DE20011952U1 - Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten - Google Patents
Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder GerätenInfo
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Description
Elektronik
Gewerbepark Lindach B8
84489 Burghausen
84489 Burghausen
Die vorliegende Erfindung dient zur Sicherung und Verwaltung von Werkzeugbeständen in Betrieben, auf Baustellen oder in Werkstätten oder an vergleichbaren Stätten, wo mit fremden Werkzeugen gearbeitet wird. Es wird mit der Erfindung angestrebt, eine große Werkzeugmengen zu verwalten und eine Fluktuation oder den Diebstahl von Werkzeug zu verhindern oder zu mindest zu minimalisieren.
Jährlich entsteht vielen Unternehmen ein großer Schaden durch Verlust von Werkzeugen und anderen Gerätschaften. Dies ist auf eine unberechtigte Werkzeugentnahme oder „vergessene" Rückgabe von Werkzeugen und dies wiederum auf eine mangelhafte Verwaltung oder Kontrolle der im Umlauf befindlichen Werkzeuge zurückzuführen.
Außerdem verlangt eine lückenlose Verwaltung von Werkzeugentnahme und Rückgabe ohne Systemunterstützung einen großen Personalaufwand. Eine zumindest periodisch vorzunehmende Inventur bedeutet einen großen zeitlichen und finanziellen Aufwand, gegebenenfalls sogar eine Betriebsunterbrechung.
Es gibt zahlreiche Vorschläge, wie Werkzeuge in der automatischen Fertigung so codiert werden können, damit sie im Automaten selbsttätig gewechselt werden können. Es sind Schlüsselkästen bekannt, in denen codierten Schlüssel einem Überwachungssystem unterworfen sind (DE 41 01 211 A1). Bank - Mietfachanlagen werden überwacht ( DE 41 22 716 A1).
Demgegenüber ist es im obigen Sinne Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine komplette und lückenlose Sicherung des Werkzeugbestandes verfügbar zu machen, die ferner eine permanente und jederzeit abrufbare Inventur ermöglicht.
Durch die DE 197 22 121 A1 ist eine Vorrichtung zur Kennzeichnung und automatischen Identifikation von Werkzeugen bekannt. Hierbei handelt es sich aber kodifizierte Rotationswerkzeuge für eine Werkzeugmaschine, um den Werkzeugwechsel auf dieser Maschine zu rationalisieren. Eine Sicherheitsund Verwaltungsfunktion ist hierbei nicht gegeben.
Die allgemeine erfinderische Lösung des Problems besteht darin, jedem Werkzeug einer Werkzeugsammlung in einem Werkzeugraum, einem Werkzeugkasten oder einem Werkzeugbrett einen festen
Ablageplatz zu zuordnenden und mit einem Transponder zu versehen, der mit einem am Ablageplatz angeordneten Empfänger zum Austausch von Signalen koppelbar ist. Dadurch lässt sich ständig und permanent kontrollieren, ob ein Werkzeug am Platz oder im Betrieb ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind auch zugelassenen Benutzern von Werkzeugen Transponder zugeordnet, mit denen der Zugang zur Werkzeugverwahrung nur möglich ist.
Der Diebstahl von Werkzeugen wird unmöglich. Es findet eine lückenlose Registrierung von Werkzeugentnahmeund Rückgabevorgängen statt. Die kontaktlose Sicherung der Werkzeuge wird durch eine Transpondertechnik möglich. Es ergeben sich Personaleinsparungen im Bereich der Werkzeugverwaltung. Aktuelle Werkzeug-Inventarlisten sind ständig verfügbar. Für feststellbare objektive Verluste sind automatische Nachbestellungen möglich.
Ferner fallen kostspielige und zeitintensive Inventuren weg. Es kann sofort festgestellt und kontrolliert werden, welche Werkzeuge sich wo befinden oder befinden sollten, sowie wer welche Werkzeuge entnommen hat. Der Bestand einzelner Werkzeugtypen ist jederzeit feststellbar. Es lassen sich Statistiken zum Bestand, Verschleiß, Verlusten, Kosten usw. auf Knopfdruck erstellen.
Weiter Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten, grob vereinfachten und schematischen Ausführungsbeispiels sowie aus den Ansprüchen.
Es zeigen:
Figur 1 eine schematische perspektivische Übersicht und Figur 2 im schematischen Schnitt ein Detail.
Werkzeuge 12 werden im Normalfall in Werkzeugkästen 10 oder an eine Werkzeugwand aufbewahrt. Für jedes einzelne Werkzeug 12 ist ein bestimmten, nur diesem Werkzeug 12 zugeordneter Platz 14 vorgesehen, an dem sich eine für dieses Werkzeug geeignete Aufhängung 16 befindet. In den meisten Fällen sind Aufhängungen 16 Befestigungen in Form von Haken oder ähnlichen Mechaniken.
Jedes Werkzeug 12 enthält in seinem Inneren einen in Figur 2 schematisch wiedergegebene Transponder 20. Der Transponder 20 enthält einen programmierbaren Sender 22, gegebenenfalls eine Stromversorgung 24 und eine Sendespule 26. Dieser Transponder 20 ist im Werkzeug 12 in Bezug auf seinen Platz 14 und die zugehörige Aufhängung 16 so angeordnet, dass seine Sendespule 26 mit einer am Platz 14 angeordnete Empfängerspule 30 korrespondiert. Jede einzelne Empfängerspule 30 ist mit einem Netzwerk 32 verbunden und von dort über eine Verbindung 34 mit einem Rechner 40. Die Sendespule 26 kann auch im Werkzeug ohne Stromversorgung als passives Bauelement nur
dann aktivierbar sein, wenn das Werkzeug 12 im Werkzeugkasten 10 an richtiger Ort und Stelle an seinem Platz 14 dort induktiv mit der weitern Antenne oder Spule 30 verbunden ist.
Die Sicherung der Werkzeuge erfolgt mithin mit Hilfe durch Transponder 20, die in die Werkzeuge 12 integriert werden. Diese Transponder20 lassen sich auch so ausgestalten, dass eine kontaktlose Identifikation ohne den Aufwand einer Spannungsversorgung in Form einer Batterie oder einer anderen Quelle erbringen zu müssen, da sie nur im Werkzeugkasten 10 über die Spule 30 in Verbindung mit dem Rechner 40 gebracht werden. Damit können die Transponder 20 sehr klein in den Abmaßen gehalten werden können und sich kostengünstig herstellen lassen. Die Zusatzkosten pro Werkzeug 12 lassen liegen sicherlich unter DM 5,00. Die Integration der Transponder 20 mit einem Werkzeug kann durch Vergießen in ein Kunststoffteil des Werkzeugs 12 z.B. den Griff erfolgen, oder durch Anbringen einer nachträglichen Sicherung in Form eines Ringes oder durch ein auf das jeweilige Werkzeug angepasstes Sicherungsteil mit integriertem Transponder 20.
Vorzugsweise enthält jeder Transponder 20 eine 128 Bit große Information über zumindest:
• Art des Werkzeugs
• Typ und gegebenenfalls Größe des Werkzeugs
• Weitere Information die den Hersteller, Nachtlieferanten und dessen Informationen (Bestellnummer usw.) umfassen
• Eine laufende Seriennumrner,
• Eine Angabe über den normalen Ablageplatz.
Die Transponder 20 können auch individuell auch individuell programmierbar sein, um bei Bedarf zusätzliche relevante Daten ablegen zu können. Die Reichweite eines Transponders 20 kann je nach Abstimmung der Antennen 26 und 30 im Bereich von 0 bis 10 cm liegen.
Das Werkzeug 12 mit einer Sicherung gemäß der vorliegenden Erfindung befindet sich normalerweise an einem Haken 16 vor einer Antennenspule 30, deren Zustand wiederum auf das Netzwerk 32, dann zu dem Rechner 40, gemultiplext wird.
Über den Rechner 40 kann nun jede Werkzeugposition in Form der dort angebrachten Spule 30 individuell auf folgende Zustände kontrolliert werden:
• befindet sich das betreffende Werkzeug 12 an seinem Haken 16,
• welche Werkzeuge 12 befinden sich zur Zeit im Werkzeugkasten 10
• wurde ein Werkzeug 12 wann weggenommen ?
• wurde ein Werkzeug 12 wann zurückgegeben?
• · · a
Diese Informationen stellt das Netzwerk für eine Administrationssoftware auf dem Rechner 40 bereit. Die Daten vom Werkzeugkasten 10 bzw. der Werkzeugwand lassen sich über die Verbindung 32 drahtlos (Funk in einem ISM Band) seriell oder über eine Netzwerkverbindung bereitstellen.
Jeder Mitarbeiter, der berechtigt ist, Werkzeuge 12 zu beleihen, bekommt einen Schlüssel 42. Dieser Schlüssel 42 verfügt ebenfalls über einen Transponder der alle relevanten Daten über den Schlüsselträger beinhaltet. Ein Mitarbeiter kann einen Werkzeugkasten, Werkzeugschrank 10 oder einen Werkzeugraum nur mit seinem entsprechend codierten Schlüssel 42 öffnen. Dabei wird dieser Schlüssel im Rechner 40 registriert und die Daten des Schlüsselhalters für die Administrationssoftware bereitgestellt.
Es wird der Vorgang einer Werkzeugentnahme am Beispiel eines Werkzeugkastens 10 erläutert.
. Ein Mitarbeiter steckt seinen Transponderschlüssel 42 in ein Schloss 44 des Werkzeugkastens 10. Vom Werkzeugkasten 10 erfolgt eine Anfrage an den Administrationsserver 40 ob der Mitarbeiter berechtigt ist den Kasten 10 zu öffnen.
2. Der Mitarbeiter kann den Werkzeugkasten 10 öffnen, wenn er dazu berechtigt ist.
3. Der Mitarbeiter entnimmt die Werkzeuge 12, die er braucht. Der Werkzeugkasten 10 „weiß" mittels des Empfängers 30 hinter jedem Platz 14 im Werkzeugkasten 10 zu jeder Zeit, was der Mitarbeiter entnimmt
4. Der Mitarbeiter hat die Werkzeuge 12 dem Werkzeugkasten 10 entnommen und verschließt diesen wieder. Wird der Schlüssel wieder „abgezogen", „weiß" der Kasten 10, was und wie viel der Mitarbeiter entnommen hat Diese Informationen gibt der Werkzeugkasten 10 an die Administrationssoftware im Rechner 40 weiter.
5. Die Administrationssoftware bucht die entnommenen Werkzeuge 12 einem Werkzeugkonto des Mitarbeiters zu.
Der Vorgang einer Werkzeugrückgabe wird am Beispiel des Werkzeugkastens 10 wie folgt erläutert:
1. Ein Mitarbeiter steckt seinen Transponderschlüssel 42 in das Schloss 44 des Werkzeugkastens 10. Der Werkzeugkasten 10 richtet eine Anfrage an den Administrationsserver 40, ob der Mitarbeiter berechtigt ist, den Kasten 10 zu öffnen. Der Mitarbeiter kann den Werkzeugkasten 10 öffnen, wenn er dazu berechtigt ist.
2. Der Mitarbeiter gibt Werkzeuge 12 in den Kasten 10 zurück. Der Werkzeugkasten 10 „weiß" durch die Empfänger 30 hinter jedem Werkzeugplatz 14 zu jeder Zeit, was der Mitarbeiter im Werkzeugkasten 10 ablegt.
3. Der Mitarbeiter hat Werkzeuge 12 in den Werkzeugkasten lOzurückgegeben und verschließt diesen wieder. Wird der Schlüssel 41 wieder „abgezogen", „weiß" der Kasten 10, was und wie viel der Mitarbeiter zurückgegeben hat. Diese Informationen wird vom Werkzeugkasten 10 an die Administrationssoftware weitergeleitet.
•♦·
4. Die Administrationssoftware bucht die zurückgegeben Werkzeuge 12 im Werkzeugkonto des Mitarbeiters ab.
Gibt ein Mitarbeiter Werkzeuge 12 zurück und entnimmt gleichzeitig wieder ein anderes Werkzeug 12, so kann dies zu jeder Zeit problemlos vom Werkzeugkasten 10 festgestellt werden, da dieser zu jeder Zeit erkennt, welches Werkzeug 12 wo hängt oder wo es gehangen hat. Gleichzeitige Entnahmen und Rückgaben werden nach dem Abschließen des Werkzeugkastens 10, wie zuvor beschrieben, im Werkzeugkonto verbucht.
Durch die erfindungsgemäße Transpondertechnik ist eine lückenlose und permanente Verwaltung des gesamten Werkzeuginventars möglich.
Es besteht des Weiteren die Möglichkeit, durch verschiedenen Sicherheitsstufen die Toleranz bei der Werkzeugentnahme und Rückgabe zu beeinflussen.
Die Mitarbeiter müssen nur die Menge an Werkzeugen 12 zurückbringen die sie entnommen haben, nicht genau jene Werkzeuge 12, die sie entnommen haben. Diese Sicherheitsstufe ist sinnvoll bei Massenwerkzeugen wie Schraubenziehern die in großen Stückzahlen im Umlauf sind und leicht unter Mitarbeitern vertauscht werden können.
Die Mitarbeiter müssen genau jenes Werkzeug 12 zurückbringen, welches sie entnommen haben. Diese Sicherheitsstufe ist bei teuren SpezialWerkzeugen sinnvoll.
Die Dauer der Verwendung eines Werkzeuges 12 kann eingestellt werden. Benutzt ein Mitarbeiter ein Werkzeug 12 länger als erlaubt, erfolgt eine Benachrichtigung.
An den Werkzeugkästen 10 können Eingabeterminals mit einem Display angebracht werden, mit denen der Inhalt des Werkzeugkastens 10 kontrolliert werden kann bzw. ersichtlich ist, welche Werkzeuge 12 sich im Kasten 10 befinden und welche nicht. Außerdem kann an diesem Eingabeterminal in Erfahrung gebracht werden, welcher Mitarbeiter ein Werkzeug entnommen hat um es evtl. von diesem zu beleihen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten, dadurch gekennzeichnet dass jedem Werkzeug (12) einer Werkzeugsammlung (10) in einem Werkzeugraum, einem Werkzeugkasten oder einem Werkzeugbrett einen festen Ablageplatz (14) zugeordnet und mit einem Transponder (20) versehen ist, der mit einem am Ablageplatz (14) angeordneten Empfänger (30) zum Austausch von Signalen gekoppelt ist, sobald das Werkzeug (12) am Ablageplatz (14) ist, wobei jedem zugelassenen Benutzer ein Transponder (42) zugeordnet ist, welcher mit einer Zugangsverriegelung (44) zur Werkzeugsammlung (10) zum Austausch von Signalen gekoppelt ist.
2. Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten nach Ansprüchen 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalkopplung induktiverfolgt.
3. Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle von Transpondern (20, 42) eingekoppelte Signale über eine Verbindung (32) einem Rechner mit Auswertsoftware zugeführt werden.
4. Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (32) eine Multiplexverbindung über ein Netzwerk (32) und/oder eine drahtlose Übertragung ist.
5. Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten nach einem oder mehren der Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Transponder (20, 42) ohne eigene Stromversorgung aktivierbar sind.
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|---|---|---|---|
| DE20011952U DE20011952U1 (de) | 2000-07-10 | 2000-07-10 | Vorrichtung zur Sicherung von ausgegebenen Werkzeugen oder Geräten |
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Publications (1)
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