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DE2005403C - Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet - Google Patents

Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet

Info

Publication number
DE2005403C
DE2005403C DE19702005403 DE2005403A DE2005403C DE 2005403 C DE2005403 C DE 2005403C DE 19702005403 DE19702005403 DE 19702005403 DE 2005403 A DE2005403 A DE 2005403A DE 2005403 C DE2005403 C DE 2005403C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lamella
pawl
pin
magnet
bend
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702005403
Other languages
English (en)
Other versions
DE2005403A1 (de
Inventor
Wolfgang Dipl.-Ing. 7000 Stuttgart-Bad Cannstatt. G03b 7-00 Ort
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kodak GmbH
Original Assignee
Kodak GmbH
Filing date
Publication date
Application filed by Kodak GmbH filed Critical Kodak GmbH
Priority to DE19702005403 priority Critical patent/DE2005403C/de
Publication of DE2005403A1 publication Critical patent/DE2005403A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2005403C publication Critical patent/DE2005403C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit einem Einlamellcnschleuderverschluß, der von einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung ge-.
steuert wird, indem ein Anzugsmagnet die Entriegelung der in Offenstellung gehaltenen Lamelle bewirkt. . ,
Es sind verschiedene Ausführungen nut derartigen Verschlüssen unter Verwendung von Hatte- oder Anzugsmagneten bekannt. Allen diesen Lösungen ist ein hoher mechanischer Aufwand gemeinsam. Bei Haltemagnetsystemen muß ein komplizierter Mechanismus dafür Sorge tragen, daß der die Lamelle in Offenstellung sperrende Anker bereits an das Magnetjoch angelegt wird. Andernfalls sind die bei gegebener Baugröße zur Verfügung stehenden Kräfte nicht ausreichend, um den Anker sicher zu arretieren. Bei beiden Funktionsarten muß durch entsprechende Mittel erreicht werden, daß die Lamelle in Offenstellung sicher abgefangen wird, ohne vorher bereits ihre Schleuderenergie wesentlich zu vermindern. Hiervon und von der Dimensionierung der Lamellcnrückholfeder hängt die erreichbare kürzeste Verschlußzeit wesentlich ab. Line Vielzahl vuii liebeln und Klinker, war stets notwendig.
Wenn die Fangklinke gleichzeitig als Magnetanker ausgebildet ist, bedarf es zwar weniger Teile. Jedoch ist aus kinematischen Gründen das sichere Fangen der Lamelle sehr kritisch und erfordert einen hohen Aufwand an Justierungen. Der Grund hierfür liegt darin, daß die kinetische Energie des sich öffnenden Sektors zum Teil auf die Halteklinke übertragen wird und diese dadurch in Schwingungen gerät. Sie schwingt mit anderen Worten mehrere Male zwischen Magnetjoch und Sektorkante hin und her. Um diese Schwingungen unwirksam zu machen, müßte man die Feder der Fangklinke verstärken oder den Überlauf der Lamelle erheblich vergrößern. In beiden Fällen wird die kürzest mögliche Verschlußzeit wesentlich verlängert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für einen Verschluß der eingangs genannten Art, dessen Sperrklinke so auszubilden, daß das Fangen der Verschlußlamelle in Verschluß-Offenstellung ohne Übertragung von Schwingungen von der Verschlußlamelle auf die Sperrklinke erfolgt und damit in jedem Falle gewährleistet ist. Da die Entriegelung der Verschlußlamelle zur Beendigung der Belichtung durch einen Anzugsmagneten erfolgt und in solchen Magneten Remanenzkräfte den Anker auch nach Abschalten des durch den Magneten fließenden Stromes am Magnetjoch festhalten, ist es dabei wesentlich, Anker und Joch nach Beendigung des Belichtungsablaufs voneinander zu trennen ohne die Kraft der Rückstellfeder des Ankers zu erhöhen, oder einen Restluftspalt zwischen Anker und Joch in der Arbeitsstellung des Magneten beizubehalten, weil durch diese Maßnahmen höhere Magnetkräfte zum Anziehen des Ankers erforderlich würden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Sperrklinke in der Schließstellung der Verschlußlamelle an einer Abwinkelung, einem Stift oder Zapfen mit einer Kante anliegt, deren Form mit der Bewegungsbahn der Abwinkelung, des Stifts oder Zapfens von der Schließ- in die Offenstellung des Verschlusses übereinstimmt, und daß die Sperrklinke durch Federwirkung die Abwinkelung, den Stift oder Zapfen der Lamelle in der Verschlußoffenstellung unterläuft und damit den Rücklauf der Lamelle für die Dauer der Belichtungszeit sperrt, ohne daß bei diesem Vorgang Energie der Lamelle auf die Sperrklinke übertragen wird und dadurch Schwingungen
der Sperrklinke vermieden werden, und daß die Sperrklinke nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungseinrichtung unter Einwirkung des Anzugsmagneten die Verschlußlamelle entriegelt, indem sie deren Abwinkelung, Stift oder Zapfen freigibt. ' . S
Der Erfindungsgegenstand wird an Hand der Zeichnung erläutert:
Fig. 1 zeigt den gespannten Verschluß vor der Auslösung;
F i g. 2 zeigt die Lamelle in Offensicllung.
Wie Fig. 1 zeigt, befindet sich die Lamelle2 in Ruhe- oder Schließstellung vor der Aufnahmeöffnung5. Der Treibhebel 1 befindet sich in seiner Spannstellung, wobei die Mittel zum Spannen, zum Halten in der Spannstellung sowie die MiUeI zum Antreiben und Auslösen nicht eingezeichnet sind. Bei Auslösung wird die Lamelle 2 von dem während des Filmtransports gespannten und alsdann freigegebenen Treibhebel 1 aus ihrer Ruhestellung gegen die Kraft einer an ihr angreifenden Feder 15 in die Offenstellung geschleudert, wie es in F i g. 2 dargestellt ist. Der Treibhebel 1 hintergreift bei seinem Ablauf in Richtung des Pfeiles A gemäß der an ihm im Punkte 16 wirkenden Kraft, die ihn um die Achse 3 dreht, die Abwinkelung la der Lamelle 2 und a5 schleudert die Lamelle in die Offenstellung bis ?.um gehäusefesten Anschlag 4, an dem auch der Treibhebel zur Ruhe kommt. Die Lamelle 2 dreht sich um ihre Lagerung 6. Da beide Drehungen um verschiedene Drehpunkte ausgeführt werden, verläßt der hintergreifende Arm 1 α die Abwinkelung 2 α nach kurzem Eingriff, während dem der Schlag übertragen wird.
Die Abwinkelung 2 b der Lamelle 2 streicht bei der öffnungsbcwegung an der Kante 7 α der Sperrklinke 7 entlang. Die Sperrklinke 7 ist um das Niet 8 drehbar und wird von der Feder 9 mit der Kante 7 b in Richtung auf das Exzenterniet 10 gedrückt. Sobald die Kante 7 α die Abwinkelung 2 b verläßt, fällt die Sperrklinke 7 ein, indem sie sich so weit im Uhrzeigersinn dreht, daß die Kante 7 b am Exzentermet 10 zu Anlage kommt Die Einfallüeie der Sperrklinke? ist durch Verdrehen des Exzentenuets 10 euisteUbar.
Für die einwandfreie Funktion der Sperrklinke? ist es von größter Wichtigkeit, daß die Kante la etwa so geformt ist wie der Kreisbogenabschtutt, den die berührende Seite der Abwinkelung 2 ft wahrend der Schleuderbewegung beschreibt (s. Radius R). Es ist auf diese Weise sichergestellt, daß die Lamelle 2 trotz geringstem Überlauf zwischen Anschlag 4.und Verrieeelung«tellung bei Eingriff der Sperrklinke 7 gefaiien wird und vorher praktisch keine Energie von der Lamelle 2 an die Sperrklinke 7 abgeben wird.
Die Sperrklinke 7 hält die Lamelle 2 so lange, bis nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungseinrichtung der Elektromagnet 11 den Ankerhebel 12 anzieht, der sich um den Lagerzapfen 13 dreht. Dabei wird zusammen mit dem Ankerhebel 12 die kraftschlüssig an dessen Exzenter 10 anliegende Sperrklinke 7 um ein Geringes gegen den Uhrzeiger geschwenkt. Die Abwinkelung 2 b gelangt außer Eingriff mi·. Jt Sperrklinke 7, und die Lamelle 2 kann auf Grund acr Kraft der Feder 15 wieder in die Schließstellung schwenken. Da sich die Sperrklinke 7 bei diesem Hntriegelungsvorgang in einer Tangentialbahn zum I agerzapfen 13 bewegt, wird die Lamelle 2 nicht verdreht. Dies hat den Vorteil, daß der Elektromagnet 11 nicht gegen die Feder 15 arbeiten muß. Am Ende des Schließweges der Lamelle 2 trifft dabei die Abwinkelung 2 c auf den Arm des Ankerhebels 12, an dem die Feder 14 angreift. Die Lamelle 2 unterstützt durch ihr Aufprallen die Feder 14, so daß der Ankerhebel 12 gegen die ihn am Magnetjoch haltende Remanenz abgerissen wird. Es ist dabei von besonderem Vorteil, daß die restliche Bewegungsenergie zur Überwindung der Remanenz verbraucht wird. Die Lamelle prallt nicht noch einmal von ihrem Anschlag zurück. Es kann nicht zu der sogenannten Sternbildung durch nochmalige kurzzeitige Belichtung kommen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Photographische Kamera mit einem Einlamellenschleuderverschluß, der von einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung gesteuert wird, indem ein Anzugsmagnet die Entriegelung der in Offenstellung gehaltenen Lamelle bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperr- klinke (7) in der Schließstellung der Verschlußlamelle (2) an einer Abwinkelung, einem Stift oder Zapfen (2b) mit einer Kante (7a) anliegt, deren Form mit der Bewegungsbahn der Abwinkelung, des Stifts oder Zapfens (2 b) von der Schließ- in die Offenstellung des Verschlusses übereinstimmt, und daß die Sperrklinke (7) durch Federwirkung die Abwinkelung, den Stift oder Zapfen (2 b) der Lamelle (2) in der Verschlußoffenstellung unterläuft und damit den Rücklauf der Lamelle (2) für die Dauer der Belichtungszeit sperrt, ohne daß bei diesem Vorgang Energie der Lamelle (2) auf die Sperrklinke (7) übertragen wird und dadurch Schwingungen der Sperrklinke vermieden werden, und daß die Sperrklinke (7) nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungseinrichtung unter Einwirkung des Anzugsmagneten (11) die Verschlußlamelle (2) entriegelt, indem sie deren Abwinkelung, Stift oder Zapfen (2 b) freigibt.
2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante (7 a) der Sperrklinke (7) die Form eines Kreisbogens aufweist, dessen Radius mit dem jenes Kreisbogens übereinstimmt, den die Abwinkelung, der Stift oder Zapfen (2 b) bei der Drehung der Lamelle (2) um ihre Lagerung (6) beschreibt.
3. Photographische Kamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (7) als zweiarmiger Hebel ausgebildet und auf dem Ankerhebel (12) des Magneten (11) gelagert ist, wobei sie sich federnd an einem drehbaren Exzenterniet (10) des Ankerhebels (12) abstützt, und wobei die F.infalltiefe der Sperrklinke (7) hinter die Abwinkelung (2 b) der Lamelle (2) mit diesem Exzenterniet (10) einstellbar ist.
4. Photographische Kamera gemäß einem oder mehreren der vorliegenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamelle (2) mit einer Abwinkelung (2 c) weiter entfernt vom Drehpunkt (6) als die Abwinkelung (2 b) ausgestattet ist, die kurz vor Erreichen der Schließstellung der Lamelle (2) auf das der Ankerplatte (17) entgegengesetzte Ende des Ankerhebels (12) trifft und dadurch denselben gegen die Kraft etwa vorhandener Remanenz die Ankerplatte (17) vom Magnetjoch trennend in seine Ruhestellung dreht, wobei eine an diesem Arm des Ankerhebels (12) wirkende Feder (14) durch einen Stoß unterstützt wird.
DE19702005403 1970-02-06 Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet Expired DE2005403C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702005403 DE2005403C (de) 1970-02-06 Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702005403 DE2005403C (de) 1970-02-06 Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2005403A1 DE2005403A1 (de) 1971-08-19
DE2005403C true DE2005403C (de) 1973-01-18

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