DE20005047U1 - Elektromotorischer Antrieb - Google Patents
Elektromotorischer AntriebInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektromotorischen Antrieb, insbesondere für Verstelleinrichtungen für Möbel u.dgl., mit mindestens einem Antriebsmotor, der über eine Steuereinheit mittels eines Bedienerteiles ansteuerbar ist, der mehrere Betätigungselemente aufweist, die wahlweise sperrbar sind.
Der in Frage kommende elektromotorische Antrieb wird bevorzugt für elektromotorische Möbelantriebe verwendet, die bevorzugt im Krankenhausbereich oder im Pflegebereich eingesetzt werden. In diesen medizinischen Bereichen werden besondere Sicherheiten verlangt, damit die als Bediener auftretenden Patienten oder die pflegebedürftigen Personen nicht gefährdet werden.
Dem Bedienerteil ist die Steuereinheit zugeordnet. Das Bedienerteil ist mit mehreren Betätigungselementen, beispielsweise acht Drucktastern ausgestattet, um unterschiedliche Funktionen auszulösen. Die vom Bedienerteil in die Steuereinheit einzuspeisenden Signale können über Steuerkabel auch drahtlos übertragen werden. Es muß außerdem sichergestellt sein, daß Fehlfunktionen vermieden werden, die bei-
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spielsweise durch eine Beschädigung des Steuerkabels oder durch Fremdsignale ausgelöst werden können.
Es ist im Krankenhausbereich und auch im Pflegebereich notwendig, daß von den Patienten bzw. pflegebedürftigen Personen verschiedene Funktionen nicht ausgelöst werden dürfen, damit sie nicht gefährdet werden. Da jedoch das Pflegepersonal diese Funktionen benötigt, ist es bekannt, daß das Pflegepersonal einen Schlüsseltaster o.dgl. erhält, der in den Handschalter eingesteckt wird, woraufhin dann alle Funktionen ausgelöst werden können. Es ist außerdem bekannt, daß bei der Betätigung der Bedienelemente des Bedienerteils Signale über einen Baustein in die Steuerung übertragbar sind und daß das Bedienerteil außerdem mit einem Sicherheitsschalter ausgestattet ist, so daß das gesendete Signal zunächst kodiert und vor Einspeisung in den Baustein wieder dekodiert wird. Durch diese Lösung wird ein geringer steuerungstechnischer Aufwand notwendig, obwohl die Funktionen voll erhalten bleiben und die geforderten Sicherheitsanforderungen voll erfüllt werden. Im Krankenhaus und auch im Pflegebereich wechseln die Patienten sehr häufig. Da je nach dem Pflegefall bzw. nach der Erkrankung entsprechende Funktionen gesperrt werden müssen, ist die Änderung von gesperrten Funktionen bei den bislang bekannten Bedienerteilen recht aufwendig. Dies kann sogar dazu fuhren, daß das Pflegepersonal nicht in der Lage ist, solche Änderungen durchzufuhren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektromotorischen Antrieb der eingangs näher beschrieben Art so zu gestalten, daß in einfachster Weise durch Betätigungselemente des Bedienerteils auslösbare Funktionen für den Bediener bzw. für den Patienten gesperrt werden können, und daß in einfachster Weise die zu sperrenden Funktionen geändert werden können. Gleichzeitig soll eine Selbstüberprüfung bzw. eine Selbstdiagnose zwecks Vermeidung von Fehlfunktionen realisierbar sein.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem das Bedienerteil derart mit einer Auswahleinrichtung ausgestattet ist, daß für den Bediener ausschließlich vorbestimmte Funktionen verfügbar sind. Die Auswahleinrichtung ist so ausgelegt, daß das Be-
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dienerteil, vorzugsweise ein Handschalter, der mehrere Funktionen auslösen kann, frei programmierbar ist. Dabei erfolgt die Auslegung so, daß eine ausreichend freie Funktionskapazität zur Vermeidung von Fehlfunktionen mittels einer automatischen Selbstprüfung, einer Selbstüberwachung oder einer Selbstdiagnose zur Verfügung steht. Eine solche Einrichtung ist äußerst einfach aufgebaut und so ausgelegt, daß die Auswahl der dem Patienten zur Verfügung stehenden Funktionen in einfachster Weise eingestellt werden kann. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß während der Behandlung eines Patienten oder beim Wechsel eines Patienten die ihm zur Verfugung stehenden Funktionen geändert werden können.
Soll ein Patient alle Funktionen auslösen können oder vor einer neuen Auswahl der auslösbaren Funktionen ist es zweckmäßig, wenn mittels einer Aktiviereinrichtung die gesperrten Funktionen entsperrbar sind, so daß dann alle Funktionen zur Verfugung stehen. Die Aktiviereinrichtung kann ein loser Dauermagnet, ein in das Bedienelement einsteckbarer Schlüsselschalter o.dgl. sein. Die Aktiviereinrichtung bzw. das Aktivierelement ist dann nur berechtigten Personen, beispielsweise dem Pflegepersonal zugänglich. Durch die Auswahleinrichtung ist es möglich, daß durch die freie Programmierbarkeit nach Belieben Funktionen der Bedieneinrichtung ein- oder ausgeschaltet werden können.
Eine hohe Sicherheit wird erreicht, wenn die Funktionskapazität der Auswahleinrichtung so ausgelegt ist, daß gleichzeitig Aufgaben zur Funktionsprüfung und Selbstdiagnose zur Fehlervermeidung durchführbar sind.
Anhand derbeiliegenden Zeichnung wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 ein Blockschaltbild des Bedienerteils mit dem zugehörigen Steuerungsteil für den erfindungsgemäßen elektromotorischen Antrieb. 30
In dem Blockschaltbild nach der Figur 1 ist das Bedienerteil durch das Bezugszeichen 10 gekennzeichnet. Die zugehörige Steuereinheit ist durch das Bezugszeichen
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11 gekennzeichnet. Das Bedienerteil 10 enthält eine Tastatur 12 mit mehreren Bedienelementen oder Betätigungselementen 13 in Form von Drucktastern. In bevorzugter Ausführung ist die Tastatur 12 mit acht Bedienelementen 13 ausgestattet. Die Verbindung des Bedienterteils mit der Steuereinheit 11 erfolgt durch ein Steuerkabei 15, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel acht Adern enthält. Demzufolge müßte die Tastatur ebenfalls aus Bedientelementen 13 bestehen. Wie durch die Pfeile angedeutet, werden die beim Betätigen eines der Bedienelemente 13 gesendeten Signale in einen Baustein 16 der Steuereinheit 11 eingespeist. Nach entsprechender Verarbeitung werden die Signale zur Auslösung der gewünschten Funktion den Elektromotoren des elektromotorischen Antriebs übermittelt. Dies ist durch die Pfeile 17 symbolisch dargestellt.
In nicht näher dargestellter Weise ist das Bedienerteil 10 zur freien Programmierung mit einer Auswahleinrichtung ausgestattet, um ausgewählte Bedienelemente 13 für den Patienten zu sperren. Sofern eine andere Auswahl getroffen wird oder alle Bedienelemente 13 zur Verfügung stehen sollen, können die zunächst gesperrten Bedienelemente 13 mittels eines Aktivierelementes entsperrt werden, so daß sie wieder benutzbar sind. Es kann dann eine neue Auswahl getroffen werden. Die Auswahleinrichtung kann z.B. einen Mikroprozessor als zentralen Steuerbaustein beinhalten, dessen Leistungsfähigkeit zusätzlich dazu verwendet wird, gleichzeitige Uberwachungs- und Prüfaufgaben zur Vermeidung von Fehlfunktionen durchzuführen.
Claims (6)
1. Elektromotorischer Antrieb, insbesondere für Verstelleinrichtungen für Möbel u. dgl., mit mindestens einem Antriebsmotor, der über eine Steuereinheit mittels eines Bedienerteils ansteuerbar ist, welches mehrere Betätigungselemente aufweist, die wahlweise sperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienerteil (10) derart mit einer Auswahleinrichtung ausgestattet ist, das für den Bediener ausschließlich vorbestimmte Funktionen verfügbar sind.
2. Elektromotorischer Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienerteil (10) mittels der Auswahleinrichtung frei programmierbar ist.
3. Elektromotorischer Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines Aktivierelementes die gesperrten Funktionen entsperrbar sind.
4. Elektromotorischer Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aktivierelement ein loser Dauermagnet, ein in das Bedienerteil (10) einsteckbarer Schlüsselschalter o. dgl. ist.
5. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionskapazität der Auswahleinrichtung derart ist, daß gleichzeitig Aufgaben zur Funktionsprüfung und Selbstdiagnose zur Fehlervermeidung durchführbar sind.
6. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahleinrichtung einen Mikroprozessor als zentralen Baustein beinhaltet.
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