DE2006783C - Reiner Raum - Google Patents
Reiner RaumInfo
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- 239000002245 particle Substances 0.000 claims 7
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Description
Wandelektrode 3' an der gegenüberliegenden Wand. Auf der Lufteictrittsseite der Zuluftfilter 2' kann eine
dritte luftdurchlässige, elek üisch leitende Elektrode 6'
isoliert angebracht sein, die gegenüber der Wandelektrode 4' auf der Luftaustrittsseite auf einem anderen
Potential liegt
Die Zuluftfilter 2, 2' können in oder an der Decke oder in oder an einer Wand des Reinen Raumes 1,1'
angebracht sein. Die Elektrode auf der Luftaustrittsseite ist dann identisch mit der Deckenelektrode 4
oder eirer der Wandelektroden 3', 4'.
Ein Anbringen der Zuluftfilter 2 in oder auf dem Fußboden ist ebenfalls denkbar. Die Elektrode auf
der Luftaustrittsseite ist dann identisch mit der Fußbodenelektrode 3. Diese Anordnungen ermöglichen
es, die Richtung der Luftströmung gegenüber der Richtung der Feldlinien zu verändern.
In den Fig. 1 und2 ist die Luftströmung durch
Pfeile symbolisiert. , , .. „. .
Die Luft strömt nahezu senkrecht durch die Elektroden,
so daß die Äquipotentalflächen des elektnsehen
Feldes nahezu senkrecht auf der ungestörten Luftströmung stehen. -
Als dritte Elektrode 6, 6', Decken- oder Wandelektroden
4, 4' und 3' sind Lochbleche, Drahtnetze oder metallisierte Kunststoffgitter brauchbar wabrend
die Fußbodenelektrode 3 als tragfahiger Gitterrost ausgebildet ist ..
Die von einem Hochspannungsgenerator 7,7 erzeugte Feldstärke im Arbeitsbereich 5,5 hegt vorzugsweise
zwischen 100 und 500 V/m, die von einem Hochspannungsgenerator 8,8' erzeugte Feldstarke
im Bereich der Zuluftfilt:er 2,2' vorzugsweise zwischen 3 und 8 kV/cm.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Reiner Raum mit Einrichtungen zum Be- elektrisches Feld erzeugt und damit der Ionengehalt
grenzen der Teilchenkonzentration in der Zuluft 5 zwischen diesen Elektroden beeinflußt wird. Ein
durch Zuluftfilter und einer Luftströmung, Nachteil der Elektroklimatisierung ist die starkeVerwelche
eine turbulenzarme Verdrängungsströ- . schmutzung der an Decken, Wänden oder Fußboden
mung ist, der eine Einrichtung zum Erzeugen angebrachten Elektroden, an denen sich die Staubeines
elektrischen Feldes im Zuluft-Bereich be- partikeln beim Abgeben ihrer Ladung festsetzen, da
sitzt, dadurch gekennzeichnet, daß zur io ein solcher Raum als Elektrofilter mit sehr großer
Erzeugung eines elektrischen Feldes im Arbeits- Verweilzeit aufgefaßt werden kann. Werden dem
bereich (5, S') ein Elektroden-Paar (3, 4, 3', 4') Raum mit Hilfe eines Luftstromes Ionen zugeführt,
an gegenüberliegenden Wand- bzw. Boden- oder so werden etwa vorhandene Staubteilchen durch den
Deckenflächen des Raumes so vorgesehen ist, Luftstrom aufgewirbelt, respektiv ihm neue zugedaß
die Äquipotentialebenen im Arbeitsbereich iS führt, an die sich die Ionen anlagern. Die so eleknahezu
senkrecht von der ungestörten Luftströ- trisch geladenen Staubteilchen können dann im namung
durchsetzt sind. türlichen oder künstlichen luftelektrischen Feld wan-
2. Reiner Raum nach Anspruch I. dadurch ge- dem
kennzeichnet, daß die Zuluftfilterzellen (2, 2') Schließlich sind Anordnungen bekannt, die aus
zwischen zwei Elektroden (4, 6; 4', 6') liegen und ao einem Elektrofilter, einem nachgeschalteten mechadaß
der Luftein- und -austritt zu bzw. aus den nischen Filter und einem diesen nachgeordneten
Zuluftfilterzellen (2, 2') nahezu senkrecht zu den Ionisationsfeld bestehen, wobei die ionisierte Luft
Elektroden (4, 6; 4', 6') verläuft. durch ein Gebläse umgewälzt wird (lndustrie-Kuner
3. Reiner Raum nach den Ansprüchen 1 und 2, Nr. 161, 1963, Seite 787).
dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode auf as Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von dieder
Luftaustrittsseite identisch ist mit der Decken- sen bekannten Anordnungen eine Vorrichtung zu
elektrode (4) oder einer der Wandelelektroden schaffen, mit deren Hilfe es gelingt, insbesondere im
(3',4'). Arbeitsbereich selbst, z.B. durch Reibung der Klei
dung oder des Schuhwerkes, erzeugte Staubteilchen 30 auf schnellstem Wege zu entfernen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Erzeugung eines elektrischen Feldes im
Arbeitsbereich ein Elektroden-Paar an gegenüberliegenden Wand- bzw. Boden- oder Deckenflächen des
Die Erfindung betrifft einen Reinen Raum mit 35 Raumes so vorgesehen ist, daß die Äquipotentialebe-Einrichtungen
zum Begrenzen der Teilchenkonzen- nen im Arbeitsbereich nahezu senkrecht von der untration
in der Zuluft durch Zuluftfilter und einer gestönen Luftströmung durchsetzt sind.
Luftströmung, welche eine turbulenzarme Verdrän- Der nähere Aufbau der erfindungsgemäßen Ein-
Luftströmung, welche eine turbulenzarme Verdrän- Der nähere Aufbau der erfindungsgemäßen Ein-
gungsströmung ist, der eine Einrichtung zum Erzeu- richtung ist im folgenden an Hand der F i g. 1 und 2
gen eines elektrischen Feldes im Zuluft-Bereich be- 40 dargestellt.
sitzt. Gemäß Fig. 1 ist ein Reiner Rauml mit Fall-
Unter dem Begriff »Reiner Raum« versteht man stromsystem angeführt. Die Zuluftfilter 2 befinden
einen abgegrenzten Bereich mit Einrichtungen zur sich hierbei in oder an der Decke angeordnet, wäh-Begrenzung
der Teilchenzahl in der Luft und zum rend der Fußboden als Gitterrost 3 bzw. Fußboden-Erzeugen
einer gleichförmig den Raumquerschnitt 45 elektrode 3 ausgebildet ist Der Gitterrost 3 ist geerdurchsetzenden
Strömung, die als »turbulenzarme det, während an der Ausströmungsseite der Zuluftfil-Verdrängungsströmung«
beschrieben werden kann, ter eine luftdurchlässige, elektrisch leitende und auf sowie — entsprechend den Anforderungen — mit einem höheren Potential liegende Deckenelektrode 4
Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und Luftdruckrege- isoliert aufgehängt ist. Die gereinigte Zuluft tritt
lung. Reine Räume finden z. B. Verwendung in der 50 senkrecht aus den Zuluftfiltern 2 und der davor isoForschung,
Entwicklung und Fertigung, im Bereich liert aufgehängten Deckenelektrode 4 aus und durchelektronischer
Bauelemente, der Raumfahrttechnik, strömt gleichförmig bei einem Minimum an Turbuder
Pharmazie und bei der bioreinen Aufzucht von lenz den gesamten ungestörten Arbeitsbereichs des
Versuchstieren. Auch in der Medizin wurde der Reinen Raumes 1. Auf der Lufteintrittsseite der Zu-Reine
Raum mit Erfolg eingesetzt, z.B. bei Opera- 55 luftfilter2 kann eine dritte luftdurchlässige, elektionen,
wobei bei Frischoperierten die nach der Ope- trisch leitende Elektrode 6 isoliert angebracht sein,
ration auftretenden Infektionen um einen starken die gegenüber der Deckenelektrode 4 auf der Luft-Prozentsatz
zurückgingen. Derartige »Reine Räume« austrittsseite auf einem höheren oder niedrigeren Posind
z.B. im deutschen Gebrauchsmuster 6 911630 tential liegt.
beschrieben. 60 Als andere Ausführung ist in Fig.2 ein Reiner
Unter Elektroklimatisierung versteht man eine Be- Raum 1' mit Querstrom-System beschrieben, wobei
einflussung des von dem Ionengehalt der Luft abhän- die Zuluftfilter 2' in oder an einer Wand angebracht
gigen Klimafaktors eines Raumes. Als Einrichtungen sind und die gegenüberliegende Wand zum Absaugen
zur Verbesserung des Elektroklimas sind Ionisatoren der Luft ausgeführt ist. Die an der Luftaustrittsseite
bekannt, die mit Hilfe von Sprühentladungen, UV- 65 angebrachte luftdurchlässige, elektrisch leitende und
Strahlung oder radioaktiven Strahlungen Ionen er- isoliert aufgehängte Wandelektrode 4' befindet sich
zeugen, wobei vorzugsweise nur Ionen eines Vorzei- auf einem höheren Potential als die luftdurchlässige,
chens dem Raum zugeführt werden. Es sind auch elektrisch leitende und auf Massepotential liegende
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702006783 DE2006783C (de) | 1970-02-14 | Reiner Raum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702006783 DE2006783C (de) | 1970-02-14 | Reiner Raum |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2006783A1 DE2006783A1 (en) | 1971-08-26 |
| DE2006783B2 DE2006783B2 (de) | 1973-01-04 |
| DE2006783C true DE2006783C (de) | 1973-08-09 |
Family
ID=
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