DE20014537U1 - Rammschutzvorrichtung für Zugkupplungen von Kraftfahrzeug-Anhängerdeichseln - Google Patents
Rammschutzvorrichtung für Zugkupplungen von Kraftfahrzeug-AnhängerdeichselnInfo
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Description
235 G 94
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im* Rammschutzvorrichtung für Zugkupplungen von Kraftfahrzeug-
Anhängerdeichseln
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Die Erfindung betrifft eine Rammschutzvorrichtung für Zugkupplungen von Kraftfahrzeug-Anhängerdeichseln.
Kraftfahrzeuganhänger wie beispielsweise Wohnwagen, Bootsund Marktanhänger werden meistens mittels einer Kugelkopfkupplung am Kraftfahrzeug angehängt. Zum Anhängen wird das Kraftfahrzeug meist rückwärts an den Anhänger herangefahren, bis nur mehr ein relativ kurzer Abstand zur Zugkupplung des Kraftfahrzeuganhängers vorhanden ist. Anschließend wird der Kraftfahrzeuganhänger manuell an das Kraftfahrzeug herangezogen und die Zugkupplung auf den Kugelkopf des Zugfahrzeugs gehoben. Problematisch ist hierbei, dass der Kraftfahrzeuganhänger aufgrund seiner 5 Masseträgheit häufig nur schwer wieder im richtigen Augenblick zu stoppen ist. Es besteht deshalb die Gefahr, dass die Zugkupplung das Heck des Zugfahrzeugs rammt und dieses beschädigt. Weiterhin1 besteht eine potentielle Verlet-
zungsgefahr im Bereich der Zugkupplung, da diese das am weitesten nach vorne vorstehende Teil des Kraftfahrzeuganhängers darstellt und aus einem stabilen Blechteil mit seitlich nach außen abgebogenen Rändern gebildet ist.
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Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine Rammschutzvorrichtung für Zugkupplungen zu schaffen, welche das Risiko einer Beschädigung des Kraftfahrzeugs und einer Verletzung von Personen auf wirkungsvolle Weise verhindert und darüber hinaus einfach und kostengünstig aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Bei der erfindungsgemäßen Rammschutzvorrichtung ist ein haubenförmiges, an die Form des vorderen Endes der Zugkupplung angepasstes Rammschutzelement aus elastischem Material vorgesehen, welches das vordere Ende der Zugkupplung bedeckt.
Kann der Kraftfahrzeuganhänger beim Heranziehen an das Zugfahrzeug nicht rechtzeitig abgebremst werden, so absorbiert das erfindungsgemäße Rammschutzelement beim Auftreffen auf das Heck oder die Stoßstange des Zugfahrzeugs die Aufprallenergie auf wirkungsvolle Weise aufgrund der elastischen Deformation seines Materials. Durch das Rammschut zelement wird somit eine Art "Knautschzone" am vorde-0 ren Ende der Zugkupplung geschaffen. Beschädigungen am
Heck oder der Stoßstange des Zugfahrzeugs können daher verhindert oder stark gemindert werden. Von weiterem Vorteil ist es, dass im abgestellten Zustand des Kraftfahrzeuganhängers das Verletzungsrisiko für Personen im Bereich der Zugkupplung vermindert wird.
Eine sehr einfache und kostengünstig herzustellende Ausführungsform ergibt sich, wenn das Rammschutzelement mittels einer Schraubverbindung lösbar an der Zugkupplung befestigt ist. Eine derartige Schraubverbindung kann beispielsweise aus einer die vordere Stirnwand des Rammschutzelementes durchdringenden Schraube bestehen, die in das vordere stirnseitige Ende der Zugkupplung einschraubbar ist und dort beispielsweise mittels eines Spreizdübels gehalten wird.
Zweckmäßigerweise weist das Rammschutzelement auf seiner Innenseite seitliche Führungsnuten auf, in die seitlich nach außen vorstehende Seitenränder der Zugkupplung eingreifen. Auf diese Weise kann das Rammschutzelement von vorne auf die Zugkupplung aufgeschoben werden, wobei die seitlich nach außen abgebogenen Randbereiche der Zugkupplung in die Führungsnut eingreifen und das Rammschutzelement gegen ein Abheben nach oben zusätzlich sichern sowie einen sicheren Sitz des Rammschutzelementes auf der Zugkupplung gewährleisten.
Vorteilhafterweise weist das Rammschutzelement seitliche Aussparungen auf, in die seitliche Gelenkbolzen einer Zugkupplungsarretierungseinrichtung eingreifen. Hierdurch
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wird eine zusätzliche formschlüssige Halterung geschaffen, welche den festen Sitz des Rammschutzelementes auf der Zugkupplung nochmals verbessert.
Zweckmäßigerweise besteht das Rammschutzelement aus einem nachgiebigen, elastischen Kunststoffmaterial, das insbesondere auf seiner vorderen Stirnseite eine ausreichende Dicke aufweist, um sich genügend weit elastisch verformen zu können.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielshaft näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 : die erfindungsgemäße Rammschutzvorrichtung zusammen mit dem vorderen Endbereich der
Zugkupplung schematisch im Längsschnitt, wobei die Rammschutzvorrichtung in einer von der Zugkupplung etwas abgehobenen Stellung dargestellt ist, &phgr; 20
Figur 2 : die Rammschutzvorrichtung und Zugkupplung
von Figur 1 in montiertem Zustand;
Figur 3 : die Rammschutzvorrichtung und Zugkupplung von Figur 2 in der Draufsicht;
Figur 4 : einen Längsschnitt durch die Rammschutzvorrichtung in Einzeldarstellung;
Figur 5 : einen Längsschnitt durch die Rammschutz-
vorrichtung von Figur 4, wobei die Schraubverbindung explosionsartig dargestellt ist;
Figur 6 : eine Draufsicht auf die Rammschutzvorrichtung von Figur 5; und
Figur 7 : eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Rammschutzvorrichtung.
In den Figuren 1 bis 3 ist schematisch das vordere Ende einer Anhängerdeichsel mit einer Zugkupplung 1 sowie ein Rammschutzelement 2 gezeigt, das auf den vorderen Endbereich der Zugkupplung aufgesteckt und dort befestigt werden kann.
Die Zugkupplung 1 besteht in bekannter Weise aus einem stabilen Blechteil und ist so ausgebildet, dass sie auf einen nicht dargestellten Kugelkopf einer Kugelkopfkupplung eines Kraftfahrzeugs aufgesetzt und dort mittels eines nicht dargestellten, schwenkbaren Sperrhebels einer Zugkupplungsarretierungseinrichtung arretiert werden kann. Obwohl aus den Figuren 1 und 2 nicht ersichtlich, weist die Zugkupplung 1 in ihrem vorderen Endbereich bekanntermaßen eine Kalottenform auf, die an die Kugelform des Kugelkopfes angepasst ist. Die vordere Stirnwand 3 der Zugkupplung 1 hat eine dickere Wandstärke als deren oberer Bereich und deren Seitenbereiche und weist eine in Längsrichtung verlaufende Bohrung 4 auf, in die ein Spreizdübel 0 5 eingesetzt werden kann.
Das Rammschutzelement 2 besteht aus elastischem Kunststoff material und weist eine haubenförmige Form auf. Es erstreckt sich somit vom vordersten Ende der Zugkupplungskalotte sowohl über deren Oberseite als auch über deren beiden Seitenflächen nach hinten. Die Innenwände des Rammschutzelements 2 sind an die Außenkonturen der Zugkupplung 1 derart angepasst, dass das Rammschutzelement 2 im aufgeschobenen Zustand, wie aus Figur 2 ersichtlich, dicht an den Außenwänden der Zugkupplung 1 anliegt. Weiterhin ist das Rammschutzelement 2 auf seiner Ober- und Vorderseite, sowie an den beiden Seitenflächen geschlossen ausgebildet, wobei lediglich in der vorderen Stirnwand 6 eine zentrale Durchgangsbohrung 7 und in den beiden Seitenwänden 8, 9 zwei gegenüberliegende Löcher 10 vorgesehen sind. Die Durchgangsbohrung 7 fluchtet zur Bohrung 4 der Zugkupplung 1 und dient zum Einführen einer Schraube 11, die in der Form einer Inbusschraube ausgeführt ist. An ihrem vorderen Ende weist die Durchgangsbohrung 7 eine Senkbohrung 12 auf, die bedeutend tiefer, beispielsweise zweimal so tief, wie der Schraubenkopf der Schraube 11 ist.
Zur Befestigung des Rammschutzelements 2 in axialer Richtung wird der Spreizdübel 5 in die Bohrung 4 der Zugkupplung 1 eingesetzt, wie aus Figur 2 ersichtlich, wobei der Spreizdübel 5 zweckmäßigerweise nach vorne noch in die Durchgangsbohrung 7 des Rammschutzelements 2 hineinragt. Anschließend wird die Schraube 11 durch die Durchgangsbohrung 7 hindurch in den Spreizdübel 5 eingeschraubt, wodurch dieser radial auseinandergespreizt und fest in der 0 vorderen Stirnwand 3 verankert wird. Im eingeschraubten
Zustand verschwindet der Schraubenkopf der Schraube 11 zusammen mit einer Beilagscheibe 13 vollständig in der Senkbohrung 12, wobei das Kunststoffmaterial nach vorne über den Schraubenkopf übersteht. Die Schraube 11 zieht das Rammschutzelement 2 fest gegen die vordere Stirnwand 3 der Zugkupplung 1.
Nach unten hin ist das Rammschutzelement 2 derart ausgespart, dass die untere Einfuhröffnung der Zugkupplung 1 für den Kugelkopf nicht verengt oder verkleinert wird. Die Seitenwände 8, 9 weisen auf ihrer Innenseite im unteren Bereich jeweils eine in Längsrichtung verlaufende Führungsnut 14 auf (Figuren I1 4 und 5). Diese Führungsnuten 14, die sich über die gesamte Länge der Seitenwände 8, 9 bis hin zur vorderen Stirnwand 6 erstrecken, sind auf gleicher Höhe wie die seitlich nach außen umgebogenen unteren Randbereiche der Zugkupplung 1 angeordnet, die in die Führungsnuten 14 eingreifen, wenn das Rammschutzelement 2 auf die Zugkupplung 1 aufgeschoben wird. Hierdurch wird das Rammschutzelement 2 zusätzlich in seinem unteren Bereich an der Zugkupplung 1 fixiert.
Die seitlichen Löcher 10 befinden sich im montierten Zustand des Rammschutzelements 2 an derselben Stelle wie die üblicherweise seitlich nach außen etwas vorstehenden, nicht dargestellten Gelenkbolzen, welche die Schwenkachse für eine nicht dargestellte, schwenkbare Zugkupplungsarretiereinrichtung bilden. Diese Gelenkbolzen ragen somit in die seitlichen Löcher 10 hinein und arretieren auf diese Weise das Rammschutzelement 2 zusätzlich an der Zugkupplung 1.
Weiterhin kann, wie insbesondere aus Figur 7 ersichtlich, das Rammschutzelement 2 insbesondere im Bereich seiner vorderen Stirnwand 6 auf Höhe der Durchgangsbohrung 7 einen horizontalen, zurückversetzten Bereich 15 aufweisen, der sich auch weiter längs der Seitenwände 8, 9 erstrecken kann. Dieser zurückversetzte Bereich 15 in der vorderen Stirnwand 6 bewirkt, dass das Rammschutzelement 2 beim Aufprall auf das Heck oder die Stoßstange des Kraftfahrzeugs zunächst lediglich mit derjenigen Fläche des Stirnbereichs auftrifft, die sich oberhalb und unterhalb des zurückversetzten Bereiches 15 befindet, d.h. mit einem reduzierten Flächenbereich, der anfänglich eine weichere Verformung ermöglicht.
Abweichend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist es auch ohne weiteres möglich, andere Schraubverbindungen zur Festlegung des Rammschutzelements 2 an der Zugkupplung 1 zu verwenden. Weiterhin ist es auch denkbar, das Rammschutzelement 2 auf die Zugkupplung 1 aufzukleben.
Zweckmäßigerweise erstreckt sich das Rammschutzelement 2 nach hinten über den gesamten Kalottenbereich der Zugkupplung 1, so dass Länge und Breite des Rammschutzelements 2 annähernd gleich sind. Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, das Rammschutzelement 2 weiter nach hinten zu verlängern, falls dies beispielsweise aus Befestigungsgründen oder designerischen Gründen als erwünscht angesehen werden sollte.
Claims (8)
1. Rammschutzvorrichtung für Zugkupplungen von Kraftfahrzeug-Anhängerdeichseln, gekennzeichnet durch ein haubenförmiges, an die Form des vorderen Endes der Zugkupplung (1) angepasstes Rammschutzelement (2) aus elastischem Material, welches den vorderen Endbereich der Zugkupplung (1) bedeckt.
2. Rammschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rammschutzelement (2) lösbar an der Zugkupplung (1) befestigt ist.
3. Rammschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rammschutzelement (2) mittels einer Schraubverbindung an der Zugkupplung (1) befestigbar ist.
4. Rammschutzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung aus einer die vordere Stirnwand (6) des Rammschutzelements (2) durchdringenden zentralen Schraube (11) besteht, die in die vordere Stirnwand (3) der Zugkupplung (1) einschraubbar ist.
5. Rammschutzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Schraube (11) und Zugkupplung (1) über einen in einer Bohrung (4) der Zugkupplung (1) angeordneten Spreizdübel (5) erfolgt.
6. Rammschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rammschutzelement (2) auf seiner Innenseite seitliche Führungsnuten (14) aufweist, in die seitlich nach außen vorstehende Seitenränder der Zugkupplung (1) eingreifen.
7. Rammschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rammschutzelement (2) seitliche Löcher (10) aufweist, in die seitliche Gelenkbolzen einer Zugkupplungsarretiereinrichtung eingreifen.
8. Rammschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rammschutzelement (2) aus einem nachgiebigen, elastischen Kunststoffmaterial besteht.
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| R163 | Identified publications notified |
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