DE20003452U1 - Griffschalenanordnung an einem Taschenmesser o.dgl. - Google Patents
Griffschalenanordnung an einem Taschenmesser o.dgl.Info
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Description
GEBRAUCHSMUSTERANMELDUNG
Vereinigte Stahlwarenfabriken Gebr. Richartz & Söhne GmbH Merscheider Str. 94
D-42699 Solingen (DE)
VGN
265
098 23 522 DE Dr.G./We./so. 24.02.2000
Griffschalenanordnung an einem Taschenmesser oder dergleichen
Die Erfindung betrifft eine GriffSchalenanordnung an einem Gebrauchsgegenstand, bspw. einem Taschenmesser, einer Taschenlampe oder dergleichen mit einem Hartkunststoffkern als Verbindungsglied zur Gehäusewand des Gebrauchsgegenstandes, welcher einen Weichkunststoff-Mantel trägt, welcher eine Metallschale unterfüttert.
Eine derartige GriffSchalenanordnung ist bekannt aus dem deutschen Gebrauchsmuster 296 08 322.4. Diese Schrift zeigt ein Taschenmesser mit zwei voneinander abgewandten Gehäusebreitseiten. Auf diesen Gehäusewänden sind Griffschalen aufgeklipst. Die Klipsverbindung zu den von der Gehäusewand ausgehenden KlipsvorSprüngen erfolgt mittels eines Hartkunststoffkerns. Dieser Kern ist mit Weichmaterial umspritzt, wobei das Weichmaterial eine Griffschale aus Metall unterfüttert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte GriffSchalenanordnung weiterzubilden. Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung. Im Anspruch 1 wird im wesentlichen darauf abgestellt, daß ein im wesentlichen zylinderförmiger Schalenrand in einer Nut des Mantels einliegt und mit zwischen Randaussparungen sich erstreckenden Randabschnitten in Klemmschlitzen des Hartkunststoffkernes steckt.
Zufolge dieser Ausgestaltung ist eine einfach montierbare GriffSchalenanordnung gegeben, die gleichwohl ein gefälliges Aussehen besitzt. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Oberfläche des den Schalenrand umgebenden Weichkunststoff-Mantelabschnitt zur Schalensichtflache fluchtet. Dies ist insbesondere
VGN 265 098 23 522 DE Dr.G./We./so. 24.02.2000
von Vorteil, wenn die Nut ringsumschlossen ist. Dann liegt die Schalensichtflache inselförmig im Weichmaterial. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der den Schalenrand umgebende Weichkunststoffmantelabschnitt mit sich durch die Randaussparungen erstreckenden Stegen materialeinheitlich mit dem die Schale unterfütterten Weichkunststoffmantelabschnitt verbunden. Vorzugsweise verläuft die von der Schale überfangene Flanke der Ringsnut schräg ansteigend. Ferner kann der Klemmsitz eine schräge Innenflanke aufweisen, von welcher mit Untermaß in Bezug auf die Randstärke der Schale zur gegenüberliegenden Flanke beabstandete Klemmnasen ausgehen. Diese Klemmnasen bewirken eine formschlüssige Halterung der Schale im Bodenbereich der Nut, welcher Bodenbereich vom Hartkunststoffkern ausgebildet wird. Bevorzugt erfolgt die Fertigung des aus den beiden Kunststoffmaterialien bestehenden Körpers im Spritzgußverfahren. Hierzu wird zunächst der Hartkunststoffkern gespritzt. Dieser wird als Einlegeteil in eine zweite Form gelegt und dann mit Weichkunststoff umspritzt. Sodann erfolgt das ledigliche Einlegen und Festklemmen der Metallschale, indem die Randabschnitte in die Klemmschlitze eingedrückt werden. Die GriffSchalenanordnung ist bevorzugt einem Taschenmesser zugeordnet. Die Zuordnung der Griffschalen zum Taschenmesser bzw. die Ausgestaltung des Taschenmessers wird in der gattungsbildenden DE 296 08 322.4 im Detail beschrieben, weshalb an dieser Stelle darauf Bezug genommen wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf eine GriffSchalenanordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel:
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Fig. 2 eine Unteransicht der Griffschalenanordnung;
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 2; Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 1; Fig. 6 einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 1;
Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII in Fig. 2;
Fig. 8 die Metallschale in der Draufsicht;
Fig. 9 einen Schnitt gemäß der Linie IX-IX in Fig. 8;
Fig. 10 einen Schnitt gemäß der Linie X-X in Fig. 8 und
Fig. 11 eine Darstellung gemäß Fig. 1 der zweiten GriffSchalenanordnung eines Taschenmessers.
Die in den Figuren dargestellte GriffSchalenanordnung werden in einer Art, wie sie das Gebrauchsmuster 296 322.4 beschreibt mit einem Grundkörper eines Taschenmessers verklipst, wobei auf der Gehäusebreitseite des Taschenmessergrundkorpers Klipsfortsätze vorgesehen sind, die in entsprechende Rastöffnungen 14 des Hartkunststoff kernes 1 eingeklipst werden können.
Die Grundrißaußenkontur der GriffSchalenanordnung wird durch die Grundrißaußenkontur des Weichkunststoffmantels 2 bestimmt. Dieser Weichkunststoffmantel sitzt auf einem Hartkunststoffkern 1. Der Hartkunststoffkern 1
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bildet einen freien Zentralabschnitt, der im Querschnitt eine T-förmige Gestalt besitzt und mit der Bezugsziffer 13 bezeichnet ist. Umfänglich ist der Hartkunststoffkern von einer eine Hinterschneidung ausbildende vorspringende Leiste 15 umgeben.
Der Hartkunststoffkern wird, nachdem er in einem Spritzgußfertigungsschritt gefertigt ist als Einlegeteil in eine zweite Spritzgußform eingelegt. Dort wird er mit dem Weichkunststoffmantel 2 umspritzt. Der dabei entstehende Körper besitzt einen Rand 10 aus einem Weichmaterial, welches sich mit der Leiste 15 verkrallt. Unmittelbar benachbart zu dem Randabschnitt 10 bildet das Weichmaterial eine bis in den harten Kern 1 reichende, im wesentlichen senkrecht zur Bodenfläche des Hartkunststoffkerns 1 verlaufende Flanke einer Nut 5 aus. Die Nut ist ringförmig geschlossen und dient zum Einstecken des im wesentlichen zylinderförmigen Schalenrand 4 einer Metallschale 3.
Die Nut 5 besitzt eine innere Flanke 12, welche schräg ansteigt, so daß die Nut sich zu ihren Boden hin V-förmig verjüngt. Die schräg ansteigende Flanke 12 wird mündungsseitig von einem Weichmaterial gebildet, welches dem Weichkunststoffmantel 2 zugeordnet ist. Sie sind im Nutgrund vom Hartkunststoff gebildet.
Die äußeren Bereiche 10 des Weichkunststoffmantels sind mit dem inneren Abschnitt des Weichkunststoffmanteis, welcher von der Metallschale 3 überfangen ist durch Stege 11 miteinender verbunden. Im Bereich der Stege 11 ist die Hartkunststoffnut teilausgefüllt mit Weichmaterial. Die Stege erstrecken sich durch Randaussparungen 6 mit halbkreisförmigen Querschnitten, die dem Schalenrand 4 zugeordnet sind.
VGN 265 098 23 522 DE Dr.G./We./so. 24.02.2000
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Die Halterung des Schalenrandes 4 in der Nut 5 erfolgt durch Klemmung. Die Schale wird dabei über den zentralen Weichkunststoffmantelabschnitt 2 gestülpt, wobei der Schalenrand 4 in die Nut 5 eintritt. Die äußeren Schalenrandabschnitte liegen dabei in flächiger Anlage an der äußeren Flanke der Nut 5. Wenn die Schale vollständig montiert ist, unterstützt der Weichkunststoffmantel 2 die Breitfläche der Schale 3.
Die Klemmschlitze 8, die sich im Bereich des vom Hartkunststoff gebildeten Bodens der Nut befinden, werden von Klemmnasen 9 ausgebildet, die mit Abstand zueinander liegen und mit Untermaß zum äußeren Flankenabschnitt der Nut beabstandet sind, so daß der zugehörige Randabschnitt 7 des Randes 4 dort hineingepreßt werden muß. Zufolge der Elastizität der Klemmnasen 9 wird die Schale im besagten Klemmsitz gehalten. Die Kontur der Schalenoberfläche ist gewölbt und fluchtet mit der Oberfläche 10' des weichen Randes 10.
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Claims (8)
1. Griffschalenanordnung an einem Gebrauchsgegenstand, bspw. Taschenmesser, Taschenlampe oder dergleichen, mit einem Hartkunststoffkern (1) als Verbindungsglied zur Gehäusewand des Gebrauchsgegenstandes, welcher einen Weichkunststoffmantel (2) trägt, welcher eine Metallschale (3) unterfüttert, dadurch gekennzeichnet, daß ein im wesentlichen zylinderförmiger Schalenrand (4) in einer Nut (5) des Mantels einliegt und mit zwischen Randaussparungen (6) sich erstreckenden Randabschnitten (7) in Klemmschlitzen (8) des Hartkunststoffkernes (1) steckt.
2. Griffschalenanordnung nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (10') des den Schalenrand (4) umgebenden Weichkunststoff-Mantelabschnitt (10) zur Schalen-Sichtfläche fluchtet.
3. Griffschalenanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schalenrand (4) umgebende Weichkunststoff-Mantelabschnitt (10) mit sich durch die Randaussparung (6) erstreckender Stege (11) materialeinheitlich mit dem die Schale unterfütternden Weichkunststoff-Mantelabschnitt (2) verbunden ist.
4. Griffschalenanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Schale überfangene Flanke (12) der Ringnut (5) schräg ansteigt.
5. Griffschalenanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmschlitz (8) eine schräge Innenfläche aufweist, von welcher mit Untermaß in bezug auf die Randstärke der Schale zur gegenüberliegenden Flanke beanstandete Klemmnasen (9) ausgehen.
6. Griffschalenanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Weichmantel (2) um den als Einlegeteil gefertigten Hartkunststoffkern (1) gespritzt ist.
7. Griffschalenanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Weichmantel (2) in dem Hartkern (1) formschlüssig verankert ist.
8. Griffschalenanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmschlitz (8) dem aus Kunststoff bestehenden Nutboden-Bereich zugeordnet ist.
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