DE2065333A1 - N-substituierte 3,4-dihydro-3-oxo-2h1,2-benzothiazin-s-dioxydderivate, ihre verwendung und verfahren zur herstellung derselben - Google Patents
N-substituierte 3,4-dihydro-3-oxo-2h1,2-benzothiazin-s-dioxydderivate, ihre verwendung und verfahren zur herstellung derselbenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D279/00—Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom and one sulfur atom as the only ring hetero atoms
- C07D279/02—1,2-Thiazines; Hydrogenated 1,2-thiazines
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C309/00—Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
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- Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
- Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
Description
DR. STEPHAN G. BESZEDES
PATENTANWALT
PATENTANWALT
DACHAU bei MÖNCHEN
POSTFACH 1168
AM HEIDEWEG 2
Postscheckkonto München 136871 Bankkonto Nr. 90 637 bei der Kreis· und Stadtsparkasse
Dachau- Indersdorf
P 534
Ausscheidung aus P 20 22 69^.2-44
als Anmeldetag gilt der
8. Mai 1970
zur Patentanmeldung
RECOEDATI S.A. CHEMICAL AND PHARMACEUTICAL COMPANY
Lugano, Schweiz
betreffend
N-substituierte 3,4-Dihydro-5-oxo-2H-1,2-
-benzothiazin-S-dioxydderivate, ihre Verwendung und Verfahren zur Herstellung derselben
Die Erfindung bezieht sich auf neue 3-Oxodihydrobenzothiazin-S-dioxyde,
deren Verwendung als Arzneimittel, insbesondere als Hypnotica beziehungsweise Schlafmittel und krampfhemmende-Mittel,
sowie Verfahren zur Herstellung derselben.
3 0 9812/1215
Gegenstand der Erfindung sind N-sübstituierte
3,4~Dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxydderivate der
allgemeinen Formel .
worin R für einen Alkylrest mit 1 bis 4- Kohlenstoffatomen,
einen Allylrest oder einen Rest der Formel
O
Il
Il
-C-C-N
Ho
II
CH,
steht.
Die Verbindungen der Formel I haben wertvolle therapeutische Eigenschaften. Vor allem haben sie eine Wirkung
auf das Zentralnervensystem und eignen sich besonders gut als Hypnotica, Schlafmittel beziehungsweise Narkotica und
krampfhemmende Mittel.
Daher sind erfindungsgemäß auch Arzneimittel, welche
1 beziehungsweise mehrere der obigen Verbindungen als Wirkstoff beziehungsweise Wirkstoffe enthalten beziehungsweise
aus einer solchen beziehungsweise aus solchen bestehen, vorgesehen.
309812/12.15
— 3 — BAO ORSGiNAL
_. 3 —
In der folgenden Tabelle I sind die Ergebnisse der pharmakologischen
Versuche mit erfindungsgemäßen Verbindungen sowie
der für ihre hervorragende hypnotische beziehungsweise schlaffördernde
und sedative beziehungsweise beruhigende Wirkung bekannten Vergleichssubstanz 2~Methyl-3-o-tolyl-4-(3H)-chinazolinon
(Metaqualon) und der für ihre hervorragende krampfhemmende Wirksamkeit bekannten Vergleichssubstanz Phenyläthylbarbitursäure
(Phenobarbital) zusammengestellt. Zur Ermittlung der Toxizität wurden die Substanzen weißen MiRI-Mäusen
intraperitoneal verabreicht und zur Ermittlung der hypnotischen
beziehungsweise schlaffördernden und krampfhemmenden Wirkungen wurden die Substanzen weißen HMRI-Mäusen
peroral eingegeben. Die tödlichen Dosen bei 50% (LDcQ-Werte)
wurden 48 Stunden nach Verabreichung der Substanzen ermittelt. Für die hypnotischen beziehungsweise schlaffordernden Dosen
bei 50% (HD,-Q-Werte) wurde die Hypnose beziehungsweise
Schlafförderung als mit dem Verschwinden des Aufrichtungsreflexes zusammenfallend angesehen. Zur Ermittlung der
krampfhemmenden Wirkung wurden die Tiere 30 Minuten nach Verabreichung
der Substanzen einem Elektroschock unterworfen. Die krampfhemmende Dosis ist diejenige, welche 50% der Tiere
schützt. Alle Dosen sind in mg/kg Körpergewicht angegeben.
| Verbindung | - R | LD50-Uert | HDcQ-Wert Krampfhemmende | Dosis |
| Formel | - CH3 | 1 000 | 100 | |
| I | - °2H5 | 650 | - | 130 |
| I | - 11 - C^H,-, | 1 000 . | - | 200 |
| I | - n - Vg | 2 400 | 5OO | 3OO |
| I | - |
3 0 9 8 1 2 / 1 2 1
| Verbindung | - R | LD O-Wert | HD^-Wert ■yd |
Krampfhemmende Dosis |
| Formel | H I -C-C= CH0 H2 2 |
800 | 800 | 160 |
| ' I - | O ^CH, Il -/.3 - C - C - N H2 - . \ CHx |
•840 | 400 | 120 |
| I | 2-Me thyl-5-o -t ο lyl-4-<50- -chinazolinon (Vergleichssubstanz) |
605 | 159 | |
| PhenyläthyIb arb i türs äure (Vergleichssubstanz) |
250 |
Es ist auch zu bemerken, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen,
bei denen es sich um einer neuen Körperklasse angehörende Verbindungen mit Wirkungen auf das Zentralnervensystem handelt,
einen neuen, das heißt anderen Wirkungsmechanismus zeigen als die des Standes der Technik.
Für die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I gibt es verschiedene Synthesemöglichkeiten, von
denen die vorteilhaftesten durch das folgende Formelschema
dargestellt sind.
3 0 9812/1215
Force1 V
Formel I
Formel X
Formel XlI
M * Wasserstoff oder
M * Wasserstoff oder
Alkaliatom
C-C -OH
Formel XI
M ■ Wasserstoff oder
Alkaliatom
Alkaliatom
For:.el VIII
cn ω co
Eines der Verfahren des obigen Formelschemas besteht im
Cyclisieren einer o-Sulfamylphenylessigsäure (Formel IV),
zxtfeckmäßigerweise in Gegenwart eines Dehydratisierungs- beziehungsweise
Wasserentziehungsmittels, beispielsweise von Phosphorpentachlorid, Thionylchlorid, Polyphosphorsäure oder
einer Mischung von Eisessig und wasserfreiem Natriumacetat, gegebenenfalls unter Zusatz von Essigsäureanhydrid. Die im obigen
Verfahren als Ausgangsmaterialien verwendeten Verbindungen der Formel IV können durch Hydrolyse entweder des entsprechenden
Carbonsäureamides (Formel VI) oder des entsprechenden Nitriles (Formel IX) erhalten werden.
Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist
also ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel I, bei welchem eine Verbindung der Formel IV in an sich
bekannter Weise unter Austritt von 1 Molekül Wasser oder eine Verbindung der Formel VI in an sich bekannter Weise unter Austritt
von 1 Molekül- einer Verbindung der Formel R - NHp ,
worin R wie oben festgelegt ist, cyclisiert wird, vorgesehen.
Nach einer anderen vorteilhaften Aus f uhr ungs.form der Erfindung
ist ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen •der Formel I, bei welchem ein Amin der Formel R r NHp , worin
R wie oben festgelegt ist, in an sich bekannter Weise mit einer Säure der Formel
-SO H
III
'G-C-OH
H? II
ά 0
309812/1215 _ η _
oder einem funktioneilen Derivat derselbenv vorzugsweise dem
Chlorid der Formel X, kondensiert wird, vorgesehen.
Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform der
Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen
der Formel I, bei welchem eine Verbindung der Formel V in an ' sich bekannter V/eise hydrolysiert wird, vorgesehen.
Bei den Verbindungen der Formel I, bei welchen R für
Wasserstoff steht, ist es möglich, diesen so durch eine Gruppe zu ersetzen, daß eine Verbindung der Formel I, bei
welcher R von Wasserstoff verschieden ist, erhalten wird. Zu μ
diesem Zweck können die klassischen Verfahren der Alkylierung und Acylierung von Imidogruppen verwendet werden. Daher ist
gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der
Formel I, bei denen R von Wasserstoff verschieden ist, bei welchem Verfahren eine Verbindung der Formel
Ia C=O
in an sich bekannter Weise mit einer zum Ersatz des Wasserstoffes
durch die erwünschte Gruppe R am Stickstoffatom
fähigen Verbindung umgesetzt wird, vorgesehen.
Überdies ist es möglich, eine Gruppe R durch Verlängerung
einer bereits bestehenden Kette von Atomen am Stick-
30981271215 - 8 -
stoff atom des 3,4—Dihydro-3-oxo-2H-%2-ben2othiazin-S-
-dioxydes zu bilden.
So ist nach einer v/eiteren vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung Von Verbindungen
der Formel I, bei denen. R für eine Gruppe dei* Formel
Il
C-C-
II
in weichletzterer R2 und R-z wie oben festgelegt sind, steht
bei welchem Verfahren eine Verbindung der Formel
/
H - N , worin R2 "und R^ wie oben festgelegt sind, in
H - N , worin R2 "und R^ wie oben festgelegt sind, in
an sich bekannter V/eise mit einer Carbonsäure der Formel
Il
C-C
H2
VII
oder einem funktioneilen Derivat derselben, vorzugsweise
dem Chlorid, kondensiert wird, vorgesehen. Beispielsweise kann also eine Gruppe der Formel
Ii
C-C-N
II
R-
9812/1215
worin R^ und R^ wie oben festgelegt sind, durch Kondensation
des 3i4-Düiydro-3-oxo-2H-1 ^-benzothiazin-S-dioxyd^-ylacetyl-
chlorides mit einem Amin der Formel H-N , worin R^ und
R3. wie oben festgelegt sind, gebildet werden.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden nicht als Beschränkung
aufzufassenden Beispiele näher erläutert.
o(-(3,4-Dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-S-
-dioxyd-2-yl)
-Έ
,N-(dime thyI)-acetamid
Il
Pormel I mit R = - G - C - N
HP
Es wurden zu 3,15 g (0,016 Mol) 3,4~Dihydro-3-oxo-2H-
-1,2-benzothiazin-S-dioxyd (IPormel I mit R = H) in 25 cm·^
wasserfreiem Aceton 2,1 g (0,01? Mol) K,N-Dimethyl-c<-chloracetamid
in 10 cm^ wasserfreiem Aceton, 1,43 g
(0,017 Mol) Natriumbicarbonat und ein wenig Kaliumiodid
zugegeben. Es wurde 24 Stunden lang unter Rühren beziehungsweise
Schütteln und geringem Rückfluß zum Sieden erhitzt. Das Lösungsmittel wurde abgedampft, der Rückstand wurde mit
Chloroform und V/asser behandelt und die Chloroformphase wurde
abgetrennt, mit 5^-1SeI* Fatriumbicarbonatlösung und mit
Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Durch Kristallisieren des Rückstandes aus einem
Gemisch von Äthanol und V/asser wurden 3 S Produkt mit
- 10 309812/1215
einem Schmelzpunkt von 162 bis 1640C erhalten.
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete 3,4-Dihydro-
-3-OXO-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxyd (Formel I mit R = H) wurde
nach einer der folgenden Verfahrensweisen erhalten j
a) Es wurde eine Mischung aus I9j62 g (0,1 Mol)
3,4-Dihydro-3-imino-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxyd (Formel V mit R = H) , 900 cm^ Wasser und 100 cm^
einer 0,1 η Natronlauge 4 Stunden lang unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Danach wurde entfärbt',
filtriert, gekühlt und in der Kälte mit konzentrierter Salzsäure angesäuert. Nach dem
Stehenlassen wurden 14 g Produkt mit einem Schmelzpunkt von 198 bis 200°C gewonnen. Ein
analoges Ergebnis wurde durch 8-stündiges Siedenlassen des Iminoderivates (Formel V mit R = H)
mit dem Moläquivalent von Na^CO^ in 0,1 molarer
Lösung erhalten.
b) Es wurden 2,15 g (0,01 Mol) o-Sulfamy!phenylessigsäure
(Formel IV mit R = H) portionsweise in Polyphosphorsäure (10 enr 85%-ige
H^PO^, + 15 S Pp^',-) eingebracht und dann wurde
1 Stunde lang auf 10O0G erhitzt. Nach dem Kühlen
wurde die Reaktionsmischung in Eis eingegossen und in der Kälte stehengelassen, wodurch sich
1,3 g Produkt mit einem Schmelzpunkt von
198 bis 2010G ausschieden. Schmelzpunkt nach dem
Umkristallisieren aus wäßrigem Äthanol: 202 bis 204°C.
Das bei der obigen Verfahrensweise a) als Ausgangsstoff
verwendete 3,4-Dihydro-3-imino-2H-1,2-benzothiazin-S-
-dioxyd (Formel V mit R = H) wurde wie folgt erhalten:
Es wurden 10 g (0,051 Mol) o-Gyanmethylbenzolsulfonamid
309812/1215 - 11 -
(Formel IX mit R = H) portionsweise in 100 cm* konzentrierte
Schwefelsäure eingebracht. Die erhaltene Lösung wurde
16 Stunden lang stehengelassen. Danach wurde sie in Eis eingegossen
und der feste Stoff wurde gewonnen und gewaschen. Ausbeute: 7,3 g. Schmelzpunkt: 270 bis 275°G; Schmelzpunkt
nach dem Umkristallisieren aus wäßrigem Äthanol: 280 bis 283°CV
Analyse:
Für GgHgN2O2S
Für GgHgN2O2S
berechnet: N = 14,28%, S = 16,34%;
gefunden: N = 14,43%, S = 16,32%·
Die bei der obigen Verfahrensweise b) als Ausgangsstoff
verwendete o~Sulfamylessigsäure (Formel IV mit R = H)
wurde wie folgt erhalten:
Es wurden 5»5 g (0,028 Mol) o-Gyanmethylbenzolsulfamid
(Formel IX mit R = H) in 85 enr einer η Natronlauge 3 Stunden
lang unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Es wurde entfärbt, filtriert und mit konzentrierter Salzsäure angesäuert.
Beim Stehenlassen über Nacht in einem Kühlschrank kristallisierte das Produkt. Ausbeute: 4,7 g· Schmelzpunkt:
175 bis 1800C. Schmelzpunkt nach dem Umkristallisieren
aus Wasser: 185 his 187°C.
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete o-Gyanmethylbenzolsulfonamid (Formel IX mit R = H) wurde
wie folgt erhalten:
Es wurde in eine gerührte beziehungsweise geschüttelte
Lösung von 18,1 g (0,12 Mol) o-Gyanmethylbenzolsulfochlorid
-χ
(Formel VIII) in 260 cnr Benzol 0,5 Stunde lang Ammoniak eingeleitet, wobei mittels eines Wasserbades und Eis gekühlt wurde. Es wurde eine Suspension erhalten, welche
(Formel VIII) in 260 cnr Benzol 0,5 Stunde lang Ammoniak eingeleitet, wobei mittels eines Wasserbades und Eis gekühlt wurde. Es wurde eine Suspension erhalten, welche
309812/1215 - 12 -
filtriert wurde. Der 6Θ88ι)Μηίϊ1^6 feste Stoff wurde in Wasser
zu einem Brei verrührt und schließlich erneut gewonnen und gewaschen. Ausbeute: 14 g. Schmelzpunkt: 158 bis 160°C.
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete ο-Cyanine t hy I-benzolsulfochlorid
(Formel VIII) wurde wie folgt erhalten:
Es wurden 28,7 β (0,17 Mol) in 115 cm5 konzentrierter
Salzsäure suspendiertes o-Aminophenylacetonitrilhydrochlorid
(hergestellt nach V. Rousseau und H. G. Lindwall, J. Am. Chem. öoc. £2, 3 047 [1950] )bei 5°C mit 11,8 g (0,17 Mol) in
25 cnr VJaaser gelöstem Natriumnitrat diazotiert. Am Ende der
Umsetzung wurde rasch filtriert und das Ganze langsam in 170 cm einer 20%-igen Lösung von SOp in Essigsäure mit einem
Gehalt an 1,5 E Cu2CIg eingegossen. Es wurde 1 Stunde
bei Raumtemperatur gerührt beziehungsweise geschüttelt, in 450 cm* Wasser eingegossen und der ausgeschiedene feste
Stoff wurde gewonnen; dieser wurde in Benzol gelöst und die organische Lösung wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet
und eingedampft. Der Rückstand wurde gewonnen und mit wenifcj
kaltem Ligroin gewaschen. Rohausbeute: 23 R. Schmelzpunkt:
107 bis 1090Cj Schmelzpunkt nach dem Umkristallisieren aus
einer Hischung aus Ligroin und Benzol: 109 bis 111°C.
| Analyse: | C . | ,55% | H = | 2 | ,88%, | H = | 16 | ,24%, | Cl | = 6 | ,49 | |
| Für | C8II6ClKO2U | C . | ,58%, | H α | 3 | ,16%, | 16 | Cl | = 6 | ,65* | ||
| berechnet: | ||||||||||||
| gefunden: | ||||||||||||
| * 44 | ||||||||||||
| » 44 | ||||||||||||
- 13 309812/1215
COPY
2-Allyl-3,4~dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-
-S-dioxyd
(Formel I mit E= -C-C= CH0)
. H2
Es wurde eine Mischung aus 7»06 g (0,03 Hol) des
Kaliumsalzes von 3iz>—Dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-S-
-dioxyd (Formel I mit R = K) , 3,63 g (0,03 Mol) Allylbromid
3 ο
und 3° cnr Dimethylformamid 6 Stunden lang auf 65 bis 70 C
und -p Stunde lang auf 100°C erhitzt. Die Eeaktionsmischung
wurde gekühlt, mit einer gesättigten Lösting von Na-CO-, behandelt,
mit Chloroform extrahiert, getrocknet und die organische Phase wurde eingedampft. Das als Kuckstand verbliebene
Öl wurde durch fraktionierte Destillation unter Vakuum gereinigt. Ausbeute: 5*2 g. Siedepunkt:
157 bis 160°C/0,9 mm/Hg.
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete Kaliumsalz von 3,4-Dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxyd
(Formel I mit R = K) wurde durch Lösen von 3>4~Dihydro-
-3-OXO-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxyd (Formel I mit R = H) in
Methylalkohol, Zugabe des Äquivalentes von methanolischer Kaliumcarbonatlösung, Einengen auf ein geringes Volumen
und Gewinnen des festen Stoffes, der bei 100°C unter Vakuum getrocknet wurde, erhalten. Schmelzpunkt: 303 bis 3060C;
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete 3^-Dihydro-
-3-OXO-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxyd (Formel I mit H = H)
wurde wie im Beispiel 1 beschrieben erhalten.
- 14 309812/1215
_ΑΛ copy
BAD Q
2-Äthyl-3,4-dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-S-
-dioxyd
(Formel I mit R=- CpH5)
Es wurde eine Mischung aus 2,43 g (0,01 Mol) o-Äthyl-
sulfamylphenylessigsäure (Formel IV mit R= - CpH1-), 4,5 g
7. <- y
wasserfreiem Natriumacetat und 40 cm- Eisessig 7 Stunden
lang zum Sieden erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde gekühlt und in Eis eingegossen und der ausgeschiedene weiße
feste Stoff wurde gewonnen und gewaschen. Der letztere wurde in wäßriger Bicarbonatlösung digeriert und dann erneut gewonnen
und getrocknet. Ausbeute: 1,5 S Rohprodukt. Schmelzpunkt: 62 bis 63°C, nach dem Umkristallisieren aus Petroläther
64 bis 660C.
Die vorstehend als Ausgangsstoff verwendete o-Äthylsulfamylphenylessigsäure
(Formel IV mit R=- C2H5) wurde
wie folgt erhalten:
-D '
Es wurden zu 6,05 g (0,027 Hol) o-Äthylsulfamy!phenylacetonitril
(Formel IX rait R= - C2H5) 27O cm^ einer
0,2 η Natronlauge zugegeben und es wurde 7 Stunden lang unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Es wurde mit Kohle entfärbt,
filtriert, gekühlt, mit konzentrierter Salzsäure angesäuert und das Ganze wurde in einem Kühlschrank über
Nacht stehengelassen. Der feste Stoff wurde gewonnen, mit Eiswasser gewaschen, in wäßriger Natriumbicarboriatlösung
wieder gelöst, filtriert und mit konzentrierter Salzsäure erneut gefällt. Ausbeute: 5,1 B- Schmelzpunkt: 143 bis 145°C
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete o-Athylsulfamylphenylacetonitril
(Formel IX mit R= - CpH5) wurde
3098 17/1215 - 15 -
BAD ORIGINAL
copy
wie folgt erhalten:
Es wurden zu 18,1 cnr* (0,12 Hol) in 50 cm* Chloroform
suspendiertem 30%-igera (als Gewicht in Vclumkonzentration
ausgedrückt) wäßrigem Äthylamin unter Rühren beziehungsweise
Schütteln und Halten einer Temperatur von 20 bis 30°C 12,07 g (0,056 Mol) in 110 cnr* Chloroform gelöstes o-Cyanmethylbenzolsulfochlorid
(Formel VIII) zugegeben. Nach Beendigung der Zugabe wurde das Rühren beziehungsweise Schütteln
3 Stunden lang fortgesetzt, es wurde zur Trockene eingedampft und der Rückstand wurde in I50 cm-* einer η Natronlauge
wieder aufgenommen. Es wurde mit Kohle behandelt, filtriert, in Eis gekühlt und mit konzentrierter Salzsäure
angesäuert, wodurch 10 g Produkt mit einem Schmelzpunkt von 63 bis 660C erhalten wurden.
2~Pror>yl~3.4-dihydro-3-oxo-2H-1.2-benzothiazin-
-S-dioxyd
(Formel I mit R= - η - CjHr,)
Es wurde eine Mischung aus 9,86 g (0,05 Mol) 3,/4-Dihydro-
-3-oxo-2H-1,2-benzothinzin-S-dioxyd (Formel I mit H = H) ,
5,46 g (0,065 KoI) Hatriumbicorbonat, 8 g (0,065 Mol)
1-Brorapropan und 120 cnr Dimethylformamid 8 Stunden lang
auf 7O0C erhitzt. Danach wurde das Dimethylformamid unter
verhindertem Druck abgedampft, der Rückstand wurde mit einer
geGiii;ti[7ton wä.'irigen natriumbicnrbonatlosung und mit Chloroform
behandelt und die organische Phase wurde abgetrennt, mit einer 5'"-igen Nairiumbicnrbonatlösung und mit Wosser gewanchun,
getrocknet xnul einiiedrjapft. Dim- u3u Hücl:!-.t.;.nd νι.τ-bliebene
öl v/urde durch frnktionJerto Destillation unter
309817/1715
COPY BAD ORIGINAL
16 -
Vakuum gereinigt. Ausbeute: 5 g« Siedepunkt; I50 bis
155°C/O,8 mm Hg. Der Rückstand in der Destillationsblase
wurde durch Behandlung mit Isopropyläther fest; der feste
Stoff wurde gewonnen und aus einer Mischung aus Hexan und Benzol kristallisiert, wobei mit Kohlenstoff entfärbt wurde,
So wurden 1,1 g des Isomers J-Propyloxy-^-H-i ,2-benzothiazin-
-S-dioxyd in Form von bei 95 bis 97°C schmelzenden gelben
Kristallen erhalten.
Das vorstehend als Ausgangsstoff verwendete 3,4-Dihydro-
-3-OXO-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxyd (Formel I mit E = H)
wurde wie im Beispiel 1 beschrieben erhalten«,
Die Identifizierungsdaten von Endprodukten der Formel I und von Zwischenprodukten der Formeln I, IX und IV, welche
nach den in den vorhergehenden Beispielen erläuterten Verfahr ensweisen hergestellt worden sind, sind in den folgenden
Tabellen II bis V zusammengestellt.
- 17 30981?/1215
- 17 Tabelle II
N -
G = O
| (X. cc |
- E | Schmelzpunkt in 0C beziehungsweise Siedepunkt jn °C/min Hg |
Zur Kristalli sation ver wendetes Lö sungsmittel |
Bruttoformel | Analyse | H | N | S | % gefunden | C | H | N | S |
| κ, | - CHx | 89 bis 91 | Ligroin | C9H9NO3S | % berechnet | 4,29 | 15,18 | 51,47 | 4,41 | 4,91 | |||
| κ | -C2H5 | 64 bis 66 | Petroläther | C10H11NO3S | C | 4,92 | 53,28 | 5,17 | |||||
| C" | - η - G5H7 | 150 bis 153/0,8 | C11II13NO3S | 51,17 | 5,4-7 | 55,14- | 5,62 | ||||||
| - iso - C2Hn 0 ( |
90 bis 91 | Hexan | G11H13NO3S | 53,32 | 5f7 | 5,85 ι |
13,^0 | 54-,88 | 5,14- | 5,93 | 13,67 | ||
| - η - C^H9 | 43 bis 44 158 bis 159/0,9 |
Hexan/Benzol | C12H15NO3S | 55,21 | 5,97 | 56,96 | SfO | ||||||
| 55,21 | |||||||||||||
| 56,89 |
σ> cn co co co
| - R | Schmelzpiinkt in 0G beziehungsweise Siedepunkt in °C/inin Hg |
Zur Kri stalli sation verwen detes Lösungs mittel |
Bruttoforinel | Analyse | C | H | N | S | % gefunden | C | H | 10,12 | S | |
| H i - C - C = CH0 H2 . 2 |
157 bis 160/0,9 | G11H11NO5S | % berechnet | 55,68 | 4,67 | 55,71 | ^5 | |||||||
| C U α |
Si ζ0"* - C - C - II H2 \ ^ ' CF |
162 bis 164 | Äthanol/ /Wasser |
_ 51,05 |
5PO | 9,92 | 51,22 | 5,14 | ||||||
| N ■Μ N |
||||||||||||||
co ο co co
- 19 Tabelle III
C =
| - R | Schmelzpunkt in 0C | Zur Kristalli | Bruttoformel | Analyse | H | Ή | % gefunden | H | N ■ |
| sation verwen detes Lösungs mittel |
% berechnet | 3,58 | 7,10 | ' C | 3,4-2 | 6,99 | |||
| - H | 202 bis 204 | Äthanol/Wasser | C0HnKOxS 8 7 3 |
C | 48,03 | ||||
| 48,72 |
(Ji
cn
Ca) U)
co ο co eo
• - 20 -
IX
|
—J
S3 |
- R . | - H | Schmelzpunkt in 0C beziehungsweise Siedepunkt in , °C/mm Hg ■ . |
Zur Kri stalli sation verwen detes Lösungs mittel |
Bruttoformel | Analyse | H | N | S | % gefunden | N | S |
| ■"««1 ro cn |
-C2H5 | 161 bis 163 | Äthanol/ /Wasser |
C8H8N2O2S | % berechnet | 4,11 | 14,28 | 16,34 | ' C H | 14,31 | 16,54 | |
| - iso - C^Hr7 | 65 bis 66 | Benzol/Pe- -troläther |
C10H12N2O2S | C | 5,39 | 12,49 | 43,73 4,31 | 12,76 | ||||
| 155 bis 158/0,1 | O11H14N2O2S | 48,96 | 5,92 | 11,76 | 13,45 | 55,71 5,40 | 11,70 | 13,14 | ||||
| 53,56 | 55,36 6,14 | |||||||||||
| 55,44 |
-
- 21 Tabelle V
IV
| Ϊ-5 "♦>,■ •A |
- H | - H | Schmelzpunkt in 0C |
Ztir Kri stalli sation verwende tes Lö sungsmittel |
Bruttoformel | G | berechnet | H | 21 | N | 51 | Analyse | C | 63 | Ό gefunden | τ | [ | 50 | S |
| tv» | 185 bis 187 | Wasser | G8H9NO4S | 44, | 38 | 6, | 76 | 44, | 24 | H | 6. | 06 | |||||||
| - iso -i GxHn 5 7 |
144 bis 146 | Wasser | C10E15NO4S | 64 | 5, | 88 | 5, | 44 | S | 4-9, | 30 | 4,41 | 6 | ,40 | |||||
| 115,5 bis 117 | VJ asser | C11H15NO4S | 51, | 37 | 5, | 5, | 51, | 5,11 | 5 | 12,53 | |||||||||
| 54 | 6,06 | ||||||||||||||||||
| 12,46 | |||||||||||||||||||
Patentansprüche
Claims (1)
- PatentansprücheN-substituierte 3,4-Dihydro-3-oxo-2H-1,2-benzothiazin-S-dioxydderivate der allgemeinen Formel- R= Oworin R für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Allylrest oder einen Rest der Formel.0IlC-C H2.CH,IICH,steht.2.) Arzneimittel, bestehend aus "Verbindungen gemäß Anspruch 1 und üblichen Hilfs- und Trägerstoffen.3·) Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Amin der Formel R - NH2 , worin R wie im Anspruch festgelegt ist, in an sich bekannter Weise mit einer Säure der Formel303812/1215- 23 BAD ORIGINALIIIC-C-OH ^ 0oder einem funktionellen Derivat derselben, vorzugsweise dem Chlorid, kondensiert.Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formelworin R wie im Anspruch 1 festgelegt ist, in an sich bekannter Weise unter Austritt von 1 Molekül Wasser oder eine Verbindung der Formel309817/1215. - 24 -5.)- 24- -worin R wie im Anspruch 1 festgelegt ist, in an sich "bekannter V/eise unter Austritt von 1 Molekül einer Verbindung der Formel R - Iffi^ , worin R wie in Aisprudi 1 festgelegt ist, cyclisiert.Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formelimworin R wie im Anspruch 1 festgelegt ist, in an sich bekannter Weise hydrolysiert.6.) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach Anspruch 1, bei welchen R von Wasserstoff verschieden ist, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der FormelH OIain an sich bekannter V/eise mit einer zum Ersatz des3G981?/1?ir~ 25 -Wasserstoffes durch die erwünschte Gruppe E am Stickstoffatom fähigen Verbindung umsetzt.7·) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach Anspruch 1, bei welchen R für eine Gruppe der FormelJiC-G-IIworin R2 und R* wie im Anspruch 1 festgelegt sind, steht, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Ver-bindung der Formel H-N , worin R2 und R*wie im Anspruch 1 festgelegt sind, in an sich be kannter Weise mit einer Carbonsäure der Formel- C = O- OHVIIoder einem funktioneilen Derivat derselben, vorzugsweise dem Chlorid, kondensiert.tr= i ;
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-
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