DE2003928A1 - Verfahren zur Herstellung von mit Polschlingen verschener Ware - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit Polschlingen verschener WareInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B23/00—Flat warp knitting machines
- D04B23/08—Flat warp knitting machines with provision for incorporating pile threads
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
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- D04B21/02—Pile fabrics or articles having similar surface features
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Description
FATBKTANWALT 9 0039 28 β PRANKFURT A. M AIN ?Q
£ U U yJ yJ «- W KAISERSTHASSE 16. II <-"
KAISERSTBASSS 16, II
TELEFON 88 38 SO (PRIT. 57 84 38)
keine aktb: May. 377
KARL MAYER
Textil-Maschinenfabrik G.m.b.H. Obertshausen bei Offenbach a.M.
Verfahren zur Herstellung von mit Polschlingen versehener Ware,
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von mit Polschlingen versehener Ware auf
einer Kettenwirkmaschine.
Man ging bisher hierbei so vor, daß man die Polschlingen mit zusätzlichen, sogenannten Plüschnadeln erzeugte. Es
ist hierbei nachteilig, zur Erzielung einer größeren Polhöhe einen entsprechend großen Abstand der Nadelbarre
zu dtn Plüschnadeln vorzusehen, womit ein entsprechend großer Legebarrenschwung verbunden ist, der die Maschinengeechwindigkeit
nachteilig beeinflußt.
Ein anderes bekanntes Verfahren beruht darauf, daß der Polfaden über an der Bildung der Grundware unbeteiligten
Wirknadeln gelegt und abgeworfen wird. Es entstehen hierdurch Beschränkungen in der Warenfeinheit sowie in
109836/0823
der Polhöhe. Ferner können nicht alle Bindungsgruppen
von Kettenwirkplüsch erzeugt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu finden, bei dem der mechanische Aufwand nach Möglichkeit gering
gehalten wird und bei beliebiger Warenfeinheit praktisch keine Beschränkung in der Pojhöhe und in der Wahl der
Grundbindung gegeben ist.
Eine lösung wurde darin gefunden, daß während der Herstellung eines mit mindestens zwei Legebarren gearbeiteten Grundgewirkes auf einer Raschelmaschine mit doppelter Schwingbewegung der Legebarren pro Haschenreihe
die Polfäden zur Schlingenbildung an zwei Stellen jeweils einer Wirknadel einmal von dem einen und zum
zweiten von dem anderen Grundbindungsfaden geklemmt werden. Als besonders günstig hat es sich erwiesen, das Grundgewirke aus einem Fransen- und einem Schußfaden zu bilden.
Man ist mit diesem neuartigen Verfahren in die Lage versetzt, z.B. mit einer einfachen Raschelmaschine, die in
einigen Fällen mit einem Fallblech ausgerüstet wird, und wenigstens drei Legebarren auszukommen, die pro Maschenreihe zweimal einschwingen. Die Warenfeinheit und Polhöhe
ist beliebig wählbar und je nachdem, in welcher Weise
bnnden
der Polfaden geiegrfr wird, als Masche , als Henkel oder
ale Schufiitadsrc, kann auch die Einbindungsfestigkeit des
109836"/ö523
Poles und das Polflächengewicht variiert werden.
Auf der Zeichnung sind drei verschiedene Ausführungsbeispiele für ein Verfahren an Hand von jeweils eines
Legungsbildes und eines Ausschnittes einer Raschelmaschine im Bereich der Wirknadel veranschaulicht .
Bei dem neuartigen Verfahren entsteht der erste Klemmpunkt an der Wirknadel durch den Schuß "bildenden, der
zweite durch den Maschen bildenden Faden des Grundgewirkes. Die beiden Klemmpunkte klemmen den Polfaden
■"•nrhe1"· 'enann+en
zwischen der Wirknadel und den akg»sffhiagBH*H Faden-
en
system*'"so daß beim Senken der Nadelbarre sich die Fadenstrecke zwischen den Klemmpunkten und der Abschlagoberkante zur Polschlinge aufwirft.
system*'"so daß beim Senken der Nadelbarre sich die Fadenstrecke zwischen den Klemmpunkten und der Abschlagoberkante zur Polschlinge aufwirft.
Die Klemmpunkte können regelmäßig oder in Abständen angeordnet werden, z.B. in jeder Maschenreihe oder in beliebig
aufeinanderfolgenden. Die Po^höhe ist veränderlich, einmal dadurch, daß eine verhältnismäßig hohe
Fadenspannung von Masche und Schuß aufgebracht wird, die umso eine bessere Klemmung an den obengenannten
Punkten und damit höhere Polschlingen bewirkt. Zum andern kann der Nadelhub größer gemacht werden, umso
größer werden die Polschlingen, da die Distanz der
Klemmpunkte zur Abschlagoberkante vergrößert wird. Die im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele
sind in den Zeichnungen jeweils an Hand eines Legungsbildes, einer Kettengliederaufstellung und eines Ausschnittes
aus der Mascheabildungsstelle der Maschine dargestellt.
109836/T15?;*
Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 handelt
es sich um die Herstellung eines sogenannten Schußplüsches. Hierbei macht die vorneliegende Legeschiene
L1 eine Fransenlegung, die dahinterliegende Legeschiene
L2 eine Schußlegung mit Überlegungen, die aber durch
ein Fallblech auf den Nadelschaft gedrückt werden, während schließlich die hintenliegende Legebarre L3 den
Polfaden in Schußlegung führt. Nach der Abschlagstellung der Nadelbarre steigen die Wirknadeln zu ihrem höchsten
Punkt. Die Legebarren schwingen in ihrer ersten Einschwingbewegung durch die Wirknadellücken von der Maschinenvorderseite
zur Rückseite. Die Legebarre L« führt eine Überlegung aus. Darauf schwingen diese Legebarren
zur Maschinenvorderseite zurück und das Fallblech tritt in Tätigkeit, es senkt sich und formt die Überlegung
der Legebarre L2 in einen Henkel um, d.h. tritt die
Überlegung der Legebarre L2 von der Zunge ab auf den
Nadelschaft. Daraufhin steigt das Fallblech während,die
Legebarre L, eine Unterlegung ausführt. Nunmehr schwingen die Legebarren erneut beim zweiten Einschwingen zur Maschinenrückseite.
Die Legebarre L1 führt eine Überlegung aus. Die Legebarren schwingen zur Maschinenvorderseite
zurück. Es beginnt die Abwärtsbewegung der Wirknadeln und dabei entstehen die beiden Klemmpunkte am Nadelschaft,
die aus Fig. 2 erkennbar sind. Beim Klemmpunkt liegt der Schußfaden vor dem Polfaden und beim Klemmpunkt
2 der Maschenfaden vor dem Polfaden. Beim Absenken der
- 5 109836/OS??
Nadelbarre entstehen die Polschlingen. Die Nadeleungen
schließen und die Legebarre I2 führt eine Unterlegung
aus und anschließend erfolgt das Abschlagen der Maschen.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 veranschaulicht die Herstellung, von sogenanntem Maschenplüsch. Hierbei
wird kein Fallblech verwendet. Die vorneliegende Legeschiene L1 führt den Polfaden, der Maschen macht. Die
dahinterliegende Legeschiene Lp führt eine Fransenlegung
und die hintenliegende Legeschiene L, führt den Schußfaden,
diese Nach der Abschlagstellung der Nadelbarre steigt/wiederum
zu ihrem höchsten Punkt. Die Legebarren schwingen beim ersten Einschwingen durch die Wirknadellücken von der
Maschinenvorderseite zur Rüekseite. Die Legebarre L1 führt
eine Überlegung aus, worauf sie zur Maschinenvorderseite zurückschwingt, wo sich eine Unterlegung anschließt und
zwar entgegengesetzt der vorhergehenden Überlegung. Danach schwingen die Legebarren erneut im Zuge der zweiten
Einschwingung zur Maschinenrückseite. Die Legeschiene Lp
nun
führt/eine Überlegung aus, worauf die Legebarren wieder zur Masohinenvorderseite schwingen. Es beginnt die Abwärtsbewegung der Nadelbarre und dabei entstehen die beiden Klemmpunkte am Nadelschaft. Beim Senken der Nadelbarre entstehen die Polschlingen und es folgt das Schliee-•en der Nadelzunge und darauf eine Unterlegung der Legebarren L. und L, mit anschließendem Abschlagen der Maschen.
führt/eine Überlegung aus, worauf die Legebarren wieder zur Masohinenvorderseite schwingen. Es beginnt die Abwärtsbewegung der Nadelbarre und dabei entstehen die beiden Klemmpunkte am Nadelschaft. Beim Senken der Nadelbarre entstehen die Polschlingen und es folgt das Schliee-•en der Nadelzunge und darauf eine Unterlegung der Legebarren L. und L, mit anschließendem Abschlagen der Maschen.
- 6 109836/052?
-6- 2Ü03928
Wie es in Abb. 4 erkennbar ist, liegt hierbei an dem
übe ^ Klemmpunkt 1 der Schußfaden hinter dem Polfaden und
bei dem Klemmpunkt 2 der Maschenfaden ebenfalls, hinterx
dem Polfaden.
Das dritte in den Fig. 5 und 6 veranschaulichte Auafiihiungsbeispiel
des neuartigen Verfahrens veranschaulicht die Herstellung von sogenanntem Henkelplüsch. Die hierbei
verwendete Raschelmaschine ist wiederum mit einem Fallblech ausgerüstet. Die vorneliegende Legebarre L1 führt
den Fransenfaden, die dahinterliegende Lp den Polfaden, der Überlegungen macht, welche durch das Fallblech auf
den Nadelschaft gedrückt werden. Die hintenliegende Legebarre L, führt den ocimßfaden. Nach der Abschlagstellung
der Nadelbarre steigt diese wiederum zu ihrem höchsten Punkt*- Die Legebarren schwingen beim ersten Einschwingen
durch die Wirknadellücten von der Maschinenvorderseite
zur Rückseite. Nun führt d}e Legebarre L2 eine Überlegung
aus. Hierauf schwingen die Legebarren wieder zur Maschinenvorderseite und das Fallblech tritt in Tätigkeit, es senkt
sich und formt die Überlegung der Legebarre L2 in einen
Henkel um, d.h. es drückt die Überlegung der Legebarre L2
von der Zunge ab auf den Nadelschaft. Danach steigt das Fallblech, während die Legebarre L2 eine Unterlegung
ausführt aber entgegengesetzt der vorangegangenen Überlegung. Hierauf schwingen die Legebarren im Zuge der
zweiten Einschwingung zur Maschenrückseite. Die Legebarre ]
- 7 109836/0523
führt eine Überlegung aus. Danach schwingen die Legebarren wieder zur Maschinenvorderseite zurück und es
beginnt die Abwärtsbewegung der Nadelbarre und dabei die Entstehung der beiden Klemmpunkte am Nadelschaft.
Beim Klemmpunkt 1 liegt der Schußfaden hinter dem Polfaden und beim Klemmpunkt 2 der Maschenfaden vor dem
Polfaden. Beim Absenken der Nadelbarre entstehen die Polschlingen und es folgt das Schließen der Nadelzunge
und schließlich Unterlegungen der Legebarren Lp und L,. JB
Anschließend findet das Abschlagen der Maschen statt.
— 8 —
109836/ns??
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:Verfahren zur Herstellung von mit Poleahlingen vershener Ware auf einer Kettenwirkmaschine,-dadurch gekennzeichnet, daß während der Herstellung eines mit mindestens zwei Legebarren gearbeiteten Grundgewirkes auf einer Ä Raschelmaschine mit doppelter Schwingbewegung derLegebarren pro Maschenreihe die Polfäden zur Schlingenbildung an zwei Stellen jeweils einer Wirknadel einmal von dem einen und zum zweiten von dem anderen Grundbindungsfaden geklemmt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß das Grundgewirke aus einem Fransen- und einem Schußfaden gebildet wird.™
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Polfaden, dessen Legebarre (L,) hinter der Sohußfadenbarre (Lp) und diese hinter der Fransenfadenbarre (L-) angeordnet ist, als Schußfaden eingebunden wird.4. Verfahren nach Anspruch 3,dadurch g e kennze ichnet , daß auf einer Raschelmaschine mit Fallblech bei dem ersten Einschwingendie Schußfadenbarre (Lp) eine Überlegung ausführt, die vom Pallblech auf den Nadelschaft gedrückt wird, worauf nach einer Unterlegung der Polfadenbarre (L-) beim zweiten Einschwingen die Fransenfadenbarre (L.) eine Überlegung und danach die Schußfadenbarre (L„) eine Unterlegung macht.5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Polfaden, dessen Legebarre (L1) vor der Maschen- (L2) und Schußfadenbarre (L,) angeordnet ist, Maschen macht.6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem ersten Einschwingen der Polfadenbarre (L1) eine Überlegung mit anschließender Unterlegung in entgegengesetzter Richtung ausführt und beim zweiten Einschwingendie Maschenfadenbarre (L-) eine Überlegung und danach die PoI-(L1) und die Schußfadenbarre (L,) Unterlegungen Bachen.7· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Polfaden, dessen Legebarre (Lp) zwischen der Maschen- (L1) und der Schußfadenbarre (L,) angeordnet ist, als Henkelfaden gelegt ist.- 10 -109836/052?8.Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Raschelmaschine mit Fallblech bei dem ersten Einschwingen die Polfadenbarre (Lp) eine Überlegung ausführt, die von dem Fallblech auf den Nadelschaft gedrückt wird, woran sich eine Unterlegung in entgegengesetzter Richtung anschließt und beim zweiten Einschwingen die Haschenfadenbarre (L1) eine Überlegung und danach die Po1_ (L2) und Schußfadenbarre (L,) ünteriegungen miohen.109836/05?.?
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702003928 DE2003928C3 (de) | 1970-01-29 | Verfahren zur Herstellung von mit Polschlingen versehener Ware | |
| US00108293A US3710598A (en) | 1970-01-29 | 1971-01-21 | Method of knitting a pile fabric on a warp knitting machine |
| GB2034071A GB1351044A (en) | 1970-01-29 | 1971-04-19 | Method of producing on a warp knitting machine a fabric having pile loops |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702003928 DE2003928C3 (de) | 1970-01-29 | Verfahren zur Herstellung von mit Polschlingen versehener Ware |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2003928A1 true DE2003928A1 (de) | 1971-09-02 |
| DE2003928B2 DE2003928B2 (de) | 1977-06-16 |
| DE2003928C3 DE2003928C3 (de) | 1978-01-26 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4312706A1 (de) * | 1993-04-20 | 1994-10-27 | Mayer Textilmaschf | Kettenwirkware mit Pol sowie Verfahren und Kettenwirkmaschine zu deren Herstellung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4312706A1 (de) * | 1993-04-20 | 1994-10-27 | Mayer Textilmaschf | Kettenwirkware mit Pol sowie Verfahren und Kettenwirkmaschine zu deren Herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3710598A (en) | 1973-01-16 |
| DE2003928B2 (de) | 1977-06-16 |
| GB1351044A (en) | 1974-04-24 |
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