DE20015540U1 - Folienwickelvorrichtung - Google Patents
FolienwickelvorrichtungInfo
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Description
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Beschreibung:
Folienwickelvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Folienwickelvorrichtung zum Umwickeln eines Ballens, insbesondere eines aus Müll, Altpapier, Altkleidern o. dgl. bestehenden Rundballens, mit zumindest einer von einer Folienrolle über eine Führung abziehbaren Folie, die an einer rollenhalterung an einem um den Ballen rotierenden Ausleger angeordnet ist.
Eine derartige Folienwickelvorrichtung ist aus der DE 195 42 618 bekannt. Diese Druckschrift ist insbesondere auf eine Halterung zum lösbaren Festklemmen der Folienrolle gerichtet. Jedoch werden hierbei auch weitere Aspekte wie die FoIien-Vorreckung vor der Umwicklung der Folie auf dem Rundballen mittels mehrerer Führungs- bzw. Vorreckwalzen beschrieben. Darüber hinaus wird auch eine Schneideinrichtung zum Abschneiden der Folie beschrieben, wobei diese Schneideinrichtung an einem Schwenkarm des Wickelkopfes angeordnet ist. Dadurch soll es möglich sein, daß die Folie nach dem Wickelvorgang an einer günstigen Position des Ballens abgeschnitten wird und die Folienenden durch weitere Drehung des Ballens angedrückt und festgeklebt werden. Mit Hilfe eines Winkelkodierers ist es zudem möglich, beim Verbrauch der Folienrollen den um den Ballen kreisenden Ausleger in eine definierte Folienrollen-Wechselposition zu drehen. Der Verbrauch der Folienrolle(n) bzw. das Folienende muß jedoch von einer Bedienperson überwacht werden.
Darüber hinaus besteht das Problem, daß insbesondere bei Umwickelung von ggf. sehr scharfkantigem Müll öfters Folienrisse auftreten können. Dies muß ebenfalls von einer Bedienperson überwacht werden, um weitere Schäden an der Folienwickelvorrichtung bzw. an den zu umwickelnden Ballen gering zu halten.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Folienwickelvorrichtung zu schaffen, bei der auf einfache Weise
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Folienrisse oder der Verbrauch der Folienrolle(n) festgestellt werden können.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Folienwickelvorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruches 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Durch die Anbringung eines Schaltelementes an der Führung der Folie, insbesondere an den zur Vorreckung der Folie vorgesehenen Führungswalzen, ergibt sich bei Folienriß oder Folienende eine Verschwenkung der Führung radial nach außen hin, so daß das Schaltelement mit einem stationär am Umlaufkreis des Auslegers angeordneten Signalgeber zusammenwirken kann. Bezogen auf einen Umlaufkreis von z. B. 3m genügt dabei eine geringe Verschwenkung radial nach außen hin um z. B. 2 cm, um den stationär angeordneten Signalgeber zu aktivieren. Dessen Signale können dann an eine Alarmvorrichtung für die Bedienperson und/oder eine automatische Abschalteinrichtung in der Maschinensteuerung weitergegeben werden.
In bevorzugter Ausführungsform ist die Führung in Form eines Schwenkarmes zudem federbeaufschlagt, so daß sich bei Folienriß oder Folienende neben der auf die Führung wirkenden Zentrifugalkraft auch eine Federbeaufschlagung radial nach außen hin ergibt. Hierdurch wird die Schaltgenauigkeit insbesondere bei langsamen Umlaufgeschwindigkeiten des Auslegers weiter verbessert. Bevorzugt ist dabei die Schwenkachse des Schwenkarmes achsgleich mit einer der Vorreck- oder Führungswalzen ausgebildet, so daß sich eine weitere Reduzierung des Bauaufwandes ergibt.
Das Schaltelement und der damit im Bedarfsfall zusammenwirkende Signalgeber arbeiten vorzugsweise nach dem Induktivprinzip. Jedoch ist auch eine mechanische, optische oder magnetische Signalauslösung durch das Schaltelement denkbar.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Folienwickelvorrichtung anhand der Zeichnung näher erläutert und beschrieben. Hierbei zeigen:
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Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Folienwickelvorrichtung zum
Umwickeln eines Ballens;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Ausleger-Endes mit dem
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Ausleger-Endes mit dem
sog. Wickelkopf und der Folienhalterung; Fig. 3 eine Abbildung entsprechend Fig. 2, jedoch in der
Schalt- bzw. Signalstellung; und Fig. 4 eine Seitenansicht gemäß der Schnittlinie X-X in Fig. 2.
In Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine Folienwickelvorrichtung 1 zum Umwickeln eines Ballens B dargestellt, insbesondere eines aus Müll, Altpapier, Altkleidern oder ähnlichen Materialien bestehenden Rundballens mit einer Folie 3. Diese Folie 3 ist von einer Folienrolle 2 über eine Führung 6 abziehbar, die ebenso wie eine Folienhalterung 4 für die Folienrolle 2 am äußeren Ende eines Auslegers 5 angeordnet ist. Es sei darauf hingewiesen, daß bei einem sog. Doppelwickler an beiden Enden des Auslegers 5 derartige sog. Wickelköpfe angeordnet sein können, um den Umwickelungsvorgang zu beschleunigen. Wie beim eingangs genannten Stand der Technik umkreisen somit die Wickelköpfe an den Enden des Auslegers 5 den Ballen B, der sich vorzugsweise dabei um eine horizontale Achse dreht, um eine schichtweise Umwickelung des Ballens B zu erreichen.
Neuerungsgemäß ist an der Führung 6 ein Schaltelement 7 angeordnet, vorzugsweise in Form einer einfachen Schaltfahne 7a (vgl. Fig. 2 und 4). Dieses Schaltelement 7 schwenkt zusammen mit der Führung 6 bei Folienabriß oder Folienende radial nach außen und wirkt dabei mit einem stationär am Umlaufkreis 5a des Auslegers 5 angeordneten Signalgeber 8 zusammen. Der Signalgeber 8 ist dabei vom Umlaufkreis 5a geringfügig beabstandet, beispielsweise ca. 15 mm bei einem Umlaufkreis 5a des Auslegers 5 von beispielsweise 3 m. Bei Abriß der Folie 3, beispielsweise zwischen dem Ballen B und der Folienrolle 2, schwenkt die Führung 6 zusammen mit dem Schaltelement 7 radial nach außen, so daß dieses in Form der Schaltfahne 7a mit dem Signalgeber 8 zusammenwirkt (vgl. insbesondere Fig. 3).
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Die Führung 6, insbesondere in Form von mehreren Führungswalzen 6b (vgl. Fig. 4) ist bevorzugt von einer Feder 9 beaufschlagt, hier einer Zugfeder, die bei Folienriß oder Folienende die Führung 6 nach außen hin zum Signalgeber 8 verschwenkt.
Die Führung 6 ist bevorzugt als Schwenkarm 6a ausgebildet, der wenigstens eine Führungswalze 6b (vgl. Fig. 4) trägt und ein Übersetzungsgetriebe für die Vorreckwalzen aufnimmt. Insbesondere ist dieser Schwenkarm 6a dabei als sog. Reckschwinge mit zwei Führungswalzen 6b ausgebildet, um die die Folie 3 in einer S-Form herumgeführt ist, um dann ggf. über weitere Vorreckwalzen die gewünschte Folien-Vorreckung und -Vorspannung zu erreichen. Bei Folienabriß oder Folienende nimmt diese Vorspannung abrupt ab, so daß dann der Schwenkarm 6a unter Wirkung der Zentrifugalkraft bzw. der Vorspannung der Feder 9 nach außen hin zum Signalgeber 8 schwenkt.
Der Signalgeber 8 arbeitet bevorzugt nach dem Induktivprinzip. Jedoch sind auch andere Arten der Signalerfassung möglich. Hierbei reicht i. a. ein einziger Signalgeber 8 am Umlaufkreis 5a des Auslegers 5 aus. Jedoch können auch mehrere derartiger Signalgeber 8 entlang des Umlaufkreises 5a des Auslegers 5 angeordnet sein, um eine möglichst rasche Alarmgebung oder Abschaltung zu erzielen.
In Fig. 2 und 3 sind dabei die Ausgangsstellung im Wickelbetrieb einerseits und die Schaltstellung andererseits bei Folienriß oder Folienende dargestellt. Wie ersichtlich, schwenkt hierbei die Schaltfahne 7a an dem Schwenkarm 6a um die mit der Führungswalze 6b achsgleiche Schwenkachse 6c nach außen (vgl. Fig. 3), um den Signalgeber 8 zu betätigen. Hierbei ist auch die Anordnung des Signalgebers 8 an einem Rahmengestell 11 der Folienwickelvorrichtung 1 angedeutet, das auch zur Lagerung des Auslegers 5 und zur Anbringung von Gehäuseteilen um die Folienwickelvorrichtung 1 herum dient.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht gemäß der Schnittlinie X-X in Fig. 2. Hieraus ist die Ausbildung der Führungswalze 6b
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entsprechend der Folienbreite ersichtlich, ebenso ein stiftartiger Anlenkpunkt 9a für die Feder 9. Der Aufbau der Führungswalze 6b und des Getriebes zur Vorreckung der Folie 3 ist hierbei im wesentlichen ähnlich wie bei dem eingangs genannten Stand der Technik, so daß eine weitere Beschreibung hierzu entbehrlich ist. Es sei lediglich darauf hingewiesen, daß die Schwenkachse 6c des Schwenkarmes 6a zur Lagerung der hier dargestellten Vorreck- bzw. Führungswalze 6b achsgleich ausgeführt ist, so daß der Bauaufwand besonders gering ist.
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Claims (10)
1. Folienwickelvorrichtung zum Umwickeln eines Ballens, insbesondere eines aus Müll, Altpapier, Altkleidern o. dgl. bestehenden Rundballens, mit zumindest einer von einer Folienrolle über eine Führung abziehbaren Folie, die an einer Folienhalterung an einem um den Ballen rotierenden Ausleger angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (6) ein Schaltelement (7) trägt, das bei Folienriß oder Folienende radial nach außen schwenkbar gelagert ist und mit einem stationär am Umlaufkreis (5a) des Auslegers (5) angeordneten Signalgeber (8) zusammenwirkend ausgebildet ist.
2. Folienwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (6) von einer Feder (9) radial nach außen hin beaufschlagt ist.
3. Folienwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (9) durch eine Zugfeder gebildet ist, die die Führung (6) radial nach außen hin beaufschlagt.
4. Folienwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (6) als Schwenkarm (6a) ausgebildet ist, der wenigstens eine Führungswalze (6b) trägt.
5. Folienwickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (6a) als Reckschwinge mit zwei Führungswalzen (6b) ausgebildet ist.
6. Folienwickelvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (6c) des Schwenkarmes (6a) achsgleich mit einer Führungswalze (6b) angeordnet ist.
7. Folienwickelvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (7) als Schaltfahne (7a) ausgebildet ist, die am Umfang des Schwenkarmes (6a) angeordnet ist.
8. Folienwickelvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltfahne (7a) mit einem Induktivtaster (8a) als Signalgeber (8) zusammenwirkend ausgebildet ist.
9. Folienwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der stationäre Signalgeber (8) mit einer Alarmvorrichtung und/oder einer Abschalteinrichtung (10) verbunden ist.
10. Folienwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber (8) an einem den Ausleger (5) lagernden Rahmengestell (11) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20015540U DE20015540U1 (de) | 2000-09-07 | 2000-09-07 | Folienwickelvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20015540U DE20015540U1 (de) | 2000-09-07 | 2000-09-07 | Folienwickelvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20015540U1 true DE20015540U1 (de) | 2001-04-12 |
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ID=7946210
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| DE20015540U Expired - Lifetime DE20015540U1 (de) | 2000-09-07 | 2000-09-07 | Folienwickelvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20015540U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1310154A1 (de) | 2001-11-09 | 2003-05-14 | Lely Enterprises AG | Vorrichtung zum Umhüllen von Körpern, insbesondere von Erntegutballen |
| EP1310153A1 (de) | 2001-11-09 | 2003-05-14 | Lely Enterprises AG | Vorrichtung zum Umhüllen von Körpern, insbesondere von Erntegutballen |
| EP1502496A1 (de) * | 2003-07-30 | 2005-02-02 | Deere & Company | Vorrichtung zur Überwachung des Laufs von bahnförmigem Material |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3150627C2 (de) | 1981-03-31 | 1990-10-04 | Infra Pak (Dallas), Inc., Dallas, Tex., Us | |
| US5163264A (en) | 1990-06-06 | 1992-11-17 | Develog, Reiner Hannen & Cie | Apparatus for winding a stretchable foil around a stack of articles |
| DE19755605C1 (de) | 1997-12-15 | 1999-08-26 | Krone Bernhard Gmbh Maschf | Vorrichtung zum kontinuierlichen und luftdichten Umhüllen von Körpern |
-
2000
- 2000-09-07 DE DE20015540U patent/DE20015540U1/de not_active Expired - Lifetime
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