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Karl Josef Vochezer Karl-Speidel-Straße 8
88239 Wangen im Allgäu
"Vorrichtung zur Entleerung von fließ- bzw. schüttfähigem Füllgut aus einem Behälter auf eine Arbeitsfläche"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entleerung von fließ- bzw. schüttfähigem Füllgut aus einem Behälter auf eine Arbeitsfläche nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Im Bauwesen muss oftmals sowohl zur flächendeckenden Verteilung auf der Baustelle als auch zur flächendeckenden Verarbeitung Baumaterial beladen, transportiert und entladen bzw. entleert werden. Oft wird das entsprechende Baumaterial von den Arbeitern ohne jegliche Hilfsmittel getragen. Dies kann jedoch sehr beschwerlich sein und langfristig sogar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Aus diesem Grund werden häufig im Bauwesen spezielle Transportvorrichtungen eingesetzt. In zahlreichen Anwendungsfällen kommt beispielsweise die allgemein bekannte „Schubkarre" oder die aus der Druckschrift DE 40 16 609 bekannte Transportvorrichtung zum Einsatz. Mit diesen beiden Transportvorrichtungen kann besonders fließ- oder schüttfähiges Baumaterial auf der Baustelle oder auf der Arbeitsfläche verteilt werden.
Die „Schubkarre" bietet hierbei die Möglichkeit, dass
einerseits das entsprechende Baumaterial offen in der Wanne transportiert werden kann. Andererseits kann ein mit entsprechendem Material gefüllter Behälter in die Wanne der Karre gestellt werden. Durch Verkippen der Karre kann das entsprechende Baumaterial entleert werden. Dies ist jedoch nur mühsam und nicht mit der erforderlichen Dosierung und Verteilung des Baumaterials zu erreichen.
Die mit Baumaterial gefüllten Kübel besitzen teilweise ein beträchtliches Gewicht, so dass das Beladen, Transportieren und Entladen der Karre mit entsprechenden Kübeln einen großen Kraftaufwand vom Personal erforderlich macht, obwohl das Verkippen der Karre über die Griffstangen vereinfacht wird. Hierbei ist jedoch gerade das Be- und Entladen beschwerlich, wobei dies insbesondere auch an der bauartbedingten relativ großen Beladehöhe der Karren liegt.
Die Transportvorrichtung der Druckschrift DE 40 16 609 reduziert eine unzuverlässige und unbequeme Be- und Entladung, u. a. mit einer in eine gewünschte Neigungslage überführbare "Gondel", wodurch das Baumaterial in einem definierten Strahl aus dem Kübel ausströmt und durch gleichzeitiges Verfahren der Karre flächendeckend verteilt werden kann. Die Aufhängung und Arretierung der „Gondel" umfasst jedoch zahlreiche Einzelteile und ist somit vergleichsweise aufwendig. Gleichzeitig ist auch bei der Transportvorrichtung der Druckschrift DE 40 16 609 eine relativ große Höhe beim Beladen der „Gondel" zu überwinden.
Folglich gewährleisten die bislang bekannten Transportvorrichtungen für fließ- oder schüttfähiges Füllgut im Bauwesen keine exakte Dosierung bei dessen Entleerung oder sie sind verhältnismäßig aufwendig realisiert.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Vorrichtung zur Entleerung von fließ- bzw. schüttfähigem Füllgut aus
einem Behälter auf eine Arbeitsfläche mit wenigstens zwei auf der Arbeitsfläche laufenden Laufrädern vorzuschlagen, die eine einfache Dosierung beim Entleeren des entsprechenden Füllgutes gewährleistet und gleichzeitig ohne großen Aufwand realisierbar ist.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorrichtung der einleitend genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch aus, dass ein Anschlag vorgesehen ist, der beim Verkippen der Vorrichtung, vor der Entleerung des Füllguts, auf der Arbeitsfläche anschlägt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht in vorteilhafter Weise eine dosierte Entleerung des entsprechenden Füllgutes auf eine Arbeitsfläche, wobei dies mit einem sehr geringen konstruktiven Aufwand umgesetzt wird.
Der Anschlag, mit dem die Vorrichtung vor dem Entleeren des Füllgutes auf der Arbeitsfläche anschlägt, gewährleistet, dass das entsprechende Füllgut, durch ein weiteres Verkippen der gesamten Vorrichtung auf dem Anschlag, aus dem Behälter in einer exakt zu dosierenden Menge auf die Arbeitsfläche entleert wird. Hierbei bedingt das Aufliegen des Anschlags auf der Arbeitsfläche, dass die Vorrichtung gewissermaßen fixiert ist und nicht unkontrolliert wegrollen kann bzw. nicht unter großem Kraftaufwand vom Bediener festgehalten werden muss.
Weiterhin kann in vorteilhafter Weise die Vorrichtung während
dem Entleervorgang auf dem Anschlag verschoben werden, so dass ein flächendeckendes und gleichmäßiges Aufbringen des entsprechenden Füllgutes auf der Arbeitsfläche stattfindet.
Vorteilhafterweise ist der Abstand des Anschlags zur Arbeitsfläche die Auslegung der Behälterachse bei aufgesetztem Anschlag auf maximal 30° begrenzt. Die auf maximal 3 0° begrenzte Auslenkung der Behälterachse bei aufgesetztem Anschlag gewährleistet vorteilhafterweise, dass die Entleerung des Füllguts aus dem Behälter erst nach dem Aufsetzen des Anschlags auf der Arbeitsfläche erfolgt.
Vorzugsweise sind die Laufräder seitlich neben der Aufnahme angeordnet. Der Schwerpunkt der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Vergleich zu bislang bekannten Vorrichtungen liegt somit vergleichsweise tief. Hiermit kann die Aufnahme beispielsweise soweit nach unten gelegt werden, so dass die Laufräder die Aufnahme überragen. Folglich wird einerseits die Be- und Entladung vergleichsweise schwerer Behältnisse erleichtert. Andererseits stabilisiert der tiefe Schwerpunkt die Vorrichtung gegen ungewolltes Umkippen.
Zusätzlich wird hiermit eine geringe Fallhöhe des Füllgutes erreicht, so dass das Füllgut lediglich in geringem Maße auf der Arbeitsfläche verspritzt. Aus diesem Grund wird die exakte, lokale Dosierung des Füllgutes zusätzlich verbessert sowie ein Verschmutzen der Umgebung reduziert.
In einer besonderen Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegen die beiden Laufräderachsen auf einer Geraden. Hiermit wird eine definierte Drehachse festgelegt, um die sich die Vorrichtung bis zum Aufsetzen des Anschlags auf der Arbeitsfläche dreht.
Vorzugsweise nimmt eine durchgehende Achse die beiden Laufräder auf, wobei die Achse unter der Aufnahme angeordnet
ist, so dass ein besonders einfacher Aufbau der Vorrichtung erreicht wird. Weiterhin trägt die Achse hiermit vorteilhafterweise zur Erhöhung der mechanischen Steifigkeit der Aufnahme bei. Dies ermöglicht eine Verringerung des baulichen Aufwands und reduziert somit die Fertigungskosten für die Aufnahme.
Bei einer zweirädrigen Vorrichtung ist wenigstens eine Stütze vorteilhaft, wobei bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Schwerpunkt der Vorrichtung mit gehaltertem Behälter zwischen Stütze und Laufräder angeordnet ist, so dass die Ruhelage der Vorrichtung festgelegt ist. In einer besonderen Ausführungsform ist die Stütze als Anschlag ausgebildet.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Stütze jedoch wenigstens ein einzelnes Rad. Hiermit wird beispielsweise die Beweglichkeit der Vorrichtung wesentlich erhöht. Eine entsprechend weiche Bereifung des einzelnen Rades sowie der Laufräder gewährleistet zusätzlich, dass keine Beschädigung der Arbeitsfläche durch das Verstellen der Vorrichtung erfolgt.
Vorzugsweise ist das einzelne Rad vertikal drehbar, so dass die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders wendig und beweglich ist.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung weist wenigstens eine Griffstange mit wenigstens einem Griff an der dem Anschlag gegenüberliegenden Seite der Aufnahme auf, so dass aufgrund der hiermit erreichten Hebelwirkung beim Verkippen der Vorrichtung auf dem Anschlag, die erfindungsgemäße Vorrichtung vom Personal ohne großen Kraftaufwand verwendbar ist. So wird in einfacher Weise ein bequemes Verrücken der Vorrichtung gewährleistet.
Vorzugsweise wird der Griff über dem Behälter angeordnet, so
dass der Schwerpunkt der Vorricht-ung im Bereich unterhalb des Griffes liegt und folglich eine größere Schräglage des Behälters und ein hiermit zusammenhängendes unerwünschtes Ausschütten des Füllgutes aus dem Behälter unterbleibt. Mit dieser Ausführungsform ist auch das Tragen der Vorrichtung einfacher.
In einer weiteren Ausbildung wird die Griffstange fest, klappbar oder steckbar an der Aufnahme angeordnet. Gerade die beiden letztgenannten Varianten ermöglichen eine besonders platzsparende erfindungsgemäße Ausführungsform. Dies ist beispielsweise während der Lagerung in einer Werkstatt oder beim Transport zur Baustelle in einem Fahrzeug besonders vorteilhaft.
Eine besonders platzsparende, einfache und flexible Ausführungsform der Erfindung ist mit der Verwendung eines austauschbaren Behälters zu realisieren, so dass beispielsweise handelsübliche Eimer als Behälter einsetzbar sind. Beispielsweise können Eimer mit Kleber, Farben oder dergleichen unmittelbar eingesetzt werden.
Vorteilhafterweise wird eine Arretierung des Behälters vorgesehen, die den Behälter an der Vorrichtung fixiert und versteift. Umfasst die Arretierung des Behälters einen wenigstens teilweise die Aufnahme umrandenden hochstehenden Bord oder dergleichen, so wird vorteilhafterweise gewährleistet, dass der Behälter nicht auf der Aufnahme verschiebbar ist.
Vorteilhafterweise wird die Arretierung höhenverstellbar und/oder tiefenverstellbar ausgebildet. Dies gewährleistet eine sichere und feste Arretierung der verschiedensten handelsüblichen Eimern. Die Befüllung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt somit lediglich durch das Aufsetzen und Arretieren eines vollen Material- beziehungsweise
Füllguteimers.
In einer besonderen Ausführungsform wird die Arretierung des Behälters an der Griffstange angebracht, so dass eine besonders einfache Realisierung einer verstellbaren Arretierung für verschiedene handelsübliche Eimer gewährleistet wird. Gleichzeitig wird die Arretierung des Behälters an der Griffstange vorzugsweise als zusätzlicher Griff ausgestaltet, so dass das Personal einen zweiten zusätzlichen Griff zum Verschieben der Vorrichtung zur Auswahl hat. Da dieser üblicherweise etwas tiefer als der zuerst genannte Griff liegt, ist dieser besonders für Personal geeignet, das beispielsweise kniend auf der Arbeitsfläche arbeitet wie dies zum Beispiel bei Boden- und Fliesenlegern zutrifft.
In einer besonderen Ausführungsform ist wenigstens eine Halterung für Werkzeuge vorgesehen, so dass das Werkzeug vom Personal, beispielsweise vor oder nach einer Arbeitspause bzw. vor oder nach der Arbeit, an der Vorrichtung angebracht werden kann.
Vorteilhafterweise ist eine entsprechende Werkzeughalterung an zwei gegenüberliegenden Seiten der Vorrichtung angebracht, so dass einerseits mehrere Werkzeuge an der Vorrichtung abgelegt werden können. Andererseits ist es vorteilhaft, wenn während der Arbeit unabhängig von der Stellung der Vorrichtung zum Personal, das Werkzeug unmittelbar an der Vorrichtung abgelegt werden kann.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist die Aufnahme als Einheit ausgebildet, die insbesondere den Anschlag, die Stütze bzw. die Aufhängung und Verkleidung des einzelnen Rades, die Aufhängung und Verkleidung der Laufräder, die Verbindung zur Griffstange und/oder die Werkzeughalterung umfasst. Hiermit lässt sich eine besonders
einfache Fertigung der Vorrichtung realisieren.
Beispielsweise kann eine entsprechende Aufnahme aus einem einzigen Metallblech geformt werden oder aus Aluminium, einem Kunststoff oder Verbundstoff gegossen bzw. hergestellt werden. Die Aufnahme wird hierbei beispielsweise als Platte oder Gitter ausgebildet. Die Ausbildung der Aufnahme als entsprechende Einheit ermöglicht eine besonders wirtschaftliche Fertigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.
Im Einzelnen zeigen
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Behälter,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht einer bis zum Aufsetzen des Anschlages auf der Arbeitsfläche verkippten erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Behälter,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer
verkippten erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Behälter, während der Entleerung eines fließfähigen Füllgutes,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Behälter,
Fig.5 eine schematische Frontansicht einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 6 eine schematische Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Behälter und
Fig. 7 eine schematische Draufsicht der in Figur 6 dargestellten Vorrichtung.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1, die auf der Arbeitsfläche 2 steht. Auf der Vorrichtung 1 befindet sich ein Behälter 3, der beispielsweise ein handelsüblicher Kleber- oder Farbeimer sein kann. Der Behälter 3 befindet sich auf der Aufnahme 4, die bei diesem Ausführungsbeispiel als Platte ausgebildet ist.
Weiterhin umfasst die Vorrichtung 1 zwei Laufräder 5, die seitlich neben der Aufnahme 4 angeordnet sind und die von einer durchgehenden Achse 7 aufgenommen werden. Die Achse verläuft unter der Aufnahme 4, so dass die Aufnahme 4 zusätzlich versteift wird. So kann die Aufnahme 4 beispielsweise aus einem verhältnismäßig dünnen Blech gefertigt werden, so dass eine einfache, kostengünstige Fertigung gewährleistet wird.
Die Stütze 6 ist in Figur 1 als einzelnes, vertikal drehbares Rad ausgebildet, so dass die Vorrichtung 1 mit Hilfe des Griffes 8, der an der Griffstange 9 angeordnet ist, vom Personal leicht zu verfahren bzw. leicht zu lenken ist. Die Griffstange 9 in Figur 1 umfasst eine Verbindung 10, mit Hilfe derer die Griffstange 9 mit der Aufnahme 4 steckbar verbunden ist, wobei dies beispielsweise mittels Federstecker, Bajonettverschluss oder dergleichen realisiert werden kann. Hiermit ist eine einfache Demontage der Griffstange 9 möglich, so dass die Vorrichtung 1, beispielsweise während diese nicht eingesetzt wird,
platzsparend verstaut werden kann.
Figur 1 zeigt weiterhin, dass an der Griffstange 9 eine Arretierung 11 angebracht ist, mit Hilfe derer der Behälter fixiert wird. Beispielsweise kann die Arretierung 11 selbsthemmend an der Griffstange 9 verstellbar sein und zusätzlich eine Tiefenverstellung der Arretierung 11, quer zur Griffstange 9, ermöglichen. Folglich gewährleistet die Arretierung 11 in Figur 1 den Einsatz gängiger handelsüblicher Eimer wie beispielsweise Kleber- oder Farbeimer.
Die Arretierung 11 in Figur 1 ist weiterhin so ausgestaltet, dass sie einen Griff 12 umfasst, mit Hilfe dessen das Personal eine weitere Möglichkeit erhält, die Vorrichtung auf der Arbeitsfläche 2 zu verschieben. Der vergleichsweise tiefliegende Griff 12 kann beispielsweise gerade für kniend arbeitendes Personl wie beispielsweise Boden- oder Fliesenleger, den Gebrauch der Vorrichtung 1 wesentlich erleichtern.
Figur 2 zeigt eine Vorrichtung 1, die der aus Figur 1 entspricht und die um die Achse 7 der Laufräder 5 verkippt ist, wobei der Anschlag 13 auf der Arbeitsfläche 2 anschlägt. Figur 2 verdeutlicht, dass in dieser Stellung der Vorrichtung 1 das Füllgut 14 noch nicht entleert wird.
Figur 3 zeigt die Vorrichtung l aus Figur 1, die ein im Vergleich zu Figur 2 stärkeres Verkippen der Vorrichtung aufweist, so dass die Vorrichtung 1 auf dem Anschlag 13 verkippt wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass in dieser Stellung das Füllgut 14 aus dem Behälter 3 auf die Arbeitsfläche 2 entleert wird. Aufgrund des in Figur 3 dargestellten Verkippens der Vorrichtung 1 auf dem Anschlag 13 ist eine exakt zu dosierende Entleerung des Behälters gewährleistet, wobei insbesondere das Abheben der Laufräder
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sowie des Rades 6 die Vorrichtung 1 gegen Verrutschen sichert.
Figur 4 zeigt eine schematische Draufsicht der Vorrichtung 1 aus Figur 1 bis 3. Hierbei wird besonders die Anordnung der beiden Werkzeughalter 15 sowie die der durchgehenden Achse 7 deutlich. Mit Hilfe der Werkzeughalter 15 ist es dem Personal beispielsweise möglich, Werkzeuge wie Spachtel oder dergleichen, unmittelbar an der Vorrichtung 1 abzulegen.
Figur 5 zeigt die Vorrichtung aus Figur 1 bis 4 in einer schematischen Frontsicht, wobei wiederum die Anordnung der Werkzeughalter 15 sowie der Achse 7 verdeutlicht wird.
Weiterhin verdeutlicht Figur 5 besonders einen an der Aufnahme 4 angebrachten hochstehenden Bord 16, mit Hilfe dessen der Behälter 3 zusätzlich fixiert wird, dieser die Aufnahme 4 wenigstens teilweise umrandenden, hochstehende Bord kann beispielsweise so ausgestaltet werden, dass er den Anschlag 13 umfasst, wobei die Höhe des Anschlages 13 zur Arbeitsfläche 2 in einfacher Weise, beispielsweise mittels eines nach unten über die Aufnahme 4 überstehenden Bordes, definiert werden kann.
Dies ist unter anderem leicht zu realisieren, wenn die Aufnahme 4 beispielsweise als Einheit von Werkzeughalter 15, Verbindung 10, Bord 16 und Anschlag 13 aus wenigstens einem Metallblech gefertigt oder aus Kunststoff oder Aluminium gegossen wird.
Figur 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 1 mit Behälter in schematischer Seitenansicht. Im Unterschied zur Vorrichtung 1 aus Figur 1 bis 5 ist jedoch die Griffstange 9 fest mit der Aufnahme 4 verbunden. Weiterhin zeigt der Griff 8 vom Behälter 3 weg. Mit dieser Anordnung des Griffes 8 wird der Hebel zum Verkippen der
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Vorrichtung 1 größer, so dass das Personal auch Vorrichtungen 1 mit schwerem Füllgut 14 leicht verkippen kann.
Der dritte Unterschied der Vorrichtung 1 aus Figur 6 zu der aus Figur 1 bis 5 besteht darin, dass die Arretierung 11 des Behälters 3 als Gurt ausgebildet ist, wobei die Arretierung 11 auch als Seil, Band, Haken, Zange oder dergleichen realisiert werden kann.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied der Vorrichtung 1 aus Figur 6 zu den Vorrichtungen 1 aus Figur 1 bis 5 besteht darin, dass die beiden Laufräder 5 seitlich einzeln an der Aufnahme 4 aufgehängt sind, so dass hierdurch die Aufnahme 4 im Vergleich zu der Vorrichtung 1 aus Figur 1 bis 5 tiefer angeordnet sein kann. Eine entsprechende Anordnung ermöglicht somit ein wesentlich früheres Anschlagen des Anschlages 13 auf der Arbeitsfläche 2, so dass die dosierte Entleerung des Füllgutes 14 bereits bei einem weniger starken Verkippen der Vorrichtung 1 erfolgen kann.
Figur 7 zeigt in schematischer Draufsicht das Ausführungsbeispiel aus Figur 6, wobei besonders die Aufhängung der beiden Laufräder 5 verdeutlicht wird.
Die zuvor aufgeführten Ausführungsbeispiele stellen keine abschließende Auflistung möglicher erfindungsgemäßer Vorrichtungen 1 dar. Aus dem Dargestellten wird jedoch deutlich, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 die exakte, dosierte Entleerung von Füllgut 14 aus einem Behälter 3 wesentlich verbessert und gleichzeitig einfach sowie ohne großen Aufwand zu realisieren ist.
Die Vorrichtung 1 ist ganz besonders geeignet, dass Handwerker wie beispielsweise Boden- oder Fliesenleger, die zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigten Verbrauchsmaterialien, die in handelsüblichen Eimern
vertrieben werden, sehr leicht und exakt auf der Arbeitsfläche dosiert entleeren können. Dies wird insbesondere auch dann gewährleistet, selbst wenn diese während der Ausübung ihrer Tätigkeit die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 kniend bedienen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 kann sowohl stehend als auch kniend mit lediglich einer Hand nachgezogen, verkippt oder verstellt werden. Die Ausübung entsprechender handwerklicher Tätigkeiten wird durch den Einsatz einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 folglich wesentlich erleichert.
Bezugszeichenliste:
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| 1 |
Vorrichtung |
| 2 |
Arbeitsfläche |
| 3 |
Behälter |
| 4 |
Aufnahme |
| 5 |
Laufrad |
| 6 |
Stütze |
| 7 |
Achse |
| 8 |
Griff |
| 9 |
Griffstange |
| 10 |
Verbindung |
| 11 |
Arretierung |
| 12 |
Griff |
| 13 |
Anschlag |
| 14 |
Füllgut |
| 15 |
Werkzeughalter |
| 16 |
Bord |