellten Stellung der Scheibe 35
mittig einer einen Stößel 17 enthaltenden lotrechten Bohrung 46 gegenüber. Die Scheibe
35 liegt an ihrem Umfang mit Stirnflächen an lotrechten Stirnflächen 47, 48 von
mit dem Gehäuseteil 45 fest verbundenen Bauteilen an. Der durch die Bohrung 32 mit
der Buchse 38 gebildete Hohlraum des Druckgebers steht hierbei ebenso wie bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 durch eine radiale Bohrung 28 und eine waagerechte
Bohrung 27 einer Antriebswelle 7 mit der Druckquelle in Verbindung0 Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 7 ist die Bohrung 33 mit der Buchse 39 schräg mit einer z.B.
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unter 45° geneigten Achse im Umfangteil der Scheibe 36 angeordnet.
Die Buchse 39 wird hierbei durch die Feder 40 gegen eine kegelstumpfförmige Fläche
49 eines den Druckempfänger bildenden Bauteiles 50 gedrückt. In diesem befinden
sic Stößel 17 enthaltende Bohrungen 51 in solcher Anordnung, daß die Buchsen 39
in best@@@ten Stellungen der Scheibe 36 ihnen mittig gegenübertreten. Die Verbindung
des durch die Bohrung 33 mit der Buchse 39 gebildeten Hohlraumes des Druckgebers
mit der Druckquelle erfo/1gt; grundsätzlich in der gleichen Weise, wie bei den Ausführungsbeispielen
nach Fig.1 und 5.
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Fig.7 gibt ein# Beispiel dafür, daß - in kinematischer Umkehrung zu
den bisher besprochenen Ausführungsbeispielen - der Druckgeber stillsteht, während
der Druckempfänger gedreht wird. Der Druckgeber
ist hierbei ein
Gehäuse 52, dessen mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume durch Axialbohrungen 31 mit
verschiebbaren Buchsen 37 und Federn 40 in der Ausführung nach Fig. 4 gebildet werden.
Die Druckquelle ist an eine Bohrung 53 des Gehäuses 52 angeschlossen, die in einen
Ringkanal 54 übergeht, mit welchem die Bohrungen 31 verbunden sind0 Der Druckempfänger
ist eine Scheibe 55, die auf einer innerhalb des Gehäuses 52 gelagerten Antriebswelle
sitzt. Die Scheibe 55 hat Axialbohrungen 16, die den Buchsen 37 mittig gegenübertreten
können.
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In den Bohrungen 16 sind Stößel 17 geführt, welche in Ausnehmungen
eines auf der Scheibe axial verschiebbaren Körper 57 eingreift. Dieser stellt die
Lasse des Schwingersystemes dar, dessen Federn 58 in axialer Richtung zwischen ihm
und einem Bund 5,9 auf einer Verlängerung der Antriebswelle 56 eis gespannt sind.
Schwächere Gegenfedern 60 befinden sich am Umfang der Scheibe 55 zwischen einem
an dieser sitzenden Bund und dem Körper 57.
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Der Antriebsmotor für den Druckgeber bzw. den Druckempfänger kann
beliebiger Art sein. Fig. 8 zeigt die Anwendung eines hydraulischen Motors 61, der
an das Gehäuse 1 angeflanscht ist, wobei grund sätzlich die gleiche Ausführung des
Vibrators vorgesehen ist wie nach Fig. 1. Der hydraulische Motor 61 erhält seine
Arbeitsflüssigkeit von derselben Druckquelle, welche in den Hohlräumen des Druckgebers
den gewünschten Druck aufrechterhält.
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Zu diesem Zweck ist die von der Druckquelle kommende Leitung 62 in
zwei je ein Absperrglied 63,64 enthaltende Leitungen 65, 66 verzweigt, von denen
eine an die Radialbohrungen 23. des Gehäuses. 1 und
die andere
@n den hydraulischen Motor 61 angeschlossen ist. Die Abflußleitung dieses Motors
ist mit 67 bezeichnet.
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Es ist auch denkbar, daß zum Antrieb des Druckgebers bzw. des Druckempfängers
z.B. ein Elektromo-@or dient und daß Dieser außerdem eine Pumpe antre@bt, welche
die Druckquelle zur Aufrechterhaltun@ des Druckes @n den Hohlräumen des Druckgeers
bildet Die Druckquelle kann u.U. statt durch eine Pumpe durch einen Druckspeicher
@ebildet werden.
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Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel dafür, daß ein Druckge@er für
zwei Druckempfänger zwei Schwingersysteme erregt. Es ist angenommen, daß der Druckgeber
in Form einer Scheibe 68 in einem Spalt eines den Druckempfänger bildenden Gehäuses
69 durch eine Welle 70 um eine waagerechte Achse drehbar gelagert ist. Die mit Flüssigkeit
befüllten Hohlräume des Druclrgebers 64 werden durch Axialbohrungen 71 gebildet,
die bei gewissen Stellungen der Scheibe 68 nftt Axialbohrungen 16 in den beiderseits
der Scheibe 5d befindlichen Teilen des Gehäuses 69 fluchten. Hierbei werden jeweils
gleichzeitig Druckstöße in entgegengesetzten Richtungen auf die in den Bohrungen
16 geführten Stößel 17 ausgeübt, so daß die beiderseitigen Scheiben 18 jeweils entgegengesetzt
zueinander schwingen. Die Scheibe 68 liegt im Bereich der Bohrungen 71 beiderseits
der lotrechten Stirnflächen der Gehäuseteile an. Die Verbindung der die Hohlräume
des Druckgebers bildenden Bohrungen 71 mit der Druckquelle geschieht über eine ringförmige
Ausnehmung 72 des einen Gehäuseteiles,
in welche mit den Bohrungen
71 verbundene Kanäle 73 münden, Die Scheibe 68 wird in irgendeiner Weise angetrieben,
beispielsweise unter Vermittlung einer Verzahnung 74, Bei dem Ausführu-ngsbeispiel
nach Fig0 1.0 und 11 wird der Druckgeber durch einen von Stirnwänden abgeschlossene
zylindrische Trommel 75 gebildet, während der Druckempfänger ein zylindrisches Gehäuse
75 isto Die Trommel 75, die in dem Gehäuse 76 durch Wälzlager 77 um eine waagerechte
Achse drehbar gelagert ist, wird von einer zylindrischen Innenfläche des. Gahäuses
-76 dicht umschlossen0 Das Innere der Trommel 75 ist völlig von Flüssigkeit gefüllt,
die ständig unter einem bestimmten Druck steht. Zu diesem Zweck ist an das Gehäuse
76 eine von der Druckquelle kommende Leitung 78 angeschlossen, die in einen Ringkanal
79 mündet. Dieser unterbricht die zylindrische Innenfläche des Gehäuses 76 und ist
beiderseits von Ringdichtungen 80 eiW;efaßto In den Ringkanal 79 münden Durchbrechungen
81, die in dem Mantel der Trommel 75 in der Mitte zwischen den Stirnwänden auf dem
Umfang verteilt sind0 Beiderseits der Durchbrechungen 81 enthält der Mantel der
Trommel 75 zwei weitere Kränze von Durchbrechungen 82. Diese bilden die ständig
mit Flüssigkeit unter eLnem bestimmten Druck gefüllten Hohlräume des Druckgebers.
Die beiden Kränze von durchbrechungen 82 sind ebenfalls beiderseits von Ringdichtungen
Eo in dem Gehäuse 76 eingefaßt.
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Jedem der beiden Kränze von Durchbrechungen 82 ist
eine
Radialbohrung 33 des Gehäuses 76 zugeordnet.
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Die Fig. 10 und 11 zeigen, daß beim Umlaufen der über eine Welle 84
angetriebenen Trommel 75 je eine Durchbr'echung 82 der beiden Kränze gerade mit
der betreffenden Radialbohrung 83 fluchtet.
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Jedesmal, wenn das geschehen ist, wird tn einer Flüssigkeitssäule,
die sich in einem an jede Radialbohrung angeschlossenem Rohr b5 befindet, ein Druckstoß
erzeugt. Dieser wirkt in einem Zylinder 86, an welchen das Rohr 5 angeschlossen
ist, auf einen Kolben 87.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 stützt sich der Kolben 87
mittels einer Feder 88 gegen einen gleichachsigen verschiebbaren, schweren Körper
89. Die Masse dieses Körpers mit der Masse des Kolbens 87 und die Feder 88 bilden
das Schwingersystem. Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausgangslage des Kolbens 87
überdeckt dieser eine Ringnut 90 des Zylinders do, von der eine Ablaufleitung 91
ausgeht. Wennunter einem Druckstoß der Kolben 87 gegen den Widerstand der Feder
88 soweit verschoben wird, daß er die Ringnut 9o freigibt, entweicht eine gewisse
Flüssigkeitsmenge und sinkt der Druck in der Flüssigkeitssäule vorübergehend ab.
Doch wird die Ringnut alsbald durch das Zurückschwingen des Kolbens 87 wieder geschlossen.
Die entweichenden Flüssigkeitsmengen werden von der Druckquelle unverzüglich ersetzt,
so daß der erforderliche Druck in den Hohlräumen 82 des Druckgebers praktisch ständig
auf gleicher Höhe gehalten wird0 Hierbei findet also eine Flüssigkeitsbewegung im
Gleichstrom s-tatt, während bei den Ausführungsbeispielen mit hin und her schwingenden
Stößeln
17, z.B. nach Fig. 1, die Druckflüssigkeit beim Eintreten und Austreten in die Bohrun-@en
1@ bzw. aus diesen eine Umkehrbewegung voll-@ient.
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@ei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 ist der Kolben @@, auf den
die pulsierende Flüssigkeitss@@le in der Lei@ung @5 wirkt, nicht unmittelbar über
die Feder @@ mit der schwingenden Masse @9 verbunden. Vielmehr stütst sich die Feder
83 auf ein Widerlager in dem Zylinder 86, und an diesem ist auf der dem Rohr gegenüberliegenden
Seite ein Rohr 92 angeschlossen, das eine weitere Flüssigkeitssäule enthält. Dieses
Rohr mündet in einen Zylinder @3, in welchem der Körper 89 verschiebbar geführt
ist.
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Der Kolben 87 erzeugt unter dem Einfluß der in de@ Rohr 85 pulsierenden
Flüssigkeitssäule eine stehende Drnckwelle innerhalb der in dem Rohr 92 befindlichen
Flüssigkeitssäule, so daß von dem Körper @9 Schwinger-Energie a@genommen werden
kann.
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Die in der Leitun@ 92 schwingende Flüssigkeitssäule würde sich möglicherweise
zu stark erwärmen, wenn sie nicht abgekühlt würde. Deshalb wird von der Rohrleitung
@3 ein schwacher Flüssigkeitsstrom in einer Leitung @4 abgezweigt, welche @@ das
Rohr 92 nahe dem Zylinder 65 angeschlossen ist. Ferner ge@t von d@@ @@linder 93
eine Abflußleitung 95 aus.
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Sona@@ wird dieser Flüssigkeitsstrom ständig durch die Flüssigkeitssäule
innerhalb des Rohres 92 hindurchgeleitet. Er wird durch einstellbare Drosseln 96,
97 in den Leitungen 94, 95 gesteuert. In der
L@@@@ ## @ @ot @@@her
ein Rückschlagventil 9@, @@s @@@ @urückström@ @@ Flüss@gk@@@ aus @em Rohr 92 in
das Rohr @5 ver@@nder@. Der Flüssi@-@@ @@@@@@ @@@@ @@@@ @@@@r Vermittlung von Kühlrippen
@@ @er Le@@@n @@@@kühl@ werden.
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Patentansprüche: