DE2005403C - Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet - Google Patents
Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit AnzugsmagnetInfo
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- 241000446313 Lamella Species 0.000 claims description 31
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Description
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit einem Einlamellcnschleuderverschluß, der
von einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung ge-.
steuert wird, indem ein Anzugsmagnet die Entriegelung der in Offenstellung gehaltenen Lamelle bewirkt.
. ,
Es sind verschiedene Ausführungen nut derartigen
Verschlüssen unter Verwendung von Hatte- oder Anzugsmagneten bekannt. Allen diesen Lösungen ist ein
hoher mechanischer Aufwand gemeinsam. Bei Haltemagnetsystemen
muß ein komplizierter Mechanismus dafür Sorge tragen, daß der die Lamelle in Offenstellung
sperrende Anker bereits an das Magnetjoch angelegt wird. Andernfalls sind die bei gegebener Baugröße
zur Verfügung stehenden Kräfte nicht ausreichend, um den Anker sicher zu arretieren. Bei beiden
Funktionsarten muß durch entsprechende Mittel erreicht werden, daß die Lamelle in Offenstellung sicher
abgefangen wird, ohne vorher bereits ihre Schleuderenergie wesentlich zu vermindern. Hiervon
und von der Dimensionierung der Lamellcnrückholfeder hängt die erreichbare kürzeste Verschlußzeit
wesentlich ab. Line Vielzahl vuii liebeln und Klinker,
war stets notwendig.
Wenn die Fangklinke gleichzeitig als Magnetanker ausgebildet ist, bedarf es zwar weniger Teile. Jedoch
ist aus kinematischen Gründen das sichere Fangen der Lamelle sehr kritisch und erfordert einen hohen
Aufwand an Justierungen. Der Grund hierfür liegt darin, daß die kinetische Energie des sich öffnenden
Sektors zum Teil auf die Halteklinke übertragen wird und diese dadurch in Schwingungen gerät. Sie
schwingt mit anderen Worten mehrere Male zwischen Magnetjoch und Sektorkante hin und her. Um diese
Schwingungen unwirksam zu machen, müßte man die Feder der Fangklinke verstärken oder den Überlauf
der Lamelle erheblich vergrößern. In beiden Fällen wird die kürzest mögliche Verschlußzeit wesentlich
verlängert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für einen Verschluß der eingangs genannten Art, dessen
Sperrklinke so auszubilden, daß das Fangen der Verschlußlamelle in Verschluß-Offenstellung ohne
Übertragung von Schwingungen von der Verschlußlamelle auf die Sperrklinke erfolgt und damit in jedem
Falle gewährleistet ist. Da die Entriegelung der Verschlußlamelle zur Beendigung der Belichtung durch
einen Anzugsmagneten erfolgt und in solchen Magneten Remanenzkräfte den Anker auch nach Abschalten
des durch den Magneten fließenden Stromes am Magnetjoch festhalten, ist es dabei wesentlich, Anker
und Joch nach Beendigung des Belichtungsablaufs voneinander zu trennen ohne die Kraft der Rückstellfeder
des Ankers zu erhöhen, oder einen Restluftspalt zwischen Anker und Joch in der Arbeitsstellung des
Magneten beizubehalten, weil durch diese Maßnahmen höhere Magnetkräfte zum Anziehen des Ankers
erforderlich würden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Sperrklinke in der Schließstellung der
Verschlußlamelle an einer Abwinkelung, einem Stift oder Zapfen mit einer Kante anliegt, deren Form mit
der Bewegungsbahn der Abwinkelung, des Stifts oder Zapfens von der Schließ- in die Offenstellung des
Verschlusses übereinstimmt, und daß die Sperrklinke durch Federwirkung die Abwinkelung, den Stift oder
Zapfen der Lamelle in der Verschlußoffenstellung unterläuft und damit den Rücklauf der Lamelle für
die Dauer der Belichtungszeit sperrt, ohne daß bei diesem Vorgang Energie der Lamelle auf die Sperrklinke
übertragen wird und dadurch Schwingungen
der Sperrklinke vermieden werden, und daß die Sperrklinke nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungseinrichtung
unter Einwirkung des Anzugsmagneten die Verschlußlamelle entriegelt, indem sie deren Abwinkelung, Stift oder Zapfen freigibt. ' . S
Der Erfindungsgegenstand wird an Hand der Zeichnung erläutert:
Fig. 1 zeigt den gespannten Verschluß vor der
Auslösung;
F i g. 2 zeigt die Lamelle in Offensicllung.
Wie Fig. 1 zeigt, befindet sich die Lamelle2 in
Ruhe- oder Schließstellung vor der Aufnahmeöffnung5.
Der Treibhebel 1 befindet sich in seiner Spannstellung, wobei die Mittel zum Spannen, zum
Halten in der Spannstellung sowie die MiUeI zum Antreiben und Auslösen nicht eingezeichnet sind. Bei
Auslösung wird die Lamelle 2 von dem während des Filmtransports gespannten und alsdann freigegebenen
Treibhebel 1 aus ihrer Ruhestellung gegen die
Kraft einer an ihr angreifenden Feder 15 in die Offenstellung geschleudert, wie es in F i g. 2 dargestellt
ist. Der Treibhebel 1 hintergreift bei seinem Ablauf in Richtung des Pfeiles A gemäß der an ihm im
Punkte 16 wirkenden Kraft, die ihn um die Achse 3 dreht, die Abwinkelung la der Lamelle 2 und a5
schleudert die Lamelle in die Offenstellung bis ?.um
gehäusefesten Anschlag 4, an dem auch der Treibhebel zur Ruhe kommt. Die Lamelle 2 dreht sich um
ihre Lagerung 6. Da beide Drehungen um verschiedene Drehpunkte ausgeführt werden, verläßt der hintergreifende
Arm 1 α die Abwinkelung 2 α nach kurzem Eingriff, während dem der Schlag übertragen
wird.
Die Abwinkelung 2 b der Lamelle 2 streicht bei der öffnungsbcwegung an der Kante 7 α der Sperrklinke
7 entlang. Die Sperrklinke 7 ist um das Niet 8 drehbar und wird von der Feder 9 mit der Kante 7 b
in Richtung auf das Exzenterniet 10 gedrückt. Sobald die Kante 7 α die Abwinkelung 2 b verläßt, fällt die
Sperrklinke 7 ein, indem sie sich so weit im Uhrzeigersinn dreht, daß die Kante 7 b am Exzentermet 10 zu
Anlage kommt Die Einfallüeie der Sperrklinke? ist
durch Verdrehen des Exzentenuets 10 euisteUbar.
Für die einwandfreie Funktion der Sperrklinke? ist es von größter Wichtigkeit, daß die Kante la etwa
so geformt ist wie der Kreisbogenabschtutt, den die
berührende Seite der Abwinkelung 2 ft wahrend der Schleuderbewegung beschreibt (s. Radius R). Es ist
auf diese Weise sichergestellt, daß die Lamelle 2 trotz
geringstem Überlauf zwischen Anschlag 4.und Verrieeelung«tellung
bei Eingriff der Sperrklinke 7 gefaiien wird und vorher praktisch keine Energie von
der Lamelle 2 an die Sperrklinke 7 abgeben wird.
Die Sperrklinke 7 hält die Lamelle 2 so lange, bis nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungseinrichtung
der Elektromagnet 11 den Ankerhebel 12 anzieht, der sich um den Lagerzapfen 13 dreht. Dabei
wird zusammen mit dem Ankerhebel 12 die kraftschlüssig an dessen Exzenter 10 anliegende Sperrklinke
7 um ein Geringes gegen den Uhrzeiger geschwenkt. Die Abwinkelung 2 b gelangt außer Eingriff
mi·. Jt Sperrklinke 7, und die Lamelle 2 kann auf Grund acr Kraft der Feder 15 wieder in die
Schließstellung schwenken. Da sich die Sperrklinke 7 bei diesem Hntriegelungsvorgang in einer Tangentialbahn
zum I agerzapfen 13 bewegt, wird die Lamelle 2 nicht verdreht. Dies hat den Vorteil, daß der Elektromagnet
11 nicht gegen die Feder 15 arbeiten muß. Am Ende des Schließweges der Lamelle 2 trifft dabei
die Abwinkelung 2 c auf den Arm des Ankerhebels 12, an dem die Feder 14 angreift. Die Lamelle 2 unterstützt
durch ihr Aufprallen die Feder 14, so daß der Ankerhebel 12 gegen die ihn am Magnetjoch haltende
Remanenz abgerissen wird. Es ist dabei von besonderem Vorteil, daß die restliche Bewegungsenergie
zur Überwindung der Remanenz verbraucht wird. Die Lamelle prallt nicht noch einmal von ihrem Anschlag
zurück. Es kann nicht zu der sogenannten Sternbildung durch nochmalige kurzzeitige Belichtung
kommen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Photographische Kamera mit einem Einlamellenschleuderverschluß,
der von einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung gesteuert wird, indem ein Anzugsmagnet die Entriegelung der in
Offenstellung gehaltenen Lamelle bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperr-
klinke (7) in der Schließstellung der Verschlußlamelle (2) an einer Abwinkelung, einem Stift oder
Zapfen (2b) mit einer Kante (7a) anliegt, deren Form mit der Bewegungsbahn der Abwinkelung,
des Stifts oder Zapfens (2 b) von der Schließ- in die Offenstellung des Verschlusses
übereinstimmt, und daß die Sperrklinke (7) durch Federwirkung die Abwinkelung, den Stift oder
Zapfen (2 b) der Lamelle (2) in der Verschlußoffenstellung unterläuft und damit den Rücklauf
der Lamelle (2) für die Dauer der Belichtungszeit sperrt, ohne daß bei diesem Vorgang Energie der
Lamelle (2) auf die Sperrklinke (7) übertragen wird und dadurch Schwingungen der Sperrklinke
vermieden werden, und daß die Sperrklinke (7) nach Maßgabe der elektronischen Zeitbildungseinrichtung
unter Einwirkung des Anzugsmagneten (11) die Verschlußlamelle (2) entriegelt, indem
sie deren Abwinkelung, Stift oder Zapfen (2 b) freigibt.
2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante (7 a) der
Sperrklinke (7) die Form eines Kreisbogens aufweist, dessen Radius mit dem jenes Kreisbogens
übereinstimmt, den die Abwinkelung, der Stift oder Zapfen (2 b) bei der Drehung der Lamelle
(2) um ihre Lagerung (6) beschreibt.
3. Photographische Kamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke
(7) als zweiarmiger Hebel ausgebildet und auf dem Ankerhebel (12) des Magneten (11) gelagert
ist, wobei sie sich federnd an einem drehbaren Exzenterniet (10) des Ankerhebels (12) abstützt,
und wobei die F.infalltiefe der Sperrklinke (7) hinter die Abwinkelung (2 b) der Lamelle (2)
mit diesem Exzenterniet (10) einstellbar ist.
4. Photographische Kamera gemäß einem oder mehreren der vorliegenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lamelle (2) mit einer Abwinkelung (2 c) weiter entfernt vom Drehpunkt
(6) als die Abwinkelung (2 b) ausgestattet ist, die kurz vor Erreichen der Schließstellung der
Lamelle (2) auf das der Ankerplatte (17) entgegengesetzte Ende des Ankerhebels (12) trifft und
dadurch denselben gegen die Kraft etwa vorhandener Remanenz die Ankerplatte (17) vom Magnetjoch
trennend in seine Ruhestellung dreht, wobei eine an diesem Arm des Ankerhebels (12)
wirkende Feder (14) durch einen Stoß unterstützt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702005403 DE2005403C (de) | 1970-02-06 | Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702005403 DE2005403C (de) | 1970-02-06 | Elektronisch gesteuerter Einlamellenschleuderverschluß mit Anzugsmagnet |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2005403A1 DE2005403A1 (de) | 1971-08-19 |
| DE2005403C true DE2005403C (de) | 1973-01-18 |
Family
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