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Zahnärztliches Gerät Die Erfindung bezieht sich auf ein zahnärztliches
Gerät, bei dem ein auf eine Standfläche aufgesetzter Mundspülbecher automatisch
füllbar und das FUllventil durch enen gewichtsabhängigen Schalter betätigbar ist.
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In einer zahnärztlichen Praxis ist es erstrebt, den Zahnarzt und seine
Assistens von allen nicht behandlungsbedingten Tätieiten zu entlasten. So ist es
bekannt, einen Mundspülbecher automatisch zu füllen, wenn der Patient den Becher
auf die dafür vorgesehene Standflä9he stellt. Hierbei wird ein gewichtsabhängiger
Schalter verwendet, der infolge des Bechergewichts das FUllventil öffnet und bei
Erreichen eines vorgegebenen Gewichts, welches dem gefüllten Becher entspricht,
wieder achließt. Dies erfordert einen sehr empfindliohen gewichtsabhängigen Schalter.
Die Verwendung eines Etnwegbechers aus Papier oder Kunststoff ist ohne eine den
Becher beschwerende Zusatzhülse nicht möglich.
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Für das Spülen des Speibeckens sind Schalter bekannt, die vom Zahnarzt
bzw. seiner Assistens leicht erreichbar sind. Wurde die Betätigung des Ventils vergessen,
blieb das Speibecken verschmutzt. Es ist auch schon bekannt, die Speischalenspülung
mit Hilfe des gewichtsabhängigen Schalters an der
Standfläche zu
steuern, wobei die Spülung beginnt, wenn der Mundspülbecher abgehoben wird, und
endet, wenn der Becher wieder automatisch gefüllt ist. Hierbei muß der gewichtsbelastete
Schalter 3 bei unterschiedlichen Gewichtsbelastungen ansprechende Kontakte haben,
nämlich einen ersten Kontakt, der bei fehlendem Bechergewicht anspricht, einen zweiten
Kontakt, der auf das Gewicht des leeren Bechers anspricht und einen dritten Kontakt,
der auf das Gewicht des gefüllten Bechers anspricht. Derartige Konstruktionen sind
für die Praxis zu empfindlich; es ist sehr schwierig, drei definierte Gewichtswerte
einzujustieren.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe sugrunde, ein zahnärztliches Gerät
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, bei dem auf einfache Weise ein genaueres
Arbeiten der automatischen Steuerung möglich ist und Einwegbecher aus Papier oder
Kunststoff ohne beschwerende Zusatzhülse verwendet werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgernäß gelöst durch einen FUhler, der
unabhängig vom Bechergewicht das FUllventil beim Aufsetzen des Bechers auf seine
Standfläche öffnet, während der gewichtsabhängige Schalter nur das Schließen des
Fttllventils bewirkt.
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Bei dieser Konstruktion braucht der gewichtsabhängige Schalter nur
noch auf einen Wert einJustiert zu werden, der verhältnismäßig groß ist und dem
Gewicht des gefüllten Bechers entspricht.
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Eine Differensierung zwischen der unbelasteten Standfläche und dem
Leergewicht des Bechers, das bei einem Einwegbecher nur wenige Gramm beträgt, ist
nicht erforderlich. Vielmehr wird das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des
Bechers auf der b'tandfläche mit Hilfe des Fühlers festgestellt, der, da er nicht
gewichtsabhängig arbeitet, speziell für diesen Zweck ausgelegt sein kann.
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Neben deS verschiedensten Arten von Annäherungsfühlern eignet X besonders
eine Lichtschranke als FUhler, die oberhalb Qer Stan+of itcha sPrlduft. Wird die
Lichtschranke durch einen
Becher beliebigen Gewichts unterbrochen,
öffnet das Füllventil Besonders gut eignet sich ein solcher Fühler, insbesondere
ein Lichtschranken-Fühler, zur Ubernahme weiterer automatischer Steuerungsfunktionen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist in an sich bekannter Weise eine automatische
Speischalenspülung mit einem Spülventil vorgesehen und dieses Ventil ist in Abhängigkeit
vom gewichtsunabhängigen Fühler gesteuert. Insbesondere-wird die Spülung eingeleitet,
wenn der Becher von seiner Standfläche abgenommen wird und dadurch die Lichtschranke
nicht mehr unterbrochen ist.
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Zweckmäßigerweise wird noch ein Verzogerungselement verwendet, das
den Schließzeitpunkt des Spülventils bis nach dem Schließen des Füllventils verzögert.
Damit ist im Gegensatz zum Bekannten sichergestellt, daß eine ausreichende Schalenspülung
aúch dann erfolgt, wenn in den Becher nur wenig Wasser nachgefüllt werden muß oder
wenn der Patient nach dem Absetzen des Bechers noch das Speibecken benutzte Das
Verzögerungselement kann bereits beim Öffnen des Spülventils wirksam gemacht werden,
sofern es eine genügend lange Verzögerungszeit festlegt. Das Verzögerungselement
kann auch beim Ansprechen des Fühlers wirksam gemacht werden, also beim Absetzen
des Bechers, so daß danach eine ausreichend bemessene Verzögerungszeit sichergestellt
ist, Des weiteren kann das Verzögerungselement beim Ansprechen des gewichtsabhängigen
Schalters, also beim Ende des Füllvorgangs, wirksam gemacht werden und auf diese
Weise eine gewisse Nachspülzeit hervorrufen.
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Da erfindungsgemäß Einwegbecher aus Papier oder Kunststoff ohne Gewichtshülse
benutzt werden können, entfällt das Abwaschen dieser Hülse. Im optimalen Fall braucht
sich daher der Zahnarzt weder um das Füllen des Mundspülbechers noch um das Spülen
des Speibeckens noch um das Abwaschen des Bechers oder eines Becherteils zu kammern.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert, Es zeigen: Fig. 1 in räumlicher Darstellung
wesentliche Teile des erfindungsgemäßen Geräts und Fig. 2 schematisch eine Schaltanordnung.
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Neben einem Behandlungsstuhl 1 ist auf einem Ständer 2 ein Speibecken
3 angeordnet, dem über eine Zuleitung 4 Spülwasser zugeführt wird. Die Menge des
Spülwassers kann über einen Regelknopf 5 gesteuert werden. Neben dem Becken befindet
sich eine Standfläche 6 für einen Mundspülbecher 7, der aus Papier besteht und daher
als Einwegbecher benutzt werden kann. Die Standfläche ist Teil einer Wippe 8e Der
Becher kann über einen Zulauf 9 mit Wasser gefüllt werden. Die Füllhöhe wird mittels
eines Stellknopfes 10 einjustiert. Zu beiden Seiten der Standfläche 6 befinden sich
eine Lichtquelle 11 und eine Photozelle 12, die zusammen eine Lichtschranke bilden,
Die erwähnten Teile sind gemäß Fig. 2 geschaltet. Uber einen Hauptschalter 13 und
einen Transformator 14 wird ein eine Schaltelektronik aufweisender Kasten 15 an
Spannung gelegt. Dieser Schaltkasten ist über ein Leitungspaar 16 mit einem Magnetventil
17, über ein Leitungspaar 18 mit einem Magnetventil 19, über ein Leitungspaar 20
mit einem Schalter 21, über ein Leitungspaar 22 mit der Lichtquelle 11 und über
ein Leitungspaar 23 mit der Photozelle 12 verbunden, Das Magnetventil 17 steuert
eine Wasserzu -leitung 24 zum Speibecken 3, wobei mit Hilfe des Einstellgliedes
5 ein Regelventil 25 die pro Zeiteinheit zugeführte Wassermenge bestimmt. Das Magnetventil
19 steuert den Zulauf aus einer Wasserzuleitung 26 zum Ausfluß 9. Der Schalter 21
wird von der Wippe 8 betätigt und öffnet, wenn das Gewicht von Becher und Wasser
einen die Gegenkraft einer Feder 27 übersteigenden Wert annimmt. Die Feder 27 ist
durch das Einstellglied 10 verstellbar.
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Die Schaltung im Elektronik-Schaltkasten weist zwei Verzögerungselemente28
und 29 auf, Die Schaltung im Kasten 15 ist nicht näher angegeben, da sie sich für
den Fachmann aus den Betri-ebsbedingungen leicht herleiten läßtO Das Gerät arbeitet
in der folgenden Weise: Wenn ein Patient den Becher 7 von der-Standfläche 6 wegnimmt,
gelangt Licht aus der Quelle 11 zur Photozelle 12. Hierdurch wird das Verzögerungsglied
28 wirksam gemacht. Mit seiner Hilfe wirdnach einer vorgegebenen Verzögerungszeit
das Magnetventil 17 geöffnet, so daß das Speibecken 3 eine Spülung erfährt. Die
Spülung wird fortgesetzt, bis der Becher 7 auf seine Standfläche 6 gebracht worden
ist und den Lichtstrahl der Lichtschranke unterbricht. Hierdurch werden im Schaltkasten
15 zwei Signale ausgelöst. Einerseits wird das Verzögerungselement 29 wirksam gemacht.
Mit dessen Hilfe wird nach einer vorgegebenen Verzögerungszeit das Magnetventil
17 entregt und damit der Spülvorgang beendet, Andererseits wird das Magnetventil
19 geöffnet, so daß der Becher 7 mit Wasser gefüllt wird.
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Der Füllvorang wird beendet, sobald die Wippe 8 sich im Uhrzeigergegensinn
dreht-und dadurch den Schalter 21 öffnet. Diese Bewiegung des aechers-hat keinen
Einfluß auf die Lichtschranke. Alsdann steht der gefüllte Becher 7 für den erneuten
Gebrauch zur Verfügung. PasSpeibecken ist sauber, Wenn ein neuer Patient behandelt
werien soll, kann der Papierbecher 7 einfach weggeworfen -und durch einen neuen
Becher ersetzt werden.