DE2004097B2 - Mechanisch-hydraulische Vorrichtung zur Folgesteuerung der Bewegungen eines Fahrwerks - Google Patents
Mechanisch-hydraulische Vorrichtung zur Folgesteuerung der Bewegungen eines FahrwerksInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine mechcnisch-hydraulische Vorrichtung zur Folgesteuerung der Bewegungen eines
ein Federbein und dessen Abdecktüre aufweisenden Fahrwerks, wobei jedes dieser beiden Elemente des
Fahrwerks durch einen Steuerzylinder betätigbar ist, der über ein Steuerschieberventil mit Druckmittel
versorgt wird und dessen Stellung definiert ist durch eine kinematische Verbindung zwischen dem Steuerschieber
und dem vom anderen Steuerschieberventil aus gesteuerten Element dieses Fahrwerks, so daß man in
einer automatischen Abfolge beim Aus- wie beim Einfahren die folgenden drei Zustände erhält:
Fahrwerk ausgefahren verriegelt und Abdecktüre geschlossen,
Fahrwerk nicht verriegelt und Abdecktüre offen,
Fahrwerk eingefahren verriegelt und Abdecktüre geschlossen,
Fahrwerk eingefahren verriegelt und Abdecktüre geschlossen,
wobei die kinematische Verbindung zwischen dem Federbein und dem Steuerschieber des Steuerschieberventils,
welches den Steuerzylinder der Abdecktüre speist, diesen Steuerschieber in eine der Stellung
»Fahrwerk ausgefahren verriegelt« entsprechende Stellung bringt, in der dieses Steuei .-,chieberventi! eine
unter Druck stehende Ausfahrleitung des Fahrwerks mit einer beim Schließen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders
verbindet, und ferner eine drucklose Einfahrleitung des Fahrwerks mit einer beim
Öffnen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet und wobei die kinematische Verbindung
diesen Steuerschieber in eine der Stellung »Fahrwerk eingefahren verriegelt« entsprechende
zweite Stellung bringt, in der dieses Ventil die unter Druck stehende Einfahrleitung des Fahrwerks mit der
beim Schließen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet und die drucklose Ausfahrieitung
des Fahrwerks mit der beim öffnen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet.
Eine derartige Vorrichtung ist bekann? aus der DE-PS
740329 ( = FR-PS 891651). Solange bei dieser bekannten Vorrichtung alle Teile intakt sind, also
insbesondere die Ventile keine Leckstellen haben, funktioniert diese bekannte Vorrichtung gut. Treten
aber z. B. an den Ventilen dieser bekannten Vorrichtung Leckstcllcn auf, so können Fehlstcuerungen auftreten,
die Ursache sein körnen für einen falschen Bewegungsablauf bei Abdecktüre und/oder Fahrwerk, wobei
Abdecktüre und Federbein zusammenstoßen können,
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, welche es ermöglicht, in einer vorgegebenen Abfolge die eingangs angegebenen Zustände zu
durchlaufen und dabei Störungen des Zusammenwirkens von Abdecktüre und Federbein zu vermeiden, auch
wenn im System Leckstellen auftreten sollten.
ίο Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch
die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen. Eine wichtige Überlegung bei der vorliegenden Erfindung ist
es also, die hydraulischen Funktionen in den Steuerventilen zu konzentrieren und deren Steuerschieber in
ständiger mechanischer Verbindung mit den in Bewegung befindlichen Elementen des Fahrwerks (Abdecktüre
und Federbein) zu halten und gleichzeitig die Öffnungskammer des Abdecktüren-Steuerventils unter
Spsisedruck zu halten, unabhängig von dem Bewegungsbefehl, dem das entriegelte Fahrwerk gerade
gehorcht
Man ,jeht dabei so vor, daß die Entsprechung
zwischen den Stellungen jedes de- oewegien Elemente
(Federbein oder Abdecktüre) und de -. Stellungen des Steuerschiebers in demjenigen Ventil, das dem jeweils
anderen dieser beweglichen Elemente für die Steuerung zugeordnet ist, so ausgebildet ist, daß einer Stellung des
beweglichen Elements jeweils nur eine einzige Stellung des Steuerschiebers entspricht, und daß jeder Stellung
ω des Steuerschiebers wenigstens eine Stellung des
beweglichen Elements entspricht; dies wird dadurch erreicht, daß man Ventil und bewegliches Element
jeweils in Paarungen verbindet durch wenigstens ein Drehnockenglied und einen Lenker. — Gleichzeitig
J5 wird die Verriegelung der Abdecktüre in Offenstellung,
welche erforderlich ist, sobald das Fahrwerk entriegelt ist. durch eine dritte Stellung des Abdecktüren-Steuerventils
erreicht, welche die die öffnung bewirkende Kammer des Abdecktüren-Steuerzyiinders mit der
■»n Druckseite verbindet.
Bei der Erfindung wird also eine Kombination von
zwei Grundideen verwendet, nämlich einmal die ständige mechanische Verbindung mittels Drehnokkcnglied
und Lenker und zum anderen die Verriegelung
•»■3 der offenen Abdecktüre durch eine dritte Spezialsteilung
des Abdecktüren-Steuerventils.
Die erfindungsgemäße Vorrichtuni; ermöglicht es auch, die Austrittsgeschwindigkeit der Kolbenstange
des Abdecktüren-Steuerzylinders am Ende des öff-
>o nungsvorgangs der Abdecktüre ohne Einschaltung eines
Dämpfungszylinders zu verringern.
Ferner ist die erfindungsgemäße Vorrichtung im Vergleich zu bekannten Lösungen bemerkenswert
durch ihre große Einfacriheit und die Steuerung der verschiedenen Ventile lediglich durch die Wirkung der
mecHtinischen Verbindungen zwischen den einzelnen
Elementen.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 schematisch eine Vorrichtung in ihrer Anwendung bei einem r'ahrwerk mit Federbein und Gegenstrebe,
das in der ausgefahrenen Stellung de:s Fahrwerks (Fahrwerk unten) dargestellt ist,
F i g. 2 eine Teilansicht der Vorrichtung, die schematisch eine Verbindung zwischen einer bestimmten Rolle
und einer bestimmten Stange der Vorrichtung nach Fig. 1 darstellt,
F i g. 3 eine schematische [Einzeldarstellung der .Stellungen des Abdecktüren-Stcuerventils bei der
Vorrichtung nach F-" i g. I,
F ig. 4. 5 und 6 drei Schnittansichten des Abdecklüren-Steuerventils
der Vorrichtung nach F: i g. I in drei verschiedenen Stellungen und
F i g. 7 und 8 schematische und teilweise geschnittene
Tcilansichten de Vorrichtung nach F i g. I zur Erläuterung der Wirkungsweise des Fahrwerk-Steuerventils.
Die Darstellung anhand eines Fahrwerks, welches im wesentlichen ein Federbein, eine Knickstrebe und einen
irahrwerks-Steuer/ylinder aufweist, dient lediglich der
Erläuterung der Vorrichtung. Sie ist auf alle einziehbaren Fahrwerke anwendbar.
Fig. I zeigt eine Anwendung bei einem in ausgefahrenem
Zustand dargestellten Fahrwerk. Dieses besteht aus einem Federbein 1, das von einem Fahrwerks-Steuerzylinder
2 betätigt wird, der zwischen dem oberen Teil des Federbeins 1 und einer Strebe wirkt, die einen
unteren Arm 3 und einen oberen Arm 4 aufweist, mit einem Entriegelungszylinder 11 zum Entriegeln des
eingefahrenen Fahrwerks und einer in geschlossener Stellung dargestellten Abdecktüre 16 mit ihrer in
geschlossener Stellung dargestellten Verriegelungsvorrichtung, die aus einem auf einer Achse 21 drehbar
angeordneten und durch eine Feder 18 rückholbaren Haken 17 und einer Rolle 19 besteht, die drehbar auf
einer feststehenden Achse 191 angeordnet ist, welch letztere ortsfest mit einem Entriegelungszylinder 20
verbunden ist, der einen durch eine Feder 202 rückstellbaren Kolben 201 aufweist.
Die Vorrichtung umfaßt haupti-ichlich ein die
Bewegungen des Federbeins 1 steuerndes Steuerschieberventil 13, ein die Bewegungen der Abdecktüre 16
steuerndes Abdecktüren-Steuerschieberventil 12 sowie die diese Ventile betätigenden Organe. Für das Ventil 13
sind diese Organe ein Nocken 14 und eine diesen mit der Abdecktüre 16 verbindende Stange 15. Für das Ventil 12
sind diese Organe ein Schwenkhebel 7, dessen eines Ende an einen Zwischenhebel 9 des Hakens 8 und
dessen anderes Ende an eine Nockenstange 6 angeschlossen ist, die von einem Nocken 5 aus gesteuert
wird, der mit der Bewegung des Federbeins 1 gekoppelt
und hier als auf den oberen Arm 4 der Strebe aufgekeilt dargestellt ist, aber auch an ein anderes Bauteil des
Fahrwerks angeschlossen sein könnte. Durch ein entsprechendes Mittel wird die am Ende der Stange 6
angeordnete Rolle 61 gezwungen, sich bei einer Winkelbewegung des Federbeins 1 auf einer im
wesentlichen geradlinigen Bahn zu verschieben. Ein solches Mittel wird im folgenden unter Bezugnahme auf
F i g. 2 beschrieben, die ein Bauteil mit Führungsschlitz zeigt, und zwar als nicht einschränkendes Beispiel, denn
die Führung könnte auch durch einen Satz Hebel (nicht dargestellt) erfolgen.
Nach Fig.2 ist ein einen Schlitz 221 aufweisendes
Bauteil 22 feststehend. Der eine Ausnehmung 51 aufweisende Nocken 5 dreht sich mit dem oberen
Strebenarm 4 um eine Achse 41. Die Verschiebung der Rolle 61 im Schlitz 221 kann nur parallel zu dessen
Seiten erfolgen.
Durch das Profil der Ausnehmung 51 des Nockens 5 (Steilheit auf dem Teil 53, dann kreisbogenförmiger Teil
54 mit Mittelpunkt in der Achse 41) nimmt so die Achse des oberen Endes des Schwenkhebels 7 zwei charakteristische Stellungen ein.
Nach F i g. 3 nimmt die Achse 71 die Stellung TB ein,
wenn der Winkel alpha (Fig. 1)des Federbeins 1 gleich
0" ist, und die Stellung TNO. wenn der Winkel des
Federbeins größer ist als alpha (Zone bela der Fig. I).
Die Achse 72 am unteren Teil des Schwenkhebels 7 nimmt zwei charakteristische Stellungen ein: die
Stellung CO. wenn der Haken 8 offen ist. und die Stellung CF. wenn der Haken 3 geschlossen ist.
Infolge der Tatsache, daß in ausgefahrener Stellung
des Federbeins 1 der Fahrwerks-Vcrriegclungshaken 8 durch die Feder 10 und den Nocken am Haken
offengehalten ist und beim geschlossenen Haken 8 das Federbein 1 nicht in ausgefahrener Stellung sein kann,
nimmt der Steuerschieber 121 (s. t ig. 4, 5, 6) über den
Schwenkhebel 7 und die Stange 73 drei charakteristische
Stellungen ein (F i g. 3):
7"VS: Fahrwerk verriegelt ausgefahren;
7"/VV: Fahrwerk nicht verriegelt (Federbein in der
Winkelzone beta);
TVH: F'ahrwerk verriegelt eir.gezogen.
TVH: F'ahrwerk verriegelt eir.gezogen.
Die "erschicbune der Achse 71 von TB nach TNi
im1 umgekehrt erfolgt durch die vom Fahrwerks-Steuerzylinder
2 geleistete Aibeit. Die Verschiebung der Achse 72 von CD nach CFerfolgt durch die Arbeil
des Hydraulikzylinders 24 und der Feder 10, die Bewegung in der entgegengesetzten Richtung von Cf
nach COergibt sich aus der Wirkung de: Entriegelungszylinders 11.
Jed;r dieser Stellungen entspricht einer bestimmter Stellung der Ventile, und diese Stellungen werden
nachfolgend beschrieben.
Unter Bezugnahme auf Fig. 4 wird zunächst der innere Aufbau des Abdecktüren-Steuerventils 12 mil
dem Steuerschieber 121 beschrieben. Das Gehäuse des Ventils 12 weist einen mit der Ausfahrleitung verbundenen
Anschluß 122 auf, der in die mittige Bohrung einerseits direkt ganz links bei der öffnung 123 und gan?
rechts bei der Öffnung 124 und andererseits durch einen im Querschnitt kleineren Kanal 125 und ein Rückschlagventil
126 links bei der öffnung 127 und durch einen im Querschnitt kleineren Kanal 128 und ein Einlaßventil
129 rechts bei der Öffnung 1211 mündet. Das Gehäuse des Ventils 11 weist einen mit der Einfahrleitung
verbundenen Anschluß f212 auf, der in die mittige
Bohrung einerseits direkt in der Mitte bei der öffnung
1213 und andererseits durch einen im Querschnitt kleineren Kanal 1215 und ein Rückschlagventil 1216
links bei der öffnung 1217 und durch einen im Querschnitt kleineren Kanal 1218 und ein Einlaßventil
1219 rechts bei der öffnung 1221 mündet. Ferner weist
das Gehäuse des Ventils 12 zwei Anschlüsse 1222 und 1223 auf, die in die mi'tige Bohrung münden und mit den
Kammern 232 bzw. 233 des Abdecktüren-Steuer-ylinders
23 verbunden sind. Der Steuerschieber 121 weist zwei breite Ringnuten 1226 und 1227 auf. Die Ringnut
1226 verbindet den Anschluß 1222 mit zwei der vier linken öffnungen, und die Ringnut 1227 verbindet der
Anschluß 1223 mit zwei der vier rechten Öffnungen, wie im folgenden im einzelnen ausgeführt wird.
Nach F i g. 4, die die Stellung TVB des Steuerschiebers 121 wiedergibt verbindet die Ringnut 1226 die
Ausfahrleitung mit der Kammer 232 des Abdecktüren-Steuerzylinders 23, und die Ringnut 1227 verbindet die
Einfahrleitung mit der Kammer 233 desselben Zylinder: 23. Somit wird beim Ausfahren des Fahrwerks, da die
Ausfahrleitung unter Druck und die Einfahrleitung arr Rücklauf liegt, die Kammer 232 gespeist und die
Kammer 233 entleert, und der Zylinder 23 betätigt dit
Abdecktüre 16 im Sinne des Schließens. Umgekehn
wird beim Einfahren des Fahrwerks, da die Ausfahrleitung
am Rücklauf und die Einfahrleitung unter Druck liegt, HIe Kammer 232 entleert und die Kammer 233
gespeist, und der Zylinder 23 betätigt die Abdecktüre 16 im Sinne des öffnens.
Nach Fig.5, die die Stellung TNVdes Steuerschie
bers 121 zeigt, dringt beim Ausfahren des Fahrwerks (Ausfahrleitung unter Druck, Einfahrleitung drucklos)
das Druckmittel durch die Leitung 122 in das Ventil 12, das Rückschlagventil 126 wird durch den Druck u>
o'eschtu<sen. das Einlaßventil 129 wird durch den Druck
angehoben, der nach Durchquerung des im Querschnitt kleineren Kanals 128 in die Ringnut 1227 dringt (das
Einlaßventil 1219 bleibt geschlossen). Das Druckmittel tritt aus dem Ventil 12 durch den Anschluß 1223 aus,
dringt in die Öffnungskammer 233 des Zylinders 23 ein und drückt den Kolben 231 zurück. Das aus der Kammer
232 des Zylinders 23 verdrängte Druckmittel tritt durch den Anschluß 1222 in das Ventil 12, durchströmt die
Ringnut 1226 und tritt beim Anschluß 1212 aus, nachdem es das Ventil 1216 angehoben und den im Querschal!
kleineren Kanal 1215 durchströmt hat. Die Abdecktet:
16 hat dann die Tendenz, sich zu öffnen.
Beim Einfahren des Fahrwerks (Ausfahrleitung am Rücklaur, Einfahrlcitung unter Druck) dringt das
Druckmittel durch die Leitung 1212 in das Ventil 12 ein, daß Ventil 1216 ist geschlossen, das Einlaßventil 1219 isi
durch den Druck abgehoben, und das Druckmittel dringt in die Ringnut IZi/ ein, nachdem es den im Querschnitt
kleineren Kami 1218 (das Einlaßventil 129 bleibt jo
geschlossen) durchströmt hat, und tritt durch den Anschluß 1223 aus. Es dringt in die Öffnungskammer
233 des Zylinders 23 ein und drückt den Kolben 231 zurück. Das aus der Kammer 232 des Zylinders 23
verdrängte Druckmittel tritt durch den Anschluß 1222 in das Ventil 12 ein, durchströmt die Ringnut 1226 und tritt
durch die Leitung 122 aus, nachdem es das Rückschlagventil 126 abgehoben und den im Querschnitt kleineren
Kanal 125 durchströmt hat. Bei dieser Stellung des Ventils 12 hat die Abdecktüre 16 die Tendenz, sich bis
zum Anschlag zu öffnen, und zwar sowohl bei eingefahrenem als auch bei ausgefahrenem Fahrwerk.
Nach Fig. 6, die die Stellung TVH des Steuerschiebers 121 wiedergibt, verbindet die Ringnut 1226 die
Einfahrleiiung mit Kammer 232 des Zylinders 23, und die Ringnut 1227 verbindet die Ausfahrleitung mit der
Kammer 233 des Zylinders 23. Somit wird beim Ausfahren des Fahrwerks, da die Ausfahrleitung unter
Druck und die Einfahrleitung am Rücklauf liegt, die öffnungsK-immer 233 gespeist und die Schließkammer
232 geleert, und der Zylinder 23 betätigt die Abdecktüre 16 im Sinne des öffnens. Umgekehrt wird bei
eingefah-enem Fahrwerk, da die Ausfahrleitung am
Rücklauf und die Einfahrleitung unter Druck liegt, die Kammer 232 gespeist und die Kammer 233 entleert, so
daß der Zylinder 23 die Türe im Sinne des Schließens betätigt.
Das Fahrwerk-Steuerschieberventil 13 ist mit der Bewegung der Abdecktüre 16 gekoppelt. Das Bewegungsgesetz
des Steuerschiebers 131 des Ventils 13 (Fig. 7 und 8) ist so gehalten, daß der Fahrwerks-Steuerzylinder
2 nur gespeist wird, wenn der öffnungswinkel de- Abdecktüre 16 genügend groß ist, um die
Bewegung des Fahrwerks zu ermöglichen. Hierfür sind verschiedene Ausführungsformen möglich, von denen
eine im folgenden als nicht einschränkendes Beispiel beschrieben wird.
Nach Fig. 7 wird die Verbindung zwischen der Abdecktüre 16 und dem Fahrwerks-Steuerschieberventil
13 durch ein System hergestellt, das eine Stange 15 und enen Nocken 14 mit einer Ausnehmung 141
aufweist, in der eine durch eine Achse 133 am Ende des Steuerschiebers 131 befestigte Rolle 132 läuft. Der
Nocken 14 weist einen kreisbogenförmigen Teil 143 mit der Achse 142 als Mittelpunkt sowie einen steilen Teil
144 auf, der auf die Rolle 132 am Ende des öffnens wirkt. Das Ventil 13 ist ein doppelter hydraulischer Wender
und wird daher nicht im einzelnen beschrieben.
Wenn die Abdecktüre 16 geschlossen ist (dargestellte Stellung) oder teilweise geschlossen ist (Stellung
entspi dchend Winkel gamma), so befindet sich der Steuerschieber 131 des Ventils 13 in der Stellung PF. In
dieser Stellung werden, gleichgültig ob der Druck durch die Leitungen 134 oder 135 an die Einfahr- oder die
Au fahrleitung gelegt ist oder nicht, die den Leitungen 136 und 137 entsprechenden, im Fahrwerk-Steuerzylinder
2 mündenden Leitungen in Verbindung mit dem Rücklaufkreis (Rücklauf 138) gesetzt, und das Fahrwerk
wird nicht betätigt.
Wenn die Abdecktüre 16 so weit geöffnet ist, daß sich
die Rolle 132 in der Winkelzone delta der Fig.8 befindet, so befindet sich der Steuerschieber 131 des
Ventils 13 in einer Stellung, in der die Verbindungen zum Rücklauf 138 unterbrochen sind, dagegen aber die
Leitung 134 mit der Leitung 136 und die Leitung: 135 mit der Leitung 137 verbunden ist, so daß das Fuhrwerk
einfährt oder ausfährt, je nachdem der Druck an d'e Einfahr- oder die Ausfahrleitung gelegt wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- Patentansprüche:t. Mechanisch-hydraulische Vorrichtung zur Folgesteuerung der Bewegungen eines ein Federbein und dessen Abdecktüre aufweisenden Fahrwerks, wobei jedes dieser beiden Elemente des Fahrwerks durch einen Steuerzylinder betätigbar ist, der über ein Steuerschiebervemil mit Druckmittel versorgt wird und dessen Stellung definiert ist durch eine kinematische Verbindung zwischen dem Steuerschieber und dem vom anderen Steuerschieberventil aus gesteuerten Element dieses Fahrwerks, so daß man in einer automatischen Abfolge beim Aus- wie beim Einfahren die folgenden drei Zustände erhält:Fahrwerk ausgefahren verriegelt und Abdecktüregeschlossen;Fahrwerk nicht verriegelt und Abdecktüre offen; Fahrwerk eingefahren verriegelt und Abdecktüregeschlossen;wobei die kinematische Verbindung zwischen dem Federbek! und dem Steuerschieber des Steuerschieberventils, welches den Steuerzylinder der Abdecktüre speist, diesen Steuerschieber in eine der Stellung »Fahrwerk ausgefahren verriegelt« entsprechende Stellung bringt, in der dieses Steuerschieberventil eine unter Druck stehende Ausfahrleitung des Fahrwerks mit dner beim Schließen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet, und ferner eine drucklose Einfahrleitung des Fahrwerks mit einer beim Öffnen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet, und wobei die kinematische Verbindung diesen Steuerschieber in eine der Stellung »Fahrwerk eingefahren verriegelt« entsprechende zweite Stellung bringt, in der d· xes Ventil die unter Druck stehende Einfahrleitung des Fahrwerks mit der beim Schließen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet und die drucklose Ausfahrleitung des Fahrwerks mit der beim öffnen wirksamen Kammer des Abdecktüren-Steuerzylinders verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die kinematische Verbindung zwischen dem Steuerschieber (121, 131) ein,.;s Steuerschieberventils (12,13) und dem vom anderen Steuerschiebervemil (12, 13) gesteuerten Element (Federbein 1 oder Abdecktüre 16) von einer mechanischen Zwangsführung gebildet ist, welche wenigstens ein Drehnockenglied (5, 14) und eine zugeordnete Nockenstange (6) aufweist, wobei durch die mechanische Zwangsführung zwischen dem Federbein (1) und dem Abdecktüren-Steuerschieberventil (12) der Steuerschieber (12!) in eine dritte, dem nicht verriegelten Federbein (1) entspre- ·>; chende Stellung (TNV) bringbar ist, in der dieses Steuerschieberventil (12) diejenige Leitung (122, 122), welche unti.r Druck steht, mit der beim öffnen wirksamen Kammer (233) des Abdecktüren-Steuerzylinders (23) verbindet, und die drucklose Leitung πι (122 oder 1212) mit der beim Schließen wirksamen Kammer (232) des Abdecktüren-Steuerzylinders (23) verbindet,
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verriegelung des Federbeins (1) in · der eingezogenen Stellung und der Abdecktüre (16) in der geschlossenen Stellung ein Haken (8) für das Federbein (1) und ein Haken (17) für die Abdecktüre(16) vorgesehen ist, zu deren hydraulischen Entriegelung entgegen der Wirkung von Federn (10 bzw, 18) Entriegelungszylinder (11 bzw. 20) vorgesehen sind, welche jeweils gleichzeitig mit dem Fahrwerk-Steuerzylinder (2) und dem Abdecktüren-Steuerzylinder (23) vom Fahrwerks-Steuerschieberventil (13) bzw. vom Abdecktüren-Steuerschieberventil (12) speisbar sind, und daß zur Einstellung der drei Stellungen des Steuerschiebers (121) der Fahrwerks-Verriegelungshaken (8) unter Zwischenfügung eines Zwischenhebels (9) mit einem Schwenkhebel (7) in Wirkverbinduug steht, welcher verschwenkbar an einem Ende des Zwischenhebels (9) angeordnet ist, in seinem Mittelabschnitt auf einer mit dem Steuerschieber (121) des Abdecktüren-Steuerschieberventils (12) verbundenen Stange (73) angelenkt ist, und dessen anderes Ende verschwenkbar angeordnet ist auf der Nockenstange (6), die mit dem vom Federbein (1) betätigbaren Drehnockenglied (5) in Nockenverbindung steht, und daß je nach der Stellung des Fahrwerks (aus- oder eingefahren) diese Nockenstange (6) dem Schwenkhebel (7) zwei Stellungen erteilt, und daß der Zwischenhebel (9) dem Schwenkhebel (7) zwei Stellungen erteilt je nach der Stellung des Fahrwerks-Verriegelungshakens (8) (geöffnet oder geschlossen).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der dem nicht verriegelten Federbein (1) entsprechenden Stellung TNV des Steuerschiebers (121) zur Verbindung der unter Druck stehenden Leitung (122, 1212) mit der beim öffnen wirksamen Kammer (233) des Abdecktüren-Steuerzylindtrs (23) und zur Verbindung der drucklosen Leitung (122 oder 1212) mit der beim Schließen wirksamen Kammer (232) eine Leitung (1212) vorgesehen ist, die an die Einfahrleitung angeschlossen ist und in die Bohrung für den Steuerschieber (121) einerseits direkt und mittig in bezug auf den Steuerschieber (121) und andererseits durch eine im Querschnitt verringerte Leitung (1215) und ein Rückschlagventil (1216) mündet, dessen öffnung (1217) auf det einen Geite der mittigen öffnung (1213) ist, und durch einen im Querschnitt verringerten Kanal (1218) und durch ein Einlaßventil (1219) dessen öifnung (1221) auf der anderen Seite ist, daß ein an die Ausfahrleitung angeschlossener und in die Bohrung für den Steuerschieber (121) einerseits durch einen im Querschnitt kleineren Kanal (125) und ein F.ückschlagventil (126), dessen öffnung (i 27) neben und jenseits der öffnung (1217) angeordnet ist, und durch einen im Querschnitt kleineren Kanal (128) und ein Einlaßventil (129), dessen ötfnung (1211) neben und jenseits der öffnung (1221) angeordnet ist, und andererseits direkt durch die öffnung (123) und die öffnung (124), die zu beiden Seiten der öffnungen (127,1217,1213, 1221, 124) angeordnet sind, mündende Leitung (122) vorgesehen ist, daß ferner ein an die Schließkammer (232) des Abdecktüren-Steuerzylinders (23) angeschlossener und in die Bohrung für den Steuerschieber (121) zwischen den Öffnungen (127) und (1217) mündenden Anschluß (1222), ein an die Öffnungskammer (233) des Abdecktüren-Steuerzylinders (23) angeschlossener und in die Bohrung für den Steuerschieber (121) zwischen den Öffnungen (1221) und (1211) mündender Anschluß (1223) vorgesehen ist, und daß der Steuerschieber (121) mit zwei breiten Ringnuten versehen ist, wobei durch die eineRingnut (1226) die öffnung (1222) mit zwei nebeneinanderlegenden der vier öffnungen (123, 127,1217,1213) und durch die andere Ringnut (1227) die öffnung (1223) mit zwei nebeneinanderliegenden der vier öffnungen (1213, 1221, 1211, 124) verbindbar ist (F i g. 4,5,6),
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die mechanische Zwangsführung zwischen der Abdecktüre (16) und dem Fahrwerks-Steuerschieberventil (13) dieses Steuerschieberventil (13) die zum Fahrwerks-Steuerzylinder (2) führenden Leitungen (136 bzw. 137) mit dem Rücklauf (138) verbindet, wenn die Abdecktür (16) geschlossen oder nicht genügend weit geöffnet ist, oder mit der Einfahrleitung (134) bzw. mit der Ausfahrleitung (135) verbindet, wenn die Abdecktüre (16) genügend weit geöffnet ist.
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