DE2005403B - Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet - Google Patents
Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit AnzugsmagnetInfo
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Description
(2) um ihre Lagerung (6) beschreibt. Der Erfindung liegt daher di \ufgabe zugrunde,
3. Photographische Kamera nach Anspruch 1 für einen Verschluß der eingar .mnten Art, des-
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr- sen Sperrklinke so auszubilden, uab das Fangen der
klinke (7) als zweiarmiger Hebel ausgebildet und 40 Verschlußlamelle in Verschluß-Offenstellung ohne
auf dem Ankerhebel (12) des Magneten (11) gela- Übertragung von Schwingungen von der Verschlußlagert
ist, wobei sie sich federnd an einem drehba- melle auf die Sperrklinke erfolgt und damit in jedem
ren Exzenterniet (10) des Ankerhebels (12) ab- Falle gewährleistet ist. Da die Entriegelung der Verstützt,
und wobei die Einfalltiefe der Sperrklinke schlußlamelle zur Beendigung der Belichtung durch
(7) hinter die Abwinkelung (2 b) der Lamelle (2) 45 einen Anzugsmagneten erfolgt und in solchen Magnemit
diesem Exzenterniet (10) einstellbar ist. ten Remanenzkräfte den Anker auch nach Abschal-
4. Photographische Kamera gemäß einem oder ten des durch den Magneten fließenden Stromes am
mehreren der vorliegenden Ansprüche, dadurch Magnetjoch festhalten, ist es dabei wesentlich, Anker
gekennzeichnet, daß die Lamelle (2) mit einer und Joch nach Beendigung des Belichtungsablaufs
Abwinkelung (2 c) weiter entfernt vom Dreh- 50 voneinander zu trennen ohne die Kraft der Rückstellpunkt
(6) als die Abwinkelung (2 b) ausgestattet feder des Ankers zu erhöhen, oder einen Restluftspalt
ist, die kurz vor Erreichen der Schließstellung der zwischen Anker und Joch in der Arbeitsstellung des
Lamelle (2) auf das der Ankerplatte (17) entge- Magneten beizubehalten, weil durch diese Maßnahgengesetzte
Ende des Ankerhebels (12) trifft und men höhere Magnetkräfte zum Anziehen des Ankers
dadurch denselben gegen die Kraft etwa vorhan- 55 erforderlich würden.
dener Remanenz die Ankerplatte (17) vom Ma- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
gnetjoch trennend in seine Ruhestellung dreht, löst, daß eine Sperrklinke in der Schließstellung der
wobei eine an diesem Arm des Ankerhebels (12) Verschlußlamelle an einer Abwinkelung, einem Stift
wirkende Feder (14) durch einen Stoß unterstützt oder Zapfen mit einer Kante anliegt, deren Form mit
wird. 60 der Bewegungsbahn der Abwinkelung, des Stifts oder
Zapfens von der Schließ- in die Offenstellung des
Verschlusses übereinstimmt, und daß die Sperrklinke
durch Federwirkung die Abwinkelung, den Stift oder
Zapfen der Lamelle in der Verschlußoffenstellung
65 unterläuft und damit den Rücklauf der Lamelle für
Die Erfindung betrifft eine photographische Ka- die Dauer der Belichtungszeit sperrt, ohne daß bei
mera mit einem Einlamellenschleuderverschluß, der diesem Vorgang Energie der Lamelle auf die Sperrvon
einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung ge- klinke übertragen wird und dadurch Schwingungen
der Sperrklinke vermieden werden, und daß die Sperrklinke nach Maßgabe der elektronischen Zeltbildungseinrichtung
unter Einwirkung des Anzugsmagneten die Verschlußlamelle entriegelt, indem sie deren Abwinkelung, Stift oder Zapfen freigibt.
Der Erfindungsgegenstand wird an Hand dor Zeichnung erläutert:
Fig. 1 zeigt den gespannten Verschluß vor der
Auslösung;
F i g, 2 zeigt die Lamelle in Offenstellung.
Wie Fig. 1 zeigt, befindet sich die Lamelle2 in
Ruhe- oder Schließstellung vor der Aufnahmeöffnung 5. Der Treibhebel 1 befindet sich in seiner
Spannstellung, wobei die Mittel zum Spannen, zum sinn dreht, daß die Kante 7 & am Exzenterniet XO zur
Anlage kommt. Die Einfalltiefe der Sperrklinke? ist durch Verdrehen des Exzenterniets 10 einstellbar.
Für die einwandfreie Funktion der Sperrklinke?
Für die einwandfreie Funktion der Sperrklinke?
ist es von größter Wichtigkeit, daß die Kante 7 α etwa
so geformt ist wie der Kreisbogenabschnitt, den die berührende Seite der Abwinkelung 2 b während der
Schleuderbewegung beschreibt (s. Radius R). Es ist auf diese Weise sichergestellt, daß die Lamelle 2 trotz
ο geringstem Überlauf zwischen Anschlag 4 und Verriegelungsstellung
bei Eingriff der Sperrklinke 7 gefangen wird und vorher praktisch keine Energie von
der Lamelle 2 an die Sperrklinke 7 abgeben wird.
Die Sperrklinke 7 hält die Lamelle 2 so lange, bis
Die Sperrklinke 7 hält die Lamelle 2 so lange, bis
Halten in der Spannstellung sowie die Mittel zum An- 15 nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungsein-
treiben und Auslösen nicht eingezeichnet sind. Bei richtung der Elektromagnet 11 den Ankerhebel iz
Auslösung wird die Lamelle 2 von dem während des anzieht, der sich um den Lagerzapfen |3 ^16"1- ^aD"
Filmtransports gespannten und alsdann freigegebe- wird zusammen mit dem Ankerhebel 12 die kratt-
nen Treibhebel 1 aus ihrer Ruhestellung gegen die schlüssig an dessen Exzenter 10 anliegende bperr-
Kraft einer an ihr angreifenden Feder 15 in die Of- 20 klinke 7 um ein Geringes gegen den Unrzeigei^ge-
schwenkt. Die Abwinkelung 2 b gelangt außer Eingriff mit der Sperrklinke 7, und die Lamelle 2 kann
auf Grund der Kraft der Feder 15 wieder in die Schließstellung schwenken. Da sich die Sperrklinke 7
bei diesem Entriegelungsvorgang in einer Tangentialbahn zum Lagerzapfen 13 bewegt, wird die Lamelle 2
nicht verdreht. Dies hat den Vorteil, daß der Elektromagnet 11 nicht gegen die Feder 15 arbeiten muß.
Am Ende des Schließweges der Lamelle 2 trifft dabei die Abwinkelung 2 c auf den Arm des Ankerhebels
12, an dem die Feder 14 angreift. Die Lamelle 2 unterstützt durch ihr Aufprallen die Feder 14, so daß
der Ankerhebel 12 gegen die ihn am Magnetjoch haltende Remanenz abgerissen wird. Es ist dabei von be-
der Öffnungsbewegung an der Kante 7 α der Sperr- 35 sonderem Vorteil, daß die restliche Bewegungsenerklinke
7 entlang. Die Sperrklinke 7 ist um das Niet 8 gie zur Überwindung der Remanenz verbraucht wird,
drehbar und wird von der Feder 9 mit der Kante 7 b Die Lamelle prallt nicht noch einmal von ihrem Anin
Richtung auf das Exzenterniet 10 gedrückt. Sobald schlag zurück. Es kann nicht zu der sogenannten
die Kante 7 α die Abwinkelung 2 b verläßt, fällt die Sternbildung durch nochmalige kurzzeitige Belich-Sperrklinke
7 ein, indem sie sich so weit im Uhrzeiger- 40 tung kommen.
fenstellung geschleudert, wie es in F i g. 2 dargestellt ist. Der Treibhebel 1 hintergreift bei seinem Ablauf
in Richtung des Pfeiles A gemäß der an ihm im Punkte 16 wirkenden Kraft, die ihn um die Achse 3
dreht, die Abwinkelung 2 α der Lamelle 2 und schleudert die Lamelle in die Offenstellung bis zum
gehäusefesten Anschlag 4, an dem auch der Treibhebel zur Ruhe kommt. Die Lamelle 2 dreht sich um
ihre Lagerung 6. Da beide Drehungen um verschiedene Drehpunkte ausgeführt werden, verläßt der hintergreifende
Arm 1 α die Abwinkelung 2 α nach kurzem Eingriff, während dem der Schlag übertragen
wird.
Die Abwinkelung 2 b
Die Abwinkelung 2 b
der Lamelle 2 streicht bei
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Photograpliische Kamera mit einem Einla- 5 Verschlüssen unter Verwendung von Halte-oder Anmellenschleuderverschluß,
der von einer elektro- zugsmagneten bekannt. Allen diesen Lösungen ist ein nischen Zeitbildungseinrichtung gesteuart wird, hoher mechanischer Aufwand gemeinsam. Bei Halteindem
ein Anzugsmagnet die Entriegelung der in magnetsystemen muß ein komplizierter Mechanismus
Offenstellung gehaltenen Lamelle bewirkt, d a - dafür Sorge tragen, daß der die Lamelle in Offensteldurch
gekennzeichnet, daß eine Sperr- io lung sperrende Anker bereits an das Magnetjoch anklinke
(7) in der Schließstellung der Vsrschlußla- gelegt wird. Andernfalls sind die bei gegebener Baumelle
(2) an einer Abwinkelung, einem Stift oder größe zur Verfügung stehenden Kräfte nicht ausrei-Zapfen
(2 b) mit einer Kante (7 a) anliegt, deren chend, um den Anker sicher zu arretieren. Bei beiden
Form mit der Bewegungsbahn der Abwinke" Funktionsarten muß durch entsprechende Mittel erlung,
des Stifts oder Zapfens (2 b) von der 15 reicht werden, daß die Lamelle in Offenstellung si-Schließ-
in die Offenstellung des Verschlusses eher abgefangen wird, ohne vorher bereits ihre
übereinstimmt, und daß die Sperrklinke (7) durch Schleuderenergie wesentlich zu vermindern. Hiervon
Federwirkung die Abwinkelung, den Stift oder und von der Dimensionierung der Lamellenrückhol-Zapfen(2A)
der Lamelle (2) in der Verschluß- feder hängt die erreichbare kürzeste Verschlußzeit
offenstellung unterläuft und damit den Rücklauf 20 wesentlich ab. Eine Vielzahl von Hebeln und Klinken
der Lamelle (2) für die Dauer der Belichtungszeit war stets notwendig.
sperrt, ohne daß bei diesem Vorgang Energie der Wenn die Fangklinke gleichzeitig als Magnetanker
Lamelle (2) auf die Sperrklinke (7) übertragen ausgebildet ist, bedarf es zwar weniger Teile. Jedoch
wird und dadurch Schwingungen der Sperrklinke ist aus kinematischen Gründen das sichere Fangen
vermieden werden, und daß die Sperrklinke (7) 25 der Lamelle sehr kritisch und erfordert einen hohen
nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungs- Aufwand an Justierungen. Der Grund hierfür liegt
einrichtung unter Einwirkung des Anzugsmagne- darin, daß die kinetische Energie des sich öffnenden
ten (11) die Verschlußlamelle (2) entriegelt, in- Sektors zum Teil auf die Halteklinke übertragen wird
dem sie deren Abwinkelung, Stift oder Zapfen und diese dadurch in Schwingungen gerät. Sie
(2 b) freigibt. 30 schwingt mit anderen Worten mehrere Male zwischen
2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, Magnetjoch und Sektorkante hin und her. Um diese
dadurch gekennzeichnet, daß die Kante (7 α) der Schwingungen unwirksam zu machen, müßte man die
Sperrklinke (7) die Form eines Kreisbogens auf- Feder der Fangklinke verstärken oder den Überlauf
weist, dessen Radius mit dem jenes Kreisbogens der Lamelle erheblich vergrößern. In beiden Fällen
übereinstimmt, den die Abwinkelung, der Stift 35 wird die kürzest mögliche Verschlußzeit wesentlich
oder Zapfen (2 b) bei der Drehung der Lamelle verlängert.
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