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Anlage zur Patent- und Gebrauchsmusterhilfsanmeldung Einrichtung zum
registerhaltigen Führen bedruckter Bänder, insbesondere in Beutelherstelltaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum registerhaltigen Führen eines
bedruckten Bandes., insbesondere in einer Beutelherstellmaschine, mit einem Regler,
der beim Auftreten eines einen bestimmten Toleranzbereich überschreitenden Registerfehlers
ein Regel signal erzeugt, und mit zwei die Bandvorzugvorrichtung verstellenden Stellgliedern,
von denen das erste eine bleibende Verstellung und das zweite bei jedem Regelsignal
eine vorübergeheade Veratellung der Bandvorzugvorrichtung bewirken.
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Bei einer beispielsweise durch die deutsche Patentschrift 650 322
bekannt gewordenen Registerregeleinrichtung für einen Querschneider wird beim Auftreten
von Registerfehlern die Beziehung der Bearbeitungsvorrichtung zum Aufdruck des zu
schneidenden Bandes dadurch wiederhergestellt, daß die Vorzuggeschwindigkeit des
Bandes bleibend um einen kleinen Betrag und vorüberGehend um einen großen Betrag
geändert wird. I>ies wird dadurch bewirkt, daß das übersetzungsverhältnis eines
regelbaren Getriebes im Antrieb der Bandvorzugvorrichtung in Abhängigkeit von der
Richtung des Fehlers zunächst um einen bestimmten Betrag geändert und nach einer
kurzen Zeitspanne um einen kleineren bestimmten Betrag zurückgestellt wird, so daß
eine kleine Änderung des Ubersetzungsverhältnisses verbleibt. Diese Regeleinrichtung
arbeitet zufriedenstellend, wenn die Rapportlängen sich nur langsam ändern, beispielsweise
durch sich ändernde Feuchtigkeitsbedingungen. Schnell wechselnde große Rapportlängenfehler
hingegen bringen die bekannte Registerregeleinrichtung ins Pendeln. Dies l3t sich
selbst bei einem beispielsweise durch die deutsche Patentanmeldung L 16 714 VIIIb/21c
bekannten Verfahren nicht ganz vermeiden, bei dem die erhöhte Stellgröße und auch
die Rückstellgröße in Abhängigkeit von de;o Größe des Registerfehlers eingestellt
werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Registerregeleinrichtung zu schaffen,
bei der die Neigung zum Pendeln weitgehend aufgehoben und deren Aufbau einfach ist.
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Diese Aufgabe wird näch der Erfindung dadurch gelöst, daß dem ersten
Stellglied ein Gignalzäber vorgeschaltet ist,
der nach Eintreffen
einer bestimmten, in ununterbrochener Folge vom Regler kommenden Anzahl von Signalen
gleicher Polarität ein der Polarität der Signale entsprechendes Betätigungssignal
dem ersten Stellglied zum'Verstellen der Vorzuglänge zuleitet.
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Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung werden vereinzelt auftretende
Registerfehler sofort korrigiert. Außerdem erfaßt diese Einrichtung auch die Tendenz
zu Fehlerreihen und verstellt die Grundeinstellung des Bandvorzugs derart, daß eine
häufige Korrekturverstellung entfallen kann.
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Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung,bei der das erste Stellglied
bleibend so eingestellt ist, daß die pro Takt vorgezogene Bandlänge um einen Bruchteil
des Toleranzbereichs kleiner oder größer ist als die Sollänge, und bei der der Regler
bei Auftreten eines den Toleranzbereich überschreitenden Registerfehlers dem zweiten
Stellglied zum vorübergehenden Verstellen der Bandvorzugvorrichtung ein Regelsignal
zuleitet, ist dem ersten Stellglied ein zweiter Signalzähler vorgeschaltet, der
beim Ausbleiben einer bestimmten- Anzahl von Reg'elsignalen in einer Folge dem ersten
Stellglied ein negatives bzw. positives Betätigungssignal zum Ändern der bleibenden.Einstellung
zuleitet.
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Diese Ausführungsform ist in ihrem Aufbau besonders einfach, da nur
eine Richtung der Registerfehler zu überwachen ist.
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Ebenso einfach ist auch ihre Einstellung und Bedienung.
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Von besonderem Vorteil ist die Anordnung der Einrichtung der Erfindung
in einer Beutelherstellmaschine mit einer Querschneidvorrichtung, einer im Abstand
zu dieser vorgeschalteten Quernaht si egelvorri chtung, sowie mit einer diesen beiden
Vorrichtungen gemeinsamen Bandvorzugvorrichtung, bei der nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung der Bandvorzugvorrichtung in an sich bekannter Weise ein Stellglied
für bleibende Verstellung und ein Stellglied für vorübergehende Verstellung zugeordnet
sind, und zwischen der Vorzugvorrichtung und der Quernahtsiegelvorrichtung eine
die Länge des Bandes zwischen diesen Vorrichtungen verändern-' de Bandschlauf envorri
chtung mit einem eine vorübergehende Verstellung durchführenden Stellglied angeordnet
ist.
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Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung und in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen: Fig. 1 einen Querschneider mit kontinuierlich arbeitendem
Vorzug und mit einer in zwei Richtungen wirkenden Registerregeleinrichtung in vereinfachter
Darstellung und Fig. 2 eine BeutelherstellvorriçhtunS mit einer in einer Richtung
wirkenden Registerregeleinrichtung für eine Schere und einen Quersiegelapparat in
verein fachter Darstellung.
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Der Querschneider nach Fig. 1 hat eine Messerwalze 10, die von einem
Motor 11 kontinuierlich angetrieben wird. Das mit Registermarken 12 versehene Band
13 wieder Messerwalze 10
von einem Vorschubwalzenpaar 14 zugeführt,
das über die Messerwalze 10, ein Kegelradpaar 15, ein stufenlos verstellbares Doppelkonusriemengetriebe
16, ein Differentialgetriebe 17 und ein weiteres Kegelradpaar 18 angetrieben wird.
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Die Phasenlage der Messerwalze 10 in Bezug zu den Registermarken 12
überwachen eine Fotozelle 20 und eine mit der Antriebswelle der Messerwalze 10 verbundene
Taktweiche 21, welche bei Abweichungen in der Phasenlage, die einen bestimmten Toleranzbereich
voreilend oder nacheilend überschreiten, äe nach der Lagerichtung positive oder
negative Signale einem Zähler 22 und einem Stellmotor 23 zuleiten.
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Beim Eingang. eines Signals überlagert der Stellmotor 23 der Antriebsbewegung
des Vorzugwalzenpaares 14 kurzzeitig über das Differentialgetriebe 17 je nach der
Polarität des Signals eine Zusatzbewegung im oder entgegen dem Uhrzeigersinn, so
daß, die Vorzuggeschwindigkeit je nach voreilender oder nacheilender Lage der Registermarken
12 in Bezug zur Messerwalze 10 kurzzeitig verkleinert bzw. vergrößert wird, um den
Registerfehler aufzuheben.
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Der Zähler 22 zählt in ununterbrochener Daktfolge ankommende Signale
gleicher Polarität und gibt bei Erreichen einer be-.
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stimmten Anzahl ein Betätigungssignal an einen, das Doppelkonusriemengetriebe
16 verstellenden Stellmotor 24.
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Rühren die gezählten Signale von einer voreilenden Phasenlage her,
ist das Ausgangssignal also positiv, verkleinert der Stellmotor 24 das Übersetzungsverhältnis
des Doppelkonusriemengetriebe 16; umgekehrt vergrößert er das über aetzungsvehältnis,
wenn das Ausgangssignal des Zählers 22 negativ ist, also die gezählten Signale von
nacheilender Phasanlage stammen. Der Zähler 22 ist mit einem Taktgeber 25
gekoppelt,
der mit der Welle der Messerwalze 10 verbunden ist. Die vom Taktgeber 25 erzeugten
Impulse stellen eine Bezugsreihe dar, die nötig ist, um eine ununterbrochene Folge
der Signale festzustellen. Treffen nämlich hin und wieder vereinzelt oder eine kleine
Folge von Signalen ein, deren Anzahl die vorbestimmte Anzahl, beispielsweise zehn,
nicht erreicht, wird der Zähler nach Ausbleiben eines Signals in Bezug zur Bezugsreihe
wieder auf null zurückgestellt.
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Bei der Beutelherstellvorrichtung nach Fig. 2 wird eine von einer
Rolle 30 ablaufende Bahn 31, V-förmig gefaltet, im Abstand ihrer Registermarken
32 mittels eines Quersiegelbackenpaares 33 quer und eines liängssiegelbackenpaares
34 entlang der Faltlinie längs gesiegelt. Von dem so gebildeten Beutelband 35 werden
von einer Schere 36 einzelne Beutel abgetrennt. Das Beutelband 35 wird von einem
Vorzugwalzenpaar 37 schrittweise um Je eine Beutelbreite vorgezogen, diesem Registermarkenabstand
entspricht. Die Schere 36, das Längssiegelbackenpaar 34 und das Quersiegelbackenpaar
33 werden von einem Motor 38 über eine Steuerwelle 39 und Kegelradpaare 40,41 und
42 so angetrieben, daß sie bei jeweils einer Umdrehung der Steuerwelle 39 einen
Arbeitszyklus ausführen.
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Zum registerhaltigen Zuftihren des Beutelbandes 35 ist der jeweilige
Drehwinkel des Vorzugwalzenpaares 37 verstellbar.
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Zu dessen Antrieb dient ein von der Steuerwelle 39 über ein Kegelradpaar
43 angetriebenes Getriebe 44 mit einer Xw?bel 45, deren Exsentrizität durch einen
Stellmotor 46 veretellbar int. ueber eine in geringem MaRe lgnga elastl¢he Xoppel
47
ist die Kurbel 45 mit einer Schwinge 48 verbunden, deren Achse
über einen Freilauf 49 eine Vorzugwalze 37 nur in einer Drehrichtung antreibt. In
den Endbereich des Drehwinkels der Schwinge 48 ist ein Anschlag 50 setzbar, der
von einem Elektromagnet 51 betätigt wird.
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Beim Umlaufen der Kurbel 45 wird die Schwinge 48 in Abhängigkeit von
der Exzentrizität der Kurbel 45 in einem bestimmten Winkelbereich hin- und herbewegt.
Dabei treibt die Schwinge 48 in der Hinbewegung die Vorzugwalze 37 in Vorzugrichtung
der Bahn an, während bei der Herbewegung die Antriebsverbindung durch den Freilauf
49 unterbrochen wird, so daß das Band 35 während dieser Bewegung stillsteht. Die
Exzentrizität der Kurbel 45 wird so eingestellt, daß das Vorzugwalzenpaar 37 das
Beutelband 35 bei Jedem Arbeitstakt um eine Länge fördert, die um einen kleinen
Betrag, beispielsweise 0,1 mm größer ist als der Sollabstand zweier Registermarken
32. Die Phasenlage der Registermarken 32 des Beutelbandes 35 zur Schere 36 wird
mit einer Fotozelle 54 überwacht. Deren Impulse werden mit Impulsen eines mit der
Steuerwelle 39 verbundenen Taktgebers 55 in einem UND-Glied 56 in Beziehung gebracht.
Der Taktgeber 55 ist so eingestellt, daß seine Impulse während des Stillstandes
des Beutelbandes 35 erzeugt werden. Tastet die Fotozelle 54 während des Stillstandes
des Beutelbands 35 keine Registermarke 32, gibt sie keinen Impuls ab. Erfaßt sie
dagegen eine Registermarke 32, leitet sie einen Impuls an das UND-Glied 56, das
bei gleichzeitigem Vorliegen eines Impulses des Taktgebers 55 ein Signal erzeugt.
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Dieses Signal wird dem Elektromagnet 51 zugeleitet, der für den nächsten
Arbeitshub der Schwinge 48 den Anschlag 50 in deren Endweg setzt, so daß die Schwinge
48 einen verkürzten Drehwinkel ausführt, wobei die Koppel 47 elastisch zusammengedrückt
wird. Durch diese Maßnahme wird das Beutelband 35 nur um eine Länge vorgezogen,
die um etwa 0,5 mm kleiner ist als der Sollabstand der Registermarken 32.
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Um die Tendenz der Registermarkenabstände zu Abweichungen zu erfassen
und zu korrigieren, werden die vom UND-Glied 56 erzeugten Signale auch einem Zähler
57 zugeleitet. Dieser Zahler ist so eingerichtet, daß er bei Erreichen einer bestimmten
Anzahl von Signale, beispielsweise fünf, die hintereinander angekommen sind, was
auf eine Verringerung des Abstandes der Registermarken 32 hinweist, ein Betätigungssignal
erzeugt, das dem Stellmotor 46 zum Verkleinern der Exzentrizität der Kurbel 45 zugeleitet
wird, so daß die Grundeinstellung für den Bandvorzug um einen bestimmten Betrag
in Richtung auf kürzere Vorzuglängen geändert wird. Wird die vorbestimmte Anzahl
von Impulsen nicht in einer Folge erreicht, wird der Zähler 57, der vom Taktgeber
55 Bezugsimpulse erhält, wieder zurückgestellt.
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Um auch die Tendenz einer Verlängerung der Abstände der Regist-ermarken
32 zu erfassen und zu korrigieren, ist dem Stellmotor 46 ein weiterer Zähler 58
vorgeschaltet, der de Impulse des Taktgliedes 55 zählt. Ein Signal. des UND-Gliedes
56 löscht jeweils die gezählte Reihe. Hat der Zähler 58 eine bestimmte Anzahl von
Impulsen gezählt, beispielsweise zehn, so erzeugt er ein Signal, das den Stellmotor
46 über eine bestimmte Zeit so einschaltet, daß die Exzentrizität der Kurbel 45
um einen bestimmten Betrag vergrößert wird. Dadurch wird die Vorzuglänge des Vorzugwalzenpaares
37 vergrößert.
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Damit auch die Quersiegelnähte durch das Quersiegelbackenpaar 33 registerhaltig
auf dem Beutelband 35 angebracht werden, - in der Entfernung der Schwere 36 von
dem Quersiegelbackenpaar 33 kann sich eine Summierung von Abweichungen der Regi
stermarkenabstände einstellen, die einen untragbaren
Registerfehler
der Quersiegelnähte zur Folge hat - wird das Beutelband 35 auch in diesem Bereich
registerhaltig geführt.
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Dazu sind zur Lagenüberwachung der Registermarken 32 eine Fotozelle66
in der Nähe des Quersiegelbackenpaares 33 und zum Verändern der Beutelbandlänge
zwischen dem Quersiegel backenpaar 33 und dem Vorzugwalzenpaar 37 drei Umlenkwalzen
60-62 zum Ausbilden einer veränderlichen Bandschlaufe angeordnet. Zwei Umlenkwalzen
60 und 62 sind an der Verbindungsebene zwischen dem Quersciegelbackenpaar 33 und
dem Vorzugwalzenpaar 37 ortsfest. Zwischen den Umlenkwalzen 60 und 62 ist eine dritte
Umlenkwalze 61 zur Verbindungsebene quer verstellbar angeordnet und mit einem Stellmotor
65 verbunden, der die Umlenkwalze 61 bei Erhalt eines Signals für den folgenden
Arbeitstakt gegen die Bandebene verstellt und danach wieder zurückstellt. Die von
den Umlenkwalzen 60 bis 62 gebildete Bandschlaufe wird durch die Verstellung der
Walze 61 um einen Betrag verkleinert, der einer Verkürzung der Länge des Beutelbandes
35 zwischen dem Quersiegelbackenpaar 33 und dem Vorzugwalzenpaar 37 um 0,5 mm entspricht.
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Zu der Registerregeleinrichtung für das Quersiegelbackenpaar 33 gehört
ferner ein mit der Fotozelle 64 und mit dem Taktgeber 55 verbundenes UNDGlied 66.
Tastet die Fotozelle 64 eine Registermarke 32 zu dem Zeitpunkt, während dessen der
Taktgeber 55 einen Impuls abgibt, leitet das UND-Glied 66 dem Stellmotor 65 ein
Signal zu, so daß dieser die Umlenkwalze 61 für den nächsten Förderhub gegen die
Bandebene verstellt. Damit wird ein Summenfehler von Registermarkenabweichungen
zwischen dem Quersiegelbackenpaar 33 und Vorzugwal;enpaar 37 korrigiert. Die Tendenz
zu Registermarkenabweichungen braucht in diesem Bereich nicht gesondert berücksichtigt
werden; sie wird von der Registerregeleinrichtung für die Schere 36 mit berücksichtigt.